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1 2014 Geschäftsbericht

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3 Präsident A.i. Vom Gemeinwohl und Eigenwohl Liebe/r NaturfreundIn Mitten im Sommer 2014 verstarb unser Präsident Hans Imhof. Im Sinne einer Übergangslösung wurde ich als bisheriger Vize zum Präsident ad Interim bestimmt. Dabei blieb ein Meilenstein, den Hans im Jahr 2013 gesetzt hatte, für Vorstand und Geschäftsstelle zentral: es ist der im 2013 lancierte Strategieprozess. Bei diesem Prozess geht es um nichts Weniger als um die Erneuerung unseres Verbandes. In der Umsetzung führt diese Ausrichtung zu neuen Gewichtungen; vereinfacht gesagt: weniger administratives Verwalten, dafür mehr Angebote. Der erste im 2014 erarbeitete Natura TrailTaschenführer ist ein konkretes Ergebnis dieser ErneuerungsArbeit. Reich illustriert lädt dieser Wanderführer dazu ein, die Schönheiten an Natur und Kultur des Naturparks Chasseral zu entdecken. Der ChasseralWanderführer markiert einen Anfang: in den nächsten Monaten wird die Geschäftsstelle weitere solcher Taschenführer vorlegen, als nächstens zu erwarten sind die Führer für die Naturparks Doubs, Aargau und Jura vaudois. Mit diesen Natura TrailFührern für die Naturparks der Schweiz leisten die Naturfreunde einen wichtigen Beitrag im Bereich des sanften und familienfreundlichen Tourismus. Dass die in die Wege geleiteten Erneuerungen mitunter auch Unsicherheit auslöst, überrascht mich nicht. Wo Gewohnheiten sich installiert haben, fällt ein Wechsel schwerer. Ich rufe daher auch die Sektionen dazu auf, sich an diesem Prozess zu beteiligen. Orientiert euch an Sektionen, die erfolgreich unterwegs sind. Positive Beispiele sind zahlreicher als gemeinhin angenommen. Den dafür verantwortlichen Mitgliedern in den Sektionen, von der Präsidentin bis zum Tourenleiter, gebührt an dieser Stelle ein besonderer Dank. Positive Auswirkungen zeigt die eingeschlagene Stossrichtung auch in finanzieller Hinsicht. So können wir dank Projektbeiträgen, der Erhöhung der Mitgliederbeiträge und durch die Verdoppelung der Inserateerträge aus dem Naturfreund einen ausgeglichenen Abschluss vorlegen. Der Geschäftsstelle winde ich dafür ein Kränzchen: die Mitarbeitenden haben es verstanden, trotz zum Teil langen, krankheitsbedingten Ausfällen die Umsetzung der Strategie voranzubringen. Mit einem grandiosen Fest konnten wir im Herbst, gemeinsam mit Naturfreunden aus Frankreich und Deutschland, das Projekt Oberrhein Landschaft des Jahres 2013/14 abschliessen. Mit den zahlreichen Anlässen, die wir im Rahmen dieses grenzüberschreitenden Projekts durchgeführt haben, konnten wir einer breiten Bevölkerungsschicht aufzeigen, was wir als Naturfreunde alles zu bieten haben! Die NaturfreundeBewegung ist ein Gemeinschaftswerk. Dieses füreinander Einstehen auch wenn es beispielsweise um ein Naturfreundehaus geht ist ein besonderer Wert. Diesen Wert hochzuhalten ist herausfordernd. Dieser Herausforderung aber sollten wir uns stellen! Mit einem herzlichen Berg frei Edmond Rund Präsident ad Interim der Naturfreunde Schweiz Geschäftsbericht

4 Geschäftsbericht 2014 Inhaltsverzeichnis Mitgliedschaft Freizeit und Tourismus Natur und Umwelt Sport und Aktivitäten Naturfreundehäuser Kommunikation Finanzen Erfolgsrechnung und Bilanz Rechnung Häuserfonds 23 Erläuterungen Jahresbericht Budget 2015 und Finanzplan 16 /17 Berichte Geschäftsprüfungskommission und Revisionsstelle Vorstand und Geschäftsstelle Naturfreunde Schweiz 3012 Bern Dieser Geschäftsbericht liegt in deutscher und französischer Sprache vor Fotos: Naturfreunde Schweiz

