15 Waschmittel von der Pottasche zum Tensid

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "15 Waschmittel von der Pottasche zum Tensid"

Transkript

1 15 Waschmittel von der Pottasche zum Tensid Aus der Geschichte der Seife Fachliche Schwerpunkte: Stoff-Teilchen-Konzept, Struktur- Eigenschafts-Konzept, Gleichgewichts-Konzept, Herstellung von Seifen, Esterspaltung Vorschläge zur schülerzentrierten Erarbeitung: Aus dem Text ergeben sich Schülerfragen zur historischen Entwicklung der Gewinnung und Verwendung von Seife. Es bietet sich eine Internetrecherche zur Bedeutung der Seifensieder im Mittelalter an. Nach dem Übergang zu den Nachteilen der Seife könnte die Herstellung synthetischer Tenside diskutiert werden. Informationen im Schülerband finden sich auf der Einstiegsseite des Kapitels (Seite 391) und in den Kapiteln 15.1 und Als Experimente bieten sich die Versuche des Praktikums Seifen und Tenside V1, V3 und V4 auf Seite 395 an. Erläuterungen zum Bild: Die Abbildung zeigt ein Stück französische Seife, deren Ölanteil etwa 70 % beträgt. Waschnüsse Fachliche Schwerpunkte: Natürliche Tenside, Stoff-Teilchen-Konzept, Struktur-Eigenschafts-Konzept Vorschläge zur schülerzentrierten Erarbeitung: Der Text regt zum Nachdenken über alternative Waschmittel und über deren Inhaltsstoffe an. Durch Internetrecherche können sich die Schülerinnen und Schüler über Saponine (lat. sapo: Seife) informieren. Saponine sind Glykoside von Steroiden oder Triterpenen. Durch Vergleich mit der Struktur von Alkylpolyglucosiden können die Lernenden erkennen, worauf die Waschwirkung der Saponine beruht: Die Glykosid-Reste bilden den polaren Teil der Tensid-Teilchen, die Steroid-Reste und die Triterpen-Reste sind unpolar. Zu Glykosiden siehe Theorie Vom Aldehyd zum Acetal (Seite 439) und Übersicht Tenside (Seite 399). Erläuterungen zum Bild: Die Abbildung zeigt Waschnüsse. Die Kraft der Oberflächenspannung Fachliche Schwerpunkte: Stoff-Teilchen-Konzept, Struktur- Eigenschafts-Konzept, Oberflächenspannung Vorschläge zur schülerzentrierten Erarbeitung: Der Kontext eignet sich als Schülerversuch zur Oberflächenspannung. Im Lehrbuch wird die Thematik im Kapitel 15.2 behandelt. Versuche aus dem Unterricht der Sekundarstufe I: Wasseroberfläche mit Pfeffer zu bestreuen und dann in der Mitte die Oberfläche mit einem Seifenstück berühren Rasierklinge vorsichtig auf eine Wasseroberfläche legen, danach die Oberfläche mit einem Seifenstück berühren Einen möglichst halbkugelförmigen Wassertropfen auf einer Glasplatte mit einem Seifenstück berühren Erläuterungen zur Abbildung: Ring 1: Es ist ein Ring mit einer Seifenhaut zu sehen. Im Ring und in der Seifenhaut hängt eine Schlaufe aus einem Faden. Ring 2: Die Seifenhaut im Inneren der Fadenschlinge wurde zerstochen. Dadurch wurde die Schlinge kreisförmig auseinander gezogen, in ihrem Inneren ist die Seifenhaut verschwunden. Was ist in welchem Waschmittel? Fachliche Schwerpunkte: Zusammensetzung von Waschmitteln, Stoff-Teilchen-Konzept, Struktur-Eigenschafts- Konzept Vorschläge zur schülerzentrierten Erarbeitung: Der Text initiiert Schülerfragen zu den Inhaltsstoffen von Waschmitteln und ihrer Wirkungsweise. Anschließend kann die unterschiedliche Zusammensetzung der verschiedenen Waschmittel besprochen werden. Informationen geben die Kapitel 15.2, 15.3, 15.4, die Übersicht Tenside (Seite 399), und die Chemie-Recherche Waschmittel und ihre Inhaltsstoffe (Seite 403). Das Praktikum Waschmittel (Seite 404) ermöglicht den experimentellen Zugang zum Inhalt des Kontextes. Die Trainingsaufgaben A5 Inhaltsstoffe von Waschmitteln, A6 Untersuchung von Tensiden und A7 Hausfrauentipps auf Seite 408 vertiefen das Gelernte. Erläuterungen zum Bild: Die Tabelle gibt einen Überblick über die Inhalte verschiedener Waschmittel. Tenside aus nachwachsenden Rohstoffen Fachliche Schwerpunkte: Gewinnung von Ölen, Nachwachsende Rohstoffe, Synthese von Tensiden Vorschläge zur schülerzentrierten Erarbeitung: Durch die Bearbeitung des Kontextes beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit der Gewinnung von Ölen aus Pflanzen. Sie finden heraus, wie Tenside aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden können. Im Lehrbuch finden sie dazu Informationen in den Kapiteln 15.3, den Übersichten Tenside (Seite 399) und Vom Raps zum Shampoo (Seite 400) und der Chemie-Recherche Waschmittel und ihre Inhaltsstoffe (Seite 403). Erläuterungen zu den Bildern: Die Bilder zeigen eine Rapspflanze und eine Kokospalme. Perfluorierte Tenside in Pommes frites Fachliche Schwerpunkte: Stoff-Teilchen-Konzept, Struktur- Eigenschafts-Konzept, Ökonomie versus Ökologie, Tenside in der Industrie Vorschläge zur schülerzentrierten Erarbeitung: Am Beispiel der perfluorierten Tenside erfahren die Schülerinnen und Schüler, dass Verbindungen mit sehr positiven Eigenschaften durchaus beachtliche ökologische Probleme verursachen können. Eine Internetrecherche ergibt umfassende Informationen zu Eigenschaften, Verwendung und Gefahren der perfluorierten Tenside. Perfluorierte Tenside sind synthetisch hergestellte, oberflächenaktive Verbindungen, bei denen die Wasserstoff-Atome am Kohlenstoffgerüst vollständig durch Fluor-Atome ersetzt sind. Perfluorierte Tenside sind schmutz-, farb-, fett-, öl- 162 Waschmittel von der Pottasche zum Tensid

