MMR. MultiMedia und Recht. Beilage 3/2005. Voice over IP: Aktueller Stand der Diskussion und Maßnahmen der Reg TP CARA SCHWARZ-SCHILLING

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1 c Zeitschrift für Informations-, Telekommunikationsund Medienrecht MMR MultiMedia und Recht Beilage 3/2005 HERAUSGEBER Dietrich Beese, Geschäftsführer Corporate Affairs, O 2 Germany GmbH & Co ohg, München Dorothee Belz, Director Legal & Corporate Affairs, Microsoft Deutschland GmbH, Unterschleißheim Dr. Michael Bertrams, Präsident VerfGH und OVG für das Land Nordrhein- Westfalen, Münster Dr. Herbert Burkert, Wiss. Mitarbeiter GMD, St. Augustin RA Prof. Dr. Oliver Castendyk, Universität Potsdam/ Erich Pommer Institut, Potsdam Jürgen Doetz, Vorstand ProSieben SAT1 Media AG/ Präsident Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation e.v. (VPRT), Berlin Prof. Dr. Carl-Eugen Eberle, Justitiar ZDF, Mainz Dr. Peter Heinacher, Leiter des Zentralbereichs Politische Interessenvertretung und Regulierungsgrundsätze, Deutsche Telekom, Bonn Prof. Dr. Reto M. Hilty, Direktor am Max-Planck-Institut für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht, München/Ordinarius an der Universität Zürich Prof. Dr. Thomas Hoeren, Direktor der Zivilrechtlichen Abteilung des Instituts für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht, Universität Münster Prof. Dr. Bernd Holznagel, Direktor der Öffentlich-rechtlichen Abteilung des Instituts für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht, Universität Münster Prof. Dr. Günter Knieps, Direktor des Instituts für Verkehrswissenschaft und Regionalpolitik, Universität Freiburg Christopher Kuner J.D., LL.M., Attorney at Law,Hunton&Williams,Brüssel Matthias Kurth, Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, Bonn Prof. Dr. Wernhard Möschel, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats beim BMWi/Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht, Universität Tübingen Prof. Dr. Christoph Paulus, Humboldt Universität zu Berlin Dr. Bernd Pill, Leiter Recht und Regulierung Vodafone D2 GmbH, Düsseldorf Robert Queck, Maître de Conférences, Centre de Recherches Informatique et Droit (CRID), Universität Namur, Belgien RA Prof. Dr. Peter Raue, Hogan & Hartson Raue L.L.P. Berlin RADr. Wolfgang von Reinersdorff, Justitiar Verband Privater Kabelnetzbetreiber e.v. (AN- GA), Bonn/Heuking Kühn Lüer Wojtek, Hamburg Prof. Dr. Alexander Roßnagel, Universität GH Kassel/wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Europäisches Medienrecht (EMR), Saarbrücken RA Prof. Dr. Joachim Scherer, Döser Amereller Noack/ Baker & McKenzie, Frankfurt a.m. RA Dr. Raimund Schütz, Loschelder Rechtsanwälte, Köln Prof. Dr. Ulrich Sieber, Direktor und Leiter der strafrechtlichen Abteilung des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht, Freiburg / Honorarprofessor und Leiter des Rechtsinformatikzentrums an der Ludwig-Maximilians-Universität, München Prof. Dr. Gerald Spindler, Universität Göttingen Prof. Dr. Eike Ullmann, Vors. Richter des I. Zivilsenats am BGH, Karlsruhe REDAKTION Anke Zimmer-Helfrich, Chefredakteurin RAin Ruth Schrödl, Redakteurin Marianne Gerstmeyr, Redaktionsassistentin Wilhelmstr. 9, München CARA SCHWARZ-SCHILLING Voice over IP: Aktueller Stand der Diskussion und Maßnahmen der Reg TP Kaum ein Thema hat im vergangenen Jahr die Debatte im TK-Markt so sehr beherrscht wie Voice over IP (VoIP). Telefonieren über das Internetprotokoll bietet die Chance für Innovation und mehr Wettbewerb. Die jetzigen VoIP-Dienste sind die Vorboten der Konvergenz von Sprachund Datennetzen zu einem zukünftigen Next-Generation-Network (NGN) als einer Plattform für eine Vielzahl von Kommunikationsdiensten. Erste kommerzielle VoIP-Angebote für Privatkunden sind in Deutschland seit Ende 2003 am Markt verfügbar. Im Verlauf des Jahres 2004 erhöhte sich die Zahl der VoIP-Anbieter auf über 15. Weitere Unternehmen planen im Verlauf des Jahres mit VoIP-Angeboten auf den Markt zu kommen, so auch T-Online. Der Kundenkreis, der Ende 2004 über Hardware oder installierte Software für VoIP-Dienste verfügte, wird auf veranschlagt. Etwa die Hälfte dieser Kunden nutzte diese Dienste regelmäßig. Um ihren Beitrag zu leisten, faire und verlässliche Rahmenbedingungen für die Verbreitung der VoIP-Dienstleistungen zu schaffen, hat die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) bereits im April 2004 eine Anhörung zum Thema VoIP gestartet. Es wurden sowohl Aspekte der Wettbewerbsentwicklung (Geschäftsmodelle, rechtliche Fragen, Nummerierung, Zugang und Zusammenschaltung, Markteintrittsbarrieren sowie Marktdefinition/Marktabgrenzung) als auch Fragen des Verbraucherschutzes und des öffentlichen Interesses (Universaldienstleistung, Datenschutz, Fernmeldegeheimnis, Notruf, technische Schutzmaßnahmen, Umsetzung von Überwachungsmaßnahmen sowie Auskunftsverfahren) thematisiert. Bei einer Forumsveranstaltung am zum Thema VoIP setzte die Regulierungsbehörde ihren mit der Anhörung begonnenen Dialog mit dem Markt fort. In seiner Eröffnungsrede ging Präsident Kurth auch auf diejenigen Themen ein, die sich in der Anhörung als zentral herauskristallisiert hatten: Nummerierung, die Umsetzung der Notrufverpflichtung sowie die Entbündelung des Breitbandanschlusses vom Telefonanschluss. Nach einem Gastvortrag von Professor Eli Noam, Columbia University, New York, wurde das Thema in zwei Podien diskutiert. Am Morgen debattierten Behördenleiter verschiedener europäischer Regulierungsbehörden bzw. ihre Stellvertreter (Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien) sowie ein Repräsentant der EU-Kommission über den richtigen regulatorischen Rahmen für VoIP. Am Nachmittag standen Dr. Cara Schwarz-Schilling ist Referatsleiterin Grundsatzfragen der Internetökonomie, Reg TP, Bonn.

2 2 MMR Beilage 3/2005 Editorial Fragen der Marktentwicklung von VoIP in Deutschland im Vordergrund. Hier diskutierten Vertreter der Deutschen Telekom AG (DTAG), von EWE TEL, freenet.de, QSC und Siemens. Vizepräsidentin Dr. Henseler-Unger zog ein Resümee der Veranstaltung und gab einen Ausblick auf die beabsichtigten weiteren Arbeiten der Reg TP. Die Vorträge und eine Zusammenfassung der Podiumsdiskussionen sowie der im Amtsblatt veröffentlichte Anhörungstext der Reg TP finden sich in dieser Beilage. Seit der Forumsveranstaltung hat die Regulierungsbehörde weitere Schritte zur Festlegung der Rahmenbedingungen für VoIP unternommen: Die Reg TP hat bereits am in ihrem Amtsblatt Zuteilungsregeln für Nationale Teilnehmerrufnummern (NTR) aus dem Rufnummernraum (0)32 veröffentlicht. NTR sind im Wesentlichen wie Ortsnetzrufnummern definiert, haben aber vergleichbar den Mobilfunkrufnummern keinen geografischen Bezug. Mit Bescheid vom wurden ca. 350 Rufnummernblöcke an 25 Antragsteller zugeteilt und damit das Eröffnungsverfahren der Rufnummerngasse abgeschlossen. Die Reg TP beabsichtigt weiterhin, die Regelungen zu Ortsnetzrufnummern anzupassen, um den Entwicklungen im Bereich VoIP Rechnung zu tragen. Die Reg TP hat am entsprechende Eckpunkte im Internet veröffentlicht und alle Marktbeteiligten zu einem Fachgespräch eingeladen sowie zu einer schriftlichen Kommentierung aufgerufen. In den Eckpunkten ist u.a. vorgesehen, den Kreis der Antragsberechtigten für die Zuteilung von Ortsnetzrufnummern von Netzbetreibern generell auf Anbieter eines Zugangs zum öffentlichen Telefonnetz also auch VoIP-Anbieter ohne eigenes Netz zu erweitern. Deren Kunden sollen auch dann eine eigene Rufnummer erhalten können, wenn sie keinen physischen Anschluss bei dem Unternehmen haben, sondern der Wohnort bzw. Firmensitz des Kunden im entsprechenden Ortsnetz liegt. Damit würde der bisher in den Regeln vorgesehene Anschlussbezug durch den Wohnort-/Firmensitzbezug ergänzt. Der geografische Bezug von Ortsnetzrufnummern soll unbenommen davon unbedingt erhalten bleiben. Nach der Auswertung der eingegangenen Stellungnahmen wird die Reg TP die Ergebnisse in einen Entwurf für neue Zuteilungsregeln von Ortsnetzrufnummern einarbeiten und diesen zur Diskussion stellen. Weitere Aktivitäten gibt es auch im Bereich der technischen Umsetzung von Überwachungsmaßnahmen: Nach 110 Abs. 1 TKG i.v.m. 3 TKÜV sind Betreiber von VoIP-Servern, die ihre Dienste der Öffentlichkeit anbieten, grundsätzlich verpflichtet, technische Einrichtungen zur Umsetzung von Überwachungsmaßnahmen vorzuhalten. Zu diesem Thema hat die Reg TP eine Erhebung bei diesen Betreibern durchgeführt, die der Ermittlung des Umfangs der o.g. Verpflichtung, der technischen Details des Diensteangebots sowie des Planungsstands der technischen Einrichtungen zur Umsetzung von Überwachungsmaßnahmen diente. Darauf aufbauend soll nun die technische Umsetzung der Anforderung mit den Beteiligten abgestimmt werden. Mit dem Thema der Entbündelung von Breitbandanschluss und Telefonanschluss setzt sich die Reg TP imverlauf des Marktanalyseverfahrens und ggf. der Regulierungsverfügung zum Markt Nr. 12 der Kommissionsempfehlung (Breitbandzugang für Großkunden bzw. Bitstromzugang) auseinander. I.R.d. Konsultationsverfahren zu den Märkten 1 6 (Anschluss an das öffentliche Telefonnetz und dessen Nutzung an bestimmten festen Standorten) waren Kommentare zu VoIP ein Schwerpunkt der Stellungnahmen. Die Regulierungsbehörde wird prüfen, ob VoIP- Dienstleistungen eher bestehende Märkte ergänzen und damit diesen Märkten zuzuordnen sind oder eher einen eigenständigen Markt bilden. Die Reg TP beabsichtigt in Kürze eine abschließende Auswertung der Anhörung zu VoIP sowie nachfolgend Eckpunkte in ihrem Amtsblatt zu veröffentlichen. Anhörungen zum Thema VoIP wurden bzw. werden auch in anderen Mitgliedstaaten der EU sowie von der EU-Kommission durchgeführt. Die European Regulators Group (ERG) hat in der Vollversammlung am 10./ in Brüssel ein Common Statement zum Thema VoIP verabschiedet, das die Verbreitung von VoIP in Europa erleichtern soll. Im Arbeitsprogramm dererg für das laufende Jahr werden weitere Aspekte des Themas VoIP wie die Auswirkungen auf den Festnetzwettbewerb, Zusammenschaltung sowie die Entbündelung des Breitbandanschlusses i.r.e. Projekts über den Breitbandmarkt behandelt. Auch langfristige Regulierungsfragen in Zusammenhang mit NGN sollen dabei adressiert werden. Die EU-Kommission hat bekräftigt, dass sie für VoIP eine leichte Regulierung favorisiert. Sie wird auf der Basis ihrer Konsultationsergebnisse unddemcommonstatementder ERG weiterarbeiten. VoIP könnte nach Ankündigung der Kommission auch ein Thema des für 2006 anstehenden Review des Regulierungsrahmens für elektronische Kommunikationsdienste sein. Die Auswertung der Anhörung zu VoIP und die internationale Diskussion haben gezeigt, dass zwischen VoIP und der Diskussion um NGN ein Zusammenhang besteht. In einem weiteren Kontext bildet die Diskussion um Konvergenz und NGN den technischen Hintergrund für die VoIP- Debatte. Charakteristisch für IP-basierte Netze ist, dass sie auf Grund ihrer stärker dezentral organisierten Architektur einen höheren Grad der Arbeitsteilung erlauben. Dies bedeutet, dass unterschiedliche Anbieter auf den funktionalen Ebenen Zugang, Transport, Kontrolle und Dienste Wertschöpfung realisieren können. Dieses Kernelement der NGN-Architektur wird durch VoIP veranschaulicht, da Telefondienste auch von reinen Diensteanbietern angeboten werden können, die weder Netzbetreiber noch Anschlussanbieter sind. Um die Einbindung neuer Dienste oder Applikationen durch Dritte zu ermöglichen, ist es wichtig, dass die funktionalen Ebenen möglichst durch offene und nicht etwa durch proprietäre Schnittstellen verbunden sind. Während es sich bei NGN um eine abstrakte Diskussion um die Entwicklung der TK-Netze handelt, ist VoIP ein konkretes Beispiel für diesen Entwicklungsprozess. So wird das Thema VoIP und langfristig die Anpassung des Regulierungsrahmens an NGN ein Thema der Zukunft bleiben, das alle Beteiligten vor neue Herausforderungen stellt.

3 c MMR Beilage 3/ MATTHIAS KURTH Voice over IP Revolution oder Evolution auf dem TK- Markt? Eröffnungsvortrag I. Hintergrund Das Thema Voice over IP (VoIP) steht seit geraumer Zeit im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Verfolgt man die Wirtschaftspresse, wird deutlich, dass der Markt stark in Bewegung ist. Gleichzeitig steigt aber auch der Erwartungsdruck seitens des Marktes, dass die richtigen regulatorischen Rahmenbedingungen gesetzt werden. Dabei darf nicht übersehen werden, dass es recht unterschiedliche Erwartungshaltungen gibt. Vor diesem Hintergrund kommt diese Forumsveranstaltung genau zur rechten Zeit. Bereits in den 90er Jahren wurde das Thema Telefonieren über das Internet schon einmal intensiv diskutiert, allerdings hat sich diese Diskussion als zu früh herausgestellt. Genau so schnell, wie das Thema hochkochte, schien es Ende der 90er Jahre mit dem Ende des Internet-Hypes auch wieder zu verschwinden. Bei der derzeitigen Diskussion um VoIP herrscht Unklarheit darüber, ob es sich auch diesmal nur um einen Hype handelt, der bald wieder zusammenbricht, oder ob es sich bei VoIP um eine Revolution handelt und nicht lediglich um einen evolutionären Prozess. Im TK-Markt ist es immer wieder vorgekommen, dass bestimmte Dinge, die zu früh realisiert wurden, zu einem Flop wurden, dass sich aber die gleiche Idee später doch dynamisch durchgesetzt hat. Ein Beispiel hierfür ist der Btx-Dienst der Deutschen Bundespost, der die Idee des Internet quasi vorwegnehmen wollte. Letzten Endes blieb der Erfolg von Btx aber aus, weil die Geschwindigkeiten im Netz zu langsam waren. Mit dem Internet wurde dann aber ein großer Boom ausgelöst. Dies hing damit zusammen, dass sich die technologischen Übertragungsgrundlagen deutlich verbessert hatten. Vergleichbar haben wir heute mit der wachsenden Breitbandpenetration eine technologische Voraussetzung für VoIP, die es in den 90erJahrensonochnicht gab. Dies ist bei der Diskussion um VoIP zu berücksichtigen. Festhalten kann man in jedem Fall schon eines, es geht nicht darum, ob das Telefonieren über IP- Netze kommen wird, sondern wie schnell dieser Prozess voranschreiten wird. Matthias Kurth ist Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post in Bonn. Foto: Chr. Dalchow, Köln II. Ziele der Regulierung Mit VoIP entwickelt sich die Chance für neue Innovationen und Dienstleistungen im TK-Markt. Dies belebt den Wettbewerb und eröffnet dem Kunden eine größere Angebotsvielfalt. Die Regulierung wird ihren Beitrag leisten, faire und verlässliche Rahmenbedingungen für die Verbreitung der VoIP-Produkte und -Dienstleistungen zu schaffen. Chancengleichheit zwischen den Anbietern betrifft einerseits das Verhältnis zwischen VoIP-Anbietern und traditionellen Anbietern, andererseits aber auch das Verhältnis zwischen den VoIP- Anbietern selbst. Gleichzeitiggilt es, anderewichtigeziele, wie Verbesserung des Anschlusswettbewerbs und Anreize zum Ausbau alternativer Infrastrukturen, nicht zu beeinträchtigen. Nicht zuletzt auch der EU-Rechtsrahmen misst diesen Aspekten eine hohe Bedeutung zu. In IP-Netzen kann die Intelligenz vom Zentrum an die Peripherie wandern. Dies stellt die Regulierung vor neue Herausforderungen. Heute entsteht die nächste Generation der Telefonnetze. Der Transformationsprozess muss offen und diskriminierungsfrei gestaltet werden. Die Architektur der Netze, die Signalisierung und die Fragen der Adressierung und Rufnummernvergabe sind daher im Zusammenhang zu beurteilen. Insbesondere kommt es auch auf eine wettbewerbsfreundliche Standardisierung an. Wenn jetzt hier möglichst international die richtigen Weichen gestellt werden, wird der TK-Markt einen neuen Innovationsschub erleben, der auch zahlreiche Investitionen durch Endgerätehersteller, Infrastrukturanbieter und Diensteanbieter auslöst. Über den Erfolg bestimmter Geschäftsmodelle wird allerdings nicht die Regulierung, sondern der Markt und damit der Kunde entscheiden. Daher ist die Frage, ob sich Bündelangebote zwischen Dienstleistung und Anschluss oder eine Spezialisierung und Differenzierung der Angebote durchsetzen, weder zum heutigen Zeitpunkt noch abstrakt zu prognostizieren. Das macht den Wettbewerb gerade spannend und interessant und ist eine Herausforderung für die Phantasie und Kreativität der Branche. III. Standortunabhängigkeit auf Anbieter- und Nachfragerseite/Neue Dienste/Komplexität bei der Dienstebereitstellung Bei der Diskussion um VoIP stellt sich zunächst einmal die Frage, worin das Neue von VoIP eigentlich besteht. Was sind die Ursachen, die den wirtschaftlichen Erfolg entsprechender Geschäftsmodelle erst ermöglichen? Welche Implikationen ergeben sich für den Wertschöpfungsprozess? Und welche regulatorischen Herausforderungen können hieraus erwachsen? Ganz allgemein betrachtet ist VoIP nur ein Dienst, der über eine bestimmte Technologie die IP-Technologie erbracht wird. Diese bildet die Voraussetzung für die absehbare Konvergenz von Sprach- und Datennetzen. Es zeich-

4 c c c 4 MMR Beilage 3/2005 Kurth: VoIP Eröffnungsvortrag net sich ab, dass Sprache und Daten zukünftig über eine gemeinsame Infrastruktur übertragen werden und nicht mehr über leitungsvermittelte Netze einerseits und paketvermittelte Netze andererseits. Hauptmotiv für diese Entwicklungen dürften Kostenersparnisse sein. Traditionelle Netze sind hierarchisch aufgebaut. Die Intelligenz ist im Netz zentralisiert. Bei IP-basierten Netzen ist die Intelligenz stärker dezentral verteilt, teilweise sogar bis in die Endgeräte. Diese Architektur ermöglicht einen höheren Grad der Arbeitsteilung. Unterschiedliche Anbieter können auf den funktionalen Ebenen Zugang, Transport, Kontrolle und Dienst Wertschöpfung realisieren. VoIP-Dienst, Breitbandanschluss, Zugang zum IP-Netz und IP-Transport können daher von verschiedenen Anbietern erbracht werden. Während im PSTN Funktionalitäten i.d.r. durch den Netzbetreiber konfiguriert und in den Netzknoten realisiert werden, können IP-basierte Dienste durch Nutzer oder Dritte konfiguriert werden. Das Mehr an Arbeitsteilung stellt aber gleichzeitig erhöhte Anforderungen an die Zusammenarbeit aller am Wertschöpfungsprozess beteiligten Parteien zur Gewährleistung der Diensteinteroperabilität und bei Zugangs- und Zusammenschaltungsfragen. Standort- und Netzunabhängigkeit sind somit kennzeichnend für die Bereitstellung von VoIP-Diensten. Der Dienst kann sowohl vom Breitbandanschlussanbieter, vom ISP, aber eben auch von Dritten angeboten werden. Der Ort der Dienstebereitstellung der Service Creation Point und der Ort, an dem sich der Anschluss befindet, müssen nicht deckungsgleich sein. Ein VoIP-Anbieter kann seinen Dienst sogar aus dem Ausland anbieten, ohne hier in Deutschland physisch präsent zu sein. Diese Merkmale von VoIP finden auf der Nutzerseite ihr Pendant in der nomadischen Nutzung der Dienste. Erst dadurch, dass der Dienst unabhängig vom festen DSL-Anschluss zu Hause realisierbar ist, kann der Endkunde mit Hilfe eines VoIP-fähigen Telefons den Dienst von jedem Breitbandanschluss aus nutzen. Die Möglichkeit, einen VoIP-Dienst auch nomadisch nutzen zu können, bietet dem Kunden einen konkreten Zusatznutzen. Ein solcher nomadisch nutzbarer Telefondienst ist vergleichbar mit einem -Account, auf das man von jedem Rechner mit Internetanschluss aus zugreifen kann. Der Endkunde profitiert von der größeren Vielfalt bei der Bereitstellung der Dienste. Die Anbieter müssen sich im Wettbewerb untereinander behaupten. Die IP-Technologie bietet die Möglichkeit, den Telefondienst mit weiteren Diensten bzw. Dienstemerkmalen zu ergänzen. Dies sind z.b.: Video-Conferencing, Instant Messaging, Unified Messaging usw. Hier geht es darum, neue Ideen zu entwickeln, die den Nutzern einen echten Mehrwert bieten und vom Markt auch angenommen werden. IV. Bisherige Reg TP-Aktivitäten Um der Bedeutung des Themas gerecht zu werden, hat die Reg TP bereits im April 2004 eine Anhörung zu VoIP (abgedruckt S. 24 ff. in dieser Beilage) gestartet. Mit dieser Anhörung sollen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es erlauben, den Wettbewerb zu fördern, Innovationspotenziale freizusetzen, den Nutzern mehr Auswahl und Qualität zu bieten und den Markteintritt zu vereinfachen. In der Anhörung wurden in jeweils mehreren Fragenkomplexen Aspekte der Wettbewerbsentwicklung sowie Aspekte des Verbraucherschutzes und des öffentlichen Interesses adressiert. Es sind 64 z.t. recht umfangreiche Stellungnahmen von Netzbetreibern, ISP und Verbänden bei uns eingegangen und analysiert worden. Diese Forumsveranstaltung bietet Gelegenheit, in komprimierter Form die unterschiedlichen Einschätzungen des Marktes und anderer Regulierungsbehörden zu VoIP zu hören und sie in die zu treffenden Entscheidungen einfließen zu lassen. Mehr Klarheit haben die Stellungnahmen vor allem im Hinblick auf die VoIP-Geschäftsmodelle ergeben. Dabei kristallisieren sich drei Ansätze heraus: Angebote für Privatkunden, Angebote für das Geschäftskundensegment sowie der Carrier-interne Einsatz von IP-Infrastrukturen. VoIP-Produkte für Privatkunden werden vor allem von Diensteanbietern und Teilnehmernetzbetreibern angeboten bzw. geplant. Dabei gibt es gleichermaßen Angebote, die auf die Substitution des herkömmlichen Telefonanschlusses abzielen, als auch ergänzende Angebote. Alle Angebote setzen auf Breitbandanschlüssen auf. Klar ist auch, dass man die Geschäftsmodelle nicht danach klassifizieren kann, welches Endgerät der Kunde benutzt. Mit der steigenden Breitbandpenetration wird eine wichtige Voraussetzung geschaffen, dass VoIP anders als Ende der 90er Jahre den Massenmarkt erobern kann. Es gibt Schätzungen, dass die Zahl der Breitbandanschlüsse in Deutschland von heute rd. 5,5 Mio. in drei bis vier Jahren auf rd. 10 Mio. ansteigen wird. Für Deutschland rechnet die Unternehmensberatung Diamond Cluster mit bis zu 1 Mio. Privatkunden, die über das Internet telefonieren, ausgehend von rd Privatkunden Ende Zwischen VoIP und Breitbandanschlüssen besteht eine wechselseitige Beziehung. VoIP kann zum Katalysator für die Breitbandpenetration werden. Dave Dorman, der CEO von ATT, sieht im Telefonieren über das Internet die erste Killeranwendung für das Breitband-Internet. Im Geschäftskundensegment werden insbesondere IP-basierte virtuelle private Netze sowie Lösungen für den Ersatz klassischer TK-Infrastruktur durch IP-basierte TK-Anlagen angeboten. Beides zielt im Kern auf die Integration von Sprache und Daten in einem Netz stieg der Absatz solcher Telefonanlagen um 55%. Nach Einschätzung des Beratungsunternehmens Mercer sind hierdurch Einsparungen von 30% realisierbar. Die Gemeinsamkeiten von VoIP-Produkten für Geschäftskunden bestehen erstens darin, dass sie überwiegend auf die Substitution herkömmlicher Telefonanschlüsse abzielen und zweitens primär gemanagte Netze zum Einsatz kommen, da Qualityof-Service für Geschäftskunden eine ganz zentrale Rolle spielt. Auch gibt es einen Trend in Richtung IP-basierter Netze. Der Financial Times zufolge will die Deutsche Telekom AG ihr gesamtes Netz bis 2012 auf IP umstellen. Grundsätzlich ist zu beobachten, dass die Umstellung auf IP in den Core-Netzen beginnt und sich dann in Richtung Endkunden fortsetzt. Internationale Gespräche werden bereits heute häufig im Core-Bereich über IP-Netze transportiert, sodass man ein weites Begriffsverständnis zu Grunde gelegt bereits dies als VoIP bezeichnen könnte. Der Nutzer bekommtvon der Umstellung auf IP-basierte Netze nichts mit. Ebenso wenig benötigt er spezielle Endgeräte. Auch die Technologie auf der letzten Meile bleibt unverändert.

5 c c Kurth: VoIP Eröffnungsvortrag MMR Beilage 3/ Eines kann man mit Sicherheit feststellen: Man kann nicht von dem VoIP-Geschäftsmodell sprechen. Es stellt sich aber die Frage, in welchem Bereich möglicherweise eine Revolution stattfindet und wo es sich nur um einen evolutionären Prozess handelt. Die Umstellung auf IP-basierte Netze erfolgt graduell und nicht vollständig in einem Schritt. Insofern kann man die These vertreten, dass hier die Evolution stattfindet. Auf der anderen Seite gibt es die Geschäftsmodelle, bei denen Unternehmen VoIP-Dienste anbieten. Sollte sich zeigen, dass hier in naher Zukunft dramatische Veränderungen bevorstehen, wäre dies der Bereich, wo die Revolution vonstatten geht. Inwieweit dies tatsächlich der Fall ist, darüber werden wir i.r.d. zweiten Podiums mehr erfahren. Gibt es also Bereiche, die sich unterschiedlich schnell entwickeln also hier die VoIP-Dienste und dort die Carrierinterne Nutzung von IP-Infrastrukturen? Dies wirft die Frage auf, ob die Veränderungen unabhängig vom jeweils anderen Bereich erfolgen oder ob es Wechselwirkungen gibt. Wie positionieren sich Unternehmen, die sowohl als Anbieter von VoIP-Diensten in Frage kommen, gleichzeitig aber auch Infrastrukturen betreiben? Damit ist man bei einem Punkt, der eng mit der steigenden Komplexität der Dienstebereitstellung zusammenhängt. Es wird sich zeigen müssen, ob vertikal integrierte Anbieter im Vorteil sind, oder ob unterschiedliche Anbieter auf den jeweiligen Wertschöpfungsstufen ihre Spezialisierungsvorteile ausspielen können. Dies hängt nicht zuletzt von den Kundenpräferenzen ab, nämlich davon, ob sie Komplettangebote aus einer Hand bevorzugen neudeutsch one stop shopping oder ob sie sich ganz gezielt für jede Leistung den günstigsten Anbieter aussuchen. Entscheidend ist, dass Regulierung die richtigen Rahmenbedingungen schafft, damit Vielfalt am Markt entstehen kann. Welche Angebote sich letztlich durchsetzen werden, muss sich im Marktprozess entscheiden. Im Zuge der Anhörung haben sich einige zentrale Themen herauskristallisiert. Dies ist zum einen die Frage der Umsetzung von Notrufverpflichtungen, zweitens Nummerierungsfragen, und drittens die Entbündelung von Breitband- und Telefonanschluss. Man darf jedoch nicht den Umkehrschluss ziehen, dass die übrigen Themen der Anhörung keine Relevanz besitzen, sie wurden allenfalls nicht ganz so kontrovers diskutiert. Wenn es z.b. um Aspekte des Datenschutzes geht, sindnocheinige Fragenzu klären. Das sind jedoch letztlich Fragen der technischen Realisierbarkeit. Fest steht jedenfalls, dass die gesetzlichen Vorschriften des Datenschutzes für VoIP-Dienste gleichermaßen wie für traditionelle Telefondienste gelten. Dies gilt selbstverständlich auch für die Umsetzung von Überwachungsmaßnahmen. 1. Notruf Als sehr wichtig bei der VoIP-Debatte hat sich das Thema Notruf herausgestellt. Grundsätzlich ist die Bereitstellung der Notruffunktionalität ein wünschenswertes Merkmal, unabhängig davon, auf Basis welcher Technologie leitungsvermittelt bzw. IP-basiert Sprachverbindungen realisiert werden. In 108 TKG ist festgelegt, dass Erbringer öffentlich zugänglicher Telefondienste verpflichtet sind, unentgeltlich Notrufmöglichkeiten unter der bekannten Nummer 112 bereitzustellen. Nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa wird die Frage der rechtlichen Auslegung des Begriffs öffentlich zugänglicher Telefondienst (publicly available telephone service PATS) diskutiert. Das Forum bietet die Chance, einen lösungsorientierten Dialog zwischen den Beteiligten zu eröffnen, um die technischen Probleme bei der Notrufbereitstellung zu überwinden. Was die Frage der Verpflichtung zum Notruf angeht, kann auch eine Gleitpfadlösung sinnvoll sein. Verhindert werden sollte aber eine Zweiklassengesellschaft im Hinblick auf die Notrufversorgung. Dies gilt nicht zuletzt, weil VoIP das Potenzial hat, zumindest teilweise herkömmliche Telefondienste zu substituieren. Bei der Diskussion um Notruf und VoIP gibt es eine Reihe von Detailproblemen zu berücksichtigen. Die Stellungnahmen haben gezeigt, dass mit der Bereitstellung eines VoIP-Dienstes häufig auch eine Notrufmöglichkeit angeboten werden soll. Dies gilt zumindest, wenn nationale Netzübergänge zum PSTN realisiert werden. Bislang können Notrufabfragestellen nur Anrufe aus dem PSTN annehmen. Im Einzelnen ist bei der Implementierung von Notruffunktionalitäten Folgendes festzustellen: Bei der VoIP-Nutzung am festen Standort ist die Lenkung von Notrufen zur örtlich zuständigen Notrufabfragestelle mit einem gewissen zusätzlichen Aufwand grundsätzlich möglich. Dies gilt auch dann, wenn die Notrufe über wenige zentrale Netzübergänge ins PSTN gelangen. Bei der nomadischen Nutzung stellt die Identifizierung des Anruferstandorts derzeit noch eine große Herausforderung dar. Was die Ausgestaltung der von den Netzbetreibern zu erbringenden Notrufmerkmale angeht, wird dies noch i.r.e. Notrufverordnung festzulegen sein. Die technische Konkretisierung wird in einer Technischen Richtlinie geregelt werden. Wie die Anhörung gezeigt hat, scheint der Notruf an festen Standorten grundsätzlich zu funktionieren und es gibt erfreulicherweise eine Reihe von Unternehmen, die dies auch realisieren wollen. Äußerungen maßgeblicher Carrier i.r.d. Anhörung zeigen, dass die Bereitschaft, konstruktiv nach Lösungen zu suchen, sehr wohl vorhanden ist. Eswird z.b. von einigen Unternehmen die Einrichtung einer zentralen Notrufabfragestelle für denkbar gehalten. Vorstellbar wäre auch die Zuordnung einer Rufnummer zum VoIP-Nutzer und deren Übertragung zum Angerufenen, sodass man zumindest den mutmaßlichen Namen des Anrufers identifizieren kann. Und auch wenn der Notruf bei nomadischer Nutzung eher den zweiten Schritt darstellt, ist zu begrüßen, dass es vereinzelt Unternehmen gibt, die auch hier an entsprechenden Lösungen arbeiten. Wenn auf Seiten von Unternehmen die Bereitschaft besteht, aktiv die genannten Probleme anzugehen und Notruf zu ermöglichen, dürfte dies damit zu erklären sein, dass man sich hiervon Marketingvorteile verspricht. OFCOM hat kürzlich in einer Marktforschungsstudie festgestellt, dass die Konsumenten einen funktionierenden Notruf erwarten und kommt zu dem Schluss, dass die Konsumenten zumindest für einen einfachen Notruf eine gewisse Zahlungsbereitschaft haben. All dies sind Indizien dafür, dass es durchaus ökonomische Anreize gibt, Notruffunktionalitäten anzubieten. Bei der Notrufdiskussion gilt es einige Eckpfeiler zu beachten. Einerseits ist dafür Sorge zu tragen, dass die Vision VoIP nicht mit einer Verschlechterung der Notrufversorgung einhergeht. Letzteres wäre der Fall, wenn auf lange Sicht die meisten Menschen nur über DSL telefonieren, aber die Probleme der Standortidentifikation und der richtigen Notrufweiterleitung nicht gelöst sind. Auf der anderen Seite dürfen die Notrufanforderungen an VoIP auch nicht den Erfolg von VoIPin Frage stellen. Dies würde

6 6 MMR Beilage 3/2005 Kurth: VoIP Eröffnungsvortrag Innovationen bremsen und die Angebotsvielfalt verringern. In der Universaldienstrichtlinie wird darauf hingewiesen, dass bei der Übermittlung der Informationen zum Anruferstandort die technische Realisierbarkeit zu berücksichtigen ist. Etwas technisch Unmögliches zu fordern hieße letztlich, das technisch Mögliche zu verhindern. Insofern kann die Reg TP nur an die Marktteilnehmer appellieren, entsprechende Notruffunktionalitäten bereitzustellen bzw. solche Lösungen zu entwickeln. Es ist wichtiger zu klären, wann bestimmte Lösungen zur Verfügung stehen, als die Frage in den Mittelpunkt der Diskussion zu stellen, ob eine gesetzliche Verpflichtung besteht oder nicht. Wichtiger ist es, gemeinsam nach konstruktiven Lösungen zu suchen. 2. Nummerierung Unbestritten ist und die Auswertung der Anhörung hat dies bestätigt, dass der Nummerierung gerade bei VoIP ein sehr hoher Stellenwert zukommt. Die Möglichkeit, Endkunden bestimmte Rufnummern zuzuteilen, ist eine Schlüsselfunktion für die Anbieter. Aufgabe der Reg TP ist es, die richtigen Schlüssel diskriminierungsfrei zur Verfügung zu stellen. Es gibt zwei Nummernarten, die im Mittelpunkt des Interesses stehen. Zum einen die Nationalen Teilnehmerrufnummern aus der Gasse (0)32, bei denen es sich um nichtgeografische Rufnummern handelt. Zum anderen Ortsnetzrufnummern, also geografische Nummern. Die Frage der Vergabe von (0)32-Rufnummern wurde nicht nur in der VoIP-Anhörung behandelt, sondern war auch Gegenstand einer eigenen Anhörung. Dabei hat sich herausgestellt, dass am Markt Bedarf für diese Rufnummern besteht. Die Reg TP wird am die Zuteilungsregeln für (0)32-Rufnummern veröffentlichen, sodass unmittelbar Anträge gestellt und erste Zuteilungen möglichst bereits im Januar 2005 erfolgen können. Es liegt dann auch an den Marktteilnehmern, dafür zu sorgen, dass die (0)32 so schnell wie möglich einsatzbereit sein wird. Aufgabe des AKNN ist es, bei der technischen Implementierung zügig zu einem Ergebnis zu kommen, das den Interessen aller Seiten gerecht wird. Wir stellen diesen neuen Rufnummernraum bereit, weil wir VoIP-Geschäftsmodelle fördern und unterstützen wollen. Ob diese Nummern tatsächlich aber auch genutzt werden, ist von den Unternehmen zu entscheiden. Neben diesen nicht-geografischen Rufnummern ist es nach Ansicht der Reg TP erforderlich, dass auch geografische Rufnummern, also Ortsnetzrufnummern genutzt werden können. Dafür gibt es mehrere Gründe. Ortsnetzrufnummern haben aus Kundensicht die größte Akzeptanz. Wer ein Substitut zu einem herkömmlichen Telefondienst anbieten will, muss daher auch in der Lage sein, den Kunden die gleichen Telefonnummern anzubieten. Darüber hinaus kommt hier die Technologieneutralität unserer Regulierung zur Geltung. Vergleichbare Dienste müssen Zugang zu denselben Nummerierungsressourcen haben, unabhängig davon, welche Technologie diese Dienste ermöglicht. Verschiedene Internettelefonie-Anbieter haben bereits begonnen, Dienste, bei denen Ortsnetzrufnummern verwendet werden, anzubieten. In diesem Zusammenhang musste die Reg TP durch Verfügungen im August und Anfang Oktober 2004 sicherstellen, dass Ortsnetzrufnummern nur an Kunden innerhalb ihrer jeweiligen Ortsnetze vergeben werden dürfen. Dieses Einschreiten wurde erforderlich, da immer mehr Internettelefonie-Anbieter, aber auch klassische Festnetzanbieter, ihren Kunden wohnortunabhängig Ortsnetzrufnummern zur Verfügung stellten. Hierdurch wird nicht nur für den Verbraucher die geografische Information der Rufnummer verfälscht. Darüber hinaus wird auch der nationale Rufnummernhaushalt gefährdet, wenn unkontrolliert Rufnummern aus einzelnen Ortsnetzen verstärkt nachgefragt werden. I.Ü. war auch dafür Sorge tragen, dass gegenüber allen Anbietern und potenziellen Anbietern Chancengleichheit gewahrt wird. Unabhängig von dieser Sofortmaßnahme sind auch die bestehenden Zuteilungsregeln zu überprüfen und überall dort anzupassen, wo neue Entwicklungen dies erfordern. Eines ist jedoch klar. Der Ortsbezug der Ortsnetzrufnummern wird nicht aufgehoben. Es ist allerdings darüber nachzudenken, ob der Anschlussbezug aufrechterhalten bleiben kann. Bei VoIP können Anschluss- und Telefondiensteanbieter auseinander fallen. Ein Diensteanbieter, der nicht gleichzeitig Anschlussanbieter ist, muss seinen Kunden jedoch eine Rufnummer zur Verfügung stellen können, weil der Diensteanbieter der Vertragspartner des Kunden ist und der Verkehr mittels dieser Nummer über die von ihm genutzte Infrastruktur geführt wird. Gleichzeitig hat er aber keine Informationen über den Anschluss des Kunden und braucht sie auch nicht, da VoIP-Dienste technisch nicht an einen bestimmten Anschluss gekoppelt sind. Es wird daher erwogen, die Vergabe von Rufnummern zukünftig auch nach dem Wohnort- oder Standortprinzip zuzulassen. Maßgeblich wäre dann nicht mehr zwingend der physikalische Anschluss im Haus, sondern alternativ auch der Wohnort oder der Firmensitz des Kunden. Die Reg TP hat in ihren Verfügungen festgelegt, dass eine derartige Zuteilung bis zu einer Entscheidung zu dieser Thematik geduldet wird. Somit können auch Diensteanbieter ihren Kunden eigene Rufnummern zur Verfügung stellen. Um dies zu ermöglichen, muss aber auch über die Frage der Antragsberechtigung diskutiert werden. Denn Diensteanbieter brauchen dann auch eine Antragsberechtigung, damit sie eigene Rufnummernblöcke haben, aus denen sie ihren Kunden Nummern zuteilen können. Mittelfristig ist es auch denkbar, die Blockgröße der Rufnummernblöcke auf 100 herabzusetzen. Es braucht nämlich nicht jeder Diensteanbieter einen 1.000er Block in jedem der Ortsnetzbereiche. Diese Änderung erfordert aber einige technische Umstellungen sowohl bei den Netzbetreibern als auch in unserer eigenen Datenverarbeitung. Die sog. nomadische Nutzung, die ein wesentliches technisches Merkmal von VoIP darstellt, soll auch bei der Verwendung von Ortsnetzrufnummern zulässig sein, weil der geografische Bezug zum Ortsnetz dadurch nicht aufgehoben wird. Wenn jemand, der seinen VoIP-Dienst an einem anderen Standort nutzt, dort unter seiner normalen Rufnummer angerufen wird, so ist das nichts anderes als bei der heute üblichen Weiterleitungsfunktion. Und wenn er von einem anderen Standort aus telefoniert, hat das auch keine wesentlichen Auswirkungen, da insbesondere der Verkehr zwischen den Netzbetreibern so übergeben und abgerechnet wird, als ob der Nutzer sich an seinem Wohnort befinden würde. Und dem Angerufenen dürfte es egal sein, von wo aus er angerufen wird. Es gibt im Zusammenhang mit der nomadischen Nutzung mit Sicherheit noch offene Fragen, wie bereits im Zusammenhang mit dem Notruf verdeutlicht. Diese Fragen sind allerdings auch dort zu klären und nicht i.r.d. Nummerierung.

7 Kurth: VoIP Eröffnungsvortrag MMR Beilage 3/ Die Reg TP hat diese Eckpunkte in die entsprechenden Zuteilungsregeln eingearbeitet und den Markt zur schriftlichen Kommentierung aufgerufen. Ohne den Fragen im Detail vorzugreifen, kann man heute aber bereits sagen: Anbieter von VoIP-Diensten können sowohl geografische als auch nicht-geografische Rufnummern nutzen. Damit ist die Reg TP auch auf einer Linie mit der Position der EU- Kommission, da nur die Zur-Verfügung-Stellung beider Nummernarten allen Geschäftsmodellen Rechnung trägt. 3. Entbündelung In der VoIP-Anhörung wurde von einer Reihe von Unternehmen die Forderung nach einer Entbündelung von DSL-Anschluss und Telefonanschluss erhoben. Es solle möglich sein, dass ein DSL-Kunde, der VoIP zum Telefonieren nutzt, auf seinen normalen Telefonanschluss verzichten kann. Heutzutage ist ein Standalone DSL-Anschluss für Wettbewerber in Deutschland nur im Wege der Eigenrealisierung der Letzten Meile oder durch Nutzung der Teilnehmeranschlussleitung (TAL) als Vorleistung realisierbar. Anders sieht dies beim Line-Sharing oder beim DSL-Resale aus, da hier der bei der DTAG verbleibende Telefonanschluss die vertragliche Voraussetzung für den DSL-Anschluss des Wettbewerbers darstellt. Die Reg TP wird i.r.e. eventuellen Regulierungsverfügung zum Markt Nr. 12 Breitbandzugang für Großkunden sehr sorgfältig untersuchen, ob die geforderte Entbündelung von DSL-Anschluss und Telefonanschluss angezeigt ist. Es ist heute aber noch verfrüht, konkrete Aussagenhierzuzumachen. In diesem Zusammenhang spielt auch die Frage der Rufnummernübertragbarkeit eine wesentliche Rolle. Heute ist es nicht möglich, die Rufnummer von einem Telefonanschluss zu einem DSL-Anschluss zu portieren, weil der Kunde seinen Telefonanschluss nicht kündigen kann. Es liegt daher auf der Hand, dass die Entbündelung vor allem denjenigen Unternehmen entgegenkommt, die den Kunden ein Substitut zum herkömmlichen Telefonanschluss anbieten wollen. Eine Fehleinschätzung gilt es jedoch auszuräumen: Wie i.r.d. Anhörung festzustellen war, herrscht nicht nur bei vielen Endkunden, sondern auch vereinzelt bei Unternehmen die falsche Vorstellung, dass die Kosten für den Telefonanschluss bei einer Entbündelung vollständig eingespart werden könnten. Es muss aber klar sein: Sollten wir zu dem Ergebnis kommen, dass ein Standalone-DSL-Bitstromzugang anzuordnen ist, der den Wettbewerber in die Lage versetzt, den Kunden den DSL-Anschluss ohne einen Telefonanschluss anzubieten, müssen in jedem Fall die Kosten für die TAL abgedeckt sein. Es geht also nicht darum, eine möglichst billige, neue Vorleistungsvariante an den Markt zu bringen. Dies würde in der Tat diejenigen Unternehmen benachteiligen, die DSL-Anschlüsse auf Basis der TAL oder eigenrealisiert anbieten, und liefe dem Regulierungsziel Förderung effizienter Infrastrukturen zuwider. Vielmehr geht es darum, Vielfalt am Markt zu ermöglichen eine Vielfalt, die den Verbraucherinteressen dient. Ebenso wichtig wäre esaber, dass die relativen Preise zwischen unterschiedlichen Vorleistungsprodukten richtig abgebildet werden nur so lässt sich chancengleicher Wettbewerb etablieren. VoIP ist in der Tat ein sehr vielschichtiges Thema. Wie sich VoIP in den nächsten zwei oder drei Jahren entwickeln wird, kann niemand mit Gewissheit sagen. Gleichwohl ist aus regulatorischer Sicht das Ziel klar: Es sind Rahmenbedingungen zu schaffen, die es erlauben, die Chancen und PotenzialevonVoIPzunutzen. Praktisch in allen europäischen Ländern sowie jenseits des Atlantiks beschäftigen sich Regulierer bereits intensiv mit VoIP. So wurden etwa auch in Großbritannien, Frankreich, Dänemark sowie den USA Konsultationen zum Thema durchgeführt. In Finnland hat Ficora i.r.e. Einzelfallentscheidung festgestellt, dass die VoIP-Sparte von Sonera Telia den Regulierungsvorschriften für Anbieter öffentlicher Telefondienste unterliegt. Die FCC hat ebenfalls erste Einzelfallentscheidungen getroffen. Die EU-Kommission will auf Basis der eingegangenen Stellungnahmen zu einem im Sommer 2004 vorgelegten Konsultationspapier unverbindliche Leitlinien erstellen. Grundsätzlich stellt sich im internationalen Kontext vor allem die Frage, wie weit Harmonisierung beim Thema VoIP reichen sollte, wie weit sie in Europa schon vorangeschritten ist, aber auch, wo die Grenzen der Harmonisierung liegen. Diese Fragestellung steht im Zentrum des ersten Podiums dieser Veranstaltung. Andererseits sind auch die Perspektiven von VoIP im deutschen Markt auszuloten. Hierzu können die Marktteilnehmer i.r.d. zweiten Podiums Antworten liefern. Auf diese Weise wird das Thema VoIP von den verschiedensten Seiten beleuchtet. Die Forumsveranstaltung kann der Reg TP wichtige Impulse liefern, die es ermöglichen, den genannten Zielen näher zu kommen.

8 c 8 MMR Beilage 3/2005 ELI M. NOAM VoiceoverIPinAmerica In America, as in Europe, VoIP has moved in status from geek toy to policy headache. There is a rulemaking proceeding by the FCC on VoIP, which is expected to be issued around the end of the year. It s probably a bit of a swan song for Chairman Michael Powell, who is likely to leave. People expect that the FCC will continue to keep PC-to-PC VoIP unregulated, and that it will define public VoIP either as an unregulated information service, or as a telecom service but with forbearance from actually exercising such regulation. Except perhaps for the law enforcement and emergency communication requirements. Also, the FCC maywellpre-emptthe state commissions from getting involved in VoIP. Right now, several of the states have tried to regulate VoIP providers. Other states have gone in the opposite direction. Let me try to put VoIP in some perspective, of past, present, and future. For several years, the sky had been the limit for the information age. Information became free, global, and plentiful. Information products became faster, smaller, cheaper.voipispartofthatscenario.butnow,wehaveexperienced the internet crash, the dotcom bubble, the telecom crisis, the music industry downward slide, the e-publishing stagnation, the wireless saturation, the semi-conductor slump, the newspaper recession, and the R&D drop. The main problem for the information sector has not been demand, which kept growing smartly, but price deflation. Information has become cheaper for many a decade. But now it is becoming difficult to charge anything for it. The music industry is unable to maintain prices. The online publishers cannot charge for their basic product without losing their audience. The price of international phone call prices declined enormously. Cellphone prices dropped. ISP and backbone prices slid. Web advertising prices collapsed. The entire information sector from TV to music to newspapers to telecom to internet to microchips and anything in between is subject to a gigantic price crash in slow motion. It is one of the fundamental trends of our time, and it is happening right in front of our eyes. The basic structural reasons are simple. First, information products are characterized by high fixed costs and low marginal costs. They are expensive to produce, but cheap to reproduce and distribute. Second, information distribution is characterized by network effects, which accentuate trends both in the upward and downward direction. Third, the information sector is becoming more competitive, with more producers and distributors, and cheap distribution networks. Price discrimination becomes difficult. Fourth, information and information distribution becomes commodified, that is, less differentiated from those provided by competitors, and traded commercially in markets. The implication is a price deflation in information products and services. This is a good deal for consumers, but it also spells disaster for the providers. Under competitive pressures, the price for their products and services is marginal cost, which is close to zero. It is most likely below average cost, which means that it does not cover total cost. One can do this only for so long before going out of business. VoIP is directly part of these dynamics. VoIP is not primarily about technology but about fixed and marginal costs. Technology is mostly an enabler of overcoming illogical economic pricing arrangements. All these specifics SIP vs. H.343, VDSL vs. ADSL, ENUM, CALEA, 911 are often confusing detail. Sometimes, less is more. Basically, there are two kinds of VoIP: first, the VoIP of rebalancing. And second, the VoIP of value added. Both are not new stories, but have been going on for over forty years. Let s start with the VoIP of rebalancing. In the past, fixed cost and marginal costs were basically bundled together in one vertical operation, under a monopolist. The monopolist charged a fixed and a variable component. In America, the charge was flat for the access and for local usage. LD was variable. In Europe, even local service was variable, at a rate much higher than actual marginal cost. This created a price discrimination (based on value of service) that subsidized light users by charging heavy users. Long distance was even more discriminatory to heavy users. But over time the heavy users found ways around the system, and then helped to liberalize it towards a cost-based system. In long distance, this quickly eroded the pricing above cost, and continues to do so. Transatlantic prices, for example, have been dropping at 40% a year. On the local level, things were much more complicated. New entrants followed three different strategies. One was to build alternative physical networks. That burdened them with high costs and almost invariably failed in residential markets. The second major strategy was to assemble networks by using network elements of the established companies, and to do so under greatly reduced long run incremental prices LRIC which excluded much of the old fixed cost. This created costs that were lower but usually not low enough. The third strategy was resale of the service of the established firm. The problem here was that it put them into a squeeze between the high wholesale and the relative low retail price, and that strategy usually did not work either. The fourth strategy is VoIP. It is to enter in as an application of the incumbent s broadband service with its fixed pricing. That incremental cost for the entrant is close to zero. On that basis, they become competitive. The problem of such entry to incumbents would go away if they would charge broadband users by the bit or by the packet. Then, VoIP calling would become usage sensitive and much more expensive. But to do so would undermine the incumbents efforts to spread Broadband. It would take away one of Broadband s great attractions. And alternative providers, especially cable TV operations, would happily provide a rival platform, since they would not cannibalize their own voice service but to the contrary, enhance them. (Ofcourse,whenyoulivebytheswordyoualsodiebythe sword, and very soon, cable TV Broadband providers will find themselves in the same situation with respect to video entertainment, their own core business, which becomes open to rival content providers.) The incumbents response will therefore not be to charge extra for heavy DSL usage, but they would instead charge more for the underlying network access, on which the DSL service rides. So a higher charge for the fixed network, and almost a zero cost for usage. Professor Eli M. Noam ist Direktor des Columbia Institute for Tele-Information an der Columbia University, USA.

9 Noam:VoIPinAmerica MMR Beilage 3/ Can they do so? The constraints are regulation and competition. Competition for platforms in America is mostly by two platforms. First wireline telecom platform, which is rarely duplicative for residential customers. Second, the cable TV platform, again without duplication. Satellite broadband use for VoIP is not realistic, given the long latency, and mobile wireless does not have enough bandwidth. WiMax or similar wireless technologies might have a chance, but that will take a while. And powerline communications have not yet made a convincing case. Therefore, for the present broadband is a convincing case. A duopoly, at best. In many countries there is not much cable, such as in Italy or France. The move to a substantially flat-rated pricing makes economic sense. Price and its nature should be associated with cost and its nature. Flat prices should be associated with fixed cost, usage sensitive prices associated with variable cost. This is another round of rebalancing. It is a redistribution from light users who now pay more per average call to heavy users, who end up saving money. And from lowtech users to the high tech users. This is a problem but not a decisive one. First, it s not a zero sum game. And second, the impacts of that redistribution can be ameliorated by various programs. A key question is the impact of VoIP on market structure on competition. Who will dominate thatmarketafterrebalancing? Many people believe that the new entrants will benefit, I am not so sure. Once the rebalancing takes place, the incumbents will squeeze out the margin of the independent DSL providers. Beyond that squeeze, it will also be hard for an independent VoIP provider to compete with the VoIP offered by a DSL provider in a bundled fashion. They need various kinds of dynamic IP addresses and updates. The user might need to buy an additional router. There are greater difficulties of coordination. It is harder to assure quality, because it is harder to determine where problems lie. It is also hard for an independent DSL provider to compete against the network provider. In the US of the top ten DSL providers, only one, Covad, is an independent, and it is not doing well. Therefore, if one puts these two observations together, it means that the infrastructure carrier will have advantages in offering VoIP as a bundled service access plus DSL plus VoIP, as long as its costs and quality are comparable. This is equally true for the telecom incumbent and the cable TV incumbent. An integrated provision will have advantages in the marketplace. Furthermore VoIP is a two-way street. It facilitates competitive entry, but it also facilitates incumbents own expansion into rival territories. Phone companies will become global brands. So when the dust settles, the incumbents will still be on top. Where does that leave the new rivals, the Vonage and other small entrants? They will do what other entrants have done historically sell out at a significant premium, with their customer base and know-how their major assets. Telecom and cable: will they take on each other? It will not be in their interest to compete on price. They will be rivals on performance and features, but to engage in full-scale price competition would not be in their self-interest. Hence, this gets me to the second VoIP, the VoIP of value added services. This is the real and positive contribution of VoIP. Rich voice, smart voice, integrated voice, flexible voice, multimedia voice, portable voice, mobile voice, simultaneously translated voice. There are exciting possibilities here. Who will develop these functionalities? Established telecom equipment makers. Software developers. High tech startups. Consumer electronic makers. But who will offer them as services? A lot of service providers will offer smart voice, like web portals. Yahoo and AOL have been doing it for years for their IM services. But much of what they will do is to resell the VoIP of a handful of large firms, mostly of the established telecom firms, who will have acquired the high tech startups and their expertise. To conclude: I started out by showing the basic deflationary dynamics that pervade the entire information sector. VoIP, too, drives prices of the voice service down, but in the end this will lead to a rebalancing of prices to near-total flat pricing, to vertical domination by telecom firms, to global telecom brands, to a duopoly with cable, and to national and international cartel behavior. In the end we will probably have oligopolistic competition, but a better and more innovative network. The dynamics of change and volatility will continue. Once the market structure is stable and profitable, there will be entry by other platforms, more investment, then overinvestment, followed by price collapse, industry decline, and consolidation. Another cycle will begin. Foto: Chr. Dalchow, Köln

10 10 MMR Beilage 3/2005 Podium 1: The Regulatory Treatment of VoIP in Europe - Common Approach or Island Solutions Foto: Chr. Dalchow, Köln In the first forum the perspectives of finding a harmonized regulatory approach for VoIP in the light of national circumstances were discussed. It was agreed that VoIP has the potential to deliver significant benefits to consumers and to enable more competitive entry and more innovation. I. Statements 1. Dr. Karl-Heinz Neumann, Geschäftsführer und Direktor, WIK: In the late nineties of the last century many providers finally refrained from basing the business models on IP technology. At that time this was probably a wise decision. But nowadays VoIP became a hot topic all over the world. This also implies that the same regulatory questions will arise not only in Europe but also in the USA and in Asia. The new European regulatory framework relies very much on the principle of competition and it is based on technological neutrality. This being so it could also be a guideline to cope with the challenges of VoIP. 2. Jørgen Abild Andersen, Generaldirektor, NITA: VoIP is a topic that should be dealt with at the top level of the regulatory authorities. Since recently this is the case also in Denmark. With regard to VoIP NITA hasatthismomentmore questions than definite answers related to VoIP. The relevant question is not how to regulate VoIP but how to ensure that users benefit from better and cheaper services that become possible with a new technology like VoIP. Are there any barriers for consumers or barriers in the legislation preventing this? In spring 2004 many articles in Danish newspapers expressed the view that Danish legislation would prevent VoIP from becoming successful in Denmark. At that time NITA did not see that there are problems because the EU directives and the Danish legislation are technology neutral. But then NITA was asked by the Minister to prepare a report dealing with the question whether barriers in the legislation prevent users from the advantages of VoIP. NITA conducted a consultation with the Danish industry. This served as a starting point for the draft report which was recently finalized. It turned out that there are no substantial barriers for the use of VoIP in the Danish market. There is only a need for minor modifications to legislation. For example the nomadic usage of VoIP might lead to difficulties regarding the routing and positioning of emergency calls. Danish legislation prescribes that emergency calls must be routed to the nearest emergency centre which is not necessarily possible with nomadic use. One possible adjustment to legislation regarding the nomadic use of VoIP could be that it may be necessary to change the Danish legislation, to ensure that customers clearly are made aware that this routing is limited. So the solution to this is quite near. A proposition will be presented to the politicians. The proposition will include sticking to and possibly modifying the current legislation to encompass VoIP or replacing it altogether; in other words basically a proposition including enhancing legislation for example with some sort of information activities to those using VoIP nomadically or replacing it all together. It might be possible to solve this problem related with nomadic use by informing customers. This approach of increasing customer awareness is also followed in the consultation document of the EU Commission. It could be observed that most of the statements in the context of the public consultation strongly emphasized the need for harmonized solutions across Europe. The Danish industry is very much concerned about island solutions in Europe. NITA clearly supports this view. Moderation: Dr. Karl-Heinz Neumann, Geschäftsführer und Direktor, WIK Podiumsteilnehmer: Jørgen Abild Andersen, Generaldirektor, NITA, Dänemark Gabrielle Gauthey, College Member of the ART, Frankreich Fabio Colasanti, Generaldirektor DG Information Society, EU-Kommission Lord David Currie of Marylebone, Chairman, Ofcom, Großbritannien Rauni Hagman, Generaldirektorin, Ficora, Finnland c Die Zusammenfassung der Diskussion wurde von Herrn Christoph Mertens (Reg TP) verfasst.

11 Podium1: VoIP in Europe MMR Beilage 3/ Moreover the consultations have shown that Danish market players are very much concerned about the economic implications of the introduction of VoIP. In Denmark ADSL is provided mainly on the basis of the unbundled local loop and ADSL providers use ULL on a shared access basis. In Denmark the prices for ULL and for shared access are very low. Until last year ULL prices in Denmark were based on historical costs. This was replaced by an LRIC-based cost model. The aim was to have a better basis for infrastructure competition. Although ULL prices in Denmark will increase by 26% over a period of 7 years, the prices will still be reasonably low. The price for shared access is exactly half the price of ULL. Half is paid by telephony and the other half by ADSL. Other European countries apply different models and the 9 th Implementation Report of the EU Commission shows that in many countries the price for shared access is lower than half the price for ULL. According to NITA's view this may induce problems if the aim is to support infrastructure competition. If an ADSL provider also wants to provide VoIP which should be the price this ADSL VoIP provider has to pay? The VoIP provider would want to pay only the price he paid before, which is the price for shared access. But in Denmark many market players want to pay only a marginal price because they argue that ULL has already been paid for by subscribers and that the costs for ULL have already been recovered. NITA has a diverging view on this. Once the providers also offer telephony subscription on the basis of the ADSL offer they should pay the full ULL price and not only half of it. The reason for this is that in this case there is nobody to share the ULL costs with. The Danish debate on the price forullforvoipprovidersisgoing to be very tough. The way this question is tackled in other European countries will influence the discussion in Denmark. Regulators should deal very carefully with this question. They are currently carrying out the market analysis and it can be assumed that the analysis for unbundled access will show that in all member states the incumbents have SMP regarding ULL. Different aspects like the interest of users, sustainable competition and the need for supporting investment and innovation have to be considered when imposing obligations on the SMP provider. Also the European directives consider the question of supporting infrastructure competition a crucial issue. Regulators should avoid imposing extraordinarily low prices for ULL for VoIP providers and they should be conscious not to prevent infrastructure competition. This can be done firstly by using an LRIC approach for ULL prices which is the best way to pursue the aim of infrastructure competition. Secondly the price for shared access should be half the price of ULL and thirdly ADSL providers that want to become VoIP providers offering telephony subscription should pay the full ULL price. It should be clear that the costs for ULL have to be covered in any case in future. These are the suggestions and ideas of NITA to cope with the economic implications of VoIP. 3. Gabrielle Gauthey, College Member of the ART: In France VoIP is a topic of utmost interest. ART, which is currently in the middle of the market analysis for broadband and for narrowband voice markets, has a preliminary assessment rather than definite conclusions on this quickly evolving topic. On the one hand VoIP can be considered an evolution because it allows new functionalities, bundling of existing services and also has different cost structures. On the other hand it is a revolution primarily a technical revolution enabling real convergence by mixing different services like data, voice and video not only commercially but also technically. In France an explosion in the DSL market can be observed. There will be almost 6 million subscribers by the end of 2004 and 1 million shared ULL lines. Market players behave in a very active and dynamic way. First movers like Free use the unbundled local loop or bitstream access. These options allow tough competition among the ISPs and there is also competition in the wholesale market. They allow the introduction of double or triple play offers with set-top boxes, telephone over broadband or TV over DSL. France Telecom is also very active in announcing new services like nomadic telephone usage or video telephone. They may be able to offer bundles of services which are not easily replicable by competitors. Nevertheless competitive local loop providers can also prevent VoIP service providers from accessing their networks. Therefore competition issues are a major concern for ART. The question is whether the legal framework needs to be adapted. The general goals of the regulatory framework such as consumer protection, development of networks, services and competition and technological neutrality remain unchanged. Technical evolution should not necessarily alter the content of regulation. The question of defining new rules should be dealt with very carefully. Rights and obligations for all ECS providers are access to interconnection, access to resources, numbers, frequencies, number portability, access to pre-selection, inclusion in the directory, comprehensive directory and contribution to our universal service fund. Obligations for PATS providers include inter alia conveyance of emergency calls, of international calls and also network integrity. Numbering is an important issue. In France there are geographic numbers for geographic IP offers and nomadic numbers for nomadic IP offers. ART will issue a public consultation on numbering at the end of 2004 and the conclusion will be drawn in Consumer protection also is a big issue although only one among others. One has to be very careful that obligations imposed do not distort the market. When considering new obligations one has to look at the markets, which offers exist and what is the definition of the relevant market. Obligations must be imposed without discriminating between substitutable services. In the past mobile operators gradually complied with the obligations imposed on them. ART is confident that voice over broadband providers will also comply with their respective obligations when this is technically feasible. With regard to the question of classifying operators in France there are no such classifications or classes of operators and there is no discrimination between operators. There are only obligations for consumer protection that are imposed on relevant networks and services. Regulators should avoid having similar services which may be considered substitutes and be qualified differently. This would not be legible for the consumer. A service or network is defined by what it does not by the label put on it by the operator. With this approach, rules are equal and fair for substitutable services. The definition of PATS is

12 12 MMR Beilage 3/2005 Podium1: VoIP in Europe rather broad in France, it is a commercial offer for the public in real time and also with direct transfer of voice between fixed and mobile uses. It would be discriminatory to define telephone services by criteria like whether they grant access to the PSTN or whether certain numbers are used. It is up to the regulator to make market entry possible for new entrants by ensuring equal and fair access to resources and to regulatory rights. Discriminatory or anticompetitive behaviour from traditional actors must be prevented. A high degree of transparency for consumers can best be achieved with a simple legal framework. Harmonization is indeed a bigissue. But even more important for ART is the question of how to deal with PATS plus or PATSminus.Takeforinstanceavideophoneorother new converging services. ART holds the view that any harmonized solution should reflect not only consumer protection issues but also competition safeguards. Restricting rights under the regulatory framework like number portability or access to a comprehensive directory might give way to national differences. A better solution could be to define criteria qualifying a service as PATS. Regulators should find harmonized criteria. Having a similar definition in different countries will lead to a rather stable situation. At least it is desirable to have a common understanding on these questions. 4. Fabio Colasanti, Generaldirektor DG Information Society, EU-Kommission: The question of a harmonized approach is central to the whole debate on VoIP and is a challenge regulators and the EU Commission have to cope with. The development of VoIP can be considered a test for the work of regulators. The introduction of new technologies will affect the way of regulating and it will also be a touchstone of the new regulatory framework. It may be that once the dust has settled there will be a landscape with a few telecom operators competing in an international market. It will be interesting to see how regulators deal with this problem and what this means for the market definition and the assessment of the competitive situation in each single member state. European Regulators have to respond in a consistent way to this regulatory challenge. The statements the EU Commission received to its consultation document indicate the need for consistent application of the rules. There should be a common response. But finding appropriate answers is not going to be an easy task because there are so many implications that need to be considered. OftenitisarguedthattheEU Commission should come up with their guidelines after national consultations have been concluded. But on the other hand there is a need for all regulators engaged in national consultations not to finally define the positions until all other consultations will be concluded. The whole process should be considered a Europe-wide consultation process at the end of which one needs to come to a decision which should be as common as possible. The international dimension of new technologies like VoIP was also emphasized by FCC president Powell when he pointed out that regulators could not preserve jobs in specific states. What role does the EU Commission play? It has to ensure that the regulatory framework is respected to the greatest extent. Nevertheless the framework leaves much room for interpretation and the EU Commission can support the process of finding a far-reaching consensus among the member states. But in this debate the EU Commission also has its own ideas. The starting point for the EU Commission for the dialogue with regulators is not how to regulate VoIP, the crucial question rather is how to ensure that VoIP as a new service has a chance to bring all the benefits it promises to consumers and also to the sector. The EU Commission is convinced that it should be a decision of the providers whether they want to be classified as providers of communications services or of publicly available telephone services rather than a decision to be made by regulators. It is to be appreciated that there is a large consensus that VoIP providers should have access also to geographic numbers instead of confining them to a specific number range. The question of emergency calls is an important consumer protection issue. It should be addressed in a pragmatic way by informing customers that VoIP services offer something very close to the voice services they know but with the exception of certain functionalities. At the same time one should exert some gentle pressure on the undertakings to develop solutions for the emergency call functionality. The regulatory framework is technology-neutral. But having a closer look at the debate on VoIP one might doubt whether this is absolutely correct. Some rules build upon traditional technologies. Caller localisation in case of an emergency call in the PSTN is not possible since 100 years but only since recently. Thus it might not be technologyneutral to simply transpose to VoIP providers, on a one-toone basis, all the provisions concerning access to emergency services now requested from PATS providers. These are the ideas of the EU Commission for entering into the discussion with national regulatory authorities. It is obvious that the issues are complex and require a lot of debate. But time is pressing to find common solutions because the market expects some guidance very soon. 5. Lord David Currie of Marylebone, Chairman, Ofcom: Reg TP's VoIP conference is extremely well timed with the activity in the Commission and in the national regulatory authorities. Ofcom has been considering these issues quite actively. It is about to produce the second stage of the strategic telecoms review and it also published in September several proposals regarding the regulation of VoIP services, upon which we felt it important to consult. What is proposed by Ofcom and why? New voice services such as VoIP offer the potential to deliver significant benefits to citizens and consumers. The first of these is the opportunity VoIP opens up for increasing diversity and choice. VoIP services make it possible for new services, such as nomadic services, personalized call handling and features such as conferencing, all of which have been available, but only to the largest enterprise customers, to be available also for non-business customers. The second is the opportunity for lower prices and new pricing structures based on lower network costs. Thirdly it will stimulate competition. Service providers will have much more flexibility. They will be much more able to offer attractive double or triple players. VoIP is providing an important stimulus to the critical broadband market as well as to the voice market. Of course this has to be seen in the context of local loop unbundling which Ofcom is encouraging strongly now in the UK. VoIP will help the spread of local loop unbundling and it will also encourage investment deeper into the network. At this point it be-

13 Podium1: VoIP in Europe MMR Beilage 3/ comes necessary to get the pricing of wholesale products absolutely correct. The fourth is that these new services are a step towards an all-ip world. Allowing VoIP services to flourish today will accelerate and ease the path towards that converged world. The benefits are very compelling but clearly there is an important question of how regulators respond to these important changes. Voice services today are regulated by a collection of rules and obligations which are designed for a PSTN world. VoIP services can meet many of the obligations that these regulations specify and they should be encouraged to do so. In some cases, they may even be able to meet the obligations better than PSTN-based services. But there are some obligations that VoIP services cannot reasonably meet. An obvious one is line powering to cover the event of a power cut on the customer premises. Another possible problem is the location of a particular number in case of an emergency call. So VoIP may not fit well into some of the existing PSTN regulations. Therefore, if those regulations are not evolved, that might stifle this new innovation. One has to think carefully about the way these regulations are interpreted. Over time consumers have come to expect certain features from their voice services and if these features change consumers must be made aware and, where appropriate, be protected. The question is how to evolve the interpretation of the regulatory framework to meet these challenges. Imposing undue regulatory requirements on a fledgling sector must be avoided and therefore it is important to give these new services a chance. Ofcom welcomes the interpretation of the Commission which suggested that we should allow providers to choose their status. In the UK we are favouring an approach that allows a wide diversity of new services to enter the market whilst putting the emphasis in terms of consumer protection on providing information so that consumers can make an informed choice. It is fair to say that Ofcom s September discussion document was quite a complex one, so let me just touch on the main elements. And I think it is worth highlighting that it is consistent with what the Commission has been proposing. The first Ofcom proposal is to allow more flexibility in the way PATS is implemented and applied, to avoid artificial incentives and distortions. For example we would like Vo- IP-based services to be able to offer emergency services without having to meet all the other PATS obligations. The second is to review our guidelines on network integrity which set technical obligations on PATS providers. We would like to change this to require providers to make reasonable and practical best efforts rather than absolute requirements that are suitable only for PSTN services. Thus, for instance, line powering, which is impractical using VoIP, would not be required under that interpretation of the guidelines. The third is to allow all operators to use geographic numbers and in certain circumstances to have number portability. Without that VoIP risks being limited to play a role of a supplementary service. And the last and equally critical component is pushing forward a framework for consumer protection. We think that, together, these changes will remove unnecessary barriers to VoIP innovation while ensuring that consumers are well protected. It will allow service providers to offer a wide range of new services, including supplementary or second line services as well as services targeted at replacing primary lines. The initial reaction to our consultation from stake holders, including current operators, new service providers and consumer groups in the UK has been very positive and constructive. Finally let me touch on the issue of the need for a common approach. We certainly think there are great benefits for a common approach and we would like to see that develop. We have the following concern: if one tries to incentivise all providers to provide PATS-like services by taking a firmer approach to the regulations, as reflects the national tradition in some countries, that approach will, in effect, require regulators to second-guess technology and business models in what is a very fast moving market. We would run the risk of distorting incentives for investment and reducing innovation and diversity. A common approach will increase the overall attractiveness of investment in the European market, it will increase the opportunity to develop pan-european services and it will maximise the value from roaming. To summarize Ofcom s position: VoIP services can deliver substantial benefits to consumers nationally and Europewide. If we do not act and evolve our regulatory framework we risk stifling this new innovation. Our role as regulators should be to get out of the way and allow the market at this stage to develop and consumers to be well informed. We as regulators need quickly clarify positions in order to come to a common position on these issues. 6. Rauni Hagman, Generaldirektorin, Ficora: Data traffic grows very rapidly by approximately thirty per cent a year but voice still brings about eighty per cent of operators revenues. Transmission costs go down very fast and more and more users abandon PSTN service. Furthermore broadband is gaining a critical mass in all European countries. With regard to the question whether VoIP is an evolution or a revolution one needs to distinguish between the short and the long term. In the short run there is a transformation from PSTN phone services to VoIP services and in the long run all services will be provided over IP networks. There will be a transition period where PSTN services and VoIP exist parallel. Traditional services will compete with new innovative services like triple play offers or offers allowing nomadic use. What does long-term evolution towards an an all in IP concept mean? VoIP services are provided over IP networks. Normally VoIP is only one service among others. New end user devices will for instance combine GSM and WLAN phones. There will be innovative integrated and personalized services. VoIP cost structures may be significantly different compared to the PSTN. With traditional voice traffic shifting to data IP-based traffic and revenues from traditional phone service decreasing an appropriate regulatory model must meet the requirements of the regulatory framework. And also long-term influences have to be taken into account. Furthermore the main policy objectives should be met. It may turn out that a new regulatory model under a revised framework is needed. The regulatory model for VoIP should create a justified balance between partly conflicting objectives. It should promote interests of users, ensure social balance taking into consideration also universal service requirements, and ensure justified life time for existing telecoms investments. At least this is a desire of existing incumbents. A very important objective is to

14 14 MMR Beilage 3/2005 Podium1: VoIP in Europe ensure an equal playing field for similar services. Also there needs to be an acceptable level of protection of users and a smooth path to a single European market. Today's regulatory model may not fit very well to VoIP services because of their nomadic nature. With this nomadic use there will be an increasing amount of cross-border services. Users can access at any Internet access point in any country. VoIP service providers can be located in any country and thereis also functional separation of VoIP service provision and routing of VoIP data. Providing VoIP means providing customer management but not routing and transmission itself. There are also critical questions regarding communications security aspects. How to ensure data protection in IP networks? Basically there are two different regulatory options. With the first option it would be the service provider to decide whether his service is classified as ECS or PATS. With the second option it would be the regulator who decides. If the service provider himself decides market entry is made easier. Providers may have a rather flexible start by offering services with reduced user protection and still have an incentive to migrate towards PATS status in the long run. The counter arguments to this approach are inconsistency in the legal framework because a specific service could have a different legal status and a risk of confusion for users. There may also be significant changes compared to current regulation of traditional voice telephony. Furthermore there is a risk of downgrading existing telephone networks andservices. The second option where the regulator decides is technologyneutral and provides a clear legal framework promoting certainty for all actors. The process of gradually decreasing the regulatory level is controlled by the regulator and not left to the market players. But on the other hand this approach may limit market entry of new services unless the obligations are technically proportionate. In Finland we have a decision where we followed the second approach. We have required emergency calls to be fulfilled in a pragmatic way considering also technical feasibility. We also have a pragmatic approach with regard to lawful interception and data protection. The challenge for the future is to get the balance right between the objectives of the regulatory framework. This means that technological neutrality and the interest of users must not be compromised when promoting competition and fostering innovation or removing barriers for market entry and vice versa. To ensure technologically neutral regulation all providers of traditional telephony should be subject to the same regulatory approach as VoIP. If the first approach were applied this would mean that it should be possible also for traditional voice providers to classify themselves into different regulatory categories. In any case it is necessary to carefully analyse both short and long term influences of possible regulatory approaches to the market players and users. Regulatory obligations for VoIP must be proportionate so that they do not lead to restrictions for entry into the market and hinder the creation of new innovative services. That is why all obligations, which are not technically feasible and economically justified may be temporarily released while suppliers are encouraged to find technical solutions. II. Expected Developments Dr. Neumann stated that VoIP showed great promise to bring new competition and lead to more choice for customers. The first VoIP offers available in the market came from new operators which were not active in the traditional voice telephony market. At least in Germany the incumbent dominated not only the DSL market but also the wholesale broadband access market. Taking up Prof. Noam s projection that after several rounds of competition in the end it would be the incumbents that will dominate the VoIP market Dr. Neumann raised the question which views the discussants have. Lord Currie thought that it was not for the regulators to determine a market structure in the future. Their task was to make conditions to maximise the opportunity for market entry. They should not determine outcomes. Although in the UK the incumbent would probably continue to be a very important player in the future, Ofcom expected that the market would not be dominated by that incumbent. Competition in the UK was provided by cable operators covering half the country, but mobile should also be considered because it was a significant alternative platform that could provide many of the things in competitition with fixed line. The outcome could be a reasonably competitive and dynamic sector with new players coming in. While they might not develop the same economies of scale as the incumbent they could be a catalyst for competitition. There could be a market structure with a few big players and then a number of smaller players. Mr. Andersen holds the view that at least in Denmark it would not be the incumbents that will be the winners. In Denmark the incumbents' share in the DSL market clearly decreased from 84% to 78% from the middle of 2003 to the middle of This would still be a very high proportion of the market but the trend was clear. The Danish approach could be classified as a several pipes to the home approach. Besides the unbundled local loop there were also other access technologies like cable, 3G or WiFi. It would be crucial to have a price structure enabling competition between these different access pipes. Without a proper reflection of the relative prices between different access technologies there would be a distortion of the market structure. Then one would run the risk of ending up with one access pipe only. Mrs. Gauthey argues that there was competition in the retail market and a higher degree of concentration among the infrastructure providers. Incumbents had certain advantages in offering bundle products. It was important that there is a difference between ECS and PATS with regard to the set rights envolved with each category. According to Mr. Colasanti dominance of an incumbent that resulted from a competitive process had to be accepted. But if such dominance were the outcome of structural barriers this would be problematic. He suspects that in future there would probably be fewer operators than member states in the EU. One should not be worried about such a situation as long as customers had enough choice. And as long as there were enough competition it would not be worrying if there were only a few but large operators. This was comparable to the airlines industry where there are only a few big airlines. III. Balancing the principles of competition and regulation Dr. Neumann raises the question how to balance the principles of competition and regulation. On the one hand there is the aim of having a level playing field between dif-

15 Podium1: VoIP in Europe MMR Beilage 3/ ferent operators and on the other hand there is the aim of havingmaximumchoiceforcustomers. If competition and regulation were conflicting principles one should ask whether it might be an option to have less regulation for VoIP for a certain period of time and see what happens. Lord Currie stressed the idea of well-informed customers. Thus it made sense to have less regulation in the beginning. It was necessary to give new technologies a chance. Certain parts of the regulatory framework were not so technologically neutral. Mr. Colasanti agreed that some parts of the regulatory framework were technologically less neutral than they should be. Basically a telephone service was a service enabling two persons to communicate. It was only since recently that one knows in case of an emergency where the caller is located. Not imposing on VoIP the obligation to make emergency calls might discriminate between technologies. And if one would discriminate between traditional telephone service and those provided over IP this had to be justified. According to Mrs. Hagman, Ficora wasin favourofa light regulatory approach. VoIP services should have the chance to flourish. The task was not to regulate any detail. But the customer had to know what he buys. More worrying was the question of security in IP networks. There had been some cases in Finland where there were such problems. Therefore it was necessary to put more emphasis on these problems that arise from viruses, denial of service attacks etc. And also data protection in IP networks was an important topic to be dealt with in future discussions. Mrs. Gauthey argues that transparency for customers was only guaranteed if a service having certain intrinsic characteristics belonged to a pre-defined category leading to a certain set of obligations. It was necessary to prevent a situation where services looking very similar would be treated differently either with regard to the obligations or with regard to the rights derived from the Universal Service Directive. Of course one could not impose technically unfeasible obligations. ART preferred a pragmatic way of imposing obligations e.g. by giving operators some time to comply. But it was crucial that it was the regulators and not the operators who decide which obligations they have to comply with. The nature of the service was decisive. Mr. Andersen stated that VoIP should be given a chance to develop. New emerging technologies should not be prevented or restricted in their opportunities or benefits attached to it by definitions and regulations that had been established in the past. In this respect he agreed to what Mr. Colasanti had said. In the Danish legislation it was prescribed that calls had to be routed to the nearest emergency centre which was not possible with nomadic VoIP calls. But that should clearly be no reason for preventing the development of VoIP in Denmark. These problems needed to be discussed and it was necessary to find pragmatic solutions so that VoIP could bring all the benefits it promises to the users. IV. Questions from the Audience Mr. Theißen (DTAG): VoIP should be considered a new service in a newly emerging market. It was a voice market and not a market for access lines. This market was characterized by its independence from a certain access network. A customer using VoIP could have access via a fixed network, a mobile network, a hot spot or from abroad. He asked why it was intended to allocate geographic numbers to nomadic, non-geographic services. Lord Currie replied that there were some important considerations that led Ofcom to think that geographic and nongeographic numbers were needed for VoIP services to really take off as an alternative. In the UK there was number portability of geographic numbersandsoitwaspossible for a customer to, for example, move his London number to a different place. Ofcom expected to see, over time, geographic numbers slowly dispersing. However, preventing VoIP providers using from geographic numbers at this stage would probably mean a customer planning to move to a VoIP having to change his number, thus making the VoIP service unattractive if portability was not offered. That would be very disadvantageous to VoIP operators, especially for small providers. Mr. Colasanti points out that the question was not why to give geographic numbers to VoIP services but rather why this should not be done. If a customer wanted to have a geographic number why should that not be possible for a customer of a VoIP service? By answering the question, whether line sharing could jeopardize infrastructureinvestmentincentives, Mrs. Gauthey argues that generally the different situations in different countries needed to be considered when discussing this question. In France the focus on creating competition is on the unbundled local loop. Unfortunately cable was not very strong for providing broadband access and line sharing was of less importance in France. ART had tried to promote the roll-out of alternative networks through its policy of unbundling the local loop and not making bitstream access too easy. Regarding the backhaul infrastructure there were at least two alternative networks, one of France Telecom and one of Cegetel. Based on the unbundled local loop competitors would soon reach 800 sites in France covering half the French population. Mrs. Hagman replied that in Finland the unbundled local loop and bitstream access were the options most often used. But there were also line sharing obligations in Finland. Ficora had already analysed all the fixed network markets and there were decisions already enforced under the new regulatory framework. Bigger operators were required to unbundled the local loop based on cost-oriented prices but there was not requirement to use LRIC models. The only obligations applied to smaller operators was to give access on non-discriminatory terms. The approach for bitstream access was pretty much the same i.e. there was no LRIC model and the operator could decide the cost accounting system applicable.

16 16 MMR Beilage 3/2005 Podium 2: Chancen und Potenziale von Voice over IP auf dem deutschen TK-Markt Im zweiten Forum ging es um die Chancen und Potenziale von Voice over IP (VoIP) im deutschen Markt, vor allem aus der Sicht der Marktteilnehmer. Im Einzelnen wurde über Kundenakzeptanz, über technische Implementierungsprobleme und insbesondere über Geschäftsmodelle und deren Bedeutung für den Wettbewerb diskutiert. Thema war auch der Regulierungsrahmen, besonders die Bereiche Rufnummern, Zugang zu Vorleistungsprodukten der Deutschen Telekom AG (DTAG) und die Implementierung von Notruffunktionalitäten. I. Einführungsstatements 1. Anton H. Schaaf, CTO und Member of the Group Executive Board, Siemens COM, wies in seinem Eingangsstatement darauf hin, dass VoIP zunächst einmal eine Frage des Wettbewerbs sei. VoIP könne für die etablierten Carrier destruktiv sein, während sich für alternative Carrier neue Geschäftsmöglichkeiten böten. Es gebe neue Marktteilnehmer wie Vonage oder Skypeoder Kabelanbieter wie Cablevision, die die günstige Kostenposition von VoIP als Hebel benutzten, um mit ihrem Geschäftsmodell das Geschäft der etablierten Carrier zu bedrohen und das teilweise schon sehr erfolgreich machten. In Deutschland sehe man mehr ISP-DSL-Anbieter, die in den Voice-over-DSL- Markt eintreten. Zwar existierten derzeit nur kleine VoIP- Inseln, doch wenn man diese Inseln verbände, könne eine kritische Masse erreicht werden. Das bedeute eine echte Bedrohung der PSTN-Telefonie, auf nationaler wie auf internationaler Ebene. Wenn man ausschließlich über VoIP spreche, riskiere man, die Gesamtübersicht zu verlieren. VoIP sei weit mehr als ein Sprachtelefondienst. Es sei eine neue technische Möglichkeit. Die Diskussion solle sich nicht darauf beschränken, einen Sprachdienst durch einen auf einer anderen technologischen Basis beruhenden zu ersetzen. VoIP sei ein Schlüsselelement für zukünftige Mehrwertdienste. VoIP in einem Bündel mit anderen Diensten könne für die Carrier ein wichtiges Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb werden. Ein wesentlicher Punkt sei die Evolution des TK-Marktes insgesamt. Derzeit sehe man, dass in einigen Ländern die großen Carrier durch Kabelnetzbetreiber, die eine Kombination von Sprachdiensten, Videodiensten und schnellem Internetzugang anbieten, unter Druck gesetzt würden. In Foto: Chr. Dalchow, Köln diesen Ländern würden die großen Carrier anfangen müssen, ihren Kunden mindestens ein vergleichbares Kommunikationsangebot zu machen, um die Kundenabwanderung unter Kontrolle zu bringen. Um diesen Schritt zu vollziehen, sei es notwendig, das Sprachnetz auf IP umzustellen, so wie das alle Standardisierungsaktivitäten bereits annähmen. VoIP sei ein notwendiger Schritt in der Evolution von TK-Diensten und werde einerseits durch die Wettbewerbssituation und andererseits durch regulatorische Barrieren bestimmt. Darüber hinaus sei VoIP der Initialfunke für die nächste Wachstumsphase der TK-Branche, in der Konvergenz eine Hauptrolle spielen werde. Man müsse sich der Tatsache stellen, dassder Sprachdienst eine von vielen IT-Applikationen geworden sei, dass er im Mix mit anderen Diensten angeboten werde und dass für diese IT- Welt andere Regeln gelten würden. Für die Reg TP bestehe die Herausforderung, einerseits die Interessen der Endkunden und des Staats wahrzunehmen, was mit Auflagen und Kosten verbunden sei. Andererseits gelte es, eine neue Technologie zu fördern eine Technologie, die Kostenvorteile bringe, ohne die Sicherheit und den Komfort des Endkunden zu gefährden. Siemens werde der Reg TP auch weiterhin Vorschläge unterbreiten, um die Markteinführung von VoIP-Diensten regulatorisch zu begleiten. Er halte die Anforderungen durch die Auflagen für technisch lösbar. Das Problem werde sein, den Aufwand in vernünftigem Verhältnis zum erwarteten Nutzen zu halten, also leichte Wege der Regulierung zu finden. Er hoffe, dass die Gesetzgebung und die Regulierung auf einem guten Weg sind, die Barrieren für die VoIP-Technologie und die entsprechenden Geschäftsmodelle im Markt zu minimieren. Ein Beispiel für die positiven Ansätze sei die Verpflichtung für Vorratsspeicherung von Daten, die Moderation: Dr. Ulrich Stumpf, Wissenschaftliches Institut für Kommunikationsdienste, WIK Teilnehmer des Podiums: Anton H. Schaaf, CTO und Member of the Group Executive Board, Siemens COM Tomas Eilers, Geschäftsführer der EWE TEL GmbH Achim Berg, Bereichsvorstand Marketing und Vertrieb, T-Com Dr. Bernd Schlobohm, Vorstandsvorsitzender der QSC AG Eckhard Spoerr, Vorsitzender des Vorstands der freenet.de AG c Die Zusammenfassung der Diskussion wurde von Herrn Steffen Schmitt (Reg TP) verfasst.

17 Podium 2: VoIP auf dem deutschen TK-Markt MMR Beilage 3/ das deutsche TKG nicht vorsehe. Ein weiteres Beispiel sei die eher leichte Regulierung der Netze von Privatunternehmen. Wie in diesen beiden Fällen solle eine leichte Regulierung auch für VoIP die Regel sein. Als Hersteller sehe man die Marktentwicklung von VoIP weltweit und freue sich über die rasante Entwicklung der letzten Zeit, weil man schon seit ein paar Jahren daran arbeite, diese Technologie dafür verfügbar zu machen. Er hoffe, dass auch in Deutschland die Bedingungen optimal gesetzt werden, damit diese Evolution fruchten könne. Schließlich spiele die TK-Branche eine treibende Rolle für die Wissensgesellschaft. Es sei deshalb außerordentlich wichtig, dass diese Evolution zu einer Sache mit hoher Priorität gemacht werde. 2. Tomas Eilers, Geschäftsführer der EWE TEL GmbH, sieht drei Schwerpunktbereiche bei VoIP: den Kunden, den Carrier bzw. die TK-Branche und die Rahmenbedingungen. Nach seiner Auffassung wolle kein Kunde VoIP. Er wolle lediglich telefonieren und das Internet benutzen können. Die Technologie sei ihm völlig egal. Er wolle ein Produkt, das seine Bedürfnisse befriedigt. Er wolle weiter so telefonieren wie bisher, also alle erreichen können und an seinem Telefon nichts verändern müssen. Der Kunde erwarte Dienstleistungen. Auf welcher Technologie ihm seine Bedürfnisse befriedigt würden, sei ihm, bis auf einige Freaks, relativ egal. Die TK-Branche als zweiter Bereich teile sich in zwei Gruppierungen. Diese beiden Gruppierungen unterschieden sich dadurch, dass die eine Gruppe, zu der auch EWE TEL gehöre, es technisch sehe. Man verbinde mit VoIP die Chance einer Effizienzsteigerung der eigenen Netze, die heute ATM-, PDH-, STH- oder IP-Netze seien. Der Weg werde sicherlich in Richtung eines überwiegenden IP-Netzes gehen. Die zweite Gruppe sehe das Thema mehr vertrieblich und über VoIP die Möglichkeit, kostengünstig den eigenen Markt zu erweitern. Das könnten sowohl Unternehmen sein, die in der Vergangenheit in Infrastruktur investiert haben und heute vielleicht der Meinung seien, dass sie nicht weiter in Infrastruktur investieren können, oder es seien Unternehmen, die ein ganz anderes Geschäftsmodell bevorzugen, wo Investitionen in Infrastruktur nicht die große Rolle spielen. Die Rahmenbedingungen, und damit sei man im Bereich der Reg TP, sollten so sein, dass jeder Wettbewerb eine Chance bekomme. Jeder Wettbewerb aber zu gleichen Rahmenbedingungen mit gleichen Startvoraussetzungen. In einem noch relativ jungen TK-Wettbewerb sollten nicht kontinuierlich die Spielregeln wieder verändert werden. Er hoffe, dass es der Reg TP gelinge, VoIP in ein konsistentes Entgeltkonzept einzureihen, damit alle Möglichkeiten des Marktzutritts eine gleichberechtigte Chance hätten. 3. Achim Berg, Bereichsvorstand Marketing und Vertrieb, T-Com, stellte eingangs zwei Thesen zum Thema Chancen und Potenziale von VoIP vor. Erstens biete VoIP für alle TK- Unternehmen dann Chancen zur Erschließung neuer Wachstumspotenziale, wenn es gelinge, dem Kunden zusätzlichen Nutzen und damit echten Mehrwert zu bieten. Zweitens müsse sich VoIP in einem wettbewerbsintensiven Umfeld bewähren. Die Unternehmen bräuchten deshalb stabile und berechenbare Rahmenbedingungen, aber keine besondere Starthilfe durch den Staat bzw. die Reg TP. Die IP-Technologie werde die Produktionstechnologie der Branche in den nächsten Jahren grundlegend verändern. Es zeichne sich bereits heute ab, dass IP ein wesentlicher Treiber für unterschiedliche Modelle im Markt sein werde. So werde es reine Diensteanbieter, aber auch Internet-Service-Provider oder Netzbetreiber geben, die zusätzlich zum Endkundenanschluss und zum Internetzugang VoIP- Dienste anbieten. Die DTAG sei dabei, die Möglichkeiten der IP-Technologie intensiv zu prüfen. Allerdings greife es zu kurz, nur von VoIP zu reden. Es gehe nicht um eine neue Form der Sprachtelefonie oder darum, wie Sprache rein technisch über Netze übertragen wird. Es gebe ein sehr leistungsfähiges PSTN-Netz, mit dem schon heute High- Quality-Voice zu attraktiven Tarifen und mit vielen Leistungsmerkmalen angeboten werden könne. Wenn VoIP darauf beschränkt werde, Kunden Sprachtelefonie einfach nur billiger und mit etwas schlechterer Qualität anzubieten, werde es das bleiben, was es in den vergangenen Jahren bereits gewesen sei nämlich lediglich ein Hype mit marginaler Bedeutung für den Markt und für den Kunden. Er könne sich gut vorstellen, dass die IP-Technologie ein Katalysator oder Enabler für eine neue Form von Sprachdaten-integrierten Diensten werde und das Produktportfolio zukünftig ergänzen könne. Man werde die IP-Technologie nutzen, um Kunden Dienstleistungen anzubieten, die entsprechend der individuellen Anforderungen einen echten Mehrwert darstellten, wie z.b. Videotelefonie, Messaging-Funktionen, Video-on-Demand und Musikdownloads bis hin zur Fernüberwachung des eigenen Hauses. Die Strategie werde klar nachfrageorientiert ausgerichtet sein. Das Motto sei customer centricity. Der Kunde und dessen Bedürfnisse und nicht die Technik stünden im Mittelpunkt. Natürlich würden einige Unternehmen versuchen, VoIP als noch billigere Alternative zum klassischen Festnetz zu positionieren. Ob eine solche Strategie der Billigtelefonie angesichts des intensiven Wettbewerbs und schon heute extrem attraktiven Tarifen im Verbindungsmarkt Erfolg verspreche, müsse von den Unternehmen bewertet werden. Im Hinblick auf die Rahmenbedingungen führte Berg aus, dass es gerade für investierende Unternehmen unerlässlich sei, stabile ordnungspolitische bzw. regulatorische Rahmenbedingungen zu haben. Es sei daher richtig, dass sich sowohl die EU-Kommission als auch viele nationale Regulierungsbehörden der Mitgliedstaaten, insbesondere auch die Reg TP frühzeitig des Themas angenommen haben. Wichtig sei eine zügige und vor allem faire Ausgestaltung und Umsetzung des regulatorischen Rahmens. Die regulatorische Behandlung von VoIP solle in einem abgestimmten Gesamtkontext mit der bisher bestehenden Regulierung des TK-Marktes erfolgen. Es müsse sichergestellt werden, dass die verschiedenen konkurrierenden Technologien einen fairen und chancengleichen Wettbewerb führen könnten. Hierzu werde nicht mehr, sondern eher weniger Regulierung erforderlich sein. So gebe es durch die bestehende Vorleistungsregulierung und die darüber hinaus kommerziell vereinbarten Zugangsleistungen bereits heute vielfältige Vorleistungsprodukte für VoIP-Anbieter. Der Wholesale-Markt komme eindeutig ohne weitere Regulierung aus, da es keine Markteintrittsbarrieren gebe. Dies belegten die bereits heute zahlreichen im Markt befindlichen VoIP-Angebote sehr deutlich. Damit gelte erst recht, dass eine Marktregulierung für Endkundenprodukte in jeder Hinsicht entbehrlich sei. Entscheidend sei, dass ein Wettbewerbsumfeld geschaffen werde, das für alle Unternehmen und für die unterschiedlichen Geschäftsmodelle gleiche Chancen biete. VoIP brauche keine regulatorische Schützenhilfe, sondern müsse sich unter den gegebenen

18 18 MMR Beilage 3/2005 Podium 2: VoIP auf dem deutschen TK-Markt Umständen im TK-Markt durchsetzen. Ein chancengleicher Wettbewerb bedeute aber auch, dass mit Blick auf die Regulierung des heutigen PSTN-Netzes nicht alles beim Alten bleiben könne. Die bestehende Regulierung müsse ständig auf ihre Erforderlichkeit hin überprüft werden und wo die Wettbewerbsentwicklung dies ermögliche, auch zurückgeführt werden. 3. Dr. Bernd Schlobohm, Vorstandsvorsitzender der QSC AG, konzentrierte sich in seinem Eingangsstatement auf den Status quo bzgl. VoIP und die unternehmerischen Perspektiven. Es gebe zur Zeit einen regelrechten Hype um VoIP, hervorgerufen insbesondere durch die Medien und auch durch Marktstudien. Dabei gebe es das ganze Spektrum an verschiedenen Meinungen zu VoIP. Aber was seien die Fakten heute? Weniger als 1% der gesamten Telefonie in Deutschland seien heute VoIP-Gesprächsminuten und die nationale Rufnummerngasse (0)32, die sicherlich den Anteil von VoIP deutlich steigern werde, stehe noch nicht zur Verfügung, wenngleich sich dies jetzt ändern solle. QSC begrüße, dass die Ortsnetzrufnummern nicht wahllos vergeben werden könnten, sondern dass man sie dort benutze, wo der Kunde auch zu Hause sei. VoIP sollte als Ersatz für die klassische Telefonie nutzbar sein. QSC sehe hier ein enormes Marktpotenzial. Das Problem sei das mobile Festnetz. Eine Funktionalität, die VoIP biete, die auch die Notruffunktion so kompliziert mache. Aber auch da dürfte es Lösungen geben. Vor diesem Hintergrund könne von einem tatsächlichen Boom heutzutage noch keine Rede sein. Es gebe in Deutschland derzeit mehr Presseveröffentlichungen als VoIP-Kunden, auch wenn dies vielleicht ein bisschen provozierend formuliert sei. Aus unternehmerischer Perspektive sei VoIP ein Zukunftsmarkt und Treiber der DSL-Entwicklung. DSL sei gleich Bandbreite und Bandbreite gleich Sprachqualität. Man könne auch Bezug nehmen auf die vor einigen Monaten veröffentlichte Mercer-Studie, in der klar herauskam, dass die Sprachqualität mindestens so gut wie im Festnetz sein müsse. Die Mercer-Befragung identifiziere die Sprachqualität als sensibelste Eigenschaft. 37% der Befragten hätten angegeben, eine niedrigere Sprachqualität als beim jetzigen Festnetz nicht akzeptieren zu wollen und 33% hätten das Abbrechen der Verbindung, wie man es beim Mobilfunk kennt, als Hindernis genannt. Weiterer wichtiger Treiber sei natürlich die Preisdifferenz zu Tarifen der klassischen Telefonie und die sei in Deutschland besonders klein wegen der Call-by-Call-Tarife einerseits und der nicht vorhandenen Entbündelung von Telefonie und Internetanschluss andererseits. Das sei besonders bedeutsam für die Unternehmen, die im Massenmarkt tätig seien, und solche, die keine eigene Infrastruktur hätten. QSC gehöre weder zu der einen Gruppe noch zu der anderen. Auch wenn man als erstes Unternehmen mit einem VoIP-Produkt der neuen Generation auf dem Markt gewesen sei, sehe man den Schwerpunkt ganz erheblich im Geschäftskundenmarkt. QSC verstehe sich als Next-Generation- Carrier für Geschäftskunden. Man besitze eine eigene Infrastruktur im Access-Bereich und könne 1 / 3 aller Geschäftskunden erreichen und habe heute schon Bündelprodukte aus Sprache und Daten am Markt. Man könne auf eine mindestens einjährige Erfahrung zurückgreifen für Geschäftskunden, wo heute schon acht ISDN-Kanäle über IP realisiert würden und die Kunden keinen Unterschied merkten. Für den Kunden sei es relativ irrelevant, ob er IPoder Leitungsvermittlung nutzt. Sicherlich biete IP eine Vielzahl von Werkzeugen, um weitere attraktive Dienstleistungen anzubieten. Dann gebe es natürlich Möglichkeiten, die Kundenbeziehungen zu maximieren. Wichtig sei, in Produktmerkmale zu investieren, denen der Kunde einen echten Mehrwert beimesse: all diese neuen Dienste, die derzeit in der Diskussion seien wie Follow-me-Funktion, Audio-Conference, Visual-Voice- Mail, Anruferprofil auf dem Bildschirm. Das klinge alles sehr fein und es seien sicherlich attraktive zusätzliche Dienstleistungen, die insbesondere mit einem Werkzeugkasten IP besonders einfach zu realisieren seien, aber er sehe sie nicht als elementaren Treiber in den nächsten Monaten. Er glaube, dass sich der Markt ein bisschen anders entwickeln werde und insbesondere aus seiner Perspektive sei das Stichwort VPN von größerer Bedeutung. Da QSC eine Vielzahl von Geschäftskunden habe, die eine Breitbandleitung zu ihren Niederlassungen für Datenkommunikation betreiben, sei es eine natürliche Migration, die Sprache auch auf diese Breitbandleitung zu migrieren. Und dafür sei VoIP das Werkzeug. Er glaube, dass QSC für den Zukunftsmarkt bestens vorbereitet sei. VoIP sei ein Zukunftsmarkt, dennoch teile er die Euphorie mancher Prognosen nicht und gehe davon aus, dass der Marktanteil für VoIP im Geschäftskundensektor in den nächsten fünf Jahren 30% nicht übersteigen werde. Die klassische Festnetztelefonie werde also mittelfristig noch nicht verdrängt. Es werde auch aus seiner Perspektive im Jahre 2010 noch die Vielfalt der unterschiedlichen Technologien geben, der unterschiedlichen Übertragungstechnologien, sei es Leitungsvermittlung, ATM oder IP. Die Frage sei nur, wie die Marktanteile der einzelnen Technologien seien und das werde nicht unerheblich von der Regulierung abhängen. Zusammenfassend handele es sich aus seiner Perspektive um eine Evolution und nicht um Revolution. Grundvoraussetzung für die Entwicklung des VoIP-Marktes sei, dass die Reg TP weiterhin und zukünftig klare Rahmenbedingungen setze, um diese neuen Anwendungen voranzubringen. Die Einrichtung der neuen Rufnummerngasse (0)32 und die Sicherstellung der Zusammenschaltung sei sicherlich ein erster wichtiger Schritt. 4. Eckhard Spoerr, Vorsitzender des Vorstands der freenet.de AG, wies mit Bezug auf die Bemerkung von Schlobohm darauf hin, dass freenet deutlich mehr VoIP-Kunden als Pressemitteilungen habe. VoIP sei aber nicht nur ein Produkt, sondern ein innovativer Zukunftsmarkt, der die Festnetztelefonie verändern werde. Man könne sogar so weit gehen, dass es die Festnetztelefonie der Zukunft sei. Die Festnetztelefonie, die auch mobil werde und somit eine gewisse Konvergenz mit dem Mobilfunk ermöglichen werde. Wenn man die Entwicklung im Mobilfunk betrachte, habe man in den letzten zehn Jahren eine rasante Entwicklung gesehen. Noch vor sechs bis acht Jahren habe man mit Handys nur Sprachtelefonie gemacht. Dann seien die Endgeräte besser geworden, und man habe angefangen, Datenhaltung zu machen. Dann sei irgendwann die erste Datenkommunikation mit nur 160 Zeichen SMS dazugekommen und keiner hätte es für möglich gehalten, dass es so eine erfolgreiche Geschichte werde. Heute nutzten schon sehr viele Blackberries und machten ihre gesamte - Kommunikation darüber. Die meisten neuen Handys seien inzwischen Foto-Handys oder würden es in naher Zukunft sein. Das Handy werde immer mehr zum Personal-Life-

19 Podium 2: VoIP auf dem deutschen TK-Markt MMR Beilage 3/ Service-Produkt. Klingeltöne oder die Verwaltung der Nutzer kämen mit dazu. Und die Zukunft werde weitere Dinge bringen wie Content-Dienste und Spiele. Man sehe hier eine permanente Innovation durch Wettbewerb. Durch diesen Wettbewerb würden Werte geschaffen, und zwar so viel Werte, dass die vier oder sechs Netzbetreiber a 51 Mrd. für Lizenzen ausgeben konnten. Das Festnetz befinde sich hingegen im Dornröschenschlaf. Wenn man heute über Innovation im Festnetzbereich spreche, spreche man über den 12-Cent-Tarif oder über XXL, also kostenloses Telefonieren, oder über die Sparangebote der Wettbewerber. Es gebe einen reinen Preiskampf, nur die Differenzierung sei derzeit kaum möglich. In Zukunft allerdings schon mit VoIP. Die Voraussetzungen seien von der Marktseite her geschaffen. Es gebe heute eine Breitbandmarktdurchdringung von ca. 13% und somit eine kritische Masse, um solche Dienste erfolgreich zu führen. Die technischen Voraussetzungen seien gegeben mit z.t. bereits IP-basierten Netzen. Im Netz der freenet.de liefen z.b. schon erhebliche Teile der normalen Sprachtelefonie, selbst der klassischen PSTN-Telefonie, über IP. Die Endgeräte seien ebenfalls bereits im fortgeschrittenen Stadium. Heute gebe es sehr gute analoge Telefonadapter, in die man normale analoge Telefongeräte einstecken und VoIP nutzen kann. Das sei natürlich nicht die Zukunft, denn auch in der Geräteentwicklung seien Innovationen erforderlich. Das KonsumentenverhaltenalsletzteVoraussetzung gebe ebenfalls den Startschuss für die Innovation frei. Es gebe heute enorm viele Kommunikationsformen mit SMS, , Telefon und Mobilfunk. Das schaffe Bedarf nach Konvergenz und Zusammenführung. Aber die regulatorischen Voraussetzungen bzw. Rahmenbedingungen seien noch nicht geschaffen. Der Markt sei hier eigentlich schon reifer als die Rahmenbedingungen. Es gebe keine Rufnummernvergabe von (0)32-Rufnummern. Und wenn es im Januar hoffentlich so weit sein werde, dann sei es dennoch ein langsamer Prozess, der über ein Jahr gedauert hätte, und man dürfe sich auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass das größte Problem immer noch bestehe, nämlich die Interconnection mit der DTAG zu verhandeln und die technischen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass diese Nummern auch nutzbar gemacht werden, und dass Kunden auch telefonieren könnten. Z.B. in der (0)12-Rufnummerngasse, die schon langezugeteiltwerde, sei es heute de facto noch nicht möglich und werde nach seiner Einschätzung auch auf längere Sicht nicht möglich sein. Zweitens gebe es keine Entbündelung. Man könne natürlich nicht erwarten, dass die Haushalte und die Bürger Deutschlands beliebige Budgets hätten, um neben dem DSL-Anschluss, der eigentlich alles biete, was man benötige, einschließlich Telefonie, für einen weiteren Telefonanschluss weiter Grundgebühren zu bezahlen, die eigentlich nicht mehr notwendig seien. Natürlich gebe er zu bedenken, dass die Kupferleitung bezahlt werden müsse, und dass dafür auch ein kleiner Betrag an den Infrastrukturanbieter zu entrichten sei. Es müsse aber auch berücksichtigt werden, dass die klassischen Telefonie-Equipments wie die Digital Line Unit nicht mehr benötigt würden und es günstiger werde, und dass dieser Vorteil auch an die Kunden weitergegeben werden müsste und man die freiwerdenden Budgets dann für innovative Wachstumsmärkte verwenden könne. Die Frage sei, ob man sich diese Zeitverzögerung in Deutschland erlauben könne, und ob man die Zwangsbündelung aufrechterhalten solle, um alte Geschäftsmodelleoder Auslaufmodelle zuschützen. Spoerr lehne dies ab, da Deutschland bei der Breitbandmarktdurchdringung bei weitem nicht führend sei und man sich als modernes LandGedankenmachen müsse, weil dies mittelfristig große Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit unserer Nation habe. Dadurch stehe nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit von TK-Firmen auf dem Prüfstand, sondern auch von anderen Industrien, wie z.b. den Geräte- oder Netzwerkherstellern. Wenn es in Deutschland keinen erfolgreichen, schnellen VoIP-Markt gebe, könne man auch nicht erwarten, dass sich um diesen Markt herum Firmen im internationalen Vergleich behaupten können. II. Chancen und Potenziale von VoIP Eines der wesentlichen Themen der weiteren Diskussion war die Frage, unter welchen Umständen VoIP zu einem Erfolg werden kann. Müssen noch weitere Dienst- oder Ausstattungsmerkmale dazukommen, damit eine Abgrenzung zur traditionellen Telefonie erfolgen kann? Kann der Preis die Nachfrage treiben? Sind neue Tarifmodelle erforderlich? Oder muss man eher skeptisch hinsichtlich der Durchsetzungsfähigkeit von VoIP am Markt sein. Schaaf sieht VoIP als ein Produktionsmittel, das die Möglichkeit biete, mehrere Dinge zu tun. VoIP habe sich bereits durchgesetzt und es werde auch noch weiterkommen. Es gebe die Möglichkeit, neue Dienste anzubieten, und dies sollte auch angestrebt werden, weil nur dann ein Mehrwert erbracht werden könne. Aus der Sicht von Eilers sei VoIP heute in erster Linie für Geschäftskunden geeignet. Im Laufe der nächsten Jahre werde allerdings eine Migration insgesamt dorthin erfolgen. Berg hält es für verkürzt, nur über Discount-Voice zu sprechen. Die Verbindung mit anderen Technologien und anderen Diensten sei erforderlich. Des Weiteren müsse man bei VoIP differenzieren: Es gebe einerseits die Netzebene, die von der DTAG bis spätestens 2012, vielleicht deutlich früher, auf IP-Technologie umgestellt werde. Ein weiteres Thema sei VoIP im Business-Umfeld. Dort sei VoIP schon weit verbreitet. Der dritte Bereich seien die Consumer. Hier sei es richtig, dass man innovative Dienste entwickele und anbiete. Spoerr sieht als Strategie der Zukunft die Erweiterung der Festnetztelefonie. Ziel sei, diese innovativ zu machen und dadurch ganz neue Märkte zu schaffen. Wenn man z.b. über Videotelefonie spreche oder Überwachungsprodukte, dann dürften mit Sicherheit deutlich höhere Minutenpreise zu erzielen sein. Die Kunden würden auch bereit sein, das zu bezahlen, weil es ihnen einen Mehrwert biete. Man sehe ja, was heute für Mobilfunk nach wie vor pro Minute ausgegeben werde, obwohl die Qualität des Mobilfunks nachweislich schlechter als im Festnetzbereich sei. Trotzdem werde dies akzeptiert, da es sich um innovative Dienste handele. Spoerr erläuterte, wie sich der Markt im Moment entwickele. freenet habe VoIP mit Preisen von 1 Cent pro Minute massiv im Endkundenmarkt eingeführt. Daran sei nichts verdient. Das sei keine Geschäftspolitik für die nächsten zehn Jahre. Aber man habe Druck machen wollen, indem es extrem günstig angeboten wurde. Dies führte dazu, dass man heute bereits über Software-Clients verfüge,

20 20 MMR Beilage 3/2005 Podium 2: VoIP auf dem deutschen TK-Markt die im Markt verteilt seien, und Kunden habe, die a 2,90 pro Monat bezahlten. Schlobohm bezeichnet VoIP als einen Werkzeugkasten für einen Carrier oder einen Dienstleister. Mit diesem Werkzeugkasten könne man innovative Dienste anbieten oder auch ein me-too -Produkt auf den Markt bringen. Beides könne erfolgreich sein. Im Bereich der Geschäftskunden gehe es hauptsächlich darum, Kosten zu sparen und Prozesse zu vereinfachen. Häufig gehe es darum, günstigere Dienstleistungen anzubieten bzw. das Gleiche für weniger Geld. Das sei heute eher der Türöffner für VoIP als irgendwelche Zukunftsvisionen oder Dienste, die vielleicht in zwei Jahren möglich sein werden. Bei den Privatkunden sehe er vor allem einen elementaren Dienst: VoIP über WLAN über DSL. Als Festnetzanbieter am Massenmarkt könne man den DSL-Router mit einem WLAN-Chip ausstatten. Wenn dann die nächste Generation der Handys vierbandfähig sein werde mit WLAN-Chip und VoIP an Bord, hätte man die natürliche homezone. Was der Mobilfunk dem Festnetz an Volumen wegnehme, könne so wieder zurückgeholt werden. Schließlich handele es sich hier auch um einen Kannibalisierungswettbewerb. Spoerr hält das Telefonieren nur für den Beginn. Ein nächster Schritt könne die Datenhaltung sein. Das heutige Softwaretelefon habe die ganze Datenhaltung bereits integriert. Man werde buddy-lists haben, d.h. man könne sehen, wer gerade erreichbar ist. Man werde SMS-Funktionalitäten integrieren, Bild- und Videotelefonie würden folgen. Ob die Intelligenz im Netz oder im Endgerät wie beim Mobilfunk stecke, werde man sehen. freenet strebe an, dass die Intelligenz im Netz steckt und nicht im Gerät. In Zukunft werde man ein Gerät haben, ein persönliches Telefongerät, mit dem man zu Hause über DSL permanent online sein werde, kostengünstig und nicht über UMTS, und wenn man dann mobil unterwegs sei, könne man entweder in einer WLAN-Zone oder über UMTS Dienste nutzen. Dies erfordere allerdings eine Zusammenarbeit zwischen Dienstentwicklung, -anbieter, Geräteherstellung und -entwicklung. Schaaf stimmt in diesem Punkt zu. Er sehe einen Markt für derartige Multimode-, bzw. Multiband-Geräte. Man werde in Zukunft nicht mehr ein Teilnehmer im Netz, sondern ein Teilnehmer in einem Dienst sein und das Netz werde abhängig von der Qualität und den angebotenen Diensten ausgewählt. Schlobohm gibt zu bedenken, dass es Killerapplikationen vielleicht nicht geben werde, weder im UMTS-Bereich noch im VoIP-Bereich. Er sehe eher eine Summe verschiedener Dienstleistungen, die sich mit dem Werkzeugkasten VoIP weitaus kostengünstiger erstellen ließen und daher auch für den Endkunden erschwinglich seien. Martin Futterschneider,BT(Germany)GmbH&Co,istder Auffassung, dass die Marktdurchdringung eigentlich durch Zusatzdienste, und nicht durch Sprache allein, erbracht werde. Auch er sehe die Integration mit den Mobilfunknetzen als eine interessante Möglichkeit an. Von der Produktgestaltung her sei der große Teiler das Thema Mobilität. Weitere Themen seien die Rufnummernmitnahme auch aus den Mobilfunknetzen heraus und vor allen Dingen VoIP im Mobilfunkbereich. Er frage sich, welchen Stellenwert eine technische Öffnung von den UMTS-Netzen bei den hier diskutierten Geschäftsmodellen spielen werde. Schaaf antwortete, dass derzeit überwiegend VoIP-Angebote an Festnetzbetreiber gingen. Gemäß der Architektur eines Mobilnetzes bestünden jedoch keine Hindernisse. Er gehe davon aus, dass dies zukünftig an Bedeutung gewinnen werde. III. Regulierungsrahmen Dr. Karl-Heinz Neumann, Wissenschaftliches Institut für Kommunikationsdienste, WIK, warf die Frage auf, ob anhand der noch offenen Fragen der Regulierung von VoIP auch manche Regulierung, die heute für die Festnetztelefonie gelte, überprüft werden könnte. Solle dies simultan gelöst werden oder könne man VoIP relativ unreguliert auf den Markt lassen, um dann nach einiger Zeit der Marktentwicklung zu überprüfen, welche Regulierungsmaßnahmen auch hierfür angebracht wären? Berg argumentierte, dass selbstverständlich mit der Verbreitung von VoIP und dessen weiterer Entwicklung bei der bestehenden Regulierung nicht alles beim Alten bleiben kann. Vielmehr müsse die bestehende Regulierung ständig auf ihre Erforderlichkeit hin überprüft und dort, wo die Wettbewerbsentwicklung dies möglich macht, auch zurückgeführt werden. Zudem bedürfe VoIP in der jetzigen Form keiner Regulierung. Es gebe festzulegende Rahmenbedingungen. Man solle dies aber auch nicht zu eng sehen. Man müsse sich irgendwann die Frage stellen, ob man über einen öffentlich zugänglichen Telefondienst rede oder nicht. Dies sei hier die entscheidende Frage. Wenn es ein solcher Dienst sei, müsste man sich in der zweiten Phase Gedanken machen über die Bereitstellung von Notrufmöglichkeiten und Sicherheitsüberwachungsfunktionen. Auch Interconnection werde dann ein Thema. Man müsse abwarten, wie sich dieser Dienst entwickele. Wenn es ein öffentlich zugänglicher Telefondienst werde, müsse es auch mit den Regeln des öffentlich zugänglichen Telefondienstes reguliert werden. Eilers wies auf die Frage hin, wie sichergestellt werden könne, dass die Lust, in Infrastruktur zu investieren, nicht leide. EWE TEL habe keine Angst vor VoIP, sondern nutze es selbst. Es müsse aber eine Ausgewogenheit aller möglichen Zugänge zum Kunden sichergestellt werden durch die Reg TP. Wenn DSL die Eintrittskarte zu VoIP sein solle, dann müsse die Frage gestellt werden, wer weiter in Infrastruktur investiert und weiterhin diesen Wettbewerb technologischer Art mit der DTAG aufsichnimmt,wenndie bisherigen und künftigen Investitionen nicht durch ein konsistentes Entgeltkonzept abgesichert würden. Jens Blomeyer, Tiscali GmbH, wies im Zusammenhang mit der Diskussion über den Regulierungsrahmen auf folgende Themen hin: Zum einen stelle sich die Frage, was mit der ex ante-preisregulierung sei, wenn z.b. T-Online VoIP anböte. Dies hänge dann insbesondere von der Marktdefinition ab. Der zweite Aspekt beziehe sich auf die Einkaufskonditionen und somit auf Interconnection. Dort stellten sich Fragen nach den Terminierungsentgelten im IP-Bereich, eventuellen Verpflichtungen und technischen Grundlagen, die zukünftig zu klären seien. Dr. Alwin Mahler, Telefónica Deutschland GmbH, sieht den Durchbruch von VoIP nur über die weitere Verbreitung von Breitband kommen. Und da sei man in den letzten Jahren in Deutschland sehr stark zurückgefallen. In der DSL-Infrastruktur gebe es eine monopolitische Marktstruktur mit annährend 90% bei der DTAG. Dies sei ein fundamentales Problem, das Deutschland habe, und in dem Kontext seien auch die letzten Zahlen zu sehen, wonach in Deutschland Wachstumsraten signifikant zurückgefallen

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