Das 1x1 des Geldes. 2 titel ÜBERSICHT: DIE STERN-GELD-SERIE

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1 2 titel Das 1x1 des Geldes ÜBERSICHT: DIE STERN-GELD-SERIE TEIL 1: Konto, Karten & Cash TEIL 2: Schulden Sind Sie kreditwürdig? TEIL 3: Versicherungen Welche Sie brauchen TEIL 4: Sparen So legen Sie richtig an TEIL 5: Immobilien Kaufen oder mieten? Mal ehrlich: Wissen Sie so genau, ob bei Ihren Finanzen alles in Ordnung ist? Eine fünfteilige STERN-SERIE über den richtigen Umgang mit Banken und Versicherungen 180 S T E R N 4 5 / Raus aus dem Finanzchaos: Nur wenige haben ihren Geldalltag im Griff mit Hilfe des stern-wegweisers gewinnen Sie den Überblick

2 2 titel Von JOACHIM REUTER und DANIEL MATZENBACHER (Illustrationen) Was sind Baby-Bonds, wollte Günther Jauch in seiner Sendung Wer wird Millionär? von Nina Grönhagen wissen. Handelt es sich a) um Wertpapiere, b) Zwergwale, c) Mikrochips oder d) Agentennachwuchs? Für die 29-jährige Landschaftsökologie-Studentin aus Soest ging es um die 4000-Euro-Frage. Sie hatte noch alle Joker, verließ sich trotzdem auf ihr eigenes Wissen und tippte auf Agentennachwuchs. Mit einem milden Jauch-Lächeln und 500 Euro wurde Nina Grönhagen verabschiedet. Hätten Sie s gewusst? Richtig ist a) Wertpapiere.* Wie gut kennen sich die Deutschen in Geldangelegenheiten aus? Das Forschungsinstitut Infratest hat im Auftrag der Commerzbank 1032 Personen befragt und Erstaunliches herausgefunden: Mehr als die Hälfte der Deutschen kennt nicht den Unterschied zwischen Aktie und Anleihe.** Fast jeder Zweite weiß nichts von seinem Recht auf Widerruf seines Kreditvertrags***. Nur etwa die Hälfte weiß, nach wie vielen Jahren eine Lebensversicherung steuerfrei ausgezahlt werden kann****. UM DAS FINANZWISSEN der Deutschen ist es schlecht bestellt. Dabei wäre es jetzt so wichtig, Bescheid zu wissen: Viele verzockten in den vergangenen Jahren einen großen Teil ihrer Ersparnisse an der Börse, seit Oktober 2000 sank das verwaltete Vermögen der Aktienfonds um etwa 111 Milliarden Euro. Die Le- bensversicherungen wackeln, die erste Assekuranz ging schon Pleite. Und die Rente ist alles andere als sicher. DIE DEUTSCHEN sind sich aber ihrer Wissenslücken noch nicht einmal bewusst. 80 Prozent der Bevölkerung fühlen sich bei der Planung ihrer persönlichen Finanzen zumindest einigermaßen sicher, so die Commerzbank-Studie zur finanziellen Allgemeinbildung. Ein eklatanter Fall von Selbstüberschätzung: Wir haben keine Ahnung, glauben aber, wir hätten sie. Eine denkbar ungünstige Voraussetzung, um über den Kauf einer Lebensversicherung oder die Aufnahme eines Kredits entscheiden zu können. Zusammen mit dem Forschungs- und Beratungsinstitut für Finanzdienstleistungen Evers & Jung hat der die fünfteilige Serie Das 1 x 1 des Geldes entwickelt ein Wegweiser durch die komplexe Finanzwelt. Mit Tests und Checklisten kön- FOTO: JÜRGEN GEBHARDT Wofür nutzt man ein Girokonto? Was ist ein Kredit? Die Schüler der 9. Klasse der Gesamtschule Fährbuernfleet in Hamburg und ihre Lehrerin Freya Willer während des Unterrichts nen Sie herausfinden, ob Sie die richtigen Kreditkarten haben, ob Sie über- oder unterversichert sind oder wie viel Kredit Sie sich leisten können. Wenn Sie mit dem stern die Serie einmal für sich durchgehen, bekommen Sie Ihre Finanzen grundlegend in den Griff. Dann können Sie sicher sein, zumindest keine groben Fehler mehr zu machen. Wissen über den Umgang mit Geld wird immer wichtiger, denn die Deutschen befinden sich in Sachen Finanzen in einer neuen Situation. Der Staat zieht sich aus der sozialen Sicherung zurück, der Einzelne muss mehr Eigenverantwortung übernehmen. Zum Beispiel bei der Vorsorge fürs Alter. Weil die gesetzliche Rente zur Sicherung des Lebensstandards nicht mehr ausreicht, sollten vor allem jüngere Arbeitnehmer privat vorsorgen, also eine Risikolebensversicherung von einer Kapitallebensversicherung unterscheiden können. Wissen Sie den Unterschied? Eine Risikolebensversicherung zahlt nur im Todesfall des Versicherten an die Hinterbliebenen einen vertraglich festgelegten Betrag aus; eine Kapitallebensversicherung zahlt auch, wenn der Versicherte nicht stirbt. Über Geld spricht man nicht, heißt es, und Bei Geld hört die Freundschaft auf. Hat der Volksmund Recht? Das Ideenlabor der Commerzbank erforscht, wie die Bevölkerung über Geld denkt und wie sich die Menschen in finanziellen Dingen verhalten. Stefan Hradil, Professor am Institut für Soziologie der Universität Mainz, sagt: Über Geld spricht man nur, wenn man zu wenig davon hat. Beispielsweise in Familien, die mit ihren Finanzen eher schlecht über die Runden kommen und ihren Kindern ständig erklären müssen, warum das Taschengeld nicht erhöht wird oder eine Marken-Jeans zu teuer ist. WAS ABER FEHLT, so der Professor, ist konstruktives und positives Reden über Geld. Wer spricht schon über die Höhe seines Einkommens? Wer sagt anderen, was er mit seinem Geld macht und wie er es anlegt? *Genauer: Baby-Bonds sind Schuldverschreibungen mit geringem Nominalwert. ** Bei einer Aktie erwirbt man Anteile an einem Unternehmen, bei einer Anleihe leiht man einem Unternehmen Geld. *** Schriftlich innerhalb von zwei Wochen nach Abschluss **** Nach zwölf Jahren 182 S T E R N 4 5 /

3 2 titel Noch immer ist die Frage nach dem Verdienst tabu. Männer scheuen sich nicht, in Talkshows zu erzählen, wie oft sie ihre Frau betrogen haben, sagt Hradil. Doch fragen Sie mal jemanden, wie viel er verdient und was er mit seinem Geld macht das ist in diesem Land ungehörig. Warum ist das so? Soziologe Hradil weiß eine Antwort. Geld allein bringt kein Prestige. Pluspunkte sammelt man im Bekanntenkreis mit seinem Lebensstil, seinem schicken Auto oder dem neuesten Handy. Aber nicht, wenn man in Geldfragen besonders clever ist. ES GIBT WEITERE GRÜNDE. So hat der Staat im Laufe der letzten hundert Jahre seinen Bürgern immer mehr Verantwortung abgenommen. Bei Jobverlust zahlt die Arbeitslosenversicherung. Im Krankheitsfall springt die Kasse ein. Im Alter gibt es Rente oder Pensionen. Wer in eine solche Vollkaskokultur hineinwächst, erwartet, dass ihm die finanziellen Entscheidungen bei Krankheit, Arbeitslosigkeit oder Altersvorsorge abgenommen werden. Da ist der Antrieb gering, selbst aktiv FOTO: STEPHANIE PILICK/DPA Renate Künast, Verbraucherministerin Stefan Hradil, Soziologieprofessor in Mainz Über Geld spricht man nur, wenn man zu wenig davon hat gespräch, in Zeitungen und Fernsehen werden wir mit Finanz-Allerlei bombardiert. Was aber fehlt, sind konkrete Anleitungen. Entweder sind die Informationen ohne Bezug zueinander, oder sie brechen an der Stelle ab, wo es für den Kunden wichtig wird: bei der Anwendung und Wirkung, sagt Marco Habschick von Evers & Jung. So warnt das Ideenlabor der Commerzbank in seinem Kanon der finanziellen Allgemeinbildung beispielsweise vor unbedacht abgeschlossenen Langfrist-Verträgen wie Lebensversicherungen oder Bausparverträgen: Im Falle von Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Scheidung können diese die Krise verschärfen, denn eine Kündigung zum falschen Zeitpunkt bedeutet hohe finanzielle Verluste. Die Banken und Versicherungen sind laut Commerzbank-Studie die wichtigsten Ansprechpartner der Bevölkerung für die finanzielle Allgemeinbildung. Doch Bank-Berater und Versicherungsvertreter präsentieren immer nur die Eigenschaften und Vorzüge ihrer Produkte. Sie sagen uns meist aber nicht, wo ihre Nachzu werden, wie die Zurückhaltung bei der Riester-Rente zeigt. Nun aber geht Vater Staat das Geld aus, und seine Kinder müssen sich selbst kümmern. Doch die meisten Menschen glauben, Finanzprodukte seien furchtbar kompliziert, und befassen sich deshalb erst gar nicht damit. So lernen wir nichts hinzu und können nicht verantwortungsvoll mit unserem Geld umgehen. Wer kann uns in dieser Misere helfen? An zu wenig Information liegt es sicher nicht. Am Bankschalter, im Berater- teile liegen. Ihr Motto: Ein dummer Kunde ist ein guter Kunde. Er stellt keine schwierigen Fragen, weil er gar nicht weiß, wonach er fragen soll. Die Finanzdienstleister bieten zudem meist Standardprodukte an, die sich zu wenig an der tatsächlichen Lebenssituation und den zu erwartenden Risiken ihrer Kunden orientieren, kritisiert Professor Udo Reifner, Direktor des Instituts für Finanzdienstleistungen in Hamburg. Die Sensibilität für die individuellen Probleme des Kunden ist gering, sie wollen stattdessen an ihm verdienen. Grundkenntisse über Finanzprodukte und den Umgang mit Banken müssten zum kleinen Einmaleins gehören, meint denn auch Renate Künast, Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft. Es ist zwingend, Kinder frühzeitig an einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld heranzuführen, sagt die Ministerin dem stern. Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir, heißt es im Volksmund. Also muss die Schule das Thema,private Finanzen fest in den Lehrplan aufnehmen. ZAGHAFT BEGINNT sich der Unterricht zu ändern. Zum Beispiel in der Hamburger Gesamtschule Fährbuernfleet. Hier unterrichtet Freya Willer mit Unterstützung des Instituts für Finanzdienstleistungen 14 Jungen und Mädchen des neunten Jahrgangs im Wirtschaftskurs. Es geht auch um den Geldalltag: Wofür nutzt man ein Girokonto? Darf man mit 15 Jahren ein eigenes Konto eröffnen? Was ist ein Überziehungskredit? Die Jugendlichen sind mit Eifer dabei, können ihre eigenen Erfahrungen einbringen. Lehrerin Freya Willer sagt: Wir machen immerhin einen Anfang. S Lesen Sie auf der nächsten Seite: Teil 1 Konto, Karten & Cash FOTO: JÜRGEN GEBHARDT Die Finanzexperten Marco Habschick (l.) und Martin Jung haben in Zusammenarbeit mit dem stern das 1x1 des Geldes entwickelt

4 2 titel Konto, Karten & Cash Ihre Bank ist kein Wohltäter, sondern ein knallharter Geschäftspartner. Wie Sie mit simplen REGELN grobe Fehler vermeiden können. Teil 1 der Serie 1x1 DES GELDES Von FRANK DONOVITZ und DANIEL MATZENBACHER (Illustration) Noch eine blaue oder grüne Kreditkarte gefällig? Ein Jahr ganz umsonst. Oder gleich in Gold. Wegen der vielen Zusatzleistungen. Oder noch schnell ein neues Konto eröffnen? Wegen der Super-Zinsen. Aber nur für Neukunden. Nur für drei Monate. Alltägliche Geldangebote, alltägliche Verführung. Zu schwierig? Zu kompliziert? Es muss für niemanden so bleiben. Im ersten Teil der -Serie 1x1 des Geldes wird gezeigt, wie Fehler im Umgang mit Konten, Karten & Co vermieden werden können. Regel Nummer 1: Eine Bank oder Sparkasse ist nicht die Wohlfahrt. Sie will (und muss) Profit machen, wo sie nur kann und zwar mit dem Geld ihrer Kunden. Alles andere ist Werbe-Säuselei. Anderer- Wie viel Plastikgeld tragen Sie mit sich herum? Mehr als zwei Karten brauchen Sie nicht 186 S T E R N 4 5 /

5 2 titel MEIN GELD Ist Ihr Haushalt profitabel? Jeder Finanzexperte rät, zumindest sporadisch ein Haushaltsbuch zu führen, doch kaum jemand tut dies. Alternative: Verschaffen Sie sich einen Überblick, wie sich Ihr Konto über das Jahr hinweg entwickelt. Das ist weniger aufwendig, gibt Ihnen aber erstaunlich viel Einblick über Ihre privaten Finanzen. Kontostand in Euro So geht's: Nehmen Sie Ihre Kontoauszüge der vergangenen zwölf Monate. Tragen Sie zum jeweiligen Zeitpunkt (untere, horizontale Achse) Ihren Kontostand ein (linke, vertikale Achse). Beginnen Sie mit dem ältesten Auszug. Sie erhalten eine Reihe von Punkten. Verbinden Sie die Punkte mit einer Linie, und Sie erhalten Ihre persönliche Kontokurve Nov. 02 Dez. 02 Jan. 03 Feb. 03 März 03 April 03 Mai 03 Juni 03 Juli 03 Aug. 03 Sept. 03 Okt. 03 AUSWERTUNG: Welchen der unten angegebenen Beispielsfälle ähnelt Ihre Kontokurve? Glückwunsch, bei Ihnen stimmt der Haushalt! SZENARIO 1 Kein Grund zur Besorgnis aber Sie verschenken Geld! Wechseln Sie in der grünen Zone ins Tagesgeld SZENARIO 2 Achtung Sie geben mehr aus, als Sie einnehmen! Wechseln Sie in der roten Zone vom Dispo in einen Ratenkredit SZENARIO 3 Das Konto liegt meist zwischen null und dem monatlichen Nettoeinkommen. Man sieht, wie Weihnachts- und Urlaubsgeld eingehen, zum Jahreswechsel typische Jahresbeiträge fällig werden und im Sommer der Urlaub die Kasse belastet. Im Prinzip ist alles in Ordnung. Unter Schwankungen steigt der Kontostand, es wird mehr eingenommen als ausgegeben. Erfreulich. Eine Faustregel lautet allerdings, nicht mehr als ein Monatsgehalt auf dem Girokonto liegen zu haben. Was darüber hinausgeht, sollte auf ein Tagesgeldkonto übertragen werden. Das bringt Zinsen. Der Kontostand fällt. Dieser Haushalt sollte über Einsparmöglichkeiten nachdenken. Wer den Dispo dauerhaft nutzt, sollte über eine Umschuldung in einen Ratenkredit nachdenken. Der bietet deutlich günstigere Zinsen und zwingt sie, die Verschuldung zurückzuführen (siehe auch nächste Folge: Kredite). seits: Für die Kunden ist ein Leben ohne Bankverbindung nicht möglich. Also muss man zusammenkommen zu einem ganz simplen Geschäft, zu Leistung und Gegenleistung. Genau wie beim Autohändler oder Handy-Anbieter. Deshalb gilt Regel Nummer 2: Wer sich von Banken und Sparkassen nicht gänzlich übertölpeln lassen will, muss sich ein paar Grundkenntnisse verschaffen. Zum Beispiel über Konten. In aller Regel benötigt jeder normale Mensch exakt zwei: ein Girokonto, auf das seine regelmäßigen Einnahmen fließen und von dem sämtliche Zahlungen (Überweisungen, Lastschriften oder Einzüge) abgehen. Daneben ein verzinstes Guthabenkonto, also ein Tagesgeld- oder Sparkonto, auf dem Geld gesammelt werden kann. WICHTIG: Ein Guthabenkonto ist in aller Regel kostenlos, nicht überziehbar, wirft aber Zinsen ab. Ein Girokonto kostet hingegen gewöhnlich Gebühren manchmal pauschal, manchmal je Kontoaktion, manchmal als Mixtur aus beidem. Manche Girokonten verrechnen Gebühren (Kosten) mit Guthabenzinsen (Ertrag). Wird das Konto überzogen, müssen so genannte Dispo-Zinsen gezahlt werden. Ist ein vorher festgelegter Überziehungsbetrag (Dispo-Kreditrahmen) überschritten, steigen diese Sollzinsen drastisch auf 17 Prozent und mehr. Mit zwei Kniffen lassen sich sowohl das Überziehungsrisiko vermindern als auch die Gebühren auf null bringen: 1. Auf dem verzinsten Konto genauso viel Geld parken, dass der Zinsertrag die pauschale Girokonto-Jahresgebühr deckt. Beispiel: Ein Konto, dass vier Euro monatlich kostet, ist ab einer Parksumme von 188 S T E R N 4 5 /

6 2 titel M E I N G E L D Haben Sie die richtigen Karten? Das Bezahlen mit Plastikgeld drängt auch in Deutschland die Barzahlung zurück und hat seit dem Quasi-Sterben des EC-Schecks (die Einlösungsgarantie ist aufgehoben, womit der Scheck für den Empfänger riskant wird) endgültig freie Bahn. Doch die Möglichkeiten sind vielfältig, die Karten unterschiedlich. Jede Plastikkarte hat Vor- und Nachteile, aber nicht immer braucht man alle Typen. So finden Sie heraus, was Sie benötigen: BANKKARTE ohne Zahlungsfunktion BANKKARTE mit Zahlungsfunktion (früher: EC-Karte) KREDITKARTE Beschreibung Vorteile Nachteile Für wen geeignet? Für welche Aktionen? Kosten pro Jahr Karte von Ihrer Bank, mit der Sie an institutseigenen Automaten kostenlos Bargeld abheben können. Kostenlos. Bekommen auch Jugendliche. Nur in Filialen und an Geldautomaten der eigenen Bank einsetzbar. Keine Zahlungsfunktion. Alle. Wird allerdings häufig an die Kunden ausgegeben, denen die Bank keinen Kredit gewähren möchte. Kostenlose Geldabhebungen bei der eigenen Bank. Kostenlos Die Standardkarte in Deutschland. Wird von Banken ausgegeben. Ursprünglich nur Sicherheitselement für Euroschecks, hat den Scheck nun jedoch verdrängt. Mit der Abschaffung des Euroschecks stimmt der Name EC-Karte nicht mehr, wird aber im Zusammenhang mit dem Electronic Cash von manchen weiter so bezeichnet. Offizielle Bezeichnung jetzt Maestro. Wird fast überall akzeptiert (1,65 Mio. Akzeptanzstellen allein in Europa). Konto wird sofort belastet. Haftung: Unübersichtliche Haftungsregelung, wenn mit Ihrer PIN-Nummer bei gestohlener Karte Geld abgebucht wird. Leute, die am liebsten bargeldlos bezahlen. Fast jeder Girokontoinhaber hat sie bereits. Geldabhebung an allen Geldautomaten, auch international. Kostenlos an den Automaten der eigenen Bank und deren Partner (erkundigen Sie sich danach), kostenpflichtig bei Fremdinstituten. Für Einkäufe aller Art in Deutschland, zunehmend auch international einsetzbar. Zirka 10 Euro Jahresgebühr, teilweise auch in den Kontogebühren enthalten. Einsatz für den Kunden kostenfrei. Karten spezialisierter Unternehmen (Master- Card, Visa, American Express, Diners Club), die ein weltweit funktionierendes Bezahlsystem aufgebaut haben. Einmal monatlich werden alle mit der Karte getätigten Zahlungen vom Giro abgebucht (Sammelzahlung). Monatliche Abrechnung aller Umsätze das be deutet einen zinsfreien Kurzkredit: Heute kaufen, in ein paar Wochen bezahlen. Oft als Sicherheit einsetzbar (z. B. anstelle einer Kaution beim Autoverleih). Im Internet die wichtigste Zahlungsform. Günstige Devisenkurse bei Zahlungen im Ausland. Haftung: Bei Diebstahl haftet man, wenn einen kein Verschulden trifft, mit maximal 50 Euro schnelle Meldung vorausgesetzt. Wird nicht überall akzeptiert, da der Händler rund 3% des Umsatzes an das Kreditkartenunternehmen abführen muss. Geldabhebungen mit dieser Karte sehr teuer (i.d.r. 1%, mind. 5 Euro). Wer gleich- zeitig einen Kreditrahmen eingeräumt bekommt, muss wegen der hohen Zinsen genug Disziplin haben, diesen sinnvoll einzusetzen. Leute, die häufig geschäftlich Geld vorstrecken (z.b. Restaurantrechnungen) und/oder im Ausland sind und/oder über das Internet einkaufen. Zahlungen im Ausland, Vorstrecken von Zahlungen, Buchungen von Flügen, Hotels und Leihwagen, Einkaufen über das Internet. Zirka 20 Euro Jahresgebühr. Einsatz innerhalb Deutschlands für den Kunden kostenfrei. Im Ausland wird 1% auf den Kaufpreis aufgeschlagen. Schauen Sie in Ihren Geldbeutel. Wie sieht es darin aus? Sie haben eine EC-/Maestro- und eine Kreditkarte. Glückwunsch! In der Regel reichen die beiden aus. Sie haben fünf Karten. Vorsicht! Sie neigen zum Kartenfetischismus. Sie haben mehr als fünf Karten. Zu viel! Sie sind ein Geldverschwender und laufen Gefahr, den Überblick zu verlieren. TIPP: Schaffen Sie überflüssige Karten ab. Mehrere zu haben (beispielsweise auch als Kundenkarten von Kaufhäusern, ADAC, Autohersteller etc.) ist teuer und führt leicht dazu, dass man den Überblick über die Ausgaben verliert. Besonders kritisch sollten Sie bei Rabatt- bzw. Kundenkarten sein: Diese sind in erster Linie Marketinginstrumente und dienen dem Anbieter mehr als Ihnen, wenn Sie nicht ohnehin Stammkunde z. B. bei einem Kaufhaus sind oder Sie die Angebote eines Kundenclubs gar nicht nutzen. Genau hinsehen sollten Sie vor allem, wenn eine Jahresgebühr erhoben wird, die Sie dann nur mit vielen zusätzlichen Einkäufen wieder herein- holen können. Ähnliches gilt für Gold- oder Platin -Ausgaben von Kreditkarten. Sie sind zwar hübsch, lohnen den Aufpreis jedoch nur, wenn Sie die angebotenen Zusatzleistungen (Versicherungen, Club-Vergünstigungen etc.) wirklich benötigen. Viele Bonussysteme sind in der Praxis gar nicht sinnvoll nutzbar, und die Versicherungen gelten meist nur für das, was Sie mit der Karte bezahlt haben. 190 S T E R N 4 5 /

