Geschäftsbericht 2011

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1 Geschäftsbericht 2011

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3 Inhaltsverzeichnis Editorial 5 Kontext 7 Gespräch mit dem CEO der Abraxas 8 Abraxas Jahresrechnung 16 Tochtergesellschaften 22 Revisionsbericht 23 Geschäftsleitung und Verwaltungsrat 24 Marktsegmente 27 IT Services 28 Applikationsentwicklung 29 Consulting 30 Steuern 31 Versicherungen 32 Rechtspflege 33 Polizei 34 Verkehr 35 Gesundheit 36 Bildung 37 Statements 39 IT Outsourcing 40 Informatik-Full-Service für Kommunen 41 Cloud Computing 42 Enterprise Content Management (ECM) 43 Mobile Computing 44 Informationssicherheit 45 Arbeitgeber Abraxas 46 Kontaktadressen 48 Abraxas Geschäftsbericht

4 4 Abraxas Geschäftsbericht 2011

5 Editorial Nach Jahren stetigen Umsatzwachstums hat 2011 der erwartete leichte Ertragsrückgang stattgefunden. Der Führungsmannschaft mit ihren Mitarbeitenden der Abraxas ist es aber gelungen, diese Entwicklung souverän aufzufangen: Die Abraxas Gruppe schliesst das Geschäftsjahr 2011 mit einem konsolidierten Jahresergebnis von über 6 Millionen Franken ab. Dies ist eines der besten Ergebnisse seit Gründung des Unternehmens. Den grössten Erfolg des Jahres 2011 sehe ich jedoch darin, dass das Management der Abraxas nicht einfach wartet, sondern das Unternehmen weiterent wickelt und gleichzeitig auf klare Ziele fokussiert. Konsequenter auf die eigenen Kernkompetenzen setzend ist es unseren Kolleginnen und Kollegen gelungen, bestehende Kundenbeziehungen auszubauen und neue Kunden zu gewinnen. Gerade die jüngst gewonnenen Aufträge bei Unternehmen des schweizerischen Mittelstandes werte ich als verlässliches Indiz für die hohe Qualität und Konkurrenzfähigkeit der Dienstleistungen unseres Unternehmens. Ganz besonders beeindruckt mich aber auch die Professionalität, mit der das Management der Abraxas mit den seit Jahren ungewissen Perspektiven bezüglich des Aktionärs umgeht. Unbeirrt, kompetent, innovativ und zuverlässig in der Leistungserbringung stärkt das Abraxas- Team bei unseren Mitarbeitenden und Kunden das Vertrauen in unser Unternehmen und seine Dienstleistungen. Ihnen allen gilt mein besonderer Dank. Unseren Kunden danke ich für die angenehme Zusammenarbeit und für ihre Treue. Mein Dank gilt auch unseren Aktionären für das uns entgegengebrachte Vertrauen. Und nicht zuletzt danke ich meinen Kollegen im Verwaltungsrat, unserem CEO, der Geschäftsleitung und den Mitarbeitenden für ihr Engagement und ihre gute Arbeit. Fredy Isler VR-Präsident Abraxas Geschäftsbericht

