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1 bwd Papiermühlestrasse Bern Tel JAHRESBERICHT

2 1 Inhaltsverzeichnis bwd Praxisorientierung am bwd 2 «Wir werden von unseren Anspruchsgruppen 3 als kundennah, praxisorientiert und innovativ wahrgenommen» Rückblick 5 Jahre bwd Interview mit Daniel Wapp 4 Ausblick Privatisierung bwd 6 bwd WMB Praxis braucht Theorie! 8 Bald haben wir die Zukunft eingeholt! 9 Bester Aufsatz «Ein Hauch von Freiheit» von David Schaffner 10 Beste Prüfungsleistung: Interview mit Nicole Bieri 11 bwd WMBHighlights 12 bwd KBS Zwischen Theorie und Praxis 13 Kompetenzorientierung ist auch Praxisorientierung 14 Bester Aufsatz: «Ein schlechtes Gewissen» von Melanie Meister 15 Beste Prüfungsleistung: Interview mit Henri Saarelainen 16 bwd KBSHighlights 17 bwd WB Praxisorientierung ein USP der Höheren Berufsbildung 18 Interview mit Hansueli von Allmen, Präsident Verein Politforum Thun 19 Bester Abschluss DLG 2011/2012: Interview mit Nadine Schneider 20 Interview mit Birgit Biedermann, 21 Notarin und Präsidentin des Verbands bernischer Notare bwd WBHighlights 22 Anhang Behörden, Organe, Kommissionen 23 Mitarbeitende bwd 24 Dozierende bwd WB 25 Schulabgängerinnen und Schulabgänger 26 Facts and Figures 28 Ein Tag aus dem Leben von Urs Graber 32

3 bwd 3 Praxisorientierung am bwd von Fritz Jenzer, Präsident Verein bwd von Raymond Anliker, Direktor bwd «Wir werden von unseren Anspruchsgruppen als kundennah, praxisorientiert und innovativ wahrgenommen» (aus: bwdstrategie) Fritz Jenzer Externe Fachleute, Experten und Spezialisten sind heute bei Konzernen, Dienstleistungsunternehmungen, Verwaltungen und immer öfter auch von KMU nicht mehr wegzudenken. Zum einen begründet sich dies im Know how im Wissen, das insbesondere in kleineren Unternehmungen oft meist nur in Spezialfällen benötigt wird oder nicht beziehungsweise nur beschränkt verfügbar ist. Zum anderen werden externe Experten/Spezialisten beigezogen, weil die Aussagen der internen Fachleute und Mitarbeitenden in Frage gestellt werden. Zweifellos sind Entscheidungsträger in Wirtschaft und Politik oft auf Expertenmeinungen angewiesen. Wenn die Expertenabhängigkeit jedoch soweit geht, dass die Entscheidungen selbst den Experten überlassen werden, wird es äusserst problematisch. Die Führung von Unternehmungen, das Fällen von Entscheidungen verlangt neben spezifi schem Wissen vor allem fundierte Kenntnisse der Unternehmung und des betrieblichen Umfeldes. Unabdingbar ist der Bezug zur Praxis. Auch die besten Analysen und Expertisen taugen nichts, wenn sie sich nicht an der Praxis orientieren, wenn sie in der Theorie zwar korrekt, praktisch aber nicht umsetzbar sind. Wenn die Praxisorientierung zum Thema des vorliegenden Schuljahresberichts gewählt wurde, so nicht zuletzt deshalb, weil die Praxisorientierung für das Bildungszentrum für Wirtschaft und Dienstleistung einen wichtigen Grundsatz bildet. Dank einer breiten, privaten Trägerschaft, mit unterschiedlichen Bedürfnissen, verlangen die Ausund die Weiterbildungen nach Angeboten, die sich an der Arbeit und der Praxis der jeweiligen Branche orientieren und den jeweils spezifi schen Anforderungen gerecht werden. Die Ausbildung junger Berufsleute muss darauf ausgerichtet sein, dass sich diese den täglichen Herausforderungen stellen und in der praktischen Arbeit bewähren können. Die Wissensvermittlung muss in der Theorie begründet und in der Praxis anwendbar sein. Die Führung einer Bildungsinstitution muss sich nach den Anforderungen und Bedürfnissen der Anspruchsgruppen ausrichten, und sie muss sich in der Praxis auszeichnen! Wenn im Folgenden über die Praxisfi rma box65 der bwd WMB oder über den kompetenzorientierten Unterricht an der bwd KBS berichtet wird, so werden damit konkrete Einblicke in die Tätigkeit und das Verständnis der «Praxisorientierung» am bwd gewährt. Aus der Sicht des Vorstandes konnten im letzten Jahr verschiedene wichtige Projekte initiiert, umgesetzt und zum Teil abgeschlossen werden. Mit dem defi nitiven Entscheid des Regierungsrates zur neuen Organisationsform des bwd mit einer privatrechtlichen Trägerschaft konnte ein langjähriges, umfangreiches und ab und zu auch schwieriges Vorhaben erfolgreich umgesetzt werden. Die Zusammenführung der WMB, der KBS (BV) und der Weiterbildung, die sich seit Jahren bewährte weil sie sich an der Praxis orientierte wurde mit diesem Entscheid defi nitiv Tatsache. An dieser Stelle sei allen Beteiligten, den Verantwortlichen des Berufsbildungsamtes (MBA), der Direktion bwd und den Trägerverbänden für ihr Engagement bestens gedankt. Nur dank der Bereitschaft aller Beteiligten, eine zweckmässige, praxisgerechte Organisationsform zu fi nden, konnte dieses anspruchsvolle Projekt umgesetzt und mit der Unterzeichnung der Übertragungsverträge abgeschlossen werden. Für die Grundbildung tritt die neue Organisationsform auf den Schuljahresbeginn im August 2012 in Kraft. Die personalrechtliche Zusammenführung und die unabhängige Rechnungsführung werden auf den 1. Januar 2013 umgesetzt. Bei der WMB wurde die im August 2011 gestartete Umsetzung der Handelsmittelschulreform mit der Erarbeitung der erforderlichen Praxisteile abgeschlossen. Die Praxisfi rma box65 hat ihren Betrieb aufgenommen und stellt sich der praktischen Erfahrung und damit den Herausforderungen des eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses (EFZ), welches das bisherige Handelsdiplom ablöst. Zur Erweiterung der Angebotspalette des bwd und in Ergänzung zum bisherigen Angebot der WMB laufen zurzeit die Vorbereitungsarbeiten für die Einführung der Informatikmittelschule. Die neue Ausbildung startet im August 2012 mit einer Pilotklasse und wird mit dem EFZ Informatikerin/Informatiker mit kaufmännischer Berufsmaturität abgeschlossen. Mit der neuen Ausbildung soll ein Beitrag gegen den Mangel an qualifi ziertem Personal im Informatikbereich geleistet werden. In der Schweiz fehlen gegenwärtig jährlich rund Informatikfachleute. An der KBS kann ab August 2012 mit dem MProfi l der Ausbildung zur Berufsmatur erstmals die vollständige Palette der kaufmännischen Grundbildung angeboten werden. Damit wird auch hier einer langjährigen Forderung der Lehrbetriebe und der Trägerorganisationen entsprochen. Im Bereich der Weiterbildung werden aufgrund der sich verändernden Anforderungen immer wieder neue Angebote entwickelt und bestehende an neue Anforderungen angepasst ganz im Sinne der Praxisorientierung eben. Als Beispiele erwähnt seien, die Lehrgänge Verwaltungsrecht in der Praxis und Baubewilligungsverfahren sowie die Lehrgänge für Wiedereinsteiger/innen in Notariats und Anwaltskanzleien. Praxisorientierung wird am bwd auch die Zukunft prägen! Papier ist bekanntlich geduldig und Strategien sind es wohl auch. Und trotzdem: In den oft verdichtet formulierten Missionen, Visionen und Strategien steckt der Kern unseres Wirkens. In den vergangenen Jahresberichten des bwd haben wir aufgezeigt, was uns Kundennähe bedeutet und welche Innovationen wir anzubieten haben. Der Bericht, den Sie heuer in den Händen halten, ist der Praxisorientierung gewidmet. Diese strategische Zielorientierung erstaunt wohl in einer Berufsbildungsinstitution mit kaufmännischen Grund und Weiterbildungen kaum. Und doch: Die Anforderung der Praxisorientierung ist anspruchsvoll. Schule, Lehrbetrieb und Branche kooperieren in der dualen Ausbildung der bwd Kaufmännischen Berufsfachschule (bisher BV). Die Lerninhalte der schulischen Fächer müssen auf die betrieblichen Anforderungen der Lehrbetriebe abgestimmt sein, welche ja auch nicht durchs Band einheitlich sind. Die Lehrbetriebe arbeiten mit den Lernenden an den betrieblichen Leistungszielen und müssen im Auge behalten, von welchen an der Berufsschule vermittelten Kenntnissen und Fähigkeiten sie jeweils ausgehen können. Die Branchen orientieren sich an den aktuellen Entwicklungen im Berufsfeld und vermitteln in den überbetrieblichen Kursen entsprechende Inhalte. Die neue Bildungsverordnung schliesst auch gerade mit Blick auf die Praxisorientierung Lücken, die bis anhin vorhanden waren. In der vollzeitlichen kaufmännischen Ausbildung an der bwd Wirtschaftsmittelschule akzentuiert sich die Herausforderung der Praxisorientierung zusätzlich dadurch, dass hier Schule und Praxis verschmelzen und aus einer Hand angeboten werden. Mit ausgeklügelten Arrangements in der so genannten integrierten Praxis wird die betriebliche Realität zum Teil simuliert, zum Teil aber auch ungefi ltert echt angeboten. Wer in diesem Bereich als Lehrkraft tätig ist (wobei der Begriff «Berufsbildner/in» der Funktion näher kommt), ist auf einen regelmässigen Austausch mit der kaufmännischen Praxis in Verwaltungen, Dienstleistungs und Wirtschaftsunternehmen angewiesen. In dieser Beziehung wurde in den vergangenen zwei Jahren viel Grundlagenarbeit geleistet. Raymond Anliker Die Praxisorientierung ist für unsere bwd Weiterbildungsschule natürlich eine Selbstverständlichkeit. Unsere Trägerverbände entwickeln mit uns die Inhalte der Diplomlehrgänge und der weiteren Ausbildungskurse und nehmen Einsitz in die Ausbildungs und Prüfungskommissionen der verschiedenen Lehrgänge. Der vertiefte Einblick in die Gemeinden und Verwaltungen des Kantons Bern ermöglicht es, dass auch wir Impulse für neue Inhalte und Kurse geben können. Das bwd hat wiederum ein vielfältiges, interessantes und arbeitsreiches Schuljahr hinter sich. Die Anforderungen auch an unsere eigene praktische Arbeit steigen ständig. So haben die Schulsekretariate in den vergangenen zwei Jahren Evento (kantonale Schulverwaltungssoftware) implementiert; nach zum Teil heftigen Kinderkrankheiten läuft das System heute zufriedenstellend, benötigt aber mehr personelle Ressourcen als die Vorgängersysteme. Die Zentralen Dienste bereiten die Konsequenzen aus der neuen Rechtsform des bwd (s. folgende Seiten) intensiv vor, insbesondere die Finanz und Personalverwaltung steht vor grösseren Veränderungen, zum Beispiel durch den Wechsel auf die neue Buchhaltungssoftware Abacus. Wir brechen unsere Mission, Vision und Strategie tagtäglich auf die Praxis herunter und setzen um, was wir uns vorgenommen haben. Mein Dank gilt allen, die dazu ihren Beitrag leisten!

4 bwd 5 Rückblick 5 Jahre bwd Rückblick mit Daniel Wapp, Vizepräsident Verein bwd von Raymond Anliker, Direktor bwd von Raymond Anliker, Direktor bwd Vom SingleDasein zur Partnerschaft: 5 Jahre bwd! Das bwd feiert sein fünfjähriges Bestehen: Grund genug, um in diesem Jahresbericht kurz zurückzublenden und innezuhalten, bevor wir ab Januar 2013 das nächste Kapitel der bwdgeschichte aufschlagen, nämlich die vollständige privatrechtliche Organisation unseres Bildungszentrums. Meilensteine 2004: «Koordinationsmodell bwd». Kurz nach der Jahrtausendwende gab die Erziehungsdirektion den beiden bis dahin unabhängig voneinander organisierten Schulen WMB und BV den Auftrag, Synergien in der Organisation zu defi nieren mit Blick auf den Umzug ins gemeinsame Schulgebäude im Wankdorf. Es entstand das «Koordinationsmodell bwd», welches vor allem in Querschnittbereichen die Koordination der Schulverwaltung und bewirtschaftung vorsah (Hausdienst, IT u.ä.). Die Entwicklung zu einer engeren Kooperation wurde nach personellen Wechseln in den beiden Schulleitungen in Angriff genommen und führte zum 2007: «Konsensmodell bwd». Am 1. August 2007 konnte die im Wesentlichen bis zum heutigen Tag gültige Organisationsform des bwd operativ starten. Die aus der Doppelträgerschaft (Verein BV und MBA) resultierenden unterschiedlichen rechtlichen und organisatorischen Gegebenheiten verunmöglichten aber eine volle Integration der drei Schulen unter einer einheitlichen Rechtsform. Deshalb wurde das Projekt «Weiterentwicklung bwd» gestartet, als dessen Resultat der Erziehungsdirektor im Herbst 2011 dem Regierungsrat das Geschäft «Privatisierung der kantonalen Wirtschaftsmittelschule und Zusammenschluss mit der Berufsschule für Verwaltung» zur Genehmigung vorlegen konnte. Im Kern sah dieses vor, den Betrieb der WMB, der kaufmännischen Berufsfachschule BV und der Weiterbildung BV dem Verein bwd zu übertragen. Fazit Wurde das Zusammengehen in der Anfangsphase in erster Linie als Akt der Vernunft betrachtet, kann heute rückblickend gesagt werden, dass sich eine echte bwdgemeinschaft entwickelt hat. In der anspruchsvollen Unterrichtstätigkeit stützen wir uns auf gemeinsame Werte und Haltungen und setzen die gemeinsam formulierten pädagogischen Grundsätze des bwd um. Dabei fi nden aber auch die einzelnen Schulkulturen ihren Raum, damit sich alle Mitarbeitenden mit ihrer berufl ichen Tätigkeit identifi zieren können. Unsere Trägerverbände, der Vorstand bwd und das Mittelschul und Berufsbildungsamt haben uns auf dem gemeinsam defi nierten Weg zum bwd umsichtig, engagiert und motivierend unterstützt herzlichen Dank. Verschiedene Mitarbeitende unserer Gemeindeverwaltung haben sich mit Erfolg beim bwd aus und weitergebildet. Bereits während den Lehrgängen waren die erhöhten Kompetenzen im Alltag spürbar. Das erlernte Wissen konnte sofort in der täglichen Arbeit ein und umgesetzt werden. Dies ist für mich der offensichtlichste Beleg, dass die Ausbildungen der bwd im wahrsten Sinne praxisorientiert sind! Daniel Wapp, Leiter der Berufsbildung login Bern, hat die Entwicklung des bwd als Vorstandsmitglied und Vizepräsident des Vereins bwd in der Zeit von nahe miterlebt und mitgeprägt. Nach seiner Berufslehre als FEAM (Elektroniker) hat sich Daniel Wapp stetig weitergebildet und selber auch immer als Ausbildner gewirkt. In seiner Freizeit trifft man ihn vor allem in den Bergen an, wo er mit den Tourenskis oder dem Mountainbike unterwegs ist. Stimmen die Windverhältnisse, saust er im Katamaran über den Vierwaldstättersee. Im Interview blickt Daniel Wapp auf die letzten fünf bwdjahre zurück. In welcher berufl ichen Beziehung stehst du zum bwd? Als Leiter login Berufsbildung in Bern gibt es einen direkten Bezug durch die knapp 100 KV Lernenden, welche im bwd die Berufsschule besuchen. Mich überzeugten die gute Ausbildung, die gute Betreuung der Lernenden und die lösungsorientierte Zusammenarbeit mit der Berufsschule und im Vorstand. Wie hast du die Entwicklung des bwd hin zur privatrechtlichen Bildungsinstitution in den letzten Jahren erlebt? Dies war für mich eine sehr interessante und lehrreiche Zeit. Man nehme: klare Ziele, gute Beziehungsnetze, Weitblick, Flexibilität, konstantes Agieren, Hartnäckigkeit, gute Kommunikation, Leistungsbereitschaft. Mit diesen Zutaten wurden die hochgesteckten Ziele in kurzer Zeit erreicht. Ich bin dankbar, dass ich diesen Veränderungsprozess erleben und begleiten konnte. Warum hast du persönlich diese Entwicklung immer stark unterstützt? Was spricht aus deiner Sicht für die neue Organisationsform? Daniel Wapp Die privatrechtliche Organisation des bwd fördert die Eigenverantwortung der Beteiligten. Zudem kann sie autonomer, schneller und fl exibler auf die Kundenwünsche eingehen. Mit dem zusammenführen der Grund und Weiterbildung werden auch Synergien optimal genutzt, was wiederum den Kunden zugutekommt. Diese Faktoren waren auch das Erfolgsrezept beim Aufbau von login Berufsbildung. Was unterscheidet in deiner Wahrnehmung das bwd von anderen Bildungsanbietern? Kundennah, persönlich, lösungsorientiert, innovativ, mit hoher Qualität und sehr motivierten Mitarbeitenden. Welche Wünsche gibst du dem bwd mit auf den Weg? Nach den grossen Veränderungen wünsche ich dem bwd und seinen Mitarbeitern eine Konsolidierungsphase, in der die Prozesse neu ab 2011: Das Jahr der Entscheide. Am 10. Mai stimmte die Mitgliederversammlung des Vereins BV der Neufi rmierung zum Verein bwd zu und verabschiedete die Statuten. Damit waren die Voraussetzungen geschaffen, dass der Regierungsrat am 21. September dem oben erwähnten Geschäft zustimmen konnte. Mit Hochdruck begannen daraufhin Vorstand und Direktion mit der Umsetzung der neuen Rechtsform und erarbeiteten eine darauf abgestimmte «Strategie bwd 2016», ein Organisationsreglement und ein Personalreglement für die Verwaltungsmitarbeitenden. 2013: Ab 1. Januar wird die neue privatrechtliche Organisationsform rechtsgültig. Bis zu diesem Zeitpunkt gilt es eine Reihe zentraler Vorbereitungen zu realisieren: Finanzreorganisation (Integration der WMB Buchhaltung), Personalverwaltung (Übernahme der Personaldienstleistungen für die WMBLehrkräfte), Vertragswesen, Anstellungsverfügungen, Sozialversicherungslösungen Magdalena Meyer, Vorstand Verein bwd gestimmt werden können, damit das bwd bereit ist für die nächsten Herausforderungen. Nach dem Motto «bwd heute für morgen». «Wer aufhört sich zu verändern, hört auf zu leben». Direktion und Vorstand danken Daniel Wapp für sein engagiertes Wirken im Vorstand bwd und wünschen ihm alles Gute und viel Erfolg. Die Vertretung von login im Verein bwd nimmt seit Mai 2012 Herr Christoph Lauper wahr.