5 Geschäftsleiter Ein Mosaik im Wandel Liebe Naturfreunde, Projekt und Geschäftspartner Es sind kleine Steine, die ein Mosaik zum Strahlen bringen, die kleinen Freuden, die ein Lächeln auf das Gesicht eines Kindes, einer Mutter, eines Vaters und eines Menschen in der dritten Lebensphase zaubern. Und es sind die kleinen lokalen, kantonalen und nationalen Erfolge, die farbigen Mosaiksteine, die einen Verband zu einer generationenübergreifenden Erfolgsgeschichte werden lassen. Die Naturfreunde Schweiz sind ein Mosaik. Unser Leitbild zeigt uns, wie das ideale Kunstwerk einmal aussehen soll. UmweltEngagement, Freizeit und Tourismus spielen in dieser Vision ebenso eine zentrale Rolle, wie der Erhalt und die Ausweitung unseres kulturellen Häusererbes, der Menschenrespekt und das aktive Erleben der Natur. Wichtig sind dabei auch unsere Projekt und Geschäftspartner, die mittlerweile rund einen Drittel unseres Budgets decken. Kleine Mosaiksteine bilden den roten Faden des Geschäftsberichts 2014: Sektionen zeigen uns, dass Engagement und Angebot neue Mitglieder bringen; die Partnerschaft mit dem Netzwerk der Schweizer Pärke ermöglicht die Lancierung eines ersten Natura Trails; das Magazin Naturfreund stösst auf zunehmend breiteres Interesse, auch bei den Inserenten; und gemeinsam mit dem Dachverband Naturfreunde Internationale NFI unterstützen wir die Entwicklung eines sanfttouristischen BikeProjektes in Rumänien. Leitbild, Statuten, Reglemente und Vorgaben, die die Grundlage für das zukunftsorientierte Handeln in den Sektionen und auf Verbandsebene ist. Der NFSVorstand konkretisiert dies in seiner seit 2013 verfolgten Vorwärtsstrategie. In diesem Sinne haben wir die Geschäftsstelle 2014 in nach aussen gerichtete Ressorts wie Sport+Aktivitäten, Natur+Umwelt, Freizeit+Tourismus organisiert. Wir senken die Administrationsquote und investieren die dadurch freiwerdenden Mittel in die Zukunft. Selbstverständlich entstehen dadurch Baustellen und mitunter Stagnation: So etwa führte das Ressort Sport+Aktivitäten 2014 in erster Linie Tourenleiterkurse durch, zumal mehrere lange, zum Teil krankheitsbedingte Ausfälle uns im 2014 gezwungen hatten, Prioritäten neu zu setzen. Ich bin stolz auf mein Team, das es trotz allem fertig gebracht hat, diesen seit langem fälligen Wandel anzustossen. Es ist ein Team, das gerne mit zukunftsorientierten Menschen zusammenarbeitet und sich mit Fachkompetenz, Herz und Seele der NaturfreundeBewegung verschrieben hat. Der Einsatz lohnt sich, schliesslich arbeiten wir am Wandel eines wunderbaren Mosaiks mit. Die Naturfreunde sind ein basisdemokratischer Verband; ein mehrdimensionales Mosaik. Zum Glück! Denn Mitglieder bringen sich als Delegierte ein, verabschieden Rolf Kaeser, Geschäftsleiter Geschäftsbericht

