HANDELN. MITMACHEN. BEWEGEN. EUROPA- WAHL 25. MAI 2014

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1 HANDELN. MITMACHEN. BEWEGEN. EUROPA- WAHL 25. MAI 2014

2 Europawahl 2014: Wählen gehen am 25. Mai 2014 Impressum Veröffentlicht: Februar 2014 Herausgeberin: Europa-Union Deutschland, Kreisverband Diepholz e. V. Gerhard Thiel, Am Bahnhof 1, Syke Redaktion: Lüder Lueßen Gestaltung: Thomas Lagies V.i.S.d.P. Gerhard Thiel, Vorsitzender der Europa-Union Deutschland im Landkreis Diepholz e. V. Druck: Auflage: 1.500

3 Mit dieser Broschüre wollen wir auf die besondere Bedeutung der Wahlen zum europäischen Parlament und die Verpflichtungen unserer Kommune hinweisen. Im Jahr 2014 jährt sich zum 100. Mal der Beginn des 1. und zum 75. Mal der Beginn des 2. Weltkrieges. Diese Jahrestage machen uns bewusst, was für ein Geschenk es ist, seit fast 70 Jahren in Frieden mit unseren europäischen Nachbarn und Freunden zu leben. Die Völkergemeinschaft Europas hat sich zu einem Garanten für Demokratie und Frieden und für das gegenseitige Verständnis über Ländergrenzen hinweg entwickelt. Einen Rückfall in nationalistisches und rassistisches Denken wollen wir verhindern und uns bewusst in eine Syker Tradition von Partnerschaften stellen, die ein gemeinsames föderales Europa der Regionen anstreben. Syke lebt Europa mit seinen Freundschaften zu den Menschen ihrer Partnerstädte La Chartre-surle-Loir und Wąbrzeźno. Wir alle können ein Zeichen setzen für Europa und am 25. Mai zur Wahl gehen. Wir werben für eine hohe Wahlbeteiligung und damit auch für die große Bedeutung des Europäischen Parlamentes, das in Zukunft eine größere Bedeutung in der Völkergemeinschaft Europa einnehmen wird. Europa ist gesünder als viele glauben. Die echte Krankheit Europas sind seine Pessimisten. Dieses Zitat von Jacques Delors ist aktueller denn je und wird auch zukünftig Grundlage unserer Zuversicht und unseres aktives Eintretens für ein friedliches und bürgernahes Miteinander sein. Gehen Sie auf Ihre Freunde und Freundinnen und Bekannten zu und tragen Sie so mit zu einem Erfolg für Europa bei. Suse Laue Bürgermeisterin der Stadt Syke Gerhard Thiel Vorsitzender der EUROPA-UNION Deutschland - Kreisverband Diepholz Die Skulptur steht im Syker Rathaus und wurde von dem polnischen Künstler Cazary Kopik 1994 geschaffen. 3

4 Europa in Syke Syke in Europa Seite Vorwort 1 1. Europas Bürger/-innen wählen ihr Parlament 3 2. Europa in Syke Syke in Europa Der Weg nach Europa Europäischer Neubeginn in Deutschland Die Europa-Union Deutschland (EUD) Wilhelm Heile und die Gründung der EUD Europäische Projekte in Syke Europäisches Bildhauersymposium EuropaGarten Europaschule BBS Hoher Berg Europaspur durch Syke Partnerstädte und Patenschaften Partnerstadt La Chartre-sur-le-Loir / Frankreich Partnerstadt Wąbrzeźno / Polen Patenschaft Der Euro macht Europa stark Die Europawahl 2014 mehr Europa wählen Veranstaltungen und Termine in Syke im Vorfeld der Europawahl Kreismuseum: Ausstellung Landrat Wilhelm Heile Fit für Europa Mitmachen und Mitbestimmen Exkurs: Wilhelm Heile 38 4

5 1. Europas Bürger/-innen wählen ihr Parlament! Europas Bürger/-innen wählen ihr Parlament! Vom 22. bis 25. Mai 2014 wird von allen wahlberechtigten Bürgern und Bürgerinnen Europas das Europäische Parlament in direkter, freier und geheimer Wahl gewählt. In Deutschland wählen wir am 25. Mai. Bereits zum achten Mal (letztmalig 2009) haben die Einwohner und Einwohnerinnen der EU-Mitgliedsländer die Möglichkeit, die Zusammensetzung ihres Parlaments selbst zu bestimmen und damit die Bedeutung dieser Institution in der Konstellation Parlament Kommission Ministerrat zu unterstreichen. Die Legislaturperiode beträgt 5 Jahre (bisher 4 Jahre). In Deutschland gilt eine Drei-Prozent-Hürde (bisher 5%). Wahlberechtigt sind alle EU-Bürger und EU-Bürgerinnen, entweder direkt an ihrem jeweiligen Wohnort in einem Mitgliedsland oder per Briefwahl. Das Wahlrecht darf nur in einem Mitgliedstaat ausgeübt werden. Europäer, die außerhalb der EU leben, können ebenfalls per Briefwahl wählen. Das Europäische Parlament ist das einzige EU-Organ, das alle fünf Jahre (bisher 4 Jahre) demokratisch gewählt wird. 751 Sitze werden vergeben, davon 96 aus Deutschland. Jede Wahlbeteiligung ist praktizierte Demokratie und dient der weiteren Umsetzung der europäischen Ziele. Die Faszination eines gemeinsamen Europa erfordert neben einem aktiven Miteinander in der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Koordination und Entwicklung auch Grundkenntnisse der wichtigsten Sprachen. Es uns daher ein besonderes Anliegen, hier die notwendigen Schritte zu unterstützen. Je besser sich die Kenntnisse dieser Sprachen in Europa entwickeln, desto größer ist die Sicherheit des gegenseitigen Verständnisses. Europawahl

