Ärzteblatt. Baden-Württemberg. der ärztlichen Körperschaften. Amts- und Mitteilungsblatt ISSN

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1 ISSN Ärzteblatt Baden-Württemberg E Jahrgang Gentner Verlag Amts- und Mitteilungsblatt der ärztlichen Körperschaften Foto: Baden-Württembergische Bank (Bildarchiv) Eberbach

2 Inhalt Ärzteblatt Baden-Württemberg EDITORIAL KAMMERN UND KV NACHRICHTEN FORTBILDUNG WIRTSCHAFT INDUSTRIE-INFORMATIONEN TERMINE BEKANNTMACHUNGEN IMPRESSUM Der Ehrepräsident der Landesärztekammer, Prof. F.-W. Kolkmann, ruft alle Ärztinnen und Ärzte des Landes auf, sich massenhaft an den Kammerwahlen zu beteiligen, denn eine hohe Wahlbeteiligung stärkt die Interessenvertretung der Gesamtärzteschaft und erhöht deren Ansehen, Glaubwürdigkeit und Gewicht bei Politik und Öffentlichkeit. Der Pharmapolitische Arbeitskreis Süd und die Kassenärztliche Vereinigung hatten zur 6. Fachtagung zum Arzneimittelversorgung eingeladen Zur Sache der Brief der Kammerpräsidentin zur aktuellen Lage Dr. Felix Fröhlich 90 Jahre alt Anwendung von Blutkomponenten und Plasmaderivaten Baufinanzierung mit Pfiff Meningokokken C: Neue Impfempfehlung Einem Teil dieser Ausgabe liegt ein Prospekt des Lesezirkel Brabandt, Aalen, bei. Eberbach Wo vor 810 Jahren bereits Grafen und Adlige de Eberbach siedelten, gründete König Heinrich VII die gleichnamige Stadt (Foto: Baden-Württembergische Bank). Für die in der Umgebung lebenden Menschen schuf der Regent eine geschlossene Ansiedlung am Fuße des Katzenbuckels und im Schutze der Burg gelegen. Für das Lehen hatte der Hohenstaufer einen stattlichen Preis entrichtet: So verwundert es nicht, dass er bald mit der Stadtbefestigung begann fiel die Stauferstadt mit Burg zurück ans Reich und war für kurze Zeit freie Reichstadt wurde sie verpfändet und landete schließlich in den Händen der Pfalzgrafen bei Rhein. Es folgten Brände, Kriege, Hochwasser und Krankheiten, was im Laufe der Jahrhunderte zur völligen Verarmung der Bevölkerung und Mitte des 17. Jahrhunderts zu einer Abwanderungsbewegung führte. Heute ist von den traurigen Kapiteln Eberbachs wenig zu spüren im Gegenteil. Bunte Fassaden in der Altstadt erinnern noch an die Stadtgeschichte: Mit Sgraffito-Technik einer Kratztechnik auf mehrfarbigen Putzunterlagen haben Künstler einzelne Szenen an den Hauswänden festgehalten. Kurzum: Eberbach ist eine liebenswürdige Stadt, in der gut zu leben und zu arbeiten ist. Dies gilt natürlich auch für Heil- und Freiberufler. Sie finden in der BW-Bank einen langjährig erfahrenen Partner vor Ort, der ihnen bei der Niederlassung in Finanzierungsfragen zur Seite steht. Interessierte finden sie in der Friedrichstraße 3, in Eberbach oder erreichen sie telefonisch unter ( ) , per Fax -40 sowie über Internet unter Gerne berät Sie ihr VermögensManager Bernd Weber (-16) auch persönlich. ÄBW

3 Editorial Wählen nutzt allen! Der Autor: Prof. Dr. med. F.-W. Kolkmann Liebe Kolleginnen und Kollegen, der Herr Chefredakteur hat mich gebeten eher dazu aufgefordert ein Editorial zur im Herbst bevorstehenden Kammerwahl zu schreiben. Ich sei, als Ehrenpräsident der Landesärztekammer, da unabhängig genug und über den Alltagsdingen stehend, für eine solche Aufgabe geradezu prädestiniert. Eigentlich habe ich keine rechte Lust dazu, den good old boy zu spielen, die Kammer zu glorifizieren und Sie dazu aufzurufen, möglichst zahlreich von Ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Denn warum sollten sich die Ärztinnen und Ärzte für eine Institution stark machen, deren Sinn und Zweck nicht jedem ohne weiteres einleuchtet? Welche vernünftigen Argumente sprechen für eine Einrichtung mit Pflichtmitgliedschaft, die von vielen als unangemessener Zwang und Relikt mittelalterlichen Zunftwesens empfunden wird, die bürokratisch verkrustet erscheint, die zudem steuerähnliche Beiträge erhebt, die häufig als zu hoch angesehen werden, wohingegen die Leistungen für die Pflichtmitglieder nicht immer überzeugend wirken? Brauchen wir die Kammer wirklich? Wenn man ehrlich ist, scheinen Zweifel angebracht. Die Kammer ist eine Körperschaft Öffentlichen Rechts. Sie ist mittelbare Staatsverwaltung, also eine staatliche und vom Staat abhängige Einrichtung. Sie ist aber auch Selbstverwaltung, sie soll die Interessen der Mitglieder gegenüber Staat und Gesellschaft vertreten und, bei Bedarf, beratend tätig werden. Schaut man genauer hin, so scheint diese Janusköpfigkeit der Kammeraufgaben mehr und mehr asymmetrisch zu werden. Der Staat missbraucht die ärztliche Selbstverwaltung, auch die Kammern und sei es nur indirekt, zunehmend als Erfüllungsgehilfen staatlicher (Zwangs- )Eingriffe, während die Insignien der Freiberuflichkeit zunehmend zurückgedrängt werden. Die Interessenvertretung wird ignoriert oder als Lobbyismus diffamiert und damit neutralisiert. Beratung ist erst gar nicht mehr gefragt. Tatsächlich sind in der Vergangenheit diverse Reformgesetze ohne sachverständige ärztliche Beratung und trotz ärztlicher Proteste zustande gekommen. Die gegenwärtige katastrophale Reformdiskussion läuft offensichtlich ohne jede Einbeziehung und Beachtung ärztlichen Sachverstandes. Wo sind also die ärztlichen Erfolgserlebnisse? Sicher, die seit langer Zeit überfälligen, von den Kammern unterstützten Protestund Streikaktionen des Marburger Bundes waren erfolgreich und haben zu einem neuen Selbstbewusstsein und bisher so nicht gekanntem Zusammenhalt geführt. Sicher, es haben sich mehrmals, mit Unterstützung der Kammern, Zehntausende Ärztinnen und Ärzte in Berlin zu Demonstrationen versammelt, um gegen den Budgetterror, übermäßige Bürokratie, staatliche Gängelung und Gefährdung der Freiberuflichkeit zu protestieren. Es haben an den Protesttagen, mit stillschweigender Rückendeckung der Kammern, sogar angeblich bis zu 50 Prozent der Arztpraxen in manchen Regionen geschlossen (was war aber mit der anderen Hälfte?), um die Öffentlichkeit auf die Gefährdung der Patientenversorgung durch eine unsinnige und inkompetente Gesetzgebung hinzuweisen. Angestellte und niedergelassene Ärztinnen und Ärzte haben sich untereinander und miteinander solidarisiert, es wurde ein Aktionsbündnis der Verbände, gewissermaßen ein Dachverband der Verbände gegründet und demnächst gibt es sogar einen außerordentlichen Ärztetag in Berlin. Wen aber interessiert das wirklich? Von der letzten Protestdemonstration in Berlin haben die Medien kaum Notiz genommen, die Politik zeigte und zeigt sich vollkommen unbeeindruckt, Business as usual. Es ist offenbar doch möglich, das Gesundheitswesen ohne und gegen die Hauptakteure, die Ärzteschaft, zu reformieren. Im Deutschen Ärzteblatt, Ausgabe 39 wird, selbstredend positiv, über die letzte Protestdemonstration in Berlin berichtet und es werden starke Worte mancher Vorsitzender zitiert. In der gleichen Ausgabe kann man lesen, dass ein großer Ärzteverband sich von eben dieser Demonstration und deren Zielen distanziert und mehr auf den Dialog mit der Politik setzt. Von diesem Dialog erhofft man sich ganz offen Vorteile für die eigenen Verbandsmitglieder. Allerdings ist diese Haltung anscheinend innerhalb des Verbandes umstritten, man ist mit sich selbst uneins. Ebenfalls in der gleichen Ausgabe wird berichtet, dass ein anderer großer ärztlicher Berufsverband zwar das Motto der Demonstration, Freiheit statt Sozialismus, mitträgt und sich deshalb beteiligt, weil die sogenannten Eckpunkte der Reform abgelehnt werden. Zugleich werden aber bestimmte, durchaus wesentliche Forderungen und Programmpunkte anderer Mitglieder des Aktionsbündnisses zurückgewiesen. Der Vorsitzende dieses Verbandes ruft die Ärztinnen und Ärzte im gleichen Atemzug zur Geschlossenheit auf. Eigene Reformalternativen werden nicht genannt. So sieht die Realität hinter den starken Worten aus und das ist der Politik natürlich bekannt. Da muss man sich nicht wundern, dass die Ärzteschaft in politischen Kreisen als Papiertiger gilt, zwar zu bunten Aufmärschen und großartigen Verbalattacken fähig, die der Frustabfuhr bekömmlich sind, aber ungefährlich, weil man keine unangenehmen Konsequenzen zu erwarten hat. Und natürlich weiß die Politik auch, dass die Wahlbeteiligung bei Kammerwahlen niedrig ist, 456 ÄBW

