Industriebuchführung mit Kosten- und Leistungsrechnung

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1 Manfred Deitermann, Dr. Siegfried Schmolke, Wolf-Dieter Rückwart, Prof. Dr. Susanne Stobbe, Björn Flader Industriebuchführung mit Kosten- und Leistungsrechnung IKR Einführung und Praxis 37. Auflage Bestellnummer 6921

2 V ORWORT Vorwort Das Lehrbuch entspricht weitgehend dem KMK-Rahmenlehrplan und berücksichtigt Lernziele und Lerninhalte der Industriefachklassen und Berufsfachschulen. Es enthält n die Finanzbuchhaltung der Industriebetriebe, n die betriebswirtschaftliche Auswertung des Jahresabschlusses und n die Kosten- und Leistungsrechnung. Die Finanzbuchhaltung wird auf der Grundlage des Industrie-Kontenrahmens (IKR) behandelt. Nach einer anschaulichen Einführung in die Buchführung erfolgt eine schrittweise Erarbeitung der Praxis der Finanzbuchhaltung nach Funktionsbereichen. Der Jahresabschluss berücksichtigt die verschiedenen Unternehmungsformen. Der Beleggeschäftsgang ist so gestaltet, dass er praxisnah sowohl konventionell als auch EDV-gestützt unter Einsatz einer entsprechenden Fibu-Software bearbeitet werden kann. Im Lehrbuch entsprechen die Buchungen der aktuellen Praxis einer EDV-gerechten Umsatzsteuerverprobung. Die Auswertung des Jahresabschlusses wird an einem praktischen Beispiel als sinnvolle Ergänzung der Finanzbuchhaltung dargestellt. Die Kosten- und Leistungsrechnung, die anhand durchgehender Situationen am Beispiel eines Modellunternehmens besonders anschaulich dargestellt wird, bildet ein in sich geschlossenes Kapitel des Lehrbuches. Es behandelt sowohl die Abgrenzungsrechnung und die Zweige der Vollkostenrechnung als auch die Grundlagen der Teilkostenrechnung (Deckungsbeitragsrechnung). Das Arbeitsheft (ISBN ) erleichtert dabei wesentlich die Schülerarbeit. Der Anhang des Lehrbuches enthält Aufgaben zur Wiederholung und Vertiefung, die wichtigsten handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften, das Sachregister sowie den Industrie-Kontenrahmen einschließlich der Gliederungsvorschriften des Jahresabschlusses mit wichtigen Erläuterungen. Vorwort zur 37. Auflage Die aktuelle Auflage berücksichtigt alle Aktualisierungen aus dem Handels- und dem Steuerrecht bis zum Frühjahr Außerdem wurden alle Texte auf sprachliche Verständlichkeit und Klarheit sowie Aktualität und inhaltliche Vollständigkeit überprüft. Manfred Deitermann Dr. Susanne Stobbe Wolf-Dieter Rückwart Björn Flader Druck: westermann druck GmbH, Braunschweig Bildungshaus Schulbuchverlage Westermann Schroedel Diesterweg Schöningh Winklers GmbH, Postfach 33 20, Braunschweig ISBN Copyright 2015: Bildungshaus Schulbuchverlage Westermann Schroedel Diesterweg Schöningh Winklers GmbH, Braunschweig Das Werk und seine Teile sind urheberrechtlich geschützt. Jede Nutzung in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen bedarf der vorherigen schriftlichen Einwilligung des Verlages. Hinweis zu 52 a UrhG: Weder das Werk noch seine Teile dürfen ohne eine solche Einwilligung eingescannt und in ein Netzwerk eingestellt werden. Dies gilt auch für Intranets von Schulen und sonstigen Bildungseinrichtungen

3 I NHALTSVERZEICHNIS A Einführung in die Industriebuchführung Notwendigkeit und Bedeutung der Buchführung Aufgaben der Buchführung Gesetzliche Grundlagen der Buchführung Ordnungsmäßigkeit der Buchführung 10 2 Inventur, Inventar und Bilanz Inventur Inventar Erfolgsermittlung durch Eigenkapitalvergleich Bilanz Buchen auf Bestandskonten Wertveränderungen in der Bilanz Auflösung der Bilanz in Bestandskonten Buchung von Geschäftsfällen und Abschluss der Bestandskonten Buchungssatz Einfacher Buchungssatz Zusammengesetzter Buchungssatz Eröffnungsbilanzkonto (EBK) und Schlussbilanzkonto (SBK) Buchen auf Erfolgskonten Aufwendungen und Erträge Gewinn- und Verlustkonto als Abschlusskonto der Erfolgskonten Einführung in die Abschreibung der Sachanlagen Ursachen, Buchung und Wirkung der Abschreibung Berechnung der Abschreibung Gewinn- und Verlustrechnung mit Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen Umsatzsteuer beim Einkauf und Verkauf Wesen der Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) Ermittlung der Zahllast aus Umsatzsteuer und Vorsteuer Die Umsatzsteuer ein durchlaufender Posten der Unternehmen Buchung der Umsatzsteuer im Einkaufs und Verkaufsbereich Buchung beim Einkauf von Rohstoffen u. a Buchung beim Verkauf von eigenen Erzeugnissen Vorsteuerabzug und Ermittlung der Zahllast Bilanzierung der Zahllast und des Vorsteuerüberhangs Privatentnahmen und Privateinlagen Privatkonto Unentgeltliche Entnahme von Gegenständen und sonstigen Leistungen Organisation der Buchführung Industrie-Kontenrahmen (IKR) Aufgaben und Aufbau des IKR Kontenrahmen und Kontenplan Die Belegorganisation Bedeutung und Arten der Belege Bearbeitung der Belege Die Bücher der Finanzbuchhaltung Das Grundbuch Das Hauptbuch Die Nebenbücher im Überblick Buchen mit Finanzbuchhaltungsprogrammen Finanzbuchhaltung in der betrieblichen Praxis Merkmale kommerzieller Finanzbuchhaltungssoftware Buchen der laufenden Geschäftsfälle Offene-Posten-Buchhaltung Einsatz der Finanzbuchhaltungssoftware Lexware Buchhalter Einsatz der Finanzbuchhaltungssoftware Sage New Classic Stammdatenpflege im Rahmen der Finanzbuchhaltung Beleggeschäftsgang computergestützt B Weiterführende Buchungen Buchungen im Personalbereich Löhne und Gehälter Vorschüsse, Sachleistungen und Sonderzuwendungen Buchungen im Beschaffungs- und Absatzbereich Sofortrabatte Bezugskosten Handelswaren Rücksendungen Nachlässe Nachträgliche Preisnachlässe im Beschaffungsbereich Nachträgliche Preisnachlässe im Absatzbereich

4 I NHALTSVERZEICHNIS 2.6 Nachlässe in Form von Skonti Liefererskonti Kundenskonti Buchung der Werkstoffeinkäufe auf Aufwandskonten der Klasse Buchungen im Sachanlagenbereich Anlagenbuchhaltung (Anlagenkartei) Anschaffung von Anlagegegenständen Ausscheiden von Anlagegütern Verkauf von Anlagegütern Entnahme von Anlagegütern Steuern des Unternehmens und des Unternehmers C Jahresabschluss Erfassung von Inventurdifferenzen Zeitliche Abgrenzung der Aufwendungen/Erträge Sonstige Forderungen und Sonstige Verbindlichkeiten Aktive und Passive Rechnungsabgrenzungsposten Rückstellungen Abschreibungen auf Sachanlagen Wertansätze der Anlagegüter in der Jahresbilanz Methoden der planmäßigen Abschreibung Lineare (gleich bleibende) Abschreibung Degressive Abschreibung (Buchwertabschreibung) Abschreibung nach Leistungseinheiten (Leistungsabschreibung) Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) Bewertung der Forderungen Einführung Einzelbewertung von Forderungen Direkte Abschreibung von uneinbringlichen Forderungen Einzelwertberichtigung (EWB) zweifelhafter Forderungen Pauschalwertberichtigung (PWB) der Forderungen Kombination von Einzel- und Pauschalbewertung Abschluss in der Hauptabschlussübersicht Jahresabschluss der Kapitalgesellschaften Publizitäts- und Prüfungspflicht Gliederung der Bilanz nach 266 HGB Ausweis des Eigenkapitals in der Bilanz Darstellung der Anlagenentwicklung im Anlagenspiegel Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung nach 275 HGB Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden zum Bilanzstichtag Notwendigkeit der Bewertung Wertmaßstäbe bei Vermögensgegenständen Bewertungsübersicht Bewertung des Anlagevermögens Bewertung des Umlaufvermögens Bewertung der Verbindlichkeiten D Auswertung des Jahresabschlusses Auswertung der Bilanz Aufbereitung der Bilanz (Bilanzanalyse) Beurteilung der Bilanz (Bilanzkritik) Beurteilung der Kapitalausstattung (Finanzierung) Beurteilung der Anlagenfinanzierung (Investierung) Beurteilung der Zahlungsfähigkeit (Liquidität) Beurteilung des Vermögensaufbaues (Vermögensstruktur) Auswertung der Erfolgsrechnung Beurteilung der Rentabilität Eigenkapitalrentabilität Umsatzrentabilität Umschlagskennzahlen Lagerumschlag der Werkstoffbestände Umschlag der Forderungen Kapitalumschlag Cashflow-Analyse Return on Investment (ROI-Analyse)

