Geschäftsbericht 2005

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1 Geschäftsbericht 2005

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3 Zertifiziertes Managementsystem Geschäftsbericht 2005 Hauptsitz: Bahnhofstrasse 2 Postfach Schwarzenburg Tel Fax Banken-Clearing Geschäftsstellen: Albligen Guggisberg Niederscherli Rüschegg Heubach Sangernboden ISO 9001:2000 1

4 Inhalt Seitenzahl Das Wichtigste in Kürze 4 Verwaltungsorgane 6 Personal 7 Vorwort 9 Jahresbericht Weltwirtschaft 10 Schweizer Wirtschaft 10 Bernische Wirtschaft 14 Das 181. Geschäftsjahr 17 Bilanz vor Gewinnverwendung 24 Ausserbilanzgeschäft 25 Erfolgsrechnung mit Gewinnverwendung 26 Mittelflussrechnung 28 Anhang Erläuterung zur Geschäftstätigkeit, Personal 29 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 32 Informationen zur Bilanz 38 Informationen zu den Ausserbilanzgeschäften 46 Informationen zur Erfolgsrechnung 47 Antrag des Verwaltungsrates 48 Bericht der Kontrollstelle 49 Mehrjahresvergleich 50 2

5 migration 3

6 Das Wichtigste in Kürze Bilanz (in 1000 CHF) (in 1000 CHF) Bilanzsumme Kundenausleihungen Kundengelder Eigenkapital (vor Gewinnverwendung) Erfolgsrechnung (in 1000 CHF) (in 1000 CHF) Erfolg aus dem Zinsengeschäft Geschäftsaufwand (Sach- und Personalaufwand) Bruttogewinn Jahresgewinn Kennzahlen Bruttozinsspanne (Erfolg Zinsengeschäft in% der Bilanzsumme) 1,91% 1,92% Bruttobedarfsspanne (Geschäftsaufwand in% der Bilanzsumme) 1,06% 1,04% Bruttogewinnspanne (Bruttogewinn in% der Bilanzsumme) 1,05% 1,02% Risikospanne (Risikoaufwendungen in% der Bilanzsumme) 0,00% 0,30% Nettozinsspanne (Erfolg Zinsengeschäft./. Risikoaufwendungen in% der BS) 1,91% 1,62% Eigenkapitalquote (Eigenkapital in% der Bilanzsumme) 11,21% 11,47% Rentabilität RORE (Unternehmungserfolg in% der erforderlichen eigenen Mittel) 12,85% 7,17% Cost/Income Ratio (Kosten/Ertrags-Verhältnis) 50,33% 50,45% Bruttogewinn pro Mitarbeiter (Bruttogewinn / Anzahl Vollzeitstellen) Kundengelder in% der Kundenausleihungen 88,1% 88,5% Anteilscheine unserer Bank Nominalwert Dividendenertrag (*Antrag) *12% 12% Ausgabepreis Steuerwert Ausserbilanz Kundendepots Wert (in 1000 CHF) Anzahl

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8 Verwaltungsorgane Verwaltungsrat Amtsdauer bis GV Präsident Hans Burri, Käsermeister, 2006 Guggisberg Vizepräsidentin Christine Sommer-Blaser, Lehrerin, 2008 Schwarzenburg Mitglieder Jürg Brünisholz, Innendekorateur, Albligen 2006 Beat Hähni, Dr. med. vet., Schwarzenburg 2008 Andreas Roggli, Landwirt, Lanzenhäusern 2007 Anna Rohrbach-Moser, Immobilientreuhänderin, 2006 Rüschegg Gambach Ursula Zbinden-Bürki, dipl. Hauspflegerin, 2008 Riedstätt Obligationenrechtliche Kontrollstelle Hanspeter Jaggi, 2006 eidg. dipl. Buchhalter, Lanzenhäusern Ulrich Kreuter, Dr. phil. nat., 2006 Statistiker, Schwarzenburg Bankengesetzliche Revisionsstelle Interne Revision PricewaterhouseCoopers AG, Bern RBA-Finanz, Bern, ab Bankrevisions- und Treuhand AG, Zürich 6

9 Personal Bankleitung Kader Angestellte Lehrlinge Daniel Hauert, dipl. Bankfach-Experte, Bankleiter Toni Dinkel, lic. rer. pol., Bankleiter-Stv. Fritz Nydegger, dipl. Bankfach-Experte und Buchhalter mit eidg. Fachausweis, Prokurist Bernhard Rösch, Finanzplaner mit eidg. Fachausweis, Prokurist Christine Binggeli-Gfeller, Handlungsbevollmächtigte Daniel Hostettler, Bankfachmann mit eidg. Fachausweis, Handlungsbevollmächtigter Barbara Keiser, Betriebswirtschafterin HF, Handlungsbevollmächtigte Remo Loosli, Handlungsbevollmächtigter (ab ) Bernhard Stegmann, Handlungsbevollmächtigter, Finanzplaner mit eidg. Fachausweis Markus Vifian, Handlungsbevollmächtigter (bis ) Franziska Bähler Bruno Beyeler Hans Beyeler Irene Beyeler Simon Beyeler Carmen Binggeli Ursula Cristiani-Kolly Pia Herren Olivia von Känel Nadia Rohrbach Silvia Staub-Beyeler Daniela Trachsel Rita Ulrich Veronika Wasem-Kreuter Evelyne Guillebeau, 3. Lehrjahr Ivan Riedo, 2. Lehrjahr Kevin Spack, 1. Lehrjahr Geschäftsstellen Albligen Guggisberg Niederscherli Rüschegg Heubach Sangernboden Béatrice Hostettler-Zwahlen Claudia Stoll Remo Loosli, Claudia Stoll Silvia Hostettler Susanne Kilcher-Kilcher 7