6 2. Europa in Syke Syke in Europa * Unter diesem Titel legte Wiebke Gautier 2010 eine Studienarbeit vor über den besonderen Bezug der Stadt Syke zu Europa und der in Syke gegründeten Europa-Union Deutschland. Sie wurde erstellt im Rahmen eines REGIALOG-Projektes in den Jahren 2009/2010 als ein kulturtouristisches Projekt mit europäischem und historischem Bezug. Am 9. Dezember 1946 traf sich in Syke eine Gruppe überzeugter Europäer zur Gründung der Europa-Union Deutschland: Wilhelm Heile aus Syke wurde 1. Vorsitzender, Wilhelm Hermes geschäftsführender Vorsitzender und Leiter der deutschen Gesamtorganisation, Nikolaus Müller Leiter der Organisation für Schleswig-Holstein und Wilhelm Hellwig Leiter der Organisation für Nordrhein-Westfalen (siehe Gründungsprotokoll vom ). Ergänzt wurde dieses Quartett durch Walter Hasemann aus Hannover für die niedersächsische Organisation. Diese Syker Tradition wollen wir fortsetzen und uns gemeinsam für ein Mehr an Europa einsetzen. Besuchergruppe aus Regensburg im EuropaGarten * Auszüge einer Veröffentlichung von Wiebke Gautier: Europa in Syke Syke in Europa, eine Studie im Rahmen eines REGIALOG-Projektes in den Jahren 2009/2010 als ein kultur-touristisches Projekt mit europäischem Bezug 6

7 2.1 Der Weg nach Europa Die Idee der europäischen Einigung ist wesentlich älter als die europäischen Organisationen, wie wir sie heute kennen. Staatsmänner, Schriftsteller und Philosophen, wie Erasmus von Rotterdam (Idee eines Völkerbundes), William Penn (Vorschlag einer europäischen Bundesversammlung) oder Victor Hugo (Ankündigung der Vereinigten Staaten von Europa), haben sich lange vorher zum Ziel eines geeinten Europas bekannt. 1 Doch obwohl Traditionslinien bereits in das Mittelalter zurückverfolgt werden können, wurde die Idee einer freiwilligen Integration der europäischen Staaten und Völker in einen gemeinsamen politisch-geographischen Rahmen erst nach Ende des Ersten Weltkrieges von einer politischen, proeuropäischen Bewegung aufgegriffen und nach dem Zweiten Weltkrieg wirkmächtig. 2 Die erste Gemeinschaftsorganisation entstand unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg mit der offensichtlichen Notwendigkeit, den europäischen Kontinent wirtschaftlich wieder aufzubauen und einen dauerhaften Frieden zu gewährleisten unterzeichneten sechs zentraleuropäische Staaten den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (Montanunion). Damit wurden erstmals Teilbereiche nationaler Souveränität auf eine supranationale Behörde übertragen. 3 Die proeuropäische Bewegung nach dem Ersten Weltkrieg weist, wenn alle profaschistischen oder hegemonialen Europa-Konzeptionen unberücksichtigt bleiben, drei wesentliche Motive auf: das ökonomische Interesse an einem einheitlichen, konkurrenzfähigen Markt Europa, das Ziel der Sicherung der Weltgeltung Zentraleuropas sowie eine pazifistisch ausgerichtete Forderung nach gesamteuropäischer Föderierung als Teil institutionalisierter weltweiter Kooperation. 4 Trotz unterschiedlicher Zielsetzungen lassen sich zentrale Organisationen jener Zeit ausmachen. Das International Committee for a European Union, 1924 von Wirtschaftsführern und Ökonomen in zahlreichen Ländern des Kontinents gegründet, zielte in erster Linie auf die Beendigung der wirtschaftlichen Kleingliedrigkeit Europas und auf die Rückkehr zum Freihandel. 5 Auf der politischen Seite erlangte die Paneuropa-Union des Aristokraten Coudenhove-Kalergi die größte öffentliche Aufmerksamkeit. 6 Die Konzeption zielte auf eine pentarchische Weltregionalisierung, in der Zentraleuropa und Großbritannien jeweils eine der fünf integrierten (kon-)föderalen Weltmächte darstellen sollte. Konträr zu den Paneuropäern formierte sich eine dritte (kon-)föderale Gruppe, die sich 1926 zum Verband für europäische Verständigung zusammenschloss, um die friedenssichernde Kompetenz des Völkerbundes durch die Integration Europas einschließlich Großbritanniens zu stärken. Der Wortführer dieser proeuropäischföderalistischen Gruppe war der 1881 in Diepholz geborene Wilhelm Heile. 7 Die demokratischen Europa-Konzepte der Zwischenkriegszeit mussten jedoch, unabhängig davon, ob sie eine politische Föderation oder eine Wirtschaftsgemeinschaft unterstützten, ob sie Handelshemmnisse abbauen wollten oder dem 7