2 und wasserabweisend sowie hitzestabil. Wegen dieser hervorragenden Eigenschaften sind sie bei der Herstellung zahlreicher Industrie- und Konsumgüter fast nicht zu ersetzen. Besonders wichtig sind Perfluoroctansäure und Perfluoroctansulfonat. Perfluoroctansäure ist ein Emulgator, der bei der Herstellung von hitzebeständigen Kunststoffen wie Teflon benötigt wird. Perfluoroctansulfonat wird hauptsächlich verwendet, um Textilien und Papiere schmutz-, fettund wasserabweisend zu machen. Perfluorierte Tenside kommen nicht natürlich vor, werden heute aber weltweit in Flüssen, in den Weltmeeren und in Böden nachgewiesen. In Kläranlagen werden perfluorierte Tenside nicht abgebaut. Bedenklich sind die weltweiten Nachweise perfluorierter Tenside im menschlichen Blut; der Körper scheidet diese Verbindungen nur langsam wieder aus. Es besteht der Verdacht, dass perfluorierte Tenside krebserregend sind und die Leber schädigen. Nachgewiesen wurde, dass perfluorierte Tenside bei Kindern die Cholesterinwerte erhöhen. Eine abschließende gesundheitliche Bewertung ist derzeit noch nicht möglich. Der Schülerband liefert Informationen über die vielfältige Verwendung der Tenside in der Chemie-Recherche Tenside nicht nur zum Waschen (Seite 401). Erläuterungen zum Bild: Die Abbildung zeigt eine Portion Pommes frites. a) A394.1 b) Bei der Seifenbildung handelt es sich um eine nucleophile Substitution (alkalische Esterspaltung). c) Additions-Eliminierungs-Mechanismus: Das OH -Ion greift das Fett-Molekül an einem Carboxyl-C-Atom nucleophil an. Es folgt die Eliminierung eines Alkoholat-Ions, welches vom gleichzeitig gebildeten Fettsäure-Molekül ein Proton aufnimmt. d) Der letzte Schritt ist irreversibel, weil das gebildete Carboxylat-Ion infolge der Delokalisierung der negativen Ladung nicht reaktiv ist. Die Verseifung verläuft daher quantitativ, die saure Hydrolyse hingegen führt zu einem Gleichgewicht. A394.2 a) Kernseife: CH 3 (CH 2 ) 14 COOH + NaOH CH 3 (CH 2 ) 14 COO + Na + + H 2 O Schmierseife: CH 3 (CH 2 ) 14 COOH + KOH CH 3 (CH 2 ) 14 COO + K + + H 2 O b) Es handelt sich um eine Säure/Base-Reaktion (Neutralisation). A394.3 a) Die mittlere molare Masse einer Kernseife aus Kokosfett beträgt etwa 230 g mol 1. Natriumpalmitat (CH 3 (CH 2 ) 14 COONa): M = 278 g mol 1, Natriumstearat (CH 3 (CH 2 ) 16 COONa): M = 306 g mol 1, Natriumoleat: M = 304 g mol 1. Natriumdodecanat: M = 222 g mol 1 b) Da pro mol Fett 3 mol Seife gebildet werden, braucht man für 1 t Seife aus Kokosfett etwa 0,95 t Fett. Hinweis: Die mittlere molare Masse von Fetten hängt von der Art des Fettes ab: M (Kokosfett) 660 g mol 1 ; M (Olivenöl) 870 g mol 1 A394.4 Durch die Hydratisierung der Natrium-Ionen und der Chlorid-Ionen wird den Seifen-Anionen die Hydrathülle entzogen, die Seife fällt aus. Dies bezeichnet man als Aussalz- Effekt. V395.1 a) Nach einigen Minuten bildet sich eine weiße Seifenkruste. Beim Schütteln mit Wasser schäumt die Lösung. b) Reaktionsgleichung siehe Schülerband Seite 394. c) Als Produkte entstehen Glycerin und Carboxylat-Ionen. Carboxylat-Ionen sind infolge der Delokalisierung der negativen Ladung nicht reaktiv, deshalb ist die Reaktion irreversibel. V395.2 a) Aktivkohle/Wasser: Aktivkohle verteilt sich nach dem Schütteln und setzt sich anschließend wieder ab. Mit feinem Filtrierpapier lässt sich die Aktivkohle abfiltrieren. Aktivkohle/Waschmittel-Lösung: Die Suspension bleibt stabil. Ein Teil der Aktivkohle läuft durch den Filter. Speiseöl/Wasser: Man erhält eine milchige Emulsion und anschließend zwei Phasen, Öl schwimmt auf Wasser. Speiseöl/Waschmittel-Lösung: Die Emulsion bleibt stabil. b) Aktivkohle wird in einer Tensid-Lösung dispergiert (fein verteilt). Die Suspension ist stabil, weil Tensid-Teilchen kleinste Aktivkohle-Partikel umhüllen und in Micellen einlagern. Die Bildung größere Aggregate wird dadurch verhindert. Waschmittel von der Pottasche zum Tensid 163