10 8 migra

11 tion Vorwort Geschätzte Genossenschafterinnen und Genossenschafter Sehr geehrte Damen und Herren Im Mittelpunkt des zurückliegenden Jahres stand der per 31. Dezember 2005 vollzogene Austritt aus der RBA Holding. Zusammen mit zwölf weiteren Banken entschieden wir uns vor gut eineinhalb Jahren zu diesem Schritt, um neben der rechtlichen Eigenständigkeit in Zukunft auch eine grösstmögliche wirtschaftliche Unabhängigkeit behalten zu können. Das zunehmend komplexe und nach wie vor rasch ändernde Marktumfeld verlangt nach flexiblen Lösungen, die mittels eines Netzwerks spezialisierter Partner gefunden werden können. Die freie Wahl der Vertragspartner soll den Kundinnen und Kunden ein qualitativ hochstehendes Produkt- und Dienstleistungssortiment zu attraktiven Preisen bieten. Im Mittelpunkt der Loslösung von der RBA Holding stand neben der Evaluation neuer Anbieter in verschiedenen Geschäftsbereichen die Migration auf eine neue Informatik-Plattform. Wir wählten zusammen mit zehn austretenden Banken dieselben Partner, um grösstmögliche Synergien zu erzielen: die Finnova AG als Software-Lieferantin, die Swisscom IT Services als Systembetreiberin (ab COMIT AG) und die Business Solution Group für die Implementation. Nach einer Vorbereitungszeit von lediglich neun Monaten konnten wir am 26. September 2005 den Betrieb mit dem neuen System erfolgreich aufnehmen. Die guten Erfahrungen in Bezug auf die Zusammenarbeit haben uns bewogen, auch künftig mit den ausgetretenen Banken bestimmte Herausforderungen gemeinsam anzugehen, seien es Weiterentwicklungen am neuen Informatik-System oder andere Projekte, die im kollektiven Verbund effizienter und kostengünstiger angegangen werden können. Dabei steht die Ausschöpfung von Synergiepotenzial bei gleichzeitig möglichst hoher Unabhängigkeit im Zentrum. Wir sind davon überzeugt, dass für unsere Bank eine optimale Ausgangslage zur Bewältigung künftiger Herausforderungen geschaffen wurde und sich die AEK Schwarzenburg mit ihren traditionellen Stärken erfolgreich im Wettbewerb behaupten wird. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung und Ihr Vertrauen gegenüber unserer Bank. Das sehr erfreuliche Geschäftsjahr 2005 motiviert uns, den eingeschlagenen Weg mit Freude und Überzeugung weiter zu gehen. Hans Burri, VR-Präsident Daniel Hauert, Bankleiter Allen Beteiligten wurde in dieser Umbruchphase enorm viel an fachlichem Können, zeitlichem Einsatz und Nervenstärke abverlangt. Dank dem unermüdlichen Einsatz aller Mitarbeitenden und Partner konnte der riesige Arbeitsaufwand bewältigt werden. Wie bei jedem Systemwechsel waren Schwierigkeiten unterschiedlichen Ausmasses zu überwinden. Kundinnen und Kunden waren davon glücklicherweise jedoch nur in Ausnahmefällen betroffen. Im laufenden Jahr werden noch Korrekturen und Weiterentwicklungen am System nötig sein, von denen die Kundschaft aber wiederum nur wenig spüren dürfte. 9