7 2 titel M E I N G E L D Nutzen Sie Überweisungen, Daueraufträge & Co richtig? Verwenden Sie für Ihren Geldverkehr nur Überweisungen? Das macht eine Menge Arbeit. Keine Angst vor Daueraufträgen und Einzugsermächtigungen. Die Sorge vor einem unberechtigten Zugriff aufs eigene Konto ist unbegründet. Man kann sich sein Geld wieder zurückholen Überweisung Dauerauftrag Einzugs- ermächtigung (Lastschrift per Ein- zugsermächtigung) Abbuchungs- auftrag (Lastschrift im Abbuchungs- verfahren) FÜR WELCHE VORGÄNGE Einmalige Zahlungen Für Beiträge, die sich nicht ändern Für Beiträge, die dauerhaft anfallen, sich aber immer wieder in der Höhe ändern Ähnlich Einzugsermächtigung, für gleich bleibende Beträge an den immer gleichen Empfänger VORTEILE Sie bestimmen Betrag und Zeitpunkt. Stornierbar, solange das Geld noch nicht dem Empfänger gutgeschrieben wurde. Erleichtert Ihnen das Leben. Sie bestimmen Betrag, Zeitpunkt und Zeitdauer. Bequem. Irrtümliche oder strittige Lastschriften können bis sechs Wochen später reklamiert werden. Die Bank muss die Buchung dann rückgängig machen. Bequem, doch Vorteile liegen auf Seiten Ihres Gegenübers, das Sie vorab Ihrer Bank melden müssen. Vereinbaren Sie lieber einen Dauerauftrag oder eine normale Einzugsermächtigung. NACHTEILE Sie müssen daran denken. Macht also Arbeit. Änderungen müssen ca. eine Woche vor dem nächsten Zahlungstermin vorgenommen werden. Sie ermächtigen Ihr Gegenüber, sich einmalig oder wiederkehrend an Ihrem Konto zu bedienen. Wird oft in Verträgen von der einen Seite festgeschrieben. Wichtig: Auszüge überprüfen! Sie haben kein Widerspruchsrecht gegen die Buchung wie beim Lastschriftverfahren. Daher nur bei vertrauenswürdigen Partnern sinnvoll. TIPP: Überprüfen Sie anhand dieser Darstellung und Ihrer Kontoauszüge alle Zahlungen des Monats. Machen Sie in der unten stehenden Liste ein Häkchen bei den unterschiedlichen Zahlungen. So sehen Sie, ob Sie für jeden Anlass das sinnvollste Verfahren nutzen. Überweisung Dauerauftrag Einzugsermächtigung Autoreparatur Miete Telefon Zahnarztrechnung Vereinsbeitrag Strom Katalog-Bestellung 1600 Euro zu einem Jahreszins von drei Prozent kostenlos. Ganz nebenbei erkennt man daran eine kundenfreundliche Bank: Sind mehrere tausend Euro nötig, um mit Sparzinsen die Bankgebühren zu neutralisieren, dann sind entweder die Gebühren viel zu hoch oder das Zinsangebot des Hauses zu mickrig. Das wäre bestenfalls dann akzeptabel, wenn der sonstige Service der Bank extrem gut wäre. Doch das ist zurzeit eher selten der Fall. Versuchen beispielsweise Banken und Zahlung an Familienmitglieder Rundfunk- und Fernsehgebühren Sparkassen mit großen Filialnetzen penetrant, ihre Kunden zum Online-Banking zu überreden, und verlangen dennoch Gebühren, handelt es sich schlicht um Abzocke. Denn: Der Online-Modus spart der Bank oder Sparkasse enorme Kosten, das Fehlbuchungsrisiko liegt beim Kunden. Daher gilt: Wenn schon online, dann richtig, sprich bei einer Bank ohne Filialen. Deren Konditionen (Zinsen und Gebühren) sind nämlich in aller Regel wesentlich attraktiver. GUT ZU WISSEN Fünf teure Irrtümer Billiger Ratenkauf? Eine Autofinanzierung zu 0,5 Prozent Zinsen? Das ist unschlagbar! Nein, das ist nicht unbedingt die beste Lösung. Wenn Sie auch bar zahlen können, verhandeln Sie mit dem Autohaus besser einen Rabatt. Zehn bis 20 Prozent Nachlass auf den Kaufpreis bringen mehr als eine Finanzierung mit günstigem Zinssatz. Ständig 200 Euro in der Geldbörse? Macht doch nichts! Wenn Sie immer viel Bargeld bei sich haben möchten, stellt sich die Frage, was das kostet. Da dieses Geld auch zu drei Prozent Zinsen auf einem Tagesgeldkonto liegen könnte, bis es tatsächlich gebraucht wird, kostet Sie die Bargeldhaltung im Jahr rund sechs Euro. Wenn Sie die gleiche Summe jedoch aus dem laufend überzogenen Dispo finanzieren, so kann es Sie schnell auch mal 34 Euro kosten (bei 17 Prozent Dispo-Überziehungszins). Meine Bank ist nett zu mir, weil sie mir einen hohen Dispositionskredit einräumt. Nein, das macht sie vor allem, weil sie an den hohen Dispo-Zinsen gut verdient und Ihre Bonität anscheinend gut ist. Wenn Sie vorübergehend Geld brauchen, kommt Sie ein Ratenkredit meist wesentlich günstiger (siehe nächste Folge Kredite ). Keine Kontoführungsgebühren das ist ein Schnäppchen! Leider wieder falsch. Bei der Bankverbindung zählen nicht nur die Kontogebühren, sondern auch die Guthaben- und Girozinsen oder die Gebühren für sonstige Leistungen der Bank. Letztlich haben alle Kreditinstitute nichts zu verschenken. Was man bei den Gebühren spart, geht vielleicht durch einen schlechten Tagesgeldzins schon wieder verloren. Mein Konto ist von der Bank gesperrt worden jetzt läuft gar nichts mehr. Falsch: Wenn jemand, dem Sie Geld schulden, Ihr Konto gepfändet hat, sperrt die Bank das Konto meist erst einmal und zahlt auch an Sie nichts mehr aus. Sie haben aber einen Anspruch darauf, das Lebensnotwendige von Ihrem Konto abzuheben beziehungsweise eine Summe zu überweisen, wenn dort noch Geld liegt oder das Gehalt eingegangen ist. 192 S T E R N 4 5 /

8 2 titel 2. Viele Rechnungen (Kfz-Steuer, GEZ- Gebühren, Versicherungen usw.) werden jährlich, halbjährlich oder je Quartal fällig. Wer den dafür fälligen Betrag monatlich vom Giro- auf das Guthabenkonto überweist, also vorspart, schlägt gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen ist immer genug Geld da, um die Rechnungen zu bezahlen. Das spart den teuren Dispo-Zins, denn das Girokonto, auf das man zum jeweiligen Stichtag die nötige Summe zurückbucht, rutscht durch große Jahresrechnungen nicht mehr ins Minus. Zum anderen bringen die regelmäßigen Monatsraten Guthabenzinsen. Tipp: Viele Versicherungen (private Haftpflicht, Kfz usw.) werden sogar billiger, wenn man auf Jahreszahlung umstellt. So gewinnt man beim monatlichen Vorsparen nicht nur Zins, sondern verbilligt obendrein die Policen Angebote von der Versicherung einholen! DARAUS FOLGT Regel Nummer 3: Viel Bares im Geldbeutel oder auf einem Konto ohne Zinsen bringt nichts. Im Gegenteil: Es kostet sogar etwas. Zum Schluss schauen Sie doch mal in ihre Geldbörse und zählen Sie ihr Plastikgeld. Zwei Karten sollten Sie haben mehr nicht. Eine EC-Karte gegen vergleichsweise geringe Ausgabegebühr, die wie Bargeldersatz auf das Girokonto zugreift. Und, je nach persönlichen Umständen, eine Kreditkarte, die in der Regel deutlich mehr kostet als das EC-Pendant, aber eine gängige Zahlungsmöglichkeit M E I N G E L D Haben Sie die richtigen Konten? KONTOTYP FUNKTION GIROKONTO: unverzichtbar hat jeder Dreh- und Angelpunkt Ihres Zahlungsver-kehrs (aber auch nicht mehr!) Jederzeit Zugriff, meist sogar über das Guthaben hinaus (Dispokredit). Entscheidend sind u.a. die jährlichen Kosten und die Anzahl der Geldautomaten, die Sie kostenfrei nutzen können. TAGESGELDKONTO: unverzichtbar aber oft unbekannt Die clevere Alternative zum Sparbuch. Bringt derzeit bis 3,5% Zinsen, über das Geld kann täglich verfügt werden. Kann bei der Hausbank oder einer Direktbank eingerichtet werden und wird fest mit dem Girokonto ( Referenzkonto ) verkoppelt, d. h. Überweisungen können nur auf dem dazugehörigen Girokonto getätigt werden. FESTGELDKONTO: nur für bestimmte Zwecke Ähnelt dem Tagesgeldkonto, jedoch muss man das Geld für einen festen Zeitraum (30 Tage, 3 Monate usw.) anlegen. Auch Teilentnahmen sind vor Ablauf nicht möglich. BESONDERHEITEN Kann über Filiale, Telefon und Internet benutzt werden. Meist unverzinst, sollte daher nur so viel Geld enthalten, wie innerhalb weniger Tage gebraucht wird. Alles Geld, das nicht unmittelbar benötigt wird, gehört bis zu seinem Einsatz auf ein Tagesgeldkonto. Wird unter verschiedensten Bezeichnungen angeboten (Cash-Konto etc.), nur selten unter dem Fachbegriff Tagesgeld. Meist sind die Konten kostenlos, aber einige Anbieter verlangen Mindestanlagesummen (z. B Euro). Achtung: Einige Anbieter warben in der Vergangenheit mit hohen Zinsen, die jedoch nur für kurze Zeit galten! TIPP: Als Basisausstattung sollte man über ein Girokonto und ein Tagesgeldkonto verfügen. Weitere Konten nur für klare Zwecke, z. B. wenn Sie Vermieter oder selbstständig sind. Sinnvoll kann es sein, ein weiteres Tagesgeldkonto einzurichten, auf dem Sie Geld für einen bestimmten Zweck sammeln (siehe Tipp: Retten Sie Ihr Weihnachtsgeld ). Die Einrichtung eines Tagesgeldkontos ist nicht schwerer als die eines Girokontos. Fragen Sie als Erstes bei Ihrem nächsten Besuch Ihre Bank, welche Konditionen sie Ihnen anbieten würde. Vergleichen Sie diese mit Übersichten wie oder jenen der Stiftung Warentest. Dort finden Sie auch die Kontaktdaten der Anbieter und weitere Tipps. Normalerweise bringen fest angelegte Gelder mehr Zinsen. Wegen des aktuell niedrigen Zinsniveaus bringt Festgeld derzeit aber kaum mehr als ein Tagesgeldkonto.

9 2 titel So machen Sie mehr aus Ihrem Geld PLUS Zu jedem Girokonto gehört ein Tagesgeldkonto. Geld, das Sie in der nächsten Zeit nicht brauchen, bringt dort bis zum Einsatz Zinsen. Einziger Aufwand: Sie müssen vielleicht aktives Geld-Management betreiben (zwei bis drei Kontoauszüge, ein bis zwei Umschichtungen zwischen den Konten pro Monat). Dauerhafte Nutzung des Dispokredits ist teuer. Entweder den Dispo zügig zurückfahren oder über die Möglichkeit eines Ratenkredits nachdenken. Für alle Konten, auf denen Sie Zinsen erhalten, sollten Sie einen Freistellungsauftrag erteilen, denn sonst wird wie bei Ihrem Einkommen durch Ihren Arbeitgeber gleich ein Teil der Zinsen an das Finanzamt abgeführt. Insgesamt dürfen Sie im Jahr 1600 Euro Zinsen und Dividenden steuerfrei einnehmen (Verheiratete 3200 Euro), deshalb können Sie Ihre Bank/en bis zu dieser Höhe von der Abführung von Steuern an das Finanzamt freistellen, weil Sie sie mit der Steuererklärung ohnehin zurückbekämen. Erteilen Sie nicht zu hohe Aufträge pro Bank und halten Sie sich immer noch eine Reservesumme für den Fall, dass Sie eine weitere Bankverbindung einrichten wollen. Machen Sie sich eine Liste, damit Sie den Überblick über alle erteilten Freistellungsaufträge behalten. Ist einmal Geld beim Finanzamt gelandet, weil Sie keinen Freistellungsauftrag erteilt haben, können Sie es sich mit der nächsten Steuererklärung zurückholen. Retten Sie Ihr Weihnachtsgeld! Den Effekt, dass das Weihnachtsgeld durch die jährlich im Dezember/Januar fälligen Zahlungen (Versicherungen etc.) aufgefressen wird, kennt fast jeder. Sie vermeiden dies, indem Sie die Gesamtsumme der fälligen Jahresbeträge durch zwölf teilen und diesen Betrag monatlich auf ein verzinstes Tagesgeldkonto überweisen, von dem die benötigte Summe dann am Jahresende entnommen werden kann. MINUS Kartenflut. Eine bunte Reihe von Plastikkarten im Portemonnaie macht vielleicht Eindruck im Golf-Club. Mit jeder neuen Zahlungsmöglichkeit verringern Sie aber Ihre Übersicht, zahlen zusätzliche Gebühren und erhöhen Risiko und Aufwand bei Verlust. Bargeldabhebung mit der Kreditkarte. Teurer geht es fast nicht, wenn man sich Bargeld beschaffen will: In der Regel wird ein Prozent Gebühr fällig, mindestens sind es aber fünf Euro. Die Begriffe Kreditkarte und Bargeld sollten Sie am besten gedanklich gar nicht zusammenbringen. Bargeldabhebungen bei fremden Banken. Das Kostenargument gilt seit Neuestem leider auch für Abhebungen mit der EC-/Maestro-Karte bei anderen Kreditinstituten. Hier haben die Banken Ihre Gebühren zum Teil auf über vier Euro angehoben. Achten Sie also immer darauf, nur in dem Verbund Geld abzuheben, dem Ihre Bank angehört. Beispielsweise haben alle Sparkassen ihre Geldautomaten füreinander kostenfrei geöffnet, alle Großbanken inklusive Postbank als CashGroup ebenfalls. Angaben dazu stehen in der Regel auf jedem Geldautomaten. Sparen auf Kredit. Wenn Sie dauerhaft Ihren Dispo nutzen und über das Sparen nachdenken, sollten Sie nicht automatisch einen Sparvertrag abschließen, sondern statt dessen Ihre Kredite abbauen. In dieser Situation sind die eingesparten Zinsen die beste Geldanlage (siehe auch Folge 4: Sparen). beispielsweise bei Internet-Einkäufen, Autovermietern oder auf USA-Reisen verschafft. Alle anderen Kartenverträge können die meisten Verbraucher getrost kündigen. Denn es gilt: Das Geschäft mit Karten macht anders als beim cleveren Umgang mit zwei Konten nur das Geldhaus. Der Kunde kauft sich mit dem Plastikgeld lediglich Flexibilität. Und die kostet extra. Mehr Infos bei stern.de bietet weiterführende Tipps der Verbraucherzentralen zum Geldalltag S GUT ZU WISSEN Online-Banking lohnt sich fast immer Online-Banking hat unbestreitbar Vorteile, ist aber nicht für jeden geeignet. Sinnvoll ist es für Sie, wenn Sie nicht ständig Ihre Filiale aufsuchen wollen oder können sei es, weil Sie viel unterwegs sind, krank sind oder einfach möglichst viele Zugangswege zu Ihrer Bank haben wollen. Die Sicherheitsbedenken, die immer noch einen Großteil der Verbraucher vom Online- Banking abhalten, halten Experten für unberechtigt. Alle bekannt gewordenen Missbrauchsfälle betreffen EC- und Kreditkarten, nicht aber das Online-Banking selbst. Realistisch gesehen ist das Risiko, betrogen zu werden, nicht höher als beim konventionellen Umgang mit Geld. Hier die Möglichkeiten: Beim Telefon-Banking müssen Sie eine spezielle Rufnummer anwählen und Kontonummer sowie Geheimzahl über die Telefontastatur eingeben. Meist bietet eine Computerstimme Hilfe an, und Sie können Überweisungen etc. per Tastatur und Spracheingabe vornehmen. Bei komplexeren Anfragen werden Sie mit einem Mitarbeiter im Call-Center verbunden. Vorteil: Telefon-Banking funktioniert fast immer und überall, auch per Handy. Einen Computer müssen Sie dazu nicht haben. Banking per Fax und Post bieten die meisten Banken ebenfalls an. Entweder schreiben Sie Ihr Anliegen kurz auf, oder Sie benutzen spezielle Vordrucke. Das Online-Banking mit dem PC funktioniert heute meist übers Internet. Damit man geschützt Kontakt zur Bank aufnehmen kann, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Sie setzen eine spezielle Software ein (gibt s von der Bank oder im Softwarehandel), oder Sie benutzen einen der gängigen Web-Browser (Internet Explorer, Netscape Navigator und andere). Hier müssen Sie sich bei der Einwahl mit Ihrem geheimen PIN (Persönliche Idenditfikationsnummer) identifizieren und anschließend jede Transaktion mit einer TAN-Nummer (Transaktionsnummer) bestätigen, die man nur einmal verwenden kann. Beide Nummern erhalten Sie von Ihrer Bank. Beim Einsatz einer Online-Banking-Software (z.b. Intuit Quicken) geben Sie zunächst alle Überweisungen etc. gesammelt ein und stellen erst dann eine Verbindung zum Bankrechner her. Praktisch ist solche Software vor allem, weil Sie jederzeit Einnahmen und Ausgaben beliebigen Kategorien zuordnen und auswerten können beispielsweise alle Kontobewegungen für Auto, Wohnen, Urlaub. Mit etwas Übung sind sogar Vermögensübersichten und -prognosen darstellbar. S 196 S T E R N 4 5 / LESEN SIE NÄCHSTE WOCHE: VORSICHT, SCHULDEN! DER RICHTIGE UMGANG MIT KREDIT