6 Durch Mitgliedschaft eine gute Idee unterstützen: Naturfreunde und ihr Naturfreundehaus Kaien.

7 MITGLIEDSCHAFT Dazu gehören, Mitglied sein weil es Spass und Sinn macht Wo Angebot und Engagement stimmen Es gibt sie eben doch: Vereine, die auch heute, in einer von Individualismus und Vereinzelung geprägten Zeit, steigende Mitgliederzahlen aufweisen! Einer dieser Vereine ist die NaturfreundeSektion Rorschach (Kanton St. Gallen). Diese Sektion verzeichnete im 2014 einen Zuwachs von plus 50 Personen. Damit ist Rorschach innerhalb des Landesverbandes der Naturfreunde Schweiz diejenige Sektion mit dem deutlichsten Mitgliederzuwachs. Am zweitstärksten zugelegt hat die NFSektion Beinwil am See (plus 40), gefolgt von der Sektion Züri (plus 32, z.t. infolge erfolgreich vollzogener Fusionen mit benachbarten Sektionen). Ebenfalls schön zugelegt haben zudem BirsigtalBirseck, Lachen, Winterthur, Brittnau, Aarau, Schaffhausen, Frauenfeld und St. Gallen. darüber hinaus längst zu einem bedeutenden Treffpunkt geworden: man geht ins Kaienhaus um Leute zu treffen, man geht ins Kaienhaus zur legendären Sportwoche, zur Metzgete, zum Geburtstagsfest, zum Sonntags Schwatz, zum JassTurnier, zum FrühschoppenKonzert, zum FonduePlausch kurzum, man geht in dieses Haus, um aktiv am Leben teilzunehmen. Und weil dieses Naturfreundehaus damit einen wichtigen Dienst am sozialen Zusammenleben leistet, gibt es nicht wenige Frauen und Männer, die genau darum Mitglied bei den Naturfreunden Rorschach werden und/oder geworden sind. Weil es ihnen ein Anliegen ist, dieses Engagement der Naturfreunde mitzutragen und zu unterstützen; weil sie überzeugt sind, dass eine Mitgliedschaft bei den Naturfreunden erstens Sinn und zweitens Spass macht! Und was ist das Erfolgsrezept jener gut gedeihenden NaturfreundeGruppen? Auf die Sektion Rorschach bezogen treten drei Aspekte klar hervor: erstens deren Schneesportschule, die unter anderem mit ihren Samstags und Sonntagskursen in den Appenzeller Bergen und in Arosa insbesondere bei Familien mit Kindern sehr attraktiv ist. Zweitens das übrige AktivitätenProgramm, das pro Monat mindestens vier bis fünf Anlässe bereithält (darunter zahlreiche WerktagsWanderungen, ideal für Senioren). Und drittens das Naturfreundehaus Kaien. Dieses Haus ist ein Phänomen! Wunderbar auf einer Anhöhe zwischen Heiden und Rehetobel an einem Waldrand gelegen, ist es im Appenzellerland und weit Und klar: eine Mitgliedschaft bei den Naturfreunden ist auch anderswo möglich. In der Schweiz gibt s rund 140 Sektionen. Zusammen mit dem Landesverband bieten diese Sektionen eine Vielzahl von Aktivitäten und Ausbildungskursen an und bei all diesen Angeboten (sei es nun die einfache NachmittagsWanderung oder die anspruchsvolle Hochtour) profitieren Mitglieder von günstigsten Konditionen. Und selbstverständlich erhalten NaturfreundeMitglieder auch Rabatte in allen anderen Schweizer Naturfreundehäusern, den diversen Partnerhäusern in der Schweiz sowie in den Naturfreundehäusern im übrigen Europa. Weitere im 2014 bearbeitete Themen: Auftritt mit eigenem Stand an der MUBA Diverse Workshops zur Präsidentenkonferenz in Bern NFSDelegiertenversammlung in Delémont Weiterentwicklung CRM Geschäftsbericht

8 Ein Angebot der Naturfreunde: Natura TrailFührer für die Naturparks der Schweiz.

9 FREIZEIT UND TOURISMUS Naturschätzen auf der Spur Natura Trails für die Schweiz Der Chasseral ist einer der markantesten Berge der ersten Jurakette und mit seinem gewaltigen, rotweissen Sendeturm von weit her sicht und erkennbar. Umgekehrt bietet sich vom Chasseral aus ein unvergleichlicher Weitblick auf die Alpenkette, das davor sich ausbreitende Mittelland bis hin zu den Vogesen und dem Schwarzwald. Just dieser Ausblick ist der krönende Abschluss des Natura Trails Chasseral, den die Naturfreunde im 2014 in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Chasseral erarbeitet haben. Nun, was genau sind Natura Trails? Natura Trails sind Themenwege durch Schutzgebiete, die für eine sanfte Freizeitnutzung besonders geeignet sind. Solche Natura Trails haben NaturfreundeVerbände in unseren Nachbarländern bereits in grösserer Zahl lanciert und beschrieben. Mit dem Natura Trail Chasseral bringen die Naturfreunde Schweiz dieses sanfttouristische Produkt auch erstmals in die Schweiz und zwar in den Naturpark Chasseral. Übrigens: Von der österreichischen UNESCOKommission wurde die Marke Natura Trail im 2008 als Dekadenprojekt im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet. Konkret geht es beim Natura Trail Chasseral um einen ausführlich beschriebenen Wandertipp (auf bestehenden Wegen) von Lamboing auf den Chasseral und zwar via Mont Sujet und Les Prés d Orvin. Die Route ist so gewählt, dass sie insbesondere auch für Familien mit Kindern gut machbar ist. Der von den Naturfreunden erarbeitete Taschenführer beschreibt diese Route in einfacher Sprache, dabei richtet der Führer einen Fokus auf die Bereiche Flora, Fauna, Landschaft, Geologie, Kultur und auf Aktivitäten, die für Besucher des Naturparks von besonderem Interesse sein können. Mit diesem Angebot eines sanften Tourismus leisten die Naturfreunde einerseits einen Beitrag zur nachhaltigen Regionalentwicklung und ermöglichen anderseits jeglichen Bevölkerungsschichten einen Zugang zur Natur. Und dies entspricht bekanntlich einem Leitgedanken der NaturfreundeBewegung: Seit ihrer Gründung im Jahr 1905 setzen sich die Schweizer Naturfreunde für die aktive und gesunde Freizeitgestaltung im Beisein von Familie und Freunden ein. Auf dass möglichst viele die Natur als gesunden Lebens und Erholungsraum entdecken, erleben und erhalten können! Weitere im 2014 bearbeitete Themen: Projektplanung Natura Trails/Urban Trails Sondierungs und Vorbereitungsarbeiten für die Natura Trails Doubs, Aargau und Jura vaudois Diverse Reisen und Events zum Projekt Landschaft des Jahres Oberrhein 2013/14 Diverse Projektpräsentationen Geschäftsbericht

