Deutscher Sparkassen- und Giroverband. Emnid-Umfrage Vermögensbildung für alle

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2 - 2- Zusammenfassung Fragen zur Vermögensbildung und zur finanziellen Absicherung der Zukunft spielen auch in 2001 eine zentrale Rolle. ¾ der deutschen Bevölkerung hält diese Thematik persönlich für sehr wichtig bzw. wichtig. 55 % der Befragten halten es für richtig, wenn die Bürger die Absicherung ihrer Zukunft stärker in Eigenverantwortung vornehmen müssen. Für 80 % der Bevölkerung ist Vermögensbildung und Vorsorge ein relevantes Thema. Für 20 % spielt diese Thematik keine Rolle, weil sie finanziell nicht in der Lage sind, eine Vermögensbildung vorzunehmen (11 %), bzw. der Meinung sind, dass die gesetzliche Rente ausreiche (10 %). Betrachtet man die Personengruppen, für die Vermögensbildung bzw. planung in Frage kommen, so haben von diesen über 70 % bereits Maßnahmen ergriffen, knapp 20 % planen, ihre Zukunft besser abzusichern und 10 % haben sich mit dieser Problematik noch nicht näher beschäftigt. Bei den realisierten Maßnahmen stehen die traditionellen Vermögensbildungsmaßnahmen wie Lebensversicherung (67 %), Bausparen (54 %) und Sparbuch (50 %) im Vordergrund. Ebenfalls von großer Bedeutung sind der Immobilien Besitz (40 %) und die betriebliche Altersversorgung (40 %).

3 - 3- Bei der Planung ist der Traum von den eigenen vier Wänden (18 %) aktueller denn je, gefolgt vom Sparbuch (14 %) und der betrieblichen Altersversorgung (13 %). Investmentfonds und Aktien liegen mit 10 % bei der Planung auf dem gleichen Niveau wie in 2000 trotz der veränderten Börsensituation. Knapp 80 % der Personen, die schon Vermögensbildung realisiert haben, sind der Meinung, dass sie damit ihre gewünschte finanzielle Absicherung erreichen. Nur 31 % der Bevölkerung fühlt sich über die Riester Rente gut informiert. Ergebnisse 1. Stellenwert der Vermögensbildung Fragen zur Vermögensbildung, zur finanziellen Vorsorge und Absicherung der Zukunft spielen für die deutsche Bevölkerung weiterhin eine zentrale Rolle. 75 % halten es für wichtig, für ihre Zukunft eine finanzielle Absicherung vorzunehmen. Damit steht diese Fragestellung nicht mehr ganz so zentral im Bewusstsein der Bevölkerung wie vor einem Jahr zum Höhepunkt der Riesterrenten Diskussion. Damals hielten 86 % der deutschen Bevölkerung diese Thematik für wichtig. Wichtig ist diese Thematik insbesondere für die jüngeren Altersgruppen, weil dieser Generation klar ist, dass die gesetzliche Rente für die Absicherung des Lebensstandards im Alter nicht ausreichend ist. Überproportional interessant ist die Frage der Vermögensbildung für Personen mit hohem Einkommen, hohem Vermögen und hoher Schulbildung.

4 Eigenverantwortlichkeit bei der privaten Vorsorge Über die Hälfte der Befragten (55 %) hält es für richtig, wenn die Bürger die Absicherung für ihre eigene Zukunft stärker eigenverantwortlich vornehmen müssen. Die höchste Zustimmung findet sich in der Altersgruppe der über 60 Jährigen, einer Altersgruppe, die z. Z. noch von einer sicheren Rente profitiert. Ansonsten ist die höchste Zustimmung bei denjenigen zu finden, die selbst schon aktive Vermögensbildung betrieben und sich ein Vermögen von über DM aufgebaut haben (77 %). 3. Realisierte oder geplante Maßnahmen zur Sicherung der finanziellen Zukunft Für knapp 80 % ist Vermögensrealisation bzw. planung ein relevantes Thema. Für 20 % spielen Maßnahmen zur Absicherung der finanziellen Zukunft bzw. zur Planung z. Z. keine Rolle, weil a) sie finanziell nicht in der Lage sind, eine Vermögensbildung vorzunehmen (11 %) oder b) sie der Meinung sind, dass die gesetzliche Rente ausreicht (10 %) Bei der letzten Gruppe handelt es sich überwiegend um Rentner. Bei der Gruppe, die z. Z. nicht in der Lage ist, eine finanzielle Vermögensbildung vorzunehmen, sind überproportional stark Bewohner der neuen Bundesländer (18 %), Frauen (15 %), Personen mit geringem Bildungsgrad (20 %) und niedrigem Haushalts-Nettoeinkommen (29 %) beteiligt. Betrachtet man nur die Personengruppen, für die Vermögensbildung und planung in Frage kommen, so haben von diesen über 70 % bereits entsprechende Maßnahmen ergriffen, knapp 20 % planen, ihre finanzielle Zukunft besser abzusichern, und 10 % haben sich mit dieser Frage noch nicht näher beschäftigt.