3 Tensid-Teilchen wirken als Emulgatoren: Schüttelt man Öl mit der Tensid-Lösung, so bildet sich eine milchig trübe Emulsion. Dabei werden kleinste Öltröpfchen in Micellen eingelagert. Es entsteht eine Öl-in-Wasser-Emulsion. Aufgrund der negativen Ladungen stoßen sich die Micellen untereinander ab und halten so die Emulsion stabil. V395.3 a) Der Alkohol schmilzt, das Reaktionsgemisch färbt sich nach Zugabe der Natronlauge rosa. b) CH 3 (CH 2 ) 14 CH 2 OH + H 2 SO CH 3 (CH 2 ) 14 CH 2 OSO 3 H + H 2 O CH 3 (CH 2 ) 14 CH 2 OSO 3 H + OH CH 3 (CH 2 ) 14 CH 2 OSO 3 + H 2 O c) Fettalkoholsulfat V395.4 a) Mit Seife fällt weiße Kalkseife aus, mit den anderen Tensid-Lösungen bildet sich kein Niederschlag. Die Calciumsalze der anderen Tenside sind leichter löslich als Kalkseife. Citrat-Ionen komplexieren die Calcium-Ionen und verhindern so die Fällung. b) Beim Ausfällen von Kalkseife reagieren Seifen-Anionen mit den Calcium-Ionen aus dem Wasser zu einem schwer löslichen Salz: 2 CH 3 (CH 2 ) 14 COO (aq) + Ca 2+ (aq) (CH 3 (CH 2 ) 14 COO) 2 Ca (s) A395.1 Experimentelle Hausaufgabe Obwohl Öl eine geringere Dichte hat als Wasser, läuft es nicht aus dem Fläschchen. Begründung: Das Öl haftet aufgrund der engen Öffnung am Glas, gleichzeitig verhindert die Oberflächenspannung des Öls, dass kleine Öltröpfchen frei werden und aufsteigen. Durch Zugabe einer Tensid-Lösung kann das Öl austreten, Tensid-Teilchen besetzen die Grenzfläche Öl/Wasser und verringern dadurch die Oberflächenspannung beider Flüssigkeiten. A397.1 Haushalt: O/W-Emulsion (Öl-in-Wasser-Emulsion): Milch W/O-Emulsionen (Wasser-in-Öl-Emulsionen): Butter, Margarine, Majonäse, Hautcreme, Sonnencreme Technik: Farb-Emulsionen, Foto-Emulsionen, Schuhcreme, Latexmilch, manche Medikamente (Emulsion der Wirkstoffe in Wasser) A397.3 a) Palmitat-Ionen reagieren als schwache Basen, Wasser- Moleküle reagieren als Säure: CH 3 (CH 2 ) 14 COO + H 2 O CH 3 (CH 2 ) 14 COOH + OH b) Es handelt sich um eine Säure/Base-Reaktion. c) Die Palmitat-Ionen sind die korrespondierenden Basen der Palmitinsäure, sie reagieren als schwache Basen; Wasser-Moleküle reagieren als Säure. Es bilden sich Carbonsäure-Moleküle und Hydroxid-Ionen. Das Gleichgewicht liegt auf der Seite der Palmitat-Ionen, denn ihre Basizität ist geringer als die Acidität der Palmitinsäure-Moleküle. A397.4 Experimentelle Hausaufgabe Wasser und Öl bilden eine milchige Emulsion, die sich nach kurzer Zeit wieder entmischt. Die Tensid-Teilchen des Spülmittels wirken als Emulgatoren: Es bildet sich eine milchig trübe Emulsion. Dabei werden kleinste Öltröpfchen in Micellen eingelagert. Auf diese Weise entsteht eine Öl-in-Wasser-Emulsion. Aufgrund der negativen Ladungen stoßen sich die Micellen untereinander ab und halten so die Emulsion stabil. A398.1 a) CH 3 (CH 2 ) 15 OH + H 2 SO 4 CH 3 (CH 2 ) 15 OSO 3 H + H 2 O CH 3 (CH 2 ) 15 OSO 3 H + OH CH 3 (CH 2 ) 15 OSO 3 + H 2 O b) Nucleophile Substitution: Zunächst protoniert ein Schwefelsäure-Molekül in einer Säure/Base-Reaktion die OH-Gruppe des Alkohol-Moleküls. Es bildet sich ein Oxonium-Ion. Dann greift ein Sauerstoff-Atom des Schwefelsäure-Moleküls das C-Atom, das die OH-Gruppe trägt, nucleophil an und ein Wasser-Molekül tritt aus: Anschließend wird die Säure mit Natronlauge neutralisiert. A CH 3 (CH 2 ) 14 COO (aq) + Ca 2 + (aq) (CH 3 (CH 2 ) 14 COO) 2 Ca (s) 164 Waschmittel von der Pottasche zum Tensid

4 A400.1 Umesterung: Rapsöl + Methanol Glycerin + Rapsölmethylester Hydrierung: CH 3 (CH 2 ) 7 CH = CH(CH 2 ) 8 OH + H 2 CH 3 (CH 2 ) 17 OH Reaktion mit Ethylenoxid zu einem nichtionischen Tensid CH 3 (CH 2 ) 17 OH + n C 2 H 4 O CH 3 (CH 2 ) 17 (OCH 2 CH 2 ) n OH Reaktion mit Schwefelsäure und anschließende Neutralisation zu einem Monoalkylsulfat: CH 3 (CH 2 ) 17 OH + H 2 SO 4 CH 3 (CH 2 ) 17 OSO 3 H + H 2 O CH 3 (CH 2 ) 17 OSO 3 H + OH CH 3 (CH 2 ) 17 OSO 3 + H 2 O A400.2 Verseifung mit Natronlauge (V395.1). Pflanzenöl reagiert, Dieselöl reagiert nicht. A400.3 Biodiesel wird aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Kohlenstoffdioxid, das bei der Oxidation frei wird, wurde also vorher durch Assimilation aus der Atmosphäre gebunden. Erdöl-Diesel belastet dagegen die Atmosphäre, er wird aus einem fossilen Rohstoff gewonnen. A400.4 Lange Zeit spielte der Rapsanbau in Deutschland kaum eine Rolle. Die Öle, die sich daraus extrahieren ließen, schmeckten bitter und waren unbekömmlich. Ursprünglicher Raps ist Eruca-Raps. Mehr als die Hälfte der Fettsäure-Reste im Eruca-Raps ist Erucasäure (Z-Docosensäure, C 22 H 42 O 2 ). Erucasäure führt bei Menschen und bei Säugetieren zu Organschäden sowie Herzproblemen und konnte deshalb nicht zur Herstellung von Speiseöl verwendet werden. Seit den 1970er Jahren kam erucasäurefreier Zuchtraps auf den Markt (0-Raps). Zehn Jahre später wurde 00-Raps gezüchtet. 00-Raps enthält weder Erucasäure noch unverträgliche Glycoside. Heute wird in Deutschland beinahe die gesamte Anbaufläche mit 00-Raps bestellt. A401.1 a) Den Tyndall-Effekt zeigen kolloide Teilchen, die in einem Dispersionsmedium fein verteilt sind. Im Nebel bilden feinste Wassertröpfchen die Kolloid-Teilchen, im Rauch sind es kleinste Feststoff-Partikel in der Luft. Hinweis: Der Effekt kommt durch Wechselwirkung mit Licht zustande. Der Durchmesser der Kolloid-Teilchen liegt in der Größenordnung der Wellenlänge von sichtbarem Licht, typischerweise zwischen 1 nm und 10 µm. b) Es liegen Protein-Moleküle vor. Der Durchmesser von Protein-Molekülen liegt in der Größenordnung des Durchmessers kolloider Teilchen. A401.2 Zellmembranen bestehen aus einer Doppelschicht von polaren Lipiden in die Proteine eingelagert sind (etwa 40 % Lipide und etwa 60 % Proteine, daneben lassen sich noch Kohlenhydrate nachweisen). Ein Hauptbestandteil der Lipid-Doppelschicht vieler Biomembranen ist Lecithin. Es gehört zu den fettähnlichen Phospholipiden, in denen Glycerin mit zwei Fettsäuren und mit Phosphorsäure verestert ist. Im Lecithin-Molekül geht der Phosphat-Rest eine zweite Esterbindung ein, es ist noch der stickstoffhaltige Alkohol Cholin gebunden: Lecithin ist aufgrund seiner Molekülstruktur besonders gut als Membranbaustein geeignet: Die beiden gebundenen Fettsäure-Reste sind hydrophob. Der Phosphat-Rest und der Cholin-Rest mit ihren Ionenladungen bilden den polaren, hydrophilen Teil des Lecithin-Moleküls. In einer Biomembran sind die Phospholipid-Moleküle in der Doppelschicht so angeordnet, dass die hydrophoben Reste nach innen gerichtet sind und untereinander Van-der-Waals-Bindungen eingehen können. Die hydrophilen Gruppen liegen außen und ermöglichen Wasserstoffbrücken mit Wasser- Molekülen. Membranen sind selektiv durchlässig (semipermeabel): Wasser und hydrophile Verbindungen können eine solche Doppelschicht nicht passieren, während hydrophobe Moleküle die Membran durchdringen können. Auf beiden Seiten der Lipidschicht sind spezifisch Membranproteine (Carrier) angelagert, die den Transport von Ionen durch die Membran bewirken. A401.3 Lipasen sind Enzyme, die den Fettabbau im Organismus katalysieren. Die Fettverdauung beginnt im Magen, wo bereits ein Teil der Nahrungsfette in kleinere Bestandteile aufgespaltet wird. Im Zwölffingerdarm und dem oberen Dünndarm findet die hauptsächliche Fettverdauung statt. Das Fett wird mit Gallensäure und Bauchspeichel vermischt. Die Gallensäure dient dabei als Emulgator. Die Fett- Moleküle werden in Micellen eingelagert und fein verteilt. Dadurch können Lipasen die Fette wirksam abbauen. Waschmittel von der Pottasche zum Tensid 165

