DGPPN-Kongress Berlin Presse-Round

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1 DGPPN-Kongress Berlin Presse-Round Round-Table 'Psyche und Gesundheit' Wie macht uns die Gesellschaft krank? Die Bedeutung von Arbeit und persönlichen Beziehungen Johannes Siegrist Institut für Medizinische Soziologie Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

2 Soziale Einflussfaktoren auf psychische Störungen (v.a. depressive Störungen, Abhängigkeitsstörungen) Soziale Isolation (fehlendes Netzwerk, schwacher sozialer Rückhalt, soziale Ausgrenzung) Soziale Benachteiligung (niedrige soziale Schichtzugehörigkeit, Langzeitarbeitslosigkeit, Armut) Schwere Verlusterfahrungen (kritische Lebensereignisse) Dauerstress in zentralen sozialen Rollen (Arbeit, Familie) - Anforderungs-Kontrollmodell (R. Karasek, T. Theorell 1990) - Gratifikationskrisenmodell (J. Siegrist 1996)

3 Quelle: G. Ringbäck Weitoft et al. (2003), Lancet, 361: 289. Sterblichkeit und schwere Gesundheitsstörungen bei 6-6 bis 18-jährigen Kindern Alleinerziehender in Schweden (N= vs ) Relative Risiken der Inzidenz Allgemeine Mortalität Suizid Psychiatrische Krankheiten Opfer von Gewalt Alkoholbedingte Störungen ( * ) p < 0.10 * p < 0.05 Mädchen 1.21 ( * ) 2.43* 2.08* 2.02* 2.42* Jungen 1.54* 1.83* 2.52* 1.62* 2.18*

4 Quelle: A. Caspi et al. (2003), Science, 301: 388. Interaktion zwischen kritischen Lebensereignissen und genetischer Disposition (5 HTT-Gen Gen- Polymorphismus) ) bei depressiven Störungen (N=847 junge Erwachsene; Geburtskohortenstudie) Anzahl Depressionssymptome 12,50 10,00 7,50 5,00 2,50 0, Anzahl belastender Lebensereignisse s/s hohes genet. Risiko s/l mittleres genet. Risiko l/l niedriges genet. Risiko

5 Anforderungs-Kontroll Kontroll-Modell (R. Karasek & T. Theorell, 1990) hoch Niedriger Distress aktiv Entscheidungsspielraum/ Kontrolle gering passiv Hoher Distress gering hoch quantitative Anforderungen

6 Quelle: R. Rugulies et al. (2006), Am J Epidemiol, 163: 877. Arbeitsstress (Anforderungs-Kontroll Kontroll-Modell) und Inzidenz schwerer depressiver Symptome (5 Jahre, N=4.133) Multivariate Relative Risiken*folgender Modellkomponenten: Frauen Geringer Entscheidungsspielraum RR 1.96 CI 1.10;3.47 Geringer sozialer Rückhalt RR 1.92 CI 1.33;3.26 Männer Hohe Arbeitsplatzunsicherheit RR 2.09 CI 1.04;4.20 *adj. für Alter, Depression bei Baseline und weitere confounder

7 Modell beruflicher Gratifikationskrisen (J. Siegrist, 1996) Extrinsische Komponente - Anforderungen - Verpflichtungen Erwartung ( übersteigerte Verausgabungsneigung ) - Lohn, Gehalt - Aufstiegsmöglichkeiten Arbeitsplatzsicherheit - Wertschätzung Verausgabung Belohnung Erwartung ( übersteigerte Verausgabungsneigung ) Intrinsische Komponente

8 Berufliche Gratifikationskrisen und Auftreten depressiver Störungen (GHQ): Whitehall II-Stud Studie (N=6110, Zeitraum: : 5.3 Jahre) OR # 3 2,5 2 Männer * * OR # 3 2,5 2 Frauen * 1,5 1, ,5 kein Stress hohe hohe Verausg. Verausg. UND ODER niedr. niedr. Bel. Bel. # adjustiert für Alter, Angestelltengrad, Wert GHQ bei Eingangsuntersuchung; Personen im affektiver Störung zu Studienbeginn nicht enthalten * p <.05 0,5 Quelle: S.A. Stansfeld et al. (1999), OEM, 56: 302. kein Stress hohe hohe Verausg. Verausg. UND ODER niedr. niedr. Bel. Bel.