5 bwd 7 Ausblick Privatisierung bwd von Raymond Anliker, Direktor bwd Organisationsreform bwd Rückblick und Ausblick auf die Entwicklung des bwd gehen nahtlos ineinander über. Die Realisierung der neuen Rechtsform (rein juristisch per , de facto ) schliesst einen mehrjährigen Prozess ab, von dem in diesem Jahresbericht bereits die Rede war. Welche Aspekte beinhaltet die Organisationsreform unseres Bildungszentrums, was bedeutet der Schritt in die privatrechtliche Trägerschaftsform? Organisation Die Überführung der drei bwdschulen in eine gemeinsame Rechtsform beinhaltet viel Arbeit. Organigramme, Zuständigkeiten, Kompetenzen, Ressourcen und Prozesse werden derzeit neu defi niert. Ein Organisationsreglement bildet dazu den formalen Rahmen; dieses Reglement wurde unter Einbezug von Vorstand, Direktion und Lehrervertretung ausgearbeitet und der Erziehungsdirektion zur juristischen Prüfung zugestellt. Die Abbildung der neuen Organisation im bwdqualitätsmanagement führt dazu, dass Prozesse, Checklisten und Formulare angepasst werden. Mit der Verabschiedung der bwdstrategie hat der Vorstand der neuen Rechtsform Rechnung getragen und die strategische Ausrichtung den neuen Gegebenheiten angepasst. Mit dem Mittelschul und Berufsbildungsamt wurde die Übertragung der Grundbildungsangebote der beiden bwdschulen WMB und KBS vertraglich geregelt. Ein neuer Leistungsvertrag folgt im kommenden Jahr. Die Budgetierung 2013 ist erstmals gemeinsam erfolgt, die mühsame Aufgliederung in zwei Rechnungskreisläufe entfällt endlich! Die zur Verfügung gestellten Ressourcen (wie Schulleitungs und Schuladministrationspool) werden zusammengelegt und für die Organisation der Grundbildung eingesetzt. Da die gesamte WMBBuchhaltung und Personaladministration vollständig vom Kanton übernommen wird, werden personelle Ressourcen aufgestockt; allerdings werden uns dabei durch die bestehenden Leistungsverträge Grenzen gesetzt und wir sind in diesem Bereich auf die Synergien mit der nicht subventionierten Weiterbildung angewiesen. Die Mitarbeitenden der Finanz und Personalabteilung haben sich mit Weiterbildungskursen auf die neuen Aufgaben vorbereitet. Der Ausbau der Buchhaltung wurde zum Anlass genommen, gleichzeitig auf eine neue Buchhal Das bwd tanzt Sommerfest 2012 tungssoftware (Abacus) zu wechseln. Diese Aufzählung kann einen kleinen Eindruck von der Vielfalt der Folgearbeiten geben. Bis jetzt läuft die Umsetzung reibungslos, nicht zuletzt dank des grossen Engagements aller Beteiligten. Personal Mit dem Verein bwd erhalten alle Mitarbeitenden einen neuen Arbeitgeber respektive eine angepasste Anstellungsbehörde. Dies hat zur Folge, dass alle Arbeitsverträge für das Verwaltungspersonal und alle Anstellungsverfügungen für die Lehrkräfte angepasst werden. Das bisher kantonale Verwaltungspersonal der WMB wird neu privatrechtlich angestellt, es erfolgt ein Wechsel in die Vorsorgestiftung Previs (Pensionskasse). Für die Lehrkräfte gelten weiterhin die kantonale Lehreranstellungsgesetzgebung sowie die Versicherung in der BLVK. Sowohl für das Verwaltungspersonal wie für die Lehrkräfte werden die bisherigen Anstellungsbedingungen ohne Veränderung weitergeführt (Gehaltsklasse, Gehaltsstufe, Anrechnung von Dienstjahren). Um über eine Grundlage für viele Aspekte der Anstellung zu verfügen, haben wir für das Verwaltungspersonal ein Personalreglement erarbeitet, in das wir eine Vielzahl von Bestimmungen des kantonalen Personalrechts übernommen haben. Kultur Das bwd und die gegenseitige Verbundenheit der drei Schulen besteht bereits seit dem Einzug in das gemeinsame Gebäude beim Stade de Suisse. Um gemeinsame Grundlagen und eine gemeinsame Kultur zu entwickeln, wurde 2008 das Projekt «bwdid» (ID steht für Identität) initiiert. In verschiedenen bwdidgruppen wurden unter anderem die Grundsätze «Werte und Haltungen», Grundsätze zur Pädagogik und Didaktik, eine Mitarbeitenden und Lernendenumfrage sowie Anlässe zur Kulturbildung erarbeitet und in die Praxis umgesetzt. Dieses Projekt konnte im Juli 2012 abgeschlossen werden; es ist jetzt zu defi nieren, in welchem Gefäss gemeinsame bwdthemen in Zukunft bearbeitet werden sollen. Im Rahmen von bwdkonferenzen treffen sich alle Mitarbeitenden zweimal jährlich: zum Schuljahresstart im August (mit einem thematischen Einstieg) sowie am Zibelemäritmontag (Zielüberprüfung, Zielformulierung). Seit mehreren Jahren führen wir im Spätherbst einen Fachvorständetag bwd durch; der Morgen ist jeweils der Weiterbildung und der Nachmittag der Funktion Fachvorstand am bwd gewidmet. Die Arbeitsgruppe «Gesunde Schule» kümmert sich um Präventionsthemen und um die Sensibilisierung für Gesundheitsthemen; die Projektgruppe «Beraten/Begleiten» erarbeitet ein bwdkonzept für die integrative Lernförderung und die Projektgruppe «elearning» hat die Grundlagen für eine gemeinsame OnlinePlattform (auf MoodleBasis) gelegt und bildet derzeit die Mitarbeitenden in der Anwendung aus. Die Beispiele zeigen es: Die Zusammenarbeit über die einzelnen bwd Schulen ist heute zur Selbstverständlichkeit geworden. Vieles wird gemeinsam angepackt, erarbeitet und umgesetzt. Aber auch die Pfl ege der einzelnen Schulkulturen wird gefördert die unterschiedlichen Anforderungen an eine duale respektive an eine VollzeitBerufsfachschule erfordern dies. Die Gesamtorganisation bwd und die jeweilige Schule sind die Eckpfeiler der Identifi kation mit dem Beruf und dem Arbeitsort und die Stärke unseres Organisationsmodelles. Kommunikation Die Neuorganisation des bwd soll wahrgenommen werden. Wir feiern viermal mit unseren jeweiligen Anspruchsgruppen: Im August 2012 mit den Mitarbeitenden auf dem Gurten (s. Bild), im September mit unseren Lieferanten, Partnerfi rmen und Nachbarn im Entwicklungsschwerpunkt Wankdorf, im Januar 2013 mit Politik und Medien und im März 2013 mit den Bildungspartnern der Sekundarstufe 1, den Lehrbetrieben und den Praktikumsfi rmen. Die drei letztgenannten Anlässe haben einen thematischen Aufhänger uns geht es um Inhalte, um die Auseinandersetzung zu aktuellen Fragen und um spannende Begegnungen. Für den Aussenauftritt haben wir unser Corporate Design angepasst und weiterentwickelt; Ausdruck davon sind die neue Website, ein angepasstes bwdlogo und die aktivere Verwendung des Brands «heute für morgen», welcher aus einem Wettbewerb unter den Lernenden hervorgegangen ist. Ausblick Die Neuorganisation eines Bildungszentrums ist eine faszinierende, herausfordernde und arbeitsreiche Angelegenheit. Das bwd konnte sich in den vergangenen Jahren als innovative sowie kunden und praxisorientierte Schule positionieren und das Bildungsangebot ausbauen. Innere und äussere Reformen beanspruchen alle Mitarbeitenden. Wir achten deshalb nun auf die Konsolidierung des neu Geschaffenen und des Veränderten und begleiten die Umsetzung im schulischen Alltag. Gleichzeitig bleiben wir offen und neugierig für Neues!

6 bwd WMB 9 Praxis braucht Theorie! von Raymond Anliker, Direktor bwd und Rektor Wirtschaftsmittelschule Bald haben wir die Zukunft eingeholt! von Manuela Dalle Carbonare, Wirtschaftslehrerin und Projektleiterin «Zukunft HMS» an der Wirtschaftsmittelschule Raymond Anliker Wie alle Handelsmittelschulen steht auch die WMB vor der schwierigen Aufgabe, das über Jahrzehnte aufgebaute spezielle Ausbildungsprofi l (vertiefte Allgemeinbildung Menschenbildung wirtschaftlichkaufmännische Ausrichtung) auch in die neuen, stärker praxisorientierten Ausbildungsmodelle zu überführen. Die Umsetzung der HMSReform war an dieser Stelle schon verschiedentlich ein Thema in den letzten Jahren. Nun, ein Jahr nach dem Start des ersten neuen Ausbildungsjahrgangs und nach der detaillierten Vorbereitung der ersten Praxismodule (s. Beitrag zur Praxisfi rma), zeichnen sich die Konturen des reformierten Profi ls schon deutlicher ab. Die Praxisorientierung tut der Ausbildung grundsätzlich gut und bereichert sie. Nach Praktikumseinsätzen erhielten wir in der Vergangenheit gute Rückmeldungen, bei denen sich aber immer wie ein roter Faden der Hinweis auf die fehlende Praxiserfahrung durchzog. Zitate aus der Auswertung: «Fehlender Bezug zur Praxis, mehr Praktikumseinsätze wären sinnvoll, mehr praktische Erfahrungen im Rechnungswesen wären hilfreich». Gleichzeitig wurde der Ausbildung aber regelmässig die gute, breite Allgemeinbildung attestiert: «Sehr grosses Wissen über die allgemeine Wirtschaftslage, sehr fundierte theoretische Kenntnisse im Bereich BWL und Recht, Französisch ist spezielle Stärke, Fremdsprachen kein Problem». Ein Blick auf die Lektionentafel zeigt, dass wir den schulischen Grundlagen weiterhin ein grosses Gewicht beimessen und ob der Praxisbegeisterung die Theorie nicht aus den Augen verloren haben. Wer in der berufl ichen Praxis mehr als nur reine Bürotätigkeiten ausüben möchte, ist auf eine fundierte, theoretische Ausbildung angewiesen. Wenn es den schulischen Fächern darüber hinaus gelingt, die theoretischen Inhalte praxisnah zu vermitteln, dann werden die Handelsmittelschüler/innen und die abnehmenden Firmen und Betriebe auch in Zukunft vom spezifi schen Ausbildungsprofi l profi tieren können. Deshalb folgt dem Blick in die Lektionentafel derjenige in den Lehrplan: In nahezu allen Fächern wird so genannter problemorientierter (POU) und interdisziplinärer (IDU) Unterricht über die Fachgrenzen hinweg koordiniert und durchgeführt. Das gesamte Curriculum des Faches IKA (Information Kommunikation Administration) zum Beispiel ist problemorientiert aufgebaut und fordert von den Lernenden, das Gelernte sofort praktisch anzuwenden. Für die drei Ausbildungseinheiten (Bearbeitung einer vernetzten Aufgabenstellung unter Prüfungsbedingungen) arbeiten jeweils zwei bis drei Fachbereiche eng zusammen (Deutsch + IKA, Fremdsprachen + Geschichte, Geografi e + Wirtschaft). Die Lernenden stehen im Zentrum unserer Arbeit. Wir bauen die Beratung und Begleitung aus, wir bieten ein abwechslungsreiches Kulturprogramm, wir fördern gemeinsame Anlässe und Projekte und ermöglichen die Partizipation der Lernenden in den schulischen Gremien. Die tägliche Arbeit an einer guten Schulkultur ist nach unserer Überzeugung die beste Prävention. Wohl kaum ein Reformprojekt hat uns alle so gefordert, wie der Totalumbau der Handelsmittelschulausbildung in den letzten drei Jahren. Lehrkräfte und Schulleitung sind trotz sorgfältiger Planung und zusätzlicher Ressourcen an Belastungsgrenzen gestossen. Die Resultate überzeugen und fi nden gar Schweiz weit Anklang (etwa unsere Lern und Leistungsdokumentation für die integrierte Praxis). Die enge Teamarbeit und der kollegiale Geist, die gegenseitige Unterstützung und die Konzentration auf die Sache haben mich begeistert dafür ein grosses Dankeschön! Berufl iche Vollzeitausbildungen sind keine Auslaufmodelle! Beispiel gefällig? Aufgrund des ausgeprägten Fachkräftemangels im Informatikbereich haben wir den Auftrag erhalten, im August dieses Jahres die erste InformatikmittelschulAusbildung im Kanton Bern zu starten. Mehr dazu im nächsten Jahresbericht. Der Grundsatz «keine schulische Berufsausbildung ohne Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis», wie ihn das Berufsbildungsgesetz von 2002 verankert hat, war der Startschuss für die Reform «Zukunft HMS». Für die WMB bedeutete dies eine grosse Veränderung ihrer traditionellen Ausbildung, mussten doch alle Lehrpläne überarbeitet, neue didaktische Elemente aufgenommen und die Praxis ins Schulwesen integriert werden. Seit August 2009 arbeitet unsere Schule intensiv an diesem Projekt, und da es sich um ein anspruchsvolles Vorhaben mit vielen verschiedenen Teilgebieten handelt, war eine klare Projektorganisation notwendig. So wurden gleich zu Beginn drei Teilprojekte begründet: das Teilprojekt POU (Problemorientier Unterricht), das Teilprojekt IDU (Interdisziplinärer Unterricht) und das Teilprojekt IPT (Integrierte Praxisteile). Lange und kurze Sitzungen reihten sich aneinander, Modelle wurden ent und wieder verworfen, IstZustände analysiert, SollZustände proklamiert und Lösungsvorschläge evaluiert. Dabei verlor niemand je die Nerven und es konnte, unterstützt von der Schulleitung, gar manche unkonventionelle Lösung ins Auge gefasst werden. Als es dann aber beispielsweise um den gelben Anstrich im zweiten Stock ging (die Räumlichkeiten der Praxisfi rma sollten sich farblich von den Schulräumen abheben), wurde schon mit viel Herzblut gerungen: Fast niemand hatte keine Meinung zur weltbewegenden Frage, was ein passendes Gelb sei Der Unterricht an der WMB ist praxisorientiert und dem der Berufsschulen angeglichen. Die Schule passt sich den Ansprüchen und Veränderungen in der Praxis an. Die WMB hat daher neu, ab August 2012, Praxisfi rmen in das Lernprogramm eingebaut, damit die Lernenden trotz Schule praktische Erfahrungen sammeln können. Anhand des Praktikums, welches im 2. Ausbildungsjahr stattfi ndet, habe ich selber festgestellt, dass ich viel vom Gelernten umsetzen konnte. Sarina Stucki, Lernende Wirtschaftsmittelschule Wir fi nden die Räumlichkeiten der Praxisfi rma also im zweiten Stock des bwd. Nur: Was ist eine Praxisfi rma und wozu brauchen wir diese? Das Teilprojekt IPT hatte zur Aufgabe, für die beiden Ausbildungsgänge EFZi und EFZ 3+1 für rund 500 bzw. 200 Lektionen praktische Tätigkeiten für unsere Lernenden zu fi nden, die in den normalen Schulalltag eingebaut werden können. Lernende, die ihre Ausbildung im dualen System (Ausbildungsbetrieb und Schule) absolvieren, erlernen die Praxis in ihrem Lehrbetrieb. Doch wie kann oder soll eine Vollzeitschule diese Praxis an die Frau und den Mann bringen? Dank vielen Stunden Arbeit und noch mehr guten Ideen hat sich unsere Schule für zwei Lösungen entschieden. So arbeiten einerseits alle Lernenden des Ausbildungsgangs EFZi im zweiten Jahr 5 Lektionen Manuela Dalle Carbonare wöchentlich in Modulen. In diesem Rahmen stellen wir ihnen Aufträge für NonProfi torganisationen bereit wie beispielsweise kleinere Marktforschungsaufträge, lassen sie Daten verwalten oder schulinterne Aufgaben erledigen, wie sie in der Praxis eben vorkommen. Anderseits arbeiten alle Lernenden in einer so genannten Praxisfi rma. Diese ist das Abbild eines Handelsbetriebes im KMUBereich, der in der Regel aus sechs Abteilungen besteht (Einkauf, Verkauf, Marketing, Buchhaltung, Sekretariat, Personalwesen), und deckt alle Tätigkeiten einer realen Unternehmung ab; einzige virtuelle Aspekte sind Waren und Geldfl uss. Allein in der Schweiz mit rund 70 Unternehmungen vertreten, entspricht das Prinzip der Praxisfi rma einem weltweit anerkannten Bildungskonzept. Verantwortlich dafür zeichnet Helvartis, quasi die «Zentrale» aller in der Schweiz angesiedelten Übungsfi rmen, die Funktionen wie Bank, Post, Steuerbehörde, Pensionskasse etc. übernimmt und damit auch die Rolle dieser Institutionen spielt, um die Marktsimulation zu vervollständigen. In Anlehnung an unsere Adresse haben wir unsere Praxisfi rma box65 getauft, als deren realen Partner unsere Schule die Landi Schweiz gewinnen durfte. Künftig handeln unsere Lernenden also mit «Farmer» Getränken, mit Gartenmöbeln oder Fahrrädern, die realiter in der Landi zu kaufen sind. Derzeit laufen die Vorbereitungen heiss. Seit die Büroräumlichkeiten eingerichtet sind, geht es um die eigentliche Arbeitsorganisation in der Praxisfi rma. Die meisten Arbeitsabläufe sind von realen Abläufen nicht zu unterscheiden, so dass es auch den versiertesten Lehrkräften passieren kann, dass sie sich gedanklich in der Virtualität verlieren. So können wir offen und ehrlich sagen: WIR SIND IN DER ZU KUNFT ANGEKOMMEN die Zukunft HMS gehört ab August uns!