5 A402.1 Weißwäsche Feinwäsche Wolle Tenside Tenside Tenside Enthärter Enthärter Enthärter Enzyme Bleichmittel Bleichmittelaktivator Optische Aufheller Vergrauungsinhibitoren Enzyme Vergrauungsinhibitoren Seife Seife Seife Vergrauungsinhibitoren Duftstoffe Duftstoffe Duftstoffe Alle Waschmittel müssen Tenside enthalten. Spezialwaschmittel enthalten besondere Tenside, die schonender und bei niedrigeren Temperaturen wirken. Ebenfalls muss ein Wasserenthärter in alle Waschmittel, da die Wasserhärte vom Waschgut unabhängig ist. Alle Waschmittel enthalten außerdem: Carboxymethylcellulose als Vergrauungsinhibitoren, Polycarboxylate zur Schmutzdispergierung, Seifen zur Schaumreduzierung und Duftstoffe (sehr oft Hexylcinnamal und Butylphenylmethylpropional). Fein- und Wollwaschmittel enthalten kein Bleichmittel, da es die Farben angreift, deshalb auch keine Bleichmittelaktivatoren. Wollwaschmittel enthalten keine Enzyme, jedenfalls keine Lipasen, da diese die Peptidbindungen angreifen. Natriumsulfat zur Verbesserung der Rieselfähigkeit wird nur bei Festwaschmitteln benötigt. Farbübertragungsinhibitoren werden in der Regel nur in Buntwaschmitteln eingesetzt. Hinweis: Die Rezepturen der verschiedenen Hersteller sind unterschiedlich und werden nur ungenau angegeben. A402.2 Der Gesetzgeber fordert, dass auf Waschmittelverpackungen Rezepturen anzugeben sind. Oft werden aber nur die Inhaltsstoffe angegeben, die in größeren Mengen enthalten sind. A403.1 Als Schmutz bezeichnet man alle nicht erwünschten Fremdstoffe auf Textilien. Die unterschiedlichen Verschmutzungen stellen verschiedene Anforderungen an Waschmittel und Waschverfahren. Die Auswahl eines Waschmittels hängt nicht nur vom Schmutz ab, sondern auch von der Faser und von der Waschtemperatur. Es kann kein Waschmittel pauschal empfohlen werden, da beispielsweise eine empfindliche oder farbige Faser nicht problemlos gebleicht werden kann. Unbedingt erforderlich sind in jedem Fall Tenside. Verschmutzungen durch Eiweiß, Kohlenhydrate, Fette, Harnstoff, Blut und Ruß sind auswaschbar. Sie können durch Tenside von den Textilien abgelöst und an die Waschlauge abgegeben werden. Schmutz von Eiweiß, Kohlenhydraten und Fetten kann durch Enzyme (Amylasen, Cellulasen, Peptidasen und Lipasen) aufgelockert werden. Öle, Farben und Lacke werden durch die alkalische Lösung angegriffen und abgebaut. Flecken von Obst, Rotwein, Kaffee, Tee oder Gemüse können durch Bleichmittel entfernt werden. Beim Bleichprozess werden die Farbstoffe durch Oxidation farblos. A403.2 Waschen verursacht Kosten durch Waschpulver, Energie, Wasser und Abwasser. Zu viel Waschpulver verursacht unnötige Kosten und schadet der Umwelt, weil die Bestandteile im Abwasser abgebaut werden müssen. Durch die sehr effektive Zusammensetzung der Kompaktwaschmittel und durch Baukastensysteme können die Wirkstoffe gezielt eingesetzt werden. Waschen bei 90 C verbraucht besonders viel Energie und sollte daher möglichst vermieden werden. Im Normalfall sind 60 C völlig ausreichend. Geringe Beladung kostet unnötig Waschpulver, Energie, Wasser und Abwasser. V404.1 a) Die rote Lösung wird entfärbt. b) [Fe(H 2 O) 6 ] 3+ + SCN [Fe(H 2 O) 5 (SCN)] 2+ + H 2 O vereinfacht: Fe 3+ (aq) + SCN (aq) FeSCN 2+ (aq) c) Zeolithe wirken als Ionenaustauscher und binden die Eisen(III)-Ionen des Eisenthiocyanat-Komplexes. Der Komplex zerfällt und die Lösung wird entfärbt: Zeolith 3 Na + + [Fe(H 2 O) 5 (SCN)] 2+ Zeolith Fe 3+ + SCN + 3 Na H 2 O V404.2 a) Die Blindprobe mit Eiklar-Lösung und die Versuche mit Wollwaschmittel und Geschirrspülmittel ergeben mit Ninhydrin keine Färbung. Mit Vollwaschmittel erhält man eine blauviolette Färbung. Manche Handwaschmittel enthalten ebenfalls Enzyme, in solchen Fällen ist der Nachweis positiv. b) Die Ninhydrin-Reaktion dient zum Nachweis von Aminosäuren. Es entsteht bei Anwesenheit von Aminosäuren ein blauer bis violetter Farbstoff. Vollwaschmittel und manche Handwaschmittel enthalten Proteasen. Diese Enzyme katalysieren die Hydrolyse von Proteinen zu Aminosäuren. Bei der Zugabe von enzymhaltigem Waschmittel zu Eiweiß sind nach kurzer Zeit mit Ninhydrin Aminosäuren nachweisbar. V404.3 a) Die Permanganat-Lösung wird entfärbt. b) Das Bleichmittel Natriumpercarbonat zersetzt sich: 2 Na 2 CO 3 3 H 2 O 2 2 Na 2 CO H 2 O 2 2 MnO H 2 O H + 2 Mn O H 2 O 166 Waschmittel von der Pottasche zum Tensid