8 Pazifismus verpflichtet waren, letztlich vor nationsstaatlichem Egoismus kapitulieren. Dieser förderte stattdessen bevorzugt solche Initiativen, die die Stärkung einzelner Nationalstaaten innerhalb Europas anstrebten, was implizit zu Lasten konkurrierender Mächte ging. Die von den Machthabern des Dritten Reiches angestrebte neue Ordnung Europas hatte mit den europäischen Entwürfen nichts mehr gemein. Im Gegenteil hatten selbst die meisten mitteleuropäischen Denkmodelle aus rechten antidemokratischen Kreisen der Weimarer Republik dem neu zu gestaltenden Raum noch föderative Strukturen zugestanden - ging das nationalsozialistische Ordnungsmodell von der Schaffung eines zentralistischen großgermanischen Reiches aus. Es handelte sich nur noch um die Suche nach einer Antwort auf die Frage, wie eine Erweiterung der deutschen Außengrenzen erreicht werden konnte, so wie es Hitler in seiner programmatischen Forderung nach einer Vergrößerung des Lebensraums für das deutsche Volk schon Mitte der 1920er Jahre gefordert hatte. Nicht zuletzt aus dem Grund, dass das NS-Regime mit großem Nachdruck seinen europäischen Neuordnungsauftrag verkündete, sahen sich deutsche und europäische Widerstandskreise dazu herausgefordert, eigene europäische Konzepte zu entwickeln, die nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches als Grundlage einer neuen und stabileren politischen Ordnung Europas dienen sollten. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges gewann die europäische Einigungsidee deutlich an Boden. 8 Was während des Krieges noch vielfach in konspirativen Kreisen unter Ausschluss der Öffentlichkeit diskutiert wurde, konnte nach dem Krieg öffentlich und verstärkt fortgeführt werden. So lud die Schweizer Europa- Union im September 1946 die europäischen Föderalisten zu einer Konferenz nach Hertenstein am Vierwaldstätter See ein. Dort wurden zwölf Thesen (Hertensteiner Programm) verfasst, die zur Grundlage der europäischen Arbeit der Nachkriegsjahre und zugleich zum politischen Gründungsdokument der späteren Europa-Union Deutschland wurden. 9 Der Hertensteiner Konferenz folgten noch zwei weitere in Luxemburg und Basel, bis im Dezember 1946 in Paris die Union europäischer Föderalisten (UEF) gegründet werden konnte. 10 Hier waren Italiener, Franzosen und Niederländer besonders stark vertreten. Unter dem Vorsitz von Winston Churchill wurde im Mai 1948 in Den Haag ein Europa- Kongress einberufen, an dem mehr als 700 Politiker aus westeuropäischen Ländern teilnahmen. 11 Er wurde maßgeblich von der UEF vorbereitet. Wichtigstes Ergebnis dieses Kongresses war die Gründung des Europarats 12, dem heute 47 Staaten als Mitglieder angehören und die Gründung des European Movements. In Wiesbaden wurde 1949 der Deutsche Rat der Europäischen Bewegung, die heutige Europäische Bewegung Deutschland, gegründet. Im Mai des gleichen Jahres fand der 1. ordentliche Kongress der Europa-Union in Hamburg statt. Hier wurde der Publizist Eugen Kogon als Präsident gewählt. 8

