Serviceorientierung rückt in den Fokus. IT-Konzepte und Wissen für POWER-Systeme im Unternehmensnetzwerk. Drucken, Outputmanagement und mehr

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1 IT-Konzepte und Wissen für POWER-Systeme im Unternehmensnetzwerk I98E ISSN B Ausgabe , CHF 25, Drucken, Outputmanagement und mehr Serviceorientierung rückt in den Fokus Kennwort vergessen Benutzerprofil: QSECOFR.NET & IBM System i WPF Nutzen für System i- Anwender Die beiden Geschäftsführer Norbert Eifert (links) und Rüdiger Peschke freuen sich über erfolgreiche 20 Jahre ihres Unternehmens CSP Interview ab Seite 14

2 und laden ein: VdS anerkannter Sachkundiger für Gebäude-Infrastruktur-Verkabelung (GIV-Sachkundiger) Intensivkurse zur Prüfungsvorbereitung in München: Juni 2012 in Köln: Juli 2012 Immer mehr Ausschreibungen verlangen nach dem Anerkannten Sachkundigen für Gebäude- Infrastruktur-Verkabelung (GIV-Sachkundiger). Deshalb bieten wir, gemeinsam mit dem BdNI, einen Profi -Intensivkurs an, in dem Sie in kurzer Zeit, neben dem Zertifi kat BdNI Netzwerk-Spezialist Fachrichtung Passive Netzwerktechnik, die Zulassungsvoraussetzung zur VdS Qualifi kationsprüfung erwerben können. Zielgruppe: Aufgrund der komprimierten Inhalte richtet sich der Kurs an erfahrene IT-Infrastruktur-Experten. Einstiegsvariante 1 Zweitägiger Profi kurs zur Vorbereitung auf Online- und VdS-Prüfung, veranstaltet von LANline in Kooperation mit der BdNI Zertifizierungsmatrix Passive Netzwerktechnik Einstiegsvariante 2 Je Thema zweitägiger Intensiv kurs (Kupfer und LWL) zur Vorbereitung auf Online- und VdS-Prüfung, veranstaltet von LANline in Koopreration mit der BdNI BdNI Online-Sachkundenachweis (Notwendige Punktezahl: 71 von 100 Punkten) VdS-Anerkennung Einstiegsvariante 3 Direkter Weg zum BdNI Online- Sachkundenachweis (Notwendige Punktezahl: 71 von 100 Punkten) Zulassung zur VdS Qualifikationsprüfung (2-tägige Prüfungsveranstaltung) Begleitend: Kupfer- und LWL-Praktika je zwei Tage im BdNI-Leistungszentrum Steinebronn Zertifikatsvergabe BdNI Netzwerk spezialist Fachrichtung: Passive Netzwerktechnik = Bescheinigung für die Anmeldung zur VdS Qualifi kationsprüfung Teil 1: Die anwendungsneutrale Kommunikationskabelanlagen in Gebäuden nach DIN EN und DIN EN Auszug aus Agenda: Struktur des universellen Verkabelungssystems Struktur und Aufbau der Norm DIN EN (-2/-3/-4/-5) 10GBASE-T nach IEEE 802.3an, Messparameter und Verkabelungsklassen Qualitätsplan nach DIN EN Potentialausgleich und Erdung nach EN Messtechnische Grundlagen im Bereich der Kupfertechnik Vorgaben: EN und DIN EN Intensivkurs in München: 18./19. Juni 2012 Intensivkurs in Köln: 2./3. Juli 2012 Teil 2: Lichtwellenleiter Technologie und Messtechnik in Kommunikations kabelanlagen Auszug aus Agenda: Physikalische Grundlagen Anwendungen und Faserspezifi kationen gemäß DIN EN Aufbau von LWL-Kabel- und Steckverbindertechniken Übertragungstechnik Laser und LEDs Messprinzip und Messanordnung für Transmissions messungen Funktionsweise des OTDR und Messanordnungen bei Abnahme messungen Messinterpretation Intensivkurs in München: 20./21. Juni 2012 Intensivkurs in Köln: 4./5. Juli 2012 Anmeldung per Fax: oder unter Firma Name Straße PLZ, Ort Telefon Datum Unterschrift -Adresse Fax 1. Teilnehmer Name Bitte ankreuzen -Adresse 2. Teilnehmer Name Bitte ankreuzen -Adresse 3. Teilnehmer Name Bitte ankreuzen -Adresse München B B Köln B B Preise 1 Teil pro Person 798, zzgl. MwSt. Beide Teile pro Person 1.556, zzgl. MwSt. Veranstaltungsort München: Holiday Inn München-Unterhaching Inselkammerstraße Unterhaching Veranstaltungsort Köln: Holiday Inn Dürener Straße Köln ITP VERLAG GmbH ı Kolpingstraße 26 ı Kaufering ı Tel ı Fax ı ı Teil 1 2 Teil 1 2 Teil 1 2 Teil 1 2 Teil 1 2 Teil 1 2

3 EDITORIAL Rainer Huttenloher Chefredakteur midrange.de Brianajackson, istockphoto.com Innovationen zum Nachfassen Die erste IT Power Konferenz 2012 ist zu Ende doch die Informationen zu Themenbereichen rund um IBMs Power-Architektur und die darauf aufbauenden Systeme sind nach wie vor aktuell. Aus erster Hand gab es von Klaus-Peter Luttkus eine Zusammenfassung der aktuellen Vorstellungen von IBM auf der Anwenderveranstaltung COMMON 2012 dabei war der Referent live aus Anaheim, Kalifornien, in den Kongress nach München zugeschaltet. Aufgrund der Innovationsreihe, die IBM mit der Pureflex und den Power- Linux-Ankündigungen derzeit in den Markt trägt, gab es viel Diskussionsbedarf. Das äußerte sich in den Nachfragen der Teilnehmer, die von IBMs Technikguru Dr. Wolfgang Rother dann auch kompetent beantwortet wurden. Mobiler Zugriff auf Unternehmenssoftware sowie die Modernisierung von bestehenden System i Anwendungen standen ebenfalls auf der Agenda und wurden von Spezialisten aus den Häusern Magic Software, PKS Software und VEDA abgehandelt. Den Dauerbrenner Sicherheit bedienten auf der Konferenz gleich mehrere Vorträge: Robert Engel von Raz-Lee demonstrierte, wie sich bereits mit Bordmitteln bei System i wichtige Aufgaben im Security-Umfeld erledigen lassen. Und als Abschluss gab es noch einen Live Hacking Event, bei dem der Security Consultant Kevin Schaller des Security-Dienstleisters ERNW die Zuhörer mit seinen Angriffen auf ein Unternehmensnetzwerk verblüffte mit SQL-Injection-Techniken. Habe ich mit diesem aktuellen Kurzabriss Ihr Interesse geweckt? Wenn ja kommt gleich die gute Nachricht: Zum einen werden wir ausgewählte Vorträge in Artikelform in den nächsten Ausgaben und in unserem Sonderheft zum Themenbereich ERP publizieren und für alle Freunde des direkten Kontakts: Wir haben für dieses Jahr noch zwei derartige Veranstaltungen geplant in Stuttgart und in Düsseldorf. Mehr dazu auf unserer Website Transparentes Controlling Mit Rechnungswesen Herzlichst, Ihr Rainer Huttenloher 06/2012 MIDRANGE MAGAZIN 3

4 inhalt MIDRANGE AKTUELL Vom Wissen über Protokolle zur Serviceorientierung Das 20jährige Jubiläum feiert die CSP dieses Jahr. Die Geschäftsführer Norbert Eifert und Rüdiger Peschke skizzieren im Interview mit dem Midrange Magazin, wie sie auch die kommenden 20 Jahre erfolgreich angehen wollen. Dabei kommen Bereiche hinzu, die sich mit dem Thema Digital Signage sowie mit mobilen Arbeitsplätzen befassen. Û Seite 14 Besser als der alte Ansatz mit Open Power 6 Preiskonkurrenz bei Power-7-Linux zu x86-linux-servern Einheitliche Strategie für Echtzeit-Datenmanagement 8 Film ab: it.skills brauchen Social Skills 9 Hollywood in Eindhoven Analyseprojekte nehmen Fahrt auf 10 Kommentar zur Frage des Monats Mr. Watson, was sagen Sie nun? 12 Vom Wissen über Protokolle zur Serviceorientierung 14 MIDRANGE Spezial: Finance Die Liquidität verbessern 16 Mehr Sicherheit für IBM-Geschäftspartner Brennpunkt Sicher in der Spur 18 cormeta-branchenlösung Tradesprint Mit Sicherheit einen großen Schritt voraus 20 Verbesserte Qualitätsprüfung beim KFZ-Zulieferer Oberflächenkonzepte Dokumentenmanagement Oberflächenkonzepte Modernisierung für die traditionellen Anwendungen und ihre grünen Bildschirme steht bei vielen Unternehmen auf der Agenda. Mit den geeigneten Tools und erprobten Vorgehensweisen muss das kein Hexenwerk sein. Û Seite 22 Das papierlose Büro am Start so lautet die Devise beim Flughafen Leipzig/Halle. Hier kommt eine elektronische Aktenlösungen zum Einsatz. Û Seite 30 Webbasierung und zentrale Datenhaltung 22 Java-Rechnungswesen schafft Flexibilität Bewährte Technik präsentiert sich im neuen Outfit 24 Andere Sichten auf Host-Anwendungen System mit mehr Sprachen 27 Mit inext Suite zu.net: Sanetta entdeckt eine neue Welt Eine gute Verbindung 28 Profound-Partnerschaft mit Task Force IT-Consulting Dokumentenmanagement Vorschau auf DMS EXPO Informationsmanagement in allen Facetten Dokumenten Gesichter geben 32 Das Corporate Design mit verschicken Papierloses Büro am Start 34 Flughafen Leipzig nutzt elektronische Aktenlösungen Direkt in die SAP-Lösung eingebunden 35 Dokumentenverarbeitung mit der tangro Inbound Suite TECHNIK & INTEGRATION Kennwort vergessen 38 Benutzerprofil: QSECOFR WindowsPresentationFoundation 40 Microsoft.NET & IBM System i WPF 4 MIDRANGE MAGAZIN 06/2012