6 c) Die Umsetzung erfolgt im Stoffmengenverhältnis 2 : 5. Beispiel: Einwaage: 0,3 g Waschmittel Titration: V (Permanganat-Lösung) = 20,5 ml c (Permanganat-Lösung) = 0,02 mol l 1 n (MnO 4 ) = 0,41 mmol n (H 2 O 2 ) = 1,025 mmol M (H 2 O 2 ) = 34 g mol 1 m (H 2 O 2 ) = 34,8 mg V405.4 a) Papier und Textilien, die mit Waschmittel getränkt sind leuchten unter der UV-Lampe auf. Mit Leitungswasser zeigt sich kein Effekt. Papier kann eventuell auch ohne Zugabe von Waschmittel leuchten. b) Durch die Abbauprodukte von Verunreinigungen haben Textilien oft einen Gelbstich, weil die Abbauprodukte blaues Licht absorbieren. Optische Aufheller nehmen UV-Strahlung aus dem Tageslicht auf und wandeln es durch Fluoreszenz in sichtbares blaues Licht um, das dann emittiert wird. Zusammen mit dem Gelbstich erscheint die Wäsche weiß. c) Die Wirkung von optischen Aufhellern ist abhängig von der Art und Menge des Aufhellers und vom Fasertyp. Mit gleich konzentrierten Lösungen stellt man fest, dass Synthesefasern bessere Effekte ergeben. d) Manche Papiertaschentücher werden bereits bei der Herstellung mit optischen Aufhellern getränkt und leuchten deshalb auch ohne Zugabe von Waschmittel auf. V405.5 a), b) Anionische Tenside ergeben mit Methylenblau eine Blaufärbung der organischen Phase, da die oxidierte Form von Methylenblau blau gefärbt und positiv geladen ist. Mit anionischen Tensiden bildet sich ein neutraler Komplex, der im organischen Lösemittel löslich ist. Kationische Tenside ergeben eine Gelborangefärbung der organischen Phase, da Methylorange negativ geladen ist und mit kationischen Tensiden einen neutralen Komplex bildet. V405.6 a) Bei Verwendung von Vollwaschmittel und Wollwaschmittel zieht der Farbstoff auf die Faser auf. Bei Buntwaschmittel ist das nicht der Fall. Bei Feinwaschmitteln hängt der Effekt davon ab, ob das Waschmittel Farbübertragungsinhibitoren enthält. b) Buntwaschmittel enthalten als Farbübertragungsinhibitoren meist Polyvinylpyrrolidon. Polyvinylpyrrolidon ist gut in Wasser löslich. Durch ihre Polarität können die Makromoleküle Farbstoff-Moleküle anlagern und das Aufziehen der Farbstoff-Moleküle auf die Fasern verhindern. c) Farbübertragungsinhibitoren sind in Buntwaschmitteln und in manchen Feinwaschmitteln enthalten. A405.1 Disco-Leuchten strahlen UV-Licht aus. Kleidungsstücke können durch die Herstellung oder durch anhaftende Waschmittelreste auf der Faser optische Aufheller oder Stoffe enthalten, die wie optische Aufheller wirken. Optische Aufheller nehmen UV-Licht auf und wandeln es durch Fluoreszenz in sichtbares Licht um. A406.1 Waschen verursacht Kosten durch Waschpulver, Energie, Wasser und Abwasser. Zu viel Waschpulver verursacht unnötige Kosten und schadet der Umwelt, weil die Bestandteile im Abwasser abgebaut werden müssen. Durch die sehr effektive Zusammensetzung der Kompaktwaschmittel und durch Baukastensysteme können die Wirkstoffe gezielt eingesetzt werden. Waschen bei 90 C verbraucht besonders viel Energie und soll daher möglichst vermieden werden. Im Normalfall sind 60 C völlig ausreichend. Geringe Beladung kostet unnötig Waschpulver, Energie, Wasser und Abwasser. Manche Weichspüler sind schwer biologisch abbaubar und schaden in großer Menge der Umwelt. A406.2 Beim OECD-Screening-Test wird ein Tensid der Konzentration 5 mg l 1 in einer Kulturlösung mit Klärschlamm beimpft und bei 19 bis 24 C inkubiert. In festgesetzten Zeitabständen wird der Tensidgehalt bis zum 19. Versuchstag analytisch bestimmt. Bei jedem Test werden Kontrollsubstanzen mitgeprüft und zwar das schwer abbaubare Tetrapropylenbenzolsulfonat und ein leicht abbaubares lineares Alkylbenzolsulfonat. Tenside, die nach 19 Tagen zu mindestens 80 % abgebaut sind, werden als biologisch abbaubar bezeichnet. A406.3 Zum Abbau eines linearen Alkylbenzolsulfonats sind viele überwiegend enzymatisch katalysierte Reaktionsschritte nötig. Zunächst wird die endständige CH 3 -Gruppe des Alkyl-Restes oxidiert. Danach kann der Alkyl-Rest durch fortlaufende sogenannte β-oxidationen jeweils um eine C 2 - Einheit verkürzt werden. Durch oxidative Desulfonierung wird die Sulfonat-Gruppe abgetrennt. Nach Einführung einer zweiten OH-Gruppe in den Benzol-Ring kann dieser oxidativ gespalten werden. Das Produkt wird im Primärstoffwechsel weiter abgebaut. Waschmittel von der Pottasche zum Tensid 167