6 6 Abraxas Geschäftsbericht 2011

7 Kontext Ein Gespräch mit dem CEO der Abraxas über das Unternehmen und sein Umfeld

8 «Wir fokussieren uns, um einen breiteren Markt adressieren zu können» Nach Jahren der Umsatzrekorde war im Geschäftsjahr 2011 der Ertrag der Abraxas erwartungsgemäss rückläufig. Dennoch bewertet die Unternehmensführung das Jahr positiv: Das Unternehmen hat sich 2011 auf seine Kompetenzen fokussiert und ist nach den erfolgten organisatorischen Anpassungen heute noch besser aufgestellt für die Herausforderungen am Markt. Bereits wurden erfolgreich neue Kundensegmente erschlossen. CEO Thomas Flatt lässt im Gespräch mit IT-Publizist Daniel Meierhans* das Abraxas- Jahr 2011 Revue passieren. Herr Flatt, Abraxas ist ein Unternehmen in Veränderung. Ein Besitzerwechsel ist absehbar. Wo steht Abraxas heute? Dem Unternehmen geht es grundsätzlich gut. Zwar präsentieren sich die Finanzzahlen nicht mehr ganz so positiv wie im Vorjahr, aber es gibt Elemente, die mich heute noch zuversichtlicher stimmen. So gelang es uns im letzten Jahr, neue Kunden zu gewinnen, und auch die Sales Pipeline ist deutlich besser gefüllt als Anfang Reflektieren die neu gewonnenen Kunden bereits die Richtung, in die die Abraxas umschwenkt? Ich denke, man sollte nicht von umschwenken sprechen. Das Unternehmen fokussiert. Wir hatten in der Eigentümerschaft begründet bei der Gründung der Abraxas den Fokus ausschliesslich auf die öffentliche Hand und im Speziellen auf die kantonalen Verwaltungen gerichtet. Der ursprüngliche Plan war, dass sich weitere Kantone am Unternehmen beteiligen. Das Ende der Geschichte kennen wir: Es hat sich kein weiterer Kanton an der Abraxas beteiligt, und wir konnten im begrenzten Kantonsmarkt auch keinen substanziellen Gewinn an der Kundenfront erzielen. «Mit unserer Swissness und auch mit unserer Grösse passen wir optimal zum Schweizer Mittelstand und zu den verschiedenen öffentlichen Verwaltungen.» Wir haben uns darum entschieden, uns künftig auf weniger Services zu konzentrieren und diese dafür in einem breiteren Markt anzubieten. Dabei fokussieren wir auf die Kompetenzen, die wir sehr gut beherrschen. Das sind zum einen die Software- Entwicklung und zum anderen der Betrieb von Applikationen und IT-Infrastrukturen. Insbesondere den Betrieb Applikationen und Infrastruktur können wir nicht nur für Kantone anbieten, sondern genauso gut auch für andere öffentliche Verwaltungen und für die Privatwirtschaft. Das Asset, das wir dafür mitbringen, ist die Swissness, die wahrscheinlich bei keinem anderen Outsourcing-Anbieter in der Schweiz so ausgeprägt ist. Mit unserer Swissness und auch mit unserer Grösse passen wir optimal zum Schweizer Mittelstand und zu den verschiedenen öffentlichen Verwaltungen. Um den privatwirtschaftlichen Mittelstand anzusprechen, müssen Ihre Mitarbeitenden mit einer ganz anderen Kultur umgehen können, als sie es aus dem Geschäft mit den Kantonen gewohnt sind. Wie stellen Sie sicher, dass Abraxas den Ansprüchen beispielsweise eines Industriebetriebs gerecht werden kann? Es gibt Ansprüche, die tatsächlich unterschiedlich sind. Aber sehr viele Ansprüche sind auch gleich. Die Verwaltungen wollen Sicherheit und Qualität. Das will die Industrie auch. Die Verwaltung will entgegen den verbreiteten Vorurteilen genauso wie die Privatwirtschaft sehr günstige Preise und sie will ebenso schnell umgesetzte Projekte. Nichtsdestotrotz pflegt die Verwaltung per se eine andere Kultur, als wir sie in der reinen Privatwirtschaft finden. Auch darauf sind wir aber sehr gut vorbereitet. Erstens ist Abraxas selber ein rein privatwirtschaftlich organisiertes Unternehmen. Zweitens haben viele meiner Kollegen im Management und viele unserer Mitarbeitenden ihre Sporen bei Industrieunternehmen oder Finanzdienstleistern abverdient. Sie sind also in einem gewissen Sinn Heimkehrer in eine Kultur, die sie von früher kennen. 8 Abraxas Geschäftsbericht 2011 * Dr. Daniel Meierhans ist Technologiejournalist und Mit inhaber von inhalte.ch. Er befasst sich unter anderem in einer regelmässigen Kolumne im Swiss IT Magazine pointiert mit ICT-Themen.

9 In meiner Erfahrung legt der Schweizer Mittelstand auch bei an sich rein technischen Querschnittsfunktionen ein grosses Gewicht auf die Branchenerfahrung seiner Provider. Wie kann Abraxas diese sicherstellen? Ich kann diesen Einwand zwar nachvollziehen, unsere bisherigen Erfahrungen zeigen aber, dass Branchen-Know-how bei klassischen IT-Services- Leistungen nicht ausschlaggebend ist. Wir konnten im vergangenen Jahr in drei unterschiedlichen Branchen Aufträge gewinnen. Entscheidend war, dass man uns als langfristig denkendes, vertrauenswürdiges Unternehmen wahrgenommen hat. Das ist in der Software-Entwicklung selbstverständlich genau umgekehrt. Dort ist die Branchenerfahrung häufig ausschlaggebend für den Zuschlag. Wie lange rechnen Sie, dass es dauert, bis die privatwirtschaftlichen Segmente einen bedeutenden Anteil zum Abraxas-Umsatz beisteuern? Man soll das Fell des Bären nicht verteilen, bevor der Bär erlegt ist. Wir haben diese strategische Neuorientierung vor einem Jahr an die Hand genommen. Im vergangenen Jahr sind uns erste Achtungserfolge gelungen. Die entsprechenden Referenzen «Meine Prognose ist, dass das Segment öffentliche Verwaltungen bis in fünf Jahren zwar immer noch ein sehr wichtiges, aber eines von drei bis vier ähnlich grossen Branchensegmenten im Abraxas-Portfolio sein wird.» finden Sie auf unserer Website und wir haben weitere potenzielle Kunden in der Sales Pipeline. Um unsere Wettbewerbsfähigkeit genauer ein ordnen zu können, benötigen wir noch einige zusätzliche Erfahrungen im Verkaufsprozess. Meine Prognose ist, dass das Segment öffentliche Ver waltungen bis in fünf Jahren zwar immer noch ein sehr wichtiges, aber eines von drei bis vier ähnlich grossen Branchensegmenten im Abraxas-Portfolio sein wird. Wenn wir die aktuellen Zahlen betrachten, sind Umsatz und Gewinn im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Sind Sie von dieser Entwicklung enttäuscht? Ich bin natürlich immer enttäuscht, wenn es südwärts geht. Die Enttäuschung hält sich aber in Grenzen, weil sie absehbar war. Wir haben zum einen per Ende 2010 einen Teil unseres Unternehmens (Anm. Red.: Steuerberaterlösung abx-tax.pro) und damit dessen Umsatz verkauft. Zudem fielen aus diesem Verkauf im Vorjahr positive Son dereffekte Abraxas Geschäftsbericht