12 Jahresbericht 10 Wirtschaftsrückblick Weltwirtschaft Die Weltwirtschaft expandierte im Jahr 2005 kräftig. Weitgehend stabile Währungsverhältnisse und tiefe Zinsen machten den dämpfenden Einfluss stark steigender Rohölpreise wett. Die weltweite Produktion nahm um 4% zu, das Welthandelsvolumen um 7%. Ein wichtiger Motor der Weltwirtschaft war China, wo das Wachstum unverändert hoch blieb. In den Industrieländern verlangsamte sich die Konjunktur etwas, im OECD-Raum erhöhte sich die Wirtschaftsleistung um gesamthaft 2,5%. Einen kräftigen Aufschwung erlebte Japan. Der Euroraum dagegen entwickelte sich verhalten. Deutlich stärker expandierte die Wirtschaft der USA. Im Euroraum gedieh die Konjunktur in der ersten Jahreshälfte zögerlich, gewann jedoch nach der Jahresmitte an Dynamik. Das Bruttoinlandprodukt erhöhte sich um 1,4%, die Arbeitslosigkeit ging minim auf 8,7% zurück. Zum insgesamt positiven Ergebnis trugen vor allem Deutschland und Frankreich bei, wogegen sich das Wachstum in Italien und den Niederlanden verlangsamte. In Grossbritannien begann sich die Konjunktur nach langer Expansionsphase abzukühlen. In den zehn neuen EU-Mitgliedländern Mittel- und Osteuropas ging der wirtschaftliche Aufholprozess weiter und führte zu einem Wachstum von durchschnittlich 4%. Noch kräftiger wuchs die Wirtschaft Russlands mit gegen 6%. Die Konjunktur der USA erwies sich als unverändert robust, das Bruttoinlandprodukt legte um 3,6% zu. Ebenfalls günstig verlief die wirtschaftliche Entwicklung mit einem Zuwachs um 2,2% in Japan. Wachstumszentrum Asiens, wenn nicht der ganzen Welt, war erneut China, dessen Volkswirtschaft sich um hohe 9% ausdehnte. Schweizer Wirtschaft Aufgehelltes Konjunkturbild Die Schweizer Wirtschaft fand zu einem mässigen Wachstum zurück. Die Befürchtung, die massive Verteuerung des Erdöls würge den Aufschwung ab, bewahrheitete sich nicht. Das Konjunkturbild hellte sich im Gegenteil von Quartal zu Quartal weiter auf und gipfelte übers Jahr gesehen in einer Zunahme des Bruttoinlandprodukts um geschätzte 1,5%. Der Konjunkturaufschwung war breit abgestützt. Alle wesentlichen Nachfragekomponenten wie Konsum der Privathaushalte, Investitionen und Exporte trugen zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum bei. Insgesamt stabile Wechselkursverhältnisse und eine leichte Abschwächung des Frankens gegenüber dem amerikanischen Dollar begünstigten die weltweite Nachfrage nach Erzeugnissen der Schweizer Industrie. Das starke Wachstum der Exporte um real 3,1% bewirkte zwar nur zögerlich neue Investitionen in Ausrüstungen, die sich um 2,0% erhöhten. Kräftiger wuchsen mit 2,5% die Bauinvestitionen, angetrieben insbesondere vom Wohnungsbau. Ebenfalls trugen die privaten Haushalte mit einer Steigerung ihrer Konsumausgaben um 1,1% zur positiven Entwicklung der Schweizer Volkswirtschaft bei, wogegen die öffentlichen Haushalte mit einem Plus von 0,4% kaum Wachstumsimpulse aussendeten. Auf dem Arbeitsmarkt wirkte sich die konjunkturelle Besserung wenig aus. Der Rückgang der Arbeitslosenquote um 0,1%-Punkte auf jahresdurchschnittlich 3,8% war nur teilweise konjunkturbedingt, widerspiegelte er doch auch einen verstärkten Rückzug aus dem Arbeitsmarkt aufgrund vorzeitiger Pensionierungen und Aussteuerung von Langzeitarbeitslosen. Ende Jahr wies die Statistik Arbeitslose aus. Kein Thema war die Inflation. Im Dezember wies der Index der Konsumentenpreise eine Jahresteuerung von 1,2% aus, die in vielen Branchen durch Lohnerhöhungen mehr als wettgemacht wurde.

13 Die Zinsen, bereits auf historisch tiefem Stand, bildeten sich weiter zurück. Die anziehende Konjunktur eröffnete jedoch der Schweizerischen Nationalbank den Spielraum, das Zinsniveau behutsam anzuheben. Die Geldpolitik blieb jedoch expansiv. Geld- und Kapitalmarkt Da sich die Konjunktur bis Jahresmitte schwächer entwickelte als erwartet, sah die Schweizerische Nationalbank lange Zeit davon ab, das aussergewöhnlich tiefe Zinsniveau auch nur leicht anzuheben. Erst nachdem an der Konjunkturerholung nicht mehr zu zweifeln war, erhöhte sie am 15. Dezember das Zielband für den Dreimonats-Libor um 25 Basispunkte auf 0,50 1,50%. Am Geldmarkt verharrten die Zinsen bis im Herbst auf dem tiefem Stand des Vorjahres, begannen aber ab Oktober anzuziehen und durchbrachen Ende November die 1% Marke. Nach 0,76% im ersten, 0,75% im zweiten und 0,77% im dritten Quartal waren für Franken auf drei Monate im Durchschnitt des letzten Quartals 0,97% zu bezahlen. Der Satz für 1-Tages-Geld zeigte mit 0,66% im ersten, 0,63% im zweiten und dritten sowie 0,61% im vierten Quartal wenig Bewegung. Die Renditen am Kapitalmarkt schmolzen weiter. Eidgenössische Obligationen mit einer Restlaufzeit von zehn Jahren rentierten im Durchschnitt des ersten Quartals 2,33%, im zweiten 2,26%, im dritten 1,94% und im vierten Quartal wieder 2,14%. Auf neuen Kassenobligationen wurden im ersten Vierteljahr durchschnittlich 1,99%, im zweiten 1,84%, im dritten 1,69% und im vierten Quartal 1,78% Zins vergütet. Die AEK Schwarzenburg bezahlte für Kassenobligationen Ende Jahr je nach Laufzeit zwischen 1,75% und 2,75%. Die Verzinsung von Spareinlagen ging nochmals leicht zurück. Sie ermässigte sich von durchschnittlich 0,50% im ersten und zweiten Quartal auf 0,48% im dritten und 0,46% im letzten Quartal. Unsere Bank bezahlte Ende Jahr für die gewöhnlichen Spareinlagen 0,375% und für das Anlagesparkonto plus 1,125%. Das Vorsorgekonto Rendita Säule 3a verzinste sich Ende Jahr mit 1,50%. Die immer weniger nachgefragten variablen Wohnbauhypotheken kosteten über das ganze Jahr hinweg 3,00%. Anders sah es bei den Festhypotheken aus. Der bereits im Vorjahr begonnene harte Wettbewerb hat sich im Berichtsjahr nochmals verstärkt. Einige Banken unterbieten nicht nur den Marktzins massiv, sondern gehen auch mit Belehnungsnormen oder Tragbarkeitsregeln relativ locker um. Eine Entwicklung, die sich in einigen Jahren negativ auswirken wird. Aus geschäftspolitischen Gründen verzichten wir auf Dumpingangebote und setzen eine gute Tragbarkeit im Hypothekargeschäft voraus. Ende Jahr kostete bei unserer Bank eine 5-jährige Festhypothek 3,20% (Basissatz). Aktienmarkt Das Schweizer Börsenjahr 2005 gehörte zu den besten seit mehr als einem Jahrzehnt. Der kräftige Anstieg der Indizes war vor allem getragen von Titeln der Maschinen- und 11