7 A408.1 a) Struktur: Monoalkylsulfate und Alkylbenzolsulfonate sind anionische Tenside. Monoalkylsulfate sind Anionen der Schwefelsäure, wobei eine OH-Gruppe des Schwefelsäure-Moleküls mit einem Fettalkohol-Molekül verestert ist. Alkylbenzolsulfonate sind Anionen der Benzolsulfonsäure, wobei der Benzolring in 4-Stellung eine langkettige Alkyl- Gruppe trägt. Alkylpolyglucoside sind nichtionische Tenside. Ein Glucose-Rest oder ein Diglucose-Rest ist über eine Sauerstoff- Brücke mit einem Fettalkohol-Molekül verbunden. Dies bezeichnet man auch als glycosidische Bindung. Synthese: Monoalkylsulfate gewinnt man durch Veresterung von Fettalkoholen mit Schwefelsäure und anschließende Neutralisation des Monoesters mit Natronlauge. Zur Synthese von Alkylbenzolsulfonaten wird zunächst Benzol mit einem Alken alkyliert und dann mit Schwefelsäure sulfoniert. Anschließend erfolgt die Neutralisation der Alkylbenzolsulfonsäure mit Natronlauge. Alkylpolyglucoside können durch direkte säurekatalysierte Reaktion von Glucose mit Fettalkoholen synthetisiert werden. Die Reaktion verläuft bei 120 C und hohem Druck. Eigenschaften: Die drei Tenside haben eine bessere Waschwirkung als Seife. Die Calciumsalze der anionischen Tenside sind leichter löslich als Kalkseifen. Als Anionen starker Säure zeigen die anionischen Tenside mit Wasser keine alkalische Reaktion. Verwendung: Alle drei Tenside sind hautverträglich. Sie haben eine hohe Waschkraft und werden in Waschmitteln eingesetzt. Umweltverträglichkeit: Alle drei Tenside sind biologisch abbaubar. b) CH 3 (CH 2 ) 11 OH + H 2 SO 4 CH 3 (CH 2 ) 11 OSO 3 H + H 2 O CH 3 (CH 2 ) 11 OSO 3 H + OH CH 3 (CH 2 ) 11 OSO 3 + H 2 O c) Es handelt sich um ein Monoalkylsulfat, also um ein anionisches Tensid. A408.2 a) Seifenlösungen reagieren in Wasser alkalisch (ph 9), Tensid-Lösungen reagieren neutral. Seifenanionen reagieren als schwache Basen mit Wasser- Molekülen: CH 3 (CH 2 ) 14 COO + H 2 O CH 3 (CH 2 ) 14 COOH + OH Anionische Tenside sind nicht wie Seifen korrespondierende Basen schwacher Säuren, sondern korrespondierende Basen starker Säuren. Als äußerst schwache Basen reagieren anionische Tenside daher nicht mit Wasser-Molekülen. Nichtionische Tenside reagieren neutral. b) Mit Seifenlösung erhält man eine Ausfällung von Kalkseife: 2 CH 3 (CH 2 ) 14 COO (aq) + Ca 2+ (aq) (CH 3 (CH 2 ) 14 COO) 2 Ca (s) Die Calciumsalze synthetischer anionischer Tenside sind leichter löslich als Kalkseife. Nichtionische Tenside und kationische Tenside reagieren nicht mit Calcium-Ionen. c) Die Fettsäure-Anionen reagieren als schwache Basen mit Oxonium-Ionen. Die gebildeten Fettsäuren sind schwerlöslich in Wasser. C 17 H 35 COO (aq) + H 3 O + (aq) C 17 H 35 COOH (s) + H 2 O (l) d) Die Haut hat einen ph-wert von etwa 5,5. Das Shampoo verändert den ph-wert der Haut nicht und wird deshalb als hautneutral bezeichnet. Das Shampoo hat einen ph-wert zwischen 5 und 6. e) Oberflächenspannung: Wasser-Moleküle im Inneren der Flüssigkeit bilden nach allen Richtungen mit Nachbarmolekülen Wasserstoffbrücken aus. Die Moleküle an der Oberfläche haben nach außen keine Nachbarmoleküle. Sie können nur mit Nachbarmolekülen in und unter der Oberfläche Wasserstoffbrücken eingehen. Sie erfahren dadurch eine Anziehungskraft, die sie in das Innere der Flüssigkeit ziehen. Es resultiert eine Oberflächenspannung. Diese bewirkt, dass Wasser eine möglichst kleine Oberfläche einnimmt. Kleine Wassertropfen sind nahezu kugelförmig. Tensid-Teilchen besetzen die Oberfläche von Wasser und erniedrigen dadurch die Oberflächenspannung. Anlagerung an Grenzflächen: Tenside lagern sich aufgrund ihrer amphiphilen Struktur in heterogenen Systemen an den Grenzflächen an. Der polare Rest des Tensidteilchens geht Wechselwirkungen mit der polaren Komponente ein, der unpolare Rest entsprechend mit der unpolaren Komponente. Emulgieren: Tenside wirken als Emulgatoren. Sie bilden in wässrigen Lösungen Micellen in die unpolare Teilchen eingelagert werden können. Dadurch wird die Emulsion zweier nicht mischbarer Flüssigkeiten stabilisiert. Ein Beispiel ist Salatsoße, eine Öl-in-Wasser-Emulsion, die beispielsweise durch Lecithin im Eigelb stabilisiert wird. Dispergieren: Tenside begünstigen die feine Verteilung in Wasser unlöslicher Feststoffe, also die Bildung von Suspensionen. Suspensionen sind stabil, weil Tensid-Teilchen kleinste Feststoff-Partikel umhüllen und die Bildung größere Aggregate verhindern. Das lässt sich demonstrieren, wenn man Aktivkohle in Wasser gibt. Ohne Zusatz eines Tensids lässt sich Aktivkohle filtrieren. Nach Zugabe eines Tensids wird die Aktivkohle fein verteilt und läuft durch die Poren des Filterpapiers. 168 Waschmittel von der Pottasche zum Tensid