10 Internationaler KnowhowTransfer: die Inputs für den nachhaltigen Bike Trail auf den Tisch legen.

11 NATUR UND UMWELT Nachhaltige Entwicklung ermöglichen Naturfreunde unterstützen BikeProjekt in Rumänien Auf dem Chasseral machen die auf Einladung der Naturfreunde in der Schweiz weilenden rumänischen Biker Cornel Stanciu und Christi Gherghiceanu an einem späten Nachmittag im Sommer 2014 in der Ferne jene Strecke aus, die ihnen verbleibt, um Biel (die Endstation ihres Schweizer Aufenthalts) zu erreichen. Und ab diesem Moment vermögen die beiden Besucher aus Rumänien auch jenen Parcours besser zu erkennen, den sie bis zur Vollendung ihres Projekts in ihrer fernen Heimat noch zurückzulegen haben: die Eröffnung eines 80 Kilometer langen BikeTrails bei ihnen zu Hause, in Transsylvanien! Für lokale Bauernfamilien in den Dörfern der Region Târnava Mare und insbesondere für junge Einheimische, die ihrer Heimat in letzter Zeit zunehmend den Rücken gekehrt haben, soll dieses BikeTrailProjekt endlich ein paar Möglichkeiten bieten, sich langersehnte Einkommensquellen zu erschliessen. Dass die entsprechende touristische Entwicklung Landschaft schonend vor sich gehen soll, ist erklärtes Ziel der rumänischen Stiftung Adept, in deren Namen das Projekt umgesetzt wird und genau dieser Ansatz ist es, den auch das Ressort Natur und Umwelt der Naturfreunde Schweiz NFS benötigt, um diesem Projekt aktiv unter die Arme zu greifen. Nachhaltigkeit heisst die Devise und danach soll gehandelt werden! Hauptgeldgeber für dieses sanfttouristische BikeProjekt (das nicht weniger als acht Dörfer einbezieht und direkt miteinander verbindet) ist die Schweizerische Eidgenossenschaft, respektive die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA. Sie stellt für dessen Planung und Umsetzung aus ihrem PartnerschaftsFonds CHF zur Verfügung. Die Naturfreunde haben im Rahmen dieses Projekts seit Anbeginn eine beratende Funktion in der Planung und Ausführung inne. Daher hatten die NFS in einem ersten Schritt die zwei zuständigen Projektleiter der Stiftung Adept im Sommer 2014 in die Schweiz eingeladen und ihnen einerseits Begegnungen mit BikeTrailSpezialisten und TouristikFachleuten (unter anderem mit dem Geschäftsleiter der Naturfreunde Internationale NFI) ermöglicht, ihnen andererseits auch Projekte gezeigt, wo Tourismus und lokale Landwirtschaft erfolgreiche Verbindungen eingegangen sind. Für uns ist dieser Aufenthalt ein grosser Erfolg! sagte Cristi Gherghiceanu damals auf der Jurahöhe, und fügte bei. Wenn es auch beträchtliche Unterschiede zwischen unseren beiden Ländern gibt, verabschieden wir uns mit vorzüglichen Ideen, die es nun an unsere Kultur und Geografie anzupassen gilt. Oder anders ausgedrückt: In einem Land, in dem es elektrischen Strom nicht 24 Stunden lang ohne Unterbruch gibt, sind die Prioritäten anders zu setzen als in der begüterten Schweiz. In der Zwischenzeit haben die bereits realisierte Versuchsstrecke und die damit verbundene Lancierung von Aktivitäten (unter anderem fand im Herbst 2014 ein BikeRennen mit über 400 Teilnehmern statt) bereits erste erfreuliche Resultate gezeitigt. Damit stehen die Aussichten gut, dass auf den Frühling 2015 hin der 80KilometerBikeTrail im Hinterland von Sighisoara (deren Altstadt gilt als UNESCOWeltkulturerbe) bereitstehen wird. Es ist dies ein Projekt, das Naturfreunden hier wie dort neue Perspektiven eröffnen wird. Weitere im 2014 bearbeitete Themen: EnergieSpezialBeilage im Naturfreund 4/14 Sondierungsgespräche bei diversen Bundesämtern Geschäftsbericht