14 Elektroindustrie, die von der anziehenden Weltkonjunktur profitierten. Die Top Ten der Einzeltitel führte ABB an, deren Wert sich verdoppelte. Der breit gefasste Aktienindex Swiss Performance Index (SPI) kletterte von rund Punkten zu Jahresbeginn kontinuierlich und ohne nennenswerte Rückschläge auf Punkte Ende Dezember, was einem Zuwachs um 35,6% entsprach. Der die gewichtigsten Werte repräsentierende Swiss Market Index (SMI) legte um 33,2% zu und betrug Ende Jahr Punkte, ausgehend von rund zu Jahresbeginn. Selbst im Vergleich mit seinen weltweiten Pendants glänzte der hiesige Blue-Chip-Index. In Europa liess der SMI alle bedeutenden westlichen Aktienbörsen von Stockholm (29%) bis Mailand (16%) und von Madrid (18%) bis Frankfurt (27%) teilweise markant hinter sich. Im Vergleich mit den US-Börsen erscheint die Performance noch eindrücklicher, diese kamen nämlich in den vergangenen zwölf Monaten kaum vom Fleck. Der Dow Jones schloss auf dem Niveau des Jahresbeginns und der breite S&P 500 sowie der Nasdaq kletterten mit 3,0% und 1,4% nur minimal. Überflügeln konnte den SMI von den Hauptbörsen nur der japanische Nikkei, der um 40% emporschnellte. Ein hervorragendes Jahr verzeichnete auch die Schweizer Börse SWX, die einen Rekord beim Umsatz und bei der Zahl der Transaktionen erzielte. So stieg der Handel mit inländischen Aktien um fast 21% und jener mit ausländischen Dividendenpapieren gar um mehr als 55%. Für das Jahr 2006 sind die meisten Beobachter verhalten optimistisch. Devisenmarkt Das Geschehen an den Devisenmärkten verlief ruhig. Das Austauschverhältnis zwischen dem Schweizer Franken und dem Euro blieb weitgehend stabil. Gegenüber dem erstarkenden Dollar büsste der Franken etwas an Wert ein, was der Exportwirtschaft zugute kam. Für einen Euro mussten im Durchschnitt des ersten Monats des Jahres CHF 1.55 (Devisenkurs Interbankhandel Ankauf 11 Uhr) bezahlt werden, im Juni CHF 1.54 und zum Jahresende knapp CHF 1.56 (+0,7%); das britische Pfund verteuerte sich von CHF 2.22 im Januar auf CHF 2.30 im Juni und war Ende Dezember CHF 2.27 wert (+2,7%). Der US-Dollar gewann an Stärke und legte nach CHF 1.18 im Januar bis Ende Dezember auf CHF 1.31 zu (+11,5%). Der japanische Yen galt im Januar CHF 1.14, sank aber bis zum Jahresende auf CHF 1.12 ( 1,6%). Aussenhandel Der schweizerische Aussenhandel war in Hochform. Von Januar bis November nahmen die Importe um nominal 7,8% und teuerungsbereinigt um 2,1% zu, derweil die Exporte um 6,4% bzw. 3,1% stiegen. Abgesehen von den Energieträgern nahmen die Einfuhren von Rohstoffen und Halbfabrikaten vor allem chemische Grundstoffe, Ausgangsstoffe für Nahrungsmittel, Lastwagen und Leder relativ gesehen stark zu. Exportseitig erzielten die Warengruppen Schokolade, Getränke, Gewebe aus Chemiefasern, Pharmazeutika, Pumpen, Haushaltapparate, Ausrüstungen zur Stromerzeugung und der Telekommunikation die höchsten Zunahmen. Stark stiegen die Ausfuhren nach Indien, Russland, den Niederlanden, Südafrika, Kanada und Norwegen. Die Handelsbilanz wies nach elf Monaten einen kumulierten Überschuss von CHF 8,0 Mrd. auf. Einfuhren im Wert von CHF 131,0 Mrd. (Vorjahr CHF 121,4 Mrd.) standen Ausfuhren von CHF 139,0 Mrd. (Vorjahr CHF 130,7 Mrd.) gegenüber. 12