5 I NHALTSVERZEICHNIS E Kosten- und Leistungsrechnung (KLR) im Industriebetrieb Aufgaben und Grundbegriffe der KLR Zweikreissystem des Industrie- Kontenrahmens Aufgaben der Kosten- und Leistungsrechnung Grundbegriffe der Kosten- und Leistungsrechnung Einnahmen und Ausgaben Aufwendungen und Erträge Aufwendungen Kosten Erträge Leistungen Abgrenzungsrechnung Unternehmensbezogene Abgrenzungen Ergebnistabelle als Hilfsmittel der Abgrenzungsrechnung Erläuterungen zur Ergebnistabelle Kostenrechnerische Korrekturen Kostenrechnerische Korrekturen durch Kalkulatorische Kosten Aufgaben und Arten der Kalkulatorischen Kosten Kalkulatorische Abschreibungen Kalkulatorische Zinsen Kalkulatorischer Unternehmerlohn Kalkulatorische Wagnisse Kalkulatorische Miete Erstellung und Auswertung der endgültigen Ergebnistabelle Vorgehensweise bei der Erstellung der Ergebnistabelle Auswertung der Ergebnistabelle Kostenartenrechnung (KAR) Vollkostenrechnung im Mehrproduktunternehmen Kostenstellenrechnung in Betrieben mit Serienfertigung Gliederung des Unternehmens in Kostenstellen Betriebsabrechnungsbogen (BAB) als Hilfsmittel der Kostenstellenrechnung Ermittlung der Zuschlagssätze (Istzuschläge) Erweiterter Betriebsabrechnungsbogen Betriebsabrechnungsbogen mit mehreren Fertigungshauptstellen Mehrstufiger Betriebsabrechnungsbogen Maschinenstundensatzrechnung Grundlagen der Maschinenstundensatzrechnung Maschinenstundensatz Restgemeinkosten Maschinenplatz als Kostenstelle im BAB Kostenträgerstückrechnung Aufgaben und Arten der Kostenträgerstückrechnung Zuschlagskalkulation als Angebotskalkulation Zuschlagskalkulation als Nachkalkulation Divisionskalkulation Ein- und mehrstufige Divisionskalkulation Divisionskalkulation mit Äquivalenzziffern Kostenträgerzeit- und Ergebnisrechnung Kostenüberdeckung und Kostenunterdeckung Kostenträgerblatt (BAB II) Deckungsbeitragsrechnung als Teilkostenrechnung Vergleich zwischen Vollkosten- und Teilkostenrechnung Abhängigkeit der variablen Kosten von der Beschäftigung Abhängigkeit der fixen Kosten von der Beschäftigung Abhängigkeit der Mischkosten von der Beschäftigung Deckungsbeitragsrechnung als Kostenträgerrechnung Deckungsbeitragsrechnung als Kostenträgerstückrechnung Deckungsbeitragsrechnung als Kostenträgerzeitrechnung im Einproduktunternehmen Deckungsbeitragsrechnung als Kostenträgerzeitrechnung im Mehrproduktunternehmen Deckungsbeitragsrechnung als Grundlage für marktorientierte Entscheidungen Bestimmung der Preisuntergrenze Optimales Produktionsprogramm

6 I NHALTSVERZEICHNIS 8 Plankostenrechnung als Controlling-Instrument Grundlagen des Controllings Wesen der flexiblen Plankostenrechnung Planung der Einzel- und Gemeinkosten Bestimmung der Planbeschäftigung Festlegung der Planeinzelkosten aufgrund fester Verrechnungspreise Festlegung der variablen und fixen Plangemeinkosten Zuschlagskalkulation mit Plankostenverrechnungssätzen Soll-Kosten Soll-Ist-Kostenvergleich (Kostenkontrolle) Grundlagen der Prozesskostenrechnung Um welches Problem geht es? Lösungsansatz: Aufbau einer Prozesskostenrechnung Ermittlung der Teilprozesse über eine Tätigkeitsanalyse Bestimmung der Gemeinkosten für jeden Teilprozess Festlegung von Maßgrößen (= Kostentreibern) für Teilprozesse Errechnung der Prozesskostensätze Hauptprozesskostensätze als Grundlage der Prozesskostenkalkulation Beispiel einer Prozesskostenkalkulation F Aufgaben zur Wiederholung und Vertiefung G HGB-Bilanzrecht Wesentliche Änderungen des HGB-Bilanzrechts durch MicroBilG HGB-Rechnungslegungsvorschriften Sachregister Anhang: Industrie-Kontenrahmen (IKR) Gliederung der Jahresbilanz ( 266 HGB) Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung ( 275 HGB) Anmerkungen zum Jahresabschluss der Kapitalgesellschaften Steuerbuchungen (Überblick)

7 N OTWENDIGKEIT UND BEDEUTUNG DER BUCHFÜHRUNG A A Einführung in die Industriebuchführung 1 Notwendigkeit und Bedeutung der Buchführung 1.1 Aufgaben der Buchführung Aufgabe des Industriebetriebes ist es, Güter herzustellen und sie an einen weiterverarbeitenden Betrieb oder an den Handel zu verkaufen. Diese Aufgabenstellung hat typische industrielle Tätigkeiten (Funktionen) herausgebildet. Aufgabenbereiche des Industriebetriebes In einem Holzverarbeitungsbetrieb werden Tischplatten aus Pressspan hergestellt. Pressspan wird in Tafeln von 2 x 3 m Größe fertig gekauft, im Werk gesägt, kunststoffbeschichtet oder mit verschiedenen Holzarten furniert, lackiert sowie umleimt. Die fertigen Tischplatten werden an ein Montagewerk zur Herstellung der Tische verkauft. Beispiel Das Beispiel zeigt, dass zunächst die für die Herstellung der Tischplatten erforderlichen Maschinen, Werkzeuge und Werkstoffe (Pressspan, Furnierholz, Kunststoff, Lack, Leim) beschafft werden müssen. Alle mit dem Einkauf verbundenen Tätigkeiten fassen wir unter dem Begriff Beschaffung zusammen. Beschaffung Im Fertigungsprozess werden die eingekauften Werkstoffe durch Arbeiter mithilfe von Maschinen (Säge, Hobelmaschine, Furnierpresse, Spritzgerät usw.) zu fertigen Tischplatten verarbeitet. Wir bezeichnen alle mit der Herstellung eines Gutes verbundenen Tätigkeiten als Fertigung. Fertigung Die weitere Aufgabe des Industriebetriebes besteht darin, die fertigen Tischplatten an das Montagewerk zu verkaufen. Alle Tätigkeiten, die mit dem Verkauf eines Gutes zusammenhängen, bezeichnen wir als Absatz. Absatz In jedem Industriebetrieb lassen sich die dort anfallenden Tätigkeiten insbesondere den folgenden drei Bereichen zuordnen: Beschaffung, Fertigung, Absatz. Die vielfältigen Tätigkeiten im Industriebetrieb führen zu Geschäftsfällen. So ergibt sich z. B. aus der Tätigkeit Kaufvertrag mit dem Lieferer schließen später der Geschäftsfall Einkauf von Werkstoffen. Buchführung Jedem Geschäftsfall liegt ein Beleg zugrunde. Der Beleg für den Vorgang Einkauf von Werkstoffen ist die Rechnung des Lieferers (Eingangsrechnung). Im Folgenden sind einige typische Geschäftsfälle mit ihren Belegen aufgeführt. Bereich Geschäftsfall Beleg Beschaffung Einkauf von Spanplatten Eingangsrechnung Fertigung Verbrauch von Spanplatten Materialentnahmeschein Absatz Verkauf von fertigen Erzeugnissen Ausgangsrechnung Ohne Aufzeichnung der Geschäftsfälle würde der Unternehmer in kürzester Zeit den Überblick über sein Unternehmen völlig verlieren. Außerdem fehlte ihm dann die notwendige rechnerische Grundlage für seine Vorhaben und Entscheidungen