8 A408.3 a) Lecithin-Moleküle sind typische Tensid-Teilchen: Der Phosphat-Rest und der Cholin-Rest sind stark polar, die beiden Alkyl-Reste sind unpolar. Lecithin wirkt daher als Emulgator und Dispersionsmittel. b) Light-Margarine ist kalorienreduziert. Teile des energiereichen Pflanzenfetts werden durch Wasser ersetzt. Da Fett und Wasser schlecht miteinander mischbar sind, muss man zusätzliche Tenside als Emulgatoren einsetzen. Die Abbildung zeigt verschiedene Margarine-Sorten: Sorte 1: Fast reines Pflanzenfett weniger als 30 % Wasser kaum Tenside als Emulgator. Sorte 2: Mehr als halb soviel Wasser wie Fett etwa 5 % Tenside als Emulgatoren. Sorte 3: Fast soviel Wasser wie Fett deshalb mehr als 10 %Tenside als Emulgator. A408.4 a) Wasser enthält neben Hydrogencarbonat-Ionen Calcium- Ionen und Magnesium-Ionen. Diese führen beim Erhitzen des Wassers zur Fällung von schwerlöslichem Calciumcarbonat und Magnesiumcarbonat. Die Salze setzen sich als Kesselstein auf Heizstäben ab und bilden auf der Wäsche einen Grauschleier. Ca(HCO 3 ) 2 (aq) CaCO (s) + H 2 O (l) + CO 2 (g) b) Zeolithe sind Ionenaustauscher. Im Inneren des Zeoliths befinden sich Hohlräume, die Natrium-Ionen enthalten. Bei der Wasserenthärtung tauschen Zeolithe Natrium-Ionen gegen Calcium-Ionen und Magnesium-Ionen aus: Zeolith 2 Na + + Ca 2 (aq) Zeolith Ca Na + (aq) c) Das Trianion der Citronensäure geht mit Calcium-Ionen Komplexbindungen ein. Dadurch kann kein Calciumcarbonat ausfallen. d) Der Waschvorgang wird durch die Härtebildner des Wassers behindert. Beim Erhitzen des Wassers fällt Calciumcarbonat und Magnesiumcarbonat aus und setzt sich an den Heizstäben der Waschmaschine als Kesselstein und auf der Wäsche als Grauschleier ab. Enthärter sorgen dafür, dass das die Calcium-Ionen und die Magnesium- Ionen im Wasser gebunden werden. Normalerweise werden Zeolithe als Enthärter verwendet. Zeolithe haben keine Nachteile, sie sind ökologisch unbedenklich. Zeolithe sind pulverförmige Feststoffe, sie werden mit der Waschlauge weggeschwemmt. A408.5 a) Bleichmittel: Auch mit enthärtetem Wasser wird Wäsche durch häufiges Waschen allmählich grau. Gegen die Vergrauung und zum Entfernen von Flecken enthalten Waschmittel deshalb auch Bleichmittel. Diese Stoffe setzen beim Waschen Wasserstoffperoxid frei. Flecken werden dadurch oxidativ entfernt. In modernen Waschmitteln wird vor allem Natriumpercarbonat (2 Na 2 CO 3 3 H 2 O 2 ) verwendet. Die Bleichwirkung wird durch Bleichmittelaktivatoren verstärkt. Optische Aufheller: Weiße Wäsche wird bei häufigem Waschen durch Abbauprodukte farbiger Verbindungen gelbstichig und unansehnlich. Optische Aufheller nehmen UV- Licht aus dem Tageslicht auf und wandeln es durch Fluoreszenz in sichtbares, blaues Licht um. Zusammen mit dem Gelbstich erscheint die Wäsche dadurch weiß. Farbübertragungsinhibitoren: Bunte Textilien geben oft Farbstoffe an die Waschlauge ab. Andere Wäschestücke können dadurch verfärbt werden. Um dies zu verhindern, enthalten Buntwaschmittel Polyvinylpyrrolidon. Polyvinylpyrrolidon kann aufgrund seiner Polarität beim Waschvorgang Farbstoffe anlagern und damit das Aufziehen des Farbstoffes auf die Faser verhindern. Enzyme: Flecken von Proteinen, Kohlenhydraten und Fetten, die aus Nahrungsmitteln stammen, lassen sich oft nur schwer auswaschen. Um diese Verbindungen zu hydrolysieren setzt man den Waschmitteln Enzyme zu. Es bilden sich lösliche Spaltprodukte. b) Tenside erniedrigen die Oberflächenspannung des Wassers. Dadurch kann die Waschlauge das Gewebe benetzen und leicht in die Fasern eindringen. Das Ablösen von Schmutz beginnt mit der Anreicherung der Tensid-Teilchen an der Grenzfläche zwischen Lösung und Faser. Die hydrophoben Alkyl-Reste treten mit unpolarem Schmutz in Wechselwirkung. Der Schmutz wird in kleinere Partikel zerlegt. Sowohl die Faser als auch die Schmutzpartikel werden durch Tensid-Anionen negativ aufgeladen und stoßen sich daher ab. Mechanisches Bewegen des Waschgutes bei erhöhter Temperatur begünstigt die Ablösung und Verteilung des Schmutzes. Eingelagert in Micellen wird der Schmutz dann mit der Waschlauge weggespült. A408.6 a) Anionische Tenside: Man überschichtet eine Lösung von Methylenblau mit Essigsäureethylester und gibt die Lösungen eines anionischen Tensids hinzu. Man erhält eine Blaufärbung der organischen Phase, da die oxidierte Form von Methylenblau blau gefärbt und positiv geladen ist. Mit anionischen Tensiden bildet sich ein Komplex, der im organischen Lösemittel löslich ist (siehe auch Schülerband Seite 405 V5). Optische Aufheller: Weiße Textilien werden mit Waschmittellösung getränkt. Im UV-Licht leuchten die Textilien auf. (siehe auch Schülerband Seite 405 V4). Enzyme: Proteasen können mit Eiklar-Lösung nachgewiesen werden. Bei Zugabe von Eiklar-Lösung zu einer Waschmittellösung werden Proteine hydrolysiert. Die gebildeten Aminosäuren können mit Ninhydrin nachgewiesen werden. Ninhydrin bildet mit Aminosäuren eine blauviolette Färbung. Wasserenthärter: Waschmittel enthalten als Wasserenthärter Zeolithe. Diese lassen sich durch Entfärben einer Eisenthiocyanat-Lösung nachweisen. Zeolithe wirken als Ionenaustauscher und binden die Eisen(III)-Ionen des Eisenthiocyanat-Komplexes. Zeolith 3 Na + + [Fe(H 2 O) 5 (SCN)] 2+ Zeolith Fe 3+ + SCN + 3 Na H 2 O Waschmittel von der Pottasche zum Tensid 169

