MEHRWERTSTEUER. Rechnungsvoraussetzungen in der Schweiz und in der EU Seite 4 FINANZ-DOSSIER. Buchführung und Abrechnung

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1 CHF 28. Buchführung und Abrechnung Rechnungsvoraussetzungen in der Schweiz und in der EU Seite 4 MWST-Recht Wichtige Entscheide im MWST-Recht 2014 und 2015 Zoll Zoll und Handel: Ein Blick auf heute und übermorgen MWST bei Sponsoring MWST bei Sponsoring von Events durch Naturalleistungen Seite 9 Seite 14 Seite 19

2 Impressum Redaktion: Petra Schmutz Telefon Herausgeber: WEKA Business Media AG Hermetschloostrasse Zürich Telefon Fax Layout/Satz: Dimitri Gabriel Erstausgabe: März 2013 Erscheinungsweise: 4 Ausgaben pro Jahr VLB Titelaufnahme im Verzeichnis Lieferbarer Bücher: ISBN Bilder: WEKA Business Media AG, Zürich Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werks darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet oder verbreitet werden.

3 Editorial 1 Editorial Liebe Leserinnen und Leser Wer sich mit der Mehrwertsteuer auseinandersetzen möchte oder muss, kommt nicht umhin, sich mit dem Thema der mehrwertsteuerlich korrekten Rechnungstellung zu befassen. Der Artikel «Rechnungsvoraussetzungen in der Schweiz und in der EU» auf Seite 4 soll in knapper Form die wesentlichen Aspekte der Rechnungstellung aus Sicht des Schweizer Rechts einerseits und aus Sicht der europarechtlichen Vorgaben andererseits darstellen. Das globale Handelsumfeld wird zunehmend von Präferenzhandel, E-Zollabfertigung und Ausfuhrbestimmungen geprägt. Um hier wettbewerbsfähig zu bleiben, brauchen die Unternehmen eine kluge Strategie, die sämtliche Zoll- und Handelsaktivitäten in ihre Wertschöpfung integriert gerade IT-seitig. Lesen Sie dazu den Beitrag «Zoll und Handel: Ein Blick auf heute und übermorgen» auf Seite 14. Diverse Branchen geben für Events Naturalien (z.b. Getränke, Leihmaterial etc.) unentgeltlich ab. In der Regel erwarten sie dafür vom Eventveranstalter eine Werbeleistung für ihre Produkte. Für die korrekte Behandlung solcher «Gratisleistungen» aus Sicht der MWST ist entscheidend, um welche der Leistungen es sich dabei handelt. Mehr dazu lesen Sie im Beitrag «MWST bei Sponsoring von Events durch Naturalleistungen» auf Seite 19. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre. Petra Schmutz Bereichsleiterin Finanz- und IT-Produkte

4 2 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis Buchführung und Abrechnung Rechnungsvoraussetzungen in der Schweiz und in der EU Form und Inhalt der Rechnung im Schweizer Mehrwertsteuerrecht Form und Inhalt der Rechnung im EU-Mehrwertsteuerrecht Zusätzliche Anforderung einer Rechnung im EU-Mehrwertsteuerrecht Übersicht Zusammenfassung... 8 MWST-Recht Wichtige Entscheide im MWST-Recht 2014 und Optieren für eine Leistung (Option): Voraussetzungen erfüllt oder nicht? Eine Verkaufstransaktion und zwei widersprüchliche Rechnungen: Was gilt? Steuerpfl icht von gemeinnützigen Institutionen 25%/75% Praxis der ESTV zur Bestimmung der subjektiven Steuerpfl icht ist nicht zulässig Ausweis des MWST-Satzes Konsequenzen bei Ausweis des falschen MWST-Satzes auf der Rechnung Steuerobjekt Qualifi kation des Transports von Schulpfl ichtigen einer Sonderschule (Grundschule) Ausgenommene Leistungen Was gilt als Bildungsleistung? Zoll Wenn aus einem PKW eine Handelsware wird Zoll und Handel: Ein Blick auf heute und übermorgen Im globalen Handelsdschungel den Überblick behalten E-Zoll-Abfertigung standardisieren Ausfuhrbestimmungen einhalten Planen heisst antizipieren: Learnings und Best Practices Fazit MWST bei Sponsoring MWST bei Sponsoring von Events durch Naturalleistungen Naturalsponsoring Naturalspenden Werbegeschenke Warenmuster Kombiniertes Beispiel Fazit News aus der ESTV Online-Abrechnung der Mehrwertsteuer... 23

5 Inhaltsverzeichnis 3 News aus der EZV Newsletter Ursprung und Freihandelsabkommen Weitergabe ursprungsrelevanter Fakten im Inland «WO» auf Warenverkehrsbescheinigungen nach China Warenverkehrsbescheinigungen Richtung GCC Fragen und Antworten Rechtssichere Antworten auf brennende Fragen Beteiligungen Bezugsteuer Mietobjekt Schadenersatzzahlungen Rechtsgrundlagen Gesetzliche Grundlagen: Bundesverfassungs-Artikel, Gesetz und Verordnungen Publikationen der Eidgenössischen Steuerverwaltung ESTV: MWST-Infos, MWST-Branchen-Infos Publikationen der Eidgenössischen Zollverwaltung EZV... 32

6 4 Buchführung und Abrechnung Rechnungsvoraussetzungen in der Schweiz und in der EU VON CHRISTOPH DREXL / FIONA-JEAN STABINGER Wer sich mit der Mehrwertsteuer auseinandersetzen möchte oder muss, kommt nicht umhin, sich mit dem Thema der mehrwertsteuerlich korrekten Rechnungstellung zu befassen (dies umso mehr, wenn das eher formalistische Recht der EU-Mitgliedstaaten betroffen ist). Dieser Artikel soll in knapper Form die wesentlichen Aspekte der Rechnungstellung aus Sicht des Schweizer Rechts einerseits und aus Sicht der europarechtlichen Vorgaben andererseits darstellen. Rechnungen kommt im Geschäftsverkehr eine hohe Bedeutung zu: Befreiungen können an eine formal korrekte Rechnung geknüpft sein, der Vorsteuerabzug versagt werden, wenn die Rechnung nicht den entsprechenden Vorgaben entspricht. Während in der Schweiz eine steuerpfl ichtige Person nur auf Verlangen des Leistungsempfängers eine Rechnung auszustellen hat, gelten in der EU wesentlich strengere Vorgaben. Zudem gilt in der Schweiz der Grundsatz der freien Beweiswürdigung: das Vorliegen einer formell korrekten Rechnung ist keine zwingende Voraussetzung, damit dem Leistungsempfänger der Vorsteuerabzug aus dem Bezug der jeweiligen Leistung gewährt werden kann. Gleichwohl ist auch in der Schweiz die formal korrekte Rechnung die für alle Beteiligten einfachste Form, die mehrwertsteuerrelevanten Tatsachen eines Leistungsaustausches zu dokumentieren. Daher sollen hier zunächst die Schweizer Grundlagen dargestellt werden, um anschliessend auf die europarechtlichen Vorgaben einzugehen. 1. Form und Inhalt der Rechnung im Schweizer Mehrwertsteuerrecht Das Mehrwertsteuergesetz benennt sechs Elemente, welche ein Dokument aufweisen muss, um als formal korrekte Rechnung anerkannt zu werden. Demnach muss eine Rechnung grundsätzlich die nachfolgenden Elemente enthalten: 1. den Namen und den Ort des Leistungserbringers oder der Leistungserbringerin, wie er oder sie im Geschäftsverkehr auftritt, den Hinweis, dass er oder sie im Register der steuerpfl ichtigen Personen eingetragen ist, sowie die Nummer, unter der er oder sie eingetragen ist;

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