5 Juni 2012 Security Appliance Anbieterübersicht 43 Security Appliances für Netzwerkdruck 43 Vertrauliche Informationen schützen Bedrohungen, nicht nur physisch 46 Watchguard virtualisiert seine Appliances Die nächste Angriffsgeneration bedroht die Firmen 47 Intrusion Prevention-Systeme müssen reagieren SERVICE Glosse, Vorschau, Inserenten, Impressum 50 Security Appliance Die aktuelle Bedrohungslage für die Unternehmensnetzwerke ändert sich und damit auch die Anforderungen an aktuelle Intrusion Detection- und Prevention-Systeme (IDPS). Daher sind Next Generation IDPS gefordert, die einen höheren Schutzlevel bieten. Denn heut zutage müssen die Sicherheitsverantwortlichen im Unternehmen auch kombi nierte Angriffstechniken abwehren können. Û Seite 43 MIDRANGE ONLINE Midrange Jobbörse ist die Stellenbörse für Unternehmen und IT-Professionals, die personelle Verstärkung suchen. Û MidrangeEvent Auf MidrangeEvent finden Sie Schulungsangebote, Firmenveranstaltungen, Messen u. v. m. Û Frage des Monats In der Frage des Monats erfassen wir aktuelle Trends und Strömungen des IT-Marktes. Û AZ_it.x-mobile_MidrangeMagazin_210x :17 Seite 1 Wir machen mehr aus SAP -Lösungen! SAP Mobile Solutions SAP goes mobile: Sichere Anbindung Ihrer mobilen Endgeräte mit it.x-mobile Mit ihren zahlreichen praktischen oder auch nur unterhaltsamen Anwendungen haben Smartphones und Tablets unseren Alltag erobert. Um vom mobilen Büro sprechen zu können, bedarf es jedoch einer verlässlichen Schnittstelle zum stationären Server: it.x-mobile verbindet Ihr iphone, BlackBerry, ipad, Android- Devices oder ein anderes mobiles End gerät direkt mit dem SAP-System. it.x-mobile macht so SAP-Daten bzw. ganze SAP Business Prozesse mobil. Zwei Komponenten, die eine im Büro, die andere auf Ihrem mobilen Endgerät, sind der Schlüssel dazu: Anbindungsframework auf dem Back - end mit Connector, Logging- und Devicemanagementfunktionen User-Interfaceframework für das Front - end mit Player software sowie Unterstützung für native Programmie rung auf unterschiedlichen Device-Plattformen Mit diesen beiden Komponenten können Sie einfach und schnell Ihre individuellen Geschäftsprozesse und dafür nötige SAP-Daten auf unterschiedliche mobile End geräte bringen. Machen Sie Ihren SAP-Daten Beine! Besuchen Sie uns auch auf unser Micro site unter: Belgien China Dänemark Deutschland Frankreich Großbritannien Kanada Malaysia Niederlande Norwegen Österreich Polen Russland Schweiz Slowakei Spanien 06/2012 Tschechische MIDRANGE Republik Ukraine MAGAZIN Ungarn USA 5

6 MIDRANGE AKTUELL Preiskonkurrenz bei Power-7-Linux zu x86-linux-servern Besser als der alte Ansatz mit Open Power Die Power-Linux-Lösungen von IBM integrieren Linux-spezifische Hardware mit Power-7- Prozessoren und Linux-Software von Red Hat und SUSE zur Analyse von Big Data, Nutzung von branchenspezifischen Anwendungen und Bereitstellung von Open-Source-Infrastruktur- Services. Damit sollen mittelständische und größere Unternehmen Power-Linux-Lösungen bekommen, die sich durch mehr Leistung und Zuverlässigkeit auszeichnen bei gleichzeitig geringerem Zeit- und Gesamtkostenaufwand und zwar im Vergleich zu x86-plattformen. Eine Server-Plattform speziell für Linux bringt IBM mit den Power- Linux-Systemen auf den Markt. Die Hardware basiert auf einer Power 730 und verfügt dabei über einen klar definierten Satz an Zusatzkomponenten, kann allerdings nur Power-Linux von Red Hat oder SUSE laufen lassen. Selbst die Virtualisierungsfunktion des Systems PowerVM ist beschnitten und erlaubt es nicht, AIX- oder Systemi-basierte virtuelle Maschinen ablaufen zu lassen. Dafür liegen die Preise für das System in einem vergleichbaren Bereich, wie ihn x86-basierte Dualprozessorsysteme von HP oder Dell mit der Virtualisierungsschicht vsphere bieten. Großen Wert legt IBM auf die Softwareangeboten für dieses System. Dazu schreitet der Hersteller mit drei Lösungen voran: Sie sind speziell für die Bereiche Big Data, Branchenanwendungen und Open Source-Infrastrukturservices konzipiert. Zudem erwartet IBM, dass unabhängige Softwarehersteller ihre Applikationen auf Power-Linux zur Verfügung stellen. PowerLinux mit passenden Big-Data-Analytics-Lösung Die Parallelverarbeitungsfähigkeit der Power-Linux-Systeme mit vielen parallel ausführbaren Threads sorgt für eine hohe Rechen- und I/O-Leistung für große Datenanalyse-Projekte unter Verwendung von Apache Hadoop. Dies ist ein Software-Framework, das die verteilte Verarbeitung großer Datenmengen über Computer-Cluster ermöglicht. Power-Linux unterstützt Unternehmen auch bei der Nutzung von IBM-Lösungen, die Hadoop beinhalten und mit denen sie neue Erkenntnisse aus großen Bestandsdatenmengen gewinnen können, wie zum Beispiel IBMs Software InfoSphere BigInsights. Diese Anwendung läuft bis zu 37 Prozent schneller auf Power-Linux als die besten bereits veröffentlichten x86- Hadoop-Benchmarks so IBM. Viele Unternehmen vertrauen auf Linux als Basis für Geschäftsanwendungen, die für ihre Branche konzipiert und auf die spezifischen geschäftlichen Anforderungen abgestimmt sind. Power-Linux bietet einen sicheren, stabilen und vollständig integrierten Lösungs- Stack für Branchenanwendungen, der eine reibungslosere Implementierung und kürzere Lieferzeiten von zusätzlichen, differenzierenden Diensten bei geringeren Ausfallzeiten gewährleistet. Mit Angeboten wie der Power- Linux Solution Edition für SAP-Anwendungen glaubt IBM, dass mittelständische IT-Abteilungen diese Dienste zu niedrigeren Kosten pro Workload liefern können und das bei höherer Qualität im Vergleich zu x86-servern mit Windows oder Linux. Vorintegrierte, getestete und validierte Lösungen IBM PowerLinux 7R2-System IBM PowerLinux Flex System p24l 6 MIDRANGE MAGAZIN 06/2012

7 für Power-Linux stellen den Schlüssel für die Akzeptanz dar so sollen mehr als Anwendungen von unabhängigen Softwareanbietern und OEMs in einer Vielzahl von Branchenverfügbar werden. Power-Linux bietet mit der Virtualisierungstechnologie PowerVM die Kontrolle gegenüber dem Wildwuchs von Servern und virtuellen Images. Mit weniger zu verwaltenden Servern und der Nutzung von Power-Linux als Grundlage für eine flexible Open-Source-basierte Cloud sollen Unternehmen Dienste wie Web, E Mail und Social Business-Collaboration kostengünstiger bereitstellen können. IBM glaubt, dass Power-Linux eine sicherere und besser skalierbare Virtualisierung von Business-Infrastruktur-Services zur Verfügung stellen kann, als VMware, das auf x86 läuft. Anwender können laut Big Blue mit einer Einsparungsmöglichkeit von bis zu 33 Prozent bei den Gesamtkosten rechnen. Die Power-Linux-only-Systeme Die Power-Linux-Server sind in zwei Linux-spezifischen Systemen verfügbar: Power-Linux 7R2-System: Ein Zwei-Sockel-Server mit insgesamt 16 Power-7-Mikroprozessorkernen und Auswahlmöglichkeit zwischen zwei Linux-Betriebssystemen Red Hat Enterprise Linux oder SUSE Linux Enterprise Server. Skalierbarkeit soll der eingebaute PowerVM-für-PowerLinux- Hypervisor garantieren. Damit kann das Power-Linux-System 7R2 mehrere Linux-Workloads betreiben, die durch PowerVM virtualisiert werden. Der Lösungs-Stack für eine virtualisierte Infrastruktur sei so IBM bis zu 33 Prozent kostengünstiger und weise bis zu 17 Prozent geringere Energie- und Kühlungskosten im Vergleich zu konkurrierenden x86-rackservern auf. Flex System Power-Linux Compute Node: Ein Linux-spezifischer Zwei-Sockel-Compute-Node für das Pure-Flex-System der IBM. Mit 12 oder 16 Power-7-Mikroprozessorkernen, der Wahlmöglichkeit zwischen Red Hat Enterprise Linux und SUSE Linux Enterprise Server-Betriebssystemen sowie integriertem PowerVM-für-Power- Linux-Hypervisor. Innovation im I/O-Bereich Quelle: IBM Im Doppelpack mit der: CRM 2012: Der Mensch im Mittelpunkt! Hier wird CRM gemacht MESSE ESSEN Das ist in diesem Jahr das Thema der CRM-expo, der führenden Fachmesse für das Kundenbeziehungsmanagement. Erleben Sie erfolgreiche Strategien, Lösungen und Konzepte für einen nachhaltigen Kunden- und Partnerdialog auf der Messe und diskutieren Sie mit den Experten im Kongress. Folgen Sie uns auf CRM-expo Kundenbeziehungen 2.0 für Mittelstand und Großunternehmen. 06/2012 MIDRANGE MAGAZIN 7