10 an, die 2011 fehlten. Tatsächlich ging aber auch die Umsatzentwicklung im Service-Geschäft aufgrund des generellen Preiszerfalls in der IT südwärts, obwohl wir das Leistungsvolumen steigern konnten. Dazu kommen Technologie wechsel zu günstigeren und effizienteren Systemen bei unseren Kunden, die ich bereits im letzten Ge schäftsbericht «Ich persönlich denke, dass es Unternehmen gibt, die gut zu Abraxas passen würden. Ich könnte mir auch vorstellen, dass Abraxas für den einen oder anderen Firmengründer eine ideale Nachfolgeregelung darstellt.» angekündigt habe. Im Zusammenhang mit diesen Ablösungen haben wir auch Auf träge an Mitbewer - ber verloren. Wir sind aber zu versichtlich, dass wir diese Systeme wieder zu rückgewinnen können. Da diese negativen Tendenzen im Service-Geschäft langfristig anhalten werden, rechne ich in den nächsten zwei bis drei Jahren mit einem weiteren Umsatzrückgang. Spätestens dann werden wir aber durch den Ausbau des Neukundengeschäfts wieder ein Wachstum verzeichnen können. Wenn wir bewiesen haben, dass wir auch in der Privatwirtschaft konkurrenzfähig sind, wird uns das auch zusätzliche Aufträge im öffentlichen Bereich bringen. Ganz nach dem Motto: Der Prophet gilt im eigenen Land meist nicht viel. Im Software-Geschäft sind die Umsätze demgegenüber bereits heute tendenziell steigend. Inwiefern reflektieren die letztjährigen Geschäftszahlen den Spardruck, der auf den öffentlichen Haushalten lastet, und erwarten Sie, dass dessen negativer Einfluss in den nächsten Jahren weiter ansteigen wird? In unserem Heimmarkt zu diesem zähle ich die Kantone St. Gallen und Zürich sowie das Sozialversicherungsgeschäft ganz bestimmt. Mit den Sozialversicherungen war die Erneuerung von einzelnen Verträgen mit signifikanten Preisnachlässen verbunden. In St. Gallen besteht ein enormer Spardruck unter anderem auch durch die gesetzlichen Vorschriften zum Verhältnis von Steuereinnahmen und Ausgaben. Und auch in Zürich ist die Budgetsituation angespannt. Das führt unter anderem dazu, dass Projekte, mit denen wir gerechnet haben, verschoben oder ganz gestrichen werden. Im IT-Geschäft ist es durchaus üblich, sich den Eintritt in neue Märkte zu erkaufen. Ist es auch für Abraxas eine Option, über Firmenkäufe schneller Fuss zu fassen und zu wachsen? Abraxas hat diesen Weg in der Vergangenheit beschritten. Dies war einer der Gründe, wieso wir in den letzten Jahren Schulden abbauen mussten. Unser Aktionariat ist aber vorsichtig. Das heisst, wir müssen uns die Mittel für allfällige Übernahmen selber erarbeiten. Ich persönlich denke, dass es Unternehmen gibt, die gut zu Abraxas passen würden. Ich könnte mir auch vorstellen, dass Abraxas für den einen oder anderen Firmengründer eine ideale Nachfolgeregelung darstellt. Wir können sicherstellen, dass sein Werk weiterbestehen bleibt, auch wenn dabei der Verkaufsgewinn vielleicht nicht maximiert wird. Ob, wann und wie wir konkret investieren, ist aber eine Entscheidung der Aktionäre. Eines Ihrer finanziellen Engagements der letzten Jahre betrifft das Beratungsunternehmen ISG Institut, St. Gallen. Sie haben bereits im letzten Herbst erklärt, dass sich die Beteiligung an diesem Start-up nicht wie erhofft entwickelt. Was ist der Stand heute? Ich muss ehrlicherweise zugeben, dass ich enttäuscht bin und dass sich diese Investition nicht gelohnt hat. Die Idee und das Konzept waren zwar gut. Die operative Umsetzung ist dem ISG Management aber nicht gelungen. Wir werden unser Engagement im ISG deshalb nicht weiter fortsetzen. Das Unternehmen ist unterdessen sehr stark redi men sioniert worden und wir sind daran, die Ausstiegsmodalitäten zu klären. Mit Sicherheit wird Abraxas kein weiteres Geld mehr investieren. Wie gesagt, wir sind enttäuscht. Wir haben deutlich mehr erwartet. Aber das gehört zum Geschäft, wenn man nicht nur bewahren, sondern auch Innovation fördern will. Ist denn Abraxas überhaupt genügend gross für solche Risikoinvestitionen? Ein Unternehmen wie Abraxas muss immer Risiken eingehen und Investitionen tätigen. Diese sind das Salz in der Suppe. Und nur so können wir uns weiterentwickeln. Wenn dies im Rahmen einer Beteiligung als Aktionär geschieht, erhält eine Investition automatisch mehr Aufmerksamkeit. Intern und damit etwas weniger prominent investieren wir aber jedes Jahr in Innovation und die Weiterentwicklung des Unternehmens und der Mitarbeitenden. 10 Abraxas Geschäftsbericht 2011

