N T E R N A T W O H N A N G E B O T L A N D E N H O F Z E N T R U M S C H W E I Z E R I S C H E S C H U L E S C H W E R H Ö R I G E

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1 I N T E R N A T W O H N A N G E B O T L A N D E N H O F Z E N T R U M S C H W E I Z E R I S C H E S C H U L E S C H W E R H Ö R I G E U N T E R E N T F E L D E N

2 W O H N A N G E B O T Zum Internat des Landenhofs gehören die Wohngruppen des Wocheninternats und die Tageswohngruppen für SchülerInnen, die während der Schulwoche bei den Eltern wohnen. Nebst den Wohngruppen auf dem Areal des Landenhofs gibt es Aussenwohngruppen in der Gemeinde Unterentfelden. Die Aussenwohngruppe in Buchs dient als Wohnort für die SchülerInnen des Brückenjahrs. Normalerweise verbringen die Kinder und Jugendlichen pro Woche vier Nächte im Landenhof und drei Nächte zu Hause. Das Wocheninternat beherbergt rund 90 Kinder und Jugendliche. In Unter-/Mittelstufen-Wohngruppen sowie in den geschlechtergemischten und -getrennten Wohngruppen der Oberstufe finden bis zu zehn Jugendliche Platz. Die Tageswohngruppen beherbergen rund 60 Kinder und Jugendliche. Sie teilen sich auf in eine Tageswohngruppe für SchülerInnen der Unter-/Mittelstufe und eine Tageswohngruppe der Oberstufe. Zum Teil sind auch externe SchülerInnen den Wocheninternatswohngruppen zugeteilt.

3 TAGESWOHNGRUPPEN ODER INTERNAT? SchülerInnen aus dem Kanton Aargau und angrenzenden Kantonen, für welche die tägliche Anreise nicht zu aufwändig ist, werden normalerweise in die Tageswohngruppen aufgenommen. Für eine Aufnahme ins Internat können neben dem zu weiten Anreiseweg andere Gründe sprechen: die familiäre Situation (namentlich das Ausmass an Sprachpraxis, das zu Hause möglich ist) die Möglichkeit des Zusammenlebens und der Identifikation mit anderen hörbehinderten Kindern und Jugendlichen.

4 A U F G A B E N B E R E I C H E AUFGABEN UND ZIELE DER SOZIALPÄDAGOGISCHEN ARBEIT IN INTERNAT UND TAGESWOHNGRUPPEN Internat und Tageswohngruppen sind dazu da, die Kinder und Jugendlichen in allen Belangen des täglichen Lebens ausserhalb des Schulalltags zu unterstützen. Die Wohnumgebung des Landenhofs soll ihnen erleichtern, sich als Hörbehinderte zu verstehen und sich zugleich in der Welt der Hörenden zurechtzufinden. Die familienähnlich gestaltete Wohnsituation mit ihren Rückzugs- und Begegnungsmöglichkeiten vermittelt den Kindern und Jugendlichen Geborgenheit und Sicherheit. Im Internat werden gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen Lernfelder im Alltag geschaffen. Dabei geht es um das schulische Lernen, das Erlernen alltagspraktischer Kompetenzen sowie um das sinnvolle Gestalten der Freizeit. Das Entwickeln von Selbstverantwortung und Selbstständigkeit sowie die Förderung der Lautsprachkompetenz stehen besonders im Hinblick auf die Integration in die hörende Welt im Zentrum der sozialpädagogischen Arbeit. Das Zusammenleben von Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen persönlichen, kulturellen und religiösen Hintergründen erfordert ein hohes Mass an Respekt und gegenseitiger Rücksichtnahme jedes Einzelnen. Es wird deshalb Wert gelegt auf eine von Offenheit, Wertschätzung und Transparenz geprägte Gesprächskultur, die den Kindern und Jugendlichen auch ermöglicht, das Gruppenleben mitzugestalten.

5 F A C H P E R S O N E N DIE MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER Im Internat sind 40 Fachkräfte beschäftigt, die über eine Ausbildung an einer Höheren Fachschule für den Sozialbereich (HFS) oder über einen Fachhochschulabschluss verfügen. Weiter bestehen Stellen für SozialpädagogInnen in Ausbildung sowie für JahrespraktikantInnen. Die SozialpädagogInnen teilen Abschnitte des Lebens mit den hörbehinderten Kindern und Jugendlichen, gestalten und bewältigen gemeinsam mit ihnen Alltagssituationen und werden dadurch zu wichtigen Bezugspersonen. Sie fördern die Ressourcen der Kinder und Jugendlichen. Sie begleiten und unterstützen diese in ihrer emotionalen und sozialen Entwicklung. Zentraler Schwerpunkt in der sozialpädagogischen Arbeit ist die Förderung des Spontangebrauchs der Lautsprache. Die SozialpädagogInnen stehen in engem Kontakt mit den Eltern und vertreten diese, wo es um erzieherische Verantwortung und praktische Fragen der Erziehung geht. Zudem arbeiten sie eng mit den LehrerInnen und weiteren internen oder externen Bezugspersonen des Kindes zusammen.

6 E I N T R I T T DER EINTRITT ALS BEDEUTSAMER SCHRITT Für die SchülerInnen und ihre Familien ist der Eintritt ins Internat des Landenhofs ein bedeutsamer Schritt in eine am Anfang ungewisse Zukunft voller unbeantworteter Fragen. Wie gefällt es mir in der Wohngruppe und in der Schule? Werde ich Kolleginnen und Freunde finden? Werde ich grosses Heimweh haben? Wie gelingt es mir, diesen neuen Lebensabschnitt positiv zu bewältigen, und wie können mich meine Eltern dabei unterstützen? Der Umgang mit diesen Fragen fällt leichter, wenn ein intensiver Dialog zwischen den Eltern, dem Kind, den SozialpädagogInnen und Lehrkräften schon vor dem Eintritt beginnt. Die Erfahrungen zeigen, dass Heimweh und Ungewissheit in der Regel bald kein Thema mehr sind. Sollte dies einmal nicht der Fall sein, kann ein Beratungstermin bei unserem Psychologischen Dienst weiterhelfen. REISEN Die An- und Heimreise wird grundsätzlich für jeden/jede SchülerIn individuell gestaltet. Die Kinder der Unter-/Mittelstufe reisen bis zum Abschluss der 4. Klasse in der Regel im Sammeltaxi. Ab der 5. Klasse wird das selbstständige Reisen erwartet. Die Jugendlichen der Oberstufe benutzen öffentliche Verkehrsmittel, sofern die Reisezeiten zumutbar sind (gemäss gängiger IV-Praxis).

7 ZUSAMMENARBEIT MIT DEN ELTERN Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist den Fachkräften des Landenhofs sehr wichtig, um die Entwicklung des Kindes optimal unterstützen zu können. Deshalb ist es nach dem Eintritt sinnvoll und wichtig, dass die Eltern ihre Kinder hin und wieder persönlich auf den Landenhof bringen oder von dort abholen, um mit den neuen Bezugspersonen aus dem Internat und aus der Schule einen guten Kontakt aufzubauen. Im jährlichen Standortgespräch werden mit den Kindern und Jugendlichen, ihren Eltern und den Bezugspersonen von Schule und Internat/Externat der zwischenzeitliche Verlauf beschrieben, Erreichtes festgehalten sowie für das kommende Jahr neue Ziele und Wünsche formuliert. Selbstverständlich können die Eltern ihre Kinder nach telefonischer Voranmeldung auch unter der Woche auf dem Landenhof besuchen. Zudem gibt es viele weitere Gelegenheiten, um am Leben auf dem Landenhof teilzunehmen. So beispielsweise die jährlich wiederkehrenden Veranstaltungen und Feiern wie Elternbesuchsmorgen, Schulschlussfeier, Sporttag, Sommernachtsfest, Weihnachtsfeier. SCHNUPPERN, FERIEN Die Kinder haben die Möglichkeit, das Wohnen auf dem Landenhof vor einem allfälligen Eintritt kennen zu lernen. Durch eine vier- bis fünftägige Schnupperwoche in einer Wohngruppe und in einer entsprechenden Klasse sammeln sie Erfahrungen und können selber über einen möglichen Eintritt urteilen. Während den Wochenenden und den Ferien ist der Landenhof jeweils geschlossen. In den Frühlingsferien besteht die Möglichkeit zur Teilnahme am freiwilligen Skilager der Oberstufe. Am freiwilligen Herbstlager in den Herbstferien können Schüler- Innen der Mittel- und Oberstufe teilnehmen.

8 K O N T A K T Leitung: Stefan Buchmüller (Erziehungsleitung) Stefan Zimmann (Leiter Tageswohngruppen) Landenhof Zentrum und Schweizerische Schule für Schwerhörige 5035 Unterentfelden Telefon , Fax

Heilpädagogisches Schulheim Bern. Weissenheim. Kirchbergerstrasse 60 3008 Bern Tel 031 370 12 12 info@weissenheim.ch www.weissenheim.

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