8 SAP AKTUELL SAP vereinheitlicht Strategie für Echtzeit-Datenmanagement Sybase sei inzwischen vollständig integriert, betonte SAP jüngst bei einer Pressekonferenz in San Francisco. Mit der SAP Real-Time Data Platform werde nun eine Echtzeit-Datenplattform verfügbar, die SAP HANA, Sybase-Angebote im Bereich Datenmanagement sowie SAP-Lösungen für Enterprise Information Management (EIM) umfasst. Für Startups, die auf der neuen Plattform entwickeln, hat SAP einen Wagnisfond eingerichtet, für gen SAP HANA wechselwillige Kunden ein Incentive-Progamm. Der Wert der Pakete: Knapp eine halbe Milliarde US- Dollar. Mit der kombinierten Innovationskraft und Expertise von SAP und Sybase definieren wir den Datenbankmarkt neu, sagte Dr. Hasso Plattner, Aufsichtsratsvorsitzender der SAP. Mittelpunkt ist die In-Memory-Datenbank SAP HANA, mit der bis zu Mal schneller als zuvor auf Informationen zugegriffen und Daten ausgewertet werden können. Kunden könnten so ihre Geschäfte auf völlig neue Art betreiben, existierende Systeme effizienter laufen lassen und gleichzeitig neue Technologien einfach einführen. SAP will Kunden eine logische Echtzeit-Plattform für sämtliche Transaktions- und Analyseaufgaben anbieten und wird dazu die Sybase-Produkte für Datenmanagement und -bewegung nutzen. Mit der schrittweisen und unterbrechungsfreien Integration von SAPund Sybase-Produkten sollen Kunden zahlreiche Funktionen für die Abwicklung, Bewegung, Speicherung und Analyse von Daten in Echtzeit erhalten. Das gemeinsame Design sowie Funktionen für das Management von IT-Landschaften reduzieren laut SAP Kosten, zudem werde die Real-Time Data Platform nicht nur die Komplexitätsschichten vereinfachen. Neben Funktionen für neueste Big Data -Anwendungen und Analysen bietet die Plattform auch erweiterten Support für Cloud- und mobile Lösungen. Der betriebliche Ablauf beim Kunden werde dabei kaum beeinträchtigt. Die Ramp-Up-Phase für SAP NetWeaver Business Warehouse, Powered by SAP HANA (SAP NetWeaver ANZEIGE Internationale ERP-Software mit Kompetenz und Methode Flexibel und zukunftssicher Branchenkompetenz & Best Practices für den Mittelstand Mehr als 30 Jahre Zuverlässigkeit, Know-how und Innovation VERSTÄRKEN SIE DAS ABAS-TEAM: karriere.abas.de Finden Sie uns auf: RZ_MidrangeMag_4c_neut_2012.indd :33 BW, Powered by SAP HANA) hatte am 7. November letzten Jahres begonnen. Nach fünf Monaten waren laut SAP alle wichtigen Meilensteine, die für die allgemeine Verfügbarkeit nötig sind, erreicht. Neben signifikanten Leistungssteigerungen bei Abfragen hätten Ramp-Up-Kunden massive Reduktionen bei Ladezeiten und der Datenkompression gemeldet. Dadurch habe die Menge der zu speichernden und sichernden Daten entsprechend reduziert werden können. Dies sei der erste Schritt, um die SAP Real-Time Data Platform für Anwendungsfälle sowohl im Data Warehousing als auch in der Analytik einzusetzen. Mit der SAP Business Suite auf der Basis von SAP Sybase ASE will SAP optimale Integration anbieten. Gleichzeitig verpflichte sich das Unternehmen dazu, neue und vorhandene Kunden mit durchgehenden Anwendungen und Datenbanklösungen, integrierter Wartung und synchronisierten Releases zu versorgen. Als wesentlicher Teil von SAP Real-Time Data Platform ist SAP Sybase ASE ein bewährtes Datenbank- Management-System, das bereits seit 25 Jahren in anspruchsvollen, geschäftskritischen Umgebungen diverser Industrien eingesetzt wird. Mit mehr als Kunden habe SAP Sybase ASE eine loyale Kundenbasis, betonte SAP. Dabei sei eine Kundenzufriedenheit von 97 Prozent zu verzeichnen. Um Innovation in der Startup- Community zu fördern, ruft SAP einen neuen Fonds in Höhe von 155 Millionen US-Dollar ins Leben, der von SAP Ventures verwaltet wird. Mit dem SAP HANA Real-Time Fund sollen Unternehmen und Investoren, die sich auf die Entwicklung von Echtzeit-Anwendungen konzentrieren, gefördert und unterstützt werden. Das SAP HANA Adoption Program in Höhe von 337 Millionen US-Dollar soll Kunden bei der Einführung von SAP HANA und der SAP Real-Time Data Platform unterstützen. Für Neukunden, die ihre Altdatenbank durch SAP HANA ersetzen möchten, investieren die Walldorfer in Services von SAP Consulting. Wer SAP HANA bereits komplett implementiert hat und mit der Lösung unzufrieden ist, kann die entsprechenden Lizenzen im Rahmen eines 18-monatigen Austauchprogramms umwandeln. 8 MIDRANGE MAGAZIN 06/2012

9 Hollywood in Eindhoven Film ab: it.skills brauchen Social Skills Frisch von der Uni ist in den meisten Unternehmen nicht unbedingt ein positiv belegter Begriff. Absolventen werden in der Theorie zwar bestens ausgebildet, im kalten Wasser des ersten Kundenprojektes sind aber vor allem Soft Skills gefragt auf Kunden- wie auf Berater seite. Mit it.skills steht jetzt ein unterhaltsamer Trainingsfilm zur Verfügung, der europäischen Universitäten als Lehrmaterial dienen soll. Gemeinsam mit SAP und dem VLBA Lab Magdeburg hat der SAP Gold Partner itelligence AG den Film über die menschlichen Stolpersteine innerhalb eines globalen Implementierungsprojektes gedreht. Verblüffend realistisch menschelt es in allen Projektphasen vom ersten Kundenmeeting bis zum Go-live. Zur Premiere nach Eindhoven (NL) kamen 45 Professoren, Dozenten und Dekane von 33 Universitäten in ganz Europa, denen it.skills künftig als interaktives Lehrmaterial dienen soll. Die absichtlich eingebauten Verhaltensfehler auf Kunden- und Beraterseite wurden beim anschließenden Networking durchaus heftig diskutiert mit Managern von SAP, itelligence und den beteiligten Schauspielern, sämtlich itelligence-mitarbeiter aus den internationalen Niederlassungen. Faktor Mensch im SAP Projekt Den Unterhaltungswert der Szenen machten die vielen Lacher bei der Premiere in Eindhoven deutlich. Herrlich schrullig kommt zum Beispiel der IT- Leiter auf Kundenseite daher, dessen Rechtfertigungsnot gegenüber dem Board of Directors fast fühlbar wird, und der in seiner Rolle so ziemlich alle (Vor-)Urteile auf den Punkt bringt. Eine der schönsten Szenen: Bevor das Initial-Meeting beginnt, offeriert er dem Consultant Mineralwasser und spielt damit auf die Honorare an. O-Ton: Damit wir keine bezahlten Pausen machen müssen. Auch Berater und Projektleiter tappen in allerlei Fettnäpfchen, die mitunter erst auf den zweiten Blick erkennbar sind. Lernlücken wolle man mit it.skills schließen, betont Dieter Schoon, Head of HR bei itelligence: Wir möchten innovative Ideen entwickeln, um die Entwicklung von sozialen Kompetenzen und Beratungskompetenzen bei IT-Fachleuten zu fördern. Durch die Verbindung und Vernetzung von Wirtschaft und Bildung stellt das Vorzeigeprojekt gleichzeitig einen Meilenstein innerhalb der SAP University Alliance dar. Die Location der Filmpremiere war nicht zufällig gewählt: Eindhoven ist nicht nur Sitz einer itelligence-niederlassung und Drehort von it.skills, sondern auch regionales Hightech-Zentrum der Niederlande. Mit Amsterdam und Rotterdam bildet der Brainport Eindhoven die ökonomischen Pfeiler unseres Nachbarlandes. Peter Slaats, CEO itelligence Benelux B.V., nannte die Region absoluut top. 50 Prozent aller niederländischen Patente werden hier gehalten. Universitäten in ganz Europa können jetzt ihr Interesse an der Nutzung des Materials bekunden. In den kommenden Monaten werden entsprechende Lehr- und Lernmaterialien auf Englisch erstellt, die zur Unterstützung der Vorlesungen dienen. Im Rahmen der SAP University Alliance will itelligence vor allem zu einer frühzeitigen Sensibilisierung der Universitäten im Hinblick auf Beratungsund soziale Kompetenz beitragen. Vor diesem Hintergrund hatte das Unternehmen in 2009 bereits ein Theaterstück entwickelt, das sich ebenfalls den Do s and Dont s innerhalb der Projektarbeit widmet. Danke, Mama Lampenfieber vor der Filmpremiere: Dieter Schoon (rechts) mit den Protagonisten von it.skills in Eindhoven. Im Anschluss an die Premiere verliehen Elena M. Ordónez del Campo, Senior Vice President Global University Alliance, SAP AG, und itelligence-gründer Herbert Vogel den Projektbeteiligten eine Auszeichnung für Engagement und schauspielerische Leistungen. In echter Hollywood-Manier wurden dabei Oscars verliehen rote Umschläge, verdutzte Gesichter und ein Danke, Mama inklusive. Irina Hesselink ó 06/2012 MIDRANGE MAGAZIN 9

