Gerechter Handel. gerechtes Handeln?

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1 Gerechter Handel gerechtes Handeln?

2 Überblick 1. Handel aus ökonomischer Sicht 2. Gerechtigkeit aus ökonomischer Sicht 3. Marktwirtschaftliche Gerechtigkeit 4. Das Rawlssche Gerechtigkeitsprinzip 5. Beispiel 1: Die Einkommens- und Vermögensverteilung in Deutschland 6. Beispiel 2: Die Krise des Euroraums 7. Offene Fragen 2

3 Was ist Handel? 1. Handel aus ökonomischer Sicht Das einfache Tauschmodell Handel als wechselseitiger Vorteil (Ricardo) Die Rolle des Geldes Die Preisbildung beim Handel Geld als Währung 3

4 Der einfache Tausch 1. Es gibt nur einen Produktionsfaktor: Arbeit L 2. Es gibt zwei Güter X und Y 3. Es gibt ein Inland und ein Ausland 4

5 Handel als wechselseitiger Vorteil (Ricardo) 5

6 Handel als wechselseitiger Vorteil (Ricardo) 6

7 Der einfache Tausch Keine Transportkosten Arbeitsmarkt ist vollkommen flexibel Es herrscht Vollbeschäftigung 7

8 Die Rolle des Geldes Ricardo: Gütertausch Brot Fisch 8 Datum

9 Die Rolle des Geldes Tausch in einer Geldwirtschaft Brot Fisch Geld 9

10 Rolle des Geldes: Preisbildung P N A P* 10 X* X

11 Rolle des Geldes: Preisbildung: Vollkommener Markt Anbieter und Nachfrager müssen Marktpreise akzeptieren. Fiktiver Auktionator (Suchprozess) Preis gleich den Kosten der letzten produzierten Einheit (Grenzkosten) Grenzunternehmen macht keinen Gewinn Die billiger produzierenden machen Gewinn Die teureren verschwinden vom Markt. 11

12 Rolles des Geldes: Preisbildung: Unvollkommener Markt Anbieter setzt den Preis. (Monopolistische Konkurrenz) Preis gleich dem letzten erzielten Erlös. (Grenzerlös) Höherer Preis würde den Umsatz drücken. Niedrigerer Preis würde Umsatz unausgeschöpft lassen. Grenzunternehmen macht Gewinn Höherer Preis als bei vollständiger Konkurrenz. 12

13 Die Rolle des Geldes Wertmessfunktionen(Numeraire) Zahlungsmittel Wertaufbewahrungsmittel 13

14 Realwirtschaft und Finanzsektor Realwirtschaft Einkommen Gewinne Vermögen Finanzsektor 14

15 Geld im Finanzsektor Unterschiede nach Liquidität und Risiko Bargeld (sehr hohe Verfügbarkeit, geringes Risiko) Kurzfristig mobilisierbare Geldanlagen (hohe Verfügbarkeit, hohes Risiko) Langfristige Anlagen (geringe Verfügbarkeit, geringeres Risiko) Hohe Rendite gleich hohes Risiko 15

16 Geld als Währung Geldwesen eines Staates oder eines Währungsraums Handel zwischen verschiedenen Staaten und Währungsräumen Rolle des Wechselkurses 16

17 Geld als Währung Realwirtschaft Währung 1 Wechsel Währung 2 kurs Finanzsektor 17

18 Geld als Währung Realwirtschaft dominiert wirtschaftliches Geschehen Internationale Wirtschaftsbeziehungen werden durch Handel geprägt. Wechselkurs ergibt sich aus Kaufkraftdivergenzen 18

19 Geld als Währung Finanzsektor dominiert Wirtschaftsgeschehen Währungsrelationen Internationale Wirtschaftsbeziehungen werden durch Finanztransaktionen geprägt Wechselkurs wird Zins- und erwartete Renditedifferenzen bestimmt Unsicherheit Fluktuationen auf den Währungsmärkten Turbulenzen und Krisen 19

20 Was ist Gerechtigkeit? 2. Gerechtigkeit aus Sicht der Ökonomie Gerechtigkeit des vollkommenen Marktes Ergebnisebene Leistungsgerechtigkeit gleich Knappheitsgerechtigkeit Zuordnungsproblem Knappheit und Marktmacht 20

21 Was ist Gerechtigkeit? Verfahrensebene Vollkommene Markt als Quelle der Gerechtigkeit Schaffung und Sicherung eines vollkommenen Marktes 21

22 Gerechtes Handeln? 3. Marktwirtschaftliche Gerechtigkeit Freien Marktzugang sichern Wettbewerb sichern Zugang zu Informationen sichern Regulierungen 22

23 Gerechtes Handeln? Prozessorientierung Keine Ergebnisorientierung These: Die Ergebnisse eines gerechten Prozesses sind gerecht. 23

24 Ein anderes Gerechtigkeitsprinzip 4. Das Rawlssche Gerechtigkeitsprinzip Chancengleichheit beim Zugang zu den entsprechenden wirtschaftlichen Positionen Ungleichheiten müssen gerechtfertigt sein Die U. müssen den am wenigsten begünstigten Mitgliedern der Gesellschaft den größten Nutzen bringen Mischung aus Prozess- und Ergebnisorientierung 24

25 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit 25

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