Infrastruktur und Netzwerksicherheit. Kristian Köhntopp NetUSE AG 26. September 2002

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1 Kristian Köhntopp NetUSE AG 26. September 2002

2 Wenn Du den Feind und Dich selbst kennst, dann brauchst du den Ausgang von hundert Schlachten nicht zu fürchten. - Sunzi, Die Kunst des Krieges (ca. 500 v. Chr.) Copyright 2002 by NetUSE AG 1

3 Agenda Der Netzplan, das unbekannte Wesen Strukturierung von Netzen Verschlüsselung Verwaltung und Ausbildung der Benutzer Konsolidierung von Monitoring und Protokollierung Copyright 2002 by NetUSE AG 1

4 - Netzpläne - Der Netzplan, das unbekannte Wesen Typischer Netzplan in einem mittelständischen Unternehmen:

5 - Netzpläne - Der Netzplan, das unbekannte Wesen Anderer typischer Netzplan in einem mittelständischen Unternehmen: Router Notebook Server Notebook PC LAN Router Modem PC Server PC Stand:

6 - Netzpläne - Der Netzplan, das unbekannte Wesen Merkmale eines guten Netzplans IP-Adressen Enthält auch passive Komponenten (Switche) Enthält Typ der Systeme (OS, Hardware) Gibt Hinweise, wo die Systeme zu finden sind... und ist aktuell

7 - von Netzen - Strukturierung von Netzen Zuordnung von Netzbereichen zu Standorten IP-Adressen sind keine Raum- oder Telefonnummern Unterscheidung nach Zugangsklassen Technik, Office, etc. Notebooks (Mobile Benutzer, externe Consultants), WLANs Server, Infrastrukturkomponenten Unterschiedliche Klassen sollten getrennte Adreßbereiche und Netzwerkstränge verwenden Bündelung von externen Verbindungen an einer Stelle Keine Modems/ISDN-Karten am Arbeitsplatz Statt Modem- oder Festverbindungen zu Partnern: VPNs (auch aus Kostengründen)

8 - von Netzen - Strukturierung von Netzen Choke Points Datenverkehr zwischen unterschiedlichen Netzen findet über wohldefinierte, zentrale Schnittstellen statt (Router, Firewalls) Auch ohne die Implementierung von Filtern machen Choke Points Sinn Fehlersuche wird einfacher (snoop, tcpdump) Im Notfall kann man den Stecker ziehen Einführung Filtern ist später mit weniger Schmerzen möglich Hochverfügbarkeit ist leichter zu realisieren

9 - von Netzen - Strukturierung von Netzen Choke Points An dieser Stelle können verschiedene Systeme zum Einsatz kommen: Firewalls zum Filtern des Datenverkehrs Intrusion Detection Systeme um Angriffe festzustellen Virenscanner um maliziöse Inhalte zu eliminieren VPNs um Daten zu verschlüsseln und damit die Imhalte zu schützen Lastverteiler um Ressourcen ausfallsicher und laststabiler zu nutzen

10 - - Verschlüsselung Zunehmende Verbreitung von Hilfsmitteln zur Fernwartung setzen Verschlüsselung zwingend voraus Statt TELNET: SSH Statt FTP: SCP Statt IP im WAN: IPsec... unverschlüsselte Zugänge sind abzuschalten Für fast jedes Betriebssystem gibt es hier freie Software Kommerzielle Tools (Citrix, PCAnyWhere, RDP) bieten auch die Möglichkeiten zur Verschlüsselung Verschlüsselung (auch im LAN) ist kein Zeichen von Mißtrauen!

11 - - Verschlüsselung VPNs gib es in zwei grundsätzlichen Ausprägungen Ein Site-to-Site-VPN erlaubt die Verschlüsselung des kompletten Datenverkehrs zwischen zwei Standorten Ein Client-to-Site-VPN erlaubt die Verschlüsselung zwischen einem einzelnen Rechner (z.b. Notebook) und einem Standort (z.b. Unternehmensnetz) Ein VPN ist z.t. um den Faktor 20 günstiger als eine Einwahl per Modem oder eine Festverbindung

12 Copyright 2002 by NetUSE AG 1 - Verwaltung und Ausbildung Verwaltung und Ausbildung von Benutzern von Benutzern - In gewisser Weise sind Benutzer Teile der Infrastruktur Für eine Sicherheitsplanung ist es unumgänglich, die Benutzer identifizieren zu können und daß sich Benutzer authentisieren können Anmeldung der Benutzer ist möglich über folgende Authentisierungsmethoden Was man weiß: z.b. Paßwörter Was man hat: z.b. Token-Karten Was man ist: z.b. Fingerabdruck Einfache Authentisierung: eine der drei Methoden Starke Authentisierung: mind. zwei der drei Methoden Notwendig: Einheitliche Schnittstelle zu den Daten

13 Copyright 2002 by NetUSE AG 1 - Verwaltung und Ausbildung Verwaltung und Ausbildung von Benutzern von Benutzern - Ein Benutzer der die Systeme nur unzureichend kennt ist ein Sicherheitsrisiko In einen Großunternehmen reicht es, wenn weniger als 0.1% der Benutzer einen -Virus (z.b. I Love You) aktiviert, um das Mailsystem für Stunden auszuschalten Eine grundsätzliche Ausbildung von Benutzern im Umgang mit der Infrastruktur ist zur Sicherung eines Netzes notwendig Inakzeptabel: Den Benutzern kann es nicht zugemutet werden, sich anzumelden

14 - Überwachung - Konsolidierung von Monitoring und Protokollierung Es muß sichergestellt sein, daß der Ausfall von Komponenten (insbesondere redundanter Komponenten) bemerkt wird Für alle zentralen Systeme (Router, Switche, Server) sollten bestimmte Rahmenparameter (Systemlast, Plattenplatz, etc.) überwacht werden bzw. zumindest die Überschreitung vorher festgelegter Grenzen eine Alarmierung auslösen 99% aller Logfiles werden nicht gelesen Eine zentrale Stelle, an der alle Meldungen zusammenlaufen, macht das Auswerten erst möglich

15 - Fazit - Infrastrukturmaßnahmen machen technische Lösungen wie Virenscanner, Firewalls oder Intrusion Detection Systeme nicht überflüssig, sie erleichtern und unterstützen aber deren Einsatz Ohne Planung und Dokumentation der Infrastruktur sind andere Sicherungsmaßnahmen nicht effektiv

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