8 A E INFÜHRUNG IN DIE INDUSTRIEBUCHFÜHRUNG Geschieht diese Aufzeichnung planmäßig und ordnungsgemäß, also nach sachlichen Gesichtspunkten geordnet und lückenlos, so bezeichnet man sie als Buchführung. Die Buchführung ist die sachlich geordnete und lückenlose Aufzeichnung aller Geschäftsfälle eines Unternehmens aufgrund von Belegen. Die Buchführung im Industriebetrieb erfüllt wichtige Aufgaben: n Sie stellt den Stand des Vermögens und der Schulden fest. n Sie zeichnet alle Veränderungen der Vermögens- und Schuldenwerte lückenlos, planmäßig und sachlich geordnet auf. n Sie ermittelt den Erfolg des Unternehmens, also den Gewinn oder den Verlust, indem sie alle Aufwendungen (Werteverzehr) und Erträge (Wertezuwachs) einzeln erfasst. n Sie liefert die Zahlen für die Preisberechnung (Kalkulation) der Erzeugnisse. n Sie stellt Zahlen für innerbetriebliche Kontrollen zur Verfügung, die der Steigerung der Wirtschaftlichkeit dienen. n Sie ist die Grundlage zur Berechnung der Steuern. n Sie ist wichtiges Beweismittel bei Rechtsstreitigkeiten mit Kunden, Lieferern, Banken, Behörden (Finanzamt, Gerichte) u. a. Aus der Aufzählung der Aufgaben geht hervor, dass die Buchführung für jeden Kaufmann von großer Bedeutung ist. Im Industriebetrieb hat die Buchführung insbesondere auch die Vorgänge zahlenmäßig zu erfassen, die mit der eigentlichen betrieblichen Tätigkeit im Zusammenhang stehen, also Beschaffung von Werkstoffen u. a., Herstellung und Absatz der Erzeugnisse. Sie liefert damit weitgehend auch das Zahlenmaterial zur Errechnung des betrieblichen Erfolges (= Betriebsgewinn oder Betriebsverlust), indem sie alle Aufwendungen, die der Herstellung und dem Absatz der Erzeugnisse dienen, sowie die Erlöse aus dem Verkauf der Erzeugnisse (Umsatzerlöse) genau aufzeichnet. Buchführungspflicht 238 [1] HGB, 140 AO n Die Buchführung liefert auch die Zahlen für die übrigen Bereiche des industriellen Rechnungswesens: Kosten- und Leistungsrechnung, Statistik und Planung. n Die Buchführung bildet somit die Grundlage des gesamten betrieblichen Rechnungswesens. 1.2 Gesetzliche Grundlagen der Buchführung Die Buchführung erfasst aufgrund von Belegen alle Ausgaben und Einnahmen, Aufwendungen und Erträge des Unternehmens, ermittelt daraus den Gewinn oder Verlust des Geschäftsjahres und schafft damit wichtige Grundlagen für unternehmerische Entscheidungen und die zu zahlenden Steuern. Eine ordnungsmäßige Buchführung dient zugleich der Information und dem Schutz der Gläubiger des Unternehmens. Das Handelsgesetzbuch ( 238 [1] HGB) und die Abgabenordnung ( 140 AO) verpflichten daher den Kaufmann zur Buchführung, Jeder Kaufmann ist verpflichtet, Bücher zu führen und in diesen seine Handelsgeschäfte und die Lage seines Vermögens nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung ersichtlich zu machen. ( 238 [1] HGB) 241a HGB Die Vorschriften zur Buchführungspflicht betreffen den Kaufmann, der im Handelsregister eingetragen ist. Befreit von der Buchführungspflicht des 238 [1] HGB sind Einzelkaufleute (e. K., e. Kfm., e. Kffr.), die in zwei aufeinander folgenden Geschäftsjahren nicht mehr als ,00 Jahresumsatz und nicht mehr als ,00 Jahresgewinn erzielen ( 241a HGB). Sie dürfen den Gewinn bzw. Verlust des Geschäftsjahres durch einfache Einnahmenüberschussrechnung (Betriebseinnahmen Betriebsausgaben) ermitteln

9 N OTWENDIGKEIT UND BEDEUTUNG DER BUCHFÜHRUNG A Neben der o. g. steuerrechtlichen Buchführungspflicht nach 140 AO sind nach 141 AO auch Nichtkaufleute (Handwerker, Landwirte u. a.) zur Buchführung verpflichtet, wenn deren Jahresumsatz ,00 oder Jahresgewinn ,00 einmalig übersteigt. n Im Handelsregister eingetragene Einzelkaufleute, Personengesellschaften (OHG, KG) 1 und Kapitalgesellschaften (AG, KGaA, GmbH) 2 unterliegen der Buchführungspflicht nach 238 [1] HGB und 140 AO. n Die Schwellenwerte Jahresumsatz und/oder Jahresgewinn sind nach 241a HGB und 141 AO von besonderer Bedeutung. 141 AO Die handelsrechtlichen Vorschriften über die Buchführung und den Jahresabschluss enthält das Dritte Buch im Handelsgesetzbuch in sechs Abschnitten: n Der 1. Abschnitt ( HGB) 3 enthält Vorschriften, die auf alle Kaufleute anzuwenden sind. Zu diesen grundlegenden Vorschriften zählen die Buchführungspflicht, die Führung von Handelsbüchern, das Inventar, die Pflicht zur Aufstellung des Jahresabschlusses (Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung), die Bewertung der Vermögensteile und Schulden sowie die Aufbewahrung von Buchführungsunterlagen u. a. m. n Der 2. Abschnitt ( b HGB) 3 beinhaltet ergänzende Vorschriften für Kapitalgesellschaften und haftungsbeschränkte Personenhandelsgesellschaften 4, insbesondere über die Gliederung, Prüfung und Veröffentlichung des Jahresabschlusses. n Der 3. Abschnitt ( HGB) enthält ergänzende Vorschriftenfür eingetragenegenossenschaften. n Der 4. Abschnitt ( p HGB) umfasst ergänzende Vorschriften für Unternehmen bestimmter Geschäftszweige (Banken, Versicherungen u. a.). n Der 5. und 6. Abschnitt ( e HGB) beinhaltet Vorschriften über die Anerkennung und die Aufgaben privater Institutionen der Rechnungslegung. Rechnungslegungsvorschriften nach HGB Rechtsformspezifische Vorschriften der jeweiligen Unternehmensform sind im Aktiengesetz (AktG), GmbH-Gesetz (GmbHG) und Genossenschaftsgesetz (GenG) enthalten. Steuerrechtliche Vorschriften über die Buchführung enthalten die Abgabenordnung (AO), das Einkommensteuergesetz (EStG), Körperschaftsteuergesetz (KStG), Umsatzsteuergesetz (UStG) sowie die entsprechenden Durchführungsverordnungen (EStDV, KStDV, UStDV), Richtlinien (EStR, KStR) und Erlasse (z. B. UStAE 5 ). Rechtsformspezifische Vorschriften Steuerrechtliche Vorschriften Die grundlegenden handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften für alle Unternehmen enthält das Handelsgesetzbuch. 1. Nennen Sie mindestens drei wichtige Aufgaben der Buchführung. 2. Nennen Sie die eigentlichen Aufgaben eines Industriebetriebes. 3. Worin unterscheiden sich im Wesentlichen Industrie- und Handelsbetriebe? 4. Nennen Sie mindestens vier Geschäftsfälle mit den zugehörigen Belegen. 5. Aus welchen Bereichen besteht das industrielle Rechnungswesen? 6. Welche Bedeutung hat die Buchführung für die übrigen Bereiche des Rechnungswesens? 1. Erläutern Sie die Buchführungspflicht nach Handels- und Steuerrecht. 2. Stellen Sie fest, ob der Schlossermeister Schneider buchführungspflichtig ist, wenn er im Geschäftsjahr.. bei einem Umsatz von ,00 einen Gewinn von ,00 erzielt. Aufgabe 1 Aufgabe 2 1 Offene Handelsgesellschaft, Kommanditgesellschaft 3 Siehe HGB-Rechnungslegungsvorschriften, S. 331 ff. 2 Aktiengesellschaft, Kommanditgesellschaft auf Aktien, 4 Z. B. GmbH & Co. KG Gesellschaft mit beschränkter Haftung 5 Umsatzsteueranwendungserlass