11 Welche Massnahmen haben Sie im letzten Jahr neben dem Aufbau der privatwirtschaftlichen Segmente ergriffen, um dem erwarteten weiteren Umsatzrückgang entgegenzuwirken? Das Thema ist Fokus. Wir haben zum Beispiel die Organisation gestrafft und das Geschäft in zwei Divisionen, Outsourcing Solutions und Application Solutions, zusammengefasst. Unser Produktportfolio wird überarbeitet und wir sind dabei, alle Angebote, welche nicht unseren Kernkompetenzen entsprechen, zu eliminieren. Gestärkt haben wir das Thema Application Management, welches im Outsourcing- Geschäft an Bedeutung gewinnen wird, will man sich vom Wettbewerb unterscheiden. Und nicht zuletzt gehen wir haushälterisch mit unseren Mitteln um und haben die Kosten tief gehalten. Die Auflösung der Division Business Solutions ist eine klare Strategiekorrektur. Sie haben damit das Beratungs- und das unabhängige Projektgeschäft aufgegeben, auf die Sie bis anhin Wachstumshoffnungen gesetzt hatten. «Wir haben zum Beispiel die Organisation gestrafft und das Geschäft in zwei Divisionen, Outsourcing Solutions und Application Solutions, zusammengefasst. Unser Produktportfolio wird überarbeitet. Dabei gilt: Wir fokussieren auf das, was wir wirklich können.» Dieser Eindruck mag von aussen entstehen. Gerade das Beratungsgeschäft bleibt aber mit der Reorganisation erhalten, genauso wie die Sales- und Business-Development-Komponenten. Aufgelöst haben wir die weniger fokussierten Komponenten darum herum. Die Beratung hat heute insbesondere nicht mehr nur den Auftrag, als eigenständiger Service im Markt erfolgreich zu sein, sondern ist vermehrt integrierter Teil eines Gesamtpaketes. Was ist der Grund für diese Umkehr? Hat der Markt Abraxas nicht als eigenständiges Beratungsunternehmen wahrgenommen? Unsere Beratungsleistungen werden im Markt geschätzt. Als eigentliches Beratungsunternehmen werden wir aber zu Recht nicht wahrgenommen. Und nochmals, es ist nicht eine Umkehr. Es ist eine Fokussierung auf das, was wir wirklich können. Abraxas Geschäftsbericht

12 Am Beispiel E-Health wird dies rasch deutlich: In der Vergangenheit wollten wir in diesem Bereich als unabhängiger Akteur auftreten, der selber Gesundheitsmarkt-Dienste verkauft. Der also fertige E-Health-Services entwickelt, betreibt und vermarktet. Und der somit das gesamte Geschäftsrisiko selbst trägt und die Vermarktung solcher Services übernimmt. Dies werden wir nicht mehr tun. Wir sind kein eigenständiger Akteur im Gesundheitsmarkt. Wir können aber sehr wohl IT-Dienstleistungen entwickeln und betreiben. Dies aber nur im Auftrag von Akteuren, die im Gesundheitsmarkt etabliert sind, also zum Beispiel Krankenhäuser, Versicherungen, Ärztenetze oder Gesundheitsdepartemente/Direktionen. Wir sind deren Dienstleister nicht deren Wettbewerber. Abraxas konzentriert sich demnach auch im Outsourcing auf technische Leistungen und strebt nicht die Übernahme von ganzen Geschäftsprozessen an? Wenn wir in der Privatwirtschaft glaubwürdig auftreten wollen, dürfen wir uns nicht als diejenigen positionieren, die beispielsweise am meisten von Strassenbau verstehen. Wir sind diejenigen, welche «Wenn durch die Cloud-Standardisierung die Technologie keine differenzierende Rolle mehr spielt, wird das Vertrauen zum entscheidenden Faktor. Und genau hier werden wir punkten können.» die IT-Plattformen bis hin zu Cloud-Lösungen betreiben und Software im Auftrag entwickeln können. Das sind unsere Kernkompetenzen und die wollen wir in einem breiteren Markt umsetzen. Sie erwähnen Cloud Computing. Das ist momentan der beherrschende weltweite IT-Trend. Wie positioniert sich Abraxas in diesem Thema? Cloud Computing ist für uns wie für alle anderen auch zentral. Man muss dabei aber festhalten, dass die Cloud im Infrastrukturbereich keine neue Technologie darstellt, sondern im Grunde nur eine neue Art des Deployment, der Nutzung und der Verrechnung von an sich etablierten Techniken ist. Wir haben denn auch bereits Kunden, für die wir eine private, organisationsinterne Cloud betreiben. Eine echte Cloud wird es allerdings erst geben, wenn Communities entstehen, welche die gleichen, standardisierten Services beziehen. Wir haben eine solche Community in der Pipeline und sind auch sehr zuversichtlich, dass sie funktionieren wird. Genaueres kann ich dazu aber erst sagen, wenn wir dieses Projekt realisiert haben. Zudem beobachten wir den Trend zu einer Schweizer Government Cloud sehr genau und begleiten ihn aktiv. Wir denken, dass Abraxas einer der wichtigen Akteure in diesem Bereich sein kann. Wenn durch die Cloud-Standardisierung die Technologie keine differenzierende Rolle mehr spielt, wird das Vertrauen zum entscheidenden Faktor. Und genau hier werden wir punkten können. Nun ist Cloud Computing in erster Linie ein Skalengeschäft. Wie will sich Abraxas als im internationalen Vergleich doch kleiner Anbieter gegen die grossen heimischen Telekommunikationsunternehmen oder globale Konzerne durchsetzen? Die Frage ist: Wo greifen die Skalen? Ich bin der Ansicht, dass sie gerade im Mittelstand und im Verwaltungsgeschäft relativ früh greifen. Es existieren immer nur relativ wenige gleichartige Applikationen, die in einer Cloud-Lösung zusammengefasst werden können. Auf der anderen Seite gibt es horizontale Services wie beispielsweise die Desktop-Basis-Infrastruktur, die man theoretisch deutlich höher skalieren kann. Ob wir mit einigen tausend Arbeitsplätzen bereits gross genug sind, um im Wettbewerb bestehen zu können, wird sich zeigen. Ich persönlich glaube, dass es in erster Linie die Be reitschaft der Anwender braucht, noch weitere standardisierte Lösungen zu akzeptieren. Wenn dem dann so ist, werden bestimmt auch wir vielleicht zusammen mit einem Partner sehr viel günstiger produzieren können. Viel grundsätzlichere Veränderungen sehe ich aber in der klassischen Trennung zwischen Software- Hersteller und -Betreiber. Services wie Salesforce, Google Apps oder auch Office aus der Cloud zeigen, wie sich die bisherige Trennung zwischen Software-Hersteller und -Betreiber auflöst. Und genau auf diese Karte wollen wir setzen. Unser Ziel ist, dass alle Software, die wir produzieren, auch von uns als Cloud-Service zur Verfügung gestellt wird. Dazu wollen wir, wenn möglich, weitere Applikationen in unser Port folio aufnehmen. 12 Abraxas Geschäftsbericht 2011