12 Ob Wandern, Skitouren oder naturkundliche Exkursion: mit Naturfreunden Bewegung und Begegnung erleben.

13 SPORT UND AKTIVitäten Vom Unscheinbaren zum Besonderen Miteinander aktiv werden und die Welt entdecken Naturkundliche Exkursion was hier auf dem Papier nüchtern und trocken klingt, kann in der Praxis anregend, erheiternd und voller Überraschungen sein. Bestes Beispiel bot der im Rahmen des Projekts Oberrhein Landschaft des Jahres im Sommer 2014 durchgeführte Naturkundetag in die Reinacher Heide im Kanton BaselLandschaft. In der Art und Weise nämlich, wie das aus einem reichen beruflichen Erfahrungsschatz schöpfende NaturfreundeLeiterduo Brigitte Käser und René Merki durch dieses Naturschutzgebiet geführt haben, wurde für die Teilnehmenden zum Augenöffner. Dass sich in dieser Heide in unmittelbarer Nähe zur Agglomeration Basel, angrenzend zu Autobahn, Gewerbe und Siedlungsgebiet auf engstem Raum (39 Hektaren) eine äusserst reichhaltige Fauna und Flora entwickelt hat, ist in Fachkreisen bekannt. Annähernd die Hälfte aller im Kanton vorkommenden Pflanzenarten ist hier vertreten nirgendwo sonst in der Nordwestschweiz findet sich damit auf derart kleiner Fläche eine derart grosse Artenvielfalt. Indes: selbst ein derartiger Reichtum ist für die meisten von uns nicht auf Anhieb ersichtlich weil wir die besondere Art der NaturBeobachtung nicht (mehr) gewohnt sind. Diesen Reichtum und dessen innere Zusammenhänge jedoch auch für uns Otto Normalverbraucher ersichtlich und damit zu einem emotionalen Erlebnis zu machen genau dies macht die gelungene GruppenAktivität erst aus! Und dank einer solchen Aktivität beginnen nun auch wir zu begreifen, wie es etwa dazu kommt, dass nahe der Agglomeration Basel zuweilen eine Vegetation mit Steppencharakter zu finden ist (die jener von Mittelmeergebieten nicht unähnlich ist), dass wir andererseits in dieser Heide an der Birs aber auch auf Gebirgspflanzen wie die AlpenGänsekresse oder den Blauen Eisenhut treffen! Gemeinsam mit anderen Menschen das Besondere und Wertvolle sowohl im Kleinen wie im Grossen, im Halbverborgenen und im Unscheinbaren zu entdecken das ist bereichernd und macht Spass. Die sportlichen, naturkundlichen und/oder kulturellen Aktivitäten der Naturfreunde bauen auf dieser Erkenntnis auf. Und besonders wichtig: es sind Aktivitäten, die allen offen stehen! Weitere im 2014 bearbeitete Themen: TourenleiterAusbildungskurse im Bereich Winter und Sommersport Ski und Snowboardlager für Jugendliche Überarbeitung Fortbildungsreglement für Tourenleiterinnen und leiter Geschäftsbericht