15 Privater Konsum Der Konsum der privaten Haushalte nahm gegenüber dem Vorjahr zu und trug wesentlich zum Konjunkturaufschwung bei. Bereits im ersten Quartal zeigte sich die zunehmende Konsumlust in einer Steigerung gegenüber dem Vorquartal um 0,6%, dem ein gleicher Wert im zweiten Quartal und ein solcher von 0,7% im dritten Quartal folgten. Die Detailhandelsumsätze fielen im ersten Quartal noch leicht zurück, steigerten sich dann aber im Vergleich zum entsprechenden Quartal des Vorjahres im zweiten um 1,5% und im dritten Quartal um 1,8%. Waren die Umsätze mit Nahrungsmitteln, Getränken, Tabak und Raucherwaren insgesamt leicht rückläufig, erhöhten sich diejenigen mit Bekleidung und Schuhen um 2,7%. Überdurchschnittlich positiv entwickelten sich auch die Umsätze in den Bereichen persönliche Ausstattung, Gesundheit/Körperpflege/ Schönheit, Wohnungseinrichtung und Küche/Haushalt. Einen Tiefpunkt erreichten die Verkäufe von neuen Personenwagen, die in den ersten elf Monaten mit Wagen um 3,6% unter dem Vorjahreswert lagen. Arbeitsmarkt Auf dem Arbeitsmarkt stellte sich trotz der konjunkturellen Erholung nur eine leichte Besserung ein. Von Januar bis Juli glitt die Zahl der Arbeitslosen von auf zurück, stieg dann aber bis Dezember wieder auf an. Die Arbeitslosenquote sank von 4,1% im Januar auf 3,5% im Juli, erhöhte sich aber im Dezember wieder auf 3,8%. Einem Wert von 3,2% für die Deutschschweiz stand ein solcher von 5,1% für die Westschweiz und das Tessin gegenüber. Bei den 15- bis 24-Jährigen war die Arbeitslosigkeit mit einer Quote von 5,1% stärker verbreitet als bei den höheren Altersgruppen, bei den Frauen (4,1%) stärker als bei den Männern (3,4%). Die höchsten Arbeitslosenzahlen wiesen unverändert die Berufsgruppen Gastgewerbe und Hauswirtschaft, Handel und Verkauf sowie kaufmännische und administrative Berufe aus, die zusammen mehr als einen Drittel aller Arbeitslosen stellte. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen übertraf im November mit den Vorjahreswert um Preise Der Landesindex der Konsumentenpreise (Mai 2000 = 100) erreichte im November den Stand von 105,4 Punkten. Innert Jahresfrist erhöhte sich das Preisniveau der Schweiz um 1,2% (im Vorjahr 1,5%). Die Inlandgüter verzeichneten eine durchschnittliche Preissteigerung um 0,2%, die Importprodukte eine solche um 3,0%. Die schweizerischen Baupreise erhöhten sich innert Jahresfrist Referenzmonat ist der Oktober um 1,9%. Während sich der Tiefbau um 2,1% verteuerte, fiel die Erhöhung im Hochbau mit 1,9% leicht geringer aus. Allein zwischen April und Oktober stiegen die Baupreise um 1,3% (Tiefbau +2,6%, Hochbau +0,9%). Über dem Durchschnitt lag die Bauteuerung mit 2,8% in der Nordwestschweiz, mit 2,6% in der Genferseeregion, mit 2,2% im Raum Zürich und mit 2,0% in der Ostschweiz. Weniger stark als im Landesmittel stiegen die Baupreise im Tessin, im Espace Mittelland und in der Zentralschweiz. Landwirtschaft Wetterkapriolen mit sintflutartigen Niederschlägen und Unwettern prägten das Landwirtschaftsjahr. Gegen tausend Landwirtschaftsbetriebe vor allem in der Innerschweiz und im Berner Oberland waren betroffen. Auf die gesamte landwirtschaftliche Produktion hatten die Unwetterschäden allerdings kaum Einfluss, doch versetzte die nicht optimale Witterung der Landwirtschaft insgesamt einen Dämpfer. 13