10 A E INFÜHRUNG IN DIE INDUSTRIEBUCHFÜHRUNG Ordnungsgemäße Buchführung GoB Quellen der GoB Aufgabe der GoB 1.3 Ordnungsmäßigkeit der Buchführung Die Buchführung gilt als ordnungsgemäß, wenn sie so beschaffen ist, dass sie einem sachverständigen Dritten (Steuerberater, Betriebsprüfer des Finanzamtes) in angemessener Zeit einen Überblick über die Geschäftsfälle und Lage des Unternehmens vermitteln kann ( 238 HGB, 145 AO). Die Buchführung muss deshalb allgemein anerkannten und sachgerechten Normen entsprechen, und zwar den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB). Quellen der GoB sind vor allem Wissenschaft und Praxis, die Rechtsprechung sowie Empfehlungen der Wirtschaftsverbände. Zahlreiche Grundsätze haben ihren Niederschlag in handelsund steuerrechtlichen Vorschriften gefunden. Aufgabe der GoB ist es, Unternehmenseigner sowie Gläubiger des Unternehmens vor falschen Informationen und Verlusten zu schützen. Die wichtigsten Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) n Die Buchführung muss klar und übersichtlich sein. Sachgerechte und überschaubare Organisation der Buchführung Übersichtliche Gliederung des Jahresabschlusses ( 243 [2], 266, 275 HGB) Keine Verrechnung zwischen Vermögenswerten und Schulden sowie zwischen Aufwendungen und Erträgen ( 246 [2] HGB) Buchungen dürfen nicht unleserlich gemacht werden ( 239 [3] HGB). n Ordnungsmäßige Erfassung aller Geschäftsfälle. Die Geschäftsfälle sind fortlaufend und vollständig, richtig und zeitgerecht sowie sachlich geordnet zu buchen, damit sie leicht überprüfbar sind ( 238 [1], 239 [2] HGB). Kasseneinnahmen und -ausgaben sind täglich aufzuzeichnen ( 146 [1] AO). n Keine Buchung ohne Beleg! Sämtliche Buchungen müssen anhand der Belege jederzeit nachprüfbar sein. Die Belege müssen fortlaufend nummeriert und geordnet aufbewahrt werden ( 257 [1] HGB). n Ordnungsmäßige Aufbewahrung der Buchführungsunterlagen. Alle Buchungsbelege, Buchungsprogramme, Konten, Bücher, Inventare, Eröffnungsbilanzen sowie Jahresabschlüsse einschließlich Anhang und Lagebericht sind zehn Jahre geordnet aufzubewahren ( 257 [4] HGB, 147 [3] AO). Mit Ausnahme der Eröffnungsbilanz und des Jahresabschlusses können alle Buchführungsunterlagen auf einem Bildträger (Mikrofilm) oder auf einem anderen Datenträger (CD-ROM, DVD u. a.) aufbewahrt werden. n Grundsätze ordnungsmäßiger DV-gestützter Buchführungssysteme (GoBS 1 ): Die gespeicherten Daten müssen jederzeit durch Bildschirm oder Ausdruck lesbar zu machen sein ( 239, 257 [3] HGB, 147 AO). Nur eine ordnungsmäßige Buchführung besitzt Beweiskraft ( 258 f. HGB). Verstöße gegen die GoB Verstöße gegen die GoB sowie die handels- und steuerrechtlichen Vorschriften können eine Schätzung der Besteuerungsgrundlagen (Umsatz, Gewinn) durch die Finanzbehörden zur Folge haben ( 162 AO). Mit Freiheitsstrafe oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer Jahresabschlüsse unrichtig wiedergibt oder verschleiert ( 331 HGB, 370 AO). Im Insolvenzfall können Verstöße gegen die GoB Strafverfolgung (Freiheitsstrafe) nach sich ziehen ( 283 Strafgesetzbuch). 1 Siehe auch S

11 B UCHUNGEN IM PERSONALBEREICH B B Weiterführende Buchungen 1 Buchungen im Personalbereich 1.1 Löhne und Gehälter Als Entgelt für ihre Arbeitsleistung erhalten Arbeiter Löhne, Angestellte Gehälter. Löhne und Gehälter sind für den Arbeitnehmer Einkommen, für den Arbeitgeber Kosten der Leistungserstellung (Personalkosten). Der Arbeitgeber ist aufgrund gesetzlicher Vorschriften verpflichtet vom Bruttoverdienst des Arbeitnehmers Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, ggf. Kirchensteuer und Sozialversicherungsbeiträge einzubehalten und an das Finanzamt bzw. die gesetzliche Krankenkasse abzuführen. Ausgezahlt wird der Nettoverdienst. Personalaufwand Abzüge vom Bruttoverdienst Bruttolohn/-gehalt Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer Arbeitnehmeranteil zur Sozialversicherung (Kranken-, Pflege-, Renten-, Arbeitslosenvers.) = Nettolohn/-gehalt Für die Ermittlung der abzuführenden Steuern benötigt der Arbeitgeber die Elektronischen LohnSteuerAbzugsMerkmale (ELStAM) seines Arbeitnehmers, also z. B. die Steuerklasse, Anzahl der Kinder, Höhe der Freibeträge und Religionszugehörigkeit. ELStAM Einteilung in Steuerklassen 1 I: Ledige, verwitwete, geschiedene sowie verheiratete Arbeitnehmer, die dauernd getrennt leben. II: Arbeitnehmer der Steuerklasse I mit mindestens einem Kind. III: Verheiratete Arbeitnehmer, die nicht dauernd getrennt leben und deren Ehepartner keinen Arbeitslohn beziehen oder auf gemeinsamen Antrag in Steuerklasse V eingestuft werden. IV: Verheiratete, die beide Arbeitslohn beziehen und nicht dauernd getrennt leben. V: Arbeitnehmer der Steuerklasse IV, wenn einer der Ehegatten auf gemeinsamen Antrag in die Steuerklasse III eingestuft wird. VI: Arbeitnehmer, die Arbeitslohn von mehreren Arbeitgebern beziehen, für den Steuerabzug aus dem zweiten und weiteren Dienstverhältnissen. Der Kirchensteuersatz beträgt in Baden-Württemberg und Bayern 8 %, in den übrigen Bundesländern 9 % der Lohnsteuer. Die Sozialversicherungsbeiträge werden vom Bruttoverdienst berechnet: Versicherungszweig Beitragssatz in % 2 Beitragsbemessungsgrenze 2 n Krankenversicherung (KV) n Pflegeversicherung (PV) n Rentenversicherung (RV) n Arbeitslosenversicherung (AV) 14,6 % 2,35 % 18,7 % 3,0 % 4.125,00 monatlich 4.125,00 monatlich 6.050,00 monatlich 6.050,00 monatlich Die o. g. Sozialversicherungsbeiträge werden unter Beachtung der Beitragsbemessungsgrenzen vom Bruttoarbeitsentgelt berechnet und vom Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu gleichen Teilen getragen. 3,4 Ab dem 1. Januar 2015 können die Krankenkassen zusätzlich einkommensabhängige Zusatzbeiträge erheben, die vom Arbeitnehmer zu leisten sind. Kinderlose Arbeitnehmer zwischen 23 und 64 Jahren zahlen außerdem einen um 0,25 % erhöhten Beitrag zur Pflegeversicherung. n Die Sozialversicherungsbeiträge werden mit wenigen Ausnahmen, z. B. bei den Zuschlägen für Kranken- und Pflegeversicherung, je zur Hälfte vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen. Sechs Steuerklassen Kirchensteuer Sozialversicherungsbeiträge Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung/Zuschlag zur Pflegeversicherung 1 Die Klassifizierung von Verheirateten ist auch auf eingetragene Lebenspartnerschaften anzuwenden. 2 Stand In den neuen Bundesländern beträgt die Bemessungsgrenze für die Renten- und Arbeitslosenversicherung zz ,00. 3 Siehe dazu ausführliche Darstellung in Schmolke/Deitermann, Industrielles Rechnungswesen IKR, Winklers, Braunschweig 2015, Kapitel C, In Sachsen wird die Pflegeversicherung von 2,35 % zu 1,675 % vom Arbeitnehmer und zu 0,675 % vom Arbeitgeber getragen