9 Übersicht: Ergebnisse prospektiver epidemiologischer Studien zur Risikoerhöhung depressiver Störungen durch Arbeitsstress (Anforderungs-Kontrollmodell, Modell beruflicher Gratifikationskrisen) Anforderungs-Kontrollmodell 5 Studien; Gesamt N ca Männer und Frauen Kriterium: Depressive Symptome (v.a. CES-D, GHQ, HADS); ärztlich diagnostizierte Depression RR Gratifikationskrisenmodell 4 Studien; Gesamt N ca Männer und Frauen Kriterium: Depressive Symptome (v.a. CES-D, GHQ); ärztlich diagnostizierte Depression RR Quelle: Siegrist J, Dragano N. (2008) Bundesgesundheitsblatt (im Druck)

10 Übersicht über Ergebnisse aus prospektiven epidemiologischen Studien zur Vorhersage der Inzidenz depressiver Störungen anhand des Anforderungs-Kontrollmodells sowie des Modells beruflicher Gratifikationskrisen Anforderungs-Kontrollmodell 5 Studien; Gesamt N ca Männer und Frauen Kriterium: Depressive Symptome (v.a. CES-D, GHQ, HADS); ärztlich diagnostizierte Depression RR Gratifikationskrisenmodell 4 Studien; Gesamt N ca Männer und Frauen Kriterium: Depressive Symptome (v.a. CES-D, GHQ); ärztlich diagnostizierte Depression RR Quelle: Siegrist J, Dragano N. (2008) Bundesgesundheitsblatt (im Druck)

11 Quelle: N. Dragano, Y. He, S.Moebus, K-H Jökel, R. Erbel, J. Siegrist. Two models of job stress and depressive symtoms. Soc psychiatry Psichiatr Epidemiol (2007) Odds ratio Kumulierter Arbeitsstress* und depressive Symptome (HNR Studie, Basiserhebung, N=1811 Männer und Frauen zwischen Jahre alt) Synergie Index [ ] Kontrolle + /ERI - * Kontrolle- /ERI- Kontrolle - /ERI + *Berufliche Gratifikationskrisen (ERI) und niedrige Kontrolle (DC) * * Kontrolle - /ERI +

12 Quelle: N. Wege, N. Dragano, J. Siegrist (2007), JECH (in press) Arbeitsstress*, soziale Schicht und depressive Symptome (HNR Studie, Basiserhebung, N=1811 Männer und Frauen; Jahre) Synergie Index [ ] * Odds ratio ERI- /SES+ ERI-/ SES- ERI+ /SES+ ERI+ /SES- * *Berufliche Gratifikationskrisen (ERI)

13 Psychosozialer Stress und depressive Störung: Mechanismen? - ausgeprägte gesundheitsschädigende Verhaltensweisen (Entspannungsfeindliches, übersteigertes Leistungsverhalten, Bewegungsmangel, Rauchen, Alkohol, Fehlernährung u.a:) - Neurotransmitter-Fehlregulierung (CRF, Serotonin, Vasopressin, Dopamin u.a.) Gesteigerte Aktivierung der Hypothalamus-Hypophysen- Nebennierenrinden- Achse mit veränderter Cortisolausscheidung (ev. Synergie von frühkindlichen Bindungsstörungen und genetischer Vulnerabilität bei Vorliegen von psychosozialem Stress)

14 Fazit Psychosoziale Arbeitsbelastungen tragen wesentlich zur Krankheitslast Beschäftigter bei Rein rechnerisch entspricht dieser Anteil (populationsattributables Risiko) ~ 25% aller depressiven Störungen Theoretisch könnte somit eine konsequente betriebliche Gesundheitsförderung die Gesundheit und Leistungsfähigkeit Erwerbstätiger entscheidend verbessern

15 Branchen mit stark belasteten Beschäftigten Transport- und Verkehrsberufe Baugewerbe Montagetätigkeit Metallindustrie Alten- und Pflegebereich einfache Dienstleistungsberufe (Reinigung, Bedienung, Callcenter etc. ) Erziehungs- und Beratungsarbeit Land- und Forstwirtschaft Berufe in Wechselschicht mit Nachtarbeit Berufe mit starker Lärmexposition

16 Praktische Folgerungen: Stressabbau in der betrieblichen Gesundheitsförderung Die einzelne Person (intrapersonell( intrapersonell): Stressbewältigung als Stärkung individueller Problemlösungskompetenz; Entspannungsverfahren Die Gruppe (interpersonell): Kooperation und Umgang mit Konflikten; Führungsverhalten Die Organisation (strukturell): Die Organisation (strukturell): Änderungen auf der Ebene der Arbeitsorganisation einschließlich Arbeitszeit sowie der Personalentwicklung

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