7 bwd WMB 11 Bester Aufsatz 2012: «Ein Hauch von Freiheit» von David Schaffner Beste Prüfungsleistung: Interview mit Nicole Bieri von Raymond Anliker, Direktor bwd und Rektor Rektor Wirtschaftsmittelschule David Schaffner Das Licht wird grösser und grösser und plötzlich, steht da ein einsames Haus in der weiten Schneelandschaft. Ich mache mich lautstark bemerkbar und schon bald geht zu meiner Verwunderung die Vordertür auf. Eine ältere Frau mit grauen Haaren und einem braunen Wintermantel schaut heraus und nimmt mich ohne zu zögern auf den Arm und trägt mich in das Haus hinein. Etwas benommen davon was gerade passiert fi nde ich mich auf einmal in einer gemütlich und hell erleuchteten Stube wieder. Vater, Mutter, Kinder, ja die ganze Familie sitzt am Tisch und sieht mich liebevoll an. Ein kleiner Junge kommt auf mich zu und gibt mir ein Stück Fleisch von seinem Teller. Normalerweise bekomme ich nur stinkiges Trockenfutter und bis deshalb ganz verblüfft. Insgesamt fünf Preise durfte Nicole Bieri, WMBSchülerin von , wohnhaft in Rüfenacht, an der Diplomfeier entgegennehmen. Preissumme: 1250 Franken. Dazu gehörten: Der Preis des Wankdorfcenters für die beste Prüfungsleistung (Schnitt 5.7), der Preis des Handels und Industrievereins für die beste Leistung in den Wirtschaftsfächern (Schnitt 5.9), den Preis des Schulfonds WMB für die beste Prüfungsleistung in Mathematik (Note 6.0), den Preis der Berner Kantonalbank für hervorragende Leistungen im letzten Schuljahr (Schnitt 5.75) sowie den Preis von DIE MOBILIAR für die beste Leistung in den Fremdsprachen (Schnitt 5.7). Die erfolgreiche Diplomandin startet nun in das Langzeitpraktikum, um nächstes Jahr die Berufsmaturität erwerben zu können. Wir haben mit ihr über den schönen Erfolg gesprochen. Nicole Bieri Mir ist kalt. Der eisige Wind bläst mir Schnee ins Gesicht und ich zittere. Vor dem Haus dort spielen ein paar Kinder und bauen einen Schneemann. Meine Augen werden ganz gross vor Sehnsucht, denn am liebsten wäre ich jetzt bei ihnen. Ein Ruck an der Leine holt mich zurück in die Realität. Gleich vor uns steht der böse Nachbar im schwarzen Mantel und mit Regenschirm. Mit grossen Gesten und einer etwas gereizten Stimme, macht er meinem «Herrchen» klar, dass er gefälligst auf seinen Hund aufpassen soll. Nun beginnt eine hitzige Diskussion. Hin und her, dann wieder lauter, bis die Kinder beim Schneemann ganz erstaunt zu uns herüber blicken. Mir ist das Gerede egal. Ich setze mich hin und warte. Wie ich nun so dasitze, erscheinen in geringer Entfernung seltsame Schatten. Sie werden deutlicher und ich springe auf. Mein Herz pocht. Elefanten? Hier, bei Schnee und Wind? Unmöglich. Einen Augenblick später, sind sie wieder weg. Diese plötzliche unrealistische Erscheinung, bringt mich auf eine Idee. Freiheitsgedanken schwirren mir durch den Kopf, dass mir ganz schwindlig wird. Leben wie die Elefanten, Freiheit, Freiheit, Freiheit! Ein bisher fremdes Wort für mich. Dies ist meine Chance. Die beiden Herren diskutieren gerade heftig. Ich reisse mich los und springe so schnell ich kann der Freiheit entgegen. Hinter mir höre ich Rufe und Geschrei, doch es kümmert mich nicht. Nach einiger Zeit mache ich einen Halt. Ich sehe mich um und bemerke, dass ich inmitten einer weissen Wüste stehe. Kein Baum, kein Haus, nichts ist zu sehen am Horizont. Die Angst trifft mich wie ein Schlag. Lauter wirres Zeug geht mir durch den Kopf. Wohin jetzt? Wer füttert mich? Wo ist die warme Stube, um mich aufzuwärmen? So fühlt sich Freiheit und Geborgenheit also an. Schon bald schlummere ich glücklich auf dem Sofakissen ein. Doch lange schlafe ich nicht. Es wird mir ganz seltsam und mein Hals beginnt zu schmerzen. Etwas Kaltes und Unangenehmes umgibt ihn. Ich werde unruhig und plötzlich reisst mich jemand weg. Es ist schwarz. Als ich wieder zu mir komme ist mir kalt. Der eisige Wind bläst mir Schnee ins Gesicht und ich zittere. An der Diplomfeier konnten Sie den Preis für die beste Prüfungsleistung sowie vier weitere Auszeichnungen für hervorragende Leistungen entgegennehmen. Welche Gedanken gingen Ihnen in diesem Moment durch den Kopf? Wie haben Sie sich gefühlt? Im ersten Moment habe ich das Ganze gar nicht richtig wahrgenommen, weil ich nicht damit gerechnet hatte, so viele Auszeichnungen zu erhalten. Doch danach habe ich mich sehr über die Preise gefreut. Welche Bedeutung haben diese Auszeichnungen für Sie? Für mich stellen diese Auszeichnungen eine Anerkennung für die Arbeit dar, die ich während den vergangenen drei Jahren geleistet habe. Das Resultat der Abschlussprüfungen zeigt mir, dass sich das Zuhören im Unterricht und das Lernen nach der Schule und an den Wochenenden gelohnt haben. Sie haben sich offenbar sehr gut auf die Prüfungen vorbereitet. Wie sind Sie dabei vorgegangen? Welche Tipps können Sie dem nächsten Jahrgang geben? Ich habe bereits während den drei Schuljahren an der WMB im Unterricht (fast) immer gut aufgepasst und mich auf die Proben vorbereitet. Somit konnte ich beim Repetieren viel Zeit sparen. Dem nächsten Jahrgang würde ich raten, bereits während dem Schuljahr die laufenden Themen zusammenzufassen, da man sich auf diese Weise viel Arbeit und Stress vor den Prüfungen ersparen kann. Das Image der «bwd» in Bezug auf die Berufspraxis hat sich in den letzten Jahren zum Positiven verändert. Vor einigen Jahren galten die Schüler der «bwd» bei unseren Berufsbildnerinnen als «Theoretiker». Mittlerweilen werden die Bewerbungen der «bwd»absolventen regelrecht bevorzugt und dies aus gutem Grund: Die «bwd»absolventen bringen ein breites kaufmännisches Wissen mit, das eine gute Basis für das kaufmännische Praktikum am Inselspital darstellt. Sie sind dank dem nötigen theoretischen Fachwissen in der Lage, sich schnell in den praktischen Alltag am Arbeitsplatz einzuleben. Sie bringen eine gefestigte Persönlichkeit mit und können sich sind dadurch schnell in den jeweiligen Lebens und Berufssituationen am Inselspital zurechtfi nden. Wir erachten die Ausbildung der kaufm. Praktikanten/Lernenden als eine volkswirtschaftliche Aufgabe und fi nden in der «bwd» einen verlässlichen Ausbildungspartner. Zusammen kommen wir dem Ziel, guten Berufsnachwuchs auszubilden, ein grosses Stück näher. Sabine Portner, Leiterin kaufm. Berufsbildung, Inselspital Bern Ich belle laut auf. Doch keiner hört mich. Verloren in der Freiheit, ich senke den Kopf. Plötzlich sehe ich vor mir wieder diese Schatten. Jetzt noch viel deutlicher als vorher. Ich glaube sogar sie zu hören. Was mache ich bloss? Zurück kann ich nicht, hier bleiben kann ich nicht. So renne ich wie ein Gejagter hinter den Elefanten her, dass mir der Schnee richtig ins Gesicht peitscht. Die Elefanten sind wieder weg, doch anstelle der Elefanten vermag ich in weiter Ferne ein Licht zu sehen. Ich fasse neuen Mut und renne weiter. Welche speziellen Ereignisse werden Sie auch in Zukunft mit der Ausbildung an der WMB verbinden? Das Kurzpraktikum am Ende des zweiten Schuljahres: Dort erhielt ich einen ersten Einblick ins Berufsleben und ich habe festgestellt, dass ein Beruf Richtung KV defi nitiv das Richtige für mich ist. Die Studienreise nach Prag: Während dieser Woche hatte ich eine tolle Zeit mit meiner Klasse und ich werde mich auch später noch an diese schöne Reise erinnern. Nun beginnt bald das BMPraktikum. Und anschliessend: Haben Sie schon Pläne für die Zukunft? Nach dem BMPraktikum möchte ich zuerst noch 1 bis 2 Jahre arbeiten, um Geld zu verdienen. Anschliessend möchte ich die Fachhochschule für Wirtschaft besuchen.

8 bwd KBS 13 bwd WMBHighlights von David Schaffner Zwischen Theorie und Praxis von Brigitte Jenny, Rektorin Kaufmännische Berufsfachschule Bernische Mittelschulmeisterschaften «Futsal»: WMBDominanz! Zwei WMBTeams auf dem Podest: Mit dem Siegerteam «Schubertos» und dem drittplazierten Team «4c» hat die WMB die diesjährige Futsal Meisterschaft der Herren (Hallenfussball) dominiert. Die Ballkünstler haben zwischenzeitlich auch die Diplomprüfungen erfolgreich absolviert. Herzliche Gratulation zur sportlichen und zur schulischen Leistung! Siegerteam: «Schubertos» 0:57:37 Kein Geheimcode, sondern die diesjährige Siegerzeit am Grand Prix von Bern (Originalstrecke 10 Meilen) in der Kategorie «Mittelschulmeisterschaften», erzielt vom WMBSchüler Hendrik Engel! Er absolvierte die Strecke mit einer durchschnittlichen Zeit von 3 Minuten 36 Sekunden pro Kilometer. Mit dem 67. Rang in der Gesamtwertung reihte sich Hendrik in die Eliteläufer ein. Rio de Janeiro 2016? Die Nachrichten haben es gemeldet: In etlichen Schweizer Kantonen platzen die Gymnasien aus allen Nähten; Schülerinnen und Schüler sitzen dicht gedrängt in zu kleinen Klassenzimmern. Die gymnasiale Ausbildung ist enorm beliebt. Aber nach der Matura wählen alle den Weg an die Universität, zudem hat es in der Schweiz bereits arbeitslose Akademiker. Die rein theoretische Ausbildung hat ein hohes Image, schulisches und universitäres Wissen steht zuoberst auf der Skala. Diese Leute drängen dann in die Chefetagen, wo sie verantwortungsvolle Posten übernehmen aber oft ohne jegliche praktische Berufserfahrung. Früher war es Ehrensache, sein Metier von Grund auf zu kennen, alle Stufen der Leiter vom Lehrling bis zum Lehrmeister erarbeitet zu haben. In der Schweiz gibt es die Tradition der dualen Ausbildung. Die praktischen Kenntnisse erwirbt man im Lehrbetrieb, die Theorie im Schulunterricht. Seit Jahrzehnten weiss man, dass diese «doppelte Ausbildung» erfolgreich ist, das parallele Erwerben von praktischen und theoretischen Kenntnissen und Kompetenzen bringt fähige Berufsleute, die vom ersten Tag an selbstständig arbeiten können. Aber sind dann Theorie und Praxis so weit von einander entfernt? In der Form des Kenntniserwerbs sicher: Im Lehrbetrieb am Arbeitsplatz wird nicht lange ausprobiert, möglichst rasch wird die Arbeit genutzt, «es gilt», Fehler sollten vermieden werden. In der Schule sitzt man im Klassenverband und kann erstmals ausprobieren, üben, lernen, sich vorbereiten in der Probe gilt es dann ernst, die Arbeit wird benotet. Gemeinsamkeiten fi nden sich aber in der Arbeitsweise: Grundlagen studieren, Lösungswege suchen, die Zeit einteilen, Fragen stellen, die Arbeit planen, Medien einsetzen, mit Kolleginnen und Kollegen zusammen arbeiten. All diese Kompetenzen sind nützlich am Arbeitsplatz, in der Schule und auch beim Organisieren seines Haushalts, beim Brigitte Jenny Der Unterricht am bwd zeichnet sich durch einen hohen Anteil an berufl icher Praxis aus. Die Bildung in berufl icher Praxis ist in den Schulunterricht integriert und fi ndet in problemorientiertem Unterricht, im Lernbüro, in Praxisfi rmen sowie Betriebspraktika statt. Die Inhalte sind sehr praxisbezogen und führen zu einer höheren Lernmotivation, zu einem einfacheren Übergang von Schule in Berufsbildung und zu mehr Flexibilität im späteren Berufsleben. Das bwd schafft mit attraktiven Angeboten die Bedingungen dafür, dass die Lernenden für die Anforderungen der Praxis qualifi ziert vorbereitet sind, vor allem aber dass erste intensivere Erfahrungen mit der berufl ichen Praxis gemacht werden können. Patrick Meier, Lehrkraft Wirtschaftsmittelschule IMS Dieses Kürzel wird man sich merken müssen. Es steht für «Informatikmittelschule». Innerhalb kurzer Zeit konnten wir nach der Auftragserteilung durch das Mittelschul und Berufsbildungsamt das erste Aufnahmeverfahren auf die Beine stellen und eine Pilotklasse mit Lernenden aus dem ganzen Kanton rekrutieren. Die neue Ausbildung führt in vier Jahren zum Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis «Informatiker/ in» (Fachrichtung Applikation) in Kombination mit der kaufmännischen Berufsmaturität. Auf drei Schuljahre folgt ein Praxisjahr; 30 Tage überbetriebliche Kurse runden die Ausbildung ab. Wir arbeiten eng mit der Gewerblich Industriellen Berufsschule Bern GIBB und dem Berufsbildungscenter der ASCOM zusammen; auch dies ein Novum im Kanton Bern. Planen der Ferien Heute werden in der Schule diese Kompetenzen trainiert und gefördert anhand des Schulstoffs. Früher war nur das in der Probe gemessene Endresultat interessant, der Weg, wie der Lernende zu diesem Resultat kam, wurde nicht beachtet, höchstens die dazu verwendete Zeit. Der nächste Lehrplan für die Volksschule, der Deutschschweizer Lehrplan 21, trägt diesen Erkenntnissen Rechnung: Er basiert auf Kompetenzen. Das reine Memorisieren von Schulstoff wird verschwinden.