12 B W EITERFÜHRENDE BUCHUNGEN Bruttolöhne und Bruttogehälter werden monatlich erfasst im Soll der Aufwandskonten 6200 Löhne und 6300 Gehälter. Die einbehaltenen Steuerabzüge (Lohn- und Kirchensteuer, Solidaritätszuschlag) werden als Sonstige Verbindlichkeit gegenüber Finanzbehörden auf dem Konto 4830 FB-Verbindlichkeiten erfasst und bis zum 10. des Folgemonats an das Finanzamt 1 überwiesen. Der einzubehaltende Arbeitnehmeranteil zur SV wird mit dem Arbeitgeberanteil der Krankenkasse vorzeitig gemeldet und von dieser spätestens bis zum drittletzten Bankarbeitstag des laufenden Monats durch Bankeinzug vereinnahmt. Diese Vorauszahlung wird auf dem Konto 2640 SV-Vorauszahlung erfasst und bei der Buchung der Gehälter bzw. Löhne und des Arbeitgeberanteils jeweils verrechnet. Der Arbeitgeberanteil zur SV wird als zusätzlicher Aufwand gesondert auf dem Konto 6400 Arbeitgeberanteil zur SV gebucht und auf dem Verrechnungskonto 2640 SV-Vorauszahlung gegengebucht. Kindergeld Beispiel Das Kindergeld wird von der Familienkasse der Agentur für Arbeit ausgezahlt. Es beträgt für das erste und das zweite Kind je 184,00, für das dritte Kind 190,00 und für jedes weitere Kind je 215,00 2. Auszug aus der Gehaltsliste Monat August: Gehaltsabrechnung Herbert Till Name Abzüge LSt SolZ KiSt Steuerabzüge SV 3 Steuerklasse Bruttogehalt Gesamtabzüge Nettogehalt (Ausz.) Till, H. III/1, ,00 267,00 0,00 11,34 278,34 654,28 932, ,38 SV-Meldung an die Krankenkasse: 654,28 AN-Anteil + 625,17 AG-Anteil SV-Bankeinzug der Krankenkasse: 1.279,45 Buchung des Bankeinzugs der SV-Beiträge: W 2640 SV-Vorauszahlung an 2800 Bank ,45 Buchung bei Gehaltszahlung: X 6300 Gehälter ,00 an 4830 FB-Verbindlichkeiten ,34 an 2640 SV-Vorauszahlung ,28 an 2800 Bank ,38 Buchung des Arbeitgeberanteils zur Sozialversicherung: Y 6400 AG-Anteil zur SV an 2640 SV-Vorauszahlung ,17 Überweisung der einbehaltenen und noch abzuführenden Steuerabzüge: Z 4830 FB-Verbindlichkeiten an 2800 Bank ,34 S 6300 Gehälter H X 3.235,00 S 6400 Arbeitgeberanteil zur Sozialvers. H Y 625,17 Bruttogehalt ,00 + Arbeitgeberanteil SV ,17 = Personalkosten ,17 S 4830 FB-Verbindlichkeiten H Z 278,34 X 278,34 S 2640 SV-Vorauszahlung H W 1.279,45 X 654,28 Y 625,17 S 2800 Bank H W 1.279,45 X 2.302,38 Z 278,34 1 Monatliche Zahlung erfolgt nur bei einer Vorjahreslohnsteuer von mehr als 4.000,00, was in den folgenden Aufgaben unterstellt wird. 2 Stand Der Zusatzbeitrag zur Krankenkasse beträgt 0,9 %

13 B UCHUNGEN IM PERSONALBEREICH B 1.2 Vorschüsse, Sachleistungen und Sonderzuwendungen Vorschüsse sind Darlehen, die Arbeitnehmern kurzfristig gewährt und bei späteren Lohn- und Gehaltszahlungen verrechnet werden. Sie werden gebucht auf dem Konto 2650 Forderungen an Mitarbeiter. Der Angestellte Herbert Till (vgl. S. 108) erhält einen Gehaltsvorschuss: 300,00 bar. Buchung: 2650 Forderungen an Mitarbeiter... an 2880 Kasse ,00 Verrechnung des Vorschusses bei der nächsten Gehaltszahlung: Buchung 1 : 6300 Gehälter ,00 an 2650 Forderungen an Mitarbeiter ,00 an 4830 FB-Verbindlichkeiten ,34 an 2640 SV-Vorauszahlung ,28 an 2800 Bank ,38 Sachleistungen an die Arbeitnehmer (Erzeugnisse, Waren, Werkswohnung) werden ebenfalls mit dem Gehalt verrechnet. So ist z. B. die Miete des Arbeitnehmers für eine Werkswohnung auf dem Konto 5400 Mieterträge zu buchen. Die Miete für die Werkswohnung des Angestellten Till beträgt 250,00 und wird mit dem Gehalt verrechnet. Buchung 1 : 6300 Gehälter ,00 an 5400 Mieterträge ,00 an 4830 FB-Verbindlichkeiten ,34 an 2640 SV-Vorauszahlung ,28 an 2800 Bank ,38 Vorschüsse Beispiel Verrechnung des Vorschusses Sachleistungen Beispiel Sonderzuwendungen können lohnsteuerpflichtig oder lohnsteuerfrei sein: n Steuerpflichtige Sonderzuwendungen werden meist aufgrund tariflicher oder vertraglicher Vereinbarung gezahlt, wie z. B. Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Gratifikationen, vermögenswirksame Leistung, Jubiläumszuwendungen, Heirats-, Geburtsbeihilfen, sonstige Beihilfen. Sie gelten als Ertrag der Arbeitsleistung des Arbeitnehmers und werden entweder direkt auf dem Konto 6200 Löhne bzw Gehälter oder auf Sonderkonten der Kontengruppen (siehe Kontenrahmen) gebucht. n Zuwendungen des Arbeitgebers zu Firmenjubiläen, Betriebsveranstaltungen sowie zu betrieblichen Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen liegen im eigenbetrieblichen Interesse und gehören deshalb in der Regel nicht zu den steuerpflichtigen sonstigen Bezügen. Steuerpflichtige Sonderzuwendungen Steuerfreie Sonderzuwendungen W Der 25-jährige ledige Arbeiter Krause (St.-Kl. I/0) erhält im Juli zu seinem laufenden Lohn in Höhe von 1.760,00 eine Erholungsbeihilfe von 200,00. Abzüge: 226,22 LSt/SolZ/KiSt + 397,39 Sozialversicherung (Zusatzbeitrag KV 0,7 %). X Der Angestellte Seifert erhält eine Heiratsbeihilfe: 300,00 bar. Y Zuschuss des Betriebes für eine Betriebsfeier: 1.500,00 bar. Buchungen 1 : W 6200 Löhne ,00 an 4830 FB-Verbindlichkeiten ,22 an 2640 SV-Vorauszahlung ,39 an 2800 Bank ,39 X 6300 Gehälter an 2880 Kasse ,00 Y 6495 Sonstige soziale Aufwendungen an 2880 Kasse ,00 Beispiele Die aufgrund von Lohn- und Gehaltspfändungen einbehaltenen Beträge werden auf der Habenseite des Kontos 4890 übrige sonstige Verbindlichkeiten gebucht. 1 SV-Bankeinzug und Verrechnung eines Arbeitgeberanteils zur SV werden vorausgesetzt. 2 oder: 6490 Aufwendungen für Unterstützung