10 Die Haie war ten schon Genieße sofort zahle später: Banken und Sparkassenlocken mit billigem Geld. Was Sie beachten sollten, bevor Sie einen KREDIT aufnehmen. Teil 2 der Serie 1x1 DES GELDES Von KARIN SPITRA und DANIEL MATZENBACHER (Illustrationen) Die Versuchung lauert überall: die neuesten Computermodelle, leistungsstarke DVD-Recorder, hippe Wintermode, und und und. Gerade in der Vorweihnachtszeit wird mit geballter Werbekraft an den Kaufinstinkt appelliert. Was aber, wenn die Wünsche größer sind als der Geldbeutel? Kein Problem, suggeriert die Werbung: Es gibt ja auch billigen Kredit. Tatsächlich haben Sie mit einem Kredit heute schon Geld, welches Sie erst noch verdienen müssen. Später wird ihnen dieses Geld allerdings fehlen, weil Sie ja den Kredit zurückzahlen werden. Merke: Sie müssen nicht nur den Kredit zurückzahlen (Tilgung), sondern auch Manchmal lohnt es sich, Schulden zu machen zum Beispiel: mit einem Kredit die Ausbildung finanzieren 216 S T E R N 4 6 /

11 GUT ZU WISSEN Welche Formen von Kredit gibt es? KREDITART Dispositionskredit ( Dispo ),auch Kontokorrentkredit genannt eine Leihgebühr (Kreditzinsen). Diese Rückzahlung leisten Sie in Teilbeträgen, den Raten und die setzen sich aus Zins und Tilgung zusammen. Wie bei allen Geldgeschäften sollten Sie sich natürlich auch bei einem Kredit fragen, ob das Geld, für das Sie schließlich Zinsen zahlen, sinnvoll verwendet wird. GUT ZU WISSEN Was kostet ein Kredit? Ist Ihnen eigentlich bewusst, dass ein und derselbe Kredit durch unterschiedliche Laufzeiten unterschiedlich viel kostet? Höhe des Kredits Laufzeit (Monate) Nominalzins (%) mtl. Rate Summe aller Zahlungen Ratenkredit Rahmenkredit Kauf auf Raten Leasing Kreditkarte Darlehen von Privatpersonen Arbeitgeberdarlehen UND WAS DAHINTER STECKT Häufig räumen die Banken Ihnen freiwillig einen Kreditrahmen auf ihrem Girokonto ein (in der Regel das Dreifache Ihres monatlichen Nettoeinkommens), über den Sie frei disponieren (= verfügen) können. Für diese Freiheit zahlen Sie relativ hohe Zinsen Darlehen bei einer Bank mit festem Zinssatz und gleich bleibenden Raten Häufig als Vario-, Scheck- oder Idealkredit bezeichnete, flexible Sonderform des Ratenkredits, der Ihnen auf Abruf zur Verfügung steht. Variabler Zins und Tilgung mit Mindestraten Sie bezahlen eine gekaufte Ware in Raten, die einen Zinsaufschlag enthalten Eine Mischung aus Miete und Kredit: Sie zahlen meist einen Anfangsbetrag und danach eine monatliche Summe für die Abnutzung eines Gebrauchsgegenstands (z.b. Auto oder Fernseher). Wenn Ihnen bei Vertragsende eine Kaufoption eingeräumt wird, handelt es sich um ein so genanntes Finanzierungsleasing und damit um ein Kreditgeschäft Die Kreditkartengesellschaft oder die Bank rechnet meist einmal im Monat mit Ihnen ab. Das ist dann nichts anderes als ein zinsfreies Darlehen in Höhe der getätigten Ausgaben bis zum nächsten Abrechnungsdatum Auch mit Freunden und Verwandten können Sie einen Kreditvertrag schließen Größere Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern teilweise günstige Kredite für bestimmte Zwecke (z.b. Wohneigentumsfinanzierung) an , So ist ein Kredit für einen Autokauf immer besser als für einen Karibikurlaub. Wenn der Urlaub längst vorbei ist, steht das Auto immer noch als Anlagegut vor der Haustür. Merke: Wenn schon einen Kredit, dann am besten einen produktiven. Ein Auto auf Pump könnte Ihnen beispielsweise , Durch längere Laufzeiten können Sie zwar Ihre monatliche Belastung senken, doch der Kredit wird insgesamt teurer. In unserem Beispiel kostet der Kredit mit der längeren Laufzeit 1620 Euro mehr Achten Sie beim Kreditvergleich nicht nur auf den so genannten Nominalzins (Beispiel oben). Wenn Sie wissen wollen, wieviel Sie der Kredit wirklich kostet, fragen sie nach dem so genannte Effektivzins. Dieser berücksichtigt den Tilgungsverlauf sowie die anfallenden Kosten (z.b. Bearbeitungsgebühr) und ist damit aussagekräftiger. Was im Effektivzins leider nicht eingerechnet wird, ist die so genannte Restschuldversicherung, die teilweise erhoben wird. Damit wird der Kredit zurückgezahlt, falls Sie sterben sollten, arbeitslos oder arbeitsunfähig werden. Die Restschuldversicherung wird von vielen Banken gefordert (und gleich als Produkt aus dem eigenen Hause mit verkauft) und ist ein ernst zu nehmender Kostentreiber. GUT ZU WISSEN Fünf teure Irrtümer Einen Kredit für Konsumzwecke würde ich niemals aufnehmen, da nutze ich lieber meinen Dispo. Falsch: Der Dispo, also die Überziehung des Girokontos, ist ebenfalls ein Kredit und zwar der teuerste. Mit Krediten kann ich auch Steuern sparen. Meist falsch: Nur für sehr wohlhabende Kunden beziehungsweise Selbstständige und Beamte kann sich beispielsweise ein Festdarlehen steuerlich lohnen, das mit einer Kapitallebensversicherung gekoppelt ist. Ich schaue beim Vergleich nur auf den effektiven Jahreszins. Damit habe ich alle Informationen, die ich brauche. Leider falsch: Um den richtigen Kredit bei der richtigen Bank zu finden, sollten Sie zusätzlich beachten, welche Sicherheiten die Bank verlangt, wie hoch die Restschuldversicherungsprämie ist und ob die Bank Beratungskompetenz gezeigt hat, sich also intensiv mit Ihrer konkreten Situation auseinander gesetzt und verschiedene Modelle der Finanzierung vorgestellt hat. Mein Mann hat vor ein paar Jahren sehr hohe Kredite aufgenommen. Ohne Gütertrennung hänge ich da nun auch mit drin. Zum Glück falsch. Wer nichts unterschreibt, übernimmt keine Schulden. Auch in der Ehe hat jede/r seine eigenen Schulden. Deswegen sollten Sie sich auch sehr genau überlegen, ob Sie mit unterschreiben oder sogar eine Bürgschaft/Gesamtschuld für Ihren Ehepartner übernehmen, denn dann hängen Sie tatsächlich mit drin. Ich hab so viele Schulden, da komme ich nie wieder raus. Deswegen kümmere ich mich auch nicht mehr darum. Falsch. Selbst bei Überschuldung sieht das Gesetz eine Schuldbefreiung nach sechs Jahren vor, wenn man das so genannte Verbraucherinsolvenzverfahren mit Restschuldbefreiung beantragt. Informieren Sie sich bei Ihrer örtlichen Schuldnerberatungsstelle. Ich habe mich gestern zu einem Kreditvertrag überreden lassen und auch unterschrieben. Jetzt komme ich da nicht mehr raus. Falsch. Jeder Verbraucher hat ein zweiwöchiges Widerrufsrecht. Die Widerrufserklärung muss nur innerhalb dieser Frist abgesendet werden. Sie muss nicht begründet werden. Wurden Sie beim Abschluss nicht ordnungsgemäß über dieses Recht aufgeklärt, beginnt die Frist nicht zu laufen. Damit haben Sie sogar, wenn die Belehrung nicht nachgeholt wird, ein ewiges Widerrufsrecht für diesen Vertrag. 218 S T E R N 4 6 /

12 GUT ZU WISSEN Wann ist eine Kreditaufnahme sinnvoll? Für einen Kredit muss man Zinsen zahlen, die eine Art Miete für das Geld (= Kapital) darstellen. Wer keinen Kredit aufnehmen muss, weil er über das notwendige (Eigen-)Kapital verfügt, fährt eigentlich immer günstiger. Trotzdem sind Kredite in der modernen Marktwirtschaft unverzichtbar, weil durch ihren Einsatz Investitionen getätigt werden können: vor allem bei Unternehmen, aber auch im Privathaushalt. Es kommt auf den Verwendungszweck an VERWENDUNGSZWECK ERKLÄRUNG BEISPIELE BEWERTUNG GEEIGNETE KREDITFORM Der produktive Kredit Bei ihm ist am Ende der Laufzeit eine materielle oder zumindest immaterielle Weiterentwicklung feststellbar Kauf einer Wasch- maschine erspart teure Reinigung und unbequemen Waschsalon; Finanzierung einer Ausbildung, mit der später mehr Geld verdient werden kann Hier wird (bei Verbrauchern häufig erst mittel- bis langfristig) mit dem Kredit ein Gewinn erzielt. Der Kredit lohnt sich also finanziell, wenn er wie geplant abläuft. Sinnvolle Kreditaufnahme. Ein Ansparen würde zu viel Zeit in Anspruch nehmen In aller Regel ist hier ein Ratenkredit sinnvoll. Der ermöglicht eine gute Planung und ist weit billiger als ein Dispo. Wer allerdings kurzfristig Geld erwartet, kann Investitionen auch einmal mit dem Dispokredit finanzieren, das ist dann weniger aufwendig Der Notfallkredit Er muss aufgenommen werden, um eine plötzliche finanzielle Notlage zu überbrücken Durch Unachtsamkeit hat man in der Wohnung des Nachbarn einen nicht versicherten Wasserschaden verursacht, den man bezahlen muss; ein Selbstständiger muss einen krankheitsbedingten Verdienstausfall überbrücken, kann danach aber wieder arbeiten Wenn es keine anderen Möglichkeiten gibt (Sozialkassen, Versicherungen etc.), ist dieser Kredit schlicht unumgänglich. Meist ist er auch sinnvoll, weil er lediglich zur Überbrückung der finanziellen Krise eines an sich funktionierenden Haushalts dient. Je mehr Vermögen als Sicherheitspolster vorhanden ist, desto unwahrscheinlicher wird der Not-fallkredit. Einige Fälle können auch mit Versicherungen verhindert werden (z.b. Privathaftpflicht) Für kurzfristige und vorübergehende Notlagen wird in aller Regel der Kontokorrentkredit das beste Mittel sein. Handelt es sich um einen längeren Zeitrahmen ist an einen Ratenkredit zu denken Der Luxuskredit Aus der Anschaffung/ Ausgabe ergeben sich keine finanziellen Rückflüsse. Für den Kredit muss damit aus einer anderen Quellen das Geld beschafft werden Aufwendige Ferienreise auf Kredit; übertriebenes Shopping von Luxusgütern Wer sich wirklich sonst nichts gönnt, kann auch mal einen überschaubaren Luxuskredit aufnehmen. In jedem Fall sollte man hier aber gründlich über- legen, ob man sich den Kredit leisten kann und das Risiko eingehen möchte, auch bei veränderter Einkommenslage (z.b.: Arbeitslosigkeit, Kinder) noch mit Raten belastet zu sein. Alternative: Ansparen! Nur kleine Beträge sollten bei Luxusausgaben über den Dispo finanziert werden. Wenn eine größere Kreditaufnahme erwogen wird, dann am besten per Ratenkredit, der nicht zu langfristig läuft helfen, eine neue Arbeitsstelle anzunehmen, die Sie sonst gar nicht erreicht hätten. Eine kreditfinanzierte Ausbildung bietet ihnen Chancen für die Zukunft. Kredite müssen aber wie alle anderen Waren auch bezahlt werden. Vielen Kunden ist nicht bewusst, dass ein und derselbe Kredit durch unterschiedliche Laufzeiten unterschiedlich viel kostet. Ein Beispiel: Bei einem Kredit von Euro und einem Zinssatz von 9,5 Prozent würde man bei einer Laufzeit von 36 Monaten und einer Kreditrate von 321 Euro insgesamt Euro zurückzahlen. Wenn man aber die Laufzeit verdoppelt und eine niedrigere Rate von 183 Euro wählt, kostet der Kredit insgesamt schon Euro. Deshalb: immer nach dem Effektivzins fragen. Er berücksichtigt den Tilgungsverlauf und alle anfallenden Kosten und auch die fast immer erhobene Bearbeitungsgebühr. Viele Banken verlangen bei der Kreditvergabe eine teure Zusatzversicherung die Restschuldversicherung. Diese springt ein, wenn Sie sterben sollten oder arbeitslos werden, ist aber ein ordentlicher Kostentreiber: Im Extremfall kostet die Restschuldabsicherung für einen 220 S T E R N 4 6 /

13 MEIN GELD Wie viel Kredit können Sie sich leisten? Mit Hilfe dieser Liste können Sie errechnen, wo Ihre realistische Obergrenze für die monatliche Belastung durch einen Kredit liegt So geht s: Zählen Sie zunächst an Hand Ihrer letzten Kontoauszüge zusammen, wie hoch Ihre Ausgaben (Miete, Nebenkosten, Kfz, bereits laufende Kredite usw.) im Monat sind. Ziehen Sie diese Gesamtsumme von Ihrem monatlichen Nettoeinkommen ab. Wieviel bleibt von Ihrem Nettoeinkommen übrig? Ziehen Sie davon die monatliche Rate für den neuen Kredit ab. Was bleibt übrig? IHR MONATLICHES NETTOEINKOMMEN Ihre monatlichen Ausgaben Miete Summe aller Nebenkosten Auto/Benzinkosten Telefon Fernseh- und Rundfunkgebühren Lebensmittel (geschätzt) Kleidung (geschätzt) Versicherungen Sparverträge Summe aller Raten für schon laufende Kredite (z.b. Ratenkredit bei Ihrer Bank, Leasing Kfz, Teilzahlung Fernseher o.ä., BAföG-Rückzahlung) Sonstiges SUMME ALLER AUSGABEN Was bleibt nach Abzug aller Ausgaben von Ihrem monatlichen Nettoeinkommen übrig? (Freies Einkommen) MONATSRATE IHRES NEUEN KREDITS Wieviel würde von Ihrem monatlichen Nettoeinkommen nach Abzug der Rate für Ihren neuen Kredit übrig bleiben? AUSWERTUNG: Es bleiben mehr als zwei Drittel Ihres frei verfügbaren Einkommens übrig. Sie können den Kredit bedenkenlos aufnehmen Es bleiben zwischen einem und zwei Drittel übrig. Den Kredit können Sie sich gerade noch leisten wenn er unbedingt nötig ist 5000-Euro-Kredit insgesamt 836 Euro fast ein Fünftel der eigentlichen Kreditsumme. Merke: Durch eine längere Laufzeit können Sie zwar die monatliche Belastung senken, aber dadurch wird der Kredit insgesamt teurer. Wenn Sie die Kreditkosten vergleichen, sollten Sie dabei immer auf den Effektivzins achten und auch Zusatzkosten wie eine mögliche Restschuldversicherung nicht vergessen. Kreditgeschäfte sind Vertrauenssache. Das zeigt schon die Herkunft des Wortes. Kredit kommt von dem lateinischen credere Es bleiben weniger als ein Drittel übrig. Finger weg von dem Kredit! und bedeutet so viel wie glauben. Die Bank vertraut darauf, dass Sie von Ihnen das geliehene Geld samt Zinsen zurückbekommt. Deswegen hat die Bank als Kreditgeber ein großes Interesse daran, dass Sie als Kunde bestimmte Voraussetzungen erfüllen: Sie müssen in der Lage sein, zusätzlich zu Ihren laufenden Ausgaben über die volle Laufzeit die monatlichen Kreditraten aufzubringen (Kapitaldienstfähigkeit). Die Bank muss Sie als kreditwürdig betrachten (Bonitätsprüfung, Schufa- Auskunft). Häufig wird ein Pfand verlangt, das an die Bank fällt, wenn Sie nicht zahlen können (Sicherheiten). Viele Kreditnehmer muten sich dabei zu viel zu, und auch manche Banken schielen nur aufs Geschäft. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat ermittelt, dass 17 von 28 Kreditinstituten einem Testkunden mit monatlich 1300 Euro netto und einem Sparvermögen von 2000 Euro stolze Euro Kredit gegeben hätten eigentlich schon der Einstieg in die Schuldnerkarriere. Merke: Überlegen Sie genau, ob Sie sich bei knapper Haushaltslage wirklich einen Kredit leisten können. Dies gilt besonders dann, wenn Sie schon einen Kredit laufen haben: Die rasche Rückzahlung eines Dispo-Kredits, für den Sie beispielsweise zwölf Prozent Zinsen zahlen müssen, ist vernünftiger als jede Geldanlage! Ein umstrittener Teil der Bonitätsprüfung wird übrigens von der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (Schufa) geleistet. Die Schufa sammelt Daten, die sie von ihren Vertragspartnern (Banken, Bausparkassen, Kaufhäuser, Versicherungen, aber auch Telekommunikationsanbieter und Versandhändler) bekommt, und wertet zudem die Schuldnerverzeichnisse der Amtsgerichte aus. Neben unbedenklichen Daten wie Ihrem Namen, Geburtstag und Anschrift, werden dort aber auch so genannte Negativmerkmale gespeichert etwa die Kündigung eines Kreditvertrages, Kreditkartenmissbrauch, Zwangsvollstreckung und Lohnpfändung. Erfasst wird auch, wenn sich ein Kunde gegen Forderungen juristisch wehrt oder die Unterzeichnung der Schufa-Klausel bei 222 S T E R N 4 6 /

14 MEIN GELD Sind Sie fit für einen Kredit? Hand aufs Herz: Würden Sie sich selbst Geld leihen? Wenn Sie die nachfolgenden Fragen ehrlich beantworten, finden Sie heraus, ob Kredite für Sie tendenziell eher Vorteile oder Nachteile bringen. Wenn Sie bereits Kredite haben, können Ihnen die Antworten ein Gespür für Warnsignale geben, die erfahrungsgemäß im Vorfeld von Zahlungsschwierigkeiten auftreten. Hier gilt es dann nach Möglichkeit gegen zu steuern, auf keinen Fall sollten Sie aber neue Kredite aufnehmen In Geldangelegenheiten bin ich eher genau und diszipliniert. Ich plane mein Leben gern und bin bemüht, die Planungen einzuhalten. Ich komme mit meinem Einkommen im täglichen Leben einigermaßen aus. Ich habe einen groben Überblick darüber, wie sich mein Konto im letzten Jahr entwickelt hat. Ich weiß in etwa, welches Vermögen ich habe und welche Kredite und Verpflichtungen. Mein Einkommen bzw. meinen Arbeitsplatz würde ich in den nächsten fünf Jahren als sicher bezeichnen. Ich setze Kredite nach längerer Überlegung sehr gezielt ein. Ich überlege grundsätzlich, ob ich das Geld für eine gewünschte Anschaffung nicht doch ansparen kann. Meine bisherigen Kreditverträge sind ohne größere Probleme abgelaufen. Lastschriften auf meinem Konto sind bislang immer eingelöst worden. Ich habe ein stabiles Einkommen. Meiner Firma geht es gut. Es ist wenig wahrscheinlich, dass mein Arbeitsplatz und mein Einkommen gefährdet sind. Meine Ehe läuft eher gut, eine Scheidung ist wenig wahrscheinlich. Ich habe keine länger dauernde oder chronische Krankheit, die mir auch berufliche Probleme schaffen könnte. AUSWERTUNG: Bis zu vier Nein-Antworten, der Rest ist Ja: Sie sind ein Kredit-Typ! ja nein Bis zu sieben Nein-Antworten, ansonsten Ja: Vorsicht denken Sie nach, ob Sie den Kredit wirklich brauchen Mehr als sieben Nein-Antworten: Zu viele Unsicherheiten. Lassen Sie lieber die Hände von einem Kredit TIPP: Kredit bedeutet immer, ein Stück Freiheit in der Gegenwart zu gewinnen, aber in der Zukunft aufzugeben. Wägen Sie ab, ob die stets mit einer Kreditaufnahme zusammenhängenden Kosten und Risiken gerechtfertigt sind einem Vertrag ablehnt, die beispielsweise der Bank das Recht gibt, all diese Daten zu erfahren. Merke: Häufen sich die Negativmerkmale, wird es Probleme bei der Kreditbewilligung geben. Manche Banken gehen auf Nummer sicher und lassen sich möglichst wertvolle Kreditsicherheiten übertragen für den Fall, dass Sie nicht mehr zahlen können. Das ist oft der mit dem Kredit finanzierte Gegenstand, beispielsweise das Auto. Oder eine Lebensversicherung, die dann an die Bank fällt, wenn die Raten ausbleiben. Häufig ist auch die so genannte Lohnabtretung, welche die Bank berechtigt, ausstehende Zahlungen direkt bei Ihrem Arbeitgeber einzutreiben. Bei einer Bürgschaft schließlich beteiligen Sie andere (beispielsweise Ihren Partner) am Rückzahlungsrisiko nach dem Prinzip: Kann ich nicht, muss er zahlen. Merke: Sie sollten prüfen, welche Sicherheiten Sie der Bank bieten können S T E R N 4 6 /