9 bwd KBS 15 Kompetenzorientierung ist auch Praxisorientierung von Brigitte Jenny, Rektorin Kaufmännische Berufsfachschule Bester Aufsatz: «Ein schlechtes Gewissen» von Melanie Meister «Niemand sieht mich, niemand wird mich bemerken, es ist doch bloss ein Stift, ein goldener, wunderschöner Stift mit vielen kleinen Ornamenten und Schnörkeln versehen», redete ich mir ein. «Aber er gehört nicht dir!», meldete sich mein Gewissen. «Mir doch egal», antwortete ich ihm. Es war gerade Pause und die Besitzerin des Stiftes war nirgends zu sehen. Wer sass nochmals da? Klara. Klara hatte ich sowieso nie leiden können. Sie trug die Nase immer so weit oben, dass ich mich manchmal fragte, warum sie nicht schon längst in eine Laterne geknallt war. Sicheren Schrittes ging ich an ihrem Schreibtisch vorbei und schwupps, der Stift war weg. Meine Finger waren dabei so fl ink gewesen, dass mich niemand gesehen haben konnte. Jetzt nur noch zurück an meinem Platz, und zwar möglichst unschuldig. Geschafft! Jetzt hatte ich ihn, er gehörte mir. «Er gehört nicht dir! Du hast ihn gestohlen!» Langsam begann mich mein Gewissen zu nerven. Es war doch meine Sache, ob ich den Stift nun geklaut hatte oder nicht. Oder lag ich da etwa falsch? «Halt die Klappe!», wies ich mein Gewissen zurecht. Ein kurzes Klingeln kündigte die nächste Lektion an: Mathematik. Und als ob das nicht bereits genug wäre: auch einen Test! Herr Vogt, unser Lehrer, verteilte die Testblätter, jedoch nicht ohne mein Etui etwas genauer zu durchsuchen. Und das bloss, weil er mich einmal bei einem Spickversuch erwischt hatte. Ich beobachtete Klara, die ein paar Reihen vor mir sass. Sie hatte nichts bemerkt. Gut so. In mich hineinlächelnd machte ich mich daran, die Aufgaben zu lösen beziehungsweise sie nicht zu lösen. Ich verstand kein Wort. Aber das war bei mir auch normal, zumal ich mich bei diesem Lärm schlecht konzentrieren konnte. Ich sah mich um und suchte nach dem Ursprung des Lärms. Klara wühlte in ihrem Etui herum. «Sie hat bemerkt, dass der Stift weg ist», schoss es mir durch den Kopf. «Gib ihn zurück! Dann kommst du noch mit einem blauen Auge davon.» Melanie Meister «Tut mir leid, den habe ich nicht gesehen. Hat ihn sonst jemand gesehen?» Nochmals Glück gehabt, er hatte den Stift wirklich nicht bemerkt. «Sag es! Gib es zu!» Nein, dachte ich entschieden. Als sich niemand meldete, sagte Herr Vogt: «Dann nimm einfach einen anderen Stift.» Er wollte sich schon wieder seinem Buch widmen, da sagte Klara: «Das geht nicht. Ich brauche diesen Stift.» Und dann ging das Geheule wieder los, und mein Gewissen meldete sich neuerlich. «Siehst du, wie sie weint? Der Stift ist ihr wirklich wichtig. Gib ihn zurück!» «Ich sehe gar nichts.» Das stimmte, schliesslich hatte mir Klara den Rücken zugedreht. Aber dieses Geheule! Ich verdrehte die Augen. Das war doch nur ein Stift, weiter nichts. Ich verstand nicht ganz, was das Drama um einen Stift sollte. «Dann kannst du ihn ja auch zurückgeben.» Wie kann man bloss sein Gewissen abstellen? Das musste ich wirklich einmal herausfi nden. «Indem du den Stift zurückgibst», beantwortete mir mein Gewissen meine Frage. Sollte ich wirklich? Ich ignorierte die vielen Berufsschule und Praxisorientierung? Eine anspruchsvolle Aufgabe für ein Umfeld, in welchem die Theorie im Vordergrund steht. Doch auch die Berufsschule trägt dazu bei, die Lernenden fit für den Arbeitsmarkt zu machen. Sie sollen lernen sich zu engagieren und Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Das bwd hat mit ihrem Projekt KompUS ein Ausrufezeichen gesetzt und mutig Neuland beschritten. Ein Projekt, welches die Nähe zur Praxis sucht und eine Chance für alle Beteiligten ist! Stefan Thöni, Projektleiter Berufsbildung, Swisscom AG Theorie und Praxis sind gegensätzliche Pole und trotzdem gehören sie zusammen. Theorie hat zu tun mit Fragen stellen, abstraktem Denken und Utopien, Praxis mit Realität, Individualität, Handwerk und Anwendung. Theorien verändern die Praxis, die Praxis befl ügelt Theorien. In der berufl ichen Grundausbildung haben wir beide Pole in Schule und Lehrbetrieb vereint. Nutzen wir diese Chance! Danièle Fischer, Lehrkraft Kaufmännische Berufsfachschule In den letzten zehn Jahren haben sich viele Schüler und Schülerinnen im Unterricht demotiviert gezeigt, nur unter Druck gelernt, schnell aufgegeben, die Verantwortung für den Misserfolg in der Schule, für den «Verleider» auf die Schultern der Lehrpersonen gelegt. Die Lehrpersonen haben besorgt reagiert, noch mehr Übungen geschrieben, noch mehr Erklärungen abgeben. Die Lehrpersonen haben also noch mehr übernommen, den Schulstoff «in Häppchen» eingeteilt, für Unterhaltung gesorgt, konkurriert mit allen Unterhaltungsmöglichkeiten der Medien. Das hat nichts gebracht, im Gegenteil, die Passivität eher noch gefördert. Nur wenn die Lernenden ihr Hirn auf ON schalten und aktiv werden, wird das Lernen effektiv, vergeht die Unterrichtszeit schnell, zeigen die Leistungen nach oben. Lernen ist dann am effektivsten, wenn die lernende Person mehr tut als zuhören oder lesen. Wenn sie selber verantwortlich ist dafür, wann sie was wo unternimmt und übernimmt. Am Anfang empfi nden die Lernenden es als mühsam, wenn sie sich selber um Unterlagen, Erklärungen, Einsichten kümmern müssen. Klar, es ist bequemer, wenn die Lehrperson die Materialien liefert und sagt, was man machen muss. Aber irgendwann springt der Funke. Die Zeit selber einteilen, das Arbeitstempo selber bestimmen, Schwerpunkte selber legen ist attraktiver als der Lehrperson lange zuhören, als das Arbeiten im Klassentempo, als abwarten, bis der Letzte verstanden hat. Das alles hat doch oft zu Langeweile geführt, die überwunden wurde mit Schwatzen, mit heimlichen Tätigkeiten wie «Schiffchen versenken», «20 Minuten» lesen. Die Lehrpersonen müssen sich auch daran gewöhnen, dass sich ihre Rolle verändert. Statt lange Vorträge zu halten, statt vorzumachen, wie eine Übung gelöst werden muss, vertrauen sie darauf, dass die Lernenden fähig sind, das Lernen SELBER zu organisieren und zu gestalten. Die Lehrperson wird zum Coach, der hilft, wenn Schwierigkeiten auftauchen, wenn Lernende sich auf falsche Wege begeben. Aber sogar in dieser Situation versucht die Lehrperson, den Lernenden nicht direkt zu raten, wie er/sie es besser machen könnte, sondern führt die Lernenden wiederum zur eigenen Einsicht, wie etwas anders gemacht werden könnte. Die Lernenden werden fähig, sich selber einzuschätzen, sich zu beurteilen, die Arbeitsweise zu überdenken. Sie merken, welche Arbeitsweisen angenehm und effi zient sind. Und diese Verhaltensweisen, diese Arbeitsweisen sind ebenso nützlich in der Praxis, im Lehrbetrieb! Schon wieder mein Gewissen. «Sie hat keine Ahnung, dass ich ihn habe», gab ich bissig zurück. Nach ihrer erfolglosen Suche streckte Klara die Hand in die Höhe. Als Herr Vogt keine Anstalten machte, von seinem Buch aufzusehen, über das er sich anfangs Stunde gebeugt hatte, platze sie heraus: «Herr Vogt? Mein Stift ist weg! Letzte Lektion hatte ich ihn noch. Jetzt ist er weg.» Herr Vogt sah sie durch seine Brille hindurch an. «Wie sah er denn aus?», fragte er. «Gold mit Verzierungen», antwortete sie fast schon ein wenig hysterisch. Hoffentlich hatte Herr Vogt den Stift nicht gesehen, als er mein Etui durchsucht hatte. JaRufe meines Gewissens und beobachtete Klara. Herr Vogt hatte sich mittlerweile neben sie gekniet und versuchte sie zu beruhigen. Natürlich erfolglos. Sie sah ja schon Mitleid erregend aus oder hörte sich jedenfalls so an. Und es war ja schliesslich nur ein Stift. Aber ein wirklich sehr schöner Stift. Ach auch egal. «Ich habe einen Stift am Boden gefunden, habe ich ganz vergessen.» Ich schnappte mir den Stift und hielt ihn ihr hin. Sie hörte sofort auf zu weinen und strahlte mich an. Na ja, den Stift war ich zwar los, dafür gab jetzt aber endlich mein Gewissen Ruhe.

10 bwd KBS 17 Beste Prüfungsleistung: Interview mit Henri Saarelainen bwd KBSHighlights von Esther Räuftlin Sohns, Stv. Schulleiterin Kaufmännische Berufsfachschule Sie absolvierten als ausgebildeter Tontechniker die Kaufmännische Ausbildung, wie kamen Sie dazu? Eine Kollegin berichtete mir von ihren Eindrücken und Erfahrungen aus ihrer Lehrzeit als Kauffrau. Diese haben mir sehr gefallen und ich konnte mir gut vorstellen, Kaufmann zu werden, weil mich wirtschaftliche Themen stark interessieren. Mit dem Richtungswechsel «Kaufmann» ging auch die Überlegung einher, durch das KV die notwendigen betriebswirtschaftlichen Grundlagen für ein eigenes Geschäft zu erlangen. Heute ist es mir jedoch viel wichtiger, nach meinen Weiterbildungen eine gute Stelle zu fi nden. Henri Saarelainen Henri Saarelainen hat seine Lehre beim Anwaltsbüro Saluz in Bern absolviert und die beste Lehrabschlussprüfung abgelegt. Sie haben mit einem Durchschnitt von 5.8 abgeschlossen! Herzliche Gratulation! Lernten Sie viel, oder ist Ihnen auch einiges in den Schoss gefallen? Vielen Dank! Dieser Abschluss bedeutet für mich ein Highlight. Besonders freut es mich, dass ich überhaupt die Chance erhalten habe, diese Ausbildung absolvieren zu dürfen. Daher war mir von Anfang an klar, dass ich mein Bestes geben würde. Leichter gesagt, als getan! Ich musste mich gut organisieren und viel lernen, um diesem hohen Vorsatz gerecht zu werden. Der Erfolg fi el mir also keineswegs wie ein reifer Apfel in den Schoss. Sie sind ein ehrgeiziger Mensch, der Ziele erreicht. Ihr Erfolgsrezept? Ich setze mir realistische Ziele und bin entschlossen, diese zu erreichen. Wenn mir ein Projekt sinnvoll erscheint, bin ich gerne bereit, die nötigen inneren Antriebskräfte zu entfalten, um es bestmöglich zum Ziel zu führen. Wie verbringen Sie Ihre Freizeit? Ich liebe Sport! Besonders geniesse ich jede Form von Fitnesstraining sowie Joggen. Genauso wichtig ist es für mich, Zeit mit meinen Freunden zu verbringen. Meine Leidenschaft ist jedoch die Musik. Vor allem die tontechnische Seite der Musik fasziniert mich. Seit meiner Erstausbildung zum Tontechniker kann ich meine Finger nicht mehr von den vielen Knöpfen und Reglern lassen, die man in einem Tonstudio vorfi ndet. Und ich habe Glück: Ein guter Freund von mir besitzt ein professionelles Tonstudio in Worb bei Bern, in welchem ich in meiner Freizeit Musik machen darf. Am liebsten produziere ich moderne Stile wie beispielsweise HipHop, bin aber offen für alle Musikrichtungen. Ich knüpfe liebend gerne neue musikalische Kontakte und freue mich über Kontaktaufnahmen via Wie fanden Sie eine Lehrstelle war das einfach? Nein, das war nicht einfach und erst recht zeitintensiv. Die Suche begann bei der Berufs, Studien und Laufbahnberatung (BIZ) in Bern. In der Folge führte ich unzählige telefonische Anfragen durch und durfte mich schliesslich bei etwa 40 Lehrbetrieben schriftlich bewerben. Nur von zweien wurde ich zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen. Wenig später erhielt ich eine Zusage, welche ich mit grosser Freude annahm. Empfehlen Sie heute die Ausbildung «Kauffrau/Kaufmann»? Weshalb? Ja, diese Ausbildung fi nde ich attraktiv. Mir gefällt, dass dieser Lehrgang auf Themen fokussiert, welche sehr nützlich im berufl ichen und ebenso im privaten Alltag sein können. Dazu zähle ich die buchhalterischen, aber auch die sprachlichen Kompetenzen, welche gezielt verbessert und ausgebaut werden. Welches sind nun Ihre Pläne? Noch diesen Sommer beginne ich mit der Vollzeitberufsmaturität. Was ist die Defi nition von «praxisorientiert»? Sinnbildlich soll dies heissen: Was man zuhause lernt, wird in der Öffentlichkeit angewendet. Kann dieser Vergleich jedoch auch mit unserer Schule gemacht werden? An der bwd KBS mussten wir uns beweisen. Jedoch konnten wir das Erlernte in der Praxis des Betriebs, wie teilweise auch im Privaten anwenden. bwd praxisorientiert! Theo Marti, Lernender Kaufmännische Berufsfachschule Besonders freut es mich, dass ich während dem BMSJahr weiterhin einen Tag in der Woche in meinem Lehrbetrieb arbeiten darf. Nach der BMS würde ich gerne ein Teilzeitstudium an der Fachhochschule für Wirtschaft und Verwaltung in Bern absolvieren. Ob ich danach weiterstudieren möchte, weiss ich noch nicht. Haben Sie einen Traum und wenn ja, welchen? Mein Traum ist, eines Tages ein eigenes privates Tonstudio zu besitzen. Preisträgerinnen und Preisträger 2012 Lehrabschlussprüfungen Erst die Lehrabschlussprüfungen bringen es an den Tag: Wer schliesst die Lehre erfolgreich ab? Spätestens im 3. Lehrjahr beginnen die Berechnungen: Was für eine Erfahrungsnote gibt es aus diesen Zeugnisnoten? Was zählt wie? Wie wird gerundet? Die Lehrpersonen kennen ihre «Kunden» und auch ihre «Pappenheimer» Sie sind fast ebenso gespannt auf die Resultate. Während zwei Wochen werden die schriftlichen Arbeiten der 180 Lernenden korrigiert, jede Arbeit mindestens zweimal. Tagelang wird mündlich geprüft, jeweils zwei Experten befragen jeden Lernenden. In diesem Stadium ist nicht abzuschätzen, was für Endergebnisse daraus entstehen. Im Sekretariat werden Noten in die Datenbank eingetragen, jede Note ein zweites Mal zur Kontrolle. Die Noten der betrieblichen Prüfungen werden eingelesen. Dann beginnt die grosse Druckmaschine zu arbeiten: Notenausweise, Briefe, Statistiken. Die Arbeiten der Lernenden, die nicht bestanden haben, werden nochmals durchgesehen, damit wirklich kein Punkt zu wenig verteilt ist. An der Sitzung der Verbandsprüfungskommission schliesslich werden alle Noten erwahrt, nochmals sitzt man über Arbeiten und Noten von Lernenden, die knapp nicht bestanden haben. Und endlich sind die Namen der Lernenden bekannt, die bestanden haben. Im Juni 2012 freuten wir uns darüber, dass der Abschluss nur wenigen nicht gelungen ist und dass die Notendurchschnitte der Fächer gleich oder besser waren als im Und dann der Höhepunkt: Die Lernenden erhalten das Zertifi kat überreicht und können sich feiern lassen. Es ist geschafft! Die Q2EZertifi zierung ist erreicht! Im Eingangsbereich des Schulhauses hängt es: das Zertifi kat Q2E Qualität durch Evaluation und Entwicklung. Ein Gremium hat die Schule auf Herz und Nieren geprüft. Sind die Lernenden gut ausgebildet? Sind sie zufrieden mit dem Unterricht? Mit der Organisation der Schule? Sind die Lehrpersonen gut ausgebildet und zufrieden mit der Schulleitung? Sind die Berufsbildenden gut informiert über den Schulbetrieb und über die Leistungen ihrer Lernenden? 120 Personen wurden befragt, es wurde diskutiert, beurteilt, abgewogen. Auch alle schriftlichen Unterlagen der Schule wurden geprüft. Die Experten zeichneten ein gutes Bild der Schule, sie fanden das Positive, aber auch die Schwachpunkt. Umso mehr freute es uns, dass das Ergebnis als zertifi katswürdig eingeschätzt wurde. Die grosse Arbeit hat sich gelohnt. Etwas Erstaunliches wurde uns angekreidet: Wir haben die positiven Resultate zu wenig publik gemacht, wahrscheinlich aus echt schweizerischer Bescheidenheit. Nun geht es ans Verbessern der Schwachpunkte, und dabei muss das qualitativ Gute auch im Auge behalten werden. Eine grössere Aufgabe wird sein, alle Qualitätsbestrebungen Schulentwicklungsprojekte, die Befragung der Lernenden, der Lehrbetriebe, die Auswertung der Rückmeldungen auf den Unterricht, die Optimierung der administrativen Abläufe alles zu bündeln, zu koordinieren, damit nicht einzelne losgelöste Themen bearbeitet werden, sondern ein Ganzes entsteht, ein Strauss von Qualitätsarbeiten, die aufeinander abgestimmt sind und die gleichen Ziele verfolgen. Es gibt noch zu tun!

11 bwd WB 19 Praxisorientierung ein USP 1) der Höheren Berufsbildung von Thomas Schneider, Rektor Weiterbildung Interview mit Hansueli von Allmen, Präsident Verein Politforum Thun von Thomas Schneider, Rektor Weiterbildung Thomas Schneider Rückblick Seit gut einem Jahr bin ich nun als Rektor der bwd WB tätig. Von Beginn weg an erlebte ich ein äusserst spannendes, abwechslungsreiches und herausforderndes Jahr. Ich konnte mich gut in mein neues Arbeitsgebiet und in meine neue Funktion einarbeiten. Ich erlebe dabei eine vertrauensvolle, harmonische und konstruktive Zusammenarbeit in der Direktion wie in der Verwaltung. Alle wichtigsten Vertreterinnen und Vertreter sowie Schlüsselpersonen unserer Träger, Verbände und Ausbildungspartner lernte ich während dem Jahr kennen. Wir haben gegenseitig die Erwartungen und Bedürfnisse ausgetauscht und bereits einige Projekte und Ideen in diesem Jahr gemeinsam initiieren können. Als eine entscheidende Phase in der Einarbeitung erlebte ich auf Stufe Direktion den Einbezug in die Entwicklung und Umsetzung der Strategie , die Erarbeitung des neuen Geschäfts und Personalreglements und das Projekt «Weiterentwicklung bwd». Im Arbeitsalltag lernte ich eingehend unser Angebots und Dienstleistungsportfolio kennen. Wie an einem Bildungszentrum üblich, wird ein «Tour d Horizon» in einem Schuljahr erlebt, wie z.b. die Kursund Lehrgangsorganisation, das Kursmanagement, die Prüfungsorganisation und Durchführung, die Funktion als Prüfungsleiter, die Abschluss und Diplomfeiern, die Leitung und die Führung der Geschäftsstellen sowie die Durchführung des Politforums Thun. Dabei erlebe ich das Team der Kursmanagerinnen, die Geschäfts/Fachstellenführung, die Dozenten und Dozentinnen tagtäglich mit grossem Engagement und hoher Kundenorientierung für die Angebote und Dienstleistungen der bwd WB. Neue Angebote mit hoher Praxisorientierung Der diesjährige Jahresbericht fokussiert sich auf das Thema der Praxisorientierung, ein wichtiger Wertetreiber neben der Innovation und der Kundennähe. Als Rektor der WB bin ich überzeugt, dass wir gegenüber unseren Kunden einen hohen Nutzen stiften, wenn wir unsere Angebote zusammen mit den Ausbildungskommissionen inhaltlich so gestalten, dass diese einen grösstmöglichen Praxisbezug zur künftigen Funktion ausweisen können. 1) Unique Selling Proposition Folgende neue Kurse und Lehrgänge haben wir im 2011/2012 mit den Trägern entwickelt und eingeführt: PilotLehrgang «Sachbearbeiter/in Baubewilligungsverfahren» (Siehe Interview mit C. Luginbühl) Einführungslehrgang in die Notariatsbranche (Siehe Interview B. Biedermann, VbN) Kurs «Einführung in Bau, Planungs und Umweltverfahren» Pilot «Case studies»: «Schulorganisation in der Gemeinde», (Zusammenarbeit ERZ, PH, bwd) Prüfungsvorbereitungskurs PModule ZIV Gemeindekadertag 2011/2012 Aus und Weiterbildung auf Tertiärstufe Die Bildungsgänge der Höheren Berufsbildung bauen auf der Sekundarstufe II auf. Ihre Stärken liegen in der Praxisorientierung. Sie fördern insbesondere die Fähigkeit zu methodischem und vernetztem Denken, zur Analyse von berufsbezogenen Aufgabenstellungen und zur praktischen Umsetzung der erworbenen Kenntnisse. Die Prüfungen sind daher praxisorientiert, berufsbegleitend und stärker spezialisiert als eine vergleichbare Hochschulausbildung. Die Prüfungen führen zu einem anerkannten Titel, wie z.b. eidg. Fachausweis Zivilstandsbeamter/ in oder das Diplom Bernische Gemeindeschreiber/in, usw. Strategien sind abstrakte Begriffe, welche erst mit konkreten Massnahmen umgesetzt werden. Erst diese konkreten Massnahmen sind für den Nutzer der Dienstleistung spür und erlebbar. Die Dichte der Anmeldungen, die Zahl der bestandenen Prüfungen zeigen, dass die Verantwortlichen des bwd es schaffen die gewünschten Dienstleistungen praxisorientiert und somit gemäss der gewählten Strategie zu gestalten. Ueli Hofer, Bauverwalter, Bauverwaltung Pieterlen Ausblick Die Praxisorientierung, ein entscheidender USP 1) der Höheren Berufsbildung, ist auch in Zukunft in den Lehrgängen mit all den unterschiedlichen didaktischen Konzepten ein entscheidender Faktor. Die Lehrgänge mit Fachausweis oder Diplom sind parallel zu den höheren Fachschulen und Fachhochschulen entscheidende Ausbildungswege. Laut den Angaben des BBT gibt es in der Schweiz rund 370 eidgenössische Berufs und höhere Fachprüfungen. Pro Jahr werden in der Schweiz rund Fachausweise und Diplome verliehen. Aufgrund dieser Ausgangslage freue ich mich sehr in Zusammenarbeit mit unseren Ausbildungspartnern neue Ausbildungen und Dienstleistungen am bwd zu lancieren. Politforum Thun Eine Erfolgsstory? Auf dem Weg zu einer Erfolgsstory, würde ich sagen. Steigende Teilnehmerzahlen, hohe positive Beurteilungsnoten der Teilnehmenden, jährlich zunehmende Präsenz in den Medien, viele fachlich überdurchschnittliche Referate und ein Weiterbildungsanlass mit einem hohen Unterhaltungswert. Das ist eine Zwischenbilanz nach 7 Politforen. Wie ist dieses Forum entstanden Welche Bedürfnisse waren vorhanden? Ausgangspunkt und Idee war ein Lehrgang für Politiker und Politikerinnen im Kanton Aargau und meine Suche im Jahr 2005, als damaliger Thuner Stadtpräsident, nach neuen Anlässen für meine Stadt Thun. Im Hinterkopf immer auch das Bonmot, wonach man den Beruf des Politikers nicht lernen könne und das merke man auch am Ergebnis. In mehreren Arbeitssitzungen mit Vertretern der späteren Trägerschaft und nach einem Gespräch mit einem der Aargauer Exponenten wurde ein erster Pilotanlass für bernische Politiker entwickelt. Wer ist die Trägerschaft, wer steht für dieses Forum ein? Neben der Stadt Thun und deren Motiven (ein neuer Anlass mit Ausstrahlung) waren die möglichen Partner bald gefunden. Institutionen, die zu Weiterbildung, Politik und Gemeinden einen Bezug haben. Also der «Verband Bernischer Gemeinden» (VBG), das «Amt für Gemeinden und Raumordnung» des Kantons Bern und das «Bildungszentrum für Wirtschaft und Dienstleistung» (bwd). Die Vier haben sich bald zu einer Partnerschaft in einem eigens gegründeten Verein zusammengefunden. Seit Beginn sind die BDO AG, die Previs Personalvorsorgestifung Service Public sowie das Kompetenzzentrum für Public Management der Universität Hauptpartner bzw. wissenschaftliche Partner des Politforums Thun. Was sind die Besonderheiten, welche Mehrwerte bietet das Politforum? Programmatisch versucht das Politforum aktuelle Herausforderungen und Probleme der bernischen Politik aufzunehmen und in Referaten, Podien oder Workshops zu vertiefen. Die überaus geschätzte humoristische CoModeration durch den Komiker Gerhard Tschan ist ein wichtiger Erfolgssgarant. Dass der Anlass am Freitagmittag beginnt und am Samstag endet, ist eine bewusste Strategie: Der Abend soll dem Austausch unter den Teilnehmenden und der Geselligkeit gewidmet sein. Gerade so, dass ein Übernachten in Thun dazu gehört und auch ein lokaler volkswirtschaftlicher Nutzen entsteht. Was hat der Teilnehmende für einen Nutzen? Was sind die Gründe eines Besuchs? Sicher ist die Thematik des jeweiligen Politforums Anlass für oder gegen einen Teilnahmeentscheid. Das ist für uns Organisatoren auch eine ständige Herausforderung, nicht in zu starke Wiederholungen zu verfallen und dafür zu sorgen, dass das fast ein Jahr zum Voraus festgelegte Programm und die einzelnen Referate ihre Aktualität behalten. Nicht zu unterschätzen sicher der Unterhaltungswert des Forums, die Möglichkeiten zum Networking und in aller Bescheidenheit: Die gute Organisation. Hansueli von Allmen Was waren die prägendsten Erlebnisse über die letzten 7 Politforen? Dazu gehört sicher die Züglerei des Tagungslokals: Vom Hotel Freienhof in den Schadausaal, dann während dessen Renovation ins Congress Hotel Seepark und jetzt defi nitiv ins neue KKThun. Die loyale und konsensorientierte Zusammenarbeit der vier Trägerorganisationen und die doch recht zahlreichen Wiederholungsteilnehmer. Schliesslich freut mich, dass mit der Stadt Thun ein Vertrag als Standortpartner geschlossen werden konnte und dieser wichtige Anlass mit dem Namen der Stadt verbunden bleibt. Wie erleben Sie die Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle bzw. mit dem bwd? Das Mandat für die Geschäftsführung des Politforums liegt beim bwd, das uns in den bisherigen Foren eine ausgezeichnete Dienstleistung, administrative und organisatorische Begleitung und Entlastung geboten hat. Präsident und Vorstandsmitglieder sind froh darüber und danken herzlich. Welche Visionen oder Aussichten haben Sie für das Politforum? Von den vier GründerVorstandsmitgliedern steht für 2012 eine weitere und dritte Ablösung in Aussicht, so dass ich der letzte «Überlebende» aus dem Gründungsjahr 2006 sein werde. Bei meinem voraussichtlich 2014 auch anstehenden Ausscheiden ist mir wichtig, dass Qualität und Ort beibehalten und die Teilnehmerzahl weiter gesteigert werden kann. Was wünschen Sie sich für Themen für die Zukunft? Konkret möchte und kann man sich nicht weit zum Voraus festlegen. Sicher ist mir wichtig, dass die Themen dem Umstand Rechnung tragen, dass der Kanton Bern über 300 mehrheitlich kleinere Gemeinden hat. Theoretische Ansätze sind wichtig, aber am liebsten sind mir Referate von Leuten aus der Praxis.

12 bwd WB 21 Bester Abschluss DLG 2011/2012: Interview mit Nadine Schneider von Thomas Schneider, Rektor Weiterbildung Interview mit Birgit Biedermann, Notarin und Präsidentin des Verbands bernischer Notare von Alice Baumann, Journalistin Nadine Schneider Frau Nadine Schneider, 28 Jahre, aus Kirchberg ist diplomierte Finanzverwalterin und Gemeindeschreiberin. Im Juni 2012 erhielt sie als Klassenbeste das Diplom als Bernische Gemeindeschreiberin. Sie arbeitet seit Juli 2008 als höhere Sachbearbeiterin Finanzen und ab 1. August 2012 als stellvertretende Leiterin Verwaltung auf der Gemeindeverwaltung in Moosseedorf. Sie haben die Diplomausbildung zur Bernischen Gemeindeschreiberin mit der Note 5.5 als Klassenbeste abgeschlossen. Herzliche Gratulation! Was motiviert Sie zu solchen Höchstleistungen? Besten Dank für die Glückwünsche. Speziell motivieren musste ich mich nicht. Ich habe mich vor gut 1 ½ Jahren aus eigener Initiative entschieden diese Weiterbildung zu absolvieren und wurde von meinem Arbeitgeber stets unterstützt. Wenn ich eine Aufgabe in Angriff nehme, dann mache ich dies auch richtig. Mit einem solch guten Resultat habe ich allerdings nicht gerechnet. Sie haben die Doppelbelastung von Ausbildung und Beruf offensichtlich sehr gut gemeistert. Haben Sie ein Geheimnis für diesen Erfolg? Für diesen Erfolg habe ich leider kein Geheimnis. Da mich die Materie sehr interessiert, fi el es mir auch leicht zu lernen. Meine Freunde, Familie und Hobbys gaben mir jeweils die nötige Abwechslung. Es war eine sehr intensive Zeit und ich bin froh, habe ich nun auch wieder mehr Zeit für mich. Was nehmen Sie von der Ausbildung zur Gemeindeschreiberin am bwd persönlich mit? Ich konnte während der Ausbildung diverse interessante Personen kennen lernen und auch viele persönliche Kontakte knüpfen. Dies ist auch für die zukünftige Arbeit wichtig, wenn man weiss, wo man nachfragen kann. Haben Sie das bwd, respektive die bwd Weiterbildung in dieser Zeit als kundennahes und als dienstleistungsorientiertes Bildungszentrum wahrgenommen? Im Grossen und Ganzen bin ich mit der Organisation des bwd zufrieden. Das bwd ist eine modern eingerichtete und gut situierte Schule mit geeigneten Räumen. Es gibt einige organisatorische Punkte die noch verbessert werden könnten, darauf will ich aber hier nicht näher eingehen. Das bwd war stets bemüht alle Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen. Wie haben Sie die Praxisorientierung in der Ausbildung erlebt? Es gab einige Fächer wo der Praxisbezug einfach war. Alles was mit Recht zu tun hatte, konnte auch gut an Beispielen illustriert werden und auf die Gemeinden abgespiegelt werden. Andere Fächer wie Gemeindeführung oder Personalführung waren da eher schwieriger. So war doch das meiste eher Theorie. Doch ist es gut, all dies einmal gehört zu haben. Wenn man dann einmal in einer schwierigen Situation steht, weiss man zumindest wie man sich verhalten sollte. Was bedeutet für Sie Praxisorientierung in Ihrem berufl ichen Alltag? Der Berufsalltag ist Praxis. Ich versuche das in der Schule gelernte nun in der Praxis anzuwenden, was leider nicht immer einfach ist. Aber das ist doch das gewisse Etwas, das unseren Job so spannend macht! Was sind Ihre nächsten berufl ichen Ziele? Zuerst werde ich mich nun auf einem fünfwöchigen USATrip von meinen Prüfungsstrapazen erholen. Per 1. August 2012 werde ich die Stelle als stellvertretende Leiterin Verwaltung in der Gemeinde Moosseedorf übernehmen. Ich freue mich auf diese neue Herausforderung und hoffe, dass ich mein erlerntes Wissen gut in die Praxis umsetzen kann und dass mir die Arbeit vor allem viel Freude bereitet. Die Ausbildung zur Bernischen Gemeindeschreiberin am bwd habe ich als qualitativ hochstehenden Lehrgang erlebt. Das bwd und die Ausbildungskommission sind bestrebt, ein theoretisch solides Fundament zu vermitteln und auch stark anwendungsbezogen zu unterrichten. Deshalb werden als Dozierende vorwiegend Fachleute aus der Praxis eingesetzt. So erwirbt man einen gut gepackten, praxisnahen Wissensrucksack. Laura Saurer, Gemeindeverwaltung Amsoldingen Die Diplomausbildung zur bernischen Gemeindeschreiberin/zum bernischen Gemeindeschreiber dauert zwei Semester und umfasst total 272 Lektionen. In der Regel wird sie als Fachausbildung nach dem Erwerb des Fachausweises Gemeindefachangestellte/r und einem Führungssemester absolviert. Im Juni 2012 konnten total 17 Gemeindeschreiberinnen und Gemeindeschreiber im Hotel Bellevue diplomiert werden. Der nächste Diplomlehrgang beginnt im Frühjahr Der Notariatsbranche mangelt es an qualifiziertem Nachwuchs im Sekretariatsbereich. Warum hat der Verband bernischer Notare für seine Personalrekrutierung das Bildungszentrum für Wirtschaft und Dienstleistungen bwd als Kooperationspartner ausgewählt? Unser Berufsalltag ist sehr anspruchsvoll. Zwischen einem KVAbschluss und dem Einstieg in unsere Branche gibt es einiges zu lernen und zu erfahren. Der neue Einführungslehrgang in die Notariatsbranche vermittelt das nötige Wissen sehr praxisorientiert und kundennah. Was macht die Arbeit in einem Notariat spannend? Die Dienstleistungen der Notare bilden das ganze gesellschaftliche Leben ab. Wir arbeiten Verträge aus für Menschen, die zum Beispiel eine Immobilie kaufen, Vermögen erben oder vererben, heiraten oder ein Unternehmen gründen wollen. Welche Rolle spielt dabei die Beratung? Die Beratung ist der wichtigste Teil unserer Arbeit. Wir freiberufl ichen Notare verstehen uns als Dienstleister, die für die Kundschaft das beste Resultat erreichen wollen. Indem wir ausgewogene Verträge ausarbeiten, minimieren wir die Risiken für die Parteien. Wir beraten unsere Kunden kompetent und ausgewogen. An diesem Beratungsakt sind auch unsere Mitarbeitenden im Sekretariat beteiligt. Daher brauchen sie eine solide Aus und Weiterbildung. Diese holen sie sich am besten beim bwd. Warum betonen Sie, dass Sie freiberufl ich tätig sind? Im Kanton Bern werden alle beurkundungspfl ichtigen Geschäfte von freiberufl ichen Notaren abgewickelt. Uns charakterisiert, dass wir auf eigene Rechnung und Verantwortung tätig sind. Im Gegensatz zu einem Amtsnotar sind wir Berner Notare nicht beim Kanton angestellt. Vom Kanton Bern erhalten wir einzig eine Berufsausübungsbewilligung und den Eintrag ins Notariatsregister. Die Vorschriften in Bezug auf die Organisation des Büros, den Umgang mit Kundengeldern und die jährlichen Revisionen sind sehr streng. Auch dafür brauchen wir gut qualifi ziertes Personal. Birgit Biedermann Was unterscheidet eine Notarin von einem Anwalt? Wir vertreten keine der involvierten Parteien, sondern sind neutral. Nach dem Notariatsgesetz sind bei einem Kaufgeschäft beide Parteien unsere Auftraggeber. Wir dürfen daher keine Interessen vertreten. Prozesse und Konfl ikte moderieren wir gern, und Verhandlungen führen dürfen wir auch. Bei Erbschaftskonfl ikten schaffen wir es meistens, die zerstrittene Verwandtschaft an einen Tisch zu bekommen und die Differenzen auszudiskutieren. Sind die Positionen festgefahren, ziehen wir uns zurück. Denn Notare sind weder Richter noch Anwälte. Welches ist der Hauptnutzen der Weiterbildung des bwd? In einem Basismodul, Hauptmodul und Praxismodul lernen die künftigen Notariatsangestellten das Notariatswesen an 13 Kurstagen berufsbegleitend kennen. Danach sind sie fähig die Notarin oder den Notar markant zu unterstützen und zu entlasten. Denn sie kennen nun die administrativen Abläufe eines Notariatsgeschäfts im Hinblick auf die Ausarbeitung und Verarbeitung von Urkunden und sind in der Lage, administrative Arbeiten wie das Registeranmeldungen, Korrespondenz, Ausfüllen von Formularen usw. selbstständig zu erledigen. Welche Voraussetzungen müssen die Besucher dieses Lehrgangs erfüllen? Der Kursbesuch setzt zwei Dinge voraus: das Interesse an einer Tätigkeit in einem Notariatsbüro und kaufmännische Berufserfahrung. Diese Weiterbildung eignet sich bestens für Um und Wiedereinsteigerinnen. Für sie ist dieser Lehrgang des Verbands bernischer Notare mit dem bwd oft der Schlüssel zu Ihrem Erfolg! Und was folgt auf den Einführungslehrgang in die Notariatsbranche? Eine Fortsetzung zu diesem Kurs ist der Fachausweislehrgang für Notariatsangestellte. Auch diesen führen wir als Verband bernischer Notare erfolgreich mit dem bwd durch.

13 Anhang 23 bwd WBHighlights Behörden, Organe, Kommissionen von Claudine Luginbühl, Präsidentin Ausbildungskommission Fachausbildung Bauverwalter/in Die Sachbearbeitenden der Bauverwaltungen erhalten einen Überblick über die Rechtsquellen und kennen die wichtigsten gesetzlichen Grundlagen. Sie können sich an verwaltungsrechtlichen Grundsätzen orientieren, kennen die Zuständigkeiten und Verfahrensschritte. Sie werden befähigt, das Baubewilligungsverfahren korrekt durchzuführen und sie wissen, wie gegen unbewilligtes Bauen einzuschreiten ist. Abschliessend erweitern sie ihren Horizont im Umwelt, Planungsund Erschliessungsrecht. Eidgenössische und kantonale Behörden Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) Renold Ursula, Abteilung Berufsbildung, Direktorin Erziehungsdirektion des Kantons Bern (ERZ) Dr. Pulver Bernhard, Regierungsrat, Erziehungsdirektor Mittelschul und Berufsbildungsamt des Kantons Bern (MBA) KBS (ehemals BV) Schulleitung Jenny Brigitte (Rektorin) Räuftlin Esther (Mitglied der Schulleitung) Etienne Marcel (Koordinator Lehre und Sport Musik, Mitglied der Schulleitung) Verbandsprüfungskommission Bern Rüfenacht Beatrice (Präsidentin), Leibundgut Andres, Bass Giusep, Jenny Brigitte, Claudine Luginbühl Lehrgang Baubewilligungsverfahren Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von bernischen Bauverwaltungen können sich heute mit dem Fachausweis für den Bernischen Gemeindefachmann/frau, im Diplomlehrgang für den Bernischen Bauverwalter/Bauverwalterin sowie in Seminaren und Tageskursen weiterbilden. Trotz dieses fundierten Angebotes, bekunden die Gemeinden seit längerer Zeit Mühe, fachlich ausgebildetes Personal für die Bauverwaltungen zu gewinnen. Auf Stufe Sachbearbeiter und Sachbearbeiterinnen besteht im Bereich Baubewilligungsverfahren/Baupolizei kein eigentliches Weiterbildungsangebot. Der neu konzipierte Lehrgang soll diese Lücke füllen. Die Teilnehmenden werden in den Fachbereichen Baubewilligungsverfahren und Baupolizei praxisorientiert geschult. Das beherrschende Thema ist das Baubewilligungsverfahren, welches nebst anderen Das kompakte Wissen wird in 88 Lektionen vermittelt. Nebst 20 Lektionen Verwaltungs, Planungs und Erschliessungsrecht werden 68 Lektionen im Bereich Baurecht unterrichtet. Der Hauptteil nimmt das Baubewilligungsverfahren und die Messweisen ein. Der Erfolg eines Weiterbildungsangebotes ist mit den Dozierenden eng verknüpft. Wir haben das Glück, auf erfahrene Dozenten des Kantons, der Gemeinden und aus der Privatwirtschaft zählen zu können. Unsere Dozierende sind versierte Praktiker, die im Arbeitsalltag mit den Fragestellungen rund um das Baubewilligungsverfahren/Baupolizei konfrontiert sind. Hier wird die praxisnahe Ausbildung gelebt. Der Lehrgang richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Bauverwaltungen und Regierungsstatthalterämtern, welche in den Bereichen Baubewilligungsverfahren und Baupolizei tätig sind. Dass mit dem Lehrgang ein Kundenbedürfnis erkannt wurde, zeigte sich bereits bei den Anmeldungen zum Pilotlehrgang. Innert zwei Wochen war der Lehrgang ausgebucht und es wurde eine Warteliste geführt! Das grosse Interesse veranlasste die zuständige Kommission, im Januar 2013 einen zweiten Pilotlehrgang anzubieten. Ninck Theo, Vorsteher Bürki Christian, Vorsteher der Abteilung Berufsfachschulen von Burg Thomas, Berufsschulinspektor Verein bwd Mitglieder Bernischer Anwaltsverband Bernisches Gemeindekader Verband bernischer Notare Verband Bernischer Gemeinden Verband Bernischer AHVZweigstellenleiter Berner Konferenz für Sozialhilfe, Erwachsenen und Kindesschutz Reisebürovereinigung der Kantone Bern und Solothurn Verein bernischer Regierungsstatthalterinnen und Regierungsstatthalter Schweizerischer Verband für das Zivilstandswesen login Ausbildungsverbund öffentlicher Verkehr Vorstand Jenzer Fritz (Finanzverwalter, Worb, Präsident), Kropf Blaise (Grossrat, vpod region bern), Läderach Thomas (Gemeindeschreiber, Fraubrunnen), Lauper Christoph (Leiter Grund Aebersold Stephan, Baumann Martin, kammermann Heinz, Kmoch Lukas, Lüthi Maria, Stämpfl i Franz WB Schulleitung Schneider Thomas (Rektor) Ausbildungskommission Lehrgang zur Vorbereitung auf die Berufsprüfung zur Erlangung des Diploms als Bernische Gemeindeschreiberin/Bernischer Gemeindeschreiber Scholl Peter (Präsident), Bühler Peter, Lanz Hansjörg, Pulver AnneMarie, Schneider Thomas, Wolf Ruedi Ausbildungskommission Lehrgang zur Vorbereitung auf die Berufsprüfung zur Erlangung des Diploms als Bernische Bauverwalterin/Bernischer Bauverwalter Luginbühl Claudine (Präsidentin), Frutschi Thomas, Haldi Matthias, Mischler Oliver, Perren Peter, Pulver AnneMarie, Schneider Thomas Prüfungskommission Lehrgang zur Vorbereitung auf die Berufsprüfung zur Erlangung des Fachausweises als Bernische Gemeindefachfrau/Bernischer Gemeindefachmann und Lehrgang zur Vorbereitung auf die Berufsprüfung zur Erlangung des Diploms als Der Begriff «praxisorientiert» bedeutet, ob sich etwas in der Praxis bewährt oder in die Praxis umgesetzt werden kann. Damit diese Voraussetzung erfüllt wird, braucht es die notwendige Theorie. Unsere Teilnehmenden profitieren von Dozierenden aus verschiedenen Bereichen, die es verstehen, die Theorie mit alltäglichen Beispielen zu ergänzen. Eine wertvolle Kombination von Wissensaustausch von Studierenden zu Ausbildenden und umgekehrt entsteht. Eine WinWinSituation also, von der beide Seiten nur profi tieren können. Irene Schindler, Kursmanagerin Weiterbildung Aufgaben eine zentrale Bedeutung geniesst. Werden Verfahren falsch eingeleitet, Amts und Fachstellen vergessen, Bewilligungen von nicht zuständigen Behörden erteilt, kann dies unangenehme Auswirkungen zur Folge haben. Unser Ziel, eine praxisnahe und fachspezifi sche Weiterbildung anzubieten, spiegelt sich auch in der Konzeption des Lehrgangs wieder. Eine Konkurrenz oder gar ein Ersatz zum Diplomlehrgang zum Bernischen Bauverwalter/Bauverwalterin bietet der neue Lehrgang nicht. Dies ist bereits aus der Lektionenzahl ersichtlich. Der Diplomlehrgang zum Bernischen Bauverwalter/Bauverwalterin umfasst 282 Lektionen und beinhaltet weitere fachspezifi sche Themen. Ebenso muss eine Konkurrenz zum Fachausweislehrgang zum Bernischen Gemeindefachmann/frau klar verneint werden. Im Gegensatz zum baulich ausgerichteten Lehrgang werden im Fachausweislehrgang sämtliche Aufgabenbereiche der Gemeinden berücksichtigt (Sozialhilfe, Finanzplanung, Bürgerrecht etc.). Ich bin überzeugt, mit dem Lehrgang Sachbearbeiter Baubewilligungsverfahren/Baupolizei den Gemeinden ein praxisorientiertes Weiterbildungsangebot unterbreiten zu können. Die Teilnehmenden können das am bwd vermittelte Wissen direkt am nächsten Tag in der Praxis anwenden. Der Nutzen für die Gemeinden aber auch für die Bauwilligen und Planer ist sehr hoch. Selbstverständlich ist das Potential für Weiterbildungsthemen mit dem neuen Lehrgang noch nicht erschöpft. In den Köpfen der Weiterbildungsverantwortlichen spuken Ideen für weitere, themenspezifi zierte Lehrgänge für das Gemeindepersonal herum. Ich bin gespannt, was sich in nächster Zeit zusammen mit den zuständigen Kommissionen und dem bwd entwickeln lässt. bildung, login Berufsbildung, Bern) ab 15. Mai 2012, Meyer Marianne (Notarin, Zäziwil), Siegenthaler Judith (CoLeiterin Lernendenausbildung des Personalamtes des Kts. Bern), Teuscher Michael (Regierungsstatthalter, Regierungsstatthalteramt Obersimmental Saanen), Wapp Daniel (Leiter Grundbildung, login Berufsbildung, Bern, Vizepräsident) bis 15. Mai 2012, Brack Katharina (Lehrkraft, BV Bern, Vertreterin der Lehrerschaft), Staub Irene (Lehrkraft, WMB, Vertreterin der Lehrerschaft) Geschäftsführung Anliker Raymond Direktion Anliker Raymond (Direktor), Greischberger Karin, Jenny Brigitte, Thomas Schneider WMB Schulleitung Anliker Raymond (Rektor) Dardel Roland (Prorektor) Diplomprüfungskommission Dr. Nöthiger Urs (Präsident), Corry Malcolm, Gäumann Andrea, GrimmJacobs Walter, Grunder Martin, Iseli Stefan, Künzler Peter, Maurer Peter, Radvila Regula, Sardin Jacques, Schweizer Annemarie Bernische Gemeindeschreiberin/Bernischer Gemeindeschreiber Meyer Magdalena (Präsidentin), Abbühl Christian, Bühler Peter, Finger Monika, Luginbühl Claudine, Schneider Thomas, Scholl Peter, Siegenthaler Beatrice Ausbildungskommission Lehrgang zur Vorbereitung auf die Berufsprüfung zur Erlangung des Fachausweises als Bernische Gemeindefachfrau/Bernischer Gemeindefachmann Gyger Kurt (Präsident), Luginbühl Claudine, Pulver AnneMarie, Schneider Thomas, Zeller Rolf Kurskommission Weiterbildung Gemeinden Widmer Rolf, (Präsident), Leimer Bakkers Annette, Luginbühl Claudine, Schopfer Philipp, Wittwer Res Weiterbildungskommission Fachkurs für Notariatsangestellte Rawyler Ruedi (Präsident), Bürgi Christoph, HäberliFontana Christina, Schneider Thomas, MeyerOppliger Marianne Ausbildungskommission Zivilstandswesen Schweiz Fausch Anna Margreta (Präsidentin), Amstutz Franzini Antonia, Kamer Nadja, Perret Michel, Schweizer Brigitte, Steinmann Rolf, Zoppi Giovanna Prüfungskommission Zivilstandswesen Schweiz Inglin Silvia (Präsidentin), Banderet Karin, Baumann Ronald, Lava Vincenzo, Pescio Gian Carlo, Schifferle Karin, Schweizer Brigitte, Vocat Frédérique, Schneider Thomas (Prüfungsleitung)

14 Anhang 25 Mitarbeitende bwd, Stand per 01. August 2012 Dozentinnen und Dozenten bwd WB Aeschimann Beatrice (Verwaltung) Ammann Pia (Verwaltung) Anderegg Urs (Lehrkraft BV) Anliker Raymond (Direktor bwd und Rektor WMB) Brügger Jens (Lernender Verwaltung) Elmar Baeriswyl (Lehrkraft BV) Bäumlin Else (Zentrale Dienste) Brack Katharina (Lehrkraft BV) Brügger Werner (Lehrkraft BV) Bruni Irene (Verwaltung) Bürcher Sandra (Lehrkraft WMB) Coppo Alessandra (Lehrkraft WMB) Dalle Carbonare Manuela (Lehrkraft WMB) DäppenLeuenberger Andrea (Verwaltung) Dardel Roland (Prorektor WMB) Denruyter Beata (Lehrkraft BV und WMB) Dominguez Carmen Laura (Lehrkraft WMB) Etienne Marcel (Verwaltung) Fernandez Isabel (Lehrkraft WMB) Fischer Danièle (Lehrkraft BV) Frautschi Françoise (Lehrkraft WMB) Fries Daniela (Lehrkraft WMB) Furrer Marianne (Lehrkraft BV) Gander Eva (Lehrkraft WMB) Geiser Franziska (Lehrkraft WMB und BV), Gertsch Martin (Lehrkraft BV) Graber Albrecht Doris (Lehrkraft WMB) Graber Urs (Zentrale Dienste) Greischberger Karin (Leiterin Zentrale Dienste) Gröbli Corinne (Lehrkraft WMB) Harnischberg Suzanne (Lehrkraft BV) Heger Gesa (Lehrkraft WMB) Heim Martin (Lehrkraft WMB) Horisberger Marianne (Verwaltung) Hostettler Manuela (Verwaltung) Hostettler Nadine (Lehrkraft WMB) IndermühleTrachsel Claudia (Lehrkraft BV) JacobiRamseyer Elisabeth (Lehrkraft BV) Jakob Karin (Lehrkraft WMB) Jaussi Susanne (Verwaltung) Jenni Barbara (Verwaltung) Jenny Brigitte (Schulleiterin BV) Jorns Jörg (Lehrkraft WMB) Jucker Anita (Lehrkraft WMB) Kellenberger Roman (Verwaltung) Knuchel Ruedi (Lehrkraft WMB) Krähenbühl Sascha (Lehrkraft WMB) Leuenberger Renate (Lehrkraft WMB) Liechti Ursula (Lehrkraft WMB) Lüthi Kurt (Lehrkraft WMB) Meier Patrick (Lehrkraft WMB) Michel Hermann (Lehrkraft WMB und BV) Minelli Mauro (Lehrkraft BV) MinelliGerber Agnès (Lehrkraft BV) Mombelli Susanne (Lehrkraft BV) Moser Claudia (Verwaltung) Nardini Mario (Lehrkraft WMB) Nicolet André (Lehrkraft WMB) Niklaus Lena (Lehrkraft WMB und BV) Nussbaumer Hans (Lehrkraft BV) Overmann Tim (Lehrkraft WMB) Pärli Markus (Lehrkraft BV) Paul Mitali (Lehrkraft BV) Pereira Esther (Verwaltung) Pettenati Francesca (Lehrkraft WMB) Räuftlin Esther (Lehrkraft BV und Verwaltung) Rohr Anne (Lehrkraft BV) Roth AnneBéatrice (Lehrkraft WMB) Rudin Matthias (Lehrkraft BV) Schaffner Pia (Lehrkraft WMB) Schindler Irene (Verwaltung) Schmid Gerold (Lehrkraft BV) Schmidt Eva (Lehrkraft WMB) Schneeberger Matthias (Lehrkraft WMB) Schneider Thomas (Verwaltung) Schneider Urs (Lehrkraft BV) Schwab Ingrid (Lehrkraft WMB) Schweizer Brigitte (Verwaltung) Sommerer Thomas (Zentrale Dienste) Staub Irene (Lehrkraft WMB) Staub Marianne (Lehrkraft BV) Steck Beatrice (Lehrkraft WMB) Vonlanthen Matthias (Lehrkraft BV) Wälchli Manuela (Zentrale Dienste) Wälti Cornelia (Lehrkraft WMB) Wahl Franziska (Lehrkraft WMB) Waldis Seraina (Lehrkraft BV) Walther Barbara (Lehrkraft WMB) Wegmüller Peter (Lehrkraft WMB) Wegmüller Therese (Lehrkraft BV) Weidtmann Silke (Lehrkraft WMB) Weingart Jürg (Lehrkraft WMB) WengerZurkinden Ursula (Lehrkraft BV) WidmerMarkowski Yvonne (Lehrkraft BV) Wüthrich Daniel (Lehrkraft WMB) Zäh Simona (Lehrkraft WMB) Eintritte 2011/2012 Ammann Pia (Verwaltung) Bürcher Sandra (Lehrkraft WMB) Fernandez Isabel (Lehrkraft WMB) Jenni Barbara (Verwaltung) Nussbaumer Hans (Lehrkraft BV) Schmidt Eva (Lehrkraft WMB) Waldis Seraina (Lehrkraft BV) Walther Barbara (Lehrkraft WMB) Austritte 2011/2012 Liechti Ursula (Lehrkraft WMB) Uebersax Martin (Lehrkraft WMB) Wolf Barbara (Lehrkraft BV) Lehrkräfte im Ruhestand (WMB) Berner Käti Bieri Fritz BissigKouharowa Newena Dr. Blaser Hans Blaser Silvia Boillat Claude Dr. Büchler Hansjörg Dr. Dubey Mélaine Eggmann Ruth Enzen Peter Enzen Ursula Grütter Adrian Hakanson Kristina Kipfer Katharina KnuchelFuhrer Silvia Kühlhorn Otwin Pettenati Claudio Uebersax Martin Prof. Dr. Wegmann Karl WeibelMüller Rita Abbühl Christian Abbühl Georges Allenspach Karin Amstutz Franzini Antonia Dr. Amberg Vincenzo Dr. Anderegg Urs Anliker Raymond Dr. Arn Daniel Arnold Marco Aubert Martin Auer Christoph Badertscher Heinz Dr. Baeriswyl Elmar Banderet Karin Baumann Daniel Baumann Ronald Becker Markus Beeri Roland Berdat François Bernet Anna Berger Rawyler Barbara Bernhard Urs Dr. Bichsel Thomas Bieri Madeleine Bigler Anton Blaser Peter Bontus Fabienne Bösiger Jürg Bracher Jürg Brander Marco Brenn Beat Brunner Madlen Brunschweiler Linda Buchli Domenic Buchli Martin Bühler Peter Bürge Sepp Bürgi Klaus Bürgi Christoph Bürgi Klaus Caccia Renato Cancellara Giovanni Clavadetscher Diego Conrad Albert Johannes Danzeisen Andreas Davies Irma Dick Annamarie Dick Marianne Dietrich Jürg Dvorak Andreas Eichenberger Dominik Engel Gerhard Engler Pascal Erhart Doris Erni Bächler Rita Ernst Beat Etter Franziska Eymann Urs Dr. Fahrländer Carlo Fahrni Adrian Fausch Anna Margreta Finger Monika Flury Barbara Flury Beatrix Dr. Flury Reto Feuz Roland Friederich Ueli Frutschi Thomas Furrer Daniela Gäumann Markus Gerber Melanie Gerber Monika Gfeller Marius Gimmel Jonathan Glatthard Adrian Glatthard Susanna GlatthardKnutti Verena Gloor Barbara Goetschi Philipp Gorgerat Alain Graf Markus Grimm Arnold Gröbli Corinne Dr. Güngerich Andreas Gyger Kurt Haas Rolf HäberliFontana Christina Hänni Peter Haldi Matthias Hanke Thomas Hänzi Martin Harnischberg Suzanne Hauri Andreas Hauri Stephan Heger Marcel Hess Lorenz Heussler Willi Hiltbrand Beat Hinni Isabelle Hofer Urs Holenstein Heinz Hostettler Nadine Huber Henri Huber Sandra HuonderHirschi Margot Prof. Ingold Christian Iseli Daniel Jacobi Daniel Jäger Martin Jenny Brigitte Jenzer Andreas Jenzer Fritz Jungi Hanspeter Inglin Silvia Jungo Denise Kamber Petra Kamer Nadja Kaufmann Beatrice Kaufmann Rudolf Kathriner Sonja Keller Reto Kettiger Daniel Kirchhofer Francesca Kocher Markus Dr. Kocher Regine Koller Hanspeter Kramer Sonja Krebs Werner Kronenberg Franz Küenzi Bruno Kull Roger Kuster Reto Lafranchi Patrick Langenegger Markus Langenegger Walter Lanz Hansjörg Lanz Peter Lauber Marco Lava Vincenzo LeimerZumstein Rahel Lemann Samuel Linder Erich Lindegger Reto Löffel Hans Rudolf Longchamp Claude Luginbühl Claudine Lüscher Barbara Lüscher Hansruedi Lüthy Erika Lüscher Jasmine Mani Ulrich Marfurt Beat Massa Mario Mathys Karin Mauerhofer Kaspar Mayer Roman Mehr Astrid Meier Christian MeisterVogt Gabriela Meyer Magdalena MeyerOppliger Marianne Michel Peter Miesch Christoph Minder Hansjörg Mischler Oliver Mocchi Fermo Morgenthaler Peter Mühlemann Rolf Müller Lukas Müller Michael Müller Ulrich Naef Peter Neuenschwander Paul Neuschwander Christine Nussbaum Martin Nyffeler Friedli Barbara Patané Flavia Perren Peter Perret Michel Pescio Gian Carlo Peterhans Roland PfänderBaumann Stefanie Pfeuti Franziska Dr. Pfi ster Béatrice Portner David Pulver AnneMarie Rausch Martin Rawyler Rudlof Reber Bruno Reichenbach Kathrin Remund Verena Riesen Michael Rohr Marianne Rohr Rahel Rosselet Claudia Roth Andreas Röthlisberger Paul Röthlisberger Peter Rubin Barbara Rubin Christian Rudin Daniel Saner Dominique Prof. Dr. Sauter Urs Schäfer Eva Schär Stefan Schärer Markus Schärrer Markus Scherer Michel Schifferle Karin Schlumpf HansUeli Schmid Thomas Schmutz Andreas Schmutz Bernhard Scholl Peter Schüpbach Roland Schürch Perren Monique Schweizer Beat Schweizer Brigitte Schweri Daniel Siegenthaler Beatrice Stämpfl i Michael StaubHablützel Marianne Staudenmann Geri Steiger Walter Stern Isabel Stern Thomas Strecker Mirjam Stoll Markus Stucki Stephan Steinmann Esther Steinmann Rolf Tagmann Adrian Tagmann Christoph Tami Manuela TannerWolfi sberg Sonja Teuscher Hannes Thurnherr Bertram Tortorelli Claudia Treier Hannes Tresch Koch Karin Tschirren HansPeter Tschudin Dinkel Annika Vocat Frédérique Vogelsang André von Arx Andrea Wälchli Jürg Wantz Chantal Wetz Ruedi Wetzel Jörg Wichtermann Jürg Widmer Yvonne Wiesmann Herbert Winistörfer Christophe Wolf Rudolf Wunderli Ronny Wyss Res Wyss Sonja Zbinden Thomas Zeller Rolf Zingaro Marco Zimmermann Willy Zoppi Giovanna Dr. Zürcher HansUlrich Zürcher Markus

15 Anhang 27 Schulabgängerinnen und Schulabgänger WMB Schulabgängerinnen und Schulabgänger bwd KBS Abdili Afrodita Adam Nora Amirthalingam Sajanthan Annen Caroline KuranPellegatta Stéphanie Lahlou Nada Landolf Marc Liebert Sascha Züblin Dominic Zürcher Stefanie Zwyer Jennifer Kaufl eute, Erweiterte Grundbildung (EProfi l) Aebi Véronique Kabiri Muzgan Kläui Jasmine Kljaic Mirjam Knaus Vanessa Schneider Daria Schneider Marika Schönberg Sarina Schüpbach Isabel Kaufl eute, Lehre und Sport Musik (EProfi l) Damjanovic Emilija Aubert Manuel Mägli Anja Aeschbacher Manuela Knutti Nadja Schüpbach Robin Dillier Simon Aziz Kamilia Marta Gamez Mayra Arunasalam Anojan Krienbühl Mathias Schwander Vanessa Gammenthaler Samuel Balsiger Nathalie Mehmedoski Bardulj Badertscher Roman Kunz Sarah Shehi Erjetë Getzmann Simon Bekic Nikola Michel Jenny Bähler Désirée Künzi Marc Stadler Selina Gnehm Jon Bertone Leonardo Micoccio Tatiana Balascia Marco Elias Küry Stephanie Steinböck Camilla Hirsbrunner Alexander Bieri Nicole Mitreski Valentin Balmer Janine Kuzmanovic Srdan Sterchi Roman Kormann Cyril Bieri Stefanie Nedjar Amina Balsiger Helen Lehmann Caroline Alice Streit Simona Mattmann Yvonne Bigler Mariana Neuenschwander Nadine Behling Melanie Liechti Irina Studer Lara Fabia Pfeuti Nick Bloch Melinda Nika Fatbardha Beyeler Marco Logarajah Nilojan Studer Yannick Probst Michelle Blösch Annina Nithiyarajah Sujeevan Bieri Martina Loosli Nanja Teofi lovic Dejana Rohrbach KimKerstin Brügger Sara Odermatt Carole Bigler Jana Luder Danielle Theilkäs Eva Salvisberg Fabian Büchner Yann Oster Lukas Blaser Benedikt Lüthi Christoph Thomi Deborah Schaffl ützel Sarina Caldart Tiziana Pinho Joana Borrel Huber Sarah Libertad Manova Diana Travaglini Alessio Marco Scheurmeister Andrea Canelli Laura Pürro Ramona Boss Jessica Marti Lukas Velo Martin Schneeberger Jessica Cauto Marco Rados Josipa Brügger Peter Marti Michelle von Büren Nathalie Studer Michael Cetin JeanPierre Rados Stipe Bucher Anja Marti Olivier Wanner Florian Wüthrich Nando Christoph Moana Rentsch André Bucher Romina Marti Theo Wirth Lorene Clemencio Raphael Dalle Carbonare Anna de Sá Milena Dominguez Fernandez Gabriela Reverdin Matthias Richner Nicolas Roth Anic Rudin Nathan Burren Dominik Crespo Molpeceres Barbara Curty Linda Diemi Michelle Marty Lucien Mato Laura Maurer Katharina Meister Melanie Wüthrich Michelle Zbinden Selina Zehnder Lena Zürcher Joël Kaufl eute, Basisbildung (BProfi l) Argentati Jenny Duktaktsang Tsering Ruffi ner Stéphane Dos Santos Silveira Tony Alex Messerli Anwar Züttel Evelyn Arm Jenny Engel Hendrik Sarbach Bettina Emini Ajnure Meyer Claudia Irina Bachofner Sandra Etter Liz Saygisever Onur Esposito Gianluca Moser Céline Baumberger Stefanie Frauenfelder Marc Schäfer Sarah Fahrni Claudia Nägeli Marc Benkert Jean Paul Freiburghaus Marina Schaffner David Fakih Kassim Nehls Andrea Alexandra Bieri Nicole Frey Philippe Schläfl i Manuel Franz Marion Ochsenbein Jessica Buzluk Ebru Fuhrer Thomas Schneider Marc Frauchiger Karen Petrig Luca Caspar Giada Giacinti Valeria Seydoux Florence Fund Sacha Peverelli Nicola Dubach Nicolas Giesbrecht Olivia Soder Michèle Genovese Deborah Pfeuti Jacqueline Giancola Cristina Godulla Deborah Spack Valerie Gerber Veronika Pfi ster Manuela Horst Simon Grandi Aaron Spring Debora Gertsch Valérie Pfi ster Sebastian Horuni Besnik Grossenbacher David Steinmann Bettina Saskia Giustarini Luca Reidhaar Nicole Hubler Vanessa Céline Guerra Sabina Steinmann Yuri Glauser Ramona Reusser Milena Juric Franjo Guggisberg Timon Stocker Bettina Glisovic Filip Richter Debora Kiener Michelle Gurtner Céline Stotzer Michelle Gyger Flurina Riesen Severin Aaron Kleiner Jacqueline Heer Jasmin Straub Anna Häberli Lukas Rifat Burak Kurtanovic Velid Holzer Michelle Tangarife Roberto Häubi Samira Rohrbach Simona Lengacher Alessandra Hoti Urim Tezcan Melek Heiniger Rebecca Rohrer Simone Mudoni Debora Huber Janik Torri Michela Helbling Andrea Manuela Rossi Florentina Müller Manuel Ismael Disasi Amadeo Vinzens Joel Herrli Tamara Ryser Jacqueline Murati Donjeta Isufi Marigona Vivekanantharajah Thuvaraha Hofer Philipp Saarelainen Henri Oeler Kevin Jakob Marilen Waller Karin Hönger Martina Saxer Tabea Sela Pfander Mirjam Jakob Nadja Weber LenaMaria Huber Alexandra Schärmeli Simon Tangarife Paul Jenni Patric Weber Tim Idrizi Ajsel Scheidegger Lena Rahel Wüthrich Isabelle Josi Nadir Wyss ClaraPatricia Jakob Gabriela Schenk Nathalie Wyssenbach Michelle Kouki Dounia Wyss Matthias Jakupovic Selma Scheurer Sandra Küng Alexandra Yalcinkaya Fatma Jenni Tamara Schläfl i Mirjam Kupper Nadine Zaugg Emanuel Joto Sena Joanna Schneeberger Livia

16 Anhang 29 Facts and Figures bwd WMB Facts and Figures bwd KBS Aufnahmeverfahren 2012 Klassenbestand 2011/2012 Aufgenommen 62 Schüler 74 Schülerinnen 136 Lernende Schüler Schülerinnen Lernende 20 Klassen EProfi l Klassenbestand 2011/2012 Schüler Schülerinnen Lernende Unterstes Schuljahr Mittleres Schuljahr Oberstes Schuljahr Total Klasse MProfi l Klassen BProfi l Klassen Lehre und Sport Musik, EProfi l Total Prüfungsresultate Kaufl eute, erweiterte Grundbildung (EProfi l) Erstmals geprüfte Kandidatinnen und Kandidaten 145 Repetentinnen und Repetenten 406 Auszeichnungen für die besten Prüfungsergebnisse Preis des Wankdorf Centers, Fr (Gutscheine), beste Diplomleistung: Bieri Nicole, Rüfenacht 5.7 Preis der CSL Behring, Fr. 300., zweitbeste Diplomleistung: Guggisberg Timon, Zäziwil 5.5 Preis des Handels und Industrievereins des Kantons Bern, Fr. 250., beste Leistung in den Wirtschaftsfächern: Bieri Nicole, Rüfenacht Preis des Handels und Industrievereins des Kantons Bern, Fr. 250., beste Leistung in Textverarbeitung/Korrespondenz: Waller Karin, Gümligen Preis des Vereins Ehemaliger der WMB, Fr. 300., bester Aufsatz: Schaffner David, Ferenbalm Preis des Schulfonds WMB, Fr. 150., beste Prüfungsleistung im Fach Mathematik: Bieri Nicole, Rüfenacht Total 24 Bestanden haben 146 Prüfungsresultate Kaufl eute, Basisbildung (BProfi l) Erstmals geprüfte Kandidatinnen und Kandidaten 29 Repetentinnen und Repetenten 0 Total 29 Bestanden haben 26 Auszeichnungen für die besten Prüfungsergebnisse Preis der Berner Kantonalbank, Fr. 300., hervorragende Leistungen im letzten Schuljahr: Bieri Nicole, Rüfenacht 5.75 Preis von DIE MOBILIAR, Fr. 150., beste Leistung in den Fremdsprachen Französisch und Englisch: Bieri Nicole, Rüfenacht Preis von Swiss Post Solutions, Fr. 300., beste Interdisziplinäre Arbeit: Jakob Nadja, Oberscherli und Zwyer Jennifer, Worb (Titel: Lehrmittelbörse an der WMB entspricht dies einem Bedürfnis der Schülerinnen und Schüler und ist dies auch realisierbar?) Preis des Schulfonds WMB, Fr. 150., beste Leistung in den Sozialwissenschaften Geschichte und Geografi e (dieser Preis konnte zweimal vergeben werden): Kupper Nadine, Herrenschwanden und Isufi Marigona, Bern Saarelainen Henri, Bern Advokaturbüro Peter und Eva Saluz, Bern Aebi Véronique, Oberburg Kellerhals Anwälte, Bern Blaser Benedikt, Oberdiessbach Globus Reisen, Bern Bucher Romina, Ferenbalm Gemeindeverwaltung, Mühleberg Nehls Andrea Alexandra, Münsingen Lehmann Reisen AG, Bern Steinböck Camilla, Burgdorf Kuoni Reisen AG, Bern Glauser Ramona, Kirchlindach Gemeindeverwaltung, Bremgarten b. Bern Joto Sena Joanna, Worb Gemeindeverwaltung, Worb Schneider Daria, Burgistein Amstutz Greuter Rechtsanwälte, Bern Schüpbach Robin, Mirchel Trösch und Stettler, Notariat, Grosshöchstetten

17 Anhang 31 Facts & Figures bwd KBS Lehre & Sport Musik Facts & Figures bwd WB Die Partnerlehrbetriebe von Lehre & Sport Musik Advokatur und Notariat Stämpfl i + Linder AGI AG für Isolierungen armasuisse Betreibungsamt Oberland, Dienststellen West und Ost Bildungszentrum für Wirtschaft und Dienstleistung bwd BKW FMB Energie AG Die Schweizerische Post Eidg. Steuerverwaltung Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport Heer Emmental Versicherung Emmi Frischprodukte AG Energie Wasser Bern Erziehungsdirektion des Kantons Bern Feintool Technologie AG Gemeinde Bolligen Gemeinde Kirchdorf Gemeinde Steffi sburg Hans Hulliger Treuhand Belp HumanusHaus Beitenwil IVStelle Kanton Bern Kantonales Amt für Bevölkerungsschutz, Sport und Militär Kantonales Amt für Landwirtschaft und Natur login Ausbildungsverbund öffentlicher Verkehr MAKE AG NYCO Kirchberg Raiffeisenbank Wandfl ue Regierungsstatthalter Amt BernMittelland Reusser Dach + Fassaden AG Roche Diabetes Care AG Schweizerischer FussballVerband Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft Stade de Suisse BSC Young Boys Stadt Bern, Präsidialdirektion Stadt Bern, Direktion für Bildung, Soziales und Sport Stämpfl i Publikationen AG Strassenverkehrs und Schifffahrtsamt des Kantons Bern Swiss Olympic Swisscom AG Berufsbildung TSystems Schweiz AG vonroll hydro (suisse) ag Wälchli & Steiner Treuhand AG, Langenthal Wander AG Die Partnersportvereine von Lehre und Sport Musik Badminton Schwimmen BC T.U.S. SK Bern Eishockey Ski SC Bern Future BOSV EHC BielBienne Spirit Swiss Grasski HC Fribourg Gottéron SCL Young Tigers Tennis Tennisschule Aarau West Eiskunstlaufen Cool Dreams Junior Burgdorf Triathlon (Synchronized Skating) ewz power team Fechten Unihockey Fechtclub Bern Floorball Köniz Fussball Volleyball BSC Young Boys Swiss Volley Talents Bern BSC Young Boys Frauen TSV Düdingen FC Münsingen Volley Köniz FC Thun Berner Oberland VBC Köniz Nachwuchs VBC Riggisberg Handball Volley Oberdiessbach BSV BernMuri Wacker Thun Kunstturnen Kunstturnen Kanton Bern Leichtathletik Gymnastische Gesellschaft Bern (GGB) LC Kirchberg SK Langnau ST Bern LA TV Fraubrunnen Orientierungslauf OL Nachwuchskader Bern/Solothurn Swiss Orienteering Team Rad Team bikeimport.ch Mountainbike Team PROF RAIFFEISEN Reiten Reitverein Amt Erlach Kurs/Seminar/Lehrgang/ Prüfung Advokatur Anzahl Absolventen und Absolventinnen Kundenzufriedeheit Abschlussquote Einsteigerkurs für Anwaltssekretärinnen und sekretäre Berufsbildner/innen Ausbildungskurs Branche öffentliche Verwaltung (BAKO) Überbetriebliche Kurse der Branche ovap Kurse BIVO Dozierende Weiterbildungskurse Methodik / Didaktik Gemeinden Fachausweis Bernische/r Gemeindefachfrau/mann Führungslehrgang für Gemeindekader Diplomlehrgang für Bernische Gemeindeschreiber/innen Diplomlehrgang für Bernische Bauverwalter/innen (2011/12 kein LG) Diplomlehrgang für Gemeindepolitiker/innen (2011/12 kein LG) Weiterbildungskurse Gemeinden Verwaltungsrecht Lehrgang Verwaltungsrecht in der Praxis Kauffrauen Kauffrau heute fi t für den Neustart Notariat Fachkurs für Notariatsangestellte Einführungskurs Branche Notariat Weiterbildungskurse Notariat Zivilstandswesen Grundkurs Zivilstandswesen/BModul/ZModule Vorbereitungskurs auf eidg. Berufsprüfung SVZ Eidg. Berufsprüfung für Zivilstandsbeamtinnen und beamten Politforum Thun Gemeindeautonomie ade?! Einbürgerung Sprachstandanalyse Einbürgerungskurs Total Absolventinnen und Absolventen % 94% 100% 90% 80% 86% 52.6% Rollstuhlbasketball Pilatus Dragons

18 Ein Tag im Leben von Urs Graber von Urs Graber, Hauswart bwd Am Nachmittag beginne ich damit, die Zimmer für die Kurse der Weiterbildung einzurichten. Für ein Zimmer benötige ich im Schnitt 30 bis 45 Minuten. Der Aufwand ist abhängig davon wie eingerichtet werden muss und ob das Zimmer noch gereinigt werden muss. Ab 15 Uhr erfolgt die dritte Toilettenkontrolle, das Papier wird aufgefüllt, die Handtuchrollen werden gewechselt. Besonders während den Prüfungen benötigen wir massiv mehr Toilettenpapier. Manchmal kommen wir fast nicht nach mit Auffüllen. Die Nervosität der Lernenden ist bis in die Toiletten spürbar. Wir haben einen ungefähren Jahresverbrauch von Rollen. Urs Graber Wenn ich gegen 9 Uhr am bwd eintreffe, starte ich als erstes meinen PC und lese die s. Sofort danach informiere ich mich anhand unseres «Ordners» darüber, welche Zimmer heute für die Weiterbildung eingerichtet werden müssen. Daraufhin prüfe ich im Outlook, bis wann die einzurichtenden Zimmer vom Unterricht der Grundbildung besetzt sind, d.h. wann ich mit der Einrichtung beginnen kann, und vermerke dies auf den Checklisten. Zimmer, welche noch vor dem Mittag benötigt werden und frei sind, richte ich sofort ein. Falls in der Reservation noch Mineralwasser, Blöcke etc. vermerkt sind, melde ich dies unserem Raumservice. Kurz nach der Pause beginne ich mit der Abendreinigung. Das heisst, sämtliche Gänge vom Parterre bis in den dritten Stock werden täglich feucht aufgewischt. Wir haben berechnet, dass ich am bwd pro Jahr etwa Km zu Fuss zurücklege, das macht etwa 5 Km pro Arbeitstag. Oft liegen Fünf oder Zehnrappenstücke am Boden, die ich aufl ese. Niemand sonst scheint sich für das Geld zu bücken. Damit fi nanziere ich mir regelmässig einen Kaffee. Um Uhr beginnt mein Feierabend. Um 10 Uhr beginne ich mit der ersten Toilettenkontrolle, das macht pro Durchgang 40 Toiletten. Ich erhalte immer viele positive Rückmeldungen von Kursteilnehmenden der Weiterbildung. Alle sind der Meinung, dass unsere Toiletten immer sehr gut gepfl egt sind. Das freut mich immer sehr, weil ich spüre, dass meine Arbeit geschätzt wird. Die Lernenden beschäftigt in Bezug auf die Toiletten vor allem die Frage, welche Toiletten (Herren oder Damen) sauberer sind. Am bwd fallen täglich etwa 660 Liter Abfall an. Dazu kommen wöchentlich drei prall gefüllt 110 Liter Säcke mit Pet. Pro Woche entsorgen wir einen Container voll mit Papier, dies entspricht 770 Liter. Das bedeutet für mich, dass der Abfall gesammelt, die Container gefüllt, gepresst und hinausgestellt werden müssen. An dieser Stelle bedanke ich mich bei den Lernenden, die sich Mühe geben, uns die tägliche Arbeit zu erleichtern. Verglichen mit anderen Schulen verhalten sich die Lernenden am bwd hilfsbereit und anständig und das bei fast 1000 Lernenden! Am Mittag starte ich mit der zweiten Toilettenkontrolle. Danach mache ich Mittagspause. Wenn ich mir etwas zum Essen mitnehme, dann esse ich in unserer Cafeteria. Meine Anwesenheit in der Cafeteria hat den positiven Effekt, dass die Lernenden ihren Abfall selber entsorgen und sich somit der Aufwand für mich, die Cafeteria zu reinigen, reduziert.

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