14 Wertvolle LandschaftsGestaltung beim Naturfreundehaus La Serment: 12 Meter Trockensteinmauer erneuert.

15 NATURFREUNDEHÄUSER Tonnenschwere Arbeit beim Naturfreundehaus Wichtige Begegnungsorte erhalten und aufwerten Naturfreundehäuser sind Unterkünfte und Begegnungsorte, die das touristische und gesellschaftliche Angebot einer Region in jedem Fall bereichern. Es sind unkomplizierte, einfache Treffpunkte. In diesen Häusern geht es nicht um Kommerz, und nicht ums grosse Geld. Im Gegenteil: NFHäuser leben vom Geist des Gemeinschaftlichen. Die Preise in diesen Häusern sind niedrig. Davon etwa profitieren unzählige Schulklassen. Und es profitieren auch Familien, Vereine, Firmen, KMU etc., die sich für ein Wochenende in so ein NFHaus zurückziehen! Dass die Preise in den NFHäusern niedrig angesetzt werden können, ist nur möglich, weil sich unzählige Frauen und Männer es sind Mitglieder einzelner NF Sektionen jahrein und jahraus ehrenamtlich oder aber zu einem sehr geringen Entgelt für so ein Haus engagieren. Und zwar tun sie dies in allen Bereichen, vom ReservationsDienst bis hin zum Einsatz im Holzschopf oder beim Frühlingsputz. Von einem Einsatz der besonderen Art profitierte im 2014 unter anderem die Sektion La ChauxdeFonds. Ihr gehört das Haus La Serment, unterhalb der TêtedeRan, einem felsigen Bergrücken im Neuenburger Jura. Dort hatte im Sommer ein Zivildienstleistender gewirkt und hatte während der vier Wochen seines Einsatzes rund 31,2 Tonnen Stein umgeschichtet! Das dabei entstandene Resultat wird Bestand haben, denn es beruht in unserer kurzlebigen Zeit auf Langlebigkeit. Es geht um die Renovation einer Trockensteinmauer! Trockensteinmauern sind typisch für den Jura. Trockensteinmauern sind aber nicht nur schön fürs menschliche Auge aufgrund ihrer Machart bilden sie auch wertvolle Habitate für allerlei Kleintiere. Nun sind jedoch, als Folge der tiefgreifenden strukturellen Veränderungen in der Landwirtschaft, in den letzten Jahren zahlreiche dieser alten Mauerwerke zerfallen und allenfalls durch elektrische Drahtzäune ersetzt worden. Dass nun die Sektion La ChauxdeFonds mit Hilfe eines Zivildienstleistenden für den Wiederaufbau einer solchen Mauer gesorgt hat, kommt einem Beitrag zur LandschaftsAufwertung gleich. Und davon profitieren wiederum viele. Es ist zwar keine kilometerlange Mauer, es sind bloss 12 Meter. Aber dafür mussten jene erwähnten 31,2 Tonnen Stein umgeschichtet werden vom Abbau der alten Mauer hin zum Bau der neuen Mauer! Weitere im 2014 bearbeitete Themen: Rettung NFHaus St. Jakob, Isenthal UR, Sektion Cham Erweiterung des Netzwerks NFSPartnerhäuser Geschäftsbericht

