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1 Page 1 of 7 Konfiguration IMF2 "Intelligent Message Filter 2" Kategorie : Exchange Server 2003 Veröffentlicht von webmaster am Der Intelligent Message Filter 2 ist eine Weiterentwicklung des bereits verfügbaren IMF1 und hilft den Empfang von unerwünschten kommerziellen Mails UCE (Unsolicited Commercial ) oder auch SPAM zu reduzieren. Im Gegensatz zum IMF1 von Exchange 2003 ist der IMF2 Bestandteil des Microsoft Exchange 2003 Service Pack2 und muss somit nicht nachträglich installiert werden. Dieser ist zwar nach der Installation des SP2 mit dabei aber er muss erst noch Konfiguriert und aktiviert werden. Auf der Grundlage von mehreren Millionen Nachrichten, können die Indikatoren zwischen echten und UCE s unterscheiden. Dies erfolgt auf Basis der SCL (Spam Confidence Level), welche die Mail mit seiner Filtertechnik entsprechend stempelt. SCL Stufe -1 Mit dieser Stufe werden interne Mails, welche über eine authentifizierte Verbindung eingeliefert wurden und somit keinen SPAM darstellen. SCL Stufe 0 Mails die kein SPAM sind SCL Stufe 1-9 Der Wert 1 bedeutet, dass die Mail eventuell SPAM sein kann. s mit 9 sind mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit SPAM. Bei der Verwendung der Exchange eigenen POP Abholung mit einem SBS 2003 Server, greift der IMF nicht, da die Mails nicht über SMTP empfangen werden. Genauso wie der IMF1 kann auch der IMF2 nicht auf einem Exchange Cluster aktiviert werden. In diesem Fall sollte der IMF auf einem Gateway aktiviert werden. Nach der Installation des Microsoft Exchange Server 2003 SP2 wird der Registrierungsschlüssel ContentFilter unter HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Exchange erstellt. Sollte zuvor der IMF1 Installiert gewesen sein, so muss dieser Key nachträglich manuell eingepflegt und der SMTP Dienst neu gestartet werden. Neue Funktionen Einer der neuen Funktion ist die volle Integration in Sender ID, welche eine Überprüfung des Absendernamens macht um so das Fälschung von Domänen und Phishing zu verhindern. Wenn ein internes Gerät Dokumente auf Basis von SMTP an den Exchange Server abgegeben wird, kann so verhindet werden, dass dieser Absender fälschlicher Weise als SPAM definiert wird und somit für Exchange als vertrauenswürdig gilt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit eigene Filter auf Basis einer XML Konfigurationsdatei zu implementieren. Die Datei MSExchange.UceContentFilter.xml sollte sich im gleichen Verzeichnis wie die MSExchange.UceContentFilter.dll und die DAT-Dateien befinden.

