Ein kleiner Hoch-Platt-Übersetzer für den Pflegealltag: Alltagsdialoge, Alltagsfragen, medizinische Fachausdrücke, Redewendungen.

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1 Ein kleiner Hoch-Platt-Übersetzer für den Pflegealltag: Alltagsdialoge, Alltagsfragen, medizinische Fachausdrücke, Redewendungen. 2. überarbeitete Auflage, Oktober

2 Vorwort Aufgrund mehrjähriger positiver Erfahrungen mit dem Einsatz der alten plattdeutschen Heimatsprache im Pflegealltag ist diese kleine Hilfestellung entstanden Wir sind der Meinung, Menschen in besonderen Lebenslagen, mit gesundheitlichen und/oder psychischen Beeinträchtigungen sollten die Möglichkeit bekommen, in ihrer vertrauten Sprache zu sprechen. Die Erstsprache der zu Pflegenden ist ein Türöffner, eine Brücke und vereinfacht oftmals notwendige Handlungen in der Pflege. Sie ermöglicht intensivere Kommunikationen und erleichtert die Beziehungsarbeit, um nur einige Vorteile zu nennen. Diese Erkenntnisse finden nun neben den Einrichtungen im Pflegebereich auch zunehmend Einzug in Krankenhäusern und Arztpraxen. Hella Einemann-Gräbert, Margret Hesselmann Berufsbildende Schulen Wildeshausen Mit freundlicher Unterstützung der Euregio Klinik, Nordhorn, den Asklepios Kliniken in Hamburg und dem Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.v. in Schleswig-Holstein sowie der Beraterin für die Region und ihre Sprachen an der Niedersächsischen Landesschulbehörde, Maike Sönksen. 2

3 Morgendliche Ansprache Guten Tag Das ist ein schöner Tag. Es wird heute ein warmer Tag. Das wird ein schöner Tag. Wie war die Nacht? Haben Sie gut geschlafen? Haben Sie geträumt? Haben Sie Durst? Wie geht es Ihnen? Moin, Moin / Goden Dag Dat is en feinen Dag. Dat warrt warm vandagen. Dat warrt en moien Dag. Wo weer de Nacht? Hebbt Se goot slapen? Hebbt Se ok dröömt? Hebbt Se Dost? Wo geiht Se dat? Haben Sie heute Schmerzen? Hebbt Se vandagen Keel? Nun müssen Sie wohl aufstehen. Nu mööt Se woll upstahn. Kommen Sie langsam hoch. Kaamt Se ganz sinnig hoch. Setzen Sie sich bitte auf den Stuhl. Brauchen Sie noch etwas? Nun ist alles fertig. Ist es gut so? Das geht ja gut. Frühlingstag Sett Se sik eben up den Stohl. Bruukt Se noch wat? Nu is allens torecht. Is et so goot? Hett doch all goot klappt. Fröhjahrsdag 3

4 Sommertag Herbsttag Wintertag Schauen Sie, die Sonne scheint auch schon. Sommerdag Harfstdag Winterdag Kiekt Se, de Sünn schient ok al. Heute ist schlechtes Wetter. Vandagen is Schietweer Es regnet. Es ist neblig. Draußen ist es kalt. Es schneit. Die Vögel singen so schön. Heute wird`s wohl warm. Soll ich Ihnen helfen? Ist doch schön hell hier. Ist hier Besuch gewesen? Dat regent, dat muddelt. Dat is diesig/darkig. Buten is et kolt. Dat sneet. De Vagels singt so moi. Vandagen warrt dat woll warm. Schall ik Se helpen? Is doch moi hell hier. Is dor Besöök wesen? Oh, was für schöne Blumen. Oh, wat feine Blomen. Wann sind Sie gekommen? Wann sünd Se kamen? Mögen Sie hier sein? Möögt Se hier woll wesen? Haben Sie einen guten Arzt? Hebbt Se en goden Dokter? Ist der Doktor schon hier gewesen? Is de Dokter al hier wesen? 4

5 Wo tut es Ihnen denn weh? Wo deit Se dat denn weh?/ Wo kellt Se dat? Sie brauchen nicht ängstlich gewesen. Se bruukt doch nich bang wesen. Ich kann Sie gut verstehen. Ik kann Se goot verstahn. Ich kann das nachfühlen. Erzählen Sie mir von Ihrem Haus und Garten. Wie heißt der Ort? Zuhause ist es doch am besten. Wo haben Sie gewohnt? Ist das Lied bekannt? Wurde früher das Lied gesungen? Wissen Sie, was das ist? Wenn du nichts tust, kannst du auch nichts schaffen. Ik kann dat naföhlen. Vertellt Se mi von ehr Huus un Goorn. Wo heet de Oort? Tohuus is et doch am besten. Wo hebbt Se denn wahnt? Is dat Leed bekannt? Is dat Leed fröher sungen worrn? Weet Se wat dat ist? Wenn du nix deist, kannst du ok nix beschicken. Morgen komme ich wieder. Morgen kaam ik wedder. 5

6 Unterstützung bei der Pflege Drehen Sie das Bein/die Beine. Dreien Se en beten dat Been/ de Been. Drehen Sie den Fuß/die Füße. Dreien Se en beten de Foot/ de Fööt. Drehen Sie den Arm/die Arme. Drehen Sie den Kopf. Drehen Sie sich bitte auf die andere Seite. Heben Sie bitte das Bein/die Beine an. Heben Sie bitte den Fuß/die Füße an. Heben Sie bitte den Arm/die Arme an. Dreien Se en beten de Arm/ de Arms. Dreien Se en beten de Kopp. Dreien Se sik en beten na de anner Siet. Böhrt Se dat Been/de Beene en beten an. Böhrt Se de Foot/de Fööt en beten an. Böhrt Se de Arm/de Arms en beten an. Heben Sie bitte das Gesäß an. Böhrt Se de Mors/Achterdeel en beten an. Strecken Sie bitte den Arm / das Bein aus, ich möchte Ihnen das überziehen. Soll ich Ihnen ein Kissen in den Rücken legen? Ich schlage mal eben die Bettdecke zurück, ich muss Maakt Se mal de Arm/dat Been lang, ik will Se dat overtrecken. Schall ik Se en Kissen achter in de Puckel steken? Ik sla mal eben de Bettdeek trügge, ik mutt 6

7 Gesprächsabschluss Ich muss was tun. Meine Pflicht ruft auch. Ik mutt wat doon. / Mien Arbeit blifft mi. Nu mutt ik wieter. Allens töövt up mi. Ich muss wieder zur Arbeit. De Arbeit röppt - de Tiet is kort. Ohne Fleiß kein Preis. Hört man hinten auf, kann man von vorn wieder anfangen. Darf ich Sie nochmal besuchen? Von nix kummt nix. Wenn achtern fertig bist, kannst vörn wedder anfangen. Draff ik to Se noch mal wedder kamen? Auf Wiedersehen. Laat Se dat goot gahn. / Maakt Se dat goot. Meine Arbeit bleibt mir. Meine Arbeit ruft nach mir und alles andere auch. Die Arbeit ruft, die Zeit ist knapp. Die Zeit ist eine sonderbare Macht. Sie rennt immer. Kennen Sie das? Ich muss nun los. Mien Arbeit blifft mi. Mien Arbeit töövt up mi un allens annere ok! De Arbeit röppt, de Tiet is knapp. De Tiet is en sünnerbare Macht. Se loppt jümmers. Kennt Se dat? Ik mutt nu los. 7

8 Die Arbeit wartet auf mich. De Arbeit luurt up mi. Darf ich nochmal nach Ihnen schauen/gucken? Haben Sie nochmal Zeit für mich? Draff ik nochmal wedder rinkieken? Hebbt Se nochmal Tiet för mi? Lassen Sie es sich gut gehen. Maakt Se dat goot! Laat Se sik dat goot gahn. Halten Sie die Ohren steif. Ohren stief holen. Bis zum anderen Mal. Munter bleiben. Dem Fliegenden gehört die Welt. Bit anner Maal. Munter blieven. Den Fleger hört de Welt. 8

9 Begriffe zum Arbeitsalltag an-/ausziehen Badezimmer/Toilette Bett machen duschen/baden Einkaufen gehen an- / uttrecken Baadstuuv/Tante Meier Bett maken duschen/baden Inkopen gahn Essen kochen/klein schneiden Eten kaken/lütt snieden. Früchte-/Kräutertee Gebiss reinigen Geschirr spülen Küche Rollstuhl/Rollator Schlaf-/Wohnzimmer Sitzkissen spazieren gehen Stützstrümpfe Vorlage wechseln Wäsche waschen/trocknen/bügeln. rode Tee / Krüdertee de drütten Tähn rein maken Geschirr spölen/waschen Köök Rullstohl/Rullater, Schuuvwaag Slaapstuuv/Wahnstuuv Sittküssen spazeren gahn Stüttstrümp Vörlaag wesseln Wäsche waschen / drögen / plätten. Wasser/Kaffee/Saft trinken Water/Kaffee/Saft drinken Wohnung putzen Wahnung rein maken 9

10 Fragen im Arbeitsalltag Schlafen Sie schon? Wie geht es Ihnen? Haben Sie gut geschlafen? Haben Sie auch geträumt? Geht es Ihnen nicht gut? Wie spät ist es? Welcher Tag ist heute? Wird es dunkel? Können Sie aufstehen/stehen? Haben Sie Zeit? Wie alt sind Sie? Was haben Sie gesagt? Sagten Sie etwas? Wann sind Sie geboren? Wo gehen Sie hin? Gehen Sie nach Hause? Gehen Sie nach draußen? Kommen Sie bitte herein? Helfen Sie mir? Brauchen Sie Hilfe? Slöppt Se al? Wo geiht Se dat? Hebbt Se goot slapen? Hebbt Se ok dröömt? Geiht Se dat nich goot? Wo laat is et? Wecke Dag is vandagen? Warrt dat al düster? Köönt Se upstahn/stahn? Hebbt Se Tiet? Wo olt sünd Se? Wat hebbt Se seggt? Seggt Se wat? Wannehr sünd Se born? Wo gaht Se hen? Gaht Se na Huus? Gaht Se na buten? Kaamt Se eben rin? Helpt Se mi eben? Bruukt Se Hülp? 10

11 Kann ich Ihnen helfen? Sind Sie krank? Warrten Sie auf mich? Kann ik Se helpen? Sünd Se krank? Töövt Se up mi? Wann kommen Sie wieder? Wann kaamt Se wedder? Haben Sie sich schon gewaschen? Wo liegt die Seife? Ist das genug? Ist es warm genug? Geben Sie mir bitte das Handtuch? Haben Sie sich schon gekämmt? Hebbt Se sik al wuschen? Wo liggt de Seep? Is dat noog? Is dat warm noog? Langt Se mi eben dat Handdook her? Hebbt Se sik al kämmt? Sünd Se al kämmt? Benötigen Sie noch etwas? Bruukt Se noch wat? Hebbt Se noch wat nödig? Ist das Ihrs? Sind das Ihre Strümpfe? Sind das Ihre Schuhe? Is dat Ehr? Hört Se dat? Sünd dat Ehr Strümp? Sünd dat Ehr Schoh? Wo sind Ihre Hausschuhe? Wo sünd Ehr Tüffeln? Ist das Ihre Decke? Is dat Ehr Deek? Haben Sie schon gegessen? Hebbt Se al eten? Haben Sie Hunger? Hebbt Se Smacht? 11

12 Haben Sie getrunken? Hebbt Se al drunken? Hat es Ihnen geschmeckt? Hett Se dat smeckt? Haben Sie eingekauft? Hebbt Se inköfft? Haben Sie etwas geholt? Hebbt Se wat halt? Geben Sie mir den Schlüssel? Gifft Se mi den Slödel? Haben Sie mich gerufen? Hebbt Se mi ropen? Sprechen Sie mit mir? Snackt Se mit mi? Rufen Sie zurück? Roopt Se mi trügge? Was reden Sie da? Wat snackt Se dor? Hören Sie mir zu? Lustert Se eben to? Können Sie schweigen? Köönt Se schwiegen? Können Sie sprechen? Köönt Se snacken? Können Sie da anrufen? Köönt Se dor anropen? Setzen Sie sich bitte zu mir? Gaht Se bi mi eben sitten? Geht`s / Geht das gut? Geiht / Geiht dat goot? Muss das sein? Mutt dat wesen? Können Sie das? Köönt Se dat? Kommt da wer? Kaamt dor wer? 12

13 Antworten im Arbeitsalltag Ja, girn. Ne, de Tiet is to kort. Ja, dat is mien. Ne, de lustert mi nich to. Ik luster to. Ne, dat is nich mien. Ik kann schwiegen. Ik snack nix wieter. Ik bün keen Sabbeltasch. Dat, wat ik weet. Dat heff ik hört. Ja, ik snack mit Se. Ne, du büst nich meent. Ja, dat mutt. Schall ik t laten? Fuurts/Mutt dat wesen? Ik kann dat. Heff ik. Ne, dat is nich noog. Dat weer toveel. Deit nich nödig. Ja gerne. Nein, die Zeit ist zu kurz. Ja, das ist meins. Nein, der/die hört mir nicht zu. Ich höre Ihnen zu. Nein, das ist nicht meins. Ich kann schweigen. Ich sage nichts weiter. Ich bin keine Plaudertasche. Das, was ich weiß. Da habe ich gehört. Ja, ich rede mit Ihnen. Nein, du bist nicht gemeint. Ja, das muss sein. Soll ich s lassen? Sofort/Muss es sein? Ich kann das. Habe ich. Nein, das ist nicht genug. Es war zuviel. Ist nicht erforderlich. 13

14 Informationen zur Befindlichkeit Mi geiht dat nicht goot. Mit mien Gesundheit bün ik in Unstür. Mir geht es nicht gut. Mit meiner Gesundheit bin ich auf Kriegsfuß. Ik bün nich goot up n Damm. Ich bin nicht auf den Damm./ Mir geht es nicht gut. Mit mien Gesundheit heff ik mi vertürnt. Mit mi loppt dat to Tiet nich liekut. Ik heff nich recht Moot vandagen. Ik bün verdraten over mien Gesundheit. Ik bün en beten verdraten/ daalslaan. Mit mi kannst vandagen keen Blomenpott winnen. Vandagen loppt nix liekut. Ik bün so stellt, at wenn Ostern un Pingsten up een Dag fallt. Mi is so, at wenn all Petersilie verhagelt is. Mit meiner Gesundheit habe ich mich erzürnt. Mit mir läuft das zur Zeit nicht gut. Ich hab heute keinen Mut/ keine Lust. Ich bin verdrossen über meine Gesundheit. Ich bin ein bisschen verdrossen/missmutig. Mit mir kannst du keinen Blumentopf gewinnen. Heute läuft nichts gerade. Ich bin so gestellt, wie wenn Ostern und Pfingsten auf einen Tag fällt. Mir ist so, als wenn die ganze Petersilie verhagelt ist. 14

15 Ik kann vandagen nicht togange kamen. Laat mi gewähren, ik mutt mi erst finnen. Ich kann heute nicht Gang kommen. Lass mich in Ruhe, ich muss mich erst finden. Dat is nix mit mi vandagen. Mit mir ist heute nichts los. Ik bün vandagen en beten bregenklüterig. Dat will nich so vandagen at ik et woll wull. Mien Krüüz/Kopp will et vandagen nich weten. De Keel kann ik vandagen nich dwingen. Mi is et so, at wenn ik gegen mit stah. Mit mi bruukst vandagen nicht to reken. Dat will vandagen nich. Dat is en plurigen Dag. Mi geiht dat klöterig. Mi fallt allens stur. Vandagen geiht dat nich. Ich bin heute ein bisschen schwindelig. Es will heute nicht so, wie ich das will. Mein Kreuz/Kopf schmerzt. Die Schmerzen kann ich heute nicht bezwingen. Mir ist es so, als wenn ich neben mir stehe. Mit mir brauchst du nicht zu rechnen. Das will heute nicht. Es ist ein flauer/schlechter Tag. Ich fühl mich heute nicht gut. Mir fällt alles schwer. Heute geht es nicht. Goot is et vandagen nich mit Gut ist es heute nicht mit mir. 15

16 mi. Mi will de Kopp nich klar warrn. Mir will der Kopf nicht klar werden. Ik bün en beten dör n Wind. Ich bin ein bisschen durch den Wind. Ik bün en beten bito. Vandagen krieg ik dat so sinnig in de Reeg. Dat is vandagen nich mien Dag. Ik bün en beten stökerig. Dat is so as mit de Peer, jümmers man sinnig angahn laten. Ol Minsch is keen D-Tog. Ik kaam erst sinnig in de Gang. Dat is en schworen Dag. Ich bin heute etwas daneben. Heute bekomme ich es langsam auf die Reihe. Heute ist nicht mein Tag. Ich bin heute ein bisschen klapperig. Das ist so wie mit den Pferden, immer langsam angehen lassen. Alter Mensch ist kein D-Zug. Ich komme erst langsam in Gang. Das ist ein schwerer Tag. 16

17 Aufnahmegespräche (erstes Kennenlernen) Guten Tag! Wie geht es Ihnen? Ich bin.../ich heiße... Verstehen Sie mich? Ich verstehe nicht! Bitte sprechen Sie langsamer/ lauter. Dag ok!/ Dag toohop!/ Moin! Wo geiht Se dat? Ik bün / Ik heet Verstaht Se mi? Ik verstah nich! Bitte snackt Se sinniger/ luuter. Wo haben Sie Schmerzen? Wo hebbt Se Keel? Sind Sie gestürzt? Was macht Ihnen Angst? Sünd Se fullen/henfullen? Woför sünd Se bang? Haben Sie Durst / Hunger? Hebbt Se Dost/ Hunger/ Smacht? Wann? Wie (oft)? gut / schlecht warm/kalt (nicht) ansteckend eventuell/vielleicht schwach sauber nass schlafen Wannehr? Wo (oft/faken)? goot / slecht warm/kolt Dat stickt (nich) an. mag wesen/villicht swack rein natt slapen 17

18 Aufnahmegespräch Krankenhaus Krankenhuus Wie heißen Sie? (Vor-)Name? Wo heet Se? (Vör-)Nam? Adresse Geburtsort/-datum Haben Sie Angehörige? Hausarzt Überweisung Vollmacht Wo sind Ihre Papiere? Was (war) ist ihr Beruf? Haben Sie Geld, Brille, Schmuck? Haben Sie Zuhause Hilfe? Wenn Sie was nicht wissen, fragen Sie einfach. Es wird Ihnen bei uns gut gehen. Es ist ernst! Es ist nicht so schlimm. Bleiben Sie ruhig. Gute Besserung! Auf Wiedersehen! Wahnoort-Straat-Postleittahl. Wo un wann sünd Se boren? Hebbt Se Verwandtschop? Huusdokter Överwiesen Vullmacht Wo sünd Ehr Paperen? Wat hebbt Se (fröher) maakt? Hebbt Se Geld, Brill, Smuck bi sik? Hebbt Se ok Hülp in Huus? Wenn Se wat nich weet, denn fraagt Se eben to. Dat schall Se woll bi us goot gahn! Dat is leeg / eernst! Dat is nich so slimm / leeg. Blievt Se rohig. Dat schall beter warrn! Tschüüs/Up Weddersehn! 18

19 Körperteile Arm, Hand, Finger Auge, Augen Bauch Bein, Fuß, Zehe Brust, Brüste Gelenk, Gelenke Hals Herz Hüft(gelenk) Knochen Kopf Leiste Lunge Muskel, Muskeln Nase Ohr, Ohren Rücken Schulter Zähne, Zahnfleisch Arm, Hand, Finger Oog, Ogen Buuk, Lief Been, Foot, Tohn Bost, Bossen Lenk, Lenken Hals Hart Hüff(lenk) Knaken Kopp Liest Lung Muskel, Muskels Nees Ohr, Ohren Rüch, Puckel, Krüüz Schuller Tähn, Kusen, Tähnfleesch 19

20 Medikamente/Dosierung Abführmittel Augen- / Nasentropfen Blutdruckmittel Schlafmittel Schmerzmittel mit Salbe einreiben Tablette / Brausetablette Tropfen Zäpfchen Pflaster Sauerstoff Schlucken spülen kauen lutschen Ess-/ Teelöffel mit Wasser morgens mittags abends vor/nach dem Essen Middel to n Afföhren Ogen- / Nesendrüppen Middel för den Blootdruck Slaapmiddel /-tablett Middel gegen Keel mit Salv insmeren / inrieven Tablett / Sprudeltablett Drüppen Tappen Plaaster Suurstoff sluken spölen kauen lutschen Et- / Teelepel mit Water morgens middaags avends vör/na dat Eten 20

21 Zahlen 0 null 1 een 2 twee 3 dree 4 veer 5 fief 6 söss 7 söven 8 acht 9 negen 10 teihn 11 ölven 12 twölf 13 dörteihn 14 veerteihn 15 föffteihn 16 sössteihn 17 söventeihn 18 achtteihn 19 negenteihn 21

22 20 twintig 21 eenuntwintig 30 dörtig 40 veertig 50 föfftig 60 sösstig 70 söventig 80 tachtentig/achtig 90 negentig 100 hunnert 110 hunnertteihn 333 dreehunnertdreeundörtig 1000 dusend 22

23 Wochentage / Tageszeiten Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Tageszeiten morgens vormittags mittags nachmittags abends Maandag Dingsdag Middeweken Dunnersdag/Dünnerdag Freedag/Friedag Sünnavend/Saterdag Sünndag Dagtieden morgens vörmiddaags middaags namiddaags avends 23

24 Kommunikation bei der Körperpflege Haben Sie Probleme beim Sprechen? Hebbt Se Maleschen, wenn snacken doot? Haben Sie das Gefühl, dass Hebbt Se dat Geföhl, dat Se Ihnen Wörter fehlen, wenn de richtige Wöör nich finnen Sie etwas ausdrücken wollen? köönt? Ich erkläre Ihnen mal den Tagesablauf. nicht gut hören Brauchen Sie Hilfe bei der Körperpflege? Soll ich Ihnen den Rücken waschen? Haben Sie gut geschlafen? Ik will nu mal verklaren woans dat hier so löppt/ wi allens doon. nich goot hören Bruukt Se Hülp bi dat Waschen? Schall ik eben de Rüch/ Puckel waschen? Goot slapen? Brauchen Sie Schlaftabletten? Bruukt Se Pillen to n Slapen? Haben Sie Schmerzen? Kopfschmerzen Ohrenschmerzen steifer Nacken / Kopf nicht drehen Deiht Se wat weh? Wat kellt? Koopkeel, Koppien Ohrenkeel, Ohrenpien stieven Nack/ Kopp nich dreihen 24

25 Fragen zum Essen und Trinken Haben Sie Zahnprothesen? Hebbt Se drütte Tähn? Was möchten Sie heute gerne Essen? Wollen / Können Sie sich zum Essen an den Tisch setzen? Wat wullt Se vandagen girn eten? Köönt/Wüllt Se bi t Eten an de Disch sitten? Schmeckt Ihnen das Essen? Smeckt Se dat Eten? Hat es Ihnen geschmeckt? Haben Sie schon (auf-)gegessen? Hett dat Eten smeckt? Al moi opeten? Haben Sie sich verschluckt? Hebbt Se sik versluckt? Das Schlucken fällt schwer. Sluken fallt swoor. Konnten Sie das Fleisch auch (gut) kauen? Mögen Sie nichts essen und trinken? Haben Sie keinen Hunger und Durst? Kunnen Se dat Fleesch ok (goot) kauen/daalkriegen? Se möögt nix eten un drinken? Se hebbt keen Hunger un Dost/Smacht? 25

26 Stimmung, Verhalten, Therapieverlauf Wie geht es Ihnen heute? Wie fühlen Sie sich? Welche Medikamente müssen Sie regelmäßig einnehmen? Welche Medizin/Mittel müssen Sie einnehmen? Haben Sie heute schon therapeutische Anwendungen gehabt? ansteckend/das ist (nicht) ansteckend Alles wird gut. Das wird besser, das muss seine Zeit haben. Sich berappeln/ auf die Füße/Beine kommen. Langsam angehen lassen und dann wieder Bäume ausreißen. Bald wieder auf dem Damm sein. Sie müssen sich erholen. Wo geiht Se dat vandagen? Wo föhlt Se sik? Wat för Medikamente mööt Se jümmers nehmen? Wecket Middel mööt Se innehmen? Hebbt Se vandagen al Anwennen hatt? ansteken/dat stickt (nich) an Allens warrt goot. Dat warrt beter, dat mutt sien Tiet hebben. sik berappeln/ op de Fööt/Been kamen/ togange kamen. Sacht angahn laten un denn wedder Bööm utrieten. Bald wedder op n Damm sien. Se mööt sik verhalen. Es dauert, bis Sie wieder gesund sind. Dat duert, bit Se wedder gesund sünd. 26

27 Bewegung Können Sie alleine aufstehen? Haben Sie / Brauchen Sie technische Hilfsmittel, z. B. eine Gehhilfe? Köönt Se ok alleen upstahn? Hebbt Se / Bruukt Se ok technische Hülpen, to n Bispill en Handstock? schwach, kraftlos/erschöpft maddelig, flau, slapp, duselig schlapp, benommen wackelig auf den Beinen Mag sich nicht bewegen. Rücken tut weh. klöterig, stökerig wackelig op de Been Mag sik nich rögen. Rüch/Puckel maakt Arger/kellt. Schmerzen im ganzen Körper Keel an den ganzen Lief dünn, nicht kräftig Bett hüten. Nicht aufstehen! spiddelig in Bett blieven. Nich upstahn! 27

28 Atmung / Ausscheidung Die Brust tut weh. De Bost deit weh/kellt. Können Sie gut/frei atmen? Köönt Se Luft kriegen? Brauchen Sie zusätzlich Luft? Bruukt Se mehr Luft? Schnupfen Snööv/Snuppen Taschentuch/Taschentücher Snuuvdook/Snuuvdöker Ich bin erkältet. Nase läuft. Starker Husten Hatten Sie heute schon Stuhlgang? Stuhlprobe Urinprobe Ik bün verköhlt. Nees lööpt. Dullen Hoosten Hebbt Se al Stohlgang hatt? Al up n Pott wesen? Stohl afgeven Water afgeven Brauchen Sie Abführmittel? Bruukt Se Afföhrmiddels? Der Katheter muss gewechselt werden. Fieber Erkältung Halsentzündung frieren Kopfschmerzen Lunge Atem/Luft holen Eben Katheter wesseln. Fever Verköhlen Halskeel mi frust/ mi is kolt Koppkeel Lung Luft halen 28

29 Entlassung Sie werden morgen entlassen. Freut Sie das? Können Sie sich mit einer (vierwöchigen) Kurzzeitpflege anfreunden? Wie kommen Sie nach Hause? Sollen wir den Transport für Sie organisieren? Soll ich Ihnen helfen, eine Anschluss-Reha zu beantragen? Soll ich Sie über die Finanzierung aufklären? Da können Sie im Wartezimmer warten, bis sie aufgerufen werden Morgen koönt Se na Huus gahn. Freit Se sik? Köönt Se sik vörstellen, dat Se för korte Tiet in de Pleeg gaht? Wo kaamt Se denn na Huus? Schöllt wi dat Taxi ropen? Se hebbt en Reha verschreven kregen! Schall ik Se bi de Schrieveree helpen? Schall ik Se eben vertellen, wo dat mit de Betahleree is? Dor köönt Se töven, bit Se opropen warrt. 29

30 Diagnosen und Beschwerden Abzess Anämie Angina- Pectoris Angst Appetitlosigkeit Arzt Asthma Ausgekugelt Ausschlag Bandscheibenschaden Bauchschmerzen Bewusstseinsstörung Blähungen Blasenentzündung Blindarmentzündung Blut im Stuhl Blut im Urin Furunkel Blootarmot Keel in de Bost/ dicken Hals/ in Hals Angst hebben/ bange wesen kien Hunger/ kien Smacht Dokter Asthma/ bin kortatmig. Utkugelt/ is rut (Arm) Utschlag Ik heff dat mit de Rüch/in dat Krüüz. Liefkeel, Buukkeel Ik bin en beten dörnanner. Ik heff Wind in dat Lief/ de Buuk. Ik heff dat mit dat Water to doon. Ik heff dat mit de Blinddarm. Bloot in n Stohl. Bloot in t Water. 30

31 Bluthochdruck Das blutet. Blutung Blutvergiftung brennen Bruch Brustschmerz Darmentzündung Diabetes Druck in der Brust Durchblutungsstörung Durchfall Eierstockentzündung Entzündung erbrechen Erkältung frieren Gallenblasenentzündung Gallenkolik Gehirnerschütterung Gelbsucht Blootdruck is hoch. Dat blöddt. Blöden Blootvergiftung Dat brennt. is broken Dat kellt inne Bost. Liefkeel/Keel an n Darm. Zucker Druck up de Bost. düselig/ Ik bün nicht ganz dor. Dörfall/Dat loppt mi wech. Kellt dat Unnerlief? Mi kellt dat. breken Verköhlen Mi frust. Ik heff dat mit de Gall. Gallenkolik gräsige Koppkeel Geelsucht 31

32 Gerinnungsstörung Geschwür Grippe Gürtelrose Halsentzündung Harndrang Herzinfarkt Herzkrankheit Herzstolpern Hirnschlag Hörstörung Hunger Husten Infarkt Juckreiz Knochenbruch Kopfschmerzen Krämpfe Krebs Dünnet Bloot van dat Medikament. Mi keelt de Buul./De Buul eitert. Grippe Gürtelros Halskeel Druck up de Blaas/ Ik mutt faken Water laten. Infarkt Mi kellt dat Hart. unruhig Hart/ Hartkloppen Slag drapen Ik hör nix. Smacht Hoosten Infarkt Mi jöökt dat. Knaken broken Koppkeel Krämpe Krebs 32

33 Kreislaufstörung Lähmung Leistenbruch Leukämie Menstruation Müdigkeit Ich bin so müde. Muskel, Muskeln Nervosität Nierenentzündung operieren psychisch erkrankt Rötung Rückenschmerzen Schlafstörungen Schluckbeschwerden Schmerzen Schnupfen Schulter Schwäche De Kreisloop will nich. Lahm De Liesten is broken. Blootkrebs de Daag Ik bin mööd. Ik bin faken mööd. Muskeln Ik bin upregt. Ik heff dat mit de Niern. opereren hett mit de Nerven to doon root worrn/ lett root Mi kellt de Rüch/Puckel. Ik kann nich slapen./ De Slap will nich kamen. Kann nich sluken./ Dat will nich dör n Hals. Keel/Pien/ Quaal Snööv/ Verköhlen Schuller swack/ schlapp/kann nix 33

34 Schwangerschaft Kriegt wat Lüttjes / Hett sik wat bestellt. Gehstörung = gehbehindert kann nich lopen/ loppt an n Stock stechen Sterben Stuhlgang Tod Tuberkulose Tumor Übelkeit Urin Verbrennung Vergiftung Verletzung Verrenkung Verstauchung Zahnschmerzen Zuckerkrankheit/Diabetes steken dood gahn/starven/von us gahn ut de Büx gahn/ hen Tante Meier gahn Dood Swindsucht Dor wasst wat, wat dor nich hen hört. Mi is slecht. Water Ik heff mi brennt. Vergiften Ik heff mi wat doon. Ik heff mi verdreiht. Ik heff mi stuukt. Kusenkeel Zucker 34

35 Pflegerische Maßnahmen und Anweisungen (Nicht) ausatmen. (Nich) Luft anhalen. (Nicht) baden! (Nich) baden! (Nicht) belasten / gehen! (Nich) oppedden/gahn! (Nicht) bewegen! (Nich) rögen! (Nicht) drücken! (Nich) drücken! (Nicht) ein- / ausatmen! (Nich) in-/utatmen! (Nicht) essen / trinken! (Nich) eten/drinken! (Nicht) gurgeln! (Nich) görgeln! (Nicht) hinlegen! (Nich) henleggen! (Nicht) hinsetzen! (Nich) hensetten! (Nicht) hochlagern! (Nich) hoochpacken! (Nicht) husten! (Nich) hoosten! (Nicht) kühlen! (Nich) köhlen! (Nicht) öffnen! (Nich) upmaken! (Nicht) reiben / kratzen! (Nich) rieven/kleien! (Nicht) schlucken! (Nich) sluken. (Nicht) trinken! (Nich) drinken. (Nicht) warm halten! (Nich) warm halen! (Nicht) zubeißen! (Nich) tobieten! Nicht rauchen! Nich smöken! auf die Seite legen up de Siet leggen 35

36 Kontakt: Berufsbildende Schulen des Landkreises Oldenburg Postfach 1164, Wildeshausen 36

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