Bericht über das Geschäftsjahr HUK-COBURG-Lebensversicherung AG

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1 Bericht über das Geschäftsjahr 2010 HUK-COBURG-Lebensversicherung AG

2 43. Geschäftsjahr Aufsichtsrat Werner Strohmayr Vorstand i. R., Stadtbergen, Vorsitzender Prof. Dr. Hans-Peter Mehring Professor im Institut für Versicherungswesen der Fachhochschule Köln, Düsseldorf, stv. Vorsitzender ab Dr. Axel Mennicken Direktor beim Bundesrechnungshof a. D., Eppstein, stv. Vorsitzender, bis Kornelia Bur Direktorin beim Bundesrechnungshof, Erpel, ab Gudrun Graser-Dellert Freigestellte Betriebsrätin, Coburg Herbert Hinrichs Betriebsratsvorsitzender der Außenstelle Freiburg, Gottenheim Prof. Dr. Heinrich R. Schradin Professor im Institut für Versicherungswissenschaft an der Universität zu Köln, Köln Beirat Karl-Friedrich Finke Oberstleutnant a. D., Dipl.-Ing., Hannover, Vorsitzender Angelika Pendzich-von Winter Ministerialrätin, Kleinmachnow, stv. Vorsitzende Claus G. Bartels Dipl.-Finanzwirt (FH), Rodenbach Kornelia Bur Direktorin beim Bundesrechnungshof, Erpel, bis Dr. Anne Debus Regierungsdirektorin, Erfurt Heinz Dörper Städtischer Verwaltungsdirektor a. D., Düsseldorf Christiane Gieß Regierungsdirektorin, Oberhausen Dr. Bernd Halstenberg Geschäftsführer der Gesellschaft zur Entwicklung und Sanierung von Altstandorten, Berlin Dr. Stefan Jordan Kriminaloberrat, Wiesbaden Prof. Dr. Dr. Peter Herbert Kann Universitätsprofessor der Philipps-Universität Marburg, Marburg Detlef Köhler Leitender Ministerialrat, München Annemarie König Vorsitzende Richterin am Oberlandesgericht Celle, Bröckel Rolf Männel Abteilungsleiter i. R., Bremerhaven Dr. Jörg Oltrogge Geschäftsführer Landesbetrieb Verkehr Hamburg, Hamburg Michael Pfadenhauer Freigestellter Betriebsrat, Coburg Hans W. Reich Chairman Citigroup PSG, Kronberg Max Schmidt Studiendirektor, Bruck Dr. Edmund Schwake Unternehmensberater, Weissach, ab Gudrun Wegner Geschäftsführerin am Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg, Neubrandenburg Klaus Wittmann Polizeihauptkommissar, Schernfeld Hartmut Leonhard Wolf Pfarrer i. R., München Prof. Dr. Volker Wolff Professor an der Universität Mainz, Frechen Vorstand Dr. Wolfgang Weiler Wolfgang Flaßhoff Stefan Gronbach Klaus-Jürgen Heitmann Dr. Hans Olav Herøy Jörn Sandig Verantwortlicher Aktuar Eberhard Geyer Coburg Treuhänder Prof. Dr. Rainer Kalwait Maria Knott-Lutze Professor i. R., Weitramsdorf Kanzlerin der Hochschule für angewandte Wissenschaften - Fachhochschule Coburg, Erlangen, stv. Treuhänderin

3 Lagebericht HUK-COBURG-Lebensversicherung AG Geschäftsjahr 2010 im Überblick Im Geschäftsjahr entwickelte sich das Neugeschäft der HUK- COBURG-Lebensversicherung positiv. Dabei verzeichnete die Gesellschaft vor allem eine stark steigende Bruttobeitragssumme. Weiterhin sorgte eine hohe Anzahl regulärer Vertragsabläufe dafür, dass die Gesellschaft dennoch einen leichten Bestandsrückgang hinnehmen musste, der jedoch im Rahmen der Erwartungen lag. Die Auszahlungen an Versicherungskunden lagen infolge dessen ebenfalls weiterhin auf hohem Niveau. Das Prämienaufkommen nahm im Geschäftsjahr erfreulicherweise zu. Der Rohüberschuss sowie das Kapitalanlageergebnis gingen leicht zurück. Der Gesamtüberschuss belief sich bei einer Direktgutschrift von 75,2 (Vorjahr: 36,9) Mio. auf 140,5 (Vorjahr: 190,2) Mio., an dem die Versicherungsnehmer mit 130,6 (Vorjahr: 182,7) Mio. beteiligt wurden. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit betrug 12,2 Mio.. Insgesamt erreichte die HUK-COBURG-Lebensversicherung ein gutes Gesamtergebnis, das auf Vorjahresniveau und im Rahmen der Erwartungen lag. Geschäft und Rahmenbedingungen Umfang des Geschäftsbetriebes Die HUK-COBURG-Lebensversicherung betreibt in der Bundesrepublik Deutschland folgende Versicherungsarten: Hauptversicherungen Gemischte Kapitalversicherungen auf den Todes- und Erlebensfall Risikoversicherungen Aufgeschobene und sofort beginnende Rentenversicherungen Fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungen Zusatzversicherungen Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen Unfall-Zusatzversicherungen Hinterbliebenenrenten-Zusatzversicherungen Der überwiegende Teil dieser Versicherungsarten kann auch als dynamische Versicherung mit jährlicher Erhöhung des Beitrages und des Versicherungsschutzes abgeschlossen werden. Die übergreifenden Unternehmensfunktionen innerhalb der HUK- COBURG Versicherungsgruppe werden in der Konzern- Obergesellschaft ausgeführt. Zugehörigkeit zu Verbänden Die HUK-COBURG-Lebensversicherung gehört dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. an. Marktsituation Die Geschäftsentwicklung in der Lebensversicherung in Deutschland war auch 2010 stark vom Einmalbeitragsgeschäft beeinflusst, die Nachfrage nach klassischen Lebensversicherungsprodukten war dagegen marktweit durch eine zögerliche Haltung der Verbraucher beim Abschluss längerfristiger Verträge gekennzeichnet. Wie bereits 2009 kam es im Geschäftsjahr zu einer erneut hohen, aber im Vergleich zum Vorjahr abgeschwächten Tendenz zu Rentenversicherungen gegen Einmalbeitrag und sogenannten Kapitalisierungsprodukten, die von der HUK-COBURG Versicherungsgruppe nicht angeboten werden. Insgesamt wurden im Bereich der Lebensversicherungen, Pensionskassen und Pensionsfonds im Jahr 2010 rund 6,3 Millionen Verträge neu abgeschlossen. Auf die Lebensversicherung i. e. S. entfielen 6,1 Mio. Verträge. Das waren 0,2 % weniger als ein Jahr zuvor. Die Beitragssumme des Neugeschäfts belief sich nach vorläufigen Verbandszahlen auf 157,4 Mrd. (+4,8 %). Die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen für Lebensversicherungen, Pensionskassen und Pensionsfonds lagen mit 91,0 Mrd. 6,8 % über dem Vorjahreswert. Von den Beitragseinnahmen entfielen auf die Lebensversicherung i. e. S. 87,2 (Vorjahr: 81,4) Mrd.. Die Auszahlungen an die Lebensversicherungskunden hatten auch im Jahr 2010 ein hohes Niveau. So wurden für Lebensversicherungen i. e. S. mit rund 70,6 Mrd. nur 0,8 % weniger ausgezahlt als ein Jahr zuvor. Neugeschäft Das Neugeschäft der HUK-COBURG-Lebensversicherung entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr positiv. Die Bruttobeitragssumme des Neugeschäfts erreichte 797,7 (Vorjahr: 746,5) Mio.. Dies entspricht einer Steigerung von 6,9 %. In der Risikoversicherung lag das Neugeschäft zwar leicht unter dem Vorjahresniveau (laufender Beitrag 5,8 % oder 0,6 Mio. ). Der Zugang an laufenden Beiträgen aus der Rentenversicherungen stieg jedoch um 2,0 Mio. oder 33,3 %. In der Kapitallebensversicherung ist ein Wachstum des Neuzugangs um 14,3 % zu verzeichnen, dies entspricht 0,4 Mio.. Dagegen ging das Neugeschäft in der Sterbegeldversicherung um 15,3 % (0,1 Mio. ) zurück. Im Bereich der fondsgebundenen Produkte betrug der Rückgang 28,8 % bzw. 0,1 Mio.. HUK-COBURG-Lebensversicherung AG 123

4 Bewegung des Bestandes an Lebensversicherungen A. Bewegung des Bestandes an selbst abgeschlossenen Lebensversicherungen im Geschäftsjahr 2010 Gesamtes selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft Einzelversicherungen nur Haupt- Haupt- und nur Hauptversicherungen Kapitalversicherungen Zusatzversicherungen versicherungen (einschl. Vermögensbildungsversiche- rungen) ohne Risikoversicherung sonstige Lebensversicherungen Anzahl der Lfd. Beitrag Einmalbeitrag Vers.-Summe bzw. Anzahl der Lfd. Beitrag Versicherungen für ein Jahr 12fache Jahresrente Versicherungen für ein Jahr in Tsd. in Tsd. in Tsd. in Tsd. I. Bestand am Anfang des Geschäftsjahres II. Zugang während des Geschäftsjahres 1. Neuzugang a) eingelöste Versicherungsscheine b) Erhöhung der Versicherungssummen (ohne Pos. 2) Erhöhungen der Versicherungssummen durch Überschussanteile Übriger Zugang Gesamter Zugang III. Abgang während des Geschäftsjahres 1. Tod, Berufsunfähigkeit, etc Ablauf der Versicherung/Beitragszahlung Rückkauf und Umwandlung in beitragsfreie Versicherungen Sonstiger vorzeitiger Abgang Übriger Abgang Gesamter Abgang IV. Bestand am Ende des Geschäftsjahres B. Struktur des Bestandes an selbst abgeschlossenen Lebensversicherungen (ohne Zusatzversicherungen) Gesamtes selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft Einzelversicherungen Kapitalversicherungen (einschl. Vermögensbildungsversicherungen) Anzahl der Vers.-Summe bzw. Anzahl der Vers.-Summe Versicherungen 12fache Jahresrente Versicherungen in Tsd. in Tsd. 1. Bestand am Anfang des Geschäftsjahres davon beitragsfrei Bestand am Ende des Geschäftsjahres davon beitragsfrei C. Struktur des Bestandes an selbst abgeschlossenen Zusatzversicherungen Zusatzversicherungen insgesamt Anzahl der Vers.-Summe bzw. Versicherungen 12fache Jahresrente in Tsd. 1. Bestand am Anfang des Geschäftsjahres Bestand am Ende des Geschäftsjahres

5 HUK-COBURG-Lebensversicherung AG Einzelversicherungen Kollektivversicherungen Risikoversicherungen Rentenversicherungen Sonstige Lebensversicherungen (einschl. Berufsunfähigkeits- und Pflegerentenversicherungen) ohne sonstige Lebensversicherungen Anzahl der Lfd. Beitrag Anzahl der Lfd. Beitrag Anzahl der Lfd. Beitrag Anzahl der Lfd. Beitrag Versicherungen für ein Jahr Versicherungen für ein Jahr Versicherungen für ein Jahr Versicherungen für ein Jahr in Tsd. in Tsd. in Tsd. in Tsd Einzelversicherungen Kollektivversicherungen Risikoversicherungen Rentenversicherungen Sonstige Lebensversicherungen (einschl. Berufsunfähigkeits- und Pflegerentenversicherungen) Anzahl der Vers.-Summe Anzahl der 12fache Anzahl der Anzahl der Vers.-Summe bzw. Versicherungen Versicherungen Jahresrente Versicherungen Versicherungen 12fache Jahresrente in Tsd. in Tsd. in Tsd. in Tsd Unfall-Zusatzversicherungen Berufsunfähigkeits- oder Invali- Risiko- und Zeitrenten- Sonstige ditäts-zusatzversicherungen Zusatzversicherungen Zusatzversicherungen Anzahl der Vers.-Summe Anzahl der 12fache Anzahl der Vers.-Summe bzw. Anzahl der Vers.-Summe bzw. Versicherungen Versicherungen Jahresrente Versicherungen 12fache Jahresrente Versicherungen 12fache Jahresrente in Tsd. in Tsd. in Tsd. in Tsd HUK-COBURG-Lebensversicherung AG 125

6 Das Einmalbeitragsgeschäft steigerte sich um 26,5 % auf 17,2 Mio.. Das gesamte eingelöste Neugeschäft belief sich auf Verträge (Vorjahr: ) mit einem laufenden Beitrag von 23,2 (Vorjahr: 21,9) Mio.. Inklusive Anpassungen betrug der gesamte Neuzugang an laufenden Beiträgen 33,4 Mio. nach 31,7 Mio. im Vorjahr. Die Bruttobeitragssumme des Neugeschäfts betrug 798 (Vorjahr: 747) Mio.. Bestandsentwicklung Der Versicherungsbestand hat auf Grund regulärer Abläufe um Verträge oder 0,9 % auf Verträge abgenommen. Die Stornoquote nach Stückzahlen sank leicht und betrug 1,9 % (Vorjahr: 2,1 %). Sie liegt damit weiterhin deutlich unter dem Branchendurchschnitt, welcher sich auf Basis der Anzahl der Verträge von 3,9 % auf 3,6 % vermindert hat. Beitragseinnahmen Die Beitragseinnahmen der HUK-COBURG-Lebensversicherung stiegen um 0,9 % auf 626,2 Mio.. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Aufwendungen für Versicherungsfälle und Rückkäufe Die Zahlungen für Versicherungsfälle und Rückkäufe verminderten sich um 2,9 Mio. auf 387,5 Mio.. Davon entfiel erneut der größte Teil mit 261,0 Mio. auf Vertragsabläufe, was einer Zunahme von 4,2 % bzw. 10,6 Mio. entspricht. Für Versicherungsleistungen bei Todesfällen und Heirat sowie aus der Rentenversicherung und der Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung wurden 54,8 Mio. aufgewendet. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um 2,0 Mio. bzw. 3,8 %. Für Rückkäufe wurden mit 71,7 Mio. 17,8 % weniger ausbezahlt als im Vorjahr. Veränderung der Deckungsrückstellung Der Deckungsrückstellung (ohne fondsgebundene Lebensversicherung) wurden im Geschäftsjahr 254,3 (Vorjahr: 247,7) Mio. zugeführt. Sie erhöhte sich auf 5.399,3 Mio.. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb der HUK-COBURG- Lebensversicherung erhöhten sich um 2,0 Mio. von 34,8 Mio. auf 36,8 Mio.. Die Abschlusskostenquote blieb gegenüber dem Vorjahr mit 3,2 % unverändert. Auch die Verwaltungskostenquote blieb mit 1,7 % konstant. Beide Werte liegen, wie in den Vorjahren, weit unter dem Branchendurchschnitt. Ergebnis aus Kapitalanlagen Das Ergebnis aus Kapitalanlagen verminderte sich von 326,5 Mio. auf 322,8 Mio.. Die laufenden Erträge aus Kapitalanlagen erhöhten sich von 323,2 Mio. um 4,6 Mio. auf 327,8 Mio.. Aus dem Ab- Kapitalanlagen Bilanzwert 2010 Bilanzwert 2009 Veränderungen in Mio. in % in Mio. in % in Mio. in % Grundstücke 7,6 0,1 7,8 0,1 0,2 2,6 Anteile und Ausleihungen an verbundene Unternehmen 20,6 0,3 15,6 0,2 + 5,0 + 32,1 Beteiligungen und Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 21,9 0,3 18,5 0,3 + 3,4 + 18,4 Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 1.145,6 15, ,7 14, ,8 + 10,4 Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 667,9 8,9 251,4 3, , ,7 Hypotheken- und Grundschuldforderungen 541,4 7,2 539,8 7,5 + 1,6 + 0,3 Namensschuldverschreibungen 1.985,9 26, ,9 28,5 72,0 3,5 Schuldscheinforderungen und Darlehen 3.077,1 40, ,0 44,9 157,8 4,9 Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine 36,2 0,5 36,7 0,5 0,5 1,4 Einlagen bei Kreditinstituten 10,0 0,1 8,0 0,1 + 2,0 + 25,0 Andere Kapitalanlagen 2,9 0,0 2,9 0,0 ± 0,0 ± 0,0 Insgesamt 7.517,1 100, ,3 100, ,8 + 4,2 126

7 HUK-COBURG-Lebensversicherung AG gang von Kapitalanlagen und Zuschreibungen resultierten weitere Erträge in Höhe von 24,3(Vorjahr: 33,4) Mio., wobei im abgelaufenen Jahr mit 5,0 Mio. im Vergleich zum Vorjahr geringere Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen enthalten sind (Vorjahr: 5,4 Mio. ). Abschreibungen auf Kapitalanlagen wurden in Höhe von 22,8 (Vorjahr: 25,0) Mio. vorgenommen. Aus dem Abgang von Kapitalanlagen wurden geringe Verluste in Höhe von 17 (Vorjahr: 325) Tsd. realisiert. Insgesamt betrugen die Aufwendungen für Kapitalanlagen 29,3 Mio. nach 30,1 Mio. im Vorjahr. Die Nettoverzinsung beträgt 4,4 % (Vorjahr: 4,6 %). Die Kapitalanlagen der HUK-COBURG-Lebensversicherung erhöhten sich im Berichtsjahr um 4,2 % auf 7.517,1 Mio.. Die Schuldscheinforderungen und Darlehen waren mit 40,9 % bzw ,1 Mio. der größte Anlageposten. In Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere waren 15,2 % der Kapitalanlagen investiert. Das entspricht einem Betrag von 1.145,6 Mio.. Die Vermögensstruktur war unverändert gegenüber dem Vorjahr geprägt durch Kapitalanlagen, die im Wesentlichen durch Eigenkapital, Genussrechte, nachrangige Verbindlichkeiten und versicherungstechnische Rückstellungen finanziert wurden. Der laufende Liquiditätsbedarf ist grundsätzlich aus dem Versicherungsgeschäft heraus gewährleistet und wird bei der Anlagenplanung berücksichtigt. Geschäftsergebnis und Überschussbeteiligung Der Gesamtüberschuss der HUK-COBURG-Lebensversicherung nahm von 190,2 Mio. im Vorjahr auf 140,5 Mio. ab. Er wurde zu 93,0 % (Vorjahr: 96,1 %) der Rückstellung für Beitragsrückerstattung zugeführt. Im Berichtsjahr erhöhte sich die Direktgutschrift um 38,3 Mio. auf 75,2 Mio.. Der Hauptgrund dafür sind die biometrischen Überschüsse der Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung, welche erstmals als Direktgutschrift gezahlt wurden. Bisher wurden sie aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung gezahlt. Inklusive der aus dem Jahresergebnis direkt gutgeschriebenen Überschüsse und Zinsen auf Ansammlungsguthaben wurden die Versicherungsnehmer mit 246,9 (Vorjahr: 262,7) Mio. am Überschuss beteiligt. Gesamtergebnis Die HUK-COBURG-Lebensversicherung beendet das Geschäftsjahr mit einem Ergebnis vor Steuern von 12,2 (Vorjahr: 12,0) Mio.. Nach Steuern wird ein Jahresüberschuss von 9,9 (Vorjahr: 7,5) Mio. ausgewiesen, der in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt werden soll. Rückstellung für Beitragsrückerstattung Unter Berücksichtigung der Zuführung sowie der Entnahmen für die überschussberechtigten Verträge erhöhte sich die Rückstellung für Beitragsrückerstattung von 409,9 Mio. auf 417,1 Mio.. Mitarbeiter Die HUK-COBURG-Lebensversicherung beschäftigt keine eigenen Mitarbeiter. Risiken der künftigen Entwicklung und Risikomanagement Durch das umfassende Risikofrüherkennungssystem der HUK- COBURG-Lebensversicherung sind alle Risiken, die wesentlichen Einfluss auf die Wirtschafts-, Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft haben könnten, frühzeitig erkennbar. Innerhalb einer jährlichen Risikoinventur werden die für die Gesellschaft wesentlichen Risiken, die grundsätzlich in allen betrieblichen Bereichen, Funktionen und Prozessen auftreten können, identifiziert. Im Risikomanagement-Handbuch werden sie systematisiert und zusammengestellt. Risiken, die sich wesentlich auf die Wirtschafts-, Finanz- oder Ertragslage auswirken könnten, werden analysiert und nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und dem Ausmaß einer möglichen Risikoauswirkung bewertet. Für die erkannten und analysierten Risikopositionen wird eine aktive Risikosteuerung durchgeführt. Den Rahmen für die Ergreifung notwendiger Risikosteuerungsaktivitäten bilden die vom Vorstand vorgegebenen Limitsysteme. Der Leiter der Abteilung Controlling ist organisatorisch in der Funktion des zentralen Risikomanagers verantwortlich für den Risikomanagement-Prozess und die Risikosteuerung. Zudem beurteilt und analysiert das mit Spezialisten der einzelnen Fachabteilungen besetzte Risiko-Komitee turnusgemäß die Risikolage der Gesellschaft. Die vom Risikomanager erstellten Risikoberichte informieren die Entscheidungsträger und den Aufsichtsrat über die Ergebnisse der Risikobewertung und deren Veränderung sowie gegebenenfalls über neu entstandene bestandsgefährdende Risiken. Versicherungstechnische Risiken Das Prämien-/Versicherungsleistungsrisiko als versicherungstechnisches Risiko der Lebensversicherung besteht darin, aus einer im Voraus festgesetzten gleichbleibenden Prämie eine über einen langjährigen Zeitraum gleichbleibende Versicherungsleistung, die von zukünftigen Entwicklungen abhängig ist, erbringen zu müssen. In die Kalkulation der gleichbleibenden Prämie gehen biometrische, HUK-COBURG-Lebensversicherung AG 127

8 Zins- und Kostenannahmen ein. Risiken entstehen dadurch, dass die tatsächlichen Parameter von den in die Kalkulation eingeflossenen Annahmen abweichen können. Prinzipiell wird diesen Risiken dadurch begegnet, dass alle in die Kalkulation einfließenden Annahmen ausreichende Sicherheitsmargen enthalten. Zudem wird die tatsächliche Entwicklung der Parameter laufend überprüft. Bei den biometrischen Daten werden neben den von der Aufsichtsbehörde geschäftsplanmäßig anerkannten bzw. den von der Deutschen Aktuarvereinigung e. V. (DAV) veröffentlichten Ausscheidewahrscheinlichkeiten teilweise auch unternehmenseigene Sterbetafeln verwendet. Alle Tafeln enthalten nach Einschätzung des Verantwortlichen Aktuars angemessene und auch in Zukunft ausreichende Sicherheitsspannen. Weiterhin wird dem biometrischen Risiko unter anderem auch durch eine sorgfältige Prüfung der Antragsunterlagen, jährliches Bestandsmonitoring sowie durch ein laufendes Controlling der Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung begegnet. Aufgrund der im Jahr 2004 von der DAV veröffentlichten Sterbetafeln für Rentenversicherungen wird jährlich überprüft, ob die daraufhin zusätzlich gebildeten Rückstellungen ausreichend sind. Im Jahr 2010 ergab sich dadurch eine weitere Rückstellungserhöhung von ca. 1,38 Mio.. Gegebenenfalls müssen die Rückstellungen auf Grund sich weiter erhöhender Lebenserwartungen in den Folgejahren weiter verstärkt werden. Abweichungen können auch dadurch entstehen, dass die tatsächlich aufgewendeten Kosten die einkalkulierten Kosten aus den Beiträgen übersteigen. Diesem Risiko wird unter anderem durch ein sorgfältiges Kostenmanagement begegnet. Insgesamt waren die tatsächlichen Kosten wiederum geringer als die kalkulatorischen Kosten. Zu den versicherungstechnischen Risiken gehört auch das Stornorisiko, das darin besteht, dass durch die unerwartete Kündigung von Lebensversicherungsverträgen die (im Voraus) gezahlten Werbegebühren und sonstigen Abschlusskosten nicht vollständig durch die zu ihrer Deckung kalkulierten Beitragsteile kompensiert werden können. Aufgrund der niedrigen Abschlusskosten und der deutlich unter dem Marktdurchschnitt liegenden Stornoquote ist dieses Risiko jedoch als gering einzustufen. Anhand eines regelmäßig durchgeführten Asset-Liability- Managements sowie einer Vielzahl weiterer Maßnahmen im Bereich des Risikomanagements der Kapitalanlagen wird das Zinsgarantierisiko bewertet und gegebenenfalls Maßnahmen eingeleitet. Dieses Risiko besteht darin, dass die bei Vertragsabschluss garantierte jährliche Mindestverzinsung der Verträge auf Dauer nicht durch die Kapitalanlagenergebnisse gedeckt werden kann und sich der garantierte Zinssatz damit als zu hoch erweist. Eine Reaktionsmöglichkeit bestünde in der Absenkung der Gesamtverzinsung. Im Jahr 2010 konnte eine Nettoverzinsung von 4,38 % sichergestellt werden. Das Kapitalanlagenergebnis ist damit ausreichend, um die Gesamtverzinsung von 4,25 % zu finanzieren ist voraussichtlich ebenfalls eine Nettoverzinsung erreichbar, die zur Finanzierung der für 2011 deklarierten Gesamtverzinsung von 4,25 % ausreichend ist. Bei weiterhin niedrigem Zinsniveau sind zusätzlich notwendige Zuführungen zur Deckungsrückstellung ( 341f Abs. 2 HGB) möglich. Derzeit erscheint eine Dotierung aus dem Rohüberschuss des jeweiligen Geschäftsjahres gewährleistet. Unbedeutende Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft Das Risiko aus dem Ausfall von Forderungen gegen Versicherungsnehmer spielt auf Grund des Volumens möglicher Ausfälle nur eine untergeordnete Rolle. Im Rahmen des Forderungsmanagements wird bereits frühzeitig einem möglichen Risiko entgegengewirkt. Dem möglichen Risiko des Forderungsausfalls gegenüber Rückversicherern wird durch die laufende Beurteilung der beteiligten Rückversicherungsgesellschaften (u. a. Ratingeinstufungen) Rechnung getragen. Darüber hinaus werden alle Rückversicherungsverträge nur mit Rückversicherungsgesellschaften von hoher Bonität abgeschlossen. Risiken aus Kapitalanlagen Die Risiken aus Kapitalanlagen umfassen das Marktrisiko, das Bonitätsrisiko und das Liquiditätsrisiko. Das Marktrisiko ist der potenzielle Verlust auf Grund von nachteiligen Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussenden Parametern. Es umfasst Zinsänderungsrisiken, Preisrisiken aus Aktien und sonstigen Anteilen sowie Fremdwährungsrisiken. Das Bonitätsrisiko ist das Risiko eines Verlustes oder entgangenen Gewinns auf Grund des Ausfalls eines Schuldners. Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, den Zahlungsverpflichtungen insbesondere aus Versicherungsverträgen nicht jederzeit nachkommen zu können. Zur Verminderung der Risiken aus Kapitalanlagen besteht eine Reihe von gesetzlichen Vorschriften, an die sich die HUK- COBURG-Lebensversicherung strikt hält. Zur weiteren Verminderung des Anlagerisikos wurden außerdem umfangreiche innerbetriebliche Richtlinien geschaffen, an deren Einhaltung die Mitarbeiter gebunden sind. Die Konzentration der Kapitalanlagen bei einzelnen Emittenten wird durch Auswertungen aufgeteilt nach der Instrumentart beobachtet. Der grundsätzlich mit höheren Risiken behaftete Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten und strukturierten Papieren stellt für die HUK-COBURG-Lebensversicherung keine besondere 128

9 HUK-COBURG-Lebensversicherung AG Risikoposition dar, weil Investitionen hauptsächlich im Bereich von Zins-Swaps bzw. einfach strukturierter Produkte getätigt wurden. Optionen auf Aktienbestände und Credit-Default-Swaps (CDS) in den Fonds wurden hauptsächlich zur Kurssicherung eingesetzt. Bei den Wertpapieren und Ausleihungen, die mit einer variablen Verzinsung ausgestattet sind, erfolgt überwiegend eine Absicherung durch Zins- Swaps. Aus den Sicherungsgeschäften selbst sind zum aktuellen Zeitpunkt keine wesentlichen Risiken zu erkennen. Fremdwährungsrisiken sind für die HUK-COBURG-Lebensversicherung von untergeordneter Bedeutung. Marktrisiko Zur Steuerung der Marktrisiken dienen der HUK-COBURG- Lebensversicherung die intensive Marktbeobachtung, die Optimierung der Portfoliozusammensetzung und die Simulation der Entwicklung stiller Reserven und Lasten bzw. Abschreibungen. Die HUK- COBURG-Lebensversicherung verfügt zum bei den Inhaberschuldverschreibungen auf Grund der Bewertung nach dem gemilderten Niederstwertprinzip im Anlagevermögen über stille Lasten in Höhe von 43,4 Mio.. Da diese Papiere bis zur Endfälligkeit gehalten werden sollen, ergeben sich hieraus gegenwärtig keine Risiken. Auf Aktienbestände bestehen keine stillen Lasten. Ein Rückgang der Aktienkurse um 20 % würde zu einer Verminderung der Zeitwerte um 57,5 Mio. führen. Unter Berücksichtigung getätigter Absicherungen reduzieren sich die Auswirkungen des Kursrückgangs auf 55,9 Mio.. In der Aktienanlage führt aufgrund vorhandener stiller Reserven nur ein Teil der Verluste zu Abschreibungen. Bei den festverzinslichen Wertpapieren und Sonstigen Ausleihungen würde eine Verschiebung der Zinskurve um einen Prozentpunkt nach oben zu einer Verminderung des Zeitwerts um 342,1 Mio. führen. Der im Vergleich zu den festverzinslichen Wertpapieren deutlich höhere Anteil an Sonstigen Ausleihungen führt auf Grund der Bilanzierung dieser Posten zum Nennwert zu keinem bilanziellen Risiko. Die Werthaltigkeit der Immobilien wird regelmäßig überprüft. Marktrisiken werden im Rahmen der Wertermittlung entsprechend berücksichtigt. Bonitätsrisiko Die derzeitige Portfoliostruktur birgt im Bereich der festverzinslichen Wertpapiere und Sonstigen Ausleihungen auf Grund des dominierenden Anteils von Emittenten guter und sehr guter Bonität keine erhöhte Risikoposition. Im Bereich der Unternehmens-Anleihen liegt der Schwerpunkt im Investment Grade Bereich. Die Bonitätseinstufung der Emittenten wird vom Risikomanagement laufend überwacht. Dazu werden für Unternehmens-Anleihen die Anteile pro Branche und Emittent begrenzt. Zudem werden im Zeitablauf eingetretene Ratingänderungen beobachtet und in die Steuerung der Anlagenstruktur einbezogen. Anteile der Ratingklassen in % AAA-A BBB-B CCC-C NR Festverzinsliche Wertpapiere 72,3 24,6 0,4 2,7 Sonstige Ausleihungen 98,7 1,2 0,0 0,1 Gesamt 93,1 6,1 0,1 0,7 Wie in der gesamten Versicherungsbranche üblich weist die HUK- COBURG-Lebensversicherung auch ein wesentliches Anlageexposure gegenüber deutschen Banken auf. Diese sind überwiegend einlagengesichert. Entwicklungen von Anlageschwerpunkten werden laufend überwacht. Insgesamt ist das Portfolio breit diversifiziert und fast ausschließlich im Investment Grade Bereich investiert. Zurzeit lässt sich für die HUK-COBURG-Lebensversicherung keine kritische Entwicklung erkennen. Wesentliche Risiken aus dem Anlageexposure in einzelnen Ländern sind derzeit nicht erkennbar. Zu Beginn des Jahres hatte vor allem Griechenland mit steigenden Risikoprämien zu kämpfen und musste in der Folge Finanzhilfen der EU-Länder sowie des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Anspruch nehmen. Die Mitgliedsländer der Europäischen Union spannten daraufhin einen Rettungsschirm mit einem Volumen von 750 Milliarden auf, der von Irland im November in Anspruch genommen werden musste. Bei Portugal besteht derzeit die Unsicherheit, ob eine Inanspruchnahme erforderlich sein wird. Der Anteil der Staatsanleihen dieser Länder am Kapitalanlagebestand der HUK-COBURG-Lebensversicherung ist gering. Er beträgt 0,42 % für griechische Staatsanleihen, 0,47 % für irische Staatsanleihen und 0,57 % für portugiesische Staatsanleihen. Die Risikosituation bei weiteren EU-Ländern ist aus Sicht der Gesellschaft deutlich niedriger und im Umfang ebenfalls nicht von wesentlicher Bedeutung. Das Gesamtrisiko wird gleichwohl laufend überwacht. Auf im Umlaufvermögen geführte Anleihen von Griechenland entfielen Abschreibungen in Höhe von 5,5 Mio.. Auf im Anlagevermögen gehaltene griechische Staatsanleihen bestehen noch stille Lasten in Höhe von 5,3 Mio.. Liquiditätsrisiko Die Liquidität wird durch die Aufstellung von Finanzplänen gesteuert. Zur Feinsteuerung wird der kurzfristige Finanzplan eingesetzt, in dem täglich alle Zahlungseingänge und -ausgänge der kommenden zwei Monate erfasst werden. Zudem wird monatlich ein Finanzplan aktualisiert, der alle ein- und ausgehenden Zahlungsströme der HUK-COBURG-Lebensversicherung AG 129

10 kommenden 12 Monate enthält. Durch den standardmäßigen Planungszeitraum von 5 Jahren lassen sich darüber hinaus eventuelle Liquiditätslücken in der Zukunft erkennen. Die aufgestellten Finanzpläne zeigen eine ausreichende Liquiditätsversorgung. Weitere Systeme zur Risikominderung Durch das seit mehreren Jahren eingesetzte Portfoliomanagementsystem werden externe und interne Limite systemtechnisch überwacht und Risikoanalysen sowie detaillierte Szenariorechnungen und Performanceanalysen durchgeführt. Das durch eine Software unterstützte Asset-Liability-Management-System für die Lebensversicherungssparte ist ein Grundwerkzeug für die integrierte Sicht auf Produkte und Kapitalanlagen. Dadurch wird die Steuerung der Anlagenstruktur über einen langfristigen Zeitraum unter Berücksichtigung der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten ermöglicht. Simulationen dienen zur Untersuchung des Einflusses verschiedener Steuerungsparameter auf vordefinierte Zielgrößen der Aktiv- und Passivseite anhand von Sensitivitätsanalysen; insbesondere werden Analysen zur Risikotragfähigkeit durchgeführt. Operationale Risiken Operationale Risiken entstehen in betrieblichen Systemen oder Prozessen, insbesondere in Form von betrieblichen Risiken, die aus menschlichem oder technischem Versagen bzw. aus externen Einflussfaktoren resultieren, oder rechtlichen Risiken, die auf vertraglichen Vereinbarungen oder rechtlichen Rahmenbedingungen basieren. Eine wesentliche Rolle spielt hinsichtlich der betrieblichen Risiken vor allem die technische Ausstattung und die Verfügbarkeit der DV- Systeme. Auf Basis eines umfangreichen DV-Sicherheitskonzepts wird diesen Risiken begegnet. Im Personalbereich wird das Risiko fehlerhafter Bearbeitung oder doloser Handlungen z. B. durch stichprobenhafte Prüfung von Bearbeitungsvorgängen, durch Berechtigungs- und Vollmachtsregelungen bei Auszahlungen/Verpflichtungserklärungen oder durch die weitestgehend maschinelle Unterstützung von Arbeitsabläufen minimiert. Darüber hinaus wird durch die Revision Wirksamkeit und Funktionsfähigkeit des Internen Kontrollsystems planmäßig überwacht. Des Weiteren wird im Bereich der Personalrisiken anhand einer effizienten Stellenbesetzungs- und Nachfolgeplanung sowie der Weiterqualifizierung von Mitarbeitern einem möglicherweise ineffektiven Personaleinsatz sowie einer mangelnden Qualifikation vorgebeugt. Ebenso werden regelmäßig mögliche Risiken aus demografischen Veränderungen im Bereich der Personalrisiken beobachtet und geeignete Maßnahmen entwickelt. Rechtlichen Risiken wird durch das frühzeitige Ergreifen entsprechender Maßnahmen wie der Überprüfung und Anpassung von Verträgen und Bedingungen oder der Neuauflage von Tarifen begegnet. Entsprechend der laufenden Berichterstattung zu einzelnen Gerichtsurteilen, wie zum Beispiel zum Ausweis von Ratenzahlungszuschlägen, können unabhängig von der Frage einer rechtlichen Bindungswirkung Reputationsrisiken entstehen. Wesentliche Risiken sind hieraus allerdings derzeit nicht erkennbar. Voraussichtliche Entwicklung der Risikolage Mithilfe des Risikomanagement-Systems der HUK-COBURG- Lebensversicherung sind Risiken, die sich wesentlich auf die Wirtschafts-, Finanz- oder Ertragslage auswirken könnten, frühzeitig erkennbar. Durch das systematische Erfassen von Veränderungen der Risikopositionen und/oder von neu auftretenden Risiken gewährleistet das Risikomanagement-System, dass den einzelnen Risiken durch geeignete Maßnahmen begegnet werden kann. Die aufsichtsrechtlich erforderliche Ausstattung mit Eigenmitteln (Solvabilitätsspanne) wird deutlich übertroffen. Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen Zum besitzt die HUK-COBURG-Holding AG, Coburg, 100,0 % der Anteile am Grundkapital der HUK-COBURG-Lebensversicherung AG. Der gemäß 312 AktG aufgestellte Abhängigkeitsbericht des Vorstands enthält folgende Schlusserklärung:»Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch nicht benachteiligt worden. Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens oder mit einem mit ihm verbundenen Unternehmen sind im Geschäftsjahr 2010 nicht getroffen worden.«nachtragsbericht und voraussichtliche Entwicklung Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten. 130

11 HUK-COBURG-Lebensversicherung AG Coburg, den 8. März 2011 Im Lebensversicherungsmarkt besteht weiterhin hohe Prognoseunsicherheit bezüglich der Einmalbeitragsentwicklung. Die anstehenden Anpassungen des Rechnungszinses könnten zu einer veränderten Wettbewerbsintensität führen. Die Einmalbeiträge werden nicht mehr beliebig vermehrbar sein, es wird sogar in 2011 mit einem Rückgang gegenüber 2010 gerechnet. Damit dürften die Einmalbeiträge aber immer noch über dem Niveau von 2009 liegen. Große Chancen bestehen für die Lebensversicherung dagegen auch in 2011 in der Konkurrenzsituation zu anderen Anlageformen. So ist davon auszugehen, dass bis auf Weiteres trotz der Reduzierung des Höchstrechnungszinssatzes in 2012 bei niedrigen Kapitalmarktzinsen und einer sehr geringen Verzinsung von Bankeinlagen die Deklarationen der Lebensversicherer hochgradig attraktiv bleiben. Trotz der zunehmenden Bedeutung der kapitalgedeckten Altersvorsorge mit dem Nachfragemotiv Rendite und Sicherheit wird es auf absehbare Zeit schwer werden dieses Potenzial im Markt zu heben. Das Geschäft gegen laufenden Beitrag wird voraussichtlich einen weiteren Rückgang verzeichnen. Abgangsseitig stehen erneut hohe reguläre Abläufe bevor, sodass sich insgesamt in Abhängigkeit von den Einmalbeiträgen ein Beitragsabrieb im Markt ergeben könnte. Für das Jahr 2011 wird mit konstanten Beständen in der HUK- COBURG-Lebensversicherung gerechnet. Das steigende Neugeschäft 2011 soll zu einem erfreulichen Zugangsplus führen. Die neue Produktgeneration ab 2010 mit entscheidenden Optimierungen und in Ratings dokumentierten Spitzenpositionen (z. B. Assekurata-Rating: sehr gute Bewertung mit A+) zeigt hier sehr positive Wirkung. Da aber auch der Abgang aufgrund der stark ansteigenden planmäßigen Abläufe, vor allem in der Kapitallebensversicherung (wo 1999 letztmalig mit einem Rechnungszins von 4 % abgeschlossen werden konnte, sodass zahlreiche Verträge nun nach 12-jähriger Laufzeit enden) zunehmen wird, bleibt der Bestand vermutlich insgesamt nahezu konstant. Das Einmalbeitragsgeschäft das einen im Marktvergleich geringeren Anteil hat könnte sich dabei nennenswert erhöhen. Zum einen sollen mit einem optimierten Wiederanlageprozess bzw. einem verbesserten Ablaufmanagement die hohe Anzahl von Abläufern in der Kapitallebensversicherung 2011 zum Neuabschluss gegen Einmalbeitrag und somit zum Verbleiben im Bestand bewegt werden. Zum anderen möchte man mit optimierten Rentenprodukten von der am Markt derzeitig vorherrschenden starken Nachfrage nach Einmalbeitragsversicherungen profitieren. Neben den genannten Maßnahmen wird auch die Vertriebs- und Verkaufsunterstützung verstärkt, sodass in 2012 das Neugeschäft weiter erheblich ansteigen soll, was sich auch in einem erhöhten Bestand bemerkbar machen dürfte. Die HUK-COBURG- Lebensversicherung ist somit im Marktumfeld sehr gut aufgestellt. Die Beitragseinnahmen steigen voraussichtlich in beiden Folgejahren leicht an. Bei den Aufwendungen für Versicherungsfälle erwartet die Gesellschaft für 2011 einen starken Anstieg. Grund dafür sind höhere planmäßige Abläufe, sowie zunehmende Rentenübergänge bzw. Ausübung der Kapitalwahloption (wegen des o. g. Sondereffektes aus 1999). In 2012 sinken die Aufwendungen wieder, liegen aber über dem Wert von Unter der Annahme zumindest stabiler Finanz- und Aktienmärkte geht das Kapitalanlagenergebnis leicht zurück, da weniger Zuschreibungen entstehen. Im Jahr 2012 erhöht sich das Kapitalanlageergebnis wieder leicht, bleibt aber etwas unter dem Niveau von Insgesamt sollte somit wieder ein positives, sich auf gutem Niveau bewegendes Gesamtergebnis für die Jahre 2011 und 2012 möglich sein, welches sich ähnlich wie in 2010 darstellen dürfte. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken wir für den auch im Jahre 2010 gezeigten Einsatz. Unser Dank gilt ebenso allen Vertriebspartnern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Der Vorstand Dr. Weiler Flaßhoff Gronbach Heitmann Dr. Herøy Sandig HUK-COBURG-Lebensversicherung AG 131

12 Bilanz zum in Aktiva A. Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten , ,18 B. Kapitalanlagen I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken , ,70 II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen , ,00 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen , ,00 3. Beteiligungen , ,03 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht ,47 III. Sonstige Kapitalanlagen 1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere , ,35 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere , ,11 3. Hypotheken-, Grundschuld und Rentenschuldforderungen , ,03 4. Sonstige Ausleihungen a) Namensschuldverschreibungen , ,00 b) Schuldscheinforderungen und Darlehen , ,19 c) Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine , , , ,57 5. Einlagen bei Kreditinstituten , ,00 6. Andere Kapitalanlagen , , , ,26 C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen , ,41 Übertrag , ,85 132

13 HUK-COBURG-Lebensversicherung AG Übertrag , ,85 D. Forderungen I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an: 1. Versicherungsnehmer a) fällige Ansprüche , ,16 b) noch nicht fällige Ansprüche , , , ,64 2. Versicherungsvermittler , , , ,05 II. Sonstige Forderungen , ,77 davon gegenüber verbundenen Unternehmen: (Vorjahr: Tsd ) , ,82 E. Sonstige Vermögensgegenstände I. Sachanlagen und Vorräte , ,70 II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand , ,04 III. Andere Vermögensgegenstände , , , ,48 F. Rechnungsabgrenzungsposten I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten , ,64 II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten , , , , , ,00 Ich bestätige gemäß 73 VAG, dass das Sicherungsvermögen vorschriftsmäßig angelegt und aufbewahrt ist. Coburg, den 8. März 2011 Prof. Dr. Kalwait, Treuhänder HUK-COBURG-Lebensversicherung AG 133

14 Passiva A. Eigenkapital I. Eingefordertes Kapital 1. Gezeichnetes Kapital , ,00 2. davon ab: nicht eingeforderte ausstehende Einlagen , , , ,00 II. Kapitalrücklage , ,58 III. Gewinnrücklagen 1. gesetzliche Rücklage , ,64 2. andere Gewinnrücklagen , , , ,28 IV. Jahresüberschuss , , , ,86 B. Genussrechtskapital , ,00 C. Nachrangige Verbindlichkeiten , ,00 D. Versicherungstechnische Rückstellungen I. Beitragsüberträge 1. Bruttobetrag , ,17 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft , , , ,25 II. Deckungsrückstellung 1. Bruttobetrag , ,84 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft , , , ,04 III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 1. Bruttobetrag , ,00 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft , , , ,00 IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung , , , ,15 E. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird Deckungsrückstellung , ,41 Übertrag , ,42 134

15 HUK-COBURG-Lebensversicherung AG Übertrag , ,42 F. Andere Rückstellungen I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen , ,00 II. Steuerrückstellungen , ,00 III. Sonstige Rückstellungen , , , ,00 G. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Geschäft , ,72 H. Andere Verbindlichkeiten I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber 1. Versicherungsnehmern , ,44 2. Versicherungsvermittlern , , ,44 II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft , ,80 III. Sonstige Verbindlichkeiten , ,86 davon aus Steuern: (Vorjahr: Tsd. 198) davon gegenüber verbundenen Unternehmen: (Vorjahr: Tsd ) davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: (Vorjahr: Tsd. 178) , ,10 I. Rechnungsabgrenzungsposten , , , ,00 Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter dem Posten D.II. und E. der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung des 341f HGB sowie der auf Grund des 65 Abs. 1 VAG erlassenen Rechtsverordnungen berechnet worden ist; für den Altbestand im Sinne des 11c VAG und des Artikels 16 2 Satz 2 des Dritten Durchführungsgesetzes/EWG zum VAG ist die Deckungsrückstellung nach dem zuletzt am 19. Mai 2010 genehmigten Geschäftsplan berechnet worden. Coburg, den 8. März 2011 Geyer, Verantwortlicher Aktuar HUK-COBURG-Lebensversicherung AG 135

16 Gewinn- und Verlustrechnung Gewinn- und Verlustrechnung in für die Zeit vom bis I. Versicherungstechnische Rechnung 1. Verdiente Beiträge f.e.r. a) Gebuchte Bruttobeiträge , ,88 b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge , , , ,54 c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge , ,59 d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den Bruttobeitragsüberträgen , , , , , ,59 2. Beiträge aus der Brutto-Rückstellung für Beitragsrückerstattung , ,90 3. Erträge aus Kapitalanlagen a) Erträge aus Beteiligungen , ,86 b) Erträge aus anderen Kapitalanlagen davon aus verbundenen Unternehmen: (Vorjahr: Tsd. 251) aa) Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken , ,31 bb) Erträge aus anderen Kapitalanlagen , , , ,79 c) Erträge aus Zuschreibungen , ,72 d) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen , , , ,96 4. Nicht realisierte Gewinne aus Kapitalanlagen , ,75 5. Sonstige versicherungstechnische Erträge f.e.r , ,05 6. Aufwendungen für Versicherungsfälle f.e.r. a) Zahlungen für Versicherungsfälle aa) Bruttobetrag , ,74 bb) Anteil der Rückversicherer , , , ,46 b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle aa) Bruttobetrag , ,00 bb) Anteil der Rückversicherer , , , , , ,46 7. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen Deckungsrückstellung aa) Bruttobetrag , ,91 bb) Anteil der Rückversicherer , , , ,91 136

17 HUK-COBURG-Lebensversicherung AG Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattungen f.e.r , ,20 9. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb f.e.r. a) Abschlussaufwendungen , ,12 b) Verwaltungsaufwendungen , , , ,57 c) davon ab: Erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft , , , , Aufwendungen für Kapitalanlagen a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen , ,43 b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen , ,35 c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen , , , , Nicht realisierte Verluste aus Kapitalanlagen 5.756, , Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen f.e.r , , Versicherungstechnisches Ergebnis f.e.r , ,78 II. Nichtversicherungstechnische Rechnung 1. Sonstige Erträge , ,76 2. Sonstige Aufwendungen , , , ,42 3. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit , ,36 4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag , ,78 5. Sonstige Steuern , ,04 zuzüglich Erstattungen an den Organträger , , , , , ,36 6. Jahresüberschuss , ,00 HUK-COBURG-Lebensversicherung AG 137

18 Anhang Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des HGB sowie unter Beachtung der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) aufgestellt. Soweit ergänzende Angaben aus der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung ersichtlich sind, werden diese im Anhang nicht gesondert erläutert. Leerposten werden gemäß 265 HGB nicht angegeben. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Bilanzierung und Bewertung der Aktiva und Passiva haben wir die Grundsätze des HGB angewendet. Immaterielle Vermögensgegenstände und Grundstücke sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, aktiviert. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Zeitwerten bilanziert. Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden zum Nennwert bilanziert. Die dem Anlagevermögen zugeordneten Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sind nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Der beizulegende Wert der Inhaberschuldverschreibungen bemisst sich unter Berücksichtigung der Bonität des Emittenten auf Basis von Anschaffungskosten bzw. Nominalwerten. Aktien und Investmentanteile des Anlage- und Umlaufvermögens sowie die dem Umlaufvermögen zugeordneten Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sind nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Die Forderungen aus Wertpapierleihe werden nach dem strengen Niederstwertprinzip angesetzt. Hypotheken- und Grundschuldforderungen werden mit dem Nennwert abzüglich der Tilgungen sowie Abschreibungen ausgewiesen. Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen sind mit dem Nennwert bilanziert. Aus Vereinfachungsgründen wurden für die in den Posten»Schuldscheinforderungen und Darlehen«und»Namensschuldverschreibungen«enthaltenen zerlegungspflichtigen strukturierten Produkten und Asset Backed Security-Produkten (ABS-Produkten) keine Zerlegungen vorgenommen, sondern diese Papiere nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Bei Inhaberschuldverschreibungen und sonstigen Ausleihungen, deren Verzinsung variabel ist, erfolgt eine Absicherung der Zinsänderungsrisiken durch Receiver-Zins-Swaps. Die Absicherung des Nominalvolumens i.h.v Mio. erfolgt in Form von Micro-Hedges, deren Laufzeiten an die Laufzeiten des jeweiligen Grundgeschäftes (von 1-14 Jahre) gebunden sind. Grund- und Sicherungsgeschäft unterliegen dabei demselben Risiko und unterliegen bei dessen Eintritt gegenläufigen Wertentwicklungen. Für diese Zins-Swaps wurden daher Bewertungseinheiten mit den Grundgeschäften gebildet. Die Messung der Effektivität erfolgt nach der Hypotheticalderivative-Methode. Der ineffektive Teil der Bewertungseinheit wird bilanziell berücksichtigt. Einlagen bei Kreditinstituten sind mit den Nominalbeträgen angesetzt. Die anderen Kapitalanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Marktwerten angesetzt. Ab- und Zuschreibungen auf Grund von Währungskursschwankungen sind unter Abschreibungen auf Kapitalanlagen bzw. Erträge aus Zuschreibungen ausgewiesen. Umrechnungsgrundlage zur Ermittlung der Währungskursgewinne und -verluste von Wertpapieren war der freigehandelte Devisenkurs am Stichtag. Unter den sonstigen Rechnungsabgrenzungsposten sind Agiobeträge aktiviert und auf die Laufzeit verteilt. Die einbehaltenen Disagiobeträge sind als Posten der Rechnungsabgrenzung passiviert und werden auf die Zeit bis zur ersten Möglichkeit der Kündigung (Hypotheken- und Grundschuldforderungen) bzw. auf die Laufzeit (Namensschuldverschreibungen und Schuldscheinforderungen) verteilt. Die Zeitwerte der Grundstücke wurden nach dem Ertragswertverfahren festgestellt. Die Zeitwerte der Anteile an verbundenen Unternehmen wurden nach dem Substanzwertverfahren, die Zeitwerte der Beteiligungen nach dem Substanzwert-, DCF- oder Multiplikator-Verfahren festgestellt. Für die übrigen börsennotierten Kapitalanlagen wurde der Börsenkurs am Abschlussstichtag und für zerlegungspflichtige strukturierte Produkte der vom Schuldner bestätigte Wert angesetzt. Zeitwerte für nicht börsennotierte Investmentanteile werden auf Basis von Rücknahmewerten bestimmt. 138

19 HUK-COBURG-Lebensversicherung AG Rechnungsgrundlagen Alle verwendeten Ausscheideordnungen basieren auf offiziellen Tafeln, die entweder von der Aufsichtsbehörde vorgegeben oder von der DAV in den Blättern der DGVFM publiziert wurden. Mit Ausnahme der Allgemeinen Deutschen Sterbetafel 1960/62 liegen allen aufgeführten Ausscheidewahrscheinlichkeiten getrenntgeschlechtliche Erhebungen zugrunde. Die Angemessenheit der Verwendung geschlechtsabhängiger Rechnungsgrundlagen ist in der Veröffentlichung»Berücksichtigung des Geschlechts als Faktor der Risikobewertung bei der Kalkulation von Lebensversicherungstarifen«der DAV vom Januar 2008 dargelegt. Für Rentenversicherungen nach dem AltZertG ab 2006 liegen geschlechtsunabhängige unternehmensindividuelle Sterbetafeln vor. Tarifgeneration/ Rechnungszins Sterbetafel Maximaler Anteil an gesamter Gültigkeit Zillmersatz 1 Deckungsrückstellung Kapital/Risiko bis Mitte ,00 % Allgemeine Deutsche 15 15,6 % Sterbetafel 1960/62 2 Mitte 1988 bis 3,50 % Sterbetafel 1986 für 10 24,0 % Ende 1994 Männer und Frauen Anfang 1995 bis 4,00 % DAV 1994 T M/F 40 31,6 % Mitte 2000 Kapitalbildend Mitte 2000 bis 3,25 % DAV 1994 T M/F 29 3,6 % Ende 2003 Anfang 2004 bis 2,75 % DAV 1994 T M/F ,0 % Ende 2006 Anfang 2007 bis 2,25 % DAV 1994 T M/F ,3 % Ende 2008 seit Anfang ,25 % DAV 2008 T M/F ,1 % Risiko Mitte 2000 bis 3,25 % DAV 1994 T M/F, für 25 0,7 % Ende 2003 Raucher und Nichtraucher modifiziert Anfang 2004 bis 2,75 % DAV 1994 T M/F, für 25 0,5 % Ende 2006 Raucher und Nichtraucher modifiziert Anfang 2007 bis 2,25 % DAV 1994 T M/F, für 25 0,1 % Ende 2008 Raucher und Nichtraucher modifiziert seit Anfang ,25 % DAV 1994 T M/F, für 35 < 0,1 % Raucher und Nichtraucher modifiziert HUK-COBURG-Lebensversicherung AG 139

20 Tarifgeneration/ Rechnungszins Sterbetafel Maximaler Anteil an gesamter Gültigkeit Zillmersatz 1 Deckungsrückstellung Rente 4 Anfang 1998 bis 4,00 % DAV 1994 R M/F, für 40 4,6 % Mitte 2000 geburtsjahrabhängiger Altersverschiebung 5 Mitte 2000 bis 3,25 % DAV 1994 R M/F, für 36 3,7 % Ende 2003 geburtsjahrabhängiger Altersverschiebung 5 Anfang 2004 bis 2,75 % DAV 1994 R M/F, für 36 2,9 % Ende 2004 geburtsjahrabhängiger Altersverschiebung 5 Anfang 2005 bis 2,75 % Selektionstafel der DAV 22 2,8 % Ende R M/F 6 seit Anfang ,25 % Selektionstafel der DAV 40 1,6 % 2004 R M/F 6 Berufsunfähigkeitsrisiko bis Ende ,00 % Invalidisierungswahrscheinlich- 0,2 % keiten von 11 amerikanischen Gesellschaften aus den Jahren Anfang 1994 bis 3,5 % Verbandstafel ,6 % Mitte 2000 für Männer und Frauen Mitte 2000 bis 3,25 % DAV 1997 I M/F 25 1,5 % Ende 2003 Anfang 2004 bis 2,75 % DAV 1997 I M/F 25 1,4 % Ende 2006 seit Anfang ,25 % DAV 1997 I M/F 25 0,5 % 1 Bezugsgröße ist in den bis 1994 gültigen Tarifgenerationen (Altbestand) die Versicherungssumme, danach die Beitragssumme. 2 Grundlage der Sterbewahrscheinlichkeiten ist die Sterbetafel für Männer. 3 Für Sterbegeldversicherungen ohne Gesundheitsprüfung DAV 1994 T durch Sicherheitszuschläge modifiziert. 4 Einschließlich Rentenversicherungen nach AltZertG. 5 Für Rentenversicherungen, denen die Sterbetafel 1994 R zugrunde liegt, wurde eine aus aktuarieller Sicht ausreichende und auf der Basis der Verlautbarung der BaFin aus VerBaFin Januar 2005, Seite 2-6, berechnete zusätzliche Deckungsrückstellung eingestellt, die den veränderten Sterblichkeitstrend berücksichtigt. 6 Für Rentenversicherungen nach dem AltZertG ab 2006 geschlechtsunabhängige unternehmensindividuelle Sterbetafel. 7 Z. T. erhöhte Berufsunfähigkeitswahrscheinlichkeiten im letzten Versicherungsjahr. 140

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