16 mig 14 Beim Brotgetreide nahm die Anbaufläche zwar ein weiteres Mal zu, wegen tieferer Hektarerträge war die Brotgetreideernte mit Tonnen aber etwas kleiner als im Vorjahr. An Futtergetreide wurden Tonnen geerntet, die Reduktion der Schwellenpreise um 3 Franken pro 100 Kilogramm per 1. Juli machte sich bemerkbar und führte zu tieferen Preisen für Futter- und auch Brotgetreide. Bei den Kartoffeln lag der Ertrag ebenfalls tiefer als im Vorjahr, aber über dem langjährigen Mittel. Zum Teil liess der Stärkegehalt zu wünschen übrig, was besonders für die Chips- und Fritesproduktion ein Problem darstellte. Die Zuckerrübenkampagne war gekennzeichnet durch eine tiefere Erntemenge, aber höheren Zuckergehalt, was zu einer höheren Zuckerproduktion als im Vorjahr führte. Die Produktion von Frischgemüse im Berner Seeland litt unter dem nasskalten Wetter. Bei den Kirschen hatten die wiederholten Regenfälle kurz vor der Haupternte grosse Ausfälle zur Folge. Bei den Zwetschgen führte das zuerst nasse, dann warme Wetter zu Krankheiten und Ernteverlusten. Die Tafeläpfel- und Birnenernte fielen überdurchschnittlich aus, bei den Mostäpfeln hingegen lag die Menge um ein Drittel unter dem langjährigen Durchschnitt. Die Fleischmärkte waren geprägt von sinkenden Preisen, zum Teil aufgrund von Systemwechseln bei den Importregelungen. Während die Bankviehpreise nur leicht unter den Werten vom Vorjahr lagen, war das Preisniveau bei den Kühen um 7% tiefer. Um 3,7% höhere Preise wurden dagegen für Schlachtkälber erzielt. Der Schweinemarkt war geprägt von der zurückgehenden Nachfrage nach Labelfleisch. Nach wechselnden Preisniveaus im Frühling und Sommer erreichte der Schweinepreis im Herbst mit CHF 3,55 pro Kilogramm Schlachtgewicht einen historischen Tiefstand. Die Geflügel- und auch die Eierproduktion sanken. Der Milchmarkt präsentierte sich gesund, hauptsächlich weil der Käsemarkt wuchs. Die Käseproduktion und die Exporte stiegen in den ersten zehn Monaten des Jahres um 3%. Für die Milchproduzenten wirkte sich die erneute Milchpreissenkung per 1. Mai negativ aus. Bernische Wirtschaft Das Wachstum der Berner Wirtschaft schwächte sich ab. Es erreichte mit geschätzten 0,9% weder den gesamtschweizerischen Wert von 1,3% noch den Vorjahreswert von 1,8%. Insbesondere entwickelte sich die inländische Nachfrage zaghaft. Unter anderem dämpften Sparmassnahmen der öffentlichen Hand das Wachstum des Dienstleistungssektors. Dagegen entwickelte sich die ausländische Nachfrage nach bernischen Industriegütern lebhaft und besser als gesamtschweizerisch. Die Exporte der Berner Industrie nahmen von Januar bis August um 10% zu und übertrafen den Schweizer Durchschnitt. Besonders stark zog die Nachfrage aus Japan und USA an. Die Lage auf dem bernischen Arbeitsmarkt hellte sich in der ersten Jahreshälfte auf, doch verhinderte das schwächere gesamtwirtschaftliche Wachstum eine weitere Besserung im zweiten Halbjahr. Bis Juni lagen die monatlichen Arbeitslosenzahlen unter den Vorjahreswerten, danach teilweise wieder darüber. Die bernische Arbeitslosenquote sank von 3,0% im ersten auf 2,7% im zweiten Quartal, stieg dann aber im dritten Quartal wieder auf 2,8% und im vierten auf 2,9%. Im Durchschnitt aller zwölf Monate veränderte sich die Arbeitslosenquote von 2,9% gegenüber dem Vorjahr nicht. Im Durchschnitt der ersten elf Monate waren im Kanton Bern Personen ohne Arbeit. Der Geschäftsgang über den gesamten bernischen Industriesektor gesehen verbesserte sich in den ersten neun

