Vermittlung von Privatunterkünften im Internet

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1 Vermittlung von Privatunterknften im Internet Brancheninformation

2 1 Von der Couch bis zur Villa, vom Wohnwagen bis zum Hausboot Wohnvermittlungsplattformen im Internet vermitteln immer mehr Privatunterknfte: Standen vor ein paar Jahren nur eine Handvoll Zimmer im Netz, können Reisende heute aus Hunderttausenden Schlafplätzen weltweit auswählen. Damit ist die Vermittlung von Privatunterknften im Internet eines der dynamischsten Wachstumssegmente des Tourismus im 21. Jahrhundert. Die noch jungen Internet-Unternehmen vervielfachen jährlich ihren Umsatz. Zielgruppe sind Individualreisende, klassische Urlaubsreisende, Städtetouristen, Geschäftsreisende und Monteure. Was ist neu an gloveler & Co? Einen privaten Übernachtungsmarkt mit Ferienwohnungen und Privatzimmern neben der klassischen Hotellerie gab es doch schon immer, oder nicht? Aber Privatunterknfte waren bisher nur lokal verfgbar und umständlich mit recht langen Vorlaufzeiten zu buchen. Erst durch zentrale Plattformen im Internet finden Vermieter und Reisende ber große Distanzen einfach zusammen, können Vermieter auf simple Weise ein Profil ihrer Unterkunft erstellen, können Vermieter mit Texten, Bildern und Videos weltweit fr sich werben, haben Reisende auf einen Blick viele Unterknfte zur Auswahl, können Reisende die Unterknfte nach verschiedenen Kriterien sortieren und filtern, können Reisende auf einfache Weise die Vermieter kontaktieren und direkt buchen. Mentalitätswandel durch Sharing Economy : Besitzen ist out! Sharing Economy oder Collaborative Consumption meint das Teilen von Gtern, Dienstleistungen oder Ideen mit Hilfe des Internets, z.b. von Wohnung, Essen, Werkzeugen, Nachhilfe, Arbeitsplätzen oder von Open-Source Software. Privatzimmer können im Internet nur erfolgreich vermittelt werden, weil der Leitsatz Teilen ist das neue Haben ein neues identitätsstiftendes Lebensgefhl ausdrckt. Menschen wollen vernetzter und effizienter leben, ohne alles besitzen zu mssen. Shareconomy war sogar das Leitthema der Cebit 2013 und ist so endgltig im Mainstream angekommen. Aus ökonomischer Sicht liegt hier ein großes ungenutztes Potenzial, da der Wunsch nach Konsum und Genuss allgegenwärtig ist, die finanziellen Ressourcen des Einzelnen jedoch beschränkt sind. Der Einzelne profitiert finanziell, ideell und sozial, wenn er seine nicht ausgelasteten Ressourcen anderen Menschen öffnet. Vermittlungsportale im Internet aus verschiedenen Branchen bedienen zielgenau die Bedrfnisse eines immer größeren Teils der Bevölkerung. Die Grenze zwischen Konsument und Anbieter verschwimmt, oft sind Menschen beides in einem. Z.B. werden viele Gäste nach ihren ersten positiven Erfahrungen zu Vermietern und umgekehrt. So verbreitet sich die Idee ohne Werbung rasant und die Zahl der angebotenen Unterknfte steigt stetig.