13 Cloud-Lösungen benötigen ein entsprechendes technisches Know-how. Es wird in der Schweiz seit Jahren sehr viel über den IT-Fachkräftemangel diskutiert. Spürt Abraxas den Mangel konkret? Ja, den spüren wir tatsächlich. Er ist für uns sogar noch akzentuierter. Wir haben eine explizit schweizerische Kundschaft. Das heisst, unsere Mitarbeitenden müssen Deutsch oder besser sogar Schweizerdeutsch verstehen und sprechen. Idealerweise kommen noch Französisch und Italienisch dazu. Wir können darum nicht einfach Spezialisten im Ausland rekrutieren. Ganz abgesehen davon sind die Be willigungsprozesse für ausländische Fachleute für KMU im Verhältnis sehr aufwändig. Wir haben aber auch Vorteile gegenüber den globalen Unternehmen. Auf dem inländischen Arbeitsmarkt bieten wir als KMU den Vorteil, dass wir flache Hierarchien und ein familiäres Umfeld ohne Hire-and-Fire-Mentalität bieten können. Abraxas muss in den nächsten Monaten nicht nur für Fachkräfte attraktiv sein, sondern auch für potenzielle Investoren, da die bisherigen Besitzer ihre Beteiligungen abstossen wollen. Sind Sie 2011 für Interessenten attraktiver geworden? Sie verstehen, wenn ich mich im Geschäftsbericht nicht über die Pläne unserer Aktionäre äussern will. Attraktiv wollen wir aber unabhängig davon bleiben. Wenn wir die Finanzzahlen der letzten Jahre betrachten, können wir eine kontinuierliche Verbesserung praktisch aller Parameter vorweisen: Wir wurden profitabler, sind im Umsatz und Gewinn gewachsen. Wir konnten neue Produkte lancieren. Vor fünf Jahren waren wir noch hoch verschuldet. Heute haben wir keine Nettoschulden mehr. Das sind schöne Erfolge. Jetzt kommen wir aber, wie in meinen Prognosen bereits angetönt, in einen Zyklus, der weitere Transformationen notwendig macht. Dies wird etwas Zeit und auch Geld kosten. Insgesamt bin ich aber überzeugt, dass die Abraxas nach wie vor attraktiv ist und dass es sich lohnt, in dieses Unternehmen zu investieren. Sie haben bereits früher mehrfach angetönt, dass der Verkaufsprozess schwierig ist, weil sehr viele Interessen und Parameter optimiert werden müssen. Gilt dies nach wie vor? Ja, eindeutig. Die heutigen Aktionäre haben mehrfach öffentlich betont, dass sie keine reine Kaufpreis optimierung suchen. Die Ziele für die Zukunft sind eine solide Leistungserbringung, ein vertrauenswürdiges Aktionariat und die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens an den Standorten «Die Ziele für die Zukunft sind eine solide Leistungserbringung, ein vertrauenswürdiges Aktionariat und die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens an unseren Standorten.» Zürich und St. Gallen. Schliesslich sind die heutigen Aktionäre unsere wichtigsten Kunden und wollen dies auch bleiben. Aber wie bereits gesagt, dieser Prozess wird von den Aktionären geführt. Und ich kann weder für diese sprechen noch kann ich vorher sagen, wie diese sich letztlich entscheiden werden. Hat sich die Wahrscheinlichkeit einer Transaktion 2012 erhöht? Ich war in meinen diesbezüglichen Vorhersagen bisher immer konservativ. Ich habe 2009, 2010 und 2011 erklärt, dass ich keine Transaktion erwarte. In der Zwischenzeit haben die Sondierungen und Verhandlungen aber einen Konkretisierungsgrad erreicht, der einen Entscheid durch die Regierungen beider Kantone im Verlauf dieses Jahres möglich machen sollte. Dies ist ein wesentlicher Schritt vorwärts im Prozess. Ob er auch zu einer Transaktion führen wird, wissen wir allerdings heute noch nicht. Derweil konzentriere ich mich darauf, gemeinsam mit meinem Management die Abraxas unabhängig von solchen Überlegungen unserer Aktionäre als attraktiven Arbeitgeber und Dienstleister im Markt Schweiz zu entwickeln.