14 I NVENTURDIFFERENZEN C C Jahresabschluss 1 Erfassung von Inventurdifferenzen Nach den handelsrechtlichen Vorschriften ist für den Schluss des Geschäftsjahres der Jahresabschluss aufzustellen. Bei Einzelunternehmen (e. K., e. Kfm., e. Kffr.; Befreiung 241a HGB; siehe S. 8) und Personengesellschaften (OHG, KG) besteht der Jahresabschluss aus der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ( 242 [3] HGB). Kapitalgesellschaften (AG, KGaA, GmbH) und bestimmte Personengesellschaften (z. B. GmbH & Co. KG; 264a HGB) haben den Jahresabschluss um einen Anhang zu erweitern, der mit der Bilanz und der Gewinnund Verlustrechnung eine Einheit bildet ( 264 [1] HGB). Kleinstkapitalgesellschaften ( 267a HGB) sind von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Anhangs befreit, wenn sie bestimmte Angaben unter der Bilanz machen ( 264 [1] S. 5 HGB). Wichtigstes Ziel des Jahresabschlusses ist es, die Unternehmenseigner und ggf. Behörden, Gläubiger, Wirtschaftsjournalisten u. a. über die tatsächliche Vermögens-,Finanz- und Ertragslage zu informieren. Darüber hinaus dient der Jahresabschluss, der in der Regel in den ersten drei Monaten des folgenden Geschäftsjahres aufzustellen ist, insbesondere als Grundlage der Gewinnverwendung und Steuerermittlung. Die Inventur der Vermögensteile und Schulden ist die wichtigste Voraussetzung zur Erstellung des Jahresabschlusses (s. S. 11). Sie dient vor allem dem Abgleich der Soll- bzw. Buchbestände der Finanzbuchhaltung mit den Istbeständen der körperlichen und buchmäßigen Inventur, um in Bestandskonten etwaige Inventurdifferenzen sowie deren Ursachen zu ermitteln und durch entsprechende Buchungen zu berichtigen. Inventurdifferenzen zwischen Soll- und Istbeständen entstehen vor allem durch Bestandteile des Jahresabschlusses Ziel des Jahresabschlusses n Buchungsfehler: n Nicht erfasste Wertveränderungen: Buchungen auf falschen Konten, Doppelbuchungen Schwund, Diebstahl, nicht gebuchte Belege, nicht gebuchte Abschreibungen bei Anlagen und Forderungen, Nichtbeachtung des Niederstwertprinzips 1 bei Lagervorräten, Nichtbeachtung des Höchstwertprinzips bei Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (vgl. 256a HGB). Inventurdifferenzen, die sich in den Bestandskonten nach Buchung des Inventurschlussbestandes ergeben, bedingen entsprechende Berichtigungsbuchungen. Buchungsfehler werden u. a. durch Rückbuchung (Stornierung), Neu-, Nach- oder Umbuchung korrigiert. Mengen- und Wertminderungen sind auf den betreffenden Aufwands- und Bestandskonten zu erfassen. So sind Werkstoffminderungen im jeweiligen Werkstoffaufwands- und Werkstoffbestandskonto zu buchen. Nach den Berichtigungsbuchungen entsprechen die Bestandskonten der Inventur. Berichtigungsbuchungen Eine Betriebsstoffrechnung über ,00 netto ,00 USt = ,00 wurde lt. Abgleichprotokoll bestandsorientiert irrtümlich auf dem Konto 2000 Rohstoffe gebucht. Buchung bei Rechnungseingang: W 2000 Rohstoffe , Vorsteuer ,00 an 4400 Verbindlichkeiten a. LL ,00 Stornierung: X 4400 Verbindlichkeiten a. LL ,00 an 2000 Rohstoffe ,00 an 2600 Vorsteuer ,00 Beispiel 1 1 Zum Bilanzstichtag ist das Vorratsvermögen zum niedrigsten Tageswert anzusetzen (Niederstwertprinzip). Siehe auch S. 184 ff

15 C J AHRESABSCHLUSS Beispiel 1 Fortsetzung Vollständige Neubuchung: Y 2030 Betriebsstoffe , Vorsteuer ,00 an 4400 Verbindlichkeiten a. LL ,00 Stornierung durch einfache Umbuchung: Z 2030 Betriebsstoffe ,00 an 2000 Rohstoffe ,00 Beispiel 2 Das Kassenkonto der Papierwerke GmbH weist zum 31. Dez. im Soll eine Summe von 5.850,00 und im Haben 4.400,00 aus. Der Sollbestand beträgt somit 1.450,00. Das Kassenprotokoll weist das Ergebnis der körperlichen Inventur des Kassenkontos aus: 1.250,00 Istbestand. Nach Buchung des Inventurschlussbestandes ergibt sich im Kassenkonto ein Fehlbetrag von 200,00, der lt. Nachprüfung auf eine nicht gebuchte Privatentnahme zurückzuführen ist. Buchung des Inventurbestandes: W 8010 Schlussbilanzkonto an 2880 Kasse ,00 Berichtigungsbuchung: X 3001 Privatkonto an 2880 Kasse ,00 S 2880 Kasse H 5.850, ,00 W ,00 X ,00 S 8010 Schlussbilanzkonto H W ,00 S 3001 Privatkonto H X ,00 n Der Jahresabschluss bedarf einer sorgfältigen Planung und Organisation und sollte in der Regel in den ersten drei Monaten des Folgejahres erstellt werden. n Der Abgleich der Sollbestände der Finanzbuchhaltung mit den Istbeständen der Inventur führt u. U. zu Berichtigungsbuchungen auf den entsprechenden Bestands- und Erfolgskonten. Aufgabe Das Kassenkonto weist zum 31. Dez. im Soll ,00 und im Haben ,00 aus. Die Inventur ergab einen Istbestand von a) 232,00 und b) 406,00. Richten Sie für die Fälle a) und b) jeweils die Konten 2880, 8010, 5430 bzw ein. Buchen Sie zuerst den Schlussbestand lt. Inventur für die Fälle a) und b) und ermitteln und buchen Sie danach jeweils die Abweichung. Die Abweichungsursachen konnten nicht geklärt werden. Buchen Sie auf Konten und nennen Sie alle Buchungssätze. 2. Das Konto 2000 Rohstoffe weist zum 31. Dez. im Soll ,00 und im Haben ,00 aus. Die Inventur ergab einen Istbestand von a) ,00 und b) ,00. Richten Sie für a) die Konten 2000, 6000 und 8010 ein und für b) zusätzlich Die Abweichung bei a) ist auf einen nicht gebuchten Materialentnahmeschein zurückzuführen. Im Fall b) handelt es sich um eine irrtümlich auf dem Konto 2020 gebuchte Rohstofflieferung (bestandsrechnerisches Verfahren). Nennen Sie die Buchungssätze und buchen Sie auf Konten. 3. Nennen Sie mögliche Ursachen für a) Kassendifferenzen und b) Abweichungen in Lagerbeständen. 4. Wie lauten die Buchungen im o. g. Beispiel 1 (siehe Vorseite) bei aufwandsorientierter Buchung der Betriebsstoffeinkäufe? Notwendigkeit der periodengerechten Erfolgsermittlung 2 Zeitliche Abgrenzung der Aufwendungen/Erträge Bisher haben wir Aufwendungen und Erträge in der Periode gebucht, in der sie gezahlt wurden. Würde man die Dezembermiete, die erst im Januar des neuen Geschäftsjahres von uns überwiesen wird, auch erst im neuen Jahr als Aufwand buchen, würde der Erfolg sowohl des alten als auch des neuen Geschäftsjahres falsch ausgewiesen. Will man den Jahreserfolg zeitraumrichtig

