Empfehlungen, Handlungsoptionen und Zeitplanung für die Anwendung und Umsetzung der DIN EN ISO 14001:2015

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1 Empfehlungen, Handlungsoptionen und Zeitplanung für die Anwendung und Umsetzung der DIN EN ISO 14001:2015 Referent: Marc Herberg BSU Weyland, Bönisch & Partner GmbH & Co. KG Hammerweg Engelskirchen Erstellung: BSU GmbH & Co. KG, Engelskirchen, Tel.: / 70433, Folie Nr.: 1

2 Agenda 0. Kurzvorstellung 1. Zeithorizonte 2. Vorgehen bei Erstzertifizierung 3. Vorgehen bei Umstellung 3.1 Soll-Ist-Analyse 3.2 Integration? 3.3 Berücksichtigung des Unternehmenskontextes 3.4 Von den Umweltaspekten zur Risiko- und Umweltbewertung 3.5 Von den Umweltzielen zur messbaren Umweltleistung 4. Beispiel: Zeitplanung für die Umstellung 5. Abschluss Erstellung: BSU GmbH & Co. KG, Engelskirchen, Tel.: / 70433, Folie Nr.: 2

3 0. Kurzvorstellung Wer wir sind: Ein Team von 9 Mitarbeitern mit ingenieurwissenschaftlichem Hintergrund Unsere Themen: Immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren Arbeits- und Anlagensicherheit Aufbau, Einführung und Auditierung von Managementsystemen Legal Compliance Arbeits- und Umweltschutz Pflichtenübertragung Fortbildung für Auditoren und Umweltgutachter u.v.m. Seit wann gibt es uns: Gegründet 1991, seit 1996 Erfahrung in Einführung und Aufbau betrieblicher Managementsysteme Unsere Kunden: (Fast) alle Branchen, vom Mittelstand bis zum Konzern Erstellung: BSU GmbH & Co. KG, Engelskirchen, Tel.: / 70433, Folie Nr.: 3

4 1. Zeithorizonte Derzeit: Standardentwurf, mit 92% Zustimmung keine wesentlichen Änderungen mehr zu erwarten Mitte 2015*: Veröffentlichung des Final-Draft der ISO 14001:2015 Juli 2015*: Ende 2015*: Dez. 2016*: Juli 2018*: Veröffentlichung der Norm. Gleichzeitig Festlegung der Übergangsfristen durch ISO und IAF Übernahme der ISO 14001:2015 durch DIN/CEN Letztmöglicher Zeitpunkt für Erstzertifizierung nach alten Normständen (2004 und Korrekturfassung 2009) Ungültigwerden aller alten Zertifikate, d.h. bis zu diesem Zeitpunkt muss der Zertifizierungsprozess nach der neuen Norm abgeschlossen sein, inkl. evtl. Korrekturmaßnahmen aus festgestellten Abweichungen ( 90-Tage ) *: Diese Zeitpunkte stehen noch nicht abschließend fest Erstellung: BSU GmbH & Co. KG, Engelskirchen, Tel.: / 70433, Folie Nr.: 4

5 2. Erstzertifizierung Ist eine Erstzertifizierung noch in diesem Jahr vorgesehen, so gilt: Zunächst: Weitermachen wie bisher (geplant)! Bei einer Erstzertifizierung geplant für 2016 oder später sollte verfahren werden wie bei der Umstellung eines bereits zertifizierten Managementsystems je nach Fortschritt der Vorbereitungsarbeiten. Erstellung: BSU GmbH & Co. KG, Engelskirchen, Tel.: / 70433, Folie Nr.: 5

6 3. Vorgehen bei Umstellung 3.1 Soll-Ist-Analyse Erstellung einer tabellarischen Übersicht (hier beispielhafter Auszug): 14001: :2015 Eigene MS-Dokumentation Nr. Titel / Inhalt Nr. Titel / Inhalt Fundstelle Anpassungsbedarf./../. 4.1 Die Organisation und ihr Umfeld./../. 4.2 Anforderungen interessierter Parteien./. Neuer Inhalt./. Neuer Inhalt 4.1 Generelle Anforderungen Ziel des UMS UMS KVP Umweltpolitik Beschreibung KVP Erweitern Überarb. Messbarkeit Erstellung: BSU GmbH & Co. KG, Engelskirchen, Tel.: / 70433, Folie Nr.: 6

7 3.1 Soll-Ist-Analyse Tipps: Nutzung von Synopsen zur neuen Normrevision, wie sie bereits von vielen beteiligten Organisationen (insb. Zertifizierer) veröffentlicht wurden bzw. noch veröffentlich werden. Abwarten, bis die neue Norm tatsächlich veröffentlicht wurde. Achten Sie darauf, dass die von Ihnen verwendete Quelle den tatsächlichen Normentwurf berücksichtigt (keine veraltete Information verwenden). Aufnahme der zuvor erstellten Übersichtstabelle in die dokumentierte Information des Managementsystems. Erstellung: BSU GmbH & Co. KG, Engelskirchen, Tel.: / 70433, Folie Nr.: 7