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18 16 Monaten. Bei den Erträgen setzte sich die positive Entwicklung ebenfalls fort, die Kapazitäten konnten zu 84% ausgelastet werden. Der bernische Maschinen- und Fahrzeugbau erlitt im ersten Quartal einen leichten Rückschlag, dem eine markante Verbesserung des Geschäftsgangs bis Mitte Jahr und danach ein erneuter Rückgang folgten. In den ersten neun Monaten waren die Kapazitäten zu 85% ausgelastet, dies bei einer sich verbessernden Ertragslage. In der Metallindustrie verbesserte sich der Geschäftsgang nach einem mittelmässigen ersten Quartal kräftig und verharrte danach auf hohem Niveau. Bei einer Kapazitätsauslastung von 82% bewegten sich die Erträge mehrheitlich rückläufig. Im Bereich Elektronik, Uhren und Feinmechanik brach der Geschäftsgang bis Mitte Jahr deutlich ein, erholte sich dann aber ebenso klar. Die Kapazitäten konnten zu 88% ausgelastet werden, die Ertragslage verschlechterte sich. In der Chemie- und Kunststoffindustrie bewegte sich der Geschäftsgang ab dem zweiten Quartal nach oben. Die Auslastung der Kapazitäten bewegte sich um 82%, die Ertragslage verbesserte sich stark. Der Geschäftsgang in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie zeichnete sich durch ein ausgeprägtes Auf und Ab aus. Es errechnete sich eine durchschnittliche Kapazitätsauslastung von 74%, bei einer verbesserten Ertragslage. Im Bereich Papier, Verlag und Druck erholte sich der Geschäftsgang bis Mitte Jahr deutlich, schwächte sich danach aber wieder ab. Analog entwickelte sich die Ertragssituation. Die Kapazitätsauslastung belief sich auf durchschnittlich 89%. Die Holzverarbeitung und die Verarbeitung anderer Nichtmetalle verspürten zu Jahresbeginn einen deutlichen Aufschwung des Geschäftsgangs, dem ein Einbruch und ein erneuter Aufschwung folgten. Die Erträge verbesserten sich, die Kapazitäten konnten zu 81% genutzt werden. Eine leichte Wachstumseinbusse hatte die bernische Bauwirtschaft hinzunehmen. Bei den 150 Bauunternehmen entwickelte sich der Auftragseingang im ersten Halbjahr zwar positiv. In den beiden ersten Quartalen erhöhte er sich gegenüber den jeweiligen Vorjahresquartalen um je 12%. Der Arbeitsvorrat dagegen lag Mitte Jahr mit CHF Mio. um CHF 56 Mio. unter dem Vorjahreswert. Während im Tiefbau der Arbeitsvorrat innert Jahresfrist um CHF 65 Mio. auf CHF 736 Mio. abnahm, erhöhte er sich im Hochbau um CHF 10 Mio. auf CHF 427 Mio. In den 33 bernischen Gemeinden mit mehr als Einwohnern wurden im ersten Halbjahr 949 (Vorjahr 566) neue Wohnungen erstellt. Die stärksten Zugänge vermeldeten Thun mit 106 neuen Einheiten, Langenthal mit 92, Köniz mit 89, Biel mit 82, Münchenbuchsee mit 62 und Muri mit 56. Die Zahl der baubewilligten Wohnungen lag mit über dem Vorjahreswert von 795.

19 Das 181. Geschäftsjahr Die AEK Schwarzenburg hat sich erneut sehr gut entwickelt und steht mit gesunder Bilanz, sehr erfreulicher Erfolgsrechnung und einer zukunftsgerichteten Infrastruktur auf soliden Beinen. Die Zielvorgaben konnten trotz des harten Marktumfeldes sogar übertroffen werden. Unser wichtigster Ertragspfeiler, der Erfolg aus dem Zinsengeschäft, konnte um 3,18% auf CHF 7,84 Mio. gesteigert werden, obwohl der Konkurrenzdruck im Kreditgeschäft noch weiter zugenommen hat. Die Zinsmarge hat sich unwesentlich auf 1,91% reduziert (Vorjahr 1,92%). Diese gute Kennzahl zeigt auf, dass unsere Kunden zwar von den tiefen Geld- und Kapitalmarktsätzen profitieren konnten, wir aber nicht bereit waren, Sonderaktionen im Kreditgeschäft mit Dumpingpreisen anzubieten. Solche Aktionen begünstigen in der Regel nur die neuen Kunden und sind gegenüber der langjährigen Kundschaft selten gerecht. Der Bruttogewinn erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 6,61% auf CHF 4,31 Mio. Dabei kam uns die schon seit längerer Zeit herrschende Tiefzinsphase zu Gute. Ebenso positiv wirkten sich das erneut qualitativ gute Wachstum des Kundengeschäfts sowie das ausserordentlich gute Börsenjahr auf den Bruttogewinn aus. Der ausgewiesene Jahresgewinn beträgt CHF und ist damit um 5,06% höher ausgefallen als im Vorjahr. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 3,67% auf CHF 419,8 Mio. Die Kundengelder haben um CHF 13,1 Mio. zugenommen, die Kundenausleihungen um CHF 16,3 Mio. Dadurch hat sich der Deckungsgrad leicht von 88,49% auf 88,12% reduziert. Das ausgewiesene Eigenkapital konnte um 1,40% auf CHF 46,2 Mio. erhöht werden. Im März erfolgte das Wiederholaudit der Schweiz. Vereinigung für Qualitäts- und Management-Systeme (SQS). Die Erfüllung aller Normforderungen nach ISO 9001:2000 wurde bestätigt und das Zertifikat wurde uns ohne Auflagen für die nächsten drei Jahre erteilt. Der ausführliche Auditbericht bestätigt uns ein stabiles, praxisnahes und bei den Mitarbeitenden etabliertes Managementsystem. Wir sind bestrebt, dieses System laufend zu verbessern und vor allem noch schlanker zu gestalten. Dabei helfen uns auch die Erkenntnisse aus den internen Audits. Nach erfolgtem Austritt aus der RBA werden die Prozesse den neuen aufbau- und ablauforganisatorischen Gegebenheiten angepasst. Der Verwaltungsrat traf sich im vergangenen Jahr zu zwölf Sitzungen und zusätzlich zur jährlichen, ausführlichen Strategietagung. Es galt, den Loslösungsprozess von der RBA zu überwachen und bei Bedarf strategische Entscheide zu fällen. Der Migrationsprozess aller elf austretenden Banken wurde zudem durch das auf IT-Fragen spezialisierte Beratungsunternehmen Bernet & Partner begleitet. Unser Verwaltungsrat wurde laufend über die Fortschritte und Risi- 17

20 18 ken dieses Projektes orientiert. Nebst der neuen IT stimmte der Rat verschiedenen neuen Partnern in den Bereichen Wertschriften/Börse, Vorsorge- und Versicherungsprodukte, Interne Revision, Fonds und Zahlungsverkehr zu. Der Verwaltungsrat nahm Kenntnis von den Vergleichsverhandlungen mit der RBA-Holding und akzeptierte den Vergleich des Schiedsgerichts im Zusammenhang mit der Austrittsentschädigung. Daneben wurde festgelegt, dass mit der letzten Umbauetappe (Erdgeschoss) im Frühjahr 2006 gestartet wird. In diesem Zusammenhang wurde auch ein Gebäudeanbau für die neue Notstromanlage bewilligt. Diese Anlage dient zur Überbrückung allfälliger Stromunterbrüche und stellt damit sicher, dass der Bankbetrieb auch unter erschwerten Verhältnissen aufrechterhalten werden kann. Zudem können so die Wasserpumpen im Untergeschoss unverzüglich automatisch betrieben werden. Im Weiteren befasste sich der Verwaltungsrat mit den wesentlichsten Änderungen, welche die revidierte Eigenmittelvereinbarung «Basel II» mit sich bringen und wählte die Verfahren, welche für unsere Bank gelten. Ebenfalls verabschiedete der Rat verschiedene neue oder überarbeitete Weisungen. Unsere Bank verfügt über ein aktuelles und umfassendes Regelwerk. An der Strategietagung im Herbst reflektierte der Verwaltungsrat seine Tätigkeit im verflossenen Jahr und überarbeitete die Grundstrategie Die Gebiete, in welchen wir uns noch verbessern wollen, wurden festgelegt. Ein äusserst interessantes Referat von Herrn Prof. M. Pedergnana, Dozent an der Hochschule für Wirtschaft HSW Luzern, zeigte auf, wo aus externer Sicht die Schwergewichte der Zukunft für unsere Bank liegen können. Kompetenz, Qualität, Vertrauen, Flexibilität, Kontinuität und Glaubwürdigkeit sind die Grundpfeiler, auf denen wir unsere Geschäftspolitik weiterführen wollen. Dabei wollen wir uns gegenüber anderen Banken durch eine möglichst unkomplizierte Vorgehensweise und Entscheidfindung weiter differenzieren. Dadurch gewinnen wir mehr Zeit für eine individuelle, auf die einzelnen Kundinnen und Kunden zugeschnittene Beratung. Im Rahmen der Kündigung des Aktionärsbindungsvertrages mit dem RBA-Aktionärspool per Ende 2005, haben wir bereits letztes Jahr folgende Rückstellungen vorgenommen: CHF als mögliche Austrittsentschädigung (0,25% der Bilanzsumme) CHF als Verpflichtung gegenüber der RBA-Service. Demgegenüber haben wir auch bereits im Vorjahr die Aktien der RBA-Holding um CHF aufgewertet. Die elf austretenden Banken, welche die Austrittsentschädigungsforderung der RBA vor dem Schiedsgericht der Zürcher Handelskammer bestritten haben, trafen sich am 5. Juli 2005 mit der RBA-Holding vor dem Schiedsgericht zu einer Vergleichsverhandlung. Mit dem im Rahmen dieser Verhandlung abgeschlossen Vergleich, konnte das Verfahren erledigt werden. Somit ist die Trennung von der RBA- Holding auch für unsere Bank finanziell abgeschlossen. Nach dem Austritt aus der RBA-Holding hat sich unsere Bank zusammen mit zehn weiteren Banken zur Projektgruppe ESPRIT zusammengeschlossen, um gemeinsam die Migration auf eine neue IT-Plattform zu realisieren. Ende September konnte die Migration abgeschlossen werden. Die Projektkosten werden voraussichtlich um CHF 0,2 Mio. höher ausfallen als angenommen. Die Gesamtkosten von CHF 1,9 Mio. sind diesem Jahresabschluss vollständig belastet worden. Wir beabsichtigen, mit diesen Banken auch in Zukunft zusammen zu arbeiten und eine einfache Gesellschaft zu gründen. Wir sind überzeugt, dass die Zusammenarbeit als Netzwerk mit marktorientierter Philosophie, ohne kollektiven Zwang, erfolgsversprechend ist. Die einfache Gesellschaft bezweckt: die Sicherstellung und Optimierung der IT, weiterer bestehender Infrastrukturen und Partnerschaften die Ausnützung möglicher Synergien im operativen Bankgeschäft die Erarbeitung zusätzlicher Chancen und Vorteile für die Gesellschafter. Dabei gilt es, die neue Gesellschaft einfach, kostengünstig und flexibel zu gestalten, unter Wahrung der Unabhängigkeit und Eigenständigkeit der Gesellschafter.

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