16 P ERIODENGERECHTE ABGRENZUNGEN C ermitteln, ist es erforderlich, Aufwendungen und Erträge dem Geschäftsjahr zuzuordnen, zu dem sie wirtschaftlich gehören, und zwar unabhängig vom Zeitpunkt ihrer Ausgabe bzw. Einnahme. Nur so kann ein periodengerechter Erfolg des Geschäftsjahres ermittelt werden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahrs sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss zu berücksichtigen ( 252 [1] Nr. 5 HGB). 2.1 Sonstige Forderungen und Sonstige Verbindlichkeiten Wenn Aufwendungen und Erträge des alten Geschäftsjahres erst im neuen Jahr zu Ausgaben bzw. Einnahmen führen, müssen sie zum Jahresschluss erfasst werden als Sonstige Verbindlichkeiten (Konto 4890) bzw. Sonstige Forderungen (Konto 2690). Diese Posten bezeichnet man als antizipative Posten (lat. anticipere = vorwegnehmen) Die Lagermiete für Dezember überweisen wir erst im Januar nächsten Jahres: 1.500,00. Die Dezembermiete ist Aufwand des alten Jahres, der erst im neuen Jahr zu einer Ausgabe führt. Aus Gründen einer periodengerechten Erfolgsermittlung ist sie noch in der GuV-Rechnung des alten Jahres zu erfassen und zugleich als Sonstige Verbindlichkeit gegenüber dem Vermieter in der Schlussbilanz auszuweisen. Buchungen zum 31. Dezember des alten Jahres: W 6700 Mietaufwendungen an 4890 Sonstige Verbindlichkeiten ,00 X 8020 GuV-Konto an 6700 Mietaufwendungen ,00 Y 4890 Sonstige Verbindlichkeiten an 8010 Schlussbilanzkonto ,00 S 6700 Mietaufwendungen H W 1.500,00 X 1.500,00 n n S 4890 Sonstige Verbindlichkeiten H Y 1.500,00 W 1.500,00 Beispiel 1 S 8020 GuV-Konto H X 1.500,00 S 8010 Schlussbilanzkonto H Y 1.500,00 Buchungen im neuen Jahr: Nach Eröffnung des Kontos 4890 Sonstige Verbindlichkeiten ist die Mietausgabe zu buchen: W 8000 Eröffnungsbilanzkonto an 4890 Sonstige Verbindlichkeiten ,00 X 4890 Sonstige Verbindlichkeiten an 2800 Bank ,00 S 2800 Bank H S 4890 Sonstige Verbindlichkeiten H ,00 X 1.500,00 n X 1.500,00 W ,00 Aufwendungen des alten Jahres, die erst im neuen Jahr zu Ausgaben führen, sind auf dem Konto 4890 Sonstige Verbindlichkeiten zu erfassen. Buchung: Aufwandskonto an Sonstige Verbindlichkeiten Unser Mieter überweist die Dezembermiete erst im Januar nächsten Jahres: 800,00. Die Dezembermiete stellt einen Ertrag des alten Geschäftsjahres dar, der erst im neuen Jahr zu einer Einnahme führt. Der Mietertrag ist deshalb der Erfolgsrechnung des alten Jahres zuzurechnen und zugleich als Sonstige Forderung zu erfassen. Beispiel

17 C J AHRESABSCHLUSS Beispiel 2 Fortsetzung Buchungen zum 31. Dezember des alten Geschäftsjahres: W 2690 Sonstige Forderungen an 5400 Mieterträge ,00 X 5400 Mieterträge an 8020 GuV-Konto ,00 Y 8010 Schlussbilanzkonto an 2690 Sonstige Forderungen ,00 S 2690 Sonstige Forderungen H S 5400 Mieterträge H W 800,00 Y 800,00 n n X 800,00 W 800,00 S 8010 Schlussbilanzkonto H Y 800,00 S 8020 GuV-Konto H X 800,00 Buchung im Januar des neuen Jahres: Mieteingang: 2800 Bank an 2690 Sonstige Forderungen ,00 S 2690 Sonstige Forderungen H , ,00 S 2800 Bank H n ,00 Erträge des alten Jahres, die erst im neuen Jahr zu Einnahmen führen, werden zum Jahresschluss auf dem Konto 2690 Sonstige Forderungen gebucht. Buchung: Sonstige Forderungen an Ertragskonto Beispiel 3 Wir haben einem Kunden am 1. September 01 ein Darlehen in Höhe von ,00 zu 6 % Zinsen gewährt. Die halbjährlich zu zahlenden Darlehenszinsen sind nachträglich fällig, erstmals am 1. März 02: 300,00. Von der am 1. März des neuen Jahres fälligen Zinszahlung sind ertragsmäßig 200,00 dem alten und 100,00 dem neuen Geschäftsjahr zuzurechnen. Buchung zum 31. Dezember: 2690 Sonstige Forderungen an 5710 Zinserträge ,00 S 2690 Sonstige Forderungen H , ,00 n n S 5710 Zinserträge H , ,00 S 8010 Schlussbilanzkonto H ,00 S 8020 GuV-Konto H ,00 Buchung im neuen Jahr: Am 1. März 02 ist der gesamte Zinsbetrag als Einnahme zu buchen: 2800 Bank 300,00 an 2690 Sonstige Forderungen (Zinsertrag des alten J.) ,00 an 5710 Zinserträge (Ertragsanteil des neuen Jahres) ,00 S 2690 Sonstige Forderungen H , ,00 n S 2800 Bank H 2690/ ,00 S 5710 Zinserträge H ,00 Buchen Sie das 3. Beispiel aus der Sicht des Kunden. Aufwendungen und Erträge, die teils das alte und teils das neue Geschäftsjahr betreffen, sind den einzelnen Geschäftsjahren entsprechend zuzuordnen

18 CD B ETRIEBSWIRTSCHAFTLICHE AUSWERTUNG DES JAHRESABSCHLUSSES D Auswertung des Jahresabschlusses Aus dem Jahresabschluss lassen sich wertvolle Erkenntnisse über die Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Unternehmens gewinnen, wenn man die Abschlusszahlen u.a. mithilfe von Kennzahlen auswertet. Die betriebswirtschaftliche Auswertung des Jahresabschlusses umfasst die Aufbereitung (Bilanzanalyse) und die Beurteilung (Bilanzkritik) des Zahlenmaterials. Die Auswertung eines Jahresabschlusses wird durch einen Zeitvergleich und einen Betriebsvergleich aussagekräftiger: n Zeitvergleich: Der aktuelle Jahresabschluss wird mit den Jahresabschlüssen der Vorjahre verglichen, sodass die betriebseigene Entwicklung erkennbar wird. n Betriebsvergleich: Der Jahresabschluss wird mit den Zahlen branchengleicher Unternehmen verglichen, sodass die Stellung des Unternehmens innerhalb seiner Branche beurteilt werden kann. Umgliederung der Bilanzposten Bilanzstruktur 1 Auswertung der Bilanz 1.1 Aufbereitung der Bilanz (Bilanzanalyse) Die Bilanzen müssen zunächst für eine kritische Beurteilung entsprechend aufbereitet werden. Die zahlreichen Bilanzposten sind daher nach bestimmten Gesichtspunkten umzugliedern und gruppenmäßig zusammenzufassen. Die Vermögensseite umfasst die beiden Hauptgruppen Anlagevermögen und Umlaufvermögen, die Kapitalseite Eigenkapital und Fremdkapital. Das Umlaufvermögen ist nach der Flüssigkeit in die Gruppen Vorräte, Forderungen und Flüssige Mittel zu gliedern. Die Posten des Fremdkapitals sind nach der Fälligkeit in Langfristiges Fremdkapital und Kurzfristiges Fremdkapital zu ordnen. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden den Forderungen, passive Rechnungsabgrenzungsposten den kurzfristigen Verbindlichkeiten zugeordnet. Die Bilanzstruktur ist das Ergebnis der Aufbereitung der Bilanzposten. Sie lässt bereits deutlich den Vermögens- und Kapitalaufbau des Unternehmens erkennen: Vermögen Bilanzstruktur Kapital I. Anlagevermögen II. Umlaufvermögen 1. Vorräte 2. Forderungen 3. Flüssige Mittel I. Eigenkapital II. Fremdkapital 1. langfristig 2. kurzfristig Wie ist das Kapital angelegt? Woher stammt das Kapital? Zur besseren Vergleichbarkeit und Überschaubarkeit stellt man die Bilanzstruktur nicht nur in absoluten Zahlen, sondern auch in Prozentzahlen dar, wobei die Bilanzsumme die Basis (=ˆ 100 %) bildet. Damit wird auf einen Blick erkennbar, welches Gewicht die einzelnen Hauptgruppen innerhalb des Gesamtvermögens (Aktiva) und Gesamtkapitals (Passiva) haben. Vermögens- und Kapitalaufbau werden dadurch noch anschaulicher dargestellt. Die aufbereiteten Bilanzen eines Unternehmens zeigen deutlich n die Finanzierung: n den Vermögensaufbau: n die Anlagendeckung: n die Zahlungsfähigkeit: Eigenkapital : Fremdkapital Anlagevermögen : Umlaufvermögen Eigenkapital : Anlagevermögen flüssige Mittel : kurzfristige Verbindlichkeiten

