IT-Sicherheit WS 07/08. Aufgabenblatt 9

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1 IT-Sicherheit WS 07/08 Aufgabenblatt 9

2 User Mode Linux (UML) Physische Maschine Benutzerprozesse Virtuelle Maschine Virtuelle Prozesse Linux-Kern-Prozess Virtuelle Netzkommunikation Linux-Kern Virtuelles Netz Physisches Netz Netzkommunikation

3 Warum UML? Systemverwaltung, Angriffe, etc. erfordern root-berechtigung Normalerweise keine root-berechtigung auf den Rechnern des FB-Pools Aber: virtuelle root-berechtigung auf virtuellen Maschinen problemlos! Normalerweise stören Angriffe den Betrieb des FB-Netztes, sind daher verboten Aber: Angriffe im virtuellen Netz stören niemand! Ausnahme: Bitte keine Flooding-Angriffe! (Überlastung des virtuellen Netz = Überlastung des physischen Netz!)

4 UML Installation Läuft nur auf Linux-Maschinen, per Kommandozeile! Notation zur Unterscheidung: host$ <befehl> Befehl auf physischer Maschine uml$ <befehl> Befehl auf virtueller Maschine UML ist im FB-Netz vorbereitet: /import/public/opt/uml Linux-Kern-Prozess: linux (Kernel ) Virtuelle Festplatte: Debian-3.0r6.ext2 (woody) Hilfsprogramme... uml_mkcow uml_mconsole... Vorbereitung: host$ setenv PATH /import/public/opt/uml:$path host$ export PATH=/import/public/opt/uml:$PATH (tcsh) (bash)

5 UML-Verwendung Virtuelle Festplatte nicht direkt verwendbar! (readonly) Stattdessen: Anlegen eigener virtueller Festplatte mydisk host$ uml_mkcow mydisk.cow \ /import/public/opt/uml/debian-3.0r6.ext2 (alternativ virtuelle Festplatte kopieren, 150 MB!) Starten der virtuellen Maschine mit Netz-Zugang host$ linux ubd0=mydisk.cow eth0=mcast Virtuelles Linux startet... Einloggen als root ohne Passwort (!) Herunterfahren: uml$ halt (im Normalfall, oder:) host$ killall linux (im Notfall, wenn VM nicht mehr reagiert)

6 UML-Maschine einrichten Host-Name festlegen: uml$ echo alice > /etc/hostname Root-Passwort ändern: uml$ passwd Benutzer anlegen: uml$ adduser otto Enter new UNIX password: Retype new UNIX password: passwd: password updated successfully Adding user otto... Adding new group otto (1000). Adding new user otto (1000) with group otto. Creating home directory /home/otto. Copying files from /etc/skel Enter new UNIX password: Retype new UNIX password: passwd: password updated successfully Changing the user information for otto Enter the new value, or press return for the default Full Name []: Karsten Otto Room Number []: 106 Work Phone []: Home Phone []: Other []: This is a regular user Is the information correct? [y/n] y

7 Befehle und Programme Anleitung für Befehle und Proramme: man(ual) pages man <befehl> oder man <kapitel> <befehl> man adduser oder man 8 adduser (z.b.) Notation in Aufgaben etc: befehl(kapitel), z.b. adduser(8) Text-Editoren: einfach: EMACS-Stil: klassisch/kryptisch: joe(1) jove(1) vim(1) Systemverwaltung, Werkzeuge, Sonstige: reboot(8), halt(8), mount(8), ifconfig(8), tcpdump(1), telnet(1), scp(1), script(1), netcat(1), less(1),...

8 Zugriff auf den Host Virtuelle Maschine ist normalerweise strikt gekapselt Zugriff auf physische Maschine mittels hostfs: uml$ mount none /mnt -t hostfs -o /home/bude/otto Damit wird das Heimatverzeichnis von otto innerhalb der virtuellen Maschine unter /mnt eingeblendet Normaler Dateizugriff möglich, z.b.: uml$ cp /etc/hosts /mnt erstellt /home/bude/otto/hosts Wenn Zugriff nicht mehr benötigt: uml$ umount /mnt

9 Netz-Zugang einrichten Vorbereitete Konfiguration /etc/network/interfaces anpassen ## bring up loopback and ethernet automatically # auto lo eth0 ## configure loopback for IP # iface lo inet loopback ## configure ethernet for IP with static address # iface eth0 inet static # address Netz 0 ändern in # netmask zugewiesenen Bereich, Host 1 ändern nach gruppeninterner Absprache Kommentarzeichen entfernen

10 Netz-Zugang einrichten (2) /etc/hosts anlegen für einfachere Kommunikation: # simple mapping from IP addresses to hostnames. # see hosts(5) manpage for details. # format: # IP_address canonical_hostname aliases ## shorthand for the local host on its loopback interface localhost ## a few other hosts we know alice bob mallory IP-Adressen und Namen hier eintragen

11 Netz-Zugang einrichten (3) Netz-Konfiguration wird erst aktiv nach reboot Einrichten weiterer Maschinen durch Erzeugen einer neuen COW-Datei Starten einer neuen VM damit Konfiguration mit anderem Hostnamen und IP-Adresse Verwenden gleicher /etc/host auf allen Maschinen Testen der Verbindung: ping alice PING alice ( ): 56 data bytes 64 bytes from : icmp_seq=0 ttl=64 time=25.2 ms 64 bytes from : icmp_seq=1 ttl=64 time=0.7 ms (Abbruch mit Ctrl-C) Entfernte Anmeldung: telnet bob Datei kopieren: scp /etc/hosts

12 Aufgabe 9 Versuchsaufbau linux ubd0=alice.cow eth0=mcast Host: alice IP: x.1 Rolle: Klient - kontaktiert bob mittels telnet - Virtuelles mcast-netz linux ubd0=mallory.cow eth0=mcast Host: mallory IP: x.3 Rolle: Angreifer - belauscht Netz mittels tcpdump - linux ubd0=bob.cow eth0=mcast Host: bob IP: x.2 Rolle: Server - verwaltet Benutzerkonten - Diese virtuellen Maschinen können auf derselben pysischen Maschine laufen, oder auch auf verschiedenen Maschinen des FB-Rechnerpools.

13 COW-Dateien: Copy-On-Write COW-Dateien sind sparse (Unix-Feature) Nur Daten, wo Änderungen gegenüber Hintergrund-Datei Rest sind Nullen, die keinen physischen Plattenplatz belegen (teilweises) Lesen y2 y Schreiben Lesen x7 Hintergrund 0 y2 0 0 a 0b y c 0 0 COW-Datei x1 x2 x3 x4 a b c x6 x7 Hintergrund-Datei Komprimieren: tar cszf mydisk.tgz mydisk.cow Dekomprimieren: tar xszf mydisk.tgz

Organisatorisches. Übungsleiter: Karsten Otto (otto@inf.fu-berlin.de) Homepage: http://www.inf.fu-berlin.de/lehre/ss06/netzsicherheit Aufgaben

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