9 Bleichmittel: Kaliumpermanganat-Lösung wird durch Waschmittellösung entfärbt, wenn diese Bleichmittel enthält. Das Bleichmittel Natriumpercarbonat zersetzt sich unter Bildung von Wasserstoffperoxid, die Flecken werden oxidativ entfernt: 2 Na 2 CO 3 3 H 2 O 2 2 Na 2 CO H 2 O 2 2 MnO4 + 5 H 2 O H + 2 Mn O H 2 O Farbübertragungsinhibitoren: Der Nachweis kann mit Eosin- Lösung erfolgen. Man gibt zu einer Waschmittellösung, die Farbübertragungsinhibitoren enthält, etwas rot gefärbte Eosin-Lösung. Der Farbstoff zieht nicht auf die Textilien auf und kann ausgewaschen werden. b), c) Waschmittel 1 enthält neben anionischen Tensiden, Bleichmittel und Enzymen optische Aufheller und Bleichmittel, es handelt sich um ein Vollwaschmittel. Waschmittel 2 enthält neben anionischen Tensiden, Bleichmittel und Enzymen Farbübertragungsinhibitoren, es handelt sich um ein Buntwaschmittel. A408.7 a) Wollfasern sind Proteine. Bei scharfem Waschen mit stark alkalischen Waschmitteln und Waschmitteln mit einem hohen Anteil an Bleichmitteln werden die Wollfasern angegriffen und deshalb unansehnlich. b) Das Spülen der Wäsche entfernt die Schmutzreste, die noch auf der Faser haften oder in Micellen eingelagert sind. Außerdem werden Waschmittelreste ausgespült. Durch Schmutz- und Waschpulverreste auf der Faser wird die Wäsche hart und unansehnlich. c) Weichspüler enthalten kationische Tenside, die sich durch ihre Ladung an die Fasern anlagern können. Dadurch werden die Wechselwirkungen zwischen den Fasern selbst gestört und die Wäsche fühlt sich weich an. Bei der Verwendung von zuviel Weichspüler behindern die hydrophoben Alkyl-Reste des Tensids den Austausch von Wasserdampf. Die Wäsche trocknet langsamer. Deshalb soll auch bei Sportfunktionswäsche kein Weichspüler verwendet werden. d) Hautcreme ist eine Wasser-in-Fett-Emulsion. Durch Wärme entmischt sich die Creme schneller. 170 Waschmittel von der Pottasche zum Tensid

Lernzirkel WAS Station 1 Herstellung von Seife aus Kokosfett

Lernzirkel WAS Station 1 Herstellung von Seife aus Kokosfett Station 1 Herstellung von Seife aus Kokosfett Zeitbedarf: 35 min. Durchführung 10 g Kokosfett und 5 ml destilliertes Wasser werden langsam in einem Becherglas erhitzt. Unter Rühren werden 10 ml Natronlauge

Mehr

Detergenzien [BAD_1093101.DOC]

Detergenzien [BAD_1093101.DOC] Detergenzien [BAD_1093101.DOC] Die Funktion der Tenside lässt sich durch ihren molekularen Aufbau erklären. Tenside bestehen allgemein aus einem hydrophoben ( wasserabweisenden ) Kohlenwasserstoffrest

Mehr

Waschmittel. Seifen haben jedoch einige gravierende Nachteile, weswegen sie heutzutage nur noch zur Regulation des Schaumes dienen.

Waschmittel. Seifen haben jedoch einige gravierende Nachteile, weswegen sie heutzutage nur noch zur Regulation des Schaumes dienen. Universität Regensburg Institut für Anorganische Chemie Lehrstuhl Prof. Dr. A. Pfitzner Demonstrationsvorträge im Sommersemester 2008 11. Juni 2008 Betreuung: Frau Dr. M. Andratschke Referenten: Martina

Mehr

Waschmittel und Waschvorgang

Waschmittel und Waschvorgang Universität Regensburg Lehrstuhl für Anorganische Chemie Übungen im Vortragen mit Demonstrationen Sommersemester 2011 Dozentin: Dr. Andratschke Referentinnen: Bodenschatz, Katharina; Meier, Stefanie Datum:

Mehr

Inhaltsverzeichnis. 1.1 Einführung 1 1.2 Der Wäscheschmutz 2 1.3 Wasser und Wasserhärte 4 1.4 Textilien 6 1.5 Waschmaschinen 23 1.

Inhaltsverzeichnis. 1.1 Einführung 1 1.2 Der Wäscheschmutz 2 1.3 Wasser und Wasserhärte 4 1.4 Textilien 6 1.5 Waschmaschinen 23 1. Inhaltsverzeichnis Vorwort XI 1 Partner beim Waschprozess 1 1.1 Einführung 1 1.2 Der Wäscheschmutz 2 1.3 Wasser und Wasserhärte 4 1.4 Textilien 6 1.5 Waschmaschinen 23 1.6 Literatur 25 2 Chemie der Tenside

Mehr

Letzter Schriftlicher Leistungsnachweis vor dem Abitur

Letzter Schriftlicher Leistungsnachweis vor dem Abitur Name: Kurs: Q4 Ch 01 Letzter Schriftlicher Leistungsnachweis vor dem Abitur Seifen und Tenside Aufgabe 1. Ein Pharisäer im Wiener 21. Februar 2014 Bestellt man in einem Kaffeehaus einen Pharisäer, bekommt

Mehr

Name: Klasse: Datum:

Name: Klasse: Datum: Arbeitsblatt 10.1 Versuch 1: Man füllt eine mittelgroße Glasschale mit Wasser und legt vorsichtig eine Büroklammer auf die Oberfläche des Wassers. Anschließend gibt man mit einer Pipette am Rand der Glasschale

Mehr

WEG MIT DEM SCHMUTZ. weg mit dem schmutz. lehrerinformation. Lernziele: Materialien: OS-1

WEG MIT DEM SCHMUTZ. weg mit dem schmutz. lehrerinformation. Lernziele: Materialien: OS-1 WEG MIT DEM SCHMUTZ Lernziele: Ihre SchülerInnen setzen sich mit der Definition von Schmutz sowie dessen chemischen Eigenschaften auseinander. lernen die unