Faktenaktuell. Besteuerung von Kapitalvermögen im Betriebsvermögen natürlicher Personen ab dem Jahr Stand: Dezember 2012.

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1 Besteuerung von Kapitalvermögen im Betriebsvermögen natürlicher Personen ab dem Jahr (Im Vergleich zur bisherigen Rechtslage) Stand: Dezember Mit dem Budgetbegleitgesetz 2011 (BBG 2011), dem Abgabenänderungsgesetz 2011 (AbgÄG 2011), dem Budgetbegleitgesetz 2012 (BBG 2012) sowie dem Abgabenänderungsgesetz 2012 (AbgÄG 2012) wurde die Besteuerung von Kapitalvermögen neu geordnet sowie eine Verlustausgleichmöglichkeit durch die depotführende Bank hinzugefügt. Diese Gesetze sehen unter anderem umfangreiche Änderungen im Bereich der Besteuerung von Einkünften aus Kapitalvermögen ( Kapitalertragsteuer Neu ) vor. Keine Änderungen gibt es im Zuge dieser Gesetze bei der Besteuerung von Spar- und Bankguthaben sowie von Lebensversicherungen. Die Mindestlaufzeit für steuerfreie Erträge bei Versicherungen mit Einmalzahlung wurde jedoch von 10 Jahren auf 15 Jahren angehoben. Die neuen Vorschriften für das Kapitalvermögen sind grundsätzlich ab anzuwenden. Anteile an Körperschaften (Aktien, GmbH-Anteile) und Anteile an Investmentfonds werden von der Neuregelung (KESt-Abzug) nicht erfasst, wenn diese bis zum entgeltlich erworben wurden. Für alle anderen Wertpapier-Veranlagungen (z. B. Anleihen) und Derivate (Termingeschäfte und andere derivative Finanzinstrumente, z. B. Zertifikate) gilt die Neuregelung (KESt-Abzug) im Fall einer entgeltlichen Anschaffung ab Die Besteuerung von Aktien, Anleihen, Fonds, Zertifikaten und Termingeschäften (z. B. Optionen, Futures und Swaps) erfolgt gemäß der nachstehenden Übersicht bei in Österreich unbeschränkt steuerpflichtigen natürlichen Personen im Betriebsvermögen (inländische Anlegerin bzw. inländischer Anleger), wenn eine der folgenden Voraussetzungen gegeben ist: Die Wertpapiere liegen auf einem inländischen Depot. Die auszahlende Stelle befindet sich im Inland. Der Schuldner der Kapitalerträge (z. B. Aktiengesellschaft) hat Wohnsitz, Sitz oder Ort der Geschäftsleitung im Inland. Anders als bei Privatanlegerinnen und Privatanlegern gelten im betrieblichen Bereich Anschaffungsnebenkosten als Teil der Anschaffungskosten (gilt jedoch nicht für Zwecke des KESt-Abzugs). Veräußerungsspesen dürfen gemäß 20 Abs. 2 EStG nicht abgezogen werden. Weiters wird bei Depots im Betriebsvermögen von natürlichen Personen ein automatischer Verlustausgleich durch die Bank ab nicht vorgenommen. Faktenaktuell Seite 1 von 7 I Fakten aktuell Besteuerung von Kapitalvermögen im Betriebsvermögen natürlicher Personen Dezember 2012

2 Besteuerung von in- und ausländischen Aktien im Betriebsvermögen. Laufende Erträge ; ab einer Behaltedauer von mehr als einem Jahr halber Durchschnittssteuersatz (ausgenommen bei erfolgter Teilwertabschreibung oder Übertragung stiller Reserven) Verkäufe ab ; ab einer Behaltedauer von mehr als einem Jahr halber Durchschnittssteuersatz (ausgenommen bei erfolgter Teilwertabschreibung oder Übertragung stiller Reserven) 25 % KESt auf Sonder-ESt. (Veranlagung) 1) Bei ausländischen Aktien ist die Auslands-KESt-Verordnung anwendbar (d. h. Anrechnung von maximal 15 % ausländischer Quellensteuer). Besteuerung von in- und ausländischen Anleihen im Betriebsvermögen. Laufende Erträge dem , Verkäufe auf Zinszahlungen (Kupons). KESt auf Stückzinsen 1). (Käufe vor dem , Verkäufe ab auf Zinszahlungen (Kupons). KESt auf Kaufstückzinsen 1). Neue Rechtslage (ab ; Käufe ab auf Zinszahlungen (Kupons) 2). Keine KESt auf Stückzinsen 1) % KESt auf als Vorauszahlung auf 25 % Sonder-ESt. (Veranlagung) 2). 1) Stückzinsen: Beim Erwerb von Wertpapieren muss der Wertpapierkäufer für die Zeit vom letzten Zinszahlungstermin bis zum Kauftag den Prozentsatz an Zinsen bezahlen, den er für seine Wertpapiere erhält. Dafür wird dem Wertpapierkäufer beim nächsten Zinszahlungstermin der gesamte Kupon eingelöst. Bei entgeltlichen Erwerben ab dem erhöhen die gekauften Stückzinsen die Anschaffungskosten bzw. bei einem späteren Verkauf den Veräußerungserlös. 2) Bei private placement (kein Anbot an einen unbestimmten Personenkreis in rechtlicher oder tatsächlicher Hinsicht) ist kein KESt-Abzug vorgesehen, es kommt der zur Anwendung. Seite 2 von 7 I Fakten aktuell Besteuerung von Kapitalvermögen im Betriebsvermögen natürlicher Personen Dezember 2012

3 Besteuerung von inländischen und ausländischen blütenweißen und weißen Investmentfonds bzw. Meldefonds 1) im Betriebsvermögen. Laufende Erträge im Fonds Alte Rechtslage ( Neue Rechtslage (ab bzw. 25 % Sonder-ESt. für folgende Erträge: Zinsen aus Forderungswertpapieren und Bankguthaben. In- und ausländische Dividenden. Sonstige ordentliche Erträge nach Abzug von Kosten und unter Anrechnung ausländischer Quellensteuern. Bei ausländischen weißen Fonds: Sicherungssteuer, ausgenommen bei Offenlegungserklärung für folgende Erträge: Zinsen aus Forderungswertpapieren und Bankguthaben. In- und ausländische Dividenden. Sonstige ordentliche Erträge nach Abzug von Kosten und unter Anrechnung ausländischer Quellensteuern. Sicherungssteuerabzug entfällt Realisierte innerhalb des Fonds Alte Rechtslage (Fondsgeschäftsjahre, die noch im Jahr 2012 beginnen) Erst bei Ausschüttung: 3) Neue Rechtslage (Fondsgeschäftsjahre, die im Jahr 2013 beginnen) 25 % KESt auf als Vorauszahlung auf 25 % Sonder-ESt. (Veranlagung) 2) bei Verkäufen von Fondsanteilen Verkäufe ab 25 % KESt auf Sonder-ESt. (Veranlagung) 5) Kursgewinn = Differenzbetrag zwischen Veräußerungserlös und Anschaffungskosten (Anschaffungskosten werden um Anschaffungsnebenkosten sowie die ausschüttungsgleichen Erträge erhöht und um steuerfreie Ausschüttungen vermindert) 1) Blütenweiße oder weiße Fonds bzw. Meldefonds: Die Meldungen erfolgen durch den gesetzlichen steuerlichen Vertreter an die Meldestelle oder falls diese Meldung fehlt können die steuerpflichtigen Erträge durch Selbstnachweis durch die Anlegerin bzw. den Anleger im Rahmen der Einkommensteuererklärung erfolgen. 2) Der KESt-Abzug erfolgt auf Basis der im Privatvermögen natürlicher Personen steuerpflichtigen. 3) Bei inländischen Fonds werden thesaurierte Erträge erst bei effektiver Ausschüttung der Besteuerung unterzogen (Steuerstundungseffekt bei betrieblichen Anlegern). Grundsätzlich ist kein KESt-Abzug vorzunehmen - erfolgt dieser aufgrund des Buchhaltungssystems der Bank trotzdem, ist die KESt im Wege der Veranlagung anzurechnen. Veräußerungsgewinn = Differenzbetrag zwischen (um die Stückzinsen verminderten) Veräußerungserlös und Anschaffungskosten. Davon sind die während der Behaltedauer bzw. zum Verkaufszeitpunkt bereits versteuerten ausschüttungsgleichen Erträge in Abzug zu bringen. Die ausschüttungsgleichen Erträge sind in Form eines steuerlichen Merkpostens über die Behaltedauer des Wertpapiers hinweg außerbilanziell mitzuführen. Gab es unternehmensrechtlich Teilwert-Abschreibungen der Fondsanteile, sind diese für steuerliche Zwecke wirksam. 5) Der KESt-Abzug erfolgt auf Basis der im Privatvermögen natürlicher Personen steuerpflichtigen. Seite 3 von 7 I Fakten aktuell Besteuerung von Kapitalvermögen im Betriebsvermögen natürlicher Personen Dezember 2012

4 Besteuerung von inländischen und ausländischen blütenweißen und weißen Immobilienfonds bzw. Meldefonds 1) im Betriebsvermögen. Laufende Erträge im Fonds Realisierte innerhalb des Fonds Alte Rechtslage ( Neue Rechtslage (ab bzw. : Bewirtschaftungsgewinne 2). 80 % der Aufwertungsgewinne 2) 3). Wertpapiergewinne (Zinsen und Dividenden). Bei ausländischen weißen Fonds: Sicherungssteuer, ausgenommen bei Offenlegungserklärung Steuerfrei auf: Bewirtschaftungsgewinne 2). 80 % der Aufwertungsgewinne 2) 3). Wertpapiergewinne (Zinsen und Dividenden). Sicherungssteuerabzug entfällt Steuerfrei bei Verkäufen von Fondsanteilen Verkäufe ab 25 % KESt auf Sonder-ESt. (Veranlagung) 5) Kursgewinn = Differenzbetrag zwischen Veräußerungserlös und Anschaffungskosten (Anschaffungskosten werden um Anschaffungsnebenkosten sowie die ausschüttungsgleichen Erträge erhöht und um ausgezahlte KESt sowie steuerfreie Ausschüttungen vermindert) 1) Blütenweiße oder weiße Fonds bzw. Meldefonds: Die Meldungen erfolgen durch den gesetzlichen steuerlichen Vertreter an die Meldestelle oder falls diese Meldung fehlt können die steuerpflichtigen Erträge durch Selbstnachweis durch die Anlegerin bzw. den Anleger im Rahmen der Einkommensteuererklärung erfolgen. 2) Berücksichtigung von Doppelbesteuerungsabkommen aufgrund des Lagestaates der Immobilie (d. h. Befreiung bzw. Anrechnung). 3) Erhöhung auf 100 %, wenn die Anteilsscheine nicht in tatsächlicher oder rechtlicher Hinsicht einem unbestimmten Personenkreis angeboten wurden (z. B. Spezialfonds). Veräußerungsgewinn = Differenzbetrag zwischen (um die Stückzinsen verminderten) Veräußerungserlös und Anschaffungskosten. Davon sind die während der Behaltedauer bzw. zum Verkaufszeitpunkt bereits versteuerten ausschüttungsgleichen Erträge in Abzug zu bringen. Die ausschüttungsgleichen Erträge sind in Form eines steuerlichen Merkpostens über die Behaltedauer des Wertpapiers hinweg außerbilanziell mitzuführen. Gab es unternehmensrechtlich Abschreibungen der Fondsanteile, so kürzen diese entsprechend die ausschüttungsgleichen Erträge des jeweiligen Jahres. 5) Der KESt-Abzug erfolgt auf Basis der im Privatvermögen natürlicher Personen steuerpflichtigen. Seite 4 von 7 I Fakten aktuell Besteuerung von Kapitalvermögen im Betriebsvermögen natürlicher Personen Dezember 2012

5 Besteuerung von schwarzen ausländischen Investmentfonds und schwarzen ausländischen Immobilienfonds bzw. Nicht-Meldefonds 1) im Betriebsvermögen. Alte Rechtslage ( Neue Rechtslage (ab Laufende Erträge im Fonds auf Ausschüttungen bzw. 25 % Sonder-ESt. auf pauschal ermittelte ausschüttungsgleiche Erträge (90 % der Wertveränderung; mindestens 10 %) Sicherungssteuer, ausgenommen bei Offenlegungserklärung auf Ausschüttungen bzw. auf pauschal ermittelte ausschüttungsgleiche Erträge (90 % der Wertveränderung; mindestens 10 %) Sicherungssteuerabzug entfällt bei Verkäufen von Fondsanteilen 2) Verkäufe ab 2) 25 % KESt auf Sonder-ESt. (Veranlagung) 3) Kursgewinn = Differenzbetrag zwischen Veräußerungserlös und Anschaffungskosten (Anschaffungskosten werden um Anschaffungsnebenkosten sowie die pauschal ermittelten ausschüttungsgleichen Erträge erhöht) 1) Schwarze Fonds bzw. Nicht-Meldefonds: Es erfolgen keine KESt-Meldungen durch den gesetzlichen steuerlichen Vertreter an die Meldestelle und auch kein Selbstnachweis der steuerpflichtigen Erträge durch die Anlegerin bzw. den Anleger im Rahmen der Einkommensteuererklärung. 2) Veräußerungsgewinn = Differenzbetrag zwischen (um die Stückzinsen verminderten) Veräußerungserlös und Anschaffungskosten. Davon sind die während der Behaltedauer bzw. zum Verkaufszeitpunkt bereits versteuerten ausschüttungsgleichen Erträge in Abzug zu bringen. Die ausschüttungsgleichen Erträge sind in Form eines steuerlichen Merkpostens über die Behaltedauer des Wertpapiers hinweg außerbilanziell mitzuführen. Gab es unternehmensrechtlich Abschreibungen der Fondsanteile, so kürzen diese entsprechend die ausschüttungsgleichen Erträge des jeweiligen Jahres. 3) Der KESt-Abzug erfolgt auf Basis der im Privatvermögen natürlicher Personen steuerpflichtigen. Besteuerung von Zertifikaten (verbrieften Produkten) im Betriebsvermögen. Alte Rechtslage ( Neue Rechtslage (ab Laufende Erträge auf Zinszahlungen (Kupons) auf Zinszahlungen (Kupons) 1) dem , Verkäufe auf Veräußerungsgewinne 2) (Käufe vor dem , Verkäufe ab 25 % Sonder-ESt. (wenn public placement) auf 2) ; Verkäufe ab 25 % KESt auf als Vorauszahlung auf 25 % Sonder-ESt. (Veranlagung) 1) 1) Bei private placement (kein Anbot an einen unbestimmten Personenkreis in rechtlicher oder tatsächlicher Hinsicht) ist hinsichtlich Erwerbe ab kein KESt-Abzug vorgesehen, es kommt der zur Anwendung. 2) Der KESt unterliegen nur positive Unterschiedsbeträge (d. h. jener Teil des Verkaufspreises, der höher ist als der Emissionskurs); KESt-Gutschrift beim Kauf (wenn über Emissionskurs). Seite 5 von 7 I Fakten aktuell Besteuerung von Kapitalvermögen im Betriebsvermögen natürlicher Personen Dezember 2012

6 Besteuerung von Termingeschäften (z. B. Optionen, Futures und Swaps) im Betriebsvermögen. dem ; für zukünftige laufende Erträge und Verkäufe (Käufe vor dem , Verkäufe ab Einkünfte 25 % Sonder-ESt. (wenn public placement) auf ; für laufende Erträge und Verkäufe ab Verbriefte Produkte: 25 % KESt auf folgende Einkünfte als Vorauszahlung auf 25 % Sonder-ESt. (Veranlagung): Differenzausgleich. Stillhalterprämie. Einkünfte aus der Veräußerung. Einkünfte aus der sonstigen Abwicklung (z. B. Glattstellen bei Optionen). Nicht verbriefte Produkte: 1) auf folgende Einkünfte (Veranlagung): Differenzausgleich. Stillhalterprämie. Einkünfte aus der Veräußerung. Einkünfte aus der sonstigen Abwicklung (z. B. Glattstellen bei Optionen). 1) Ab 1. Jänner 2013 besteht die Möglichkeit bei nicht verbrieften Produkten KESt freiwillig einzubehalten (AbgÄG 2012). Das AbgÄG 2012 wurde bereits beschlossen jedoch noch nicht im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Trotz KESt-Abzug sind die Einkünfte zu veranlagen. Bewertung von Kapitalanlagen im Betriebsvermögen. Alte Rechtslage ( Neue Rechtslage (ab Teilwertabschreibungen mindern die Steuerbemessungsgrundlage. Teilwertabschreibungen können mit n verrechnet werden. Ein verbleibender negativer Überhang ist zu halbieren und gegen andere Einkünfte zu verrechnen. Verbleibende (halbierte) Verluste sind vortragsfähig. Verlustverrechnung/Verlustvortrag (ausschließlich im Wege der Veranlagung!). Alte Rechtslage ( Neue Rechtslage (ab Verluste sind grundsätzlich uneingeschränkt absetzbar. Verluste aus der Veräußerung und aus Teilwertabschreibungen von Kapitalanlagen sind in erster Linie gegen andere betrieblich realisierte Wertzuwächse (einschließlich Zuschreibungen) aus Kapitalanlagen zu verrechnen. Bleibt noch ein Verlustüberhang bestehen, ist dieser zu halbieren und gegen andere Einkünfte zu verrechnen. Verbleibende (halbierte) Verluste sind vortragsfähig. Einlagen ins Betriebsvermögen. dem bzw bei Derivaten und Forderungswertpapieren) Ansatz zum Teilwert (= Kurswert) zum Zeitpunkt der Einlage; Ausnahme: wesentliche Beteiligung i. S. d. 31 EStG > Anschaffungskosten oder niedrigerer Teilwert Neue Rechtslage (ab ; Käufe ab bzw bei Derivaten und Forderungswertpapieren) Ansatz zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Teilwert (= Kurswert) zum Zeitpunkt der Einlage; daher: kein Veräußerungstatbestand im Privatvermögen durch die Einlage; stille Reserven werden fortgeführt; stille Lasten gehen verloren! Seite 6 von 7 I Fakten aktuell Besteuerung von Kapitalvermögen im Betriebsvermögen natürlicher Personen Dezember 2012

7 Entnahmen aus dem Betriebsvermögen. dem bzw bei Derivaten und Forderungswertpapieren) Die Entnahme gilt nicht als Anschaffung im Privatvermögen; bei Berechnung der Spekulationsfrist ist daher vom Zeitpunkt der tatsächlichen Anschaffung auszugehen. Ein vor dem bzw. vor dem (Derivate und Forderungswertpapiere) angeschafftes Wertpapier sollte als Altbestand gelten. Stille Reserven bis zur Entnahme unterliegen der Besteuerung (Entnahmen sind mit dem Teilwert im Zeitpunkt der Entnahme anzusetzen). Realisierte Wertsteigerungen nach dem Entnahmezeitpunkt sind jedoch soweit kein Spekulationsgeschäft bzw. keine Veräußerung einer wesentlichen Beteiligung vorliegt nicht steuerpflichtig. Neue Rechtslage (ab ; Käufe ab bzw bei Derivaten und Forderungswertpapieren) Die Entnahme gilt nicht als Anschaffung im Privatvermögen. Stille Reserven bis zur Entnahme unterliegen der Besteuerung (Entnahmen sind mit dem Teilwert im Zeitpunkt der Entnahme anzusetzen). Realisierte Wertsteigerungen nach dem Entnahmezeitpunkt sind steuerpflichtig ( Vermögens zuwachs steuer ). Anlegerinnen und Anleger, deren unter 25 % liegt, haben die Möglichkeit sowohl nach der alten als auch nach der neuen Rechtslage, sämtliche Kapitalerträge, die dem Steuersatz von 25 % unterliegen, im Rahmen der Einkommensteuererklärung zum entsprechend niedrigeren zu besteuern (Veranlagungsoption). Ein Abzug von Ausgaben (z. B. Depotspesen) ist dabei nicht möglich. Die vorab in Abzug gebrachte Kapitalertragsteuer ist dann im Rahmen der Steuererklärung rückerstattbar. Disclaimer: Diese Ausführungen betreffen steuerliche und produktbezogene Informationen, wenn die Depotführung im Inland erfolgt, und stellen keine individuelle Steuerberatung dar. Bezüglich der Auswirkungen auf die individuelle steuerliche Situation der Anlegerin bzw. des Anlegers wird empfohlen, sich mit einer Steuerberaterin bzw. einem Steuerberater in Verbindung zu setzen. Die Ausführungen basieren auf der derzeit gültigen Rechtslage (Stand: November 2012), dem Budgetbegleitgesetz 2011 und 2012, dem Abgabenänderungsgesetz 2011 und 2012 sowie dem Investmentfondsgesetz Wir weisen darauf hin, dass die endgültigen Ergebnisse von Betriebsprüfungen, Stellungnahmen der Finanzverwaltung und höchstgericht lichen Erkenntnissen infolge der Unschärfen der Rechtslage von unseren Einschätzungen abweichen können, wofür wir keine Haftung übernehmen. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Wert und Rendite einer Anlage können plötzlich und in erheblichem Umfang steigen oder fallen und können nicht garantiert werden. Auch Währungsschwankungen können die Entwicklung eines Investments beeinflussen. Es besteht die Möglichkeit, dass die Anlegerin bzw. der Anleger nicht die gesamte investierte Summe zurückerhält, insbesondere dann, wenn die Kapitalanlage nur für kurze Zeit besteht. Die Informationen dieser Broschüre wurden von PwC Pricewaterhousecoopers Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung GmbH ausschließlich im Auftrag der Bank Austria erstellt und dienen lediglich dazu, interessierten Kunden der Bank Austria eine allgemeine Information über das jeweilige Thema zu bieten. Für die- Entscheidungen, die der Kunde aufgrund der enthaltenen Informationen trifft, übernimmt PwC Pricewaterhousecoopers Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung GmbH keinerlei Verantwortung. PwC Pricewaterhousecoopers Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung GmbH weist darauf hin, dass die Inhalte der Broschüre keinerlei Empfehlungen darstellen und keinesfalls eine individuelle Beratung im jeweiligen Einzelfall durch fachkundige Personen unter Berücksichtigung der persönlichen Umstände ersetzen. Die Zusammenstellung der Informationen erfolgte mit gebotener Sorgfalt. Dessen ungeachtet übernimmt PwC Pricewaterhousecoopers Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung GmbH keine Haftung für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der enthaltenen Informationen. Satz- und Druckfehler vorbehalten. Stand: Dezember 2012 Erstellt von der UniCredit Bank Austria AG, Schottengasse 6 8, 1010 Wien, in Kooperation mit PwC Pricewaterhousecoopers Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung GmbH. Seite 7 von 7 I Fakten aktuell Besteuerung von Kapitalvermögen im Betriebsvermögen natürlicher Personen Dezember 2012

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