14 14 Abraxas Geschäftsbericht 2011

15 Abraxas 2011 Nach vielen Jahren des Wachstums ist 2011 der erwartete Rückgang des Ertrags eingetreten. Dieser Rückgang ist begründet im Verkauf des Geschäftszweiges abx-tax.pro, in weniger Handelsgeschäften und im allgemeinen Preiszerfall des IT-Service-Geschäftes. Das operative Ergebnis ist trotzdem mehr als zufriedenstellend und die Eigenkapitalbasis konnte weiter gestärkt werden. Auch im Jahr 2011 präsentiert sich Abraxas als kerngesundes Unternehmen.

16 Jahresrechnung/Bilanz Bei einer um TCHF gesunkenen Bilanzsumme betrug der Abbau des Anlagevermögens TCHF Der Zuwachs des Umlaufvermögens hingegen belief sich auf TCHF Ein starkes Plus von TCHF zeigen die flüssigen Mittel. Auf der Passivseite steht einer Reduktion des Fremdkapitals von TCHF eine Zunahme des Eigenkapitals um TCHF gegenüber. Die Bilanzstruktur hat sich insgesamt positiv entwickelt. Der Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit hat problemlos ausgereicht, um die Investitionen und Finanzierungstätigkeiten abzudecken. Es verblieb ein Zuwachs an flüssigen Mitteln von TCHF Mit TCHF erreichten diese einen sehr hohen Stand, der sich im Frühjahr 2012 aufgrund der Rückzahlung eines Aktionärsdarlehens um TCHF reduzieren wird. Mit TCHF liegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TCHF unter dem sehr hohen Vorjahreswert. Nach wie vor können wir auf eine Kundschaft bauen, die prompt bezahlt. Es sind denn auch keine Debitorenverluste angefallen. Die Position der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (1) enthält kein Verlustrisiko. Ein solches wäre jedoch durch ein angemessenes Delkredere abgedeckt. Auch für die anderen Positionen der Bilanz gilt, dass für alle erkennbaren Risiken entsprechende Rückstellungen gebildet wurden. Die anderen kurzfristigen Forderungen (2) enthalten eine Kontokorrentforderung gegenüber der Abraxas Juris AG von TCHF 736 (Vorjahr TCHF 400). Die übrigen Positionen des Umlaufver mögens geben zu keinen besonderen Bemerkungen Anlass. Die Investitionen in Sachanlagen fielen 2011 leicht höher aus als im Vorjahr. Die Positionen Hardware und Betriebssoftware sowie Mobile Sachanlagen in Arbeit enthalten auch Projekte, die wir für unsere Kunden vorfinanzieren. Fallen keine solchen Projekte an, reduziert sich der Anlagenbestand durch unsere restriktive Abschreibungspolitik rasch. Der Rückgang im Jahr 2011 für die zwei erwähnten Positionen betrug TCHF Auffallend ist der Rückgang bei den immateriellen Anlagen um TCHF Einerseits hat die Abrechnung eines grossen Software-Projektes dazu geführt und anderseits haben wir unser Projektportfolio bereinigt. Wir aktivieren nach wie vor keine Werte, denen nicht vertraglich fest gelegte Geldrückflüsse oder entsprechende Rück stellungen gegenüberstehen. Dies gilt auch für unsere Tochtergesellschaften. Die mit TCHF ausgewiesenen immateriellen Anlagen werden durch Einnahmen aus entsprechenden Kundenverträgen amortisiert. Die Finanzanlagen umfassen unsere Tochtergesellschaften und Beteiligungen. Die opera tiven Firmen Abraxas Juris AG und networkers interactive sa sind zu 100% in unserem Besitz. Das gilt auch für die inaktive Gesellschaft Axonis AG. Unsere Beteiligung von 40.35% an der ISG Institut AG ist voll wertberichtigt. Die mit dem Investment verbundenen Erwartungen haben sich leider nicht erfüllt. Wir streben deshalb einen Ausstieg aus der Beteiligung an. Leicht gesunken sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (3). Die kurz fristigen Finanzverbindlichkeiten wurden zurückbezahlt. Es handelte sich um Lieferantenfinanzierungen. Das Aktionärsdarlehen wurde vom langfristigen Bereich umgebucht. Siehe weiter unten. Bei den anderen kurzfristigen Verbindlich keiten (4) handelt es sich hauptsächlich um Mehrwertsteuer und sonstige Abgaben wie Quellensteuern und Sozialversicherungen. Augenfällig ist der grosse Rückgang bei den kurz fristigen Rückstellungen (5) (Personal-, Projekt- und Steuerrückstellungen) um TCHF Einerseits wurde dieser durch die Abrechnung des bereits erwähnten grossen Software- Projektes verursacht und anderseits durch deutlich tiefere Steuerrückstellungen. Die Darlehen Dritter setzen sich zusammen aus einem festen Bankvorschuss von TCHF und aus TCHF 300 Guthaben eines Kunden. Ein Aktionärsdarlehen von TCHF des Kantons Zürich wird im April 2012 zur Rück zahlung fällig und wurde deshalb in den kurzfristigen Bereich umgebucht. Die noch ausgewiesenen TCHF sind zwei Aktionärsdarlehen des Kantons St. Gallen. Kaum Bewegung ist bei den langfristigen Rückstellungen festzustellen. Einem Abbau von TCHF 20 für Gebäuderückbauten stehen neue Projektrückstellungen von TCHF 240 gegenüber. Das Aktienkapital beträgt unverändert CHF 10.0 Mio. und ist je zur Hälfte im Besitz der Kantone St. Gallen und Zürich. Die Eigenkapitalquote vor Gewinnverteilung ist von 40.9% auf 46.7% gestiegen. Im Jahr 2009 lag sie noch bei 35.1%. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung eine unveränderte Dividende von TCHF Abraxas Geschäftsbericht 2011