8 3.2 Integration? Durch die sukzessive Einführung der High Level Structure nicht nur in der DIN EN ISO 14001, sondern auch in DIN EN ISO 9001 (Qualitätsmanagement) und voraussichtlich auch in DIN EN ISO (Energiemanagement) (BS) OHSAS BS (Arbeitsschutzmanagement) bzw. einer Nachfolgeregelung (ISO 45001?) bietet sich die Chance zur Nutzung von Synergieeffekten durch Integration der verschiedenen Standards in einem Managementsystem. Erstellung: BSU GmbH & Co. KG, Engelskirchen, Tel.: / 70433, Folie Nr.: 8

9 3.3 Berücksichtigung des Unternehmenskontextes Berücksichtigung des Unternehmensumfeldes, der sog. außenstehenden Beteiligten und deren Einfluss auf die Zielerreichung: Geographische Faktoren: Lage zu Schutzgebieten und Gewässern, Hochwassergefahren, Topographie Nachbarschaft: Industrie, Anwohner, Infrastruktur Marktumfeld: Lieferanten, Dienstleister, Kunden Ermittlung der Bedürfnisse und Erwartungen der außenstehenden Beteiligten feststellen und als dokumentierte Information festhalten. Ableitung von Zielen auf Basis dieser Informationen. Erstellung: BSU GmbH & Co. KG, Engelskirchen, Tel.: / 70433, Folie Nr.: 9

10 3.3 Berücksichtigung des Unternehmenskontextes Tipps: Geographische Gegebenheiten sowie Schutzgebiete (und deren Schutzziele) finden sich in öffentlichen Datenbanken wie Natura2000, Geoserver, tim-online usw. Informationen zur Nachbarschaft und deren Schutzansprüchen finden sich in immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsunterlagen, Bebauungsplänen und Flächennutzungsplänen. Informationen zum Marktumfeld lassen sich den veröffentlichten Managementpolitiken, Ergebnissen von Kundenbefragungen (z.b. aus QM-Befragungen) oder Einkaufsbedingungen entnehmen. Erstellung: BSU GmbH & Co. KG, Engelskirchen, Tel.: / 70433, Folie Nr.: 10

11 3.4 Von den Umweltaspekten zur Risiko- und Umweltbewertung Erweiterung der Ermittlung der Umweltaspekte um Lebenszyklus- Überlegungen ( Ökobilanzen, CO 2 -Footprints usw.) auch von Produkten. Ermittlung von Risikofaktoren ( Risk-Assessment ) zu den Umweltaspekten. Ermittlung von legalen Risiken (als Fortentwicklung der eigenen Compliance-Prüfung). Ursache-Wirkungsbetrachtung zwischen Umweltaspekten und Umweltauswirkungen. Erstellung: BSU GmbH & Co. KG, Engelskirchen, Tel.: / 70433, Folie Nr.: 11

12 3.4 Von den Umweltaspekten zur Risiko- und Umweltbewertung Tipps: Anwendung eingeführter Normen/Verfahren zum Risikomanagement, wie z.b. ISO Guide 73:2009, Risikomatrix usw. Erweiterung der Ermittlung der Umweltaspekte um eine Risikobewertung Erweiterung der Dokumentation zur Legal-Compliance um eine Risikobewertung Nutzung von frei verfügbaren Daten für eine Abschätzung des ökologischen Fußabdrucks und zur Plausibilitätsprüfung, z.b. vom Umweltbundesamt (Brennstoff-CO 2 -Emissionen u.a.) Erstellung: BSU GmbH & Co. KG, Engelskirchen, Tel.: / 70433, Folie Nr.: 12

13 3.5 Von den Umweltzielen zur messbaren Umweltleistung Alle Umweltziele müssen nun anhand von Indikatoren ( Kennzahlen ) messbar werden. Bewertung der Zielerreichung anhand der Indikatoren ist Bestandteil des Managementreviews. Tipps: Berücksichtigung der ISO Generieren Sie Kennzahlen nicht um der Kennzahl willen. Achten Sie bei Kennzahlen darauf, dass diese mit vertretbarem Aufwand gewonnen werden können und dass sich ein vernünftiges Aufwand-Nutzen-Verhältnis ergibt. Ein Indikator kann auch eine Ja/Nein Aussage sein Erstellung: BSU GmbH & Co. KG, Engelskirchen, Tel.: / 70433, Folie Nr.: 13

14 4. Beispiel: Zeitplanung für die Umstellung Unsere Empfehlung: Straffer Zeitplan! Projektschritt Soll-Ist-Analyse Bei Integration anderer Managementsysteme: Zusammenführung von gemeinsamem Regelungsbedarf Überarbeitung der Dokumentation entsprechend den Ergebnissen der Soll-Ist-Analyse Einführung der aktualisierten Managementsystemregelungen und Schulung Internes Audit (Re-)Zertifizierungsaudit Zeitbedarf 1 Monat 1-2 Monate 2 Monate 1 Monat 3 Monate nach Einführung 1-2 Monate nach Internem Audit Summe: 8-11 Monate Erstellung: BSU GmbH & Co. KG, Engelskirchen, Tel.: / 70433, Folie Nr.: 14

15 5. Abschluss Noch Fragen? Anregungen? Diskussionsbedarf? Jetzt ist Zeit dafür! Erstellung: BSU GmbH & Co. KG, Engelskirchen, Tel.: / 70433, Folie Nr.: 15

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