9 1 Heinz-Joachim Domnick: Die Geschichte der politischen Idee Europas, in: Wulf Köpke, Bernd Schmelz Museum für Völkerkunde Hamburg (Hrsg.): Das gemeinsame Haus Europa. Handbuch zur europäischen Kulturgeschichte. München 1999, S , hier: S.83, bzw. Sergio Pistone, Otto Schmuck: Der Beitrag der Europäischen Föderalisten zum Einigungsprozess, in: Otto Schmuck (Hrsg.): Die Menschen für Europa gewinnen Für ein Europa der Bürger. Bad-Marienberg 2008, S , hier: S Behne, Markus: Völker Europas, vereinigt euch! Proeuropäisches Denken und Wirken Wilhelm Heiles in Zwischen- und Nachkriegszeit, in: Schröder, Adolf (Hrsg.), Völker Europas, findet euch selbst! Beiträge zur Ideengeschichte der Europabewegung in Deutschland. Oldenburg 2008, S , hier: S Curt Gasteyger: Europa von der Spaltung zur Einigung. Darstellung und Dokumentation Bonn 2001, S. 65f. 4, 5 Behne, Markus: Völker Europas, vereinigt euch! Proeuropäisches Denken und Wirken Wilhelm Heiles in Zwischen- und Nachkriegszeit, in: Schröder, Adolf (Hrsg.), Völker Europas, findet euch selbst! Beiträge zur Ideengeschichte der Europabewegung in Deutschland. Oldenburg 2008, S , hier: S Heinz Joachim Domnick: Die Geschichte der politischen Idee Europa, in: Wulf Köpke, Bernd Schmelz: Das gemeinsame Haus Europa. Handbuch zur europäischen Kulturgeschichte. München 1999, S , hier: S Wilfried Loth: Der Weg nach Europa: Geschichte der europäischen Integration Göttingen 1990, S.10f. 8 Pistone, Sergio/Schmuck, Otto: Der Beitrag der Europäischen Föderalisten zum Einigungsprozess, in: Schmuck, Otto (Hrsg.): Die Menschen für Europa gewinnen Für ein Europa der Bürger. Bad-Marienberg 2008, S , hier: S Frank R. Pfetsch: Die europäische Union. Paderborn 2005³, S URL: (Stand: ). 11 Rettung Europas in: Die Zeit, , zitiert nach: URL: (Stand: ). 12 URL: (Stand: ). Syker Musikgruppe in der Agora 9

10 2.2 Europäischer Neubeginn in Deutschland Die Deutschen hatten zu den UEF- Veranstaltungen Einladungen bekommen 13, konnten jedoch nicht teilnehmen, da sie in der Nachkriegszeit von den Besatzungsbehörden keine Reisegenehmigung bekamen. Dennoch wurden sie bald nach dem Krieg aktiv. In zahlreichen Orten der westlichen Besatzungszonen wurden unter verschiedenen Namen Gruppen gebildet, die sich alle die Einigung Europas zum Ziel gesetzt hatten. Da auch das Reisen innerhalb der Besatzungszonen schwer zu realisieren war, hatten diese Gruppen zunächst wenig Kontakt zueinander. Schließlich gelang es dem im Schweizer Exil lebenden Deutschen Heinrich Ritzel (ehemaliger Völkerbundbeamte und SPD-Abgeordneter im Reichstag), über niederländische und englische Teilnehmer des Hertensteiner Treffens mit Wilhelm Heile, dem Landrat von Syke bei Bremen, Verbindung aufzunehmen. 14 Dezember 1946 den Zusammenschluss der wichtigsten örtlichen Europa-Gruppen im Syker Hotel Schützenhof realisieren. Erster Vorsitzender der deutschen Europa- Union wurde Wilhelm Heile, der Geschäftsführer Wilhelm Hermes. Der erste Kongress der Europa-Union fand im Juni 1947 in Eutin statt. 16 Hier nahmen bereits 200 Delegierte aus 50 Bezirksgruppen teil. Im November 1947 wurde die Europa-Union Deutschland Mitglied der UEF, nachdem sich weitere föderalistische Gruppen angeschlossen hatten. Sie ist damit die deutsche Sektion der Union europäischer Föderalisten. Heile hatte schon in der Weimarer Zeit einen Verband für europäische Cooperation 15 gegründet. Zusammen mit dem Fabrikanten Wilhelm Hermes aus Mönchengladbach konnte er am 9. Gründungsmannschaft 13 Pistone, Sergio/Schmuck, Otto: Der Beitrag der Europäischen Föderalisten zum Einigungsprozess, in: Schmuck, Otto (Hrsg.): Die Menschen für Europa gewinnen Für ein Europa der Bürger. Bad-Marienberg 2008, S , hier: S Pistone, Sergio/Schmuck, Otto: Der Beitrag der Europäischen Föderalisten zum Einigungsprozess, in: Schmuck, Otto (Hrsg.): Die Menschen für Europa gewinnen Für ein Europa der Bürger. Bad-Marienberg 2008, S , hier: S URL: union.de/index.php?id=1086 (Stand: ). 16 URL: (Stand: ). 10

11 2.3 Die Europa-Union Deutschland Seit Beginn versteht sich die Europa- Union Deutschland als überparteiliche, überkonfessionelle und unabhängige politische Nichtregierungsorganisation für ein föderalistisches Europa. Primäres Ziel ist die Unterstützung föderaler und demokratischer Strukturen für die Zusammenarbeit der Nationalstaaten, um unnötige Machtkonzentrationen zu verhindern und zugleich die kulturelle Vielfalt zu erhalten. In einem flächendeckenden Netz von heute 16 Landesverbänden und rund 400 Bezirks-, Kreis-, Orts- und Stadtverbänden wirken etwa Mitglieder aktiv für die Einheit Europas. Die Europa-Union Deutschland, als eine auf ehrenamtlichen Strukturen basierende Bürgerinitiative, ist lokal, regional sowie national aktiv und vereint Vertreter aller gesellschaftlichen Schichten. Ihr Organ ist die vierteljährlich erscheinende Publikation Europa aktiv. Auf Vortragsveranstaltungen, Diskussionsforen, Kongressen, Verbands- und Fachseminaren werden europapolitische Themen behandelt. Aber auch auf Kundgebungen und bei Straßenaktionen wird Öffentlichkeitsarbeit geleistet, um die Menschen zu mobilisieren und über die Zukunft Europas zu informieren. Enge Zusammenarbeit besteht auch mit den Europa-Häusern und Europäischen Akademien, die die außerschulische europapolitische Bildung übernommen haben. Die Jugendorganisation Junge Europäischen Föderalisten (JEF) veranstaltet europaweit Aktionen, Seminare, Bildungsreisen, Sprachkurse und Jugendaustausch. Neben diesen vielfältigen Aktionen der Öffentlichkeitsarbeit ist die Europa-Union bemüht, auf die offizielle regierungsamtliche Europapolitik in der Bundesrepublik Deutschland, bei den Organen der Europäischen Union und des Europarates Einfluss zu nehmen und dazu beizutragen, die Einheit Europas Schritt für Schritt voranzubringen. Junge Europäische Föderalisten (www.jef.de) 11

12 2.4 Wilhelm Heile und die Gründung der Europa-Union Deutschland Die bis Mai 1945 vollzogene Besetzung Deutschlands stellte die alliierten Siegermächte vor die Aufgabe, das sich wirtschaftlich und moralisch selbst völlig zugrunde gerichtete Deutschland zu verwalten. Besonders Amerikaner und Briten griffen hierfür auf kommunaler Ebene frühzeitig auf unbelastete Deutsche zurück. 39 Eingesetzt von der britischen Militärregierung führte der 63jährige Heile seit Sommer 1945 als hauptamtlicher Landrat die Syker Kreisverwaltung. 40 Mit ganzer Kraft stellte sich Heile in den Dienst des demokratischen Wiederaufbaus. Neben seiner Funktion als Landrat war er vom August bis November 1946 Mitglied im ernannten Landtag des kurzlebigen Landes Hannover. 41 In dieser Zeit amtierte er als stellvertretender Ministerpräsident, außerdem von September bis November 1946 als Minister für Wirtschaft und Verkehr. Bis zum Frühjahr 1951 verfügte das ausgeschiedene Regierungsmitglied über ein Abgeordnetenmandat im niedersächsischen Landtag. Heile gehörte dem Zonenbeirat der britischen Zone und dem Parlamentarischen Rat an, der das Grundgesetz ausarbeitete. 42 Am Ende stimmte der niedersächsische Föderalist, der sich konstruktiv an der Mitgestaltung des Verfassungswerkes beteiligt hatte, aus innenpolitischen Erwägungen gegen das Grundgesetz der Bundesrepublik. Vor allem die Eigenständigkeit der Länder glaubte er nicht genügend berücksichtigt. Entscheidenden Anteil hatte der Altliberale und Vertraute Naumanns auch am Aufbau der FDP. Ihr erstes Parteiprogramm, die Syker Richtlinien 43, stammte aus seiner Feder. Für kurze Zeit stand er an der Spitze des FDP-Verbandes in der britischen Zone. Diese Funktion übte er jedoch nur kurze Zeit aus. Seine Bemühungen um die Schaffung einer Sammelpartei rechts der SPD waren bei den Freidemokraten auf Widerstand gestoßen. Darüber hinaus hatte die Vorstandsriege seine europäischen Visionen mit Skepsis betrachtet. Bereits Mitte November 1946 war Heile der Rücktritt als FDP-Präsident nahegelegt worden. Er wechselte zur konservativen, zunächst partikularistischen Niedersächsischen Landespartei (NLP). 44 Nach ihrer Umbenennung in Deutsche Partei (DP) vertrat Heile sie im Niedersächsischen Landtag und im Parlamentarischen Rat in Bonn. 45 Intermediäre Interessenverbände, d. h. nicht parteipolitische Organisationen, waren in Deutschland nach der erfahrenen massiven Kooperation der Wirtschaftsverbände mit dem NS- Regime durch die Alliierten bis Mitte 1946 allgemein verboten. Die schlechte 12

13 Informations- und Verkehrslage, besonders zwischen, aber auch innerhalb der Besatzungszonen, begünstigte ab dem Zeitpunkt der Wiederzulassung proeuropäischer Gruppen, voneinander unabhängige Gründungen. Die deutsche Europa-Union war kein Zusammenschluss bereits bestehender Gruppen, erfolgte jedoch in der Absicht, deren Dachverband zu bilden. Zumindest sollte der Verband bei einer Fusion die größte und damit bestimmende der bereits existierenden Organisationen sein. Am 9. Dezember 1946 traf Wilhelm Heile im Syker Hotel Schützenhaus mit drei Parteifreunden zusammen, um die insbesondere von dem FDP-Generalsekretär Wilhelm Hermes vorbereitete Gründung der Europa-Union zu vollziehen. 46 Wilhelm Heile, der erste Vorsitzende, bemühte sich in den folgenden Monaten um einen Zusammenschluss mit den anderen deutschen Europa- Gruppierungen. Seit dem Frühjahr 1949 verzichtete er sukzessive erst auf das Landratsamt, dann auf die Bundestagskandidatur zog er sich von der überregionalen politischen Bühne zurück und ließ seine Parteiaktivitäten ruhen. 47 Das letzte Ehrenamt, den Vorsitz des Roten Kreuz des Landkreises Grafschaft Hoya, legte er 1956 nieder. Wilhelm Heile verstarb am 17. August 1969 fast 88-jährig in Harpstedt. 39 Behne, Markus: Völker Europas, vereinigt euch! Proeuropäisches Denken und Wirken Wilhelm Heiles in Zwischen- und Nachkriegszeit, in: Schröder, Adolf (Hrsg.), Völker Europas, findet euch selbst! Beiträge zur Ideengeschichte der Europabewegung in Deutschland. Oldenburg 2008, S , S Marc Zirlewagen: Wilhelm Heile, in: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 24, Nordhausen 2005, Spalte , 42 Europa-Union Deutschland Kreisverband Diepholz (Hrsg.): 60 Jahre Europa-Union Deutschland. Europäische Föderalisten. Wilhelm Heile Initiator und Mitbegründer. Diepholz/Syke 2006, S , 44 URL: (Stand: ). 45 Behne, Markus: Völker Europas, vereinigt euch! ebenda, S Europa-Union Deutschland Kreisverband Diepholz (Hrsg.): 60 Jahre Europa-Union Deutschland. Europäische Föderalisten. Wilhelm Heile Initiator und Mitbegründer. Diepholz/Syke 2006, S Marc Zirlewagen: Wilhelm Heile, in: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). ebenda. 13

14 3. Europäische Projekte in Syke 3.1 Europäisches Bildhauersymposium 1991 In den 60er Jahren entstand unter jungen Künstlern der Conceptional Art Kunst verschiedener Ausrichtungen, die nicht nach dem ortsüblichen Konsens fragte. Hierbei spielte der (öffentliche) Aktionsraum eine signifikante Rolle. 68 Zugrunde gelegt war die Annahme, dass Kunst erst dann über die Spezialisten hinaus wirken kann, wenn sie den ihr vorgegebenen Raum verlässt und an den Orten auf das Publikum trifft, wo dieses sich alltäglich aufhält: vor der Tür eines Museums, auf der Straße, in den Parks und auf den Plätzen. Im Gegensatz zur Kunst im Museum, die für die Ewigkeit bewahrt und unter diesem Blickwinkel angeschaut wird, ist Kunst im öffentlichen Raum den Witterungen ausgesetzt und oft von vornherein auf kurze Dauer angelegt. In dieser Zeit des Umbruchs organisierte Karl Prantl gemeinsam mit Friedrich Czagan und Heinrich Deutsch das 1. Europäische Bildhauersymposium (1959) in St. Margarethen (Österreich). 69 Ziel war, die eigene Arbeit im Austausch mit anderen Bildhauern zu überdenken und Bildhauersymposium Jiri Seifert, Tschechien sich von geistigen sowie räumlichen Zwängen des Ateliers zu befreien. Prantl erklärt rückblickend: Es wurde unter ganz einfachen Bedingungen gearbeitet. Es war das Leben und das Arbeiten auf eine intensive Weise möglich, und mehr wollte man nicht. 70 Die Steine sollten dort stehenbleiben, wo sie geschaffen wurden. Anders als im Museum wollte man dem Menschen ein Erleben von Kunst in symbiotischer Verbindung mit der Natur ermöglichen. 71 Zum ersten Mal realisierten zwölf eingeladene Künstler aus aller Wel, in der auf den Sommer begrenzten Lebensgemeinschaft ihre Skulpturen. Der Steinbruch war Atelier und Ausstellung zugleich. Dieser Moment der Verlagerung des Arbeitens in den öffentlichen Raum ermöglichte, dass Plastiken und Skulpturen heute wieder zum selbstverständlichen Teil des kulturellen Lebens geworden sind. 72 Die Sehgewohnheiten des Publikums, ein Kunstwerk in Isolation von jeglichem außerkünstlerischem Zusammenhang zu sehen, war in diesem Kontext nicht mehr möglich. 73 Hier zählt nicht nur das Resultat, das Objekt an sich. Vielmehr muss die Umgebung mit gesehen werden sowie der öffentliche Schaffensprozess des Künstlers. Denn Kunst im öffentlichen Raum lebt von der Auseinandersetzung mit der Natur und der gegebenen städtebaulichen Situation. 74 Wirkte früher das plastische Werk aus sich heraus, sucht der heutige Bildhauer und Objektmacher über seine Arbeit bewusst ein vielschichtiges Bezugsfeld

15 Gleichzeitig bietet der Austausch von Gedanken zwischen Künstler und Betrachter die Möglichkeit, traditionelle Vermittlungsebenen zu durchbrechen, den Entstehungsprozess von Kunst zu vergegenwärtigen und ihn nachvollziehbar zu machen. 76 Da das Publikum nicht als eine idealisierte homogene Gruppe zu begreifen ist, kann hier nicht mit spezialisierten Vorverständnissen gerechnet werden. 77 Daher kommt es bei der Konfrontation des Menschen mit moderner Kunst im öffentlichen Raum unweigerlich zu Kontroversen und Diskussionen. In der Auseinandersetzung wird die Skulptur als eine künstlerische Sprache zugänglich, nicht zuletzt, weil sie den Herstellungsprozess und den Betrachter in das Geschehen mit einbezieht. Dieses Anliegen, das Einbeziehen des Beobachters in einen künstlerischen Schaffensprozess, ist der Kerngedanke von Bildhauersymposien. 78 Diesen Anspruch hatte auch das Bildhauersymposion Formen für Europa Formen aus Stein, das vom 25. August bis zum 6. Oktober 1991 auf dem Steinplatz an der La-Chartre-Straße auf dem Gelände des Kreisgymnasiums stattfand. Bildhauersymposium Ioanna Filippidu, Griechenland International anerkannte Bildhauer aus fünf europäischen Ländern arbeiteten hier sechs Wochen im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Die Griechin Ioanna Filippidu, der Italiener Miguel Ausili, der Slowene Janez Lenassi, der Tscheche Jiri Seifert und der Deutsche Werner Stötzer bildeten eine Gemeinschaft, die der ortsansässige Bildhauer Louis Niebuhr in Syke zusammengeführt hatte. 79 Internationalität ist hier nicht nur im Sinne geographischer Entfernungen, sondern insbesondere im Sinne unterschiedlicher kultureller Eigendynamik zu verstehen. 80 Es ging bei der Auswahl der teilnehmenden Künstler weniger um aufeinander prallende Charaktere, sondern vielmehr um deren unterschiedliche künstlerischen Positionen. 81 Damit sollte dem Betrachter ein Einblick in die stilistische Vielfalt ermöglicht werden, die die Heterogenität der heutigen Bildhauerszene repräsentiert. Die Antworten auf die Herausforderung des Materials und des Ortes sind in der Folge individuelle Zeugnisse künstlerisch divergierender Auffassungen über Idee und Form plastischen Arbeitens - jedoch immer mit einer spürbaren Affinität zur landschaftlichen Umgebung. 82 Durch ihr gemeinsames Schaffen hat diese Gemeinschaft vorgelebt, dass Menschen sich - entgegen unterschiedlicher Nationalität und Sprache - verstehen können, wenn ihr Ziel ein gemeinsames ist. Jeder Einzelne hat seine eigenen 15

16 künstlerischen Erfahrungen mit nach Syke gebracht, um hier den Wunsch nach Auseinandersetzung mit seiner Kunst zu verwirklichen und voneinander zu lernen. Gemeinsam haben die Bildhauer Syke kulturell geprägt, verändert und bereichert. Künstlerische Zeichen wurden gesetzt sowie die kulturelle Entwicklung der Stadt gefördert. Gleichzeitig haben sie ein verstärktes generationsübergreifendes Interesse und Verständnis für künstlerische Arbeit sowohl hinsichtlich der künstlerischen Aussage als auch der handwerklichen Ausführungen geweckt. Das Symposium wurde durch die erheblichen finanziellen Förderungen des Landkreises Diepholz, des Auswärtigen Amtes, der Niedersächsische Sparkassen- Stiftung und des Landes Niedersachsen ermöglicht. Dieses Symposium hat Syke zu einer attraktiven Stadt zeitgemäßer Bildhauerkunst gemacht. Die sechs Marmorskulpturen stehen noch heute an ihrem ursprünglichen Platz. In ihrer Formgebung und Aussagekraft sind sie alle Beispiele der gegenwärtigen europäischen Bildhauerkunst und Symbole für den Weg zum gemeinsamen Europa. 83 Bildhauersymposium Louis Niebuhr, Syke 68 Peter Herbstreuth: Zur Kunst im öffentlichen Raum. Vortrag/ (Bundeszentrale für pol. Bildung). 69 Neal Barab: Stone Sculpture Symposia, in: Sculpture Magazine, 04/1998, Vol. 17/No.4 70 Katharina Prantl (Hrsg.): Gehen über den Hügel von St. Margarethen, von Stein zu Stein. Wien Karl Prantl, 1976, URL: (Stand: ). 72 Michael Schultz: Internationales Bildhauersymposion E 88. o.o Katalog 1. Bildhauersymposion Bentheimer Sandstein Bad Bentheim Peter Herbstreuth: Zur Kunst im öffentlichen Raum. Vortrag/ (Bundeszentrale für pol. Bildung). 75, 76 Katalog 1. Bildhauersymposion Bentheimer Sandstein Bad Bentheim Peter Herbstreuth: Zur Kunst im öffentlichen Raum, ebenda. 78 Michael Schultz: Internationales Bildhauersymposion E 88. o.o Katalog Europäisches Bildhauersymposion (Hrsg. Stadt Syke) Syke Michael Schultz: Internationales Bildhauersymposion, ebenda. 81, 82, 83 Katalog Europäisches Bildhauersymposion (Hrsg. Stadt Syke) Syke

17 3.2 EuropaGarten Der EuropaGarten in Syke ist der sichtbar gemachte Verweis auf den Gründungsakt der Europa-Union Deutschland. Im EuropaGarten sind Kunstobjekte versammelt, die in Stationen von Kunst, Musik und Theater sprechen oder die zum Spiel, zum Finden und Erfinden auffordern. Es gibt Orte, an denen sich Menschen versammeln und austauschen können und stille Plätze ganz nahe am urbanen Treiben, die zu Ruhe und Muße einladen und mit der Natur versöhnen. Der Plan für einen EuropaGarten für Syke als Kunst- und Kulturprojekt entstand im Jahre 2005 im Vorbereitung auf die 60jährige Gründungsfeier der Europa- Union Deutschland. Litfaßsäule Die Litfaßsäule beschreibt den Eingang des EuropaGartens. Auf ihr werden die Kunstobjekte des Gartens erklärt. Die Säulenform wird hier zur Nachrichtenfläche für die Entstehung des Europagedankens, der Gründung der Europa-Union und das Zusammenwachsen Europas. 17

18 9 Etappen Neun Etappen beschreiben den Prozess vom visionären politischen Gedanken bis zum Vertrag von Lissabon. Die Etappen werden durch Sitzbänke zu Orten des Verweilens. Auf Schrifttafeln sind die Entwicklungsetappen der Europäischen Union mit Ort und Datum vermerkt. Die erste Bank wurde 2010 als Projekt der Berufsbildenden Schule Syke aufgestellt. Der erste Bauabschnitt wurde 2006 verwirklicht aus Anlass des 60. Jahrestages der Gründung der Europa-Union Deutschland am 09. Dez in Syke. Auf Anregung der Europa-Union und in Kooperation mit der Stadt Syke planten und gestalteten die vier Syker Künstler Fritz Vehring, Elsa Töbelmann, Henning Greve und Andreas Frömberg einen bleibenden Beitrag im europäischen Geist. 18

19 Brücke Eine Brücke von Ufer zu Ufer wird zum Symbol aller Brückenschläge. Das künstlerische Vorhaben arbeitet mit allgemein verständlichen Symbolen, die das Verbindende in Europa klar und einfach darstellen. Es wird auf den gesamten europäischen Raum Bezug genommen, die Ideen und Wünsche für das Europäische Haus werden in Schrift und Skulptur ausgedrückt. Die Einzelzeichen haben einen allgemein verständlichen Charakter und können im Kontext der Landschaft gelesen werden. Sandkasten Eine mit Sand gefüllte ummauerte Fläche liegt auf einem Hügel des Gartens. Der Sandkasten ist eine Aufforderung zum Spielen und Experimentieren. 19

20 In mehreren Bauabschnitten hat sich dieses Gesamtkunstwerk Jahr für Jahr kontinuierlich entwickelt. In Planung ist noch ein Friedensplatz mit Blick auf den Teich und ein Sternenzelt mit dem Sternbild des Stieres, das den EuropaGarten überspannt und alle Elemente verbindet. Das Konzept des EuropaGartens war als fortlaufender Prozess gedacht und geht jetzt seiner Vollendung entgegen. Das Labyrinth Das Einweg-Rasenlabyrinth basiert auf der Form des Sternbildes Großer Wagen. Der große Wagen, ein Segment aus dem Sternbild des Großen Bären, stellt einen Bezug zum Syker Wappen her. Der Weg des Labyrinths ist eine Entschleunigung zwischen Anfang und Ende und bietet Zeit für Spaß und Meditation. 20

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