2 Page 2 of 7 Diese Beispiel MSExchange.UceContentFilter.xml Konfigurationsdatei ist ein Beispiel von Microsoft: <?xml version="1.0" encoding="utf-16"?> <CustomWeightEntries xmlns="http://schemas.microsoft.com/2005/customweight"> <CustomWeightEntry Type="BODY" Change="1" Text="foo1"/> <CustomWeightEntry Type="BODY" Change="-1" Text="foo2"/> <CustomWeightEntry Type="BODY" Change="5" Text="Sonderangebot"/> <CustomWeightEntry Type="BODY" Change="-9" Text="Verlängertes Angebot"/> <CustomWeightEntry Type="SUBJECT" Change="MIN" Text="..."/> <CustomWeightEntry Type="BOTH" Change="MAX" Text="Offre spèciale"/> </CustomWeightEntries> Auf dem Exchange 2003 Server wird in dem Exchange Verzeichnis C:\Programme\Exchsrvr\bin\ das Verzeichnis \MSCFV2 erzeugt. In diesem Verzeichnis muss die XML-Konfigurationsdatei erzeugt werden. Type= BODY Sucht im angezeigten Text einer Nachricht nach Übereinstimmungen. Type= SUBJECT Sucht im angezeigten Betreff einer Nachricht nach Übereinstimmungen. Type= BOTH Sucht sowohl im Betreff als auch im Text einer Nachricht nach Übereinstimmungen. Change Definiert die Auswirkungen der in einer Nachricht gefundenen Übereinstimmungen auf den Spamwahrscheinlichkeitswert (SCL) der Nachricht. Bei Change kann es sich um einen beliebigen ganzzahligen Wert handeln. Wenn der Satzteil übereinstimmt, wird die Änderung dem ursprünglichen Spamwahrscheinlichkeitswert hinzugefügt. Spamwahrscheinlichkeitswerte werden auf einen Bereich von 0 bis 9 normalisiert (wenn sie diesen Bereich aufgrund von benutzerdefinierten Gewichtungen überschreiten). Der Wert Change kann die Schlüsselwörter MIN oder MAX verwenden. Wenn ein Satzteil mit dem Schlüsselwort MIN gefunden wird, wird der Nachricht der Schwellenwert 0 (null) zugewiesen, ohne dabei die anderen Gewichtungen zu berücksichtigen. Wenn ein Satzteil mit dem Schlüsselwort MAX gefunden wird, wird der Nachricht der Schwellenwert 9 zugewiesen, ohne dabei die anderen Gewichtungen zu berücksichtigen. Wenn für eine Nachricht Übereinstimmungen mit den Schlüsselwörtern MIN und MAX gefunden werden, wird der Nachricht der Spamwahrscheinlichkeitswert 0 (null) zugewiesen. Text Die benutzerdefinierte Gewichtung kann Unicode-Satzteile von bis zu Zeichen akzeptieren. Nach der Implementierung der Konfigurationsdatei muss der SMTP Dienst neu gestartet werden, damit der IMF die Konfiguration greift. Konfiguration Vor der Installation des Microsoft Exchange 2003 Service Pack 2, sollte unbedingt geprüft werden, ob bereits der IMF1 installiert ist. Sollte das der Fall sein, muss dieser zwingend zuvor deinstalliert werden.

3 Page 3 of 7 Nach öffnen des Exchange System Manager wird in den Eigenschaften der Nachrichtenübermittlung die Grundkonfiguration des IMF festgelegt. In dem Register Intelligenter Nachrichtenfilter wird zwischen der Aktion am Gateway und am Postfachspeicher unterschieden. Am Gateway wird unterschieden zwischen Archivieren, Löschen

4 Page 4 of 7 keiner Keiner Aktion bei eingehenden -Nachrichten, die der SCL Bewertung entsprechen oder überschreiten. Bei -Nachrichten, die der SCL Bewertung am Postfachspeicher entsprechen oder überschreiten, werden dem Anwender in den Junk Ordner verschoben. Nachdem alle Konfigurationen vorgenommen wurden, muss der SCL Filter aktiviert werden. Dies wir in den Eigenschaften des Virtueller Standardserver für SMTP eingestellt, welches sich unter den Protokoll -> SMTP befindet.

5 Page 5 of 7 Über dem Menüpunk Erweitert wird die Bindung auf die IP-Adresse festgelegt. Mit dem Button Bearbeiten kann dies in der weiteren Maske eingetragen werden.

6 Page 6 of 7 Durch setzen des Hakens Intelligent Messaging Filter anwenden wird der IMF2 aktiviert. Weitere Informationen zum Intelligent Messaging Filter können auf der Homepage von MicrosoftIMF1 nachgelesen werden. Performance Monitor und IMF Auch der IMF lässt sich über den Perfmon überwachen. Allerdings sind die Counter nicht sofort verfügbar. Damit dies geht, muss der IMF im Virtueller Standardserver für SMTP aktiviert und eine aus dem Internet empfangen werden. Architektur

7 Page 7 of 7 Wenn eine Internetmail an einen Exchange Gateway Server gesendet wird, erfolgt die Einstufung durch die Filtertechnik, wodurch das Mail einen SCL Wert bekommt. Entsprechend der hinterlegten Messaging Aktion wird das Mail gelöscht, archiviert oder an den Mailboxserver weiter geleitet. Entsprechend dessen Einstellungen wird nun das Mail dem Anwender in den Junk Ordner oder auch im Posteingang abgelegt. Quelle: Microsoft MSDN

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