15 So machen Sie mehr aus Ihrem Geld PLUS Vor der Kreditaufnahme vorausschauend kalkulieren: Können Sie die Belastung dauerhaft aufbringen? Wie viele Kredite haben Sie schon? Wann immer möglich, kurze Laufzeiten vereinbaren, da der Kredit so billiger wird. Statt für den Todesfall eine Restschuldversicherung zu vereinbaren, sollten Sie eine möglicherweise bestehende Risikolebensversicherung teilweise abtreten. Eine Bank, die sich darauf nicht einlässt, sollten Sie meiden. Wer schon eine Kreditgeschichte hat: Schufa-Eigenauskunft einholen, um für das Bankgespräch gut vorbereitet zu sein. In der Krise: Immer Kontakt zur Bank aufnehmen, keine Vogel-Strauß-Politik betreiben. Keine Scheu vor der Schuldnerberatung, wenn Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit droht. MINUS Luxusausgaben über Kredit finanzieren. Niemals! Übereilt einen Sparvertrag abschließen, so lange noch irgendwo ein Kredit läuft. Die beste Anlage ist meist die Kredittilgung. Für andere (Lebenspartner etc.) pro forma den Vertrag mit unterschreiben. Umschuldung von Krediten, ohne dass alle Kosten im Vergleich vorgerechnet worden sind. Kreditaufnahme über Kleinanzeigen (Kreditvermittler). Die Einschaltung eines Vermittlers verteuert immer den Kredit, da dieser natürlich eine Provision bekommt. In vielen Fällen handelt es sich nur um Abzocker, die Provisionen berechnen, aber keine Kredite vermitteln. MEIN GELD Ist Ihr Kredit in der Krise? Die häufigsten Auslöser für Schuldenprobleme sind Arbeitslosigkeit und Ehescheidung. Wer Probleme hat, seinen Kredit abzuzahlen, sollte sich an folgendem Entscheidungsmuster orientieren: MÖGLICH Wenn Ausgaben soweit reduziert werden können, dass die Raten weiter zu bezahlen sind, reicht diese Maßnahme zunächst aus MÖGLICH Wenn die Bank zustimmt, kann damit eine sinnvolle Lösung für eine nur vorübergehende Zahlungsschwierigkeit gefunden werden MÖGLICH Nur sinnvoll, wenn nach Preisvergleich dieumschuldung unter Einbeziehung aller Kosten nicht zu teuer und auf Dauer zu bezahlen ist. Die eigene oder eine andere Bank muss dazu bereit sein Kassensturz : Klarheit über alle Schulden gewinnen. Liste aller Verbindlichkeiten und aller Einnahmen und Augaben erstellen SCHRITT 1: Möglichkeiten von Einsparungen prüfen NICHT MÖGLICH SCHRITT 2: Versuch eine Zahlungsvereinbarung mit der Bank zu treffen (z.b.: vorübergehende Ratenreduzierung, Stundungsvereinbarung, Zinsstopp) NICHT MÖGLICH SCHRITT 3: Wenn eine Zahlungs- vereinbarung nicht möglich ist, sollte die Umschuldung in einen anderen Kredit geprüft werden NICHT MÖGLICH SCHRITT 4: Verbraucherinsolvenzverfahren anstreben. Zunächst dafür Informationen beschaffen: Bücher und Schuldnerberatungsstellen 2 wirtschaft und wollen. Das pfandähnliche Prinzip ist allen gleich, aber im Fall der Fälle haben sie unterschiedliche Folgen. Wenn Sie jetzt unsicher geworden sind, ein einfacher Tipp: Bevor Schulden gemacht werden und nichts anderes ist ein Kredit, sollten Sie es ruhig einmal mit Vorsparen probieren. Wenn Sie etwa drei Monate lang auf Probe versuchen, die Raten für einen infrage kommenden Kredit zur Seite zu legen, können Sie gut erkennen, ob die Haushaltskasse die finanzielle Verpflichtung überhaupt verkraftet. Dann kann auch mit dem Kredit eigentlich nichts mehr schief gehen. Mehr Infos im Internet Was passiert bei Land unter und wie funktioniert die Privatinsolvenz? S ÜBERSICHT: DIE STERN-GELD-SERIE TEIL 1: Konto, Karten & Cash TEIL 2: Schulden Sind Sie kreditwürdig? TEIL 3: Versicherungen Welche Sie brauchen TEIL 4: Sparen So legen Sie richtig an TEIL 5: Immobilien Kaufen oder mieten? 226 S T E R N 4 6 /

16 Wenn Herr Kaiser klingelt Beim nächsten Besuch des VERSICHERUNGS- VERTRETERS wissen Sie besser als er, was Sie wirklich brauchen und welche Police er getrost einpacken kann. Teil 3 der Serie 1x1 DES GELDES Von JOACHIM REUTER und DANIEL MATZENBACHER (Illustrationen) Haben Sie eine Rechtsschutzversicherung? Dann befinden Sie sich in großer Gesellschaft. Jeder zweite Deutsche hat diese Versicherung abgeschlossen, mit der er sich gegen die Kosten eines möglichen Gerichtsprozesses wappnen möchte. Nur: Standen Sie schon einmal vor dem Kadi, und haben ihre Rechtsschutzversicherung wirklich gebraucht? Nein? Sie zahlen also lieber ihre Beiträge für diese Police und hoffen, dass sie diese niemals in Anspruch nehmen müssen. Auch das ist nicht unüblich. Die Deutschen lieben Versicherungen. Und sie lassen sich ihr Sicherheitsbedürfnis etliches kosten. Jeder Haushalt zahlte im vergangenen Jahr durchschnittlich 210 S T E R N 4 7 / Schwarze Katze von links: Haus in Flammen, Fahrrad weg, Auto Schrott gut, wenn man richtig ver sichert ist

17 2771 Euro für private Versicherungen, hat der Branchenverband der Assekuranz ausgerechnet. Das waren 106 Euro mehr als Bei so viel Vorsorge kann ja nichts schief gehen. Irrtum. DIE DEUTSCHEN ZAHLEN ZU VIEL vor allem, weil sie sich oft falsch versichern. Je mehr Schutz ich habe, desto besser klingt zwar beruhigend, führt aber in die Irre. Versicherungen versprechen gegen Gebühr (Prämie) einen finanziellen Ausgleich für Schäden wenn diese denn eintreten. Aber ob und in welchem Ausmaß Schäden auftreten, weiß niemand. Es handelt sich also um eine ungewisse zukünftige Entwicklung, ein Risiko. Und ge- GUT ZU WISSEN Was ist eine Versicherung? Mit einer Versicherungspolice können Sie wichtige Lebensrisiken absichern. Sie schließen mit einer Versicherungsgesellschaft einen Vertrag ab und müssen dafür regelmäßig Beiträge an die Versicherung zahlen. Dafür garantiert sie, bei Eintritt des Ereignisses eine Leistung zu erbringen. Tritt das Ereignis nicht ein, zahlt die Versicherung keine Leistung. Im Prinzip ist das Geld dann weg wie bei einer verlorenen Wette. Regelmäßige Beitragsrate KUNDE VERTRAG VERSICHERUNG Zahlung im Schadenfall zum Ausgleich des wirtschaftlichen Schadens Man unterscheidet zwischen Sachversicherungen (wie zum Beispiel für Hausrat) und Personenversicherungen (beispielsweise Lebensversicherung). Zu letzteren gehören auch die Berufsunfähigkeits-und die Krankenversicherung. Nicht jede Versicherung ist sinnvoll Es gibt bestimmte Risiken, die Sie als Einzelner nicht selbst tragen können und unbedingt versichern sollten (Muss-Versicherung). Je nach eigener Risikobereitschaft sollten Sie die Kann-Versicherungen abwägen. Unsinn-Versicherungen kosten nur Geld. Die Tabelle gibt eine Übersicht. VERWENDUNGSZWECK Muss-Versicherungen ERKLÄRUNG Absicherung der existenzbedrohenden Risiken BEISPIELE Eine Krankenversicherung und eine private Haftpflichtversicherung braucht jeder, eine Berufsunfähigkeitsversicherung jeder Erwachsene im erwerbsfähigen Alter Kann-Versicherungen Unsinn-Versicherungen Versicherungen, die man abschließen kann, wenn man eher risikoscheu und bereit und in der Lage ist, den nötigen Beitrag zu zahlen Versicherungen, bei denen man wegen eines individuell geringen Risikos einen unverhältnismäßig hohen Beitrag zahlen muss. Oder solche, bei denen das Risiko durch eine andere Versicherung bereits abgesichert ist Rechtsschutzversicherung Sie ist relativ teuer, aber je nach Lebenskonstellation eine gute Sache Glasbruch, Reisegepäck, Insassenunfallversicherung beim Auto Kündigen Sie Versicherungen, die nicht unbedingt nötig sind, und zahlen Sie den Beitrag lieber auf ein zinsbringendes Tagesgeldkonto ein. So bauen Sie sich Ihre eigene Sicherheitsreserve 212 S T E R N 4 7 /

18 nau das schätzen die meisten Menschen oft völlig falsch ein mal zu hoch, mal zu niedrig. So werden die möglichen Kosten bei Rechtsstreitigkeiten offenkundig als sehr bedrohlich angesehen. Viel wichtiger ist es, sich mit der Frage zu befassen: Wie sichere ich meine eigene Arbeitskraft? Nur jeder zehnte Erwerbstätige hat nach Erkenntnissen des Bundes der Versicherten eine Berufsunfähigkeitsversicherung GUT ZU WISSEN Fünf teure Irrtümer Bei der Kapitallebensversicherung ist der Todesfallschutz umsonst. Nein, umsonst ist nur der Tod, nicht aber die Versicherung gegen die finanziellen Folgen. Kapitallebensversicherungen werden in Deutschland meist zur Geldanlage eingesetzt, und viele Anleger nehmen den Todesfallschutz sozusagen nur mit, ohne ihn wirklich zu benötigen. Deshalb ist vielen nicht klar, dass sie damit Geld verschenken. Der Monatsbeitrag setzt sich aus drei Teilen zusammen: Neben dem Sparanteil ist es der eigentliche Obulus für das Risiko (hier: Todesfall) und die Kosten für Verwaltung, Provisionen etc. Was man am Ende zurückerhält, ist nicht der Risikoanteil den behält die Versicherung ein wie bei jedem anderen Versicherungsprodukt auch. Zurückgegeben wird allein der Sparanteil. Nur auf diesen beziehen sich übrigens auch alle Renditeangaben. Wer also glaubt, bei einer Lebensversicherung mit Monatsbeitrag 100 Euro würden 100 Euro angelegt, liegt daneben. Private Krankenversicherungen sind günstiger und besser als gesetzliche. Weder das eine noch das andere stimmt so pauschal. Ein großer Vorteil der Gesetzlichen ist beispielsweise, dass nicht erwerbstätige Ehepartner und Kinder kostenlos mitversichert sind. Nur wenigen ist außerdem klar, dass konstruktionsbedingt die Krankenkasse für den Einzelnen in jeder Lebenssituation bezahlbar bleibt, weil der Beitrag fest an das Einkommen gekoppelt ist: Wer arbeitslos oder berufsunfähig wird, muss nicht weiter den vorherigen Beitrag aufbringen ein Problem vieler privat versicherter Arbeitsloser oder Berufsunfähiger. Ausgesprochen günstige Beiträge bei den privaten Krankenversicherungen erhalten ohnehin nur Junge, Gesunde. Wenn Sie bei Abschluss Vorerkrankungen mitbringen, sind auch die Beiträge der privaten Krankenversicherung nicht besonders niedrig. Bevor Sie wechseln, sollten Sie sich unbedingt individuell beraten lassen. Gesetzlich Versicherte können auch eine Zusatz-Police abschließen, mit der sie wie ein Privatpatient behandelt werden. Meine Arbeitskraft ist abgesichert ich habe doch eine Unfallversicherung! Hier verwechseln Sie die Unfall- mit der Berufsunfähigkeitsversicherung. Natürlich ist ein Unfall eine traurige Angelegenheit, die häufig auch finanzielle Auswirkungen hat. Dennoch sichert die Unfallversicherung nur einen Ausschnitt aus dem eigentlichen Risiko ab, und das heißt Invalidität. Statistisch führen vor allem Herz-Kreislaufund Rückenerkrankungen zum Verlust der Arbeitsfähigkeit. Eine Unfallversicherung zahlt in diesen Fällen keinen Cent. Und selbst wenn Sie durch einen Unfall invalide werden und nicht durch eine Krankheit, erhalten Sie aus der Unfallversicherung nur eine einmalige Zahlung und keine Rente. Für die Versicherungen sind Unfallversicherungen ein vergleichsweise risikoarmes Geschäft. So erklärt sich, dass sie dafür mehr werben als für die Berufsunfähigkeitsversicherung. Unabhängige Versicherungsberatung ist teuer. Auf den ersten Blick scheint eine Honorarberatung für mehrere hundert Euro natürlich teuer. Bedenkt man jedoch, dass man beispielsweise für eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die über 30 Jahre läuft und für die man monatlich 80 Euro bezahlt, insgesamt Euro aufwendet, relativiert sich der Preis. Auch ein Provisionsberater erhält sehr ähnliche Summen nur stottern Sie diese mit Ihren Versicherungsprämien ab und zahlen diese nicht direkt. Umfragen zeigen übrigens, dass die meisten Versicherungsvermittler mehr schlecht als recht verdienen. Vor diesem Hintergrund ist es wenig wahrscheinlich, dass ein Vermittler zu dem Schluss kommt, bei seinen Kunden sei alles in Ordnung. Versicherungspakete sind günstig. Seien Sie kritisch, wenn Ihnen mehrere Versicherungen als Paket angeboten werden. Diese Rundum-sorglos-Angebote enthalten fast immer auch Bestandteile, die Sie gar nicht benötigen. Außerdem hat keine Versicherung in allen Sparten Spitzenprodukte. G U T Z U W I S S E N Die Wahl des richtigen Beraters Wenn Sie sich in Versicherungsfragen von einem Berater oder Vermittler helfen lassen wollen, sollten Sie wissen, wie dieser arbeitet. Es gibt Unterschiede in der Qualifikation sowie in der Art und Weise, wie Ihr Gegenüber sein Geld verdient: Stellt er Ihnen eine Rechnung, oder erhält er für jeden Vertragsabschluss eine Provision der Versicherungsgesellschaft? Hat er eine unabhängige oder sogar staatlich geforderte Qualifikation? Oder hat er nur Verkaufsschulungen besucht? Die Tabelle gibt eine Übersicht ART Versicherungsberater Verbraucherzentrale ART Versicherungsmakler Mehrfachver- mittler/-agent Einfachver- mittler/-agent BERATUNG GEGEN HONORAR ERLÄUTERUNG FÜR WEN EMPFEHLENSWERT? Staatlich geprüfte, unabhängige Berater, die nach der Gebühren- ordnung für Rechtsanwälte abrechnen (ca. 90 bis 130 Euro/ Stunde, Erstberatung 208,80 Euro) und nur Ihnen gegenüber verantwortlich sind Anbieterunabhängige, staatlich geförderte Beratungseinrichtung Für alle, die sich selbst wenig mit dem Thema befassen wollen, jedoch eine umfassende und unabhängige Analyse in Auftrag geben möchten und die Empfehlung evtl. anschließend selbst umsetzen Für alle, die unabhängigen Rat einholen wollen und bereit sind, dafür einen kleinen Kostenbeitrag zu bezahlen VERMITTLUNG GEGEN PROVISION ERLÄUTERUNG FÜR WEN EMPFEHLENSWERT? Ermittelt für den Kunden die günstigste Lösung im Markt und haftet bei Beratungsfehlern. Hat gute Marktübersicht, da nicht an eine Versicherung gebunden, und kann eigene Konzepte für Spezialgebiete entwickeln Arbeitet als Vertreter mehrerer Gesellschaften, kann aus einem begrenzten Angebot das Beste heraussuchen Vermittelt nur die Versicherungen einer Gesellschaft Für Leute, die nicht bereit sind, für Beratung zu bezahlen, aber einen festen Ansprechpartner haben wollen, der unabhängig ist Für alle, die nicht bereit sind, für Beratung zu bezahlen, aber zumindest eine Auswahl aus mehreren Versicherungsgesellschaften haben wollen Für Leute, die sich anderweitig bereits gut informiert haben und genau wissen, dass sie bei diesem Unternehmen eine Versicherung abschließen möchten. Oder für Leute, die gern ihren Ansprechpartner um die Ecke haben und ein dichtes Agenturnetz schätzen Versicherungsvermittlung wie Versicherungsberatung haben ihre Vorund Nachteile. Die Versicherungsberatung (auf Honorarbasis) ist im Prinzip vorteilhafter für Sie, aber es gibt nicht viele Berater und nicht jeder Kunde zahlt für die Beratung gern etwas. Die Versicherungsvermittlung (provisionsabhängig) enthält Interessenkonflikte zu Ihren Ungunsten, dafür bietet sie den direkten Zugang zur Versicherungs- gesellschaft und oft auch eine bequeme Regulierung im Schadenfall. Seien Sie kritisch gegenüber jedem, der Ihnen Beratung anbietet, und fordern Sie Transparenz über die Arbeitsweise es geht um Ihr Geld! In Deutschland gibt es nur gut 100 unabhängige Versicherungsberater. Eine Adressenliste aller Mitglieder finden Sie im Internet beim Bundesverband der Versicherungsberatung unter Der Bund der Versicherten (www.bundderversicherten.de) und die Verbraucherzentrale arbeiten nach vergleichbaren Prinzipien. Adressen aller 16 Verbraucherzentralen der Länder finden Sie unter 216 S T E R N 4 7 / S T E R N 4 7 /