16 Fördert den Austausch und sensibilisiert für Naturgenuss: der Naturfreund, das Magazin der Naturfreunde Schweiz.

17 KOMMUNIKATION Was uns umtreibt und bewegt Beziehungen aufbauen, erweitern und pflegen Zielkonflikte müssen wir gemeinsam beseitigen. Nur so können wir den Menschen eine lebenswerte Schweiz erhalten. Ich danke den Naturfreunden, dass sie diese Entwicklung kritisch aber wohlwollend verfolgen. Mit ihrem Engagement tragen sie dazu bei, dass Ökonomie und Ökologie nicht gegeneinander ausgespielt, sondern Lösungen für einen Ausgleich zwischen Schutz und Nutzen erarbeitet werden. ( ) Wir kommen ans Ziel, wenn wir diesen Weg konstruktiv begleiten, statt ihn zu blockieren. Die Naturfreunde gehen auf dieser anspruchsvollen Wanderung mit gutem Beispiel voran. Diese Aussage stammt von Bundesrätin Doris Leuthard. Sie, die Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation, äusserte diese Worte Mitte Dezember 2014 im Naturfreund 4/14. Jenes Heft ist in einer Auflage von rund Exemplaren erschienen, in einer Sprachversion Deutsch und einer auf Französisch. Beziehungen pflegen, den Horizont erweitern, Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen, den Dialog fördern: es sind dies (Kommunikations)Aufgaben, die die Zeitschrift der Naturfreunde Schweiz auch im 2014 verfolgt hat. Mit der Ausgabe 4/14 tat sie dies im besonderen Masse und beleuchtete die Frage über unseren Umgang mit dem Thema Energie aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Entsprechend breit war der Reigen jener Personen, die im Naturfreund 4/14 zu Wort gekommen sind und für Diskussionen gesorgt haben: Umweltphysiker Thomas Stocker, Friedenforscher und Historiker Daniele Ganser, Komplementärmedizinerin Danielle Lemann, Grossmünsterpfarrer Christoph Sigrist, BFEDirektor Walter Steinmann (Bundesamt für Energie), Maschineningenieur Thomas Bücherer (Energiezentrale Forsthaus Bern), HelvetasVertreter Matthias Herfeldt, WaldpfadInitiant Otto Windler (Naturfreundehaus Buchberg, Schaffhausen), BLSEnergieexpertin Arianna Bisaz und viele mehr. Kommunikation ermöglichen, zu Begegnungen anregen just in diesem Sinne schaute der Naturfreund im 2014 in seiner FrühlingsAusgabe (1/14) aus der Deutschschweiz über den Röstigraben, in die Region des Lavaux am Genfer See. Und besuchte dabei unter anderem das tibetischbuddhistische Kloster auf dem Mont Pèlerin und die gotisch geprägte, reformierte Kathedrale von Lausanne mit ihrer Vielfalt an allerlei Tierfiguren aus der Fabelwelt. Und wie kommuniziert jemand, der nichts oder fast nichts sieht? Darüber und über weitere gesundheitsbedingte Einschränkungen war unter anderem in der Ausgabe 3/14 die Rede. Und wie verarbeiten Pflanzen die von ihrer Umwelt aufgenommenen Informationen? Darüber hat in der Ausgabe 2/14 die Biochemikerin Joan S. Davis gesprochen und der Tierarzt Christian Métraux erinnerte in einem Kurzinterview anhand der Krankheitsgeschichte einer Hauskatze daran, dass auch Wasser in Kommunikation mit seiner Umgebung steht! Weitere im 2014 bearbeitete Themen: Magazin Naturfreund als EMagazin Neulancierung der verbandsinternen Zeitschrift NFSInfo Geschäftsbericht

18 Finanzen Bilanz 2014 Aktiven (in CHF) Umlaufsvermögen Kasse Post Bank Flüssige Mittel `663 3` `071 Forderungen Delkredere Verrechnungssteuer Forderungen Aktive Rechnungsabgrenzung Umlaufsvermögen `065 1` `595 53` `323 Anlagevermögen Wertschriften Diverse Beteiligungen Diverse Aktivdarlehen Finanzanlagen ` `718 12`593 Büromobilien EDV Hardware EDV Software Mobile Sachanlagen `500 26`700 60` `500 Liegenschaft Pavillonweg Immobile Sachanlagen Total Anlagevermögen ` `600 1`014`693 Total Aktiven `289`016

19 Passiven (in CHF) Kreditoren Migros Bank Fester Vorschuss Kurzfristige Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Fremdkapital kurzfristig Hypothek Aufgelöste Sektionen Langfristige Verbindlichkeiten Häuserfonds Rückstellung Liegenschaft Rückstellung Landschaft des Jahres SUVA Unterstützungsfonds Diverse Rückstellungen Rückstellungen Eigenkapital Reserven Jahresverlust Eigenkapital Total Passiven Geschäftsbericht

20 Finanzen Erfolgsrechnung 2014 Erfolgsrechnung Budget Mitgliederbeiträge Kursgelder Outdoor Jugend und Sport Entschädigung Inserateertrag Naturfreund Ertrag Landschaft des Jahres Projekterträge und spenden Subventionen Bildung Delkredere Mehrwertsteuer Dienstleistungsertrag Übriger Ertrag Total Betriebsertrag Kurskosten Outdoor Aus und Weiterbildung Outdoor Aufwand Naturfreund, inkl. Porto Aufwand Häuserwesen Aufwand Landschaft des Jahres Total Aufwand für Drittleistungen Lohnaufwand Geschäftsstelle Sozialkosten Spesen Geschäftsstelle Aus und Weiterbildung Übriger Personalaufwand Spesen und Abgabepflicht ZIVI s Personalaufwand Geschäftsstelle Saläre Vorstand Spesen Vorstand Sitzungsgelder und Spesen GPK Aufwand Delegiertenversammlung / PK Ertrag Delegiertenversammlung Total Aufwand Organe Total Personalaufwand / Organe

