Java Server Faces. Andy Bosch. Das Standard-Framework zum Aufbau webbasierter Anwendungen. An imprint of Pearson Education

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1 Andy Bosch Java Server Faces Das Standard-Framework zum Aufbau webbasierter Anwendungen An imprint of Pearson Education München Boston San Francisco Harlow, England Don Mills, Ontario Sydney Mexico City Madrid Amsterdam

2 3 Installation der JavaServer Faces- Demoanwendungen Kapitelziel Um eine erste JavaServer Faces-Anwendung»live«sehen und erleben zu können, sind in der Referenzimplementierung bereits einige Beispielanwendungen enthalten. Diese können ohne großen Installationsaufwand gestartet werden. Dieses Kapitel gibt daher eine erste kurze Einführung, wie die Beispielanwendungen der Referenzimplementierung installiert und ausgeführt werden können. 3.1 Vorbereitungen Um eine JavaServer Faces-Anwendung ausführen zu können, wird natürlich grundlegend ein aktuelles Java Development Kit (JDK) von Sun benötigt. Alle im Buch vorhandenen Beispiele beruhen dabei auf der Version 1.4.2, damit sind auch die Beispielanwendungen der Referenzimplementierung lauffähig. Eine ältere JDK-Version kann nicht verwendet werden, aktuellere Versionen können natürlich jederzeit eingesetzt werden. Die Version 1.0 der JavaServer Faces-Spezifikation sowie der Referenzimplementierung kann über die Webseite von Sun unter heruntergeladen werden. JavaServer Faces benötigt zusätzlich das Java Web Services Developer Pack, aktuell in der Version 1.3. Künftig wird JavaServer Faces ebenfalls in diesem Paket mit ausgeliefert. Zum Zeitpunkt der Drucklegung dieses Buches besteht jedoch die Schwierigkeit, dass in der Version 1.3 des Web Services Pakets bereits eine frühe Testversion (ein so genanntes Early Access) enthalten ist. Daher müssen an dieser Stelle Ersetzungen mit den aktuellen Komponenten vorgenommen werden. Eine Anleitung, wie dies vorzunehmen ist, ist in der JavaServer Faces-Referenzimplementierung zu finden. Kurz zusammengefasst verläuft die Ersetzung der Early-Access- Version durch die aktuelle JavaServer Faces-Version in folgenden drei Schritten: 1. Installation des Web Services Pakets gemäß der Installationsanleitung (unter Windows steht ein Installationsprogramm zur Verfügung, das einen Benutzer durch die Installation begleitet)

3 50 3 Installation der JavaServer Faces-Demoanwendungen 2. Löschen des Verzeichnisses JWSDP_HOME/jsf 3. Auspacken der JavaServer Faces 1.0 Zip-Datei und Umbenennen des Verzeichnisses in jsf Das Java Web Services Developer Pack ist ebenfalls über die Webseite von Sun unter zu beziehen bzw. ist ebenfalls der CD beigefügt ((TODO klären, ob das überhaupt erlaubt ist, ansonsten Satz umformulieren)). Mit enthalten ist bereits ein Apache Tomcat Server, der durch das Installationsprogramm mitinstalliert wird. Zum einfachen Starten und Testen der mitgelieferten Beispielanwendungen ist es ratsam, den Tomcat- Server aus dem Web Services Paket zu verwenden. Vorteil ist, dass die benötigten jar- Bibliotheken bereits in den vorgesehenen Verzeichnissen liegen sowie auch alle weiteren Komponenten in der passenden Version vorhanden sind. Es ist natürlich auch möglich, separat Tomcat in einer anderen Version zu installieren, dieses Verfahren wird in Kapitel 5.2 Einrichten der Entwicklungsumgebung erläutert. Nachdem die Basisstruktur geschaffen wurde, können die Beispiele aus dem JWSDP_HOME/jsf/samples-Verzeichnis in das JWSDP_HOME/webapps übernommen werden. Dazu genügt es, eine entsprechende war-datei zu kopieren. Tomcat sorgt selbst dafür, dass die Archiv-Datei ausgepackt und installiert wird. 3.2 Start der Beispiele Nachdem das Java Development Kit, das Web Services Developer Pack und JavaServer Faces selbst installiert wurden sowie die gewünschten war-dateien in das webapps-verzeichnis kopiert wurden, kann der Tomcat-Server im Verzeichnis JWSDP_HOME/bin gestartet werden. Dazu steht für Windows die Datei startup.bat und unter Unix/Linux die Datei startup.sh zur Verfügung. Nachdem der Server gestartet wurde, kann bereits die Anwendung über einen Browser aufgerufen werden. In Abbildung 3.1 wurde die Datei jsf-cardemo.war installiert und gestartet. Nach wenigen Sekunden, in denen die JSF-Seite kompiliert wird, erscheint die gezeigte Startseite und es kann mit der Anwendung gearbeitet werden. Über dieselbe Vorgehensweise können natürlich auch die anderen Beispiele gestartet werden. Interessant auch, wenn Sie später nachschlagen wollen, wie benutzerspezifische Komponenten entwickelt werden können, ist die Demoanwendung jsf-components. Es sind darin Beispiele enthalten, wie z.b. mittels JavaServer Faces eine Baumkomponente oder auch eine Listenausgabe umgesetzt werden kann.

4 Start der Beispiele 51 Abbildung 3.1: Demoanwendung Car-Demo Abbildung 3.2: JavaServer Faces-Komponenten

5 52 3 Installation der JavaServer Faces-Demoanwendungen Zu den Komponenten, die im Beispiel jsf-components zu sehen sind, muss angemerkt werden, dass diese nicht zum JSF-Standard gehören. Diese Komponenten gehören zu den benutzerdefinierten Komponenten, die im Gegensatz zu den Standardkomponenten durch jeden Entwickler nach Belieben erzeugt werden können. 3.3 Fazit Dieses Kapitel hat aufgezeigt, wie die Beispielanwendungen, die mit der Referenzimplementierung von JavaServer Faces ausgeliefert werden, installiert und aufgerufen werden können. Es wurde die Installation des Web Services Developer Packs erklärt und auf die Problematik hingewiesen, dass das in der Version 1.3 enthaltene JSF-Verzeichnis durch das aktuelle Verzeichnis der JavaServer Faces-Referenzimplementierung in der Version 1.0 zu ersetzen ist. Ferner wurde aufgezeigt, wie mit Hilfe der war-archive die Demoprogramme installiert und aufgerufen werden können. In Kapitel 5 werden sie lernen, wie Sie eine erste eigene JavaServer Faces-Anwendung erstellen. Dazu sind im Vorfeld natürlich nochmals einige Installationsschritte nötig (u.a. das Installieren der Entwicklungsumgebung), die jedoch auch wieder schrittweise erläutert werden.

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