19 Hände weg von Versicherungspaketen abgeschlossen. Dabei ist das Risiko statistisch gesehen hoch: Jeder Vierte wird im Laufe seines Arbeitslebens aufgrund von Krankheit oder Unfall berufsunfähig. Tipp: Die Versicherer bieten meist eine Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung, im Branchenjargon kurz BUZ genannt, zu einer Risikolebensversicherung an. Das ist in der Regel preiswerter als ein separater Berufsunfähigkeitsschutz. Es kommt also darauf an, nicht alles, sondern die wirklich wichtigen Dinge des Lebens abzusichern. Und da hapert es hierzulande nicht nur in Sachen BUZ. So besitzt mehr als ein Drittel aller Haushalte keine private Haftpflichtversicherung. Das kann sich böse rächen. Wer anderen schuldhaft einen Schaden zufügt, ist laut Gesetz zum Schadenersatz verpflichtet. Dieser schlichte Rechtsgrundsatz kann leicht zum finanziellen Ruin führen, denn wer den Schaden verursacht, haftet grundsätzlich mit seinem gesamten Vermögen und bis zur Pfändungsgrenze auch mit seinem Einkommen. Mit dem Abschluss einer Haftpflichtversicherung lässt sich dies verhindern. Tipp: Die Versicherungssumme sollte möglichst drei Millionen Euro pauschal für Personen- und Sachschäden betragen. Sinnvoll ist auch die Vereinbarung einer gewissen Selbstbeteiligung. Ein Muss ist auch die Absicherung von Krankheitskosten. Die Frage nach der richtigen Krankenversicherung gesetzlich oder privat ist heikel, denn die G U T Z U W I S S E N Wie kommen Sie raus aus Verträgen? GUT ZU WISSEN Unsichere Klauseln Viele Klauseln in Versicherungsbedingungen tauchen in identischer oder sehr ähnlicher Formulierung in der gesamten Versicherungsbranche auf. Eine Reihe von ihnen, die den Versicherungsnehmer unangemessen benachteiligen, sind unwirksam. Beispiele sind Vertragslaufzeitklauseln über mehr als fünf Jahre, der Ausschluss der Erstattung von Heilbehandlungskosten ausländischer Staatsangehöriger bei Reisen in das Heimatland oder der generelle Ausschluss von Vorerkrankungen in der Restschuldlebens- oder Reisekrankenversicherung. Viele Urteile, in denen die Unwirksamkeit von Versicherungsbedingungen festgestellt wurde, haben Verbraucherzentralen oder der Verbraucherzentrale Bundesverband in Berlin und in letzter Zeit auch der Bund der Versicherten erstritten. Wenn Sie Zweifel haben, ob eine Klausel, auf die sich der Versicherer beruft, zulässig ist, können Sie Ihrer Verbraucherzentrale die Korrespondenz mit dem Versicherer und die entsprechenden Klauseln zur Prüfung vorlegen. Die Anschrift der Verbraucherzentrale in Ihrer Region finden Sie im Internet unter Sie hat die Möglickeit, den Versicherern die Verwendung unwirksamer Klauseln gerichtlich verbieten zu lassen. Wenn es um Ansprüche gegen Ihren Versicherer (beispielsweise nach einem Schadenfall) geht, können Sie sich auch an den Ombudsmann für Versicherungen (www.versicherungsombudsmann.de) wenden. Sie müssen allerdings zuvor bei Ihrer Versicherung Ihren Anspruch erfolglos geltend gemacht haben. Wenn Sie zu dem Schluss gekommen sind, eine Versicherung nicht mehr weiterführen zu wollen, so gibt es für Sie zwei Wege: 1. Ordentliche Kündigung Ein- und mehrjährige Verträge können Sie immer zum Ablauf des Vertrages mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten vor Vertragsende kündigen. 2. Außerordentliche Kündigung Vor dem Ende der vertraglichen Laufzeit können Sie kündigen, wenn folgende Situationen eintreten: Die Beiträge werden erhöht Ihr abgesichertes Risiko fällt weg (wenn Sie z.b. Ihr Auto verkaufen) Der Schadenfall ist abgewickelt (in diesem Fall kann auch der Versicherer kündigen) 218 S T E R N 4 7 /

20 MEIN GELD Welche Versicherungen Sie wirklich brauchen machen Sie den Test Jeder Mensch hat die verschiedensten Lebensrisiken: Singles müssen sich anders versichern als Ehepaare mit Kindern oder Rentner. Allerdings werden Sie es nie schaffen, sämtliche Risiken abzusichern, wie es rund um das Auto mit einer Vollkasko-Versicherung möglich ist. Bei jedem einzelnen Risiko sollten Sie entscheiden, ob Sie sich dagegen versichern oder ob Sie im Schadenfall selbst zahlen wollen. Generell gilt: Je mehr Vermögen Sie besitzen, desto mehr Risiken können Sie selbst tragen. Die Tabelle gibt Ihnen eine Entscheidungshilfe SCHRITT 1 Ihr Versicherungsbestand: Nehmen Sie Ihren Versicherungsordner und kreuzen Sie anhand der Unterlagen an, welche der in dieser Tabelle aufgeführten Versicherungen Sie bereits abgeschlossen haben VERSICHERUNGSTYP VERSICHERUNGSZWECK PRIVATHAFTPFLICHT Zahlt für Schäden, die Sie verursacht haben BERUFSUNFÄHIGKEIT Zahlt eine Rente bei Berufs- und Erwerbsunfähigkeit UNFALL Zahlt einmalig bei Invalidität KINDERUNFALL Zahlt einmalig bei Invalidität der Kinder RISIKOLEBENSVERSICHERUNG Sichert Hinterbliebene ab, die finanziell von Ihnen abhängig sind HAUSRAT Ersetzt Schäden an wertvoller Einrichtung (z.b. bei Einbruch) RECHTSSCHUTZ Zahlt Anwalt und Gericht bei verlorenen Prozessen AUTOHAFTPFLICHT Zahlt Unfallschäden, die Sie verursacht haben (ist Vorschrift) VOLL-/TEILKASKO Zahlt Beschädigungen am eigenen Fahrzeug WOHNGEBÄUDE Zahlt Schäden aus Brand, Blitzschlag, Explosion, Wasser KRANKENTAGEGELD Zahlt krankheitsbedingten Verdienstausfall AUSLANDSREISEKRANKENVERS. Zahlt Behandlungskosten im Ausland REISEGEPÄCK Zahlt bei Verlust des Reisegepäcks TIERHALTERHAFTPFLICHT Zahlt Schäden, die durch das Tier verursacht wurden 2 SINGLE HAUSBESITZ AUTO TIERE PAAR/EHEPAAR FAMILIE MIT KINDERN/ALLEINERZIEHENDE FAMILIE, KINDER AUS DEM HAUS RENTNER SELBSTSTÄNDIG VIEL-/AUSLANDSREISENDE 1 FAMILIENSTAND EINZELRISIKEN 3 Muss-Versicherung Kann-Versicherung überflüssige Versicherung ART DER VERSICHERUNG 4 SCHRITT 2 Ihr Profil: In dieser Zeile müssen Sie sich mit Ankreuzen selbst einordnen zum Beispiel als Paar mit den Einzelrisiken Hausbesitz, Auto und Vielreisender. Mit Hilfe der Tabelle darunter können Sie anschließend sehen, welche Versicherung für Sie zwingend ist: Muss-Versicherung, welche Sie nicht unbedingt brauchen: Kann-Versicherung und welche überflüssig sind VERSICHERUNGS- UNTERNEHMEN IHR VERSICHERUNGSBESTAND VERSICHERUNGS- NUMMER SCHRITT 3 Ihre Entscheidung: Vergleichen Sie nun Ihren Versicherungsbestand mit der Test-Tabelle. Haben Sie alle Muss-Versicherungen? Welche Kann-Versicherungen besitzen Sie? Haben Sie auch überflüssige Versicherungen? Jetzt sollten Sie sich entscheiden: Fehlt Ihnen eine wichtige Versicherung, dann tragen Sie a = abschließen ein, haben Sie diese bereits, b = beibehalten, bei überflüssigen k = kündigen LAUFZEIT BIS BEITRAG (monatlich/ viertelj.) HÖHE DER LEISTUNG IM SCHADENFALL BEWERTUNG GEM. CHECKLISTE Muss/Kann SCHRITT 4 Ihre Übersicht: Notieren Sie in dieser Tabelle ausführlich Ihren Versicherungsbestand. Damit gewinnen Sie eine Übersicht und sind für ein Beratungsgespräch gut vorbereitet Entscheidung hat langfristige Folgen: Aus der privaten Krankenversicherung kann man kaum in die gesetzliche zurückwechseln. Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. Generell lässt sich sagen: Die gesetzlichen Krankenkassen haben breitere Leistungen beispielsweise bei psychischen Erkrankungen; die Familie ist zudem kostenlos mitversichert. Private Versicherer bieten hingegen oft ein höheres Niveau bei den Leistungen. Eine pauschale Empfehlung lässt sich nicht geben. Tipp: Gesetzlich Versicherte können eine private Zusatz-Police abschließen, mit der sie beispielsweise im Krankenhaus oder beim Zahnarzt wie ein Privatpatient behandelt werden. DIE VERSICHERUNGSPRAXIS zeigt: Die meisten Menschen können die Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmtes Risiko eintritt, genauso wenig einschätzen wie die tatsächlichen finanziellen Folgen. Versicherer sind darin Profis. Um das Risiko zu bestimmen, muss man zum einen wissen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass das Ereignis eintritt, und zum anderen, wie hoch der mögliche wirtschaftliche Schaden ist. Ganze Hun- S T E R N 4 7 /

21 dertschaften von Mathematikern berechnen dies anhand einer Formel: Ein Risiko ist die Eintrittswahrscheinlichkeit multipliziert mit der Höhe des Schadens. FÜR DIE VERBRAUCHER ist diese Risikorechnung ungleich schwieriger, denn sie haben kein statistisches Material über die Wahrscheinlichkeit bestimmter Risiken gesammelt. Manchmal hilft der gesunde Menschenverstand: Bevor Sie beispielsweise eine Reisegepäckversicherung abschließen, sollten Sie sich die Frage stellen, ob Ihnen im Urlaub schon einmal die Koffer gestohlen worden sind. Und ob Sie im Fall des Falles nicht selbst dafür aufkommen können. Generell gilt: Versicherbar sind nur die wirtschaftlichen Folgen eines Risiko-Eintritts. Keine Versicherung kann beispielsweise das Todesfallrisiko abnehmen Versicherte können lediglich dafür sorgen, dass die Hinterbliebenen wirtschaftlich abgesichert sind. Und: Es ist unmöglich, sämtliche Lebensrisiken abzusichern, wie es rund um das Auto mit einer Vollkasko-Versicherung möglich ist. Bei jedem einzelnen Risiko müssen Verbraucher also für sich ganz persönlich entscheiden, ob sie dieses oder jenes versichern wollen oder die Prämien sparen und im Schadenfall die Rechnung selbst begleichen. Denn: Wer konsequent Vermögen aufbaut, erreicht früher oder später eine Schwelle, ab der sich der Schaden bequem aus eigener Tasche bezahlen lässt. Der stern hat zusammen mit dem Forschungsinstitut für Finanzdienstleistungen Evers & Jung eine Testtabelle Welche Versicherungen Sie wirklich brauchen erstellt (siehe Seite 220). Wenn Sie mit deren Hilfe herausgefunden haben, was Sie benötigen, heißt der nächste Schritt, einen geeigneten Anbieter zu finden. Wie viel Zeit und Geld Sie dafür aufwenden, sollten Sie von der wirtschaftlichen Bedeutung abhängig machen. Mit der Entscheidung für eine Berufsunfähigkeitsversicherung, mit der Sie sich für viele Jahre binden, sollten Sie sich intensiver befassen als mit der Optimierung einer Privathaftpflichtversicherung, bei der ein Wechsel eine Ersparnis von vielleicht 50 Euro im Jahr bringt. In der Fachpresse und im Internet findet sich eine Vielzahl von Versicherungsvergleichen, aus denen Verbraucher für ihren Bedarf geeignete Anbieter auswählen können. Vor Abschluss ist stets eine zweite Meinung hilfreich. So bieten die Verbraucherzentralen zu jeder Empfehlung aus den Medien oder vom Vermittler einen unabhängigen Gegencheck. S Mehr Infos im Internet Hier finden Sie eine Reihe von Versicherungsvergleichen Gibt gegen Gebühren Hilfestellung bei der Wahl des richtigen Anbieters und informiert über die Pflichten im Schadenfall ÜBERSICHT: DIE STERN-GELD-SERIE TEIL 1: Konto, Karten & Cash TEIL 2: Schulden Sind Sie kreditwürdig? TEIL 3: Versicherungen Welche Sie brauchen TEIL 4: Sparen So legen Sie richtig an TEIL 5: Immobilien Kaufen oder mieten? So machen Sie mehr aus Ihrem Geld PLUS Überprüfen Sie regelmäßig Ihren Versicherungsschutz. Vor allem bei Ereignissen wie Heirat, Nachwuchs, Auslandsaufenthalt, Berufswechsel, Arbeitslosigkeit, Trennung/Scheidung, Hauskauf besteht meist Anpassungsbedarf. Kündigen Sie überflüssige Versicherungen, bauen Sie besser Ihr Vermögen auf. Holen Sie grundsätzlich Vergleichsangebote ein. Wenn Sie eine neue Versicherung abschließen wollen oder auf der Suche nach kostengünstigen Alternativen zu bestehenden Verträgen sind (zum Beispiel Autohaftpflicht), sollten Sie von mindestens drei Anbietern Angebote vergleichen. Achten Sie vor allem auf Leistung, Preis, Laufzeit und Selbstbeteiligung. Ein weiteres Argument kann die Fairness der Gesellschaft bei bisherigen Schadenfällen sein. Seien Sie unbedingt ehrlich, wenn Sie bei Versicherungsanträgen Auskünfte zu Ihrer Person abgeben müssen (z. B. über Vorerkrankungen). Andernfalls droht der Verlust des Versicherungsschutzes und zwar gerade dann, wenn Sie ihn brauchen. Vorerkrankungen gehören zu den heikelsten Themen im Versicherungsbereich. Die Versicherer sind hier sehr empfindlich und selten zimperlich Ihnen gegenüber. Wenn immer möglich, schließen Sie Verträge mit Selbstbeteiligung ab. Da dies den Anreiz zum Versicherungsbetrug verringert, gewähren die Versicherer hierfür meist sehr günstige Tarife. Auch wenn Sie im Schadenfall dann mitzahlen müssen: Die Gesamtrechnung fällt für Sie günstiger aus (beispielsweise bei der Teil- oder Vollkaskoversicherung für Ihr Auto). MINUS Schließen Sie grundsätzlich keine langfristigen Verträge ab. Mit Ausnahme der Lebens- und Berufsunfähigkeitsabsicherung geht das praktisch immer. Sinvoller sind Ein-Jahres-Verträge. Sie haben dadurch keinen Nachteil, können aber leichter zu einem besseren Anbieter wechseln. Zahlen Sie Beiträge nicht in Raten, dies ist meistens teurer. Zahlen Sie immer jährlich, wenn Ihr Versicherer Ihnen dafür Rabatt gewährt. So sparen Sie viel Geld. Verzetteln Sie sich nicht mit Ihrem Versicherungsbestand. Eine möglichst günstige Versicherung von Hausrat oder Haftpflicht zu finden, ist finanziell nicht sehr ergiebig und vor allem von den Risiken weniger drängend als ein optimaler Schutz bei den großen Risiken. Arbeiten Sie sich von den wichtigen zu den weniger wichtigen Policen vor. Unterschreiben Sie grundsätzlich nie etwas am Tag der Beratung, überschlafen Sie Ihre Entscheidung. S T E R N 4 7 /

22 Die Macht des Zinses Sie müssen Ihr Geld richtig anlegen SPAREN allein macht noch nicht reich. Häufiger Fehler: Viele legen sich zu früh im Leben auf langfristige Verträge fest. Wie es besser geht, zeigt Teil 4 der Serie 1x1 DES GELDES Von KARIN SPITRA und DANIEL MATZENBACHER (Illustrationen) 250 S T E R N 4 8 / Wie die Zeit vergeht: Als junges Paar will man auch mal Geld verschwenden im Alter zählt die finanzielle Sicherheit Jeder, der mit geringen Beiträgen zu einem Vermögen kommen möchte, hat zwei mächtige Verbündete: die Zeit und den Zins. Wer früh mit dem Sparen beginnt, erzielt beachtliche Summen. Der erste in einen Sparvertrag eingezahlte Euro ist der wichtigste, weil er länger arbeitet als alle folgenden. Grund ist der Zinseszins: Zum ersten Zins erhalten Sie wie in einem Schneeballeffekt Jahr für Jahr weitere Zinsen. Auf diese Weise werden aus monatlich angelegten 100 Euro zu einem moderaten Zins von drei Prozent nach zehn Jahren Euro und nach 30 Jahren Euro. Die S T E R N 4 8 /

23 MEIN GELD Machen Sie Ihre Vermögensbilanz So geht's: Tragen Sie in die linke Spalte Ihre Vermögenswerte ein. Auf der rechten Seite stehen Ihre finanziellen Verbindlichkeiten. Haben Sie die Werte beider Spalten addiert, so ziehen Sie die Summe Ihrer Verbindlichkeiten vom Wert Ihres Gesamtvermögens ab, und Sie erhalten Ihr so genanntes Nettovermögen. Sollten Sie mit einer Erbschaft rechnen, so addieren Sie diesen Wert zu Ihrem Nettovermögen hinzu IHR VERMÖGEN Guthaben auf Girokonto Fest- und Tagesgeldkonten Sparbuch und Sparverträge Kapitallebensversicherungen (Rückkaufswert) Guthaben auf Bausparverträge Immobilienvermögen (selbstgenutzt und/oder vermietet) Wertpapiere (Aktien, Fonds, etc.) Sonstiges Vermögen SUMME VERMÖGEN EURO IHRE VERBINDLICHKEITEN Dispokredit Ratenkredit Immobilienkredit Darlehen von Privatpersonen Arbeitgeberdarlehen Sonstige Verbindlichkeiten SUMME VERBINDLICHKEITEN EURO NETTOVERMÖGEN (Vermögen minus Verbindlichkeiten) ABSEHBARE VERMÖGENSVERÄNDERUNGEN (z. B. Erbschaften) Der Gedanke der privaten Altersvorsorge wird immer wichtiger, weil der demografische Wandel unserer Gesellschaft an den Säulen der staatlichen Rente rüttelt: Die heranwachsende Genera- Vermögensbildung funktioniert also auch mit relativ bescheidenen Mitteln. Die Redewendung Spare in der Zeit, so hast du in der Not fasst es treffend zusammen: Während es Ihnen gut geht, müssen Sie rechtzeitig daran denken, für die Zukunft und vielleicht für schlechtere Zeiten vorzusorgen. Ziel jeder Vermögensbildung ist es, heutiges Einkommen in der Zukunft verwenden zu können. Deshalb ist jede Vermögensbildung auch gleichzeitig Altersvorsorge. VÖLLIG GLEICHGÜLTIG, ob groß oder klein: Ihr gesamtes Vermögen muss für drei Einsatzarten herhalten: Es ist Ihr Notgroschen für unvorhergesehene Ereignisse wie Krankheit, Arbeitslosigkeit oder unerwartete Reparaturen; es soll größere Ausgaben aller Art abdecken wie ein neues Auto, eine teure Reise oder einen Hauskauf; und es muss einen Teil Ihrer Versorgung im Alter übernehmen. TIPP: Wenn Sie selbstständig sind und ein eigenes Unternehmen besitzen, so führen Sie den von Ihnen veranschlagten Wert der Firma unter Sonstiges Vermögen auf für Selbstständige stellt das Unternehmen meist das Kernelement der Altersvorsorge dar. Ebenso sollten Erbschaften berücksichtigt werden. Eine Vorsorgestrategie kann anders geplant werden, wenn Sie wissen, dass irgendwann einmal Vermögen aus einer Erbschaft hinzukommen wird GUT ZU WISSEN GUT ZU WISSEN Für wen sich Riester- Sparen lohnt Wenn Sie jeden Monat 100 Euro sparen wird daraus in 30 Jahren ein kleines Vermögen. Der Betrag wird in diesem Beispiel mit sechs Prozent 1 verzinst, die angenommene Inflationsrate liegt bei drei Prozent 1 Was wird aus einer Sparrate von monatlich 100 Euro? LAUFZEIT EINZAHLUNG + ZINSEN= GESAMTSUMME MONATLICHE RENTE AB 65 2 NOMINALWERT KAUFKRAFT NOMINALWERT KAUFKRAFT 10 Jahre = ,46 92,61 71,24 20 Jahre = ,13 258,48 161,55 30 Jahre = ,00 555,51 292,37 Mit Einführung der Riester-Rente werden die Deutschen beim Aufbau ihrer privaten Vorsorge vom Staat finanziell durch Zulagen und Steuerersparnisse unterstützt. Trotzdem ist die Nachfrage bescheiden. Grund: Die Riester-Rente ist wenig flexibel, intransparent und ihr Abschluss kompliziert. Dennoch brechen die Verbraucherschützer eine Lanze für sie. Die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) betont, dass Riester Zuschüsse bietet, die das Altersvorsorgesparen deutlich unterstützen. Besonders profitieren Kleinverdiener, Familien und Alleinerziehende mit mehreren Kindern sowie nicht versicherungspflichtige Ehepartner. Aber auch die Förderquote gut verdienender Singles liegt bei 30 bis 40 Prozent. Ein Rechenbeispiel der vzbv: Eine Alleinerziehende mit einem Kind und Euro Bruttoeinkommen muss ihren Riestervertrag mit insgesamt 160 Euro pro Jahr besparen. Dabei reduziert sich ihr Eigenbeitrag um die Grundzulage (38 Euro) und eine Kinderzulage (46 Euro). Sie selbst muss also nur 76 Euro sparen; 84 Euro zahlt der Staat. Es ergibt sich eine Förderquote von 53 Prozent. Wer auf eine Förderung verzichtet, verschenkt bares Geld, sagen die Verbraucherschützer. Wer Fragen zur Riester-Rente hat und Hilfe beim Abschluss benötigt, kann sich an die örtlichen Verbraucherzentralen wenden. Adressen und Ansprechpartner unter 1 langfristiger Durchschnittswert an den Kapitalmärkten 2 Im Alter von 65 Jahren wird die Gesamtsumme in eine Sofortrente eingezahlt. Tipp: Schauen Sie auf den Kaufkraftbetrag. Dieser zeigt Ihnen den wirklichen Wert Ihres Geldes in der Zukunft und gibt Ihnen ein realistisches Bild, wie viel Sie sich künftig von der angesparten Summe kaufen können. Denn ein Teil der Rendite wird immer von der Inflation aufgefressen : Mit 555 Euro kann man sich in 30 Jahren nicht mehr kaufen als heute für 292 Euro 252 S T E R N 4 8 /

24 M E I N G E L D TERRASSE 1 WOZU? ANLAGEFORM Laufender Zahlungsverkehr Girokonto EMPFOHLENE SUMME Maximal ein Monatsgehalt IHR ZIELWERT IHR AKTUELLER WERT Nehmen Sie sich für diese Grafik genügend Zeit, denn sie ist das Kernelement dieses Serienteils TERRASSE 2 WOZU? ANLAGEFORM Reserve für kurzfristige Ausgaben (neuer Kühl- schrank, jährlich fällige Versicherungen, Urlaub etc.) Tagesgeldkonto oder Geld- marktfonds EMPFOHLENE SUMME Maximal drei Monatsgehälter IHR ZIELWERT IHR AKTUELLER WERT So geht s: Tragen Sie in die Felder Ihr Zielwert Ihre persönlichen Beträge für die Stufen 1 bis 3 entsprechend der Vorschläge aus den Feldern Empfohlene Summe ein. In das Feld Aktueller Wert tragen Sie anschließend Ihre tatsächlich vorhandenen Beträge ein. Ist Ihr aktueller Wert geringer als der Zielwert, sollten Sie diese Terrasse auffüllen. Liegt der aktuelle Wert über der Zielgröße, dann lassen Sie das überschüssige Geld in die nächste Terrassenstufe fließen. Wenn Sie Geld aus einer Stufe entnehmen, sollten Sie diese schnellstmöglich wieder auffüllen Das Terrassenmodell der beste Weg zu Ihrem Vermögen WOZU? ANLAGEFORM EMPFOHLENE SUMME IHR ZIELWERT IHR AKTUELLER WERT TIPP: Wenn Sie bereits langfristige Anlagen besitzen, ohne die vorhergehenden Stufen komplett zu haben (beispielsweise Lebens- oder Rentenversicherungen), macht dies nichts. Es bietet sich allerdings an, nun zunächst die vorherigen Töpfe aufzufüllen Stellen Sie sich das Bild der Ackerterrasse eines Bergbauern vor: So wie dort das Wasser sollte Ihr Geld vom Girokonto über Tages-/ Termingeld, Anleihen und Rentenfonds bis zu den klassischen Vorsorgeprodukten wie Aktien oder Immobilien fließen. Das verhindert, dass Sie die Altersvorsorge antasten müssen, wenn zwischendurch Geld gebraucht wird. Ziel aller Bemühungen ist es, möglichst früh auf die unterste Terrasse zu gelangen. Wenn Sie sich konsequent von den kurzfristigen (= liquiden) in die langfristigen Anlageformen vorarbeiten, erzielen Sie eine stabile und an den Lebens- verlauf angepasste Vermögensentwicklung. Das macht auf lange Sicht den theoretischen Renditevorsprung früh abgeschlossener Langfrist-Verträge wett TERRASSE 3 Für alle größeren Ausgaben, die mittelfristig planbar sind (neues Auto, Eigen- kapital für Immobilienerwerb oder Existenzgründung etc.) Bundesanleihen (z. B. Bundes- schatzbriefe), Rentenfonds, offene Immobilienfonds Alles, was über Terrasse 1 plus 2 fließt, bis maximal zum Gegenwert z. B. eines neuen Autos oder mindestens 30 Prozent der Kosten für einen Immobilienkauf WOZU? ANLAGEFORM EMPFOHLENE SUMME IHR ZIELWERT IHR AKTUELLER WERT TERRASSE 4 Langfristige Anlage zum Vermögensaufbau und zur Altersvorsorge Aktien/Aktienfonds, Immo- bilien, (bestehende) Lebens- und Rentenversicherungen Alles, was über Terrasse 1 bis 3 fließt tion ist zahlenmäßig zu klein, um den Älteren die bisher übliche Rente zahlen zu können. Tipp: Jeder Euro, den Sie heute nicht ausgeben, ist ein Euro mehr für Ihre Zukunft. Es muss aber nicht gleich ein Rentenvertrag sein. Viel wichtiger als eine langfristige Investition ist es, kontinuierlich Geld anzulegen. Je früher Sie damit anfangen, umso besser! Der Grund, warum alle Experten dazu raten, möglichst früh mit dem Vermögensaufbau zu beginnen, ist besagter Zinseszinseffekt. Die Zinsen addieren sich zu der ursprünglichen Summe und werden als Ganzes weiterverzinst. Während ein Einstieg in jungen Jahren mit geringen Beträgen möglich ist, wird der Aufwand bei späterem Einstieg immer größer, wenn Sie das gleiche Ergebnis erzielen wollen. 254 S T E R N 4 8 /

25 Leider legen sich die meisten Menschen zu früh auf langfristige Produkte fest. Verändern sich die Lebensbedingungen, müssen sie diese unflexiblen Verträge mit hohen Verlusten wieder auflösen. So nennt die Verbraucherzentrale Bremen als Beispiel die Kapitallebens- und Rentenversicherungen. Diese werden mit besten Vorsätzen abgeschlossen. Weil aber die Kunden sei es aufgrund von Arbeitslosigkeit oder Krankheit plötzlich die Prämien nicht mehr bezahlen können oder das Guthaben benötigen, kündigen sie die Verträge vor Ende der festgelegten Laufzeit. Das ist mit erheblichen Einbußen verbunden. Der erste gesparte Euro ist der wichtigste NOCH BEDENKLICHER finden es die Verbraucherschützer, wenn langfristige Verträge zwar fortgeführt werden, dafür aber das Girokonto ständig überzogen ist: Da die Kreditzinsen regelmäßig über den Anlagezinsen liegen, wird so nicht Vermögen gebildet, sondern vernichtet. Tipp: Es ist wichtig, dass die Vermögensentwicklung auch zu Ihrem Lebensverlauf passt. Am ehesten gelingt dies, wenn Sie sich von den kurzfristigen zu den langfristigen Sparformen vorarbeiten. Orien- DER ZINSESZINSEFFEKT ist ein wichtiger Faktor zur Bewertung von Finanzprodukten. Dabei kommt es besonders darauf an, wie Kosten abgerechnet werden: Produkte, bei denen von jeder einzelnen Einzahlung ein Kostenanteil abgezweigt wird (beispielsweise bei Investmentfonds) sind günstiger für Sie als Anlageformen, bei denen erst mal sämtliche Kosten abgestottert werden und danach der eigentliche Sparvorgang beginnt (wie bei traditionellen Kapitallebensversicherungen). Tipp: Meiden Sie möglichst Produkte, bei denen mit den ersten Monatsraten zunächst alle mit dem Vertragsabschluss anfallenden Kosten, beispielsweise Vermittlungsprovision und Bearbeitungsgebühren, abgedeckt werden, bevor überhaupt der erste Euro angelegt ist. Es gibt viele verschiedene Anlagearten, jede hat ihre Vor- und Nachteile. Generell kann man sie in zwei Gruppen unterteilen: Jene, die Sie leicht wieder auflösen können, wo Sie also schnell wieder flüssig sind. Sie bringen aber in der Regel weniger Ertrag (Rendite). Jene, bei denen Sie sich länger binden müssen, aber dafür eine höhere Rendite erhalten. G U T Z U W I S S E N Der Turbo für die Vermögensbildung Der erste eingezahlte Euro in einem Sparvertrag ist der wertvollste, weil er länger Zinsen bringt als alle anderen. Während die Einzahlung immer gleich bleibt, werden die Zinsen wieder verzinst und summieren sich wie in einem Schneeballeffekt zu einem hohen Wertzuwachs. Deswegen ist es klug, so früh wie möglich mit dem Vermögensaufbau zu beginnen. Je später man einsteigt, desto mehr Geld muss man in kürzerer Zeit aufbringen, um das gleiche Ergebnis zu erhalten. Wie Sie an der Abbildung sehen können, gewinnt im idealtypischen Verlauf der Zinsanteil (blau) zum Ende des Betrachtungszeitraums gegenüber dem Anteil der Einzahlung (orange) am Gesamtvermögen immer mehr Gewicht EURO Zinsen Einzahlung TIPP: Um den Zinseszinseffekt richtig zu nutzen, sollten Sie Finanzprodukte wählen, bei denen die Kosten bei jeder einzelnen Einzahlung abgezweigt werden (wie bei Investmentfonds) und der Sparvorgang sofort beginnt. Ungünstig sind Produkte, bei denen in den ersten Jahren sämtliche Kosten zunächst abgestottert werden und erst danach der Sparvorgang beginnt (wie bei Kapitallebensversicherungen) 256 S T E R N 4 8 /

26 2 xxx wirtschaft M E I N G E L D Flexibel, sicher oder renditestark welche Anlage passt zu Ihnen? Anlageprodukte lassen sich nach drei Kriterien beurteilen: 1. Wie schnell kann man über das Geld wieder verfügen (Liquidität)? 2. Wie sicher ist die Anlage? 3. Welche Rendite ist erfahrungsgemäß zu erwarten? Nach diesen Kriterien können Sie sich auch als Anlegertyp einordnen. So wird es Ihnen möglich zu prüfen, ob ein bestimmtes Produkt zu Ihnen passt oder nicht. Die Tabelle zeigt die Anwendung der drei Kriterien zur Bewertung von Produkten und die Beschreibung der entsprechenden Anlagesituation Kriterium Liquidität Sicherheit Rendite LEITFRAGE Wie schnell und einfach kann ich wieder über das Geld verfügen? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich Geld verliere? Wie viel war in der Vergangenheit mit dem Produkt zu erwirtschaften? Ihr persönliches Profil ANLAGEPRODUKTE BEISPIEL Sehr flexibel: Tagesgeldkonto und Investmentfonds Sehr unflexibel: Rentenversicherung Sehr sicher: Bundesanleihen Sehr unsicher: Optionsscheine Gute Rendite (-chancen): Aktienfonds Schlechte Rendite: Sparbuch LEITFRAGE Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie über Ihr angelegtes Geld schnell verfügen müssen? Können Sie sich den (teilweisen) Verlust des angelegten Geldes leisten? Mit welcher Rendite geben Sie sich zufrieden? ANLEGERTYP HINTERGRUND Wer mittelfristig einen Immobilienkauf oder eine Existenzgründung plant, sollte sein Geld nicht langfristig binden, damit es zum notwendigen Zeitpunkt zur Verfügung steht Berufseinsteiger können im Prinzip etwas spekulativer anlegen als 40- bis 50- Jährige, da sie noch Zeit hätten, Kursrückgänge im Depot rechtzeitig auszugleichen Höhere Renditen erkauft man sich durch höhere Risiken und/oder langfristigere Anlagezeiträume TIPP Das Terrassenmodell schützt Sie vor Zahlungsengpässen Streuung des Vermögens auf verschiedene Anlageformen vermindert das Gesamtrisiko. Je mehr Vermögen besteht, desto eher können Teile risikoreich angelegt werden, um höhere Renditen zu erzielen Die besten Renditen erzielt man durch eine systematische Vermögensbildungs- strategie So geht's: Bringen Sie für sich selbst die drei Faktoren Liquidität, Sicherheit und Rendite in der folgenden Tabelle in eine Rangfolge, um Ihr Anlegerprofil zu ermitteln. Danach stellen Sie sich die Ecken des Bewertungs-Dreiecks als Magneten vor. Setzen Sie einen Stift in die Dreiecks-Ecke desjenigen Faktors, der Ihnen am wichtigsten ist. Lassen Sie dann den Magneten der zweitwichtigsten Eigenschaft ziehen und dann den dritten. Wenn Sie berücksichtigen, dass die Anziehung der Magneten schwächer ist als 1, ergibt sich ein Punkt für ihr Profil, den Sie dann mit einem Kreuz im Dreieck markieren IHRE REIHENFOLGE DER ENTSCHEIDUNGSFAKTOREN LIQUIDITÄT Beispiele für Anlegerprofile im Bewertungs-Dreieck a 1. Liquidität 2. Sicherheit 3. Rendite SICHERHEIT LIQUIDITÄT X RENDITE b 1. Rendite 2. Liquidität 3. Sicherheit LIQUIDITÄT X TIPP: Nehmen Sie zum nächsten Beratungsgespräch Ihr Anlegerprofil im Bewertungs-Dreieck mit. Lassen Sie sich vom Berater zeigen, wo Ihre Finanzprodukte sowie die von ihm empfohlenen in diesem Dreieck liegen. Die verschiedenen Anlageformen sollten um das Kreuz Ihres Profils, aber nicht zu dicht beieinander liegen SICHERHEIT RENDITE SICHERHEIT c 1. Sicherheit 2. Rendite 3. Liquidität SICHERHEIT LIQUIDITÄT X RENDITE RENDITE 258 S T E R N 4 8 /

27 2 xxx wirtschaft Familiengründer, Ende 30, auf dem Höhepunkt der beruflichen Karriere. Ein Elternteil arbeitet gar nicht oder nur Teilzeit. Ihre Familie will in absehbarer Zeit Wohneigentum erwerben. Sinnvolle Anlage: Geld muss notfalls schnell flüssig gemacht werden können. Schwerpunkt sollte Tages- beziehungsweise Festgeld oder ein Geldmarktfonds sein. Passend sind auch Anleihen mit ein bis drei Jahren Restlaufzeit. Priorität: Sicherheit. Hier sieht die Lebenssituation so aus: Sie sind ein Ehepaar mit 50 Jahren und älter und befinden sich auf der Zielgeraden Ihres Lebens. Bis zum Renteneintritt dauert es nicht mehr lange, die Kinder sind aus dem Haus. tieren Sie sich dabei am Terrassenmodell (siehe Grafik Seite 254), das der mit dem Forschungsinstitut für Finanzdienstleistungen Evers & Jung entwickelt hat: Wie bei den Ackerterrassen eines Bergbauern sollte Ihr Geld von einem ausgeglichenen Giro- oder Tagesgeldkonto über Anleihen und Rentenfonds hin zu Aktien oder Immobilien fließen. Anlageprodukte, in die Ihr Geld fließt, lassen sich nach drei Kriterien beurteilen: Wie leicht können Sie wieder über das Geld verfügen (Liquidität); wie sicher ist die Anlage (Sicherheit); welchen Ertrag bringt sie (Rendite). DIESE DREI KRITERIEN helfen Ihnen auch, um festzustellen, welcher Anlagetyp Sie sind. So können Sie prüfen, ob ein bestimmtes Produkt zu Ihnen passt oder nicht. Um Ihr Anlegerprofil zu ermitteln, müssen Sie für sich festlegen, in welcher Reihenfolge Ihnen die drei Faktoren Liquidität, Sicherheit und Rendite wichtig sind. Priorität: Rendite. Die Lebenssituation sähe in diesem Fall so aus: Sie sind ein junger Single oder Jobeinsteiger, dessen Lebensplanung noch relativ unklar ist. Sie müssen flexibel reagieren, können aber auch Risiken eingehen. Sinnvolle Anlage: In Einzelaktien sollten Sie nur sehr vorsichtig investieren. Diese Form der Geldanlage ist unter dem Rendite-Aspekt zwar verlockend, aber zu risikoreich. Besser: Fondssparplan, beispielsweise 70 Prozent Aktien, 30 Prozent Rentenpapiere. Priorität: Liquidität. Folgende Lebenssituation ist hierfür denkbar: Sie sind M E I N G E L D Wie viel Sie für die Altersvorsorge sparen sollten Sie sind Angestellter und zahlen inklusive Arbeitgeberanteil monatlich einen Betrag von 19,5 Prozent ihres Bruttoeinkommens in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Da dies aber voraussichtlich nicht ausreichen wird, um den Bedarf im Alter zu decken, sollten Sie etwa fünf bis zehn Prozent Ihres Nettoeinkommens für Ihre private Altersvorsorge sparen. Wenn Sie selbstständig sind, erhalten Sie keine Staatsrente und müssen für Ihr Alter entsprechend mehr zurücklegen. Ihre Sparrate sollte mindestens 20 Prozent betragen Wie sind Ihre aktuellen Werte? So geht s: Tragen Sie neben die Beispielzahlen in die rechte Spalte der Tabelle Ihre Werte ein und vergleichen Sie Zeile aktuelle Vorsorge mit Zeile Faustregel Sparrate EINKOMMEN BRUTTO-GEHALT NETTO-GEHALT monatliche Ausgaben (Miete, Auto, Lebenshaltung etc.) aktuelle private Vorsorge (Sparverträge, Fondssparpläne, Kapitallebensversicherung, etc.) frei verfügbares Einkommen nach Abzug aller Ausgaben NÖTIGE VORSORGE Rentenversicherungsbeitrag (19,5% des Bruttoeinkommens) Faustregel Sparrate (10% des Nettoeinkommens) SUMME BEISPIEL IHRE ANGABEN Ergebnis des Beispiels: Der Angestellte spart für seine private Vorsorge 50 Euro monatlich in einem Fondssparplan. Für eine angemessene private Altersvorsorge ist das aber zu wenig. Vorgeschlagen werden zehn Prozent des Nettoeinkommens, also eine Sparrate von monatlich 128 Euro. Da nach Abzug aller Ausgaben und der bisherigen Vorsorgeleistung noch ein frei verfügbares Einkommen von 184 Euro übrig bleibt, sollte es möglich sein, den bisherigen Vorsorgebetrag um 78 Euro anzuheben AUSWERTUNG: Ergebnis: Sie sparen monatlich bereits mehr als zehn Prozent Bewertung: Gut, Sie betreiben eine ausreichende Vorsorge Ergebnis: Ihre aktuelle private Vorsorge liegt unter der vorgeschlagenen Sparrate von zehn Prozent. Sie haben aber ausreichend freies Einkommen, um sie entsprechend anzuheben Bewertung: Sie sollten monatlich mehr in die private Vorsorge einzahlen Ergebnis: Ihre aktuelle private Vorsorge liegt unter 10 Prozent. Sie haben nicht genügend frei verfügbares Einkommen, um mehr für die Vorsorge zu tun. Bewertung: Versuchen Sie Ihre laufenden Ausgaben zu reduzieren, damit Ihnen mehr für die private Vorsorge bleibt. Oder stellen Sie sich auf einen niedrigeren Lebensstandard im Alter ein 260 S T E R N 4 8 /

28 GUT ZU WISSEN Fünf teure Irrtümer Wenn ich 100 Euro in eine Lebensversicherung einzahle, bekomme ich darauf eine Mindestrendite von derzeit 3,25 Prozent pro Jahr. Stimmt nicht. In den vergangenen Jahren haben die Versicherer bei neu abgeschlossenen Verträgen einen Garantiezins von 3,25 Prozent vereinbart. Allerdings bezieht er sich nicht auf die volle Monatsprämie, sondern nur auf den so genannten Sparanteil (siehe Folge 3: Versicherungen). Dieser wird nicht extra ausgewiesen, liegt aber meist bei etwa 70 bis 80 Prozent der Monatsprämie. Die Garantierendite von 3,25 Prozent erhalten Sie also nur auf etwa 75 Euro. Der Rest Ihrer Monatsrate wird nicht gespart, sondern für den Todesfallschutz und die Verwaltungs- und Vertriebskosten abgezogen. Allerdings stellt die Garantiezahlung (die übrigens für künftige Versicherungsverträge nur noch 2,75 Prozent betragen wird) nur einen Teil dessen dar, was Ihnen am Ende der Laufzeit ausbezahlt wird. Hinzu kommt die so genannte Überschussbeteiligung, die allerdings in der Höhe nicht vorhersehbar ist. Aktien verkaufe ich nur, wenn sie im Plus sind. Auch falsch. Genau darin unterscheiden sich die fortgeschrittenen Anleger von den Anfängern, denn es kann gar nicht jedes Investment erfolgreich sein. Merke: Das Depot muss ins Plus nicht jede einzelne Aktie. Mit so genannten Stopp-loss-orders vermeiden Sie, dass Ihre Aktien zu stark verlieren: Beim Erreichen eines von Ihnen festgelegten Werts werden die Aktien automatisch verkauft. Fragen Sie Ihre Bank danach und setzen Sie sich eine solche Rettungsleine zur Verlustvermeidung für jede einzelne Aktie! Für meine Altersvorsorge muss ich eine Riester- Rente abschliessen. Falsch. Riester-Renten können eine sinnvolle Option sein, weil sie staatlich gefördert werden. Allerdings haben sie strenge Auflagen, sodass die Förderung möglicherweise zu teuer erkauft wird oder nachträglich wieder verloren geht. Auch im Zeitalter der Riester-Renten kann eine Altersvorsorgestrategie mit konventionellen Produkten die bessere Wahl sein. Mit der Altersvorsorge warte ich, bis mein Einkommen hoch genug ist. Nur teilweise richtig. Langfristige Sparverträge sollten Sie zwar erst abschließen, nachdem Sie ein kurz- und mittelfristiges Finanzpolster aufgebaut haben (siehe Terrassenmodell in diesem Serienteil). Allerdings dient dies nur dem Ziel, Ihre Finanzen stabil zu halten und die Altersvorsorge-Terrasse (Stufe 4) vorzubereiten. Je später Sie mit dem Vermögensaufbau anfangen, desto höher sind die Beträge, die sie monatlich aufbringen müssen. Hundert Euro sind in zehn Jahren noch genauso viel wert wie heute. Stimmt leider nicht, da die laufende Inflation kontinuierlich an der Kaufkraft des Betrages nagt. 100 Euro bleiben zwar nominal 100 Euro, effektiv kaufen können Sie sich in zehn Jahren voraussichtlich nur noch so viel wie heute für 74 Euro. Das wäre der Fall, wenn die jährliche Inflation bei drei Prozent liegt, wie es in den vergangenen Jahrzehnten im Durchschnitt der Fall war. Sinnvolle Anlage: Rentenfonds und Staatsanleihen wie Bundesschatzbriefe. Wesentliches Ziel sollte der Kapitalerhalt sein, da Ihnen nicht mehr genügend Zeit bleibt, bei einem Wertverlust der Anlagen noch einmal von vorn anzufangen. Tipp: Diese Analyse kann nur eine erste Einschätzung sein, sie ersetzt keinesfalls eine weitere Beratung. Außerdem ist ein Anlegerprofil nicht statisch, sondern hängt von vielen Faktoren wie Einkommen, Familienstand, Persönlichkeit ab. Sie sollten Ihr Profil also umgehend überprüfen, sobald sich Ihre Lebensumstände ändern spätestens aber alle drei bis fünf Jahre. IM IDEALFALL RUHT die Altersvorsorge in Deutschland auf drei Säulen: der gesetzlichen Rente, der freiwilligen betrieblichen Rente und der privaten Altersvorsorge. Der demografische Wandel unserer Gesellschaft macht aber den genauen Umfang der gesetzlichen Rente für die Zukunft schwer berechenbar. Wenn sich nichts Grundlegendes ändert, ist absehbar, dass künftige Generationen weniger aus dem System zurückerhalten werden als die bisherigen. Hier setzen Anlageberater gern mit ihrer Argumentation an: Soll beim Renteneintritt der heutige Lebensstandard gehalten werden, müsse man ab sofort anfangen zu sparen. Ihr Schlagwort heißt Versorgungslücke. Doch dieses ist mit Vorsicht zu genießen: Es bedeutet nichts anderes, als dass Sie Ihren jetzigen Lebensstandard aufgeben müssen (sparen 262 S T E R N 4 8 / S T E R N 4 8 /

29 heißt Konsumverzicht), damit Sie ihn im Alter wieder erreichen. Niemand aber weiß, wie viel Geld Sie in 20 oder 30 Jahren benötigen. Tipp: Lassen Sie sich nicht von hohen Versorgungslücken beeindrucken, die Ihnen der Berater vorrechnet. Wichtiger ist es, eine vernünftige Anlagestrategie zu entwickeln. Schließlich ist Ihr heutiges Einkommen die einzige Quelle für Ihren Lebensstandard heute und morgen. WIE VIEL SIE NUN JEDEN MONAT für Ihre private Altersvorsorge zur Seite legen sollten, kann Ihnen niemand auf Euro und Cent sagen. Es gibt allerdings eine Faustregel: Staatsrente plus Eigenvorsorge. Sind Sie beispielsweise Angestellter, dann zahlen Sie inklusive Arbeitgeberanteil derzeit monatlich einen Betrag von 19,5 Prozent des Bruttoeinkommens in die gesetzliche Rentenversicherung. Da dies voraussichtlich nicht mehr reichen wird, um Ihren Altersbedarf zu decken, sollten Sie mindestens fünf Prozent, besser noch zehn Prozent Ihrer Nettoeinkünfte sparen sofern Sie keine Schulden haben. Ansonsten geht der Schuldenabbau natürlich vor. Gehören Sie zu der Gruppe der Selbstständigen, sollten Sie entsprechend der Faustregel mindestens 20 Prozent Ihrer Nettoeinkünfte sparen. Fazit: Betrachten Sie Ihr gesamtes Vermögen als Sicherheit und potenzielle Altersvorsorge. Dabei ist es zweitrangig, ob Sie mehr kurzfristige oder langfristige Anlageprodukte gewählt haben. Wichtiger ist eine konstante Vermögensvorsorge. Verfolgen Sie eine Minimum-Strategie: Sparen Sie konsequent alles, was in der jeweiligen Lebensphase möglich ist, bleiben Sie dabei aber flexibel. Ihr Augenmerk sollte nicht nur auf der Optimierung einzelner Produkte oder Lebensabschnitte liegen, sondern auf einer Erhöhung Ihrer Lebensrendite. Mehr Infos im Internet Hier finden Sie die besten Konditionen für Tagesgeld und Festgeld Gibt Ihnen Adressen und Ansprechpartner für die unabhängige Beratung bei der Wahl des richtigen Anlageproduktes ÜBERSICHT: DIE STERN-GELD-SERIE S TEIL 1: Konto, Karten & Cash TEIL 2: Schulden Sind Sie kreditwürdig? TEIL 3: Versicherungen Welche Sie brauchen TEIL 4: Sparen So legen Sie richtig an TEIL 5: Immobilien Kaufen oder mieten? So machen Sie mehr aus Ihrem Geld PLUS Versuchen Sie, im Durchschnitt mindestens fünf bis zehn Prozent Ihres Nettoeinkommens zu sparen. Vermeiden Sie, dass ein Teil Ihrer Zinsen direkt an das Finanzamt geht, indem Sie Freistellungsaufträge erteilen. Sie sollten Buch darüber führen, in welcher Höhe Sie wo einen Freistellungsauftrag erteilt haben. Achten Sie generell auf die Kosten einer Anlage (Vertriebsprovisionen, Verwaltungs- sowie Depotgebühren und Ähnliches). Eine attraktive Nominalrendite kann durch hohe Produktkosten bis auf Sparbuchniveau gedrückt werden. Bevorzugen Sie Produkte mit regelmäßigen Kosten (Beispiel: Investmentfonds) gegenüber jenen, wo alle Kosten am Beginn der Laufzeit abgerechnet werden (Beispiel: Kapitallebensversicherung). Um so früher kann Ihr Geld tatsächlich für Sie arbeiten! Betrachten Sie die Kreditrückzahlung als Geldanlage. Kreditzinsen liegen grundsätzlich höher als die Zinsen für (risikolose) Geldanlagen. Daher ist die Rückzahlung von Krediten fast immer auch die naheliegendste unter den risikolosen Anlagestrategien: Mit jedem Euro zurückgezahltem Dispokredit sparen Sie bis zu 15 Prozent Zinsen, und selbst die vorzeitige Rückzahlung eines BAföG-Darlehens bringt durch den dann eingeräumten Rabatt noch Renditen weit über anderen Anlageformen. Je langfristiger der Anlagehorizont ist, umso eher kann man bei Anlagen durchschnittlich gute Renditen bekommen. Der Schlüssel ist dabei die regelmäßige Einzahlung gleich bleibender Beträge, die dabei hilft, die Kursschwankungen an den Finanzmärkten in den Griff zu bekommen: Sind die Aktien teuer, erhält man beispielsweise für 100 Euro wenig Stücke. Sind sie billig, deckt man sich mit 100 Euro umso günstiger ein. Fachleute sprechen vom so genannten Cost-Average-Effekt oder der Durchschnittsbildung bei den Einkaufspreisen. Viele Finanzberater gehen bei der Beurteilung von Produkten vornehmlich vom Steueraspekt aus. Sie sollten jedoch zunächst prüfen, ob das Produkt zu Ihrer Situation passt. Wenn ein Produkt für Sie geeignet ist und dazu noch einen Steuervorteil zur Verbesserung der Rendite bietet umso besser. MINUS Aktienkauf auf Kredit: Das ist eine hochriskante Konstruktion, von der man grundsätzlich abraten muss. In der Boomphase der Börsen haben sich dennoch viele Anleger die Finger verbrannt, weil sie glaubten, klüger als der gesamte Markt sein zu können. Stecken Sie nie all Ihr Geld in eine einzige Anlage. Unter Risiko-Aspekten ist es beispielsweise nicht ratsam, eine Immobilie zu erwerben, wenn dazu sämtliche finanziellen Reserven dauerhaft aufgelöst werden müssen. Das Argument der Risikostreuung gilt auch und gerade für Häuslebauer! Laufen Sie nicht blind der Masse hinterher. Der Herdentrieb treibt uns immer wieder in massenpsychologische Übertreibungen, wie beispielsweise an der Börse zur Blütezeit der New Economy. Seriös betrachtet sind Aktien derzeit genau so wenig out, wie sie vor ein paar Jahren als unverzichtbar galten. Anderseits sind auch Immobilien nicht (mehr) der Selbstläufer für die Altersvorsorge, als der sie oft dargestellt werden. Dazu mehr im letzten Teil unseres 1 x 1 des Geldes, in dem es um Immobilien geht. 264 S T E R N 4 8 /

30 Nie wieder Miete zahlender Nachbar zu laut, der Vermieter zu gierig Zeit, sich nach eigenen vier Wänden umzusehen. Aber rechnen Sie vorher aus, ob Sie sich eine IMMOBILIE auch leisten können. Wie das geht, zeigt der letzte Teil der Serie 1x1 DES GELDES Von FRANK DONOVITZ und DANIEL MATZENBACHER (Illustrationen) Das eigene Haus? Wäre schon irgendwie toll. Nie wieder nervtötende Mitbewohner. Nie wieder Geld in den Rachen der Vermieter werfen. Und so viel Platz. Endlich kann man Robbie Williams oder die Fünfte von Beethoven so laut hören, wie man möchte. Auch noch um drei Uhr morgens. Schon toll. Oder? Für 43 Prozent aller Deutschen ist Immobilieneigentum laut einer repräsentativen Emnid-Umfrage der Favorit beim privaten Vermögensaufbau. Betongeld gilt als sichere und solide Kapitalanlage. Mit zunehmendem Alter werden die eige- 242 S T E R N 4 9 / Bequem mit Mietvertrag leben? Oder nach eigenen Ideen bauen und ausziehen? Nicht jeder ist ein Immobilien-Typ S T E R N 4 9 /

31 MEIN GELD Sind Sie fit für Wohneigentum? Für 43 Prozent der Deutschen ist die eigene Immobilie noch immer der Favorit beim privaten Vermögensaufbau. Damit Ihr Traum von den eigenen vier Wänden nicht zum Albtraum wird, sollten Sie sich zuvor über folgende Fragen klar werden. So geht's: Kreuzen Sie in der Tabelle an, ob die jeweilige Aussage für Sie eher zutrifft oder nicht. Bedenken Sie, dass einige der Fragen K.-o.-Charakter haben: Wenn Sie beispielsweise nicht sicherstellen können, dass Sie die finanzielle Belastung der Baufinanzierung auch bei Familienzuwachs durchhalten, sollten Sie auf keinen Fall Wohneigentum kaufen. GUT ZU WISSEN So helfen die Verbraucherzentralen Die Immobilienfinanzierung gehört zu den weitreichendsten finanziellen Entscheidungen. Wer sich beim Abschluss eines Vertrages überschätzt oder eine ungünstige Finanzierungsform wählt, kann sich im Extremfall ruinieren. Unabhängige Beratung und Information hilft, Fehler zu vermeiden. Die Verbraucherzentralen bieten professionelle Finanzierungsberatungen im Vorfeld eines Kaufs an und halten aktuelle Hypothekenzinsvergleiche und Broschüren bereit. Was wenige wissen: Kommt es während der Laufzeit einer Hypothek zu wiederholten Zahlungsschwierigkeiten, muss die Bank vor der Kündigung ein Gespräch über eine Regulierung anbieten. Probleme kann es auch geben, wenn die Immobilie stark an Wert verliert oder wenn man den Kredit anpassen möchte, weil man wegen entdeckter Mängel am Objekt den Kaufpreis reduzieren konnte. Tatsächlich ist der Verbraucherschutz bei Immobilienfinanzierungen schwächer als bei anderen Krediten. Auch in diesen Fällen erteilen Verbraucherzentralen Rat. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen in Berlin stellt auch bei Verträgen mit variabler Verzinsung immer wieder Ungenauigkeiten zulasten des Immobilienkäufers fest: Kreditinstitute passen den Zins oft erst verzögert an. Wer nachrechnen möchte, ob die Banken oder Sparkassen den Zins angemessen verändert haben, erhält bei den Verbraucherzentralen Hilfe. Adressen der Geschäftsstellen findet man im Internet unter BIN ICH EIN TYP FÜR WOHNEIGENTUM? JA NEIN Ich habe bereits Eigenkapital angespart oder bin in der Lage, dies ab sofort zu tun Ich zahle derzeit eine hohe Miete Meine/unsere künftige Einkommensentwicklung ist überschaubar (Babypausen, Weiterbildungen o. Ä.) Mir ist das Gefühl der Unabhängigkeit, das ein Haus/eine Eigentumswohnung mit sich bringt, sehr wichtig Mein Einkommen bzw. meinen Arbeitsplatz würde ich in den nächsten fünf Jahren als sicher bezeichnen Ich bin bereit, mich mit dem Thema Baufinanzierung und Eigentumserwerb intensiv auseinander zu setzen Meine Familienkonstellation ist stabil. Eine Trennung/Scheidung ist wenig wahrscheinlich Ich bin bereit, für lange Zeit meinen Lebensstandard zu reduzieren, falls die Finanzierung meiner Immobilie dies erfordert Ich kann mittelfristig absehen, ob ich berufsbedingt umziehen muss Ich will mich aus eigenem Antrieb beruflich/persönlich nicht mehr häufig oder grund- legend verändern (z. B. Auslandsaufenthalt) Ich bin bereit, mich regelmäßig um eine Immobilie zu kümmern (Verwaltung, Organisation von Handwerkern u. Ä.) Auswertung: Sie haben alle Fragen mit Ja beantwortet. Sie sind ein echter Immobilien-Typ nen vier Wände immer attraktiver. Dabei geht es nicht nur um die Rendite, die ein Haus oder eine Wohnung bringt. Wichtiger sind oft psychologische Faktoren. Man will sich zu Hause fühlen und selbstbestimmt leben können, sagt Thomas Beyerle, Marktforscher bei der Allianz- Dresdner Immobiliengruppe. Wer sich entschieden hat, in Grund und Boden zu investieren, kann zwischen direkten und indirekten Anlageformen wählen. Es muss also nicht unbedingt die selbst genutzte Immobilie sein. Sie haben bis zu drei Nein- Antworten gegeben. Wägen Sie Ihren Immobilienwunsch nochmals genau ab Mehr als dreimal haben Sie die Fragen mit Nein beantwortet. Eine eigene Immobilie wäre zu riskant TIPP: Als Nein -Typ müssen Sie nicht auf Immobilien als Vermögenselement verzichten in diesem Fall könnte ein Investment in einen offenen Immobilienfonds oder eine vermietete Immobilie besser sein So ermöglichen Immobilienfonds oder Anteile an Grundeigentümer-Genossenschaften die indirekte Beteiligung an Immobilienvermögen. Vorteile: Der Einstieg ist bereits mit kleinen Summen möglich, aussteigen können Anleger (außer bei geschlossenen Fonds) jederzeit. Auf diese Weise lässt sich bequem so viel Immobilie wie gewünscht in die private Vermögensbilanz mischen. Weiterer Pluspunkt: Das Immobilienvermögen ist nicht auf ein einziges Haus oder eine einzelne Wohnung beschränkt, sondern umfasst 244 S T E R N 4 9 /

32 Bruchteile an Dutzenden Gebäuden in verschiedenen Regionen und Nutzungsarten. Und: Die Wertschwankung von Immobilien-Anteilen ist in der Regel gering. Doch das indirekte Engagement hat auch Nachteile. Die Beteiligung an Fonds kostet Ausgabe- und Verwaltungsgebühren, sodass sich die Beteiligung erst nach einigen Jahren lohnt. Beispiel: Wer Anteile an einem offenen Immobilienfonds erwirbt, zahlt in der Regel zunächst einen Ausgabeaufschlag von fünf Prozent. Da die langfristige Wertentwicklung solcher Fonds pro Jahr bei etwa fünf Prozent liegt, verdient der Anleger im ersten Jahr mit seinem Investment praktisch keinen Cent. Außerdem hat der Käufer keinen Einfluss auf die Objekte, denn ein Fondsmanagement bestimmt, was mit den Immobilien passiert: Werden sie sorgfältig gepflegt? An wen wird vermietet? Wann und zu welchem Preis wird das Gebäude wieder verkauft? DIESE ENTSCHEIDUNGEN kann der Direktinvestor selbst fällen. Dabei gibt es zwei Varianten: Kauf beziehungsweise Bau einer Immobilie entweder zur Vermietung oder zum Selbstnutzen. Die Nachteile des Direkteinstiegs sind in beiden Fällen ähnlich: eher geringe Rendite, hohe Instandhaltungskosten, aufwendige Planungen und zahlreiche Regeln beim Bauen oder Kaufen. Wer sein Eigenheim selbst bewohnen will, ist zudem weniger mobil zum Beispiel bei der Jobsuche. Wem dies jedoch bewusst ist, der kann sich über eine Reihe von Vorteilen freuen. So steigt in der Regel die Lebensqualität in den eigenen vier Wänden deutlich. Und ist die Hypothek einmal abgelöst das Objekt also schuldenfrei, ist die selbst genutzte Immobilie eine gute Altersvorsorge. Zusätzlicher Vorteil: Eine auf Kredit GUT ZU WISSEN Kaufen oder mieten so sieht die Rechnung aus Wirtschaftlich betrachtet, muss der Kauf einer Immobilie nicht automatisch günstiger sein als die Miete, auch wenn viele Finanzberater dies gern anders darstellen. Ob die Rechnung aufgeht, hängt von verschiedenen Einzelfaktoren ab, die im folgenden Beispiel dargestellt werden. Alles was aus Ihrer Geldbörse abgeht, hat dabei ein Minuszeichen, alles was hinzukommt, ein Plus: Vergleich von Kauf und Miete im ersten Jahr Objekt: 90 qm Altbau-Wohnung, gute Wohnlage 1. Finanzierung Kaufpreis der Immobilie (2500 Euro/qm) Erwerbsnebenkosten (10 % vom Kaufpreis) Gesamtkosten davon Eigenkapital (20 %) Finanzierungsbetrag 2. Monatsbelastung (= Auswirkung auf Ihre Liquidität) monatliche Kreditrate (Zins 5,75 %, Tilgung 1%) Eigenheimzulage (Ehepaar mit 1 Kind, jährlich 2045 Euro) Kaltmiete ohne Nebenkosten Betriebs- bzw. Nebenkosten monatliche Belastung 3. Finanzergebnis (= zusätzliche Auswirkung auf Ihr Vermögen) Vermögensaufbau durch Tilgungsanteil (jährlich 1 %) Wertsteigerung der Immobilie (jährlich 3 %) Zinsertrag aus angelegtem Eigenkapital (jährlich 5 %) monatlicher Zusatzertrag 4. wirtschaftliches Netto-Ergebnis pro Monat im ersten Jahr (monatliche Belastung zuzüglich monatlichen Zusatzertrags) KAUF MIETE Auswertung: Beim Kauf ist die monatliche Belastung im ersten Jahr fast doppelt so hoch wie bei der Miete. Betrachtet man die Belastung pro Monat allerdings unter Berücksichtigung der vermögenswirksamen Finanzaspekte, so liegt die Mietwohnung im ersten Jahr etwas besser als die Eigentumswohnung. Das Ergebnis verändert sich erst im Laufe der Jahre zu Gunsten des Eigentumsobjekts, wenn man die voraussichtlichen Mietsteigerungen und den immer größer werden Tilgungsanteil an der monatlichen Hypothekenrate berücksichtigt. Nach acht Jahren steigt die monatliche Belastung für das Eigentumsobjekt jedoch durch den Wegfall der Eigenheimzulage an. Sollte sich dann noch das Zinsniveau für die Finanzierung nach Ablaufen der Erstfinanzierung (meist zehn Jahre) nach oben bewegen, könnte die Mietwohnung auch langfristig die wirtschaftlich günstigere Alternative bleiben. Nach einer aktuellen Studie des Bankhauses Sal. Oppenheim erreicht die Wertsteigerung bei Wohnimmobilien unterm Strich nur noch eine Rendite auf Sparbuchniveau. TIPP: Stiftung Warentest bietet im Internet ein Rechenprogramm an, mit dem Sie für Ihren persönlichen Fall eine individuelle Vergleichsrechnung von Kauf und Miete machen können: gekaufte Immobilie ist die einzige Geldanlage, die man nicht nur besparen, sondern schon während der Sparzeit nutzen kann. Finanzexperten nennen diesen Effekt Sparen mit Spaß. Ob und wie gut man für den Kauf selbst genutzten Wohneigentums gerüstet ist, lässt sich mit Hilfe der Check-Tabellen prüfen, die der stern in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut für Finanzdienstleistungen Evers & Jung erarbeitet hat. Fällt dieser Selbsttest positiv aus, stellt sich die Frage der Finanzierung. Wie viel Immobilie ist bezahlbar? Wie wird aus eigenen Ersparnissen und verschiedenen Kreditmöglichkeiten der optimale Finanzierungsmix? Dabei können Verbraucher nur auf wenige Faustregeln bauen. Sie sollten hierzu die wichtigsten Stellschrauben kennen, 246 S T E R N 4 9 /

33 2 xxx wirtschaft MEIN GELD Wie viel eigene Immobilie können Sie sich leisten? Bevor Sie sich auf die Suche nach einem geeigneten Wohneigentumsobjekt machen, sollten Sie erst die eigenen finanziellen Grenzen berechnen sowie die Finanzierungsmöglichkeiten prüfen. Um zu ermitteln, wie viel Ihr Wohneigentum kosten darf, sind zwei Faktoren wichtig: Ihre maximale monatliche Belastungsgrenze für das Immobiliendarlehen die Höhe Ihres Eigenkapitals (mindestens 20, besser 30 Prozent der Gesamtkosten) So geht's: 1. Schauen Sie sich die Beispielwerte in der Musterrechnung an und tragen Sie daneben Ihre persönlichen Werte ein. Bei den Betriebskosten und der Instandhaltungsrücklage sollten Sie von der angestrebten Wohnfläche (z. B. 100 oder 120 Quadratmeter) ausgehen und diese mit den vorgegebenen Richtbeträgen multiplizieren. 2. Auf Basis der maximalen monatlichen Rate können Sie mit der Faustformel dann den theoretisch möglichen Kreditbetrag ermitteln. 3. Ob Sie den maximal möglichen Kredit tatsächlich von Ihrer Bank erhalten, hängt jedoch unter anderem davon ab, ob sie über genügend Eigenkapital verfügen. Ermitteln Sie deshalb im dritten Schritt die Höhe des von Ihnen einsetzbaren Eigenkapitals. Die Eigenkapitalquote muss mindestens 20, besser 30 Prozent betragen. Verfügen Sie über weniger Eigenkapital, so müssen sie entweder den möglichen Darlehensbetrag herabsetzen oder mit dem Kauf der Immobilie warten, bis Sie das notwendige Geld angespart haben. 4. Im letzten Schritt können Sie nun die Gesamtsumme der verfügbaren Mittel errechnen. Wenn Sie davon dann die voraussichtlichen Nebenkosten beim Erwerb abziehen, erhal- ten Sie den Betrag, den Sie maximal für den Kauf einer Immobilie ausgeben sollten. Machen Sie die Musterrechnung BEISPIELWERTE IHRE WERTE 1. Monatliche Belastungsgrenze jetzige Miete inklusive Nebenkosten zusätzlich mögliche Sparrate aus verfügbarem Einkommen Eigenheimzulage (z. B. jährlich 2045 Euro, d. h. monatlich 170 Euro für ein Ehepaar mit Kind beim Erwerb eines Altbaus) 170 Summe 1120 Betriebskosten (Heizung, Wohngeld, Strom, Wasser, etc.) für die neue Immobilie (ca. 2,5 Euro pro qm) 250 Instandhaltungsrücklage für die neue Immobilie (1 Euro pro qm) 100 verbleibender Betrag = maximale monatliche Raten auf Kredit Maximaler Kreditrahmen Jahresbelastbarkeit: maximale monatliche Rate mal x Multiplikator: 100 geteilt durch z. B. 6,75 (= 5,75 % Zins plus 1 % Tilgung) 14,81 Kreditbetrag (Jahresbelastbarkeit mal Multiplikator) Eigenkapital Summe vorhandenes Kapital Liquiditätsreserve für unvorhergesehene Ausgaben (6 Netto-Monatsgehälter) Einzusetzendes Eigenkapital Eigenkapitalquote = einzusetzendes Eigenkapital geteilt durch Kreditbetrag mal 100. Sie muss mindestens 20 % betragen 25,57% 4. Ergebnis Verfügbare Mittel (Kreditbetrag plus einzusetzendes Eigenkapital) Nebenkosten beim Erwerb der Immobilie (ca. 10 % des Kaufpreises) Maximaler Kaufpreis (inkl. Modernisierung/Renovierung) TIPP: Um zu sehen, wie realistisch Sie Ihr zusätzliches monatliches Sparpotenzial einschätzen, sollten Sie dieses sechs oder zwölf Monate auf ein Tagesgeldkonto einzahlen. Wenn Ihnen das schwer fällt oder Sie als Konsequenz Ihr Girokonto überziehen, ist der Betrag zu hoch gewählt. Betrachten Sie diese Zeit als Trainings- und Lernphase, ähnlich einem Börsenspiel, das eine gute Grundlage für das spätere echte Investieren darstellt. Ihre Immobilie läuft Ihnen übrigens nicht weg, denn alles was Sie in der Trainingsphase ansparen, brauchen Sie später weniger an Kredit. Außer-dem steht Ihre Finanzierung dann auch insgesamt auf solideren Füßen. die Immobilienkredite teuer oder günstig machen: der (effektive) Zins, die Tilgungsrate sowie die Laufzeiten von Zinsbindung und Tilgungsplan. In der Regel gilt dabei: Je länger der Zins für einen Kredit fest vereinbart wird (Zinsbindungsfristen von fünf bis 20 Jahren), desto höher ist dieser Zins. Umgekehrt: Je kürzer diese Bindungszeit gewählt wird, desto geringer ist zwar der Zins aber desto größer ist auch das Risiko steigender Zinszahlungen für die Restschuld, nachdem die vereinbarte Frist abgelaufen ist. Je länger die Laufzeit ist, in der Sie den Kredit tilgen (Tilgungsplan), desto höher ist der Gesamtpreis für den Kredit. Aber: Je niedriger die Tilgungsrate (in Prozent) und je länger deren Laufzeit, desto geringer sind Ihre monatlichen Belastungen. Verbraucher müssen also ihre persönlichen Vorlieben und ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit prüfen. Grob gesagt lautet die Wahl: Entweder bezahlen Sie über lange Zeit berechenbar geringe Monatsraten. Oder Sie tilgen, soviel die Haushaltskasse gerade noch hergibt (auch per Sondertilgung), haben aber dafür die Schulden schneller abbezahlt und unter dem Strich weniger für Ihre Immobilie hingeblättert. Gute Finanzierungspläne sollten zwischen diesen beiden Extremen eine persönlich zugestrickte Abzahlvereinbarung bieten. Tipp: Bauherren sollten sich in jedem Fall mehrere Finanzierungen berechnen lassen und in Ruhe vergleichen. DIE BESTEN ZINSANGEBOTE für Immobilienkredite (auch: Annuitätendarlehen) liegen derzeit zwischen knapp über vier Prozent Jahreszins bei fünf Jahren und rund 5,5 Prozent bei 20 Jahren Bindungszeit. Zur Orientierung: Vor 20 Jahren mussten Häuslebauer etwa den doppelten Preis für Baugeld hinlegen. Ein dramatischer Zinsanstieg droht der heutigen Bauherren-Generation aber nicht. Wir erwarten in den nächsten Wochen 248 S T E R N 4 9 /

34 MEIN GELD Rechnen Sie Ihre monatliche Belastung aus Haben Sie sich gründlich mit der Frage auseinandergesetzt, ob und in welcher Form Wohneigentum für Sie geeignet ist, und kommen Sie zu dem Schluss, dass Sie sich den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen können, bleibt nur noch eines zu klären: die Art und Höhe der Finanzierung. Dies lässt sich nicht pauschal beantworten, weil beispielsweise die Nutzung von Förderdarlehen individuell ist. Eine Einschätzung Ihrer monatlichen Belastung ermöglicht Ihnen die unten stehende Musterfinanzierung, die Sie entsprechend der Beispiel-Zahlen mit Ihren eigenen Werten ausrechnen können. Immobilienfinanzierung Objekt: Einfamilienhaus 100 qm, Altbau Bauherren: jungverheiratete Familie, 1 Kind, Jahres-Nettoeinkommen Euro 1. Finanzierung Kaufpreis der Immobilie + Grunderwerbsteuer (3,5 %) + Makler (6 %) + Kosten Notar und Grundbuchamt (1,7 %) Gesamtkosten - einzusetzendes Eigenkapital Finanzierungsbetrag = Bankdarlehen 2. Monatliche Belastung Unterhaltskosten Betriebskosten (Heizung, Strom, Wasser, etc., 2,5 Euro/qm) Instandhaltungsrücklage ( 1 Euro/qm) Finanzierungskosten Rate Bankdarlehen (5,5% Zins und 2% Tilgung, Kreditlaufzeit 24 Jahre) Gesamtkosten - Eigenheimzulage (Altbau) monatliche Belastung BEISPIELWERTE IHRE WERTE Hypothekenzinsen zwischen 4,7 und 4,9 Prozent für zehn Jahre Laufzeit, sagt Robert Haselsteiner, Vorstand der Münchner Kreditmaklerfirma Interhyp. Laufend aktualisierte Zinswerte und -vergleiche finden sich im Internet beispielsweise unter Messen Sie ruhig das Angebot Ihrer Hausbank an diesen Offerten. Generell sehr günstige Immobilienkredite für Selbstnutzer vergibt die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Antragstellung und Abwicklung übernimmt die Hausbank. Unbedingt danach fragen! Zur Entscheidung über die optimale Finanzierung gehört aber auch ein wenig Weitblick. Einschätzen müssen Eigenheimbauer nämlich nicht nur ihre aktuellen familiären und beruflichen Umstände, sondern vor allem ihre Zukunft so gut das möglich ist. Wer heute über ein knappes Monatsbudget verfügt, sollte dies nicht zu hoch belasten, sondern eher langfristig mit konstanten Raten rechnen. Das kann auch für Verbraucher mit gesichertem Einkommen (wie Beamte) sinnvoll sein. Denn mit langen Zinsbindungszeiten (15 Jahre und mehr) und den damit festgeschriebenen Raten wird die Immobilie mit jeder zukünftigen Einkommenserhöhung billiger. Gutverdiener dagegen GUT ZU WISSEN Fünf teure Irrtümer Die monatliche Belastung für die Immobilien-Finanzierung bleibt gleich. Falsch, denn jeder Kreditvertrag wird zunächst nur für fünf, zehn oder 15 Jahre abgeschlossen, danach wird neu gerechnet. Außerdem wird das Auslaufen der Eigenheimzulage vergessen. Ein Beispiel: Bei einer Familie mit zwei Kindern und einem Darlehen von Euro beträgt die monatliche Anfangsbelastung bei einprozentiger Tilgung 742 Euro. Nach fünf Jahren endet die so genannte Zinsbindungsfrist, also der erste Kreditvertrag, und die Finanzierung wird neu abgeschlossen diesmal allerdings nicht wieder zu 5,5 Prozent, sondern zu acht, weil die Zinsen wieder in Richtung des historischen Durchschnittssatzes für Hypotheken gestiegen sind. So steigt die Monatsbelastung auf 1063 Euro. Weitere drei Jahre später endet die Eigenheimzulage, und die Monatsbelastung steigt um weitere 340 Euro auf gut 1400 Euro. Das Ende der Zinsbindung kann aber auch konstruktiv genutzt werden. Es bietet nämlich den ersten guten Ausstiegszeitpunkt. Die Immobilie könnte (nach Ablauf von zehn Jahren sogar steuerfrei!) verkauft werden, oder man lässt die Finanzierung laufen und vermietet das Objekt. Immobilien sind sicher! Das stimmte mehrere Jahrzehnte lang, ist in Zukunft aber nicht mehr selbstverständlich. In Ostdeutschland beispielsweise haben Immobilienbesitzer seit Mitte der neunziger Jahre einen drastischen Wertverfall erlebt, teilweise halbierten sich hier die Preise. Außerdem wird die demografische Entwicklung (möglicherweise nimmt die Bevölkerung in Europa in den nächsten 25 Jahren um ein Viertel ab) dazu führen, dass nicht mehr so viele Häuser gebraucht werden wie im vergangenen Jahrhundert. Je früher eine Immobilie erworben wird, desto besser. Das ist zu pauschal. Sie müssen nicht sofort kaufen. Sie können zunächst auch für ein bis zwei Jahre das Geld, das Sie neben Ihrer Miete in eine Wohnung investieren möchten, auf einem Tagesgeldkonto sparen. Dadurch bilden Sie Eigenkapital und finden so vor allem heraus, ob Sie diese Sparleistung auch tatsächlich durchhalten können. Immobilien werfen nur sehr niedrige Renditen ab. Sie machen also keinen Fehler, wenn Sie Ihr Geld zunächst in lukrativere Anlagen investieren. Sie können jederzeit im Verlauf Ihres Lebens Ihr Vermögen in eine Immobilie umschichten. Miete ist verschenktes Geld. Auch zu pauschal, denn zur Miete wohnen ist bequem, und Sie können sich an neue Lebenslagen anpassen. Außerdem verschenken Sie bei einer Baufinanzierung viel Zinsen an die Bank. Die echten finanziellen Vorteile von Wohneigentum gegenüber einer guten Geldanlage sind eher gering. Häufig kommt es auch zu Verlusten beispielsweise wenn schon beim Kauf oder der Finanzierung grobe Fehler gemacht wurden. Oder wenn die Immobilie vorzeitig verkauft werden muss, weil eine Ehe in die Brüche gegangen ist. Allerdings fällt es vielen Menschen leichter, ihre Immobilie abzuzahlen, als zu sparen. Ich besitze nichts, das Haus gehört doch der Bank. Falsch. Nur derjenige Teil Ihrer Immobilie gehört der Bank (genauer: er ist verpfändet für den Fall der Zahlungsunfähigkeit), der noch nicht abbezahlt, also getilgt wurde. Ihre persönliche Vermögensbilanz ist in der Regel positiv, denn hier steht dem Restdarlehen der aktuelle Wert der kompletten Immobilie gegenüber. 250 S T E R N 4 9 /

35 So machen Sie mehr aus Ihrem Geld PLUS Professioneller, unabhängiger Rat: Der Kauf einer Immobilie ist eine der größten finanziellen Entscheidungen in Ihrem Leben. Lassen Sie sich von einer unabhängigen Stelle (beispielsweise der örtlichen Verbraucherzentrale) individuell beraten. Das Honorar von 50 bis 150 Euro ist bei einem Gesamtfinanzierungsvolumen von mehreren hunderttausend Euro gut angelegt. Finanzierungsangebote vergleichen: Holen Sie sich nicht nur ein Finanzierungsangebot von Ihrer eigenen Bank ein, sondern auch von anderen Banken. Zinssätze sind verhandelbar, vor allem, wenn Sie Ihrer Bank von einem günstigeren Angebot der Konkurrenz berichten können. Versuchen Sie vor allem, sich Sondertilgungsmöglichkeiten einräumen zu lassen. Möglichst hohe Tilgung wählen: Wenn Sie es sich leisten könnten, sollten Sie eine höhere Tilgungsrate als die üblichen 1 Prozent anfänglich vereinbaren. Die Tilgungsrate entscheidet darüber, wann ein Kredit abbezahlt ist. Bei jetzigen Zinsen gilt überschlägig: Mit 1 Prozent Tilgung ist man in 34 Jahren, mit 2 Prozent in 24, mit 3 Prozent in 19 Jahren schuldenfrei. In Niedrigzinsphasen wie heute sollte man mit mindestens 1,5 Prozent tilgen. Die meisten Banken akzeptieren übrigens gegen eine Bearbeitungsgebühr auch Tilgungs-Herauf- oder -Herabsetzungen während der Laufzeit. Passen Sie also Ihren Kredit Ihren Möglichkeiten an! Nutzen Sie so genannte Forward-Darlehen für die Anschlussfinanzierung: Wenn die Zinsbindung Ihres Immobiliendarlehens in den nächsten zwei bis drei Jahren ausläuft, können Sie sich das heutige günstige Zinsniveau unter Zahlung eines Zinsaufschlags durch ein so genanntes Forward-Darlehen für diese Zeit sichern. Fragen Sie Ihre Bank danach! Prüfen Sie die Seriosität Ihres Bauträgers: Dazu können Sie sich beispielsweise bei der Wirtschaftsauskunftei Creditreform eine Auskunft über das Unternehmen einholen. Erwägen Sie auch, Ihre Immobilie durch einen Architekten bauen zu lassen entgegen landläufiger Meinung fährt man damit finanziell nicht unbedingt schlechter als mit einem Bauträger und hat dank Architektenhaftung mehr Rechte. MINUS Eigenleistung überschätzen: Realistischerweise werden Sie maximal fünf bis zehn Prozent der Baukosten durch Eigenleistung erbringen können. Und dies auch nur, wenn Sie nicht zwei linke Hände haben und beruflich nicht zu sehr eingespannt sind. In der Regel sollten Sie Ihre Eigenleistung eher ans Ende der Bauphase legen, um den Bauablauf nicht zu verzögern. Kosten unrealistisch kalkulieren: Viele Baufinanzierungen scheitern in den ersten zwei bis drei Jahren, weil die Kosten zu gering kalkuliert wurden. Nachfinanzierungen sind schwierig, und die sich ergebenden Belastungen übersteigen dann oft die finanzielle Leistungsfähigkeit. Selbst wenn man nicht neu baut, geschieht es schnell, dass man Teile von Renovierungskosten oder Umbauten vergisst. Für alle Aufträge gilt: Lassen Sie sich Festpreisangebote mit konkreten Fertigstellungsterminen (inklusive Vertragsstrafe bei Nichteinhaltung) geben. Belastungssteigerungen bei der Planung vergessen: Eine zweite Häufung beim Scheitern von Baufinanzierungen findet sich nach acht bis zwölf Jahren. Dann läuft die Eigenheimzulage aus, und die Zinssätze von Bank- und Förderdarlehen werden neu festgelegt. Bedenken Sie, ob Sie in der Lage sind, die dann höhere monatliche Belastung zu tragen. In der Krise Kopf in den Sand stecken: Sollten Sie Schwierigkeiten beim Bezahlen Ihrer finanziellen Belastungen haben, müssen Sie aktiv werden. Holen Sie sich Unterstützung (beispielsweise bei der Verbraucherzentrale oder der Schuldnerberatung). Auch sollten Sie gegenüber Ihrer Bank offen und ehrlich auftreten, um gemeinsam eine Lösung zu entwickeln.

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