21 Erfolgsrechnung Budget Eigenmiete Fremdmiete Unterhalt EDV / Mobiliar IT Lizenzen / Wartung Sachversicherungen Büromaterial / Drucksachen Mitgliederausweise Telefon / Internet Porti Übersetzungen Aufwand Revisionsstelle Diverser Aufwand Projektaufwand Total Betriebsaufwand Mitgliederbeiträge NFI Beiträge an Projekte Beiträge an Verbände Total Beiträge Werbung / Öffentlichkeitsarbeit Internet / neue Medien Sektionen / Kantonal und Regionalverbände Total Werbung / Sektionen Zinsaufwand Bank / Postkontospesen Zinsertrag Total Finanzerfolg Abschreibungen auf mobilen Sachanlagen Abschreibungen auf EDV Hardware Abschreibungen auf EDV Software Total Abschreibungen Total sonstiger Betriebsaufwand Geschäftsbericht

22 Erfolgsrechnung Budget Eigenmietwert Geschäftslokalitäten Mietzinseinnahmen von Dritten Vermietung Sitzungszimmer Hypothekarzinsaufwand Unterhalt / Reparaturen Abgaben / Gebühren / Steuern Gebäudeversicherungsprämien Wasser / Abwasser Total Liegenschaftserfolg Total ordentlicher Erfolg Ausserordentlicher Aufwand Total ausserordentlicher Erfolg Abschluss Total ordentlicher Erfolg Total ausserordentlicher Erfolg Erfolgsrechnung

23 Finanzen NFS Häuserfonds Rechnung bis in CHF Vorjahr 2013 Aktuell 2014 Budget 2015 Planung 2016 Erträge 89' Veräusserung nfh 37' Schenkung, Erbschaft, Legat 52' Vermögensertrag Zweckgeb. Einlagen Aufwände 5' Beiträge an nfh reservierte Beiträge an nfh 5' Bearbeitung Anträge Sitzungen Verwaltung Verwaltungsaufwand Fondsaufbau/Fondsverwendung 84' Aktiven 89' Postkonto 89' Darlehen Passiven 5' Reservierte Beträge 5' Passive Rechnungsabgrenzung Fondsveränderung 84' Fondsvermögen 84' Geschäftsbericht

24 Finanzen Erläuterungen Jahresrechnung Die Jahresrechnung 2014 schliesst mit einem geringen, operativen Verlust von CHF ab. Budgetiert war ein operativer Gewinn von CHF Bilanz Flüssige Mittel Davon zweckgebundene Mittel Häuserfonds CHF Forderungen Das Jahr 2014 enthält bereits die Mitgliederbeiträge der Direktmitglieder 2015 (Rechnungsstellung Dezember 2014). Diese wurden im Ertrag korrekt abgegrenzt, im Vorjahr 2013 wurden nur die das Jahr betreffende Beiträge gebucht. Im Verlauf des Jahres wurde ein Mahnsystem getestet und z.t. implementiert. Ab werden alle überfälligen Rechnungen regelmässig und konsequent gemahnt, um den Ertragsverlust auf ein Minimum zu reduzieren. Liegenschaft Auflösung der stillen Reserven (siehe Reserven). In der Bilanz ist demensprechend der Substanzwert der Liegenschaft von CHF aufgeführt. Kreditoren UVG, KTG, Sachversicherungen 2015 bereits gebucht und abgegrenzt. Im Vorjahr wurden diese Rechnungen in der betroffenen Buchungsperiode gebucht. Fester Vorschuss Zur Sicherstellung der Liquidität wurde bei der Migrosbank ein fester Vorschuss vereinbart. Delkredere Im Jahr 2014 wurde ein realistisches Delkredere gebildet auf sämtlichen Debitoren, welche älter als August 2014 sind. Im Vorjahr 2013 wurde ein Delkredere von 10% der Forderungen gebildet. Aktive Rechnungsabgrenzungen Die Differenz zum Vorjahr entsteht durch Prämienrechnungen der Sozialversicherungen für das Jahr 2015, welche im 2014 gebucht und transitorisch erfasst wurden. Sowie einzelne grosse Debitorenrechnungen, welche im 2015 fakturiert werden. Passive Rechnungsabgrenzungen Abgrenzung Mitgliederbeiträge Direktmitglieder Reserven Aus Transparenzgründen wurden die stillen Reserven auf der Liegenschaft Pavillonweg 3 aufgelöst (Aufwertungsreserve).

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