4 Editorial Anzeige die offizielle Interessenvertretung der Ärzteschaft also keinen großen Rückhalt bei der eigenen Basis hat und deshalb auch nicht sonderlich ernst genommen werden muss. Damit bin ich wieder bei dem Auftrag des Herrn Chefredakteurs. Bei aller Unlust, Frustration und Missvergnügen über zu hohe Beiträge, zu viel Bürokratie, zu geringe Effizienz: Die Kammer ist die einzige Organisation, der alle Ärztinnen und Ärzte, gleich welcher Fachrichtung angehören. Sie ist in der Tat die einzige Interessenvertretung aller Ärztinnen und Ärzte. Sie ist deshalb auch Ausdruck der Einheit des Berufsstandes, die von den Verbänden ja trotz Aktionsbündnis nicht erreicht wird. Darin liegt eine große Chance. Eine hohe Wahlbeteiligung bei der Kammerwahl stärkt die Interessenvertretung der Gesamtärzteschaft und erhöht deren Ansehen, Glaubwürdigkeit und Gewicht bei der Politik und in der Öffentlichkeit. Es ist deshalb nur vernünftig, von seinem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Deshalb, liebe Kolleginnen und Kollegen, beteiligen Sie sich bitte massenhaft an den Kammerwahlen, es ist in Ihrem und im Interesse aller Ärztinnen und Ärzte. Und falls Sie zufällig zu den 50 Prozent gehören sollten, deren Praxis kürzlich nicht geschlossen war, soviel Solidarität, sich an den Kammerwahlen zu beteiligen, können Sie doch aufbringen. Es ist völlig unschädlich und nutzt allen. Mit freundlichen Grüßen Ihr F.-W. Kolkmann Sonotheken: Eröffnen Sie die Medica- NEUE ANSCHRIFT: Leinfelden-E. Fasanenweg 17b Tel. (07157) Fax (07157) Villingen-S. Forsthausstraße 1 Tel. ( ) Fax ( ) Wir sind Ihr Ultraschallpartner in Schwaben/ Oberschwaben und am Bodensee. Sonothek Memmingen: Donaustraße Memmingen Tel / Fax / Die Nummer 1 im Ultraschall mit uns Saison in unserer neuen Sonothek. Vormedica 2006 und Eröffnung unserer neuen Sonothek in Leinfelden-Echterdingen am: 3. Nov. von und am 4. Nov. von mit noch gößerer Auswahl und günstigen Medica-Preisen. Medica des Südens: Sonothek Villingen-Schwenningen: 17. Nov Uhr Neue Sonothek Leinfelden-Echt.: 18. Nov. 06; Uhr ÄBW

5 Kammern und KV Ärzte stehen weiter unter Druck Zur 6. Fachtagung mit dem Wie kann die Arzneimittelversorgung effektiv gestaltet werden? hatte der Pharmapolitische Arbeitskreis Süd und die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg in das Schloss Haigerloch eingeladen. Mit dem Hinweis auf das von der Regierungskoalition im Mai verabschiedete Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz (AVWG) sollte die Frage beantwortet werden, ob die Steuerungselemente dieses Gesetzes tatsächlich ihr Ziel erreicht haben. Ob sich die Festbetragsregelungen bewährt haben und ob der Handlungsspielraum bei den Rabattvereinbarungen genutzt wurde. Der Ruf nach einer stärkeren ökonomischen Nutzenbewertung werde immer lauter. Die Frage aber sei, welche Auswirkungen ein solcher Prozess auf die Arzneimittelforschung und -entwicklung in Deutschland habe. Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Baden- Württemberg, Dr. med. Achim Hoffmann-Goldmayer machte in seiner Tagungseinleitung darauf aufmerksam, dass im Vordergrund aller Diskussionen die adäquate und bezahlbare Versorgung der Patienten stehen müsse. Die Sorge aber, dass daraus eine Rationierung werden könne, sei nicht von der Hand zu weisen. In seinem Rückblick auf die Themen der vergangenen Haigerlocher Veranstaltungen bemerkte Dr. Hoffmann-Goldmayer, dass die Haigerlocher Gespräche und die Arzneimittelversorgung in der Bundesrepublik immer eine enge Verzahnung hatten. Daher sei es auch nicht erstaunlich, dass die KV an dieser Tradition auch konsequent festhalten wolle, zumal das Interesse an dieser gemeinsam vom Pharmapolitischen Arbeitskreis Süd und der KV organisierten Veranstaltung von Jahr zu Jahr zugenommen habe. Dies nicht zuletzt auch wegen der Festlegung des Gesetzgebers, dass sich alle Maßnahmen der Gesundheitsversorgung, als auch und gerade die Arzneimitteltherapie, an den Ergebnissen klinischer Studien orientieren sollen. Und vielen sei nicht klar, wie schwierig dieser Transfer von der Theorie in die Praxis oftmals sei. Gerade deshalb sei eine größtmögliche Transparenz in der Diskussion notwendig. Und hier sei auch die forschende Pharmaindustrie aufgerufen, ihren Part zu leisten. Wie ein roter Faden ziehe sich durch alle Haigerlocher Veranstaltungen die Frage nach der Zuwendung oder Zuteilung medizinischer Leistungen so Hoffmann-Goldmayer. Und diese lasse den Arzneimittelbereich nicht nur nicht aus, sie werde gerade an ihm zum Diktat des Entweder-oder. Die ökonomischen Rahmenbedingungen stünden unter einem ständigen Wandel für alle Beteiligten. Für den Arzt vor Ort werde eine Kluft tagtägliche Realität. In dem Erkennen der ständig zunehmenden Möglichkeiten in der Medizin wie den steigenden Ansprüchen immer aufgeklärterer Patienten einerseits und dem finanziellen Druck durch Budgets und Richtgrößen auf der anderen Seite befände sich jeder Mediziner zwischen Scylla und Charybdis. Fakt sei, dass die Ärzte kopfschüttelnd einem System gegenüberstehen, in dem sie von den durchschnittlichen 7,5 Minuten Patientenzuwendung mehr als die Hälfte dazu aufzubringen haben, den Patienten zu erklären, warum dieses oder jenes eben gerade nicht mehr verordnet werden dürfe und weshalb sich die Farbe einer Tablette von rot nach grün ändern werde. Hoffmann-Goldmayer: Ich habe viel Sympathie für meine Kolleginnen und Kollegen, die gegen diese Ökonomisierung der Medizin Sturm laufen und den Bürokratiewahn in den Praxen als unvereinbar mit ihrem eigentlich einmal erlernten Beruf ansehen. Und weiter: Schon heute blicken wir als Verantwortliche nicht mehr, welche direkten Rabattverträge oder Preisverhandlungen zwischen Herstellern und Krankenkassen als vermeintliches Steuerungselement getroffen worden sind. Wie sollen dieses dann unsere Ärzte verstehen und umsetzen, was übrigens kein Praxissoftwaresystem zeitnah zu leisten imstande ist. Das gilt auch für die Frage, welches Medikament ist gerade zuzahlungspflichtig und welches ist frei. Hier wird ein erhoffter Einspareffekt vollkommen unkritisch wie selbstverständlich in die Arztpraxis verlagert, wo es nach meinem Dafürhalten nicht hingehört. Die Gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag, Annette Widmann-Mauz, will die Ärzte von ihrer Steuerungsfunktion bei Arzneimitteln allerdings nicht entbinden. Ich muss von den Ärzten verlangen können, dass sie auf eine wirtschaftliche Verordnung achten. Sie setzt bei der Steuerung der Arzneimittelpreise auch auf die Wirkung von Rabattverträgen. Hier kann der stellvertretende Landeschef der AOK Baden-Württemberg, Dr. Christopher Hermann, allerdings noch nicht erkennen, dass Rabattverträge ein Erfolgskonzept sind. Die bisherige Zwischenbilanz sehe eher lausig aus. Aus Sicht der Kassen gäbe es keine wirksame Bündelung der Nachfragemacht. Den Rezeptblock habe schließlich der Arzt. Bettina Brennecke, Mitglied der Geschäftsleitung von GlaxoSmithKline, warnte aus Sicht der forschenden Pharmaunternehmen davor, dass der Fortschritt in Deutschland auf eine Therapie von vor zwanzig Jahren eingefroren werde. Dabei sei nichts einzuwenden gegen eine Kosten- Nutzen-Bewertung, wenn sie nach internationalen Standards erfolge. In der Reform folge derzeit Schlag auf Schlag, und wir können die Wirkungen gar nicht mehr auseinanderhalten, verfolgen und beurteilen. Man habe den Eindruck, dass in der Reformdiskussion derzeit die Krücke das Laufen lernen soll. Und schließlich noch die Vertreterin der forschenden Pharmaindustrie: Aus der Mehrwertsteuer, die wir zahlen, könnte man jedes Jahr fünf bis sechs neue Wirkstoffe entwickeln. J. Dreher 458 ÄBW

6 Sichern Sie sich wertvolles Wissen! Wenn Sie reif für die eigene Praxis sind: unsere Existenzgründer-Seminare. Termine auf Anfrage. Teilnahme gebührenfrei. Inhalte des Existenzgründer-Seminars: Neugründung oder Übernahme Kooperationsformen Praxiswertermittlung Investitionsplanung Praxiskosten Marketing für Arztpraxen Finanzierungsmöglichkeiten, z. B. öffentliche Fördermittel Absicherung der Existenz Ich möchte gerne mehr zur Existenzgründung erfahren! Bitte senden Sie mir die»checkliste für Existenzgründer«sowie die Infobroschüre»Öffentliche Fördermittel«zu. Bitte senden Sie mir die aktuellen Seminartermine zu. Bitte rufen Sie mich wegen eines Beratungstermins an. Ich möchte spezielle Brancheninfos über mein Fachgebiet. Name Vorname Fachärztin/-arzt für Straße, Hausnummer PLZ, Ort Telefon tagsüber/abends Baden-Württembergische Bank Faxabschnitt senden an (12 Cent/Min.) Profitieren Sie vom Know-how der BW-Bank. Gut 20 % der niedergelassenen Ärzte und Zahnärzte im Land schätzen uns als erfahrenen und kompetenten Partner. In unseren Seminaren zeigen wir Ihnen auf, wie Sie Ihren Wunsch nach einer eigenen Praxis optimal umsetzen. Von der Investitionsplanung bis zur Absicherung der Existenz. Weitere Informationen und Anmeldung: Telefon (6 Cent/Anruf), werktags von 9 20 Uhr, oder nebenstehenden Faxabschnitt an (12 Cent/Min.) senden. Baden-Württembergische Bank. Nah dran.