5 - 5- In letzterer Gruppe sind überproportional die Jugendlichen vertreten, die noch nicht so stark an die finanzielle Zukunft denken (20 %), von künftigen Absenkungen des Renten-Niveaus aber am stärksten betroffen sein dürften. Ansonsten ist der Anteil derjenigen, die schon aktiv Vermögensaufbau betrieben haben, in der Altersgruppe der 30- bis 59-Jährigen überproportional vertreten. Diejenigen, die planen, entsprechende Maßnahmen zu treffen, sind auf der anderen Seite verstärkt in der Gruppe der 14- bis 29-Jährigen zu finden (31 %). 4. Art der realisierten bzw. geplanten Maßnahmen zur Vermögensbildung

6 - 6- Bei den realisierten Maßnahmen spielen der Abschluss einer Lebensversicherung (67 %), eines Bausparvertrages (54 %) und Rücklagen auf dem Sparbuch (50 %) die größte Rolle. Ebenfalls von großer Bedeutung sind der Besitz selbstgenutzter Immobilien (40 %) und die betriebliche Altersversorgung (40 %), die im Vergleich zum Vorjahr leicht an Relevanz zugenommen hat. Bei der Planung steht der Erwerb der selbst genutzten Immobilie mit Abstand an erster Stelle (18 %), gefolgt vom Sparbuch (14 %) und der betrieblichen Altersversorgung (13 %). Investmentfonds und Aktien liegen mit 10 % bei der Planung auf dem gleichen Niveau wie in 2000 trotz der veränderten Börsensituation. Der Traum von den eigenen vier Wänden ist aktueller denn je.

7 Einschätzung Zielerreichung Neben der Planung und Realisierung des Vermögensaufbaus spielt natürlich die Einschätzung der Zielerreichung eine zentrale Rolle. Knapp 80 % der Personen, die schon Vermögensbildung verwirklicht haben, sind der Meinung, dass sie mit den durchgeführten Maßnahmen ihre gewünschte zukünftige finanzielle Absicherung erreichen. Bei denjenigen, die Maßnahmen planen, liegt die entsprechende Einschätzung erst bei 56 %. 6. Sparkassen Index: Vermögensbildung und Zielerreichung Der DSGV hat in Zusammenarbeit mit EMNID einen Vermögensbildungs- und Zielerreichungs Index entwickelt, um kontinuierlich über einen längeren Zeitraum die Entwicklung dieser Variablen in der Bevölkerung aufzuzeigen. Der Index berücksichtigt folgende Fragestellungen: * Haben Sie bereits Maßnahmen zur Vermögensbildung/Vorsorge realisiert? * Planen Sie Maßnahmen zur Vermögensbildung/Vorsorge? * Reichen die bereits vorgenommenen bzw. geplanten Maßnahmen aus Ihrer Sicht aus? Dieser Index misst den Grad der Vermögensbildung und planung unter Berücksichtigung der subjektiven Einschätzung der Zielerreichung. Der Durchschnittswert liegt bei 51. Die Indexverteilung nach sozio-demographischen Gruppierungen gehen aus den folgenden Grafiken hervor.

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10 Einschätzung der persönlichen Vermögenssituation Ein Viertel der Befragten verweigert erwartungsgemäß die Beantwortung dieser Frage. Die Vermögensverteilung derjenigen, die die Frage beantwortet haben, sieht wie folgt aus: Methode der Befragung Die Untersuchung wurde im Rahmen einer telefonischen Umfrage vom EMNID Institut, Bielefeld, in der Zeit vom durchgeführt. Es wurden 2000 Personen repräsentativ für die Bevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland ab 14 Jahren befragt.

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