17 Bilanz Aktiven Details / TCHF TCHF TCHF Umlaufvermögen Flüssige Mittel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1) Andere kurzfristige Forderungen 2) Vorräte Aktive Rechnungsabgrenzung Total Umlaufvermögen Anlagevermögen Hardware und Betriebssoftware Mobile Sachanlagen in Arbeit Mobiliar und Raumausstattung Fahrzeuge Umbauten in Mietobjekten Immobile Sachanlagen in Arbeit Immaterielle Anlagen Finanzanlagen Total Anlagevermögen Total Aktiven Passiven Fremdkapital Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3) Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten Aktionärsdarlehen Andere kurzfristige Verbindlichkeiten 4) Passive Rechnungsabgrenzung Kurzfristige Rückstellungen 5) Total kurz- und mittelfristige Verbindlichkeiten Darlehen Dritter Aktionärsdarlehen Langfristige Rückstellungen Total langfristige Verbindlichkeiten Total Fremdkapital Eigenkapital Aktienkapital Allgemeine Reserven Freie Reserven Bilanzgewinn/-verlust Total Eigenkapital Total Passiven Abraxas Geschäftsbericht

18 Jahresrechnung/Erfolgsrechnung Der betriebliche Ertrag weist gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von TCHF auf. Das Jahresergebnis ist dabei nur um TCHF gesunken. Der Verkauf des Geschäftszweiges abx-tax.pro und weniger Handelsgeschäfte sind die Hauptgründe für die Ertragserosion. In beiden Geschäftszweigen waren die Margen bescheiden. Dieser Umstand und weitere Kosteneinsparungen erklären, dass der Umsatzrückgang nur zu einem kleineren Teil auf das Jahresergebnis durchgeschlagen hat. Der Handelsertrag liegt um TCHF unter dem Vorjahr, was bereits 23.4% des tieferen betrieblichen Ertrags ausmacht. Ein weiterer wesentlicher Teil des Rückgangs ist auf den Verkauf der Geschäftseinheit abx-tax.pro zurückzuführen. Es verbleiben rund TCHF Dienstleistungserträge, die wir im Vergleich zum Vorjahr nicht realisieren konnten. Der übrige betriebliche Ertrag zeigt eine Zunahme von TCHF 103, mehrheitlich zurück zuführen auf die Veräusserung nicht aktivierter Sachanlagen und Lieferantenboni. Der Aufwand für die Leistungserstellung sank im Vergleich zum Vorjahr gemäss Erfolgsrechnung um TCHF Berücksichtigt man die Bewegungen bei den Rückstellungen, beträgt der Rückgang allerdings TCHF Darin enthalten sind der tiefere Aufwand für die Handelswaren und die entfallenden Aufwände aus dem Verkauf des Geschäfts zweiges abx-tax.pro. Ein weiterer Rückgang resultierte beim Personalaufwand und bei den Dienstleistungen Dritter mit Leistungserfassung (6) (externe Mit arbeiter, die eigenes Personal temporär unterstützen oder ersetzen). Die Einsparung zum Vorjahr beträgt TCHF Dies, nachdem bereits im Vorjahr eine Senkung um TCHF festzustellen gewesen war. Per 1. Januar 2012 lag der Personalbestand bei 348 Personen (Vorjahr 362 Personen) und damit um 14 Personen (Vorjahr 23 Personen) unter dem Vorjahr. Der Bruttogewinn nach Aufwand für Leistungserstellung und Personalaufwand liegt um TCHF unter dem Vorjahr, was einen Rückgang von TCHF 11.6% bedeutet. In Prozenten des betrieblichen Ertrags liegt der Bruttogewinn bei 32.1% (Vorjahr 33.8%). Der Betriebsaufwand zeigt mit einem Plus von Total TCHF 166 eine bescheidene Zunahme. Diese ist einerseits auf den um TCHF 100 höheren Raumaufwand (grössere Renovations arbeiten) und den um TCHF 261 über dem Vorjahr liegenden übrigen Betriebsaufwand zurückzuführen. Die Erneuerung unseres ERP System hat hier ihre Spuren hinterlassen. Anderseits ergab sich beim Verwaltungsaufwand ein Rückgang um TCHF 195, der wie schon im Vorjahr fast ausschliesslich auf tiefere Beratungskosten zurückzuführen ist. Bescheidene Erträge auf den Geldanlagen und tiefere Schulden haben den Finanzerfolg positiv beeinflusst. Er zeigt netto einen um TCHF 130 tieferen Aufwand. Der Erfolg aus Finanzanlagen (Beteiligungen) hat das Gesamtergebnis negativ beeinflusst. Es handelt sich um eine Wertberichtigung auf Finanzanlagen. Deutlich tiefer ausgefallen sind die Steuern aufgrund eines im Vorjahr erzielten Steuerrulings. Infolge des Abschlusses eines grossen Software-Projekts und von Bereinigungen im Projektportfolio liegen die Abschreibungen auf Hard- und Software um TCHF über dem Vorjahr. Die übrigen Abschreibungen sind hingegen um TCHF 835 gesunken, wovon TCHF 820 auf tiefere Abschreibungen bei den immobilen Sachanlagen entfallen. Der Gewinn von TCHF (5.2% des Nettoertrags aus Lieferungen und Leistungen) zeigt gegenüber dem Vorjahreswert von TCHF (7.8%) einen Rückgang um TCHF Wir haben schon im Vorjahresbericht erwähnt, dass wir das ausserordentlich gute Ergebnis des Geschäftsjahres 2010, welches von Sondereinflüssen profitiert hat, nur schwer wieder erreichen können. Gesamthaft dürfen wir mit dem Resultat zufrieden sein und von einem weiteren erfolgreichen Jahr sprechen. 18 Abraxas Geschäftsbericht 2011

19 Erfolgsrechnung Ertrag Details 2011 TCHF 2010 TCHF +/ TCHF Nettoertrag aus Lieferungen und Leistungen Übriger betrieblicher Ertrag Betrieblicher Ertrag Aufwand für die Leistungserstellung Personalaufwand und Dienstleistungen Dritter mit Leistungserfassung 6) Bruttogewinn Betriebsaufwand Raumaufwand Verwaltungsaufwand Übriger Betriebsaufwand Total Betriebsaufwand Finanzerfolg Finanzertrag Finanzaufwand Total Finanzerfolg Übriger betrieblicher Nebenerfolg Erfolg Veräusserung Sachanlagen Erfolg Finanzanlagen Total übriger betrieblicher Nebenerfolg Steuern Total Steuern Erfolg vor Abschreibungen Abschreibungen Abschreibungen auf Hard- und Software Übrige Abschreibungen Total Abschreibungen Jahresergebnis Abraxas Geschäftsbericht

20 Jahresrechnung/Details und Anhang Details zur Bilanz Details TCHF TCHF +/ TCHF Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1) Gegenüber Dritten Gegenüber nahestehenden Dritten Gegenüber Aktionären Delkredere Andere kurzfristige Forderungen 2) Gegenüber Dritten Gegenüber nahestehenden Dritten Übrige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3) Gegenüber Dritten Gegenüber nahestehenden Dritten Gegenüber Aktionären Andere kurzfristige Verbindlichkeiten 4) Gegenüber Dritten Gegenüber Aktionären Übrige Kurzfristige Rückstellungen 5) Rückstellung Personal Übrige Details zur Erfolgsrechnung 2011 TCHF 2010 TCHF +/ TCHF Personalaufwand 6) Saläre Sozialversicherungen Übriger Personalaufwand Dienstleistungen Dritter mit Leistungserfassung Anhang zur Jahresrechnung TCHF TCHF +/ TCHF Brandversicherungswerte der Sachanlagen Konzern-Sachversicherungsvertrag EDV (Hardware, Datenträger) Waren und Einrichtungen Nicht bilanzierte Leasingverbindlichkeiten Laufende Leasingverträge Abraxas Geschäftsbericht 2011

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