3 2 Geschäftsmodell Wohnvermittlungsplattformen generieren den Großteil ihres Umsatzes durch Provisionen, die anfallen, wenn eine Buchung ber die Plattform zustande kommt. Wer die Provision zahlt, ist von Plattform zu Plattform unterschiedlich: entweder nur der Vermieter, oder nur der Gast, oder beide. Die Provision beträgt im Allgemeinen zwischen 10% und 20% des Netto-Übernachtungspreises. Manche Plattformen verlangen zusätzlich zu den variablen Kosten noch fixe Kosten: z.b. vom Vermieter fr das Einstellen des Inserats oder vom Gast einen Grundbetrag fr jede erfolgte Buchung. Es gibt nur noch sehr wenige werbefinanzierte Plattformen auf dem Markt. Markteinflussfaktoren und Marktrisiken regionale rechtliche Regulierungen zur Kurzzeitvermietung privaten Wohnraumes zunehmender Wunsch nach Preis- und Qualitätstransparenz dank persönlicher Bewertungen Entwicklungen im Markt fr Ferienwohnungen Preissensibiliät der Verbraucher Markteinflussfaktoren und Marktrisiken zunehmendes Vertrauen in das Internet als Vertriebsweg Entwicklungen in der Tourismusbranche allgemein zunehmende Akzeptanz von fremden Privatwohnungen als Übernachtungsmöglichkeit Vernetzung der Menschen online und offline Was ist eine Privatunterkunft? Das Statistische Bundesamt definiert als Privatunterkunft alle Formen von Touristikunterknften mit weniger als 9 Betten: egal ob einzelne Betten, Zimmer, Wohnungen oder ganze Häuser.

4 3 Branchenkennzahlen Deutscher Tourismusverband (DTV), 2011: Anteil der Übernachtungen in Privatunterknften 18,1 % Wie verlässlich sind die Kennzahlen? Deutscher Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) 2009: In Deutschland 87 Millionen von insgesamt 457 Millionen Übernachtungen in Privatunterknften (19%) Genaue Kennzahlen fr Übernachtungen in Privatunterknften existieren nicht, da es keine flächendeckenden statistischen Erhebungen fr Privatunterknfte gibt. Alle Branchenschätzungen sind daher mit Vorsicht zu genießen. Der Anteil beträgt zwischen 17% und 19% des gesamten Übernachtungsmarkts in Deutschland, mit stark steigender Tendenz. Deutsches Wirtschaftswissenschaftliches Institut fr Fremdenverkehr e.v. (dwif) 2011: dreimal so viele Übernachtungen in Privatunterknften wie in statistisch erfassten gewerblichen Beherbergungsbetrieben. Hier sind Verwandtenbesuche mit einberechnet. Bereits 24% der Bevölkerung buchten laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2012 ihre Unterkunft online waren es noch 17% generierte der gesamte europäische Markt fr Ferienwohnungen laut Branchenreports 19,6 Milliarden Euro Umsatz, 2013 sollen es bereits 21,8 Milliarden sein. Fr den Onlinemarkt wird ein noch höheres Wachstum erwartet.

5 4 Warum nutzen Menschen Privatunterknfte? Reisende wollen Vermieter wollen preiswerter bernachten als im Hotel etwas dazuverdienen interessante Menschen kennenlernen interessante Menschen kennenlernen mehr Freiheiten als im Hotel leerstehenden Wohnraum nutzen individuell gemtlich bernachten die weite Welt ins eigenen Haus holen das Reiseziel mit den Augen der Einheimischen sehen selbst die Initiative ergreifen und ihr Leben aktiv gestalten Konflikte mit klassischer Hotellerie eine optimale Auslastung ihrer Unterkunft ihre Rolle als Gastgeber genießen: Ihr Wissen ber die Region teilen und ihre Erfahrungen und Erlebnisse weitergeben Die klassische Hotellerie startet eine massive Pressekampagne gegen Privatvermieter, die in ihren Argumenten von vielen großen Medien in fast unveränderter Form aufgegriffen wird. Hierzu siehe auch unser Positionspapier. Siehe hierzu auch das Positionspapier von gloveler. Impressum Ansprechpartner: Claudius Mehne Kontakt: Tel.: +49(0) Fax: +49(0) Anschrift: gloveler GmbH Durlacher Allee Karlsruhe Sitz der Gesellschaft: Karlsruhe UST-ID: DE vertretungsberechtigte Geschäftsfhrer: Armin Harbrecht, Andreas Sperber Registergericht: Amtsgericht Mannheim Registernummer: HRB

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