10 MIDRANGE AKTUELL FRAGE DES MONATS Das Thema Big Data treibt Unternehmen um.? DIE frage Haben Sie für die nächsten zwölf Monate bereits Analyse projekte mit vielen Daten in ihrem Unternehmen geplant oder setzen Sie derartige Vorhaben schon um? DAS ergebnis 35 % ja 65 % nein 48 Teilnehmer haben abgestimmt Emrah Turudu, istockphoto.com Analyseprojekte nehmen in den kommenden Monaten Fahrt auf Nicht nur Analystenhäuser wie Gartner stellen einen klaren Trend zu Lösungen im Bereich des Business Intelligence (BI) fest auch ein gutes Drittel der Teilnehmer an unserer Umfrage planen in den kommenden zwölf Monaten entsprechende Projekte oder haben sie bereits schon begonnen. Die größte Triebfeder dürften dabei die Fachabteilungen sein. Denn diese Anwender möchten sehr gerne die Informationsschätze eines Unternehmens aus den vielschichtigen Datenquellen des Unternehmens heben. Bei Gartner ist man sich zum Beispiel sicher, dass durch einen größeren Anwenderkreis, der Fachanwender, Business-Analysten, Analyse-Experten, Führungskräfte, Kunden, Partner, Behörden und IT-Experten umfasst, eine steigende Nachfrage an BI-Plattformen zu verzeichnen ist. Ein grundlegender Wandel zeichnet sich ab Dieser Anstieg entsteht nicht aus einer Laune heraus, sondern reflektiert den grundlegenden Wandel im Markt für Business Analytics und somit auch für BI-Plattformen. Die Business-Anwender fokussieren ihre Wahl oftmals auf sogenannte Data-Discovery-Produkte. Sie bieten sich als Ergänzung oder Alternative zu traditionellen BI-Lösungen an. Das zugehörige Konzept ermöglicht es den Anwendern aus den Fachabteilungen, interaktive Datenanalysen anstelle von statischen Reports durchzuführen. Weitere Wachstumsbereiche für BI-Lösungen eröffnen sich im Segment Social BI. Doch hierbei entstehen große Herausforderungen etwa wenn ein Unternehmen in Social Networks Meinungen oder Einschätzungen zu den eigenen Produkten herausfinden möchte. Denn nur wer dann mit unstrukturierten Daten effizient umgehen kann und zudem noch große Datenmengen dabei verarbeiten kann, wird hier mit seiner Lösung punkten. Rainer Huttenloher ó 10 MIDRANGE MAGAZIN 06/2012

11 workshops kalender DNUG Konferenz in Dortmund: Business Gets Social Am 12. und 13. Juni 2012 organisiert die DNUG die nächste Anwenderkonferenz im Umfeld der IBM Collaboration Solutions. Social Business ist ein wesentliches Merkmal der Agenda. Sie bietet mit dem Social Business Day ein hochwertiges Sonderprogramm für Teilnehmer mit strategischer Verantwortung, die Informationen und Gesprächspartner ausschließlich zu diesem Thema suchen. IBM und IBM Business Partner informieren zudem über die nächsten Versionen von Notes, Connections, Sametime und Traveler. Mit Einsatzszenarien für XPages und hohem Mobilitätsgrad der Arbeit in unterschiedlichsten Geschäftsprozessen versprechen das Programm sowie das Portfolio in der Ausstellung den aktuellen Informationsbedarf von Mitgliedern und Interessenten zu erfüllen. Das Interesse an Social Business ist längst über eine Begriffsklärung hinaus gewachsen. In vielen Unternehmen gibt es erste Projekte oder Aufträge dafür. Mit Anwenderberichten und Vorträgen, die Know-how zu unterschiedlichen Projektphasen vermitteln, bietet die kommende DNUG Konferenz viel Konkretes für einen zielgerichteten Erfahrungsaustausch. Weitere Informationen und Anmeldung: Event Termin, Ort Veranstalter RPG und Webservices via Web Operating und Systemsteuerung IBM i Bremen Power System unter i V6R1/V7R Bremen RPG Programme für grafische Clients Köln MES-Infotag: Effizienter Produzieren mit MES Wolfsburg Das RPG IV Update Bremen RPG Programme für grafische Clients Stuttgart Workshop Best-Practice MES Gießen Green Production am Beispiel der Pharmaindustrie Online Embedded SQL (Cobol/ RPG) Bremen Embedded SQL Kaufering PHP auf IBM i Jenseits der grundlagen LANline Tech Forum Verkabelung Netze Infrastruktur Online Köln Mehr Termine und Veranstaltungen unter EPOS GmbH EPOS GmbH EPOS GmbH ITP VERLAG GmbH MPDV Mikrolab GmbH EPOS GmbH ITP VERLAG GmbH MPDV Mikrolab GmbH Felten Group EPOS GmbH Toolmaker Advanced Efficiency GmbH Zend Technologies ITP VERLAG GmbH dnug.de/conference IBMs Truck-Tour 2012: Bei WS Datenservice Am Montag, 25. Juni 2012, hält der IBM- Truck beim IBM Key-Partner WS Datenservice in Deggingen. Der Truck steht auf dem Parkplatzgelände des Degginger Rathauses in der Königsstraße 9. Alle mit dieser Tour verbundenen Veranstaltungen finden im Foyer und Saal des Rathauses statt. Ein sinnvoller, möglichst schlanker Personaleinsatz soll reichen, um die komplex konsolidierten, heterogene, IT-Systeme zu administrieren. So lautet die Mission von WS Datenservice, die sie als zertifizierter IBM-Partner in den Bereichen System i, x und Storage umsetzen. Unsere Themen im Juni: - Das RPG IV Update - HMC Grundlagen und Administration - Power System unter IBM i V6R1/V7R1 - Operating & Systemsteuerung IBM i Weitere Themen und Lernvideos auf unserer Homepage! 06/2012 MIDRANGE MAGAZIN 11

12 MIDRANGE AKTUELL Mr. Watson, was sagen Sie nun? Wie kein anderer hat Thomas J. Watson das Unternehmen IBM geprägt. Wer war dieser Mann, der für seine Visionen, das Credo THINK und nicht zuletzt für die strengen Regeln bekannt war, denen jeder IBMer zu folgen hatte? u viele Menschen warten auf jemanden, der ihnen einen Schubs Z gibt. Wir bei IBM haben versucht, Selbstanlasser zu entwickeln. Dieses Zitat von Thomas J. Watson bringt seine Überzeugungen auf den Punkt. Watson Visionär, Positiv-Denker und Extrem-Salesman. Als er jährig starb, war er einer der reichsten Männer seiner Zeit und galt als weltbester Verkäufer. Unter seiner Führung entwickelte sich IBM zu einer internationalen Marktmacht, der jahrzehntelang typische Big Blue-Look dunkler Anzug, weißes Hemd und natürlich Krawatte ist auf genau den Dress Code zurückzuführen, den Watson seiner Truppe schon in den 1920er-Jahren zur Pflicht machte. Gepflegte Umgangsformen und eine tadellose Optik waren sein Markenzeichen, beide pflegte er akribisch und erwartete dasselbe von seinen Mitarbeitern. Um sich herum baute der Sohn schottischer Einwanderer ein Unternehmen auf, das selbstbewusst sein Motto THINK! verkörperte 40 Jahre lang. Als Watson das Ruder übernahm, war er für Mitarbeiter und einen Umsatz von 9 Millionen US-Dollar verantwortlich. Als er starb, beschäftigte Big Blue bei einem Jahresumsatz von 897 Millionen US-Dollar Menschen. Reich wurde der Methodist, weil er bei seinen Vertragsverhandlungen eine gewinnabhängige Provision ausgehandelt hatte. Dass mit diesem Passus jemals ein Penny zu verdienen sei, glaubte außer Watson niemand. Faible für (Bank)Noten Thomas John Watson wurde im Februar 1874 als Sohn eines Farmers in Campbell, New York geboren. Ein einjähriger Buchhaltungskurs diente ihm als Basis für eine der größten Karrieren der Geschichte. Erste Aufgaben in dieser Zunft hängte Watson bald für eine Verkaufstätigkeit an den Nagel: Als Assistent eines Handelsreisenden brachte er Klaviere und Orgeln an den Mann. Vielleicht entdeckte Watson schon hier sein Faible für Noten, auch Banknoten. Und vielleicht ist auch das gemeinsame Singen innerhalb der IBM, das Watson später aus Motivationsgründen initiierte und pflegte, auf eben diese ersten Sales-Erfolge in seiner Heimat zurückzuführen. In Buffalo versprach sich Watson bessere Einkünfte mit Nähmaschinen. Eine Anekdote, die sein Sohn Tom später in seiner Autobiografie beschreiben wird, stammt aus dieser Zeit. Watson sei in einen Saloon gegangen und habe hier einen Verkaufsabschluss gefeiert. Mit offenbar deutlich zu viel Alkohol Als die Bar schloss, war seine Habe verschwunden Diebe hatten sich Pferd und Wagen inklusive Produktmuster unter den Nagel gerissen. Die Geschichte sprach sich herum, Watson musste den Schaden begleichen und brauchte ein Jahr, um wieder einen festen Job zu finden. Später stellte er bei IBM strenge Regeln in Sachen Alkoholkonsum auf, die auch außerhalb der Firma galten. In dem Buch Father, Son & Co.: My Life at IBM and Beyond bedauert Thomas J. Watson Junior, dass diese Begebenheit es nie in die Überlieferungen der IBM geschafft habe. Der Staff, der sich an 12 MIDRANGE MAGAZIN 06/2012