7 Kammern und KV Zur Sache der Brief der Kammerpräsidentin zur aktuellen Lage Schon wieder eine Großdemo in Berlin, meinten die Skeptiker, zum vierten Mal in diesem Jahr, da geht doch keiner mehr hin. Weit gefehlt. Am 23. September war der Gendarmenmarkt voll. Die Allianz deutscher Ärzteverbände hatte zum vierten Nationalen Protesttag gerufen und geschätzte Ärzte, Zahnärzte und Praxismitarbeiter waren gekommen, um ihrer Wut über die unsägliche Gesundheitsreform Luft zu machen. Zugegeben, es waren deutlich weniger als beim letzten Mal, aber Qualität geht bekanntlich vor Quantität. Die Demonstration war professionell organisiert, Musik zum Aufwärmen, ein Moderator brachte die Menge in Schwung, Transparente wurden verteilt, Trillerpfeifen, T-Shirts und alles was man so braucht. Freiheit statt Sozialismus stand als Motto des Tages über der Rednertribüne, keine ganz glückliche Wahl. Der Spruch stammt aus der politischen Mottenkiste der siebziger Jahre und da gehört er hin. Nicht alle konnten sich damit identifizieren. Als Hoppe zu Beginn die Systemfrage stellte: Staatsmedizin oder Freiberuflichkeit skandierten Sprechchöre: Direktabrechnung und Schweigepflicht, mehr brauchen wir nicht. Damit war auch wohl das Hauptanliegen einer großen Mehrheit klar definiert. Weitere Redner machten in engagierten Beiträgen ihre spezielle Sicht der Dinge klar: Die Arzthelferinnen fürchten um ihre Arbeitsplätze, die Selbsthilfegruppen sorgen sich um die adäquate medizinische Versorgung. Montgomery forderte zu konstruktiver Opposition auf und alle waren sich einig: Dieses Gesetz muss weg. Nieder mit Kassen- und Funktionärspack diese eindeutige Aussage auf einem der Poster hat mich als Funktionär natürlich besonders beeindruckt; ich bin trotzdem bis zum Schluss geblieben. Gemeint war wohl die KBV, wie man dem Plakat Weg mit Köhler! entnehmen konnte. Dafür gehe ich allerdings nicht auf die Straße, innerärztliche Differenzen sollten auch innerärztlich ausgetragen werden. Das Timing war optimal, die Koalition hatte mit ihrem Machtgerangel dem Protest eine Steilvorlage gegeben. Dennoch, der emotionale Funke sprang diesmal nicht so recht über, und bei der Schlusskundgebung wies die Menge bereits deutliche Lücken auf, obwohl als achter (!) und letzter Redner der wortgewaltige Vorsitzende der Freien Ärzteschaft auf dem Programm stand. Wir hatten schon bessere Veranstaltungen, sagte Medi-Chef Baumgärtner abschließend, und dem will ich nicht widersprechen. Eins wurde jedoch deutlich an diesem strahlenden Spätsommertag und das sollten die Politiker sich hinter die Ohren schreiben. Die Wut über das Gesetzesvorhaben ist groß und wird nicht nachlassen, der Protest wird fortgesetzt, der Widerstand formiert sich. Dass zum vierten Mal in diesem Jahr soviel Ärzte aus ganz Deutschland mobilisiert werden konnten, hat hoffentlich auch die ärztlichen Skeptiker überzeugt. Wie man weiß, wird die Gesundheitspolitik der Koalition von der SPD dominiert, und es ist auch bekannt, dass die SPD wenig Wert legt auf die Meinung der verfassten Ärzteschaft zu ihren Plänen. Umso überraschender war eine Einladung an die Landesärztekammerpräsidenten zu einem Gespräch mit dem Parteivorsitzenden Kurt Beck über das Gesundheitsreform. Drei Tage nach der Kundgebung auf dem Gendarmenmarkt saßen sich im Willy-Brandt-Haus gegenüber die Präsidenten und Präsidentinnen der Länderkammern, Kurt Beck, Staatssekretär Schröder, Ministerin Schmidt sowie die stv. Fraktionsvorsitzende Elke Ferner. Gesprächsthemen waren die bekannten Konfliktpunkte aus dem GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz gemeinhin als Gesundheitsreform bezeichnet. Solidaritätsabgabe der Kliniken, Zukunft der PKV, Geldabflüsse durch den Gesundheitsfonds und auch die Vergütungsreform. Die Atmosphäre seitens der SPD war bemüht freundlich, die Diskussion ging erwartungsgemäß nicht in die Tiefe. Man müsse diese Gespräche unbedingt wiederholen, meinte der souverän auftretende, erstaunlich gut informierte Beck, und da kann ich ihm eigentlich nur zustimmen. Nur Optimisten würden nach konkreten Ergebnissen fragen, die Antwort kann nur heißen: der Weg ist das Ziel. Wesentlich interessanter ist die Überlegung, warum dieser plötzliche Sinneswandel, warum das Gespräch mit den lange ignorierten Kammern zu diesem Zeitpunkt? Eine mögliche Antwort: Die SPD hat gemerkt, dass es ohne Ärzte nicht geht und will unsere Meinung hören. Nur Schwarzseher würden darauf hinweisen, dass Ulla Schmidt unlängst eine Werbeagentur damit beauftragt hat, das Negativimage des BMG durch gezielte Maßnahmen zu verbessern. Ihre Ulrike Wahl 460 ÄBW

8 Kammern und KV Ehrenpräsident wird 70 Jahre alt Veranstaltungshinweise Die Baden-Württembergische Bank veranstaltet Der Ehrenpräsident der Landesärztekammer Baden-Württemberg, ein Praxisabgabe-Seminar für Ärzte. Professor Dr. med. Friedrich-Wilhelm Kolkmann, ist 70 Jahre alt Referenten sind Steuerberater, Rechtsanwälte geworden. und VermögensManager, die auf Heilberufe Die Qualitätssicherung ärztlichen Handelns war eines der großen Anliegen spezialisiert sind. von Professor Kolkmann. So war er nachhaltig an der Einführung der Perinatalerhebung in Baden-Württemberg beteiligt, ebenso an der Einführung der chir- Mittwoch, 25. Oktober 2006 (19.00 Uhr) in Heilbronn Termin: urgischen Qualitätssicherung, die bundesweit führend parallel zu Nordrhein erfolgte. Gemeinsam mit Professor Selbmann von der Universität Tübingen grün- Abgabeverfahren Seminarinhalte: dete er bereits im Jahre 1989 die Arbeitsgemeinschaft Qualitätssicherung, die Planung und Organisation der Praxisabgabe bis zu ihrer Beendigung im 1996 erfolgreiche Arbeit auf Landesebene geleistet Praxisabgabe und Finanzplanung hat. Noch im Jahre 1995 wurde auf seine Initiative die Zentralstelle Ärztliche Ermittlung des Praxiswertes Qualitätssicherung gegründet, deren Ziel es ist, die Qualitätssicherung ärztlichen Handelns im ambulanten und stationären Bereich aufeinander abzu- Steuerliche Aspekte Rechtsfragen stimmen. Er war selbstverständlich auch nachhaltig an der Erarbeitung diverser Check-Liste zur Praxisabgabe Richtlinien zur ärztlichen Qualitätssicherung beteiligt, die 1994 von der Vertreterversammlung der Landesärztekammer als Satzung beschlossen wurden, Die Teilnahme ist kostenlos. so die Richtlinie zur Qualitätssicherung ambulanter Operationen, zur Qualitätssicherung endoskopischer Eingriffe sowie zur Qualitätssicherung zytologischer BW-Bank Heilbronn, Telefon ( ) Information und Anmeldung: Untersuchungen im Rahmen der Früherkennung des Zervixkarzinoms. Dem besonderen Engagement von Kolkmann ist es schließlich zu verdanken, dass mit der Musterweiterbildungsordnung 1995 die Qualitätssicherung in den Weiterbildungsgang aller Fachgebiete Eingang gefunden AZ-EHS_Infotag_110x128_ hat. dr :31 Uhr Seite 1 Anzeige Noch wenige Plätze frei! Kurs Ernährungsmedizin nach dem 100-Stunden- Curriculum der Bundesärztekammer Termin: bis einschl (ganztags) Ort: Geno-Akademie, Stuttgart-Hohenheim Gebühr: 1500, Euro Veranstalter: Landesärztekammer Baden-Württemberg Programm: siehe ÄBW 09, 2006, Seite 433 Zertifizierte Fortbildung: 100 Punkte EHS-Infotag am Samstag, 21. Oktober von bis Uhr Verbindliche Anmeldung Online: Faxantwort: (07 11) Name, Vorname: Kardiologie Ultraschall Praxisausstattung Titel: Geburtsdatum: Anschrift: 'Informieren' und 'Ausprobieren'. Gemütliches Weißwurstfrühstück mit individueller Beratung zur zeitgemäßen Diagnostik in der ärztlichen Praxis. Telefon: Ort, Datum Unterschrift EHS Medizintechnik GmbH & Co. KG Heilbronner Straße Leinf.-Echterdingen Tel / Fax 07 11/ ÄBW

9 Nachrichten Dr. Felix Fröhlich 90 Jahre Jubiläumskonzert und Auszeichnung Dr. med. Felix Fröhlich Dr. Felix Fröhlich wurde am 3. Oktober 1916 in Dinslaken/ Niederrhein geboren. Als Hals-Nasen-Ohrenfacharzt hat er von 1952 bis 1987 seine große, renommierte Facharztpraxis geführt. Neben seiner Praxis hat er sich ehrenamtlich in zahlreichen Funktionen für die Ärzteschaft engagiert. Er war Vorsitzender der großen Ärzteschaft Mannheim von 1975 bis Seit 1961 ist Dr. Fröhlich Mitglied des Gesamtvorstandes der KV-Abrechnungsstelle Mannheim und Mitglied der Beschwerdekommission. Er wurde 1981 in den Vorstand der KV Nordbaden in Karlsruhe gewählt. Zusätzlich war er 1. Vorsitzender der Privatärztlichen Verrechnungsstelle Kurpfalz in Mannheim von 1982 bis Seit 1991 ist er Ehrenmitglied der Privatärztlichen Verrechnungsstelle in Mannheim und seit 1997 auch Ehrenmitglied des Bundesverbandes der Privatärztlichen Verrechnungsstelle. Dr. Fröhlich hatte Verdienste um die Einführung der ärztlichen Notrufzentrale im Jahr 1968 in Mannheim. Von 1975 bis 1987 war er Mitglied des Vorstandes der Bezirksärztekammer Nordbaden. Veranstaltungshinweise Die Baden-Württembergische Bank veranstaltet ein Existenzgründer-Seminar für niederlassungswillige Ärzte. Termin: Mittwoch, 15. November 2006 (19.00 Uhr) in Karlsruhe Seminarinhalte: Neugründung oder Übernahme Kooperationsformen Praxiswertermittlung Investitionsplanung Praxiskosten Finanzierung Öffentliche Fördermittel Absicherung der Existenz Die Teilnahme ist kostenlos. Information und Anmeldung: BW-Bank Karlsruhe, Telefon (07 21) erhielt Dr. Fröhlich um seine Verdienste für das Gesundheitswesen das Bundesverdienstkreuz, später die Albert-Schweitzer-Medaille der Landesärztekammer Baden- Württemberg, und für seinen Einsatz für die Ärzte Mannheims die Oskar- Barber-Medaille. Er war Delegierter bei fast 15 Deutschen Ärztetagen und zusammen mit Dr. Felix Groß maßgeblich beteiligt an der Herausgabe der Chronik der Ärzteschaft Mannheims, die 1978 beim Mannheimer Ärztetag fertiggestellt war gründete Dr. Fröhlich in Mannheim das Ärzteorchester, dem er seit vielen Jahren als aktives Mitglied mit seinem Cello angehört. Felix Fröhlich ist ein angesehener und beliebter Mannheimer Bürger, seine Freunde schätzen an ihm seine Zuverlässigkeit und seinen Humor. Die Beziehung zwischen niedergelassenen Ärzten und Klinikärzten war ihm stets ein besonderes Anliegen und wurde gepflegt. H. Ital Oberbergkliniken unter neuer Leitung Der bisherige Chefarzt der Oberbergklinik Schwarzwald, Dr. med. Götz Mundle, hat die ärztliche Geschäftsführung der Oberbergkliniken übernommen. Der 46-jährige Mundle löst damit Dr. Edda Gottschaldt ab, die in den Beirat der Kliniken wechselt. PD Dr. med. Götz Mundle arbeitet seit Juni 2001 als Chefarzt der Oberbergklinik im Schwarzwald. Er ist Mitglied des Suchtforschungsverbandes Baden-Württemberg; außerdem leitet er das von der Bundesregierung geförderte Projekt AQAH Ambulantes Qualitätsmanagement alkoholbezogener Störungen in der hausärztlichen Praxis. In 25 Jahren wurde das Heidelberger Ärzteorchester zu einer Institution des Heidelberger Musiklebens schrieb jüngst die Rhein-Neckar-Zeitung. Das 50. Konzert des Orchesters fand jetzt in der Heidelberger Peterskirche statt, es war das 50. Konzert unter der Leitung von Professor Dr. med. Dr. h. c. Michael Steinhausen. In Anerkennung seiner Verdienste wurde ihm von der Landesärztekammer die Albert-Schweitzer- Medaille verliehen und vom Präsidenten der Bezirksärztekammer Nordbaden, Professor Dr. med. Stefan Wysocki überreicht. In der Laudatio würdigte der Kammerpräsident die medizinischen und musischen Leistungen von Professor Steinhausen, der von 1972 bis zur Emeritierung 1995 als Abteilungsleiter am Physiologischen Institut in Heidelberg als Spezialist für Nierenphysiologie und Mikrozirkulation tätig war. Für sein umfassendes wissenschaftliches Werk erhielt er viele wissenschaftliche Auszeichnungen. An der Heidelberger Universität hat er auch den Vorsitz des Großen Senats inne übernahm Professor Steinhausen das Heidelberger Ärzteorchester und hat es in den folgenden Jahren und Jahrzehnten zu einem Orchester entwickelt, das weit über die Stadt und das Land und auch in Fachkreisen höchste Anerkennung erlangt hat. Wysocki: Er hat immer wieder junge, auch schon renommierte Musiker integriert und erreicht, dass die Konzerte ausgezeichnet besucht waren. Das Orchester spielte immer ohne Gage, hat aber immer Spenden für wohltätige Zwecke gesammelt, die sich in den letzten 25 Jahren auf über Euro summiert haben. 462 ÄBW

10 Nachrichten Frauen: Gesundheit und häusliche Gewalt Das Institut für Frauengesundheit Baden-Württemberg veranstaltet zusammen mit der Frauenbeauftragten der Universitätsstadt Tübingen in Kooperation mit dem Berufsverband der Frauenärzte und unterstützt vom Zonta Club Tübingen e. V. am Freitag, 27. Oktober 2006 eine berufsbegleitende Fortbildung für die niedergelassenen Ärzte der Region zum Frauen: Gesundheit und häusliche Gewalt. Veranstaltungsort: Universitäts-Frauenklinik Tübingen, Calwer Straße 7, Tübingen, Hörsaal, Ebene 6. Ansprechpartner für nähere Informationen: Institut für Frauengesundheit Baden-Württemberg, Hildegard Kusicka, Telefon ( ) , Fax ( ) sowie Universitätsstadt Tübingen, Gleichstellungsbeauftragte, Dr. Susanne Omran, Telefon ( ) Neue Balintgruppe An der Sonnenberg Klinik in Stuttgart, in der Christian-Belser-Straße 79, ist eine neue Balintgruppe eingerichtet worden. Zielgruppe sind Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung, im Ausbildungs- Curriculum zur Psychosomatischen Grundversorgung und als Berufsbegleitung zur Psychohygiene. Ziele der neuen Balintgruppe sollen sein das Erkennen der therapeutischen Bedeutung der Arzt-Patienten-Beziehung, das bessere Verständnis des Patienten, leichterer Zugang zu Problempatienten, Verordnung und Wirkung der Droge Arzt ; das Erkennen der eigenen Gefühle gegenüber dem Problempatienten, das Lernen des sensiblen Zuhörens und das bessere Erfassen von körperlichen und seelischen Anteilen einer Krankheit im Sinne einer Gesamtdiagnose. Die Sitzungstermine sind jeden ersten Samstag im Monat, begonnen wurde jetzt am 7. Oktober. In der Regel sollen die Sitzungen von 9 bis 14 Uhr dauern. Die Kosten belaufen sich auf 77 Euro pro Termin (drei Doppelstunden). Anmeldung per oder telefonisch (07 11) Anzeige ÄBW

11 Fortbildung Anwendung von Blutkomponenten und Plasmaderivaten in Krankenhäusern und Arztpraxenentsprechend den Vorgaben des Transfusionsgesetzes und der Hämotherapie-Richtlinie Christiane Saadé Seit der Verabschiedung des Transfusionsgesetzes 1998 wird für Einrichtungen der Krankenversorgung, die Blutprodukte anwenden, ein System der Qualitätssicherung gefordert. Funktionsträger in diesem System sind der Transfusionsverantwortliche, der Transfusionsbeauftragte, der Qualitätsbeauftragte für Hämotherapie sowie der Leiter des immunhämatologischen Laboratoriums und Blutdepots. Dieser Artikel fasst die Aufgaben und die Qualifikationsvoraussetzungen dieser Funktionsträger unter Berücksichtigung der ersten Änderung des Transfusionsgesetzes im Februar 2005 und der Gesamtnovelle der Hämotherapie-Richtlinie vom November 2005 zusammen. Es wird empfohlen, Fortbildungsangebote zu nutzen. Nach dem AIDS-Skandal 1993 war es eine Forderung der Bund-Länder-Arbeitsgruppe Sicherheit bei Blutprodukten, die Herstellung und Anwendung von Blutprodukten durch ein Gesetz zu reglementieren wurde das Transfusionsgesetz (TFG) in Deutschland verabschiedet [1]. 15 des TFG fordert seitdem für Einrichtungen der Krankenversorgung, die Blutprodukte anwenden, ein System der Qualitätssicherung einzurichten. Entsprechend 18 des TFG wird der allgemein anerkannte Stand der medizinischen Wissenschaft und Technik in den Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten (Hämotherapie-Richtlinie) festgelegt. Im Februar 2005 wurde das Transfusionsgesetz erstmals geändert [2]. 18 des TFG wurde insofern erweitert, dass die Hämotherapie-Richtlinie zukünftig von der zuständigen Bundesoberbehörde (Paul-Ehrlich-Institut) im Bundesanzeiger bekannt gemacht wird. Dadurch erhalten diese Richtlinien einen noch höheren Stellenwert. Die zurzeit geltende Hämotherapie- Richtlinie trat am 6. November 2005 in Kraft [3]. Besondere Beachtung sollten die Anwender von Blutkomponenten und Plasmaderivaten dem Kapitel 1.4 Qualitätsmanagement/ Qualitätssicherung schenken, das wesentlich überarbeitet wurde. Funktionsträger im QM-System zur Anwendung von Blutprodukten sind: der Transfusionsverantwortliche der Transfusionsbeauftragte der Qualitätsbeauftragte Hämotherapie der Leiter des immunhämatologischen Laboratoriums und Blutdepots. Aufgaben und Qualifikationsvoraussetzungen Transfusionsverantwortlicher Die Aufgabe des Transfusionsverantwortlichen ist es, die Einhaltung der einschlägigen Gesetze, Verordnungen, Richtlinien, Leitlinien und Empfehlungen in der jeweiligen Einrichtung sicherzustellen und eine einheitliche Organisation bei der Vorbereitung und Durchführung von hämotherapeutischen Maßnahmen zu gewährleisten sowie das Qualitätssicherungssystem fortzuentwickeln. Sofern der Transfusionsverantwortliche nicht Facharzt für Transfusionsmedizin ist oder die Zusatzbezeichnung Bluttransfusionswesen besitzt, muss er Facharzt sein und eine von einer Ärztekammer anerkannte Fortbildung (16 Stunden) besuchen sowie eine zweiwöchige Hospitation in einer zu einer Weiterbildung für Transfusionsmedizin zugelassenen Einrichtung absolvieren. Für die Qualifikation des Transfusionsverantwortlichen existieren folgende Ausnahmen: In der Einrichtung werden nur Plasmaderivate angewendet: Es sind 8 Stunden theoretische, von einer Ärztekammer anerkannte Fortbildung zu absolvieren, eine Hospitation kann entfallen. In einer Einrichtung werden nur Immunglobuline zur passiven Immunisierung (zum Beispiel Tetanus-Prophylaxe oder auch Rhesus- Prophylaxe) angewendet: Neben einer Approbation als Arzt sind keine zusätzlichen Qualifikationen erforderlich. Jeder hämotherapeutische Maßnahmen durchführende Arzt muss jedoch entsprechende Kenntnisse und eine ausreichende Erfahrung besitzen. Die Leitlinien der Bundesärztekammer zur Therapie mit Blutkomponenten und Plasmaderivaten [4] sind generell in der jeweils gültigen Fassung zu beachten. In der Einrichtung der Krankenversorgung werden jährlich weniger als 50 Erythrozytenkonzentrate transfundiert, die Anwendung von Erythrozytenkonzentraten erfolgt ausschließlich durch den ärztlichen Leiter der Einrichtung, andere Blutkomponenten oder Plasmaderivate zur Behandlung von Hämostasestörungen werden nicht angewendet, in der Einrichtung werden regelmäßig nur einem Patienten zum selben Zeitpunkt Erythrozytenkonzentrate transfundiert und sämtliche Prozess-Schritte der EK-Transfusion finden in der Verantwortung des ärztlichen Leiters statt: Der ärztliche Leiter einer derartigen Einrichtung muss eine Qualifikation als Facharzt mit einer von einer Ärztekammer anerkannten theoretischen Fortbildung (16 Stunden) besitzen. Auf die Benennung eines Qualitätsbeauftragten (s. u.) kann verzichtet werden. Allerdings hat der ärztliche Leiter für die Überwachung der Qualitätssicherung der Anwen- 464 ÄBW

12 Fortbildung dung der Erythrozytenkonzentrate folgende Dokumente jährlich bis zum 1. März an die zuständige Ärztekammer zu senden: Nachweis seiner Qualifikationsvoraussetzungen, von ihm selbst unterzeichnete Arbeitsanweisung zur Transfusion eines EK s mit der Selbstverpflichtung, diese als Standard zu beachten sowie einen Nachweis der Meldung des Verbrauchs von Blutprodukten und Plasmaproteinen zur Behandlung von Hämostasestörungen gemäß 21 TFG. Die Tätigkeit des Transfusionsverantwortlichen kann, soweit die erforderlichen Voraussetzungen in der Einrichtung der Krankenversorgung nicht gegeben sind, durch Heranziehen externen, entsprechend qualifizierten Sachverstands (Facharzt für Transfusionsmedizin oder Facharzt mit Zusatzbezeichnung Bluttransfusionswesen ) gewährleistet werden. Die Zuständigkeit und die Aufgaben müssen in diesem Fall vertraglich festgelegt werden. Interessenkonflikte sollen ausgeschlossen sein. Aufgaben und Qualifikationsvoraussetzungen Transfusionsbeauftragter Für jede Behandlungseinheit einer Einrichtung der Krankenversorgung ist ein Arzt als Transfusionsbeauftragter zu bestellen. Er berät in Fragen der Indikation, Qualitätssicherung, Organisation und Dokumentation der Hämotherapie und sorgt für den ordnungsgemäßen Umgang mit Blutprodukten. Er regelt die Unterrichtung nach 16 des TFG und beteiligt sich an den Ermittlungen im Rückverfolgungsverfahren nach 19 TFG. Sofern er nicht Facharzt für Transfusionsmedizin ist bzw. die Zusatzbezeichnung Bluttransfusionswesen besitzt, muss der Transfusionsbeauftragte Facharzt mit einer theoretischen, von einer Ärztekammer anerkannten Fortbildung sein (16 Stunden-Kurs). Eine Hospitation ist nicht erforderlich. Ausnahmen für die Qualifikation des Transfusionsbeauftragten: Werden in einer Einrichtung nur Plasmaderivate angewendet, sind für die Qualifikation 8 Stunden theoretische, von einer Ärztekammer anerkannte Fortbildung erforderlich. Werden in einer Einrichtung nur Immunglobuline zur passiven Immunisierung (zum Beispiel Tetanus-Prophylaxe oder Rhesus-Prophylaxe) angewendet, ist außer der Approbation als Arzt keine zusätzliche Qualifikation erforderlich. Aufgaben und Qualifikationsvoraussetzungen Qualitätsbeauftragter Hämotherapie Der Umfang der Überwachung des Qualitätssicherungssystems zur Anwendung von Blutprodukten ist abhängig von der Art und der Anzahl der in der Einrichtung angewendeten Präparate: Einrichtungen mit ausschließlicher Anwendung von Fibrinkleber und/oder Plasmaderivaten, die nicht zur Behandlung von Hämostasestörungen eingesetzt werden (zum Beispiel Humanalbumin, Immunglobuline): Die Benennung eines Qualitätsbeauftragten für Hämotherapie ist nicht erforderlich. In der Einrichtung der Krankenversorgung werden jährlich weniger als 50 Erythrozytenkonzentrate transfundiert: Auf die Benennung des Qualitätsbeauftragten für Hämotherapie kann verzichtet werden, sofern auch die unter diesem Punkt bei Ausnahmen zu den Qualifikationsvoraussetzungen des Transfusionsverantwortlichen aufgezählten Bedingungen erfüllt sind (s. o.). Einrichtungen mit Anwendung von Blutkomponenten und/oder Plasmaderivaten für die Behandlung von Hämostasestörungen (außer Fibrinkleber): Der Träger der Einrichtung benennt im Benehmen mit der zuständigen Ärztekammer einen ärztlichen Ansprechpartner zur Überwachung des Qualitätssicherungssystems (Qualitätsbeauftragter), der in dieser Funktion gegenüber dem Träger weisungsunabhängig ist. Der Qualitätsbeauftragte darf nicht gleichzeitig Transfusionsverantwortlicher oder Transfusionsbeauftragter der Einrichtung sein. Der Qualitätsbeauftragte hat die wesentlichen Bestandteile des Qualitätssicherungssystems der Einrichtung im Bereich der Anwendung von Blutprodukten zu überprüfen (vgl. Anhang 1 der Hämotherapie- Richtlinie). Er hat einmal jährlich bis spätestens zum 1. März zeitgleich der zuständigen Landesärztekammer und dem Träger der Einrichtung einen Bericht über die Ergebnisse dieser Überprüfungen für das vorausgegangene Jahr zu übersenden. Anzeige ÄBW

13 Fortbildung Korrespondenzadresse: Dr. Ch. Saadé Klinikum Pforzheim GmbH Institut für Transfusions- und Laboratoriumsmedizin Kanzlerstraße Pforzheim Voraussetzung für die Tätigkeit als Qualitätsbeauftragter ist die Approbation als Arzt und eine mindestens 3-jährige ärztliche Tätigkeit. Der Qualitätsbeauftragte muss eine der folgenden alternativen Qualifikationen besitzen: Erfüllung der Voraussetzung für die Zusatzbezeichnung Ärztliches Qualitätsmanagement 40 Stunden theoretische, von einer Ärztekammer anerkannte Fortbildung Qualitätsbeauftragter Hämotherapie. Den Nachweis seiner Qualifikation hat der Qualitätsbeauftragte gegenüber der Ärztekammer zu erbringen, spätestens bis November 2007 (2 Jahre nach Inkrafttreten der Gesamtnovelle 2005 der Hämotherapie-Richtlinie). Die Aufgaben des Qualitätsbeauftragten können auch durch Heranziehung von externem, ärztlichem, entsprechend qualifiziertem Sachverstand gewährleistet werden. Die Zuständigkeit und Aufgaben müssen vertraglich festgelegt und Interessenkonflikte ausgeschlossen sein. Qualifikationsvoraussetzungen für die Leitung eines immunhämatologischen Laboratoriums mit Blutdepot Bei der ersten Änderung des Transfusionsgesetzes im Februar 2005 wurde ein neuer Paragraf eingefügt ( 11a), der die Anforderungen an die Lagerung von Blut und Blutprodukten in den Blutdepots der Anwender denen beim Hersteller gleichsetzt: Für Krankenhaus- Blutdepots, in denen... Blutprodukte gelagert, abgegeben und Kompatibilitätstest durchgeführt werden, gelten die Vorschriften des 1a (QMS entsprechend GMP), des 2 (Anforderungen an das Personal), des 8 (Anforderungen an die Lagerung) und des 15 Abs. 1a (Anforderungen an die Dokumentation) der Pharma-Betriebs-Verordnung. Die Leitung eines immunhämatologischen Laboratoriums und Blutdepots kann erfolgen durch: einen Facharzt für Transfusionsmedizin einen Facharzt für Laboratoriumsmedizin einen Facharzt mit der Zusatzbezeichnung Bluttransfusionswesen einen Facharzt mit 6-monatiger Tätigkeit in einer zur Weiterbildung für Transfusionsmedizin zugelassenen Einrichtung. In Ausnahmefällen ist die Heranziehung von externem Sachverstand (Facharzt für Transfusionsmedizin oder Facharzt mit Zusatzbezeichnung Bluttransfusionswesen ) möglich. Die Zuständigkeiten und Aufgaben müssen vertraglich festgelegt sein. Übergangsvorschriften Eine Funktion als Transfusionsverantwortlicher, Transfusionsbeauftragter oder Leiter eines immunhämatologischen Laboratoriums mit Blutdepot darf weiter ausüben: wer zum eine entsprechende Tätigkeit auf der Grundlage der Richtlinien von 1996 ausübte wer auf Grundlage der Übergangsvorschriften der Richtlinien von 2000 eine entsprechende Funktion ausübte. Die erforderlichen Fortbildungen zum Erwerb der Qualifikation als Transfusionsverantwortlicher, Transfusionsbeauftragter und Qualitätsbeauftragter für Hämotherapie werden am Institut für Transfusions- und Laboratoriumsmedizin des Klinikums Pforzheim GmbH angeboten. Informationen erhalten Sie unter oder Hospitationen in der Transfusionsmedizin sind am Institut möglich. Literatur 1 Gesetz zur Regelung des Transfusionswesens (TFG) vom 1. Juli 1998 (BGBl. 1, S. 1752) Gesetzestext und Begründung der Bundesregierung vom 13. Januar BT Drucks. 13/ Erstes Gesetz zur Änderung des Transfusionsgesetzes und arzneimittelrechtlicher Vorschriften, Bundesgesetzblatt 2005, Teil 1, Nr Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten (Hämotherapie); BAnZ Nr. 209a/2005 vom 5. November Vorstand und Wissenschaftlicher Beirat der Bundesärztekammer (Hrsg.); Leitlinien zur Therapie mit Blutkomponenten und Plasmaderivaten, 3. Aufl., Deutscher Ärzte-Verlag, Köln Fortbildung zur palliativen Praxis auf DVD Jedem unheilbar kranken Menschen ob zu Huse, im Pflegeheim oder im Krankenhaus sollte ein Sterben in Würde und ohne Schmerzen ermöglicht werden. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen Pfleger, Ärzte, Hospizmitarbeiter und Angehörige gleichermaßen über die Prinzipien einer guten palliativen Praxis informiert sein. Die DVD Schmerztherapie bei unheilbar Kranken zu Hause vermittelt genau dieses Wissen. Sehr anschaulich und pädagogisch wertvoll werden ärztliche und pflegerische Maßnahmen zur Linderung von Schmerzen und anderen Beschwerden aufgezeigt. In drei filmischen Modulen wird das Grundlagenwissen der palliativen Praxis vermittelt, die Begleitbroschüre geht ins fachliche Detail. Die Autoren Professor Walter Aulitzky und Dr. Thomas Schunk zielen damit auf den multiprofessionellen Einsatz im palliativen Team. Denn die DVD unterstützt den dringend notwendigen Dialog und Erfahrungsaustausch zwischen Ärzten, Pflegekräften und Laienhelfern. Die DVD der Stumm-Film GmbH wurde von der Gesellschaft für Pädagogik und Information mit dem Comenius EduMedia Siegel 2006 ausgezeichnet als ein pädagogisch, inhaltlich und gestalterisch besonders wertvolles Lehrmedium. Die Robert Bosch Stiftung hat die Konzeption des Lehrfilms gefördert. Informationen zur Bestellung unter oder palliativepraxis 466 ÄBW

14 Baufinanzierung mit Pfiff Wirtschaft Der Immobilienkauf steht, aber steht die Finanzierung? Nicht nur bei der Wahl der Immobilie sollten Bauherren genauer hinsehen. Auch die Finanzierung birgt noch ihre Tücken. Nicht jede zinsgünstige Finanzierung ist die beste. Neben attraktiven Konditionen macht sich ein langfristig angelegter Finanzierungsplan bezahlt, der individuell auf die Lebenssituation des Immobilienkäufers zugeschnitten ist. Dieser berücksichtigt einerseits öffentliche Fördermittel des Bundes und der Länder. Andererseits bildet er den Aufbau der Finanzierung ab. Je nach Kondition und je nach Vorliebe kann die Baufinanzierung über herkömmliche Bankdarlehen (zum Beispiel Festzinsdarlehen) erfolgen oder auch durch alternative Finanzierungsformen, wie zum Beispiel ausgeklügelte Bausparverträge oder Cap-Darlehen. Concept2plus: Niedrige Raten bei hoher Zinssicherheit Concept2plus der Landesbausparkasse (LBS) kombiniert Bankdarlehen und Bausparvertrag. Denn jeder Zinsvorteil einer heute sehr günstigen Baufinanzierung hat ein Verfallsdatum, und zwar mit Ablauf der vereinbarten Zinsfestschreibung. Ein Bauspardarlehen schützt vor möglicherweise teuren Anschlussfinanzierungen, da der Zins für die komplette Laufzeit festgeschrieben ist. Und das auf extrem niedrigem Niveau, denn die LBS Baden-Württemberg bietet seit Anfang September einen neuen Tarif mit nur noch 1,5 Prozent an.1 Während bei einem herkömmlichen Bauspardarlehen der Bausparer zunächst ein Mindestbausparguthaben von mindestens 40 Prozent der vereinbarten Bausparsumme angespart haben muss, um in den Genuss der fixierten Bauspardarlehenszinsen zu kommen, ermöglicht der Concept2plus durch die Abspaltung von Teilbausparsummen zum jeweiligen Zinsbindungsende eine punktgenaue Zuteilung, mit der dann ein Teil des Bankdarlehens zurückbezahlt bzw. in das Bauspardarlehen umgeschuldet werden kann. Und so funktioniert es: Das Wohnbaudarlehen der Bank wird mit einem Bausparvertrag der LBS in gleicher Höhe kombiniert. Je höher die monatliche Ansparleistung in den Bausparvertrag, die anstelle oder zusätzlich zur Tilgung des Bankvorausdarlehens erfolgt, desto höher ist auch die mit Auslauf der ersten Zinsfestschreibung erreichte Teilzuteilung des Bauspardarlehens. Mit jeder Teilzuteilung wird das Bankdarlehen anteilig in Höhe der erbrachten Sparleistung zurückbezahlt bzw. in verbleibender Höhe in ein Bauspardarlehen zum vorab vereinbarten Zinssatz umgeschuldet. In Anbetracht der aktuellen Niedrigzinssituation ist es ratsam, mindestens 2 Prozent der Ursprungsbausparsumme jährlich anzusparen, so können nach Ablauf einer Zinsbindung von zum Beispiel zehn Jahren 48 Prozent der Bausparsumme (Tarif Classic F) abgespalten werden. Damit wird das Bankdarlehen nicht nur schnell zurückgezahlt, durch den niedrigen Zinssatz des Bauspardarlehens und die anteilige Rückzahlung des Bankvorausdarlehens entstehen gleichzeitig Liquiditätsspielräume, die bei steigenden Zinsen dazu dienen können, einen Belastungsanstieg des verbleibenden Bankdarlehens bis zur vollständigen Zuteilung der Bausparsumme abzumildern. Oder aber die so gewonnene Liquidität wird dazu genutzt, die weitere Ansparung des Restbausparvertrags zu erhöhen, um eine noch schnellere Entschuldung des Ursprungsdarlehens zu erreichen. Cap-Darlehen: Mit Sicherheit flexibel Die andere Variante, die neu erworbene Immobilie zu finanzieren, sind Finanzierungen, die nach Bedarf gesplittet werden. Ein Modell ist, einen Teil der benötigten Finanzierung mit einer langen Festzinslaufzeit auszustatten. Für den restlichen Kapitalbedarf wird eine flexible Zinsvariante gewählt. Hierzu gehört zum Beispiel das BW-Bank Cap-Darlehen. Der Darlehenszins wird alle sechs Monate dem aktuellen Marktniveau anpasst. Er errechnet sich aus dem EU RIBOR (Euro Interbank Offered Rate) zuzüglich festem Aufschlag. Gebunden an diesen Referenzzinssatz spiegelt der Darlehenszinssatz das Marktniveau wider. Fallen die Zinsen, profitiert der Immobilienkäufer. Aber auch im Falle eines Zinsanstiegs ist er abgesichert. Bei steigenden Marktzinsen deckelt eine Kardi_92x62mm_Sept Zinsobergrenze ein 06_ Cap das Risi :50 Uhr Seite Besuchen Sie unser Centrum Medizintechnik Bitte anmelden 07 11/ Kardiologie-Systeme Nutzen Sie unsere Erfahrung bei Kardiologie-Systemen Anzeige EHS Medizintechnik GmbH & Co. KG Heilbronner Str Leinf.- Echterdingen Tel / Fax ÄBW

15 Wirtschaft/Industrie Autor: Filippo Scaglione Diplom-Kaufmann/ Prokurist Baden-Württembergische Bank Zielgruppenmanagement Heilund Freiberufe Telefon (07 11) Telefax (07 11) bw-bank.de ko. Für diese Sicherheit zahlt der Kunde eine einmalige Cap-Prämie, die sich nach der Darlehenshöhe richtet und steuerlich absetzbar sein kann. Da das BW-Bank Cap-Darlehen eine flexible Tilgung erlaubt, eignet es sich besonders für Bauherren, die entweder über schwankende Einnahmen verfügen (zum Beispiel Praxiseinnahmen niedergelassener Ärzte) oder zusätzliche Tilgungsmöglichkeiten erwarten zum Beispiel aus Verkäufen oder fälligen Kapitalanlagen. Eine Umwandlung in ein normales Festzinsdarlehen ist schnell und kostenlos möglich. Absicherung für den Notfall Eine durchdachte Baufinanzierung ist nicht nur Grundstein für das Eigenheim sie verheißt einer Familie langfristig hohe Lebensqualität. Und dennoch steht und fällt die Finanzierung mit dem Hauptverdiener. Was, wenn dessen Arbeitskraft plötzlich wegfällt? Bei Berufsunfähigkeit oder bei Tod des Versorgers reicht das Ruhegeld der Versorgungsanstalt dann oft nicht aus, die Existenz zu sichern. Gut, wer auch hier vorgesorgt hat und weiter in den eigenen vier Wänden wohnen kann. Die private Berufsunfähigkeitsversicherung bietet mehr: Mit ihr deckt der Hauptverdiener den Wert seiner Arbeitskraft ab. Bei gesundheitlichen Problemen gewährleistet sie, je nach Ausgestaltung, deutlich mehr als eine finanzielle Grundversorgung. Mindestens genauso wichtig ist es, für den Todesfall vorzusorgen. Eine Risiko-Lebensversicherung wird gezielt auf die Finanzierung zugeschnitten. Die Höhe des Beitrags orientiert sich an der Darlehenshöhe und der Tilgungsdauer. Egal, für welche Form der Baufinanzierung sich der Immobilienkäufer entscheidet: Weder die Berufsunfähigkeitsversicherung noch die Risiko-Lebensversicherung sollten im Finanzierungsplan fehlen. 1 Zinssatz für ein Bauspardarlehen im Tarif Classic N, eff. Jahreszins ab Zuteilung gemäß PangV 1,82 Prozent p.a. Meningokokken C: Neue Impfempfehlung Trotz moderner Behandlungsmethoden weisen Meningokokken-C-Erkrankungen in Deutschland noch immer eine Sterblichkeit von über zehn Prozent auf. Von durchschnittlich 200 invasiven, das bedeutet schweren und lebensbedrohlichen, Meningokokken-C- Erkrankungen pro Jahr führen ca. 25 zum Tod der Erkrankten. Eine in etwa gleich große Zahl erleidet durch Sepsis oder Hirnhautentzündungen schwerste Folgeschäden, die zum Beispiel zu Amputationen der Gliedmaßen führen können. Die im Juli 2006 von der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) ausgesprochene neue Impfempfehlung für alle Kinder im zweiten Lebensjahr wird diese erschreckenden Zahlen nachhaltig reduzieren. Dieser Hoffnung gaben alle Experten im Rahmen des Fachpressegespräches Schutz vor tödlichen Meningokokken C Viele Kinder und Jugendliche noch nicht geimpft Ausdruck, das in München stattfand. Veranstalter war der Impfstoffhersteller Novartis Behring. Professor Sieghart Dittmann (Berlin) machte einführend deutlich, dass vor allem Kinder und Jugendliche von den Meningokokken-Infektionen der Serogruppe C betroffen sind. Die Empfehlung der STIKO, alle Kinder bereits im zweiten Lebensjahr zu impfen, sei daher sehr zu begrüßen. Je früher diese Impfung erfolgt, am besten sofort nach Vollendung des 1. Lebensjahres, desto frühzeitiger könne der Impfschutz aufgebaut werden. Die modernen Konjugat-Impfstoffe, die heute verfügbar sind, bieten nach Prof. Dittmanns Worten sicheren Impfschutz und sind sehr gut verträglich. Dies werde im Übrigen auch durch die Erfahrungen anderer Länder bestätigt, in denen entsprechende Impfempfehlungen für Kinder in der Vergangenheit bereits ausgesprochen wurden. Als Beispiele nannte er u. a. Großbritannien, die Niederlande und Spanien. Prof. Dittmann zeigte sich auch zuversichtlich, dass alle Krankenkassen die entsprechenden Kosten bald übernehmen werden. Bisher ist die Regelung in den einzelnen Bundesländern noch sehr unterschiedlich. Als häufig unterschätztes, aber lebensbedrohliches Krankheitsbild schilderte Dr. Markus Knuf von der Universitätskinderklinik Mainz die Meningokokken-C-Infektion. Über 3500 invasive Erkrankungsfälle wurden nach seinen Worten in Deutschland alleine in den Jahren 2001 bis 2005 registriert. Betroffen waren vor allem Säuglinge, Kleinkinder und Jugendliche. Dabei können foudroyante Verläufe innerhalb weniger Stunden zum Tode führen und Überlebende müssen in vielen Fällen mit schwersten Folgeschäden wie Anfallsleiden, Hirnwasserzirkulationsstörungen oder Verstümmelungen der Extremitäten rechnen. Meningokokken werden durch Tröpfcheninfektion, zum Beispiel beim Husten oder Niesen auf andere Personen übertragen. In Studien konnte gezeigt werden, dass bei Gesunden je nach Altersgruppe in bis zu 30 Prozent der Fälle eine Besiedelung des Nasen-Rachen-Raums mit Meningokokken C vorkommt. Wird dann die Schleimhautbarriere durchbrochen, breitet sich der Erreger im Blut aus. Risikofaktoren können u. a. eine Schädigung der Schleimhäute durch virale Infektionen, trockene Luft oder auch enge Kontakte in Jugendgruppen sein. Dr. Knuf führte aus, dass die Symptome einer Meningokokken-C- Erkrankung gerade bei Säuglingen außerordentlich schwer zuzuordnen seien, was eine schnelle und gezielte Einordnung des Krankheitsbildes vielfach erschwere. Während für die Meningokokken der Serogruppe B noch kein Impfstoff verfügbar ist, wertete Dr. Knuf die verfügbaren 468 ÄBW

16 Industrie-Informationen Konjugatimpfstoffe für die Serogruppe C insbesondere für Kleinkinder als gut geeignet, um einen lang anhaltenden Infektionsschutz aufzubauen. Meningokokken C verursachen in Deutschland ca. 30 Prozent der Meningokokken- Erkrankungen. Der Information über die Möglichkeit der Impfung kommt laut Dr. Knuf eine herausragende Bedeutung zu. In einer von ihm vorgestellten Befragung bei Eltern mit Kindern bis fünf Jahre, die kürzlich durchgeführt wurde, kannten zwar 74 Prozent das Krankheitsbild der Hirnhautentzündung durch Meningokokken, aber gerade mal die Hälfte der Befragten wusste um die Chance der Prävention durch Impfung. INEGY auch 2006 das innovativste Medikament Allgemeinmediziner, Praktiker und Internisten haben auch in diesem Jahr den Cholesterinsenker Ezetimib/Simvastatin (Inegy ) zum innovativsten Produkt des Jahres gewählt. Die Auszeichnung wurde am 12. September bei einem Festakt im Deutschen Museum in München verliehen. Bei der bundesweit durch die Marktforschungsinstitute Mefos und QInform durchgeführten repräsentativen Umfrage zum Pharma Trend 2006 entfielen 11 Prozent der Nennungen auf den Dualen Inhibitor, der sich damit erneut auf der Spitzenposition behaupten konnte. Inegy setzt mit seinem dualen Wirkprinzip an zwei Cholesterinquellen an: Es hemmt selektiv sowohl die hepatische Cholesterinsynthese als auch die Cholesterinresorption im Dünndarm. Auf diese Weise lässt sich eine effektive LDL-Cholesterinsenkung erzielen. Vor allem bei Patienten mit kardiovaskulärem Risiko, wie Diabetikern oder KHK-Patienten, ist es wichtig, den empfohlenen LDL-Cholesterinzielwert < 100 mg/dl (2,6 mmol/l) nicht zu überschreiten. Eine Statinmonotherapie reicht in vielen Fällen dabei nicht aus. Mit der dualen Hemmung haben deutlich mehr Patienten die Chance, ihren Cholesterinzielwert zu erreichen. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Heike Schulz, MSD Sharp & Dohme GmbH, Lindenplatz 1, Haar, Telefon (0 89) , Fax , Anzeige ÄBW

17 Industrie-Informationen Erneutes Vorhofflimmern durch Kombination mit Losartan reduziert Unter der Kombination des AT1- Rezeptorantagonisten Losartan mit dem Antiarrhythmikum Amiodaron kam es bei Hypertoniepatienten mit paroxysmalem Vorhofflimmern in der Anamnese seltener zu neuen Flimmerepisoden als unter der Kombination von Amiodaron mit dem Kalziumantagonisten Amlodipin. Dies hat jetzt eine prospektive randomisierte Studie ergeben, in der das Risiko für erneutes Vorhofflimmern mit der Losartan- Kombination deutlich geringer war als mit der Amlodipin-Kombination. In Deutschland leiden etwa Menschen unter Vorhofflimmern. In der Framingham-Studie lag ein Hypertonus bei der Hälfte der Patienten mit Vorhofflimmern vor. Bereits in zwei Subanalysen der LIFE-Studie (Losartan Intervention For Endpoint reduction in hypertension) konnte belegt werden, dass die Losartan-basierte Therapie einen positiven Einfluss auf das Vorhofflimmern bei Hypertonikern mit linksventrikulärer Hypertrophie im EKG hat [1, 2]. Doch Losartan scheint nicht nur Schutz vor neuauftretendem Vorhofflimmern zu bieten, sondern auch Patienten mit bereits bestehendem Vorhofflimmern vor neuen Episoden zu schützen, wie jetzt eine aktuelle Studie vermuten lässt [3]. Darin erhielten 222 Patienten mit milder Hypertonie der Blutdruck musste zwischen 140/90 und 160/100 mm Hg liegen und Sinusrhythmus, aber mindestens zwei im EKG dokumentierten Episoden von Vorhofflimmern innerhalb der letzten sechs Monate entweder einmal täglich 50 mg Losartan (Lorzaar Protect) oder 5 mg Amlodipin, beides jeweils in Kombination mit täglich 200 mg Amiodaron. Alle vier Wochen wurde bei der klinischen Visite der Blutdruck kontrolliert sowie ein EKG über 24 Stunden aufgezeichnet. Die Beobachtungszeit betrug ein Jahr. Während dieser Zeit hatten 35 Prozent der Patienten aus der Amlodipin-Gruppe mindestens ein erneutes Vorhofflimmern gehabt, in der Losartan-Gruppe waren es nur 12 Prozent (p < 0,01). Dabei senkten beide Therapien den Blutdruck deutlich und ohne signifikanten Unterschied. Somit zeigt auch diese Untersuchung eine positive Wirkung von Losartan auf Vorhofflimmern bei hypertonen Patienten. Grund für diesen Effekt könnte bei diesen Patienten der positive Einfluss der Angiotensin-II-Rezeptorblockade auf das Remodeling des Vorhofs in Bezug auf die Reizweiterleitung und mehr noch die Struktur sein, schließen die Autoren. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: MSD Sharp & Dohme GmbH, Heike Schulz, Lindenplatz 1, Haar, Telefon (0 89) , Fax , 1 Wachtell K et al.: Am Coll Cardiol 2005; 225: Wachtell K et al.: Am Coll Cardiol 2005; 45: Fogari R et al.: Losartan and Prevention of Atrial Fibrillation Recurrence in Hypertensive Patients. J Cardiovasc Pharmacol 2006; 47: Anzeige 470 ÄBW

18 Termine Termine Seminare für Ärzte Psychosomatische Grundversorgung a) Balintarbeit (Sa So) b) Verbale Interventionstechniken (Fr So) (Fr So) c) Hypnose (Sa So) (Sa So) d) Progressive Muskelentspannung (Sa So) e) Autogenes Training (Sa So) >>> Auskunft: Heidelberger Akademie für Gesundheitsbildung, Bergheimer Str. 76, Heidelberg, Tel. ( ) , Fax , Programm im Internet: 6. Sozialmedizinisches Symposium Schmerzbegutachtung Sa, , Uhr >>> Ort: Schlosspark Bad Waldsee. Veranstalter: Klinik im Hofgarten der Waldburg-Zeil-Kliniken zusammen mit der Sozial- und Arbeitsmedizinischen Akademie Baden-Württemberg e. V. Auskunft/Anmeldung: Klinik im Hofgarten Bad Waldsee, Dr. Fürst/Frau Auer, Am Hofgarten 1, Bad Waldsee, Tel. ( ) , Fax Göppinger Kard Dialog Herz und Psyche Samstag, , 9.00 Uhr Seminarishotel Bad Boll Interdisziplinäre Schmerzkonferenz Göppingen Mo, >>> Ort: Räume des Regionalen Schmerzzentrums DGS, Schillerplatz 8/1, Göppingen. Bitte melden Sie Patienten, die Sie vorstellen möchten, rechtzeitig an, damit die konsiliarischen Fachkollegen zugezogen werden können, Tel. ( ) , Frau Mickan. Für teilnehmende Kolleginnen/Kollegen ist keine Anmeldung erforderlich. Intensivseminar Medizincontrolling (Do Sa) >>> Ort: Seminarraum der Krankenpflegeschule im St. Josefskrankenhaus Heidelberg. Veranstalter/Auskunft: Universität Heidelberg, Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung, Thomas Hetz, Tel. ( ) , Deutsche Gesellschaft für Medizincontrolling e. V., Dr. med. Sascha Baller, Tel. (01 77) , Psychosomatische Weiterbildung Blockkurse Psychosomatische Grundversorgung (jeweils 80 Stunden) a) im Rahmen der Facharztweiterbildung Allgemeinmedizin und Frauenheilkunde und Geburtshilfe b) zur Erlangung der Abrechnungserlaubnis EBM-Ziffern 35100/ und , und c) Blockkurs Psychosomatische Grundkenntnisse im Rahmen der übrigen Facharztweiterbildungen (40 Stunden) und >>> Veranstalter/Ort: Dr. med. W. Polster, Ebersteinstr. 39, Pforzheim. Balintgruppe ist enthalten, alle zur Facharztprüfung notwendigen Nachweise werden erbracht. Auskunft/Anmeldung: Tel. ( ) , Fax , Kurse der CW-Doppler-, Duplexund Farbdopplersonographie (nach den Richtlinien der KBV sowie den Empfehlungen der Degum) Interdisziplinärer Grundkurs (Fr So) (Anmeldeschluss: ) Abschlusskurs extremitätenversorgende Gefäße nach Vereinbarung >>> Ort/Auskunft: Klinikum Mannheim ggmbh, I. Medizinische Klinik, Angiologie, Mannheim, Dr. K. Huck, Tel. (06 21) , Fax Der praktische Unterricht findet in Gruppen von fünf bis sechs Kursteilnehmern statt. Gebühr: jeweils 460 Euro für Grundkurs bzw. Abschlusskurs. Fortbildungsveranstaltung Systemische Familienmedizin. Paar- und familientherapeutische Aspekte im medizinischen Alltag Mi, , Uhr >>> Ort: Klinik Am schönen Moos, Bad Saulgau, Am schönen Moos 7, Bad Saulgau. Auskunft: Tel. ( ) , Fax ; Psychosomatische und Psychotherapeutische Fort- und Weiterbildung a) Einführung in die Hypnotherapie (Fr Sa, , Uhr Kosten: 180 Euro b) Progressive Muskelrelaxation (Aufbaukurs) (Sa So) Kosten: 180 Euro c) Psychosomatische Grundversorgung (Blockkurs, 50 Stunden) (Mo Sa) Kosten: 520 Euro d) Psychosomatische Grundkenntnisse in der Facharztweiterbildung (40 Stunden) (Mo Fr) Kosten: 450 Euro >>> Ort: Räume der Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in Freiburg. Information/Anmeldung: AK Psychosomatische Grundversorgung Südbaden e. V., Fort- und Weiterbildungsbüro, Hauptstr. 8, Freiburg, Tel. (07 61) , Fax , uniklinik-freiburg.de; Esslinger Hepatologengespräche Internistische Therapie und Lebertransplantation bei autoimmunen Lebererkrankungen Mi, , Uhr >>> Ort: Best Western-Hotel Park Consul, Grabbrunnenstr. 19, Esslingen. Auskunft: Tel. (07 11) , Fax , Ernährungsmedizinische Fortbildung Endoskopisches Training, Mangelernährung, Aufbau von Ernährungsteams, Ernährung von geriatrischen Patienten und Tumorpatienten (Fr Sa) >>> Ort: Diakoniekrankenhaus Speyerer Str , Mannheim. Auskunft: Frau Dr. A. Rosenbaum, Tel. (06 21) , Fax , Neurologie Update Multiple Sklerose-Therapie Sa, , Uhr >>> Ort: Universitätsklinik Freiburg, Neurozentrum, Breisacher St. 64, Freiburg, Tel. (07 61) , Fax ÄBW

19 Termine Endokrinologischer Arbeitskreis Esslingen Endokrine Formen der Hypertonie Aktuelle Diagnostik und Therapie Mi, , Uhr >>> Ort: Forum des Klinikums Esslingen. Auskunft: Prof. Dr. M. Geißler, Tel. (07 11) MRT-Kurs V Prüfungsvorbereitung MRT-Kurs für Kollegen, die im Rahmen von Übergangsregelungen die Fachspezifische MRT erlangen wollen (Fr Sa) (Fr, Beginn 15.00, Sa, Ende Uhr) >>> Ort: Sportklinik Stuttgart, Taubenheimstr. 8, Stuttgart. Der Kurs findet in Kooperation der Stiftung Akademie Deutscher Orthopäden und dem Arbeitskreis Bildgebende Verfahren der DGOOC statt. Auskunft: Bettina Schneider, Taubenheimstr. 8, Stuttgart, Tel. (07 11) , Fax , sportklinik-stuttgart.de; Akupunktur-Expertenkurse a) Erstellung einer Syndromdiagnose, Syndrome der Yin-Organe mit Therapie (Fr So, 25 Stunden) b) Akupunktur und TCM bei Allergien; Schwerpunkt: augmentierte und traditionelle chinesische Akupunktur und Phytotherapie bei Heuschnupfen, aktuelle Studien Sa, , Uhr >>> Ort, Anmeldung und Auskunft: Dr. Johannes Naumann, Uni-Zentrum Naturheilkunde, Universitätsklinikum Freiburg, Breisacher Str. 115B, Freiburg, Tel. (07 61) , Onkologische Termine 25. Arbeitstagung der Tumorzentren, Onkologischen Schwerpunkte und Onkologischen Arbeitskreise in Baden-Württemberg (ATO) Innovationen in der Onkologie Ist der Fortschritt bezahlbar? (Fr Sa) (Fr ab Uhr Treffen der ATO- Arbeitsgruppen, Sa ab 9.00 Uhr Tagung) >>> Ort: Universitätsklinik Tübingen. Gastgeber: Südwestdeutsches Tumorzentrum Comprehensive Cancer Center Tübingen. Gebühr: keine. Auskunft/Anmeldung: Südwestdeutsches Tumorzentrum CCC Tübingen, Tel. ( ) , tumorzentrum-tuebingen.de; Interdisziplinäre Onkologie Ösophagus- und Cardiakarzinom Do, , Uhr >>> Ort: Forum des Klinikums Esslingen. Auskunft: Prof. Dr. M. Geißler, Tel. (07 11) Interdisziplinäres Symposium 20 Jahre Onkologischer Schwerpunkt Heilbronn Sa, >>> Ort: IHK, Heilbronn. Auskunft/Anmeldung: Sekretariat, Frau Krebs/Frau Verbé, Klinikum Heilbronn, Am Gesundbrunnen 20, Heilbronn, Tel. ( ) Comprehensive Cancer Center Ulm Kolloquium Diagnostik und Therapie von Wirbelsäulenmetastasen Mi, , Uhr >>> Ort: Ulm, Chirurgische Klinik, Safranberg, Hörsaal IV. Auskunft: Geschäftsstelle des CCCU, Tel. (07 31) , Zum Gedenken Kongress Pan European Sarcoma Trials (Do Sa) >>> Ort: Haus der Wirtschaft, Stuttgart. Auskunft: Frau Hazlewood, Tel. (07 11) , Fax , Wir trauern um unsere Kolleginnen und Kollegen Dr. med. Rudolf Sandkühler, Waldburg * Dr. med. Günter Osang, Bad Liebenzell * Kurt Schneider, Rottweil * Dr. med. Wolfgang Wöppel, Bad Mergentheim * Dr. med. Günter Lewinsky, Heilbronn * Dr. med. Margarete Riemann, Heilbronn * Dr. med. Helmut Pelz, Sachsenheim * Dr. med. Gerhard Votteler, Stuttgart * Dr. med. Thomas Hotz, Renningen * Dr. med. Gisela Zimmermann, Heidelberg * Dr. med. Bernhard Wyrwoll, Weinheim * Dr. med. Dieter Kellewald, Heidenheim * Dr. med. Klaus Armbruster, Schutterwald * Dr. med. Daniel Miller, Dossenheim * Dr. med. Elisabeth Mondon-Armbruster, Singen * Dr. med. Georg Völker, Gutach * Dr. med. Doris Zoeppritz, Stuttgart * Dr. med. Michael Roth, Merzhausen * Dr. med. Gerhard Klumpp, Willstädt * Dr. med. Edgar Stumpf, Stuttgart * Dr. med. Wolfgang Nusser, Engstingen * Dr. med. Ingeborg Drape, Bad Krozingen * Dr. med. Elke Gruener, Sindelfingen * ÄBW

20 Bekanntmachungen Landesärztekammer Baden-Württemberg Geschäftsstelle: Jahnstraße Stuttgart (Degerloch) Telefon (07 11) Fax Weitere Infos unter Neue Wege in der Suchtmedizin ein Symposium des Arbeitskreises Suchtmedizin der Landesärztekammer Baden-Württemberg Termin: Mittwoch, 22. November 2006, 9.00 bis Uhr Ort: CVJM Stuttgart e. V., Büchsenstraße 37, Stuttgart (Stuttgart-Mitte) Themen: Kontrolliertes Rauchen Eine Alternative zur abstinenzorientierten Therapie? Prof. Dr. Batra, Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Tübingen Psychotrauma und Sucht Prof. Dr. Seidler, Klinik für Psychosomatische und Allgemeine Medizin im Zentrum für Psychosoziale Medizin der Universitätsklinik Heidelberg Anmeldung und Programmanforderung Online: Landesärztekammer Baden-Württemberg Fortbildung und Faxantwort: Qualitätssicherung (07 11) z. Hd. Frau Mangold Jahnstraße 40 Tel.: (07 11) Stuttgart Symposium Neue Wege in der Suchtmedizin am 22. November 2006 Name/Vorname/Titel Facharztbezeichnung/PP, KJP Geburtsdatum Anschrift Telefon Datum Fax Unterschrift (Bitte Druckbuchstaben bzw. Stempel) Von Methadon bis Heute Frau Dr. Dahl, Vorsitzende des Arbeitskreises Suchtmedizin der Landesärztekammer Baden-Württemberg Drogenverkehr in heutiger Zeit Kriminaloberrat Winter, Polizeipräsidium Stuttgart, Kriminalinspektion 2 Kontrolliertes Trinken Prof. Dr. Körkel, Evangelische Fachhochschule Nürnberg, FB Sozialwesen GHB (Gamma-Hydroxy- Buttersäure) Prof. Dr. rer. nat. Aderjan, Institut für Rechtsmedizin und Verkehrsmedizin im Klinikum der Universität Heidelberg Heroingestützte Behandlung Opiatabhängiger Frau Tanger, AWO-Ambulanz, Karlsruhe Cannabis Psychische Erkrankungen PD Dr. Hermle, Christophsbad, Göppingen Substitution bei Alkoholkranken Dr. Ulmer, Stuttgart Hepatitis C Prof. Dr. Maier, Städtische Kliniken Esslingen Leberzentrum Nicht-stoffgebundene Süchte Dr. Mäulen, Villingen- Schwenningen Stille Sucht Medikamentenabhängigkeit PD Dr. Mundle, Oberbergklinik, Hornberg Gebühr: kostenfrei Anmeldung ist erforderlich. Die Veranstaltung ist mit 8 Punkten auf das Fortbildungszertifikat der Landesärztekammer Baden-Württemberg anerkannt. Kombinierter Kurs zur Aktualisierung der Fachkunde im Strahlenschutz gem. 18a Abs. 2 RöV und 10 der StrlSchV Zielgruppe: Ärzte und Ärztinnen sowie medizinisch-technische Angestellte, deren berufliches Betätigungsfeld im Umgang mit Röntgen- und anderen ionisierenden Strahlen liegt. Seminarziel: Bescheinigung zum Erhalt der Fachkunde (der Kurs ist gem. 18a Abs. 2 RöV und 30 der StrlSchV). Der Kurs ist von der Zentralen Stelle für die Vollzugsunterstützung beim Gewerbeaufsichtsamt Stuttgart als zuständiger Stelle anerkannt. Kursinhalte: Arbeitsweise der Ärztlichen Stelle: Normen Arbeitsweise der Ärztlichen Stelle: Anforderungen, Gonadenschutz, Einstelltechniken Konstanzprüfungen: Filmverarbeitung, Prüfkörper, Mammographie Anwendung ionisierender Strahlung, Röntgenverordnung: Diagnostische Referenzwerte Physikalische Grundlagen (Dosisbegriffe, Dosisgrenzwerte, Dosis-CT): Äquivalentdosis, CTDI, DLP, Rechtfertigung Leitlinien der Bundesärztekammer: Film-Foliensysteme, Einblendung, Bildqualität Was ist neu in der digitalen Welt Aktuelle Rechtsvorschriften: Die neue Röntgenverordnung Repetitorium Abschlusstestat für RöV Neues aus der StrlSchV Abschlusstestat für StrlSchV Kursleitung: PD Dr. Hans Hawighorst Termin: Mittwoch, 8. November 2006 ca Uhr s.t. bis ca Uhr. Veranstaltungsort: Landesärztekammer Baden- Württemberg, Jahnstraße 38a, Stuttgart-Degerloch, großer Sitzungssaal. ÄBW

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