19 A UFGABEN UND GRUNDBEGRIFFE DER KLR CE E Kosten- und Leistungsrechnung (KLR) im Industriebetrieb 1 Aufgaben und Grundbegriffe der KLR 1.1 Zweikreissystem des Industriekontenrahmens Finanzbuchhaltung sowie Kosten- und Leistungsrechnung sind die beiden Hauptbereiche des industriellen Rechnungswesens. Sie bilden jeweils einen eigenen und in sich geschlossenen Rechnungskreis. Die Finanzbuchhaltung (FB) im Rechnungskreis I (RK I) ist unternehmensbezogen und erfasst deshalb alle Arten von Aufwendungen und Erträgen einer Rechnungsperiode. Sie ermittelt im Gewinn- und Verlustkonto durch Gegenüberstellung aller betrieblichen und nicht betrieblichen Aufwendungen und Erträge das Gesamtergebnis der Unternehmung: Erträge > Aufwendungen => Gesamtgewinn, Erträge < Aufwendungen => Gesamtverlust. Hauptbereiche des industriellen Rechnungswesens Die Kosten- und Leistungsrechnung (KLR) im Rechnungskreis II (RK II) ist die innerbetriebliche Planungs- und Kontrollrechnung. Sie ist betriebsbezogen und befasst sich nur mit den Aufwendungen und Erträgen der FB, die im engen Zusammenhang mit den geplanten betrieblichen Tätigkeiten des Industriebetriebes, also Beschaffung, Produktion und Absatz stehen. Die betrieblichen Aufwendungen z. B. Werkstoffaufwendungen, Personalaufwendungen, Abschreibungen, Mieten u. a. werden Kosten, die betrieblichen Erträge z. B. Umsatzerlöse, Mehrbestand an Erzeugnissen, Eigenleistungen, unentgeltliche Entnahmen Leistungen genannt. Die Gegenüberstellung der Kosten und Leistungen ergibt im RK II das Ergebnis der eigentlichen betrieblichen Tätigkeit, nämlich das Betriebsergebnis: Leistungen > Kosten => Betriebsgewinn, Leistungen < Kosten => Betriebsverlust. Kosten und Leistungen sind wichtige Grundlagen zur Beurteilung der Rentabilität und Wirtschaftlichkeit (vgl. S. 233). n Die Finanzbuchhaltung bildet den RK I und weist das Gesamtergebnis aus. n Die Kosten- und Leistungsrechnung bildet den RK II. Sie erfasst alle Kosten und Leistungen einer Rechnungsperiode und ermittelt das Betriebsergebnis. Rechnungskreis I (RK I) Erfolgsrechnung der FB (Klassen 5, 6 und 7) unternehmensbezogen Gesamtergebnis filtert nicht betriebliche Aufwendungen und Erträge heraus Betriebsergebnis Abgrenzungsergebnis Rechnungskreis II (RK II) Kosten- und Leistungsrechnung betriebsbezogen Abgrenzungsrechnung Datenfluss von RK I nach RK II

20 CE K OSTEN- UND LEISTUNGSRECHNUNG IM INDUSTRIEBETRIEB 1.2 Aufgaben und Systeme der Kosten- und Leistungsrechnung Die Kosten- und Leistungsrechnung (KLR) befasst sich mit den wirtschaftlichen Daten des Betriebes und bezweckt die optimale Steuerung der betrieblichen Leistungserstellung (Sachziel der Unternehmung). Sie hat folgende wichtige Aufgaben für den Industriebetrieb zu erfüllen: Aufgaben Kostenrechnungssysteme 1. Ermittlung aller Kosten und Leistungen einer Abrechnungsperiode. Die KLR leitet das Betriebsergebnis (= Leistungen Kosten) ab und wird so zu einem hervorragenden Instrument der kurzfristigen (z. B. monatlichen) betrieblichen Erfolgsermittlung. 2. Ermittlung der Selbstkosten je Erzeugniseinheit. Die Selbstkosten je Erzeugniseinheit bilden die Grundlage für die Berechnung der Verkaufspreise, die für den Unternehmer wirtschaftlich vertretbar sind. 3. Kontrolle der Wirtschaftlichkeit. Zunehmender Wettbewerbsdruck zwingt Unternehmen die Kosten und Leistungen laufend zu planen und zu überwachen. Die Bestimmung der Wirtschaftlichkeit (= Verhältnis zwischen Leistungen und Kosten) ist daher eine der wichtigsten Aufgaben der KLR. 4. Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse in der Jahresbilanz. Handels- und steuerrechtliche Vorschriften verlangen eine Bewertung der Schlussbestände an Erzeugnissen zu Herstellungskosten, die nur mit Hilfe einer Kostenrechnung ordnungsgemäß hergeleitet werden können. 5. Ermittlung von Deckungsbeiträgen auf der Basis der Teilkostenrechnung. Ein Deckungsbeitrag (= erzielbare Umsatzerlöse variable Kosten) zeigt an, ob ein Erzeugnis einen Beitrag zur Deckung der Fixkosten bzw. zur Verbesserung des Betriebserfolges leistet (vgl. S. 280 f.). So kann entschieden werden, ob die Herstellung des Erzeugnisses kurzfristig sinnvoll ist. 6. Grundlage für Planungen und Entscheidungen. Die oben genannten Aufgaben der KLR bilden gemeinsam die Grundlage für Vorhaben und Entscheidungen des Unternehmens, die systematisch geplant, durchgeführt (gesteuert) und kontrolliert werden. Zur Erfüllung dieser Aufgaben werden mehrere Kostenrechnungssysteme (Vollkostenrechnung, Teilkostenrechnung, Prozesskostenrechnung) eingesetzt, die je nach Zielsetzung das Wertgerüst verursachungsgerecht abbilden. Die Vorstufe der Kostenrechnungssysteme (Vollkostenrechnung, Teilkostenrechnung, Prozesskostenrechnung, Plankostenrechnung) ist die Abgrenzungsrechnung, durch die zwischen dem betriebsbezogenen und dem unternehmensbezogenen Wertgerüstunterschiedenwerden kann (S. 213 ff.). Die Vollkostenrechnung erfasst alle Kosten periodengerecht nach Kostenarten (S. 238 f.), teilt sie auf Kostenstellen verursachungsgemäß auf (S. 243 f.) und weist sie den Kostenträgern (z. B. Erzeugnis) vollständig zu (S. 278 f.). Die Teilkostenrechnung unterscheidet zwischen Kosten, die sich in Abhängigkeit von der hergestellten Erzeugnismenge verändern (variable Kosten) oder nicht verändern (fixe Kosten). Den Erzeugnissen werden nur die variablen Kosten zugerechnet, da nur sie kurzfristig entscheidungsrelevant sind (S. 285 ff.). Die Prozesskostenrechnung ist eine moderne Variante der Vollkostenrechnung, bei der eine Kostenzurechnung gemäß identifizierter Prozesse erfolgt. Hierdurch wird den veränderten Anforderungen einer prozessorientierten Organisation begegnet (S. 313 f.). Das Controlling nutzt die Kostenrechnungssysteme, um den Leistungsprozess zu planen, zu steuern und zu überwachen. Durch z. B. den Einsatz der Plankostenrechnung (S. 300 f.) können Soll-Ist-Vergleiche durchgeführt werden. Die anschließende Abweichungsanalyse liefert dann wichtige Informationen zur Unternehmensführung

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