13 seines Vaters Regeln halten musste, hätte deren Sinn dann viel besser verstanden. Bei einem offiziellen Dinner war es ausgerechnet Watsons Weinglas neben dem ihren das einzige unberührte das Watsons zukünftiger Ehefrau Jeanette auffiel. In diesem Moment habe sie gewusst: Diesen Mann heirate ich gelang Watson die Festanstellung bei NCR, 1914 stieß er zu C T R (später IBM) und prägte mit seinen Wertvorstellungen, Ansichten und seinem Innovationswillen ganze Generationen an Führungskräften. Für besondere Motivationskampagnen war er bekannt, auch Musik gehörte dazu. Dass IBM einmal 100 Jahre und mehr werden würde, hat der Optimist vermutlich nie bezweifelt. Zu den bekannten Statements Watsons gehört auch dieses: Ich habe eine ganze Menge an Vorhersagen über die Zukunft unseres Geschäfts gemacht und ich lag jedes Mal daneben, weil ich seine Möglichkeiten immer unterschätzt habe. Early Bird Ergreife die Initiative. Tu etwas, das zuvor noch niemand getan hat, Eines der wichtigsten Dinge in unserem Business ist die Forschung auch das sind Watson-Überzeugungen, die dazu geführt haben, dass die IBM blieb, was sie war und heute noch ist, was sie ist. Das Unternehmen hat sich seit seiner Gründung immer über seine fundamentalen Werte identifiziert nicht über Produkte, Technologien oder Führungspersönlichkeiten wurden diese Werte, Basis der IBM schen Kultur und Marke, von den Mitarbeitern neu definiert. Immer noch beinhalten sie Hingabe für den Erfolg des Kunden, Innovation, die für das Unternehmen und die Welt Bedeutung hat, plus Vertrauen und persönliche Verantwortung in allen Beziehungen Voraussetzung für Erfolg und Glück waren nach Auffassung von Watson Senior vor allem diese Aktiva: Visionen, Selbstlosigkeit, Liebe, ein guter Charakter, gutes Benehmen, wahre Freundschaft und nicht zuletzt der Stolz auf Bestleistungen. Er glaubte an das Management durch Generosität und legte den Grundstein für das soziale Engagement, das IBM heute noch pflegt. Während der Wirtschaftskrise bezahlte er das Schulgeld der Nachbarkinder aus seinem Privatvermögen; während andere ihre Firmen und Jobs verloren, rekrutierte Watson Verkäufer und zwar en masse. Anerkennung und Vertrauen Sie sei eine einmalige Kombination aus Vision, unablässigem Drive, Kundenfokus und Leidenschaft für IBMer und die Zukunft des Unternehmens sagt Sam Palmisano über seine Nachfolgerin Virginia M. (Ginni) Rometty, seit 1. Januar 2012 President und CEO der IBM Corp. Firmengründer Thomas J. Watson Sen. hätte sie vermutlich Selbstanlasser(in) genannt Habt Vertrauen in die Zukunft was den Werdegang seines ältesten Sohnes angeht, der ihn später bei IBM beerben würde, dürfte Watson diese Einstellung nicht immer leicht gefallen sein. Wann immer irgendwo Ärger drohte, war Terrible Tommy so nannten ihn die Nachbarn involviert. Es bedurfte einiger Interventionen, um ihn auf eine Karriere bei IBM vorzubereiten, die Fußstapfen des Vaters schienen wenig erstrebenswert und auch deutlich zu groß. Als Kind hatte TJ Junior die ausgestanzten Papierfetzen der Lochkarten als Konfetti aus dem Fenster des Firmengebäudes geworfen sehr viel später transformierte er Big Blue zum weltgrößten Computing- Unternehmen. Thomas Watson Junior sagte 1968: Eine der Ironien unseres Geschäftes ist, dass wir die komplexesten Informationen binnen Sekundenbruchteilen mit dem Computer übertragen können aber wenn wir das geschriebene oder gesprochene Wort nutzen, um in alltäglichen Situationen miteinander zu kommunizieren, fallen wir oft in einen Jargon zurück, der unsere Meinung verschleiert. Wir reihen lange Wörter aneinander, wo es auch kurze täten, nutzen kunstvolle Phrasen, wo eine klare Sprache nötig wäre. Mein Vater hat immer zum talk net gedrängt und er hatte Recht. Talk net-ten wir also und versuchen eine kurze Erklärung der Phänomene Watson und IBM. Über Patente in 100 Jahren = Innovation Brings Money. Irina Hesselink ó ANZEIGE Selbstanlasserin Wilsch hostet Ihre AS/400 Umgebung und mehr Wilsch Power Hosting Produktion, Backup, Archiv Wir haben die Maßlösung für Sie! Wollen Sie mehr erfahren? Karl-Valentin-Straße 17 D Grünwald Tel.: Fax: /2012 MIDRANGE MAGAZIN 13

14 MIDRANGE AKTUELL Vom Wissen über Protokolle zur Serviceorientierung Das 20jährige Jubiläum feiert die CSP dieses Jahr und hat sich (mit nun 30 Mitarbeitern und über elf Millionen Euro Umsatz) zu einer festen Größe in den Bereichen Datenkonvertierung, Output-Management und Managed Print Services entwickelt. Die Geschäftsführer Norbert Eifert und Rüdiger Peschke skizzieren im Interview mit dem Midrange Magazin (MM), wie sie auch die kommenden 20 Jahre erfolgreich angehen wollen. Dabei kommen Bereiche hinzu, die sich mit dem Thema Digital Signage sowie mit mobilen Arbeitsplätzen befassen. MM: Wie lautete ihre Unternehmensphilosophie bei der Gründung der CSP? Eifert: Unser Ansatz konzentrierte sich auf die Datenkonvertierung. Bereits Anfang der 90er Jahre haben wir gesehen, dass es einen Markt gab, um alternative Drucksysteme an die IBM-Welt anzuschließen. Dabei ging es vor allem um Nicht-IBM-Matrixdrucker sowie um Nicht-IBM-Label-Drucksysteme, die es an die IBM-Rechner anzuschließen galt. MM: Sie haben also eine Öffnung von an sich geschlossenen Systemen angestrebt. Wie aufwändig gestaltete sich diese Aufgabe? Eifert: Damals war IBM der erste, der komplette Lösungen im Portfolio hatte. Daher musste wir uns tief in die entsprechenden Protokolle einarbeiten und dann diesen Informationsfluss in die anderen gängigen Druckerprotokolle wie etwa PCL umsetzen. Dazu war sogar dedizierte Hardware nötig, die wir mit unserem Partner SPE entwickelt haben. MM: Welchen Aspekt ihrer Lösungen sehen sie heute nach 20 Jahren als den größten Erfolgsfaktor an? Eifert: Die Offenheit unserer Lösungen hat sich als Garant für die hohe Akzeptanz erwiesen. Wir haben heute komplette Druckkonzepte für alle Plattformen im Programm. Dabei sind wir zum einen bei den Applikationen komplett offen und zum anderen bedienen wir auf der Ausgabeseite nahezu alle Drucksysteme. MM: Hat das eine Änderung in der Ausrichtung zur Folge gehabt? Eifert: Um diesen Anspruch zu erfüllen, müssen wir heute als ein Systemhaus mit Rundumbetreuung agieren. Unsere Lösungen konzentrieren sich allerdings auf unsere Kernkompetenzen und das sind in erster Linie das Druckmanagement und das Einbinden der verschiedenen Die beiden Geschäftsführer Norbert Eifert (links) und Rüdiger Peschke setzen große Hoffnungen auf das neue Geschäftsfeld Infopoints. Drucktechnologien in die bestehenden Applikationen und noch viel wichtiger in die zugehörigen Geschäftsprozesse unserer Anwender. MM: Das hört sich aber nach weitaus mehr an als nur Datenkonvertierung? Eifert: Ja, denn Mitte 1995 haben wir bereits mit Forms400 unser erstes Formularmanagementsystem vorgestellt das hat uns der Markt förmlich aus der Hand gerissen. Damit ist uns der Einstieg in den Bereich der Output-Managementsysteme geglückt. MM: Wie hat sich das entwickelt? Eifert: In Zusammenarbeit mit unserem Entwicklungspartner SPE Systemhaus für Schnittstellen, Protokolle und Emulationen GmbH, haben wir 2003 das Produkt Print2Forms vorgestellt. Es handelt sich dabei um ein Output-Managementsystem, mit dem sich flexible Druckprozesse gestalten lassen. MM: Was meinen sie damit genau? Eifert: Die Software erstellt aus den Rohdaten die kompletten Papierdokumente Rechnungen, Bestellbestätigungen, aus externen Datenbanken können Bilder noch mit dazu kommen. Es läuft alles vollautomatisiert. Ein Unternehmen ist dadurch beispielsweise in der Lage, mehrere Dokumente aus einem Hauptdatensatz zu erstellen und das Ergebnis anschließend zum Beispiel auch noch zu heften oder zu archivieren. MM: Passt diese Software denn unverändert für alle Unternehmen? Eifert: Das spielt eng in die Prozesse der jeweiligen Unternehmen. Das ließe sich vom Anwender durchaus selbst programmieren. Doch das wäre für ein Unternehmen ein vergleichsweise hoher Aufwand. Unsere Lösung ist dagegen über Parameter anpassbar sprich sie lässt sich für viele Einsatzbereiche konfigurieren und somit an verschiedenste Kundenanforderungen anpassen. MM: Welche Tools haben sie noch als reine Softwarelösung im Programm? 14 MIDRANGE MAGAZIN 06/2012

15 Eifert: Wir haben unser komplettes Portfolio bereits 2005 portiert: Die Schnittstellen wanderten sozusagen aus den Hardware-Lösungen in reine Software- Produkte. Dabei haben wir unsere erprobten Treiber in die Software portiert, die auf allen Server-Plattformen laufen. MM: Können sie ein Beispiel nennen? Eifert: Ja, bei Convert4print handelt es sich um eine Datenstromkonvertierung, die von der HW losgelöst wurde. Sie läuft nun auf einem beliebigen Server im Netzwerk. Hat ein Anwender beispielsweise einen originären IBM-Datenstrom und benötigt er für seine Peripherie einen PCL-Datenstrom, dann setzt unsere Software das komplett um. MM: Gibt es dabei Abhängigkeiten von den betreffenden Applikationen? Eifert: Nein, das ist ja gerade der Clou die Anwender wollen ihre laufenden Applikationen nicht anpacken. Wenn die Software funktioniert, lautet der bessere Ansatz, einfach eine Black Box hinten anzuhängen, die die Umsetzung des Datenstroms erledigt. MM: Was kam dann? Eifert: Seit 2010 setzen wir verstärkt auf Managed Print Services MPS. Dabei kam ein komplett neuer Ansatz auf uns zu. Doch wer in diesem Umfeld korrekte und passende Angebote bieten möchte, der muss die Ausgangssituation bei seinem Kunden kennen. Viele Unternehmen wissen nicht, welche Kosten für das Drucken insgesamt anfallen. MM: Einige Druckerhersteller versuchen sich doch auch an diesem Thema. Warum sollte ich dann zu CSP gehen? Eifert: Unsere Offenheit erweist sich hier als das Unterscheidungsmerkmal. Wir unterstützen auf der Server-Seite alle Plattformen und haben auch die Peripherie herstellerunabhängig im Griff. Da müssen auch sämtliche Daten der Drucker, Scanner und sonstigen Ausgabeeinheiten abgefragt und zentral überwacht werden. MM: Was braucht man dazu? Eifert: Dazu muss man SNMP das Simple Network Management Protocol perfekt beherrschen und die Message Informationen Base MIB über spezielle MIB Walker auslesen können. Wer hier nur einzelne Gerätehersteller unterstützt, der hat schlechte Karten, denn es geht ja um die komplette Ausgabeinfrastruktur. MM: Wie sieht das bei Ihnen aus? Eifert: Unser Modul für das Fleet Service Management (FSM), das wir mit unserem Partner DocuFORM entwickelt haben, muss zum Einsatz kommen. Es holt dann automatisch alle relevanten Informationen und dann lässt sich bereits eine Kurzanalyse ausführen nach acht Stunden weiß ein Unternehmen, Das erweiterte Managementteam der CSP: Ulrich Fröhlich, Projektmanagement, Sabine Eifert, Prokuristin und Oliver Preißer, Vertriebsleiter, Prokurist (von links). was Sache ist. Das Tolle beim FSM ist: Es arbeitet Web-basiert sprich es agiert weltweit. Der Verantwortliche erkennt, wo Probleme anstehen, wo Warnungen ausgegeben werden, etc. Damit adressieren wir das Ziel, mit wenigen zentralen Administratoren eine weltweit verteilte Druckinfrastruktur zu steuern und zu managen. MM: Ist die Cloud für sie ein Thema? Peschke: Wenn man es genau betrachtet, gehen unsere Managed Print Services schon in diese Richtung. Denn dieses Angebot gibt es entweder gehostet bei uns oder bei einem Partner aber auch direkt beim Kunden. Doch die Sicherheit gilt immer noch als das Argument gegen einen kompletten Cloud-Einsatz. Unternehmen wollen klare Antworten auf ihre Bedenken wo liegen meine Daten, oder was passiert wenn der Cloud-Anbieter den Betrieb einstellt. MM: Haben sie auch noch andere Geschäftsbereiche, die sie fokussieren? Peschke: Wir hatten uns zwar vor einiger Zeit entschieden, in erster Linie Softwareprodukte zu entwickeln, doch auf Anfrage eines Kunden haben wir einen mobilen Arbeitsplatz entwickelt. Ein vollwertiger PC-Arbeitsplatz mit Druckmöglichkeit, der auf einen fahrbaren Tisch montiert ist mit einer unabhängigen Stromversorgung. Dieses System kann auch bei Minustemperaturen betrieben werden somit ist ein Label-Druck auch bei in Kühlhäusern möglich. MM: Mit den Infopoints hat die CSP noch ein Hardware-Eisen im Feuer Peschke: ja auch die sind ein neuer Bereich für uns. Hier verlassen wir unseren angestammten Markt, es geht dabei um das Thema Digital Signage das Darstellen von digitalen Werbeinhalten. MM: Fertigen sie die Produkte selbst hier in Deutschland? Peschke: Das Design und die Spezifikation haben wir entwickelt, gefertigt wird in Deutschland. Das mechanische System baut ein Dienstleister und als Displays verwenden wir Geräte von Samsung. MM: Ist der Kostendruck sehr hoch? Peschke: Die oberste Priorität bei diesen Produkten liegt in ihrer exklusiven Anmutung. Wo hochwertige Inhalte angezeigt werden sollen, darf der technische Rahmen nicht als Billigdesign das Erscheinungsbild trüben. Es geht nicht nur um die Informationsstehle allein die Einbindung in die bestehende IT-Umgebung eines Unternehmens ist gefragt. MM: Was bedeutet das genau? Peschke: Die Informationen für die Infopoints sollten aus der Zentrale ausgegeben werden. Damit entfällt vor Ort viel Administrationsaufwand und die Corporate Identity lässt sich sauber durchhalten. Die Stehle allein ist nicht das Thema es geht um die Lösung. Gefordert wird dabei, dass in Sekundenschnelle die digitalen Marketinginhalte bereitgestellt werden und das unternehmensweit. 06/2012 MIDRANGE MAGAZIN 15

16 MESSE Spezial Finance Mehr Sicherheit für IBM-Geschäftspartner Die Liquidität verbessern IBM Global Financing (IGF) ist als weltweit größter IT-Finanzdienstleister mit einer Bilanzsumme von 34 Milliarden Dollar für rund Kunden tätig. Eine der zentralen Aufgaben für IGF ist es, Finanzierungslösungen für Geschäftspartner der IBM bereitzustellen. Starke und für die IBM Business Partner attraktive Instrumente sind die von IGF angebotenen Endkunden- und Wareneinkaufs-Finanzierungen. Sie sind Verkaufshilfen, verbessern den freien Cashflow und schaffen eine höhere Liquidität sowie Planungssicherheit. Finanzierung erlaubt Budget-Kürzung IBM Global Financing gehört zu den größten und solidesten Finanzierungsinstituten der Welt. Der IBM Finanzdienstleister kann damit Konditionen anbieten, die sowohl für Kunden als auch für Geschäftspartner jeder Größenordnung attraktive Finanzierungsmöglichkeiten darstellen. Angeboten werden individuelle Finanzierungslösungen sowohl für umfassende IT- Projekte als auch für Einzelprojekte. Dies können Hardware, Software und IT-Services von IBM aber auch von anderen Anbietern sein. Ein großer Vorteil von IGF gegenüber Universalbanken ist darüber hinaus das Know-how der IGF- Experten. Denn sie verstehen sehr gut die Notwendigkeiten und Erfordernisse der immer anspruchsvoller werdenden IT-Projekte. Neben den Kunden profitieren insbesondere die Geschäftspartner der IBM von den IGF Finanzierungsinstrumenten. Sie können durch die von IGF angebotene und durch den IBM Geschäftspartner vermittelte Endkunden- Tomwang112, istockphoto.com Finanzierung ihren Kunden attraktive Bedingungen bieten. Der Geschäftspartner hat den doppelten Vorteil: Denn IGF bietet als Experte für die IT-Finanzierung günstige Konditionen und zahlt schnell schneller als die meisten Kunden jedenfalls. Das Prinzip ist einfach: Wenn der Kunde eines Geschäftspartners einen Endbenutzer-Leasing- oder Darlehensvertrag unterzeichnet, bezahlt IBM Global Financing sofort den Lieferanten, also den Geschäftspartner, während der Endkunde, also der Kunde des Geschäftspartners, seine Zahlung über einen bestimmten Zeitraum hinweg direkt an IBM Global Financing leistet. Das bedeutet Zahlungssicherheit: IGF begleicht die Rechnung normalerweise spätestens zehn Tage nach dem Eingang der Unterlagen. IBM Geschäftspartnern stehen daneben weitere alternative Finanzierungsquellen für das Working Capital (Nettoumlaufvermögen) zur Verfügung. Die Wareneinkaufs-Finanzierung stellt eine solche Finanzierungslösung dar. Sie erlaubt es, Zahlungsfristen zu überbrücken und damit den freien Cashflow zu verbessern. Dadurch wird der Channel in seinen Funktionen als Reseller oder Distributor mit zusätzlicher Liquidität versorgt, und es wird ihm nicht wie das typischerweise der Fall ist durch seine Geschäftstätigkeit Liquidität entzogen. Die Wareneinkaufs- Finanzierung sorgt damit auch für eine Verbesserung des Working Capitals, der Rentabilität und der Vertriebseffizienz. Welche Vorteile eine Wareneinkaufs-Finanzierung bietet, lässt sich am anschaulichsten an einem Beispiel aus der Praxis erläutern: Nehmen wir den Fall eines Value Added Resellers 16 MIDRANGE MAGAZIN 06/2012

17 (VAR). Er muss normalerweise spätestens am 30. Tag nach der Lieferung die Rechnung seines Distributors bezahlen. Wenn er nun das Angebot von IBM Global Financing für eine Wareneinkaufs- Finanzierung in Anspruch nimmt, verändern sich seine Zahlungsfristen. Denn in diesem Fall wird IGF die Rechnung des Distributors in der vereinbarten Zahlungsfrist bezahlen, der bonitätsgeprüfte VAR kann sich aber noch weitere 30 Tage Zeit lassen, bis er die Forderung an IGF begleicht. Dies ist möglich, weil der kapitalstarke IBM Finanzdienstleister seinem Geschäftspartner ein Zahlungsziel von 60 Tagen einräumen kann. Das bedeutet auch: Der VAR kann weitere 30 Tage frei über seine Mittel verfügen. Aber auch der Distributor profitiert: Denn mit ihm vereinbart IGF die Bezahlung seiner Rechnung bereits zwischen dem 2. und dem 10. Tag. Er bekommt also sein Geld früher und kann sich auf diesen schnellen Zahlungseingang auch verlassen. Mit anderen Worten: Seine Rechnung wird garantiert und innerhalb der vereinbarten Zahlungsfrist beglichen nicht erst in 30 Tagen. Damit gewinnt auch er zusätzliche Liquidität. Im dargestellten Beispiel mindestens für einen Zeitraum von 20 Tagen. Also eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Mit anderen Worten: Finanzierte Transaktionen machen Zahlungseingänge für IBM Geschäftspartner berechenbar und verlässlich. Die Zahlungsfristen von IBM Global Financing sind konsistent und zuverlässig, während die tatsächlichen Zahlungszeiten von Kunden oft weit von der allgemeinen DSO- (Days Sales Outstanding-) Metrik eines Unternehmens abweichen und schwer vorauszusagen sind. Denn Berechnungen haben ergeben, dass die durchschnittlichen Zahlungszeiten weit über den genannten 30-Tages-Fristen liegen: Technologie-Distributoren müssen durchschnittlich 44 Tage auf ihr Geld warten, Lösungsanbieter (VAR) sogar 66 Tage. Außerdem besteht für einen Business-Partner das Risiko, dass Zahlungen ganz ausbleiben. Bei von IGF finanzierten Transaktionen trägt IBM Global Financing dieses Kreditrisiko. Die Nutzung der Finanzierungsangebote von IGF entspricht einer kostengünstigen Finanzierungslösung. Damit wächst die Liquidität der IBM Geschäftspartner. Sie sind in der Lage, ihren Working Capital-Bedarf weiter zu reduzieren bzw. ihr Kapital anderweitig einzusetzen. Das schafft zusätzliche und wertvolle Entscheidungsspielräume. Christine Paulus ó Wissen frei Haus alle zwei Wochen neue, technisch tiefgehende Beiträge erweitern die Wissensdatenbank von Praktikern für Praktiker im Internet und immer verfügbar Jetzt bestellen: 6 Ausgaben Schnupper-Abo für 9,90 06/2012 MIDRANGE MAGAZIN ITP VERLAG GmbH ı Kolpingstraße 26 ı Kaufering ı Tel ı Fax ı ı 17

18 brennpunkt Automotive Projekt, von der Auswahl bis zum Echtstart. Auch die Kosten blieben im Limit; mehr noch allein im ersten Jahr nach der Implementierung senkte die Ernst Lorch KG ihre EDV-Ausgaben um gut 35 Prozent. Heute gehört der Geschäftsführer zu den Befürwortern einer integrierten ERP-Software wie Tradesprint. SAP weiß, wie die Prozesse bei einem Kfz- Teilehändler wie uns laufen, erläutert Schmid-Lorch. Er schätzt an der Software vor allem die intuitive Benutzerführung. Tradesprint ist derart einfach zu bedienen, dass sich auch neue Mitarbeiter schnell damit zurechtfinden. Ein wichtiger Aspekt, wie er findet, gerade, wenn es um die Eröffnung neuer Niederlassungen und deren informationstechnologische Anbindung geht. Seit der Einführung des neuen Systems hat das Unternehmen stark expandiert: sieben Übernahmen und Zucormeta-Branchenlösung Tradesprint Sicher in der Spur Die SAP Business-All-in-One-Lösung Tradesprint hilft, sämtliche Geschäftsprozesse und Abläufe im Unternehmen zu harmonisieren. Mittelständische Reifen- und Kfz-Teilehändler profitieren dabei von der passgenauen Branchenausprägung. Zwischen 80 und 85 Prozent aller branchenspezifischen Prozesse sind in dieser Lösung voreingestellt, was die Einführungszeiten erheblich reduziert. Ein weiterer Vorteil: Die Software kann problemlos erweitert werden, da sie auf der SAP-Technologie basiert. Will ein Händler z.b. ein neues Lagerverwaltungssystem installieren, braucht er nur das entsprechende Modul im SAP- System zu aktivieren. Er muss keine teure Zusatzapplikation kaufen. Die ERP-Software ist bei zahlreichen Reifen- und Kfz-Teilehändlern im Einsatz. Die Unternehmen sind damit in der Lage, Bestellungen schneller zu bearbeiten. Zudem hat man dort jederzeit den Überblick über die günstigsten Preisangebote, weil die Konditionen der Industrie und anderer Bezugsquellen automatisch in das Warenwirtschaftssystem gelangen und regelmäßig aktualisiert werden. Als beim Bosch-Vertragsgroßhändler Lorch in Albstadt ein Wechsel der betriebswirtschaftlichen Unternehmenssoftware anstand, war Geschäftsführer Axel-Christof Schmid-Lorch gegenüber einer SAP-basierten Lösung zunächst skeptisch: zu komplex, zu hohe Lizenz- und Beraterkosten, zudem die Anonymität eines Großanbieters kam ihm in den Sinn. Vorkonfigurierte Abläufe Doch die cormeta ag, ein erfahrener SAP Channel-Partner im Kfz-Teilehandel und selbst mittelständisch geprägt, räumte die Bedenken aus. Nicht nur die speziell für die Branche zugeschnittene Lösung, bei der viele für den Teilehandel typischen Abläufe vorkonfiguriert sind, überzeugten Lorch die Branchenkenntnis der cormeta-berater erleichterte die Einführung zusätzlich. Nur acht Monate dauerte das gesamte Alltägliche Arbeitsprozesse in einer übersichtlichen Software abzubilden das gehört zu den Aufgabenstellungen, die aktuelle IT-Lösungen bieten sollen. Planungssicherheit: Mit dem Tradesprint-Konfigurator kann ein Interessent seine künftige SAP-Branchenlösung selbst konfigurieren. Einfach die Branche Kfz-Teilehandel wählen, Mitarbeiter- und Benutzerzahl eingeben und die Konfigurationsmaske öffnet sich. Wichtige branchenspezifische Funktionen sind vordefiniert, andere optional wählbar. Ergebnis: ein Komplettangebot mit Aufwandsschätzung. Bilder: cormeta 18 MIDRANGE MAGAZIN 06/2012

19 käufe, dazu eine große Akquisition in der Schweiz. Speziell für Kfz-Teilehändler gibt es in der Software weitergehende Möglichkeiten. So lassen sich verschiedene Katalogsysteme nahtlos anbinden, beispielsweise TecDoc, eine der wichtigsten Bestellplattformen der Automobil- Zulieferindustrie. Auch die Verbindung zu TecCom, der marktführenden B2B-Plattform für den europäischen Kfz-Ersatzteilmarkt, und zu CentroDigital, dem in der Branche bekannten elektronischen Teilekatalog der Centro Handelsgesellschaft, ist möglich mit direkter Bestellgenerierung. Reifenhändler profitieren von der systemseitigen Unterstützung bei der Ein- und Auslagerung der Pneus. Die Software generiert bei Auftragsannahme automatisch einen Einlagerungsschein, sucht nach einem Lagerplatz und errechnet die Kosten. Die Daten zum Lagerplatz und zur Profilstärke des eingelagerten Reifens werden gespeichert und stehen z.b. Beratungsgesprächen zur Verfügung. Bei der Auslagerung lässt sich mittels Kundennummer oder Kfz-Kennzeichen schnell der Lagerplatz ermitteln. Außerdem bietet Tradesprint mit seinem Vertriebs-Cockpit ein Werkzeug, das alle für einen Reifenhändler wichtigen Produktdaten wie Reifendurchmesser, -breite und Speed-Index in einer aufgabenspezifischen Bildschirmmaske anzeigt. Gleichzeitig erfährt der Händler, wie viele Reifen eines Typs oder einer Größe vorrätig sind. Dazu kommt die Möglichkeit, Werkstattaufträge direkt im System zu erstellen. Aus diesem Auftrag heraus werden Materialverbrauch und Rechnungen automatisch in der SAP-Finanzbuchhaltung gebucht. Seit Anfang des Jahres gab es einige aktuelle Verbesserungen. So ist die Lieferkette für die Retourenabwicklung vom Kunden bis zum Lieferanten jetzt voll automatisiert. Variable Konditionstechnik in Ein- und Verkauf inklusive Handelskalkulation, Preispflege-Tool sowie die Integration von Vistex erleichtern künftig die Preisgestaltung. (Vistex ist ein SAP-Tool für Rabatt, Rückvergütungs- und Rückforderungsprozesse.) Auch die Lagerbewirtschaftung wurde softwaretechnisch verbessert. So können Anwender diverse Expressdienstleister (KEP Kurier, Expressund Paketdienste) systemisch mit einbeziehen. Und ganz aktuell ist das sog. EU-Reifenlabeling in der Branchensoftware abgebildet. Ab November 2012 schreibt die EU vor, dass Autoreifen mit Angaben zu vier Leistungskriterien zu kennzeichnen sind: Rollwiderstand, Nassgriff und Abrollgeräusch in den Abstufungen A bis G sowie die Geräuschemissionen in Dezibel. Damit soll dem Kunden eine bessere Vergleichbarkeit anhand objektiver und nachvollziehbarer Kriterien ermöglicht werden. ó Fünf Fragen an cormeta-vorstand Holger Behrens SAP HANA im Portfolio Herr Behrens, was ist aus Ihrer Sicht so revolutionär an der In-Memory-Technologie HANA? Behrens: Das Revolutionäre lässt sich aus unserer Sicht in einen Satz fassen: Unsere Kunden können beim Sprint mit HANA jetzt im Turbogang durchstarten. HANA bietet die Möglichkeit, Daten wieder spontan und in Echtzeit zu analysieren. Das ist bei vielen Unternehmensanalysen aufgrund der enorm angewachsenen Datenmengen kaum noch möglich. Die Antwortzeiten, um beispielsweise OLAP-Cubes für die Auswertung zu befüllen, sind zusehends gestiegen. Von Echtzeitanalysen ist man oft weit entfernt. Das soll sich jetzt mit HANA jedoch ändern. Mehr RAM, mehr Kosten oder? Höhere Transaktionsgeschwindigkeiten und kürzere Antwortzeiten um jeden Preis, sprengt das nicht den Kostenrahmen eines Mittelstandsprojekts? Behrens: HANA ist einerseits die Speichertechnik, auf der anderen Seite die Technologie zur optimierten Datenspeicherung und Datenanalyse. Es handelt sich dabei nicht einfach um eine exorbitante Aufrüstung des RAM-Datenspeichers. Der unverkennbare Vorteil der neuen In-Memory-Technologie ist die Realtime- Verarbeitung extrem großer Datenmengen. Gerade KMU erwarten kalkulierbare Kosten, ist das mit HANA möglich? Behrens: Unserer auf den Mittelstand ausgerichteten Philosophie der Festpreisangebote bei Einführungsprojekten wie auch bei den SAP AddOns werden wir auch bei HANA treu bleiben. Auf den Implementierungserfahrungen basierend sowie auf Basis der vorkonfigurierten SAP HANA-Lösungen Edge schnüren wir Mittelstandspakete zu einem Festpreis. Wie erleichtern Sie den Umstieg von SAP BW auf HANA? Behrens: SAP selbst hat vorkonfigurierte, RDS- Rapid Deployment Solutions für SAP BW auf HANA angekündigt, inklusive des Implementierungsaufwands. Damit wird natürlich der Umstieg von einer bestehenden BW-Lösung auf HANA vereinfacht. Bestimmte Reports sind dabei bereits vorgedacht und konfiguriert. Wir planen auch hier Festpreisangebote. Dazu braucht es jedoch noch einige Projekte mehr, um darauf basierend auch realistische Angebote ableiten zu können. Holger Behrens, Vorstand der cormeta ag: Wir implementieren die neue In-Memory- Technik HANA gerade in Kundenprojekten. Vorrangiges Ziel ist es dort, Datenanalysen in Echtzeit zur Verfügung zu stellen. Welchen Nutzen haben Ihre Mittelstandskunden von HANA? Behrens: Sie profitieren in zweifacher Hinsicht: zum einen von der Echtzeitkomponente in HA- NA und andererseits von der Variabilität bei den Auswertungen. Man greift für seine Auswertungen letztlich in Realtime auf die Core-Daten des ERP zu. Damit lassen sich Produktion und Distribution quasi zeitnah nach den Marktbedürfnissen ausrichten. Die Antwortzeiten am Rechner beschleunigen sich vehement. Heute erhält ein Kunde z. B. eine Vertriebsübersicht erst nach mehreren Minuten am Bildschirm angezeigt so lange benötigt das System, um die dahinterliegenden Daten zu analysieren und aufzubereiten. In HANA dauert das Ganze nur bis zu drei Sekunden, was den Vertriebsleiter natürlich freut, da er nicht minutenlang auf seine Auswertung warten muss. In anderen Bereichen fällt der Zeitunterschied zwischen klassischer OLAP-Auswertung und In-Memory-Technologie noch drastischer aus. 06/2012 MIDRANGE MAGAZIN 19

20 brennpunkt Automotive Verbesserte Qualitätsprüfung beim KFZ-Zulieferer Mit Sicherheit einen großen Schritt voraus So unterschiedlich wie die Strukturen von Unternehmen sind, so unterschiedlich sind auch ihre Bedürfnisse. Im IT-Bereich wird das besonders deutlich. Zwar unterstützen Standardlösungen die alltäglichen Anforderungen, aber individuell angepasste Tools können mehr: Sie optimieren die Prozesse, steigern Effektivität und Effizienz und verschaffen so entscheidende Wettbewerbsvorteile. Kluge Technologien beziehen die gesamte Wertschöpfungskette eines Unternehmens mit ein; sie unterstützen den Unternehmenserfolg durch Verfügbarkeit, Sicherheit und eine hohe Datenqualität bei der Informationsversorgung. Wenn es dabei noch um den sensiblen Bereich des Qualitätsmanagements geht, macht die richtige Software den entscheidenden Unterschied. Genau das weiß auch ein Systemlieferant und Entwicklungspartner der Fahrzeugindustrie, der sich in Sachen Qualitätsprüfung seiner Produkte auf eine individuell entwickelte Lösung verlässt. Nur so wird man nicht nur seinen eigenen Ansprüchen gerecht, und nur so kann man auch die Kunden überzeugen. Die Gebra GmbH & Co. Sicherheitsprodukte KG mit Sitz im nordrheinwestfälischen Hennef ist seit Jahrzehnten erfolgreicher Kunststoffverarbeiter und Entwicklungspartner der Automobilindustrie. Gebra ist führender Hersteller von Warndreiecken für die europäische Automobilindustrie. Seit Gründung 1945 ist das Unternehmen heute zu einem Spezialisten für Reflexion und die Kunststoffverarbeitung geworden. 130 Mitarbeiter sorgen dafür, dass v. a. namenhafte Automobilhersteller mit Warndreiecken, Leuchten und Rückstrahlern beliefert werden. Zum Produktportfolio gehören Produkte aus dem Bereich Arbeitsschutz. Höchste Qualitätsstandards sind dabei der Maßstab, schließlich werden alle Produkte im Sicherheitsbereich eingesetzt. Um sich konsequent weiterzuentwickeln, hat man sich im Sommer 2011 dazu entschlossen, die interne Qualitätsprüfung weiter zu verbessern. Wir sind als Unternehmen gewachsen und haben uns im Bereich der Rückstrahler und Leuchten neue Produktfelder erschlossen, erklärt Wolfgang Weber, geschäftsführender Gesellschafter bei Gebra. Dadurch kamen veränderte Anforderungen in Sachen Qualitätssicherung auf uns zu. Die neuen Produkte wollten wir mit optimierten Prüfmethoden überwachen. Eine geeignete Lösung zur Unterstützung der Prüfungen fand man schließlich bei einem bekannten Partner: dem Lösungsanbieter Binserv. Die Sicherheitsspezialisten arbeiten bereits seit einigen Jahren mit ihm zusammen zuerst beim Aufbau eines ERP- Systems, zuletzt bei der Einführung eines Tools zur Zeiterfassung. Für den geschäftsführenden Gesellschafter sind EDV-Fragen auch Vertrauensfragen. 20 MIDRANGE MAGAZIN 06/2012

In-Memory & Real-Time Hype vs. Realität: Maßgeschneiderte IBM Business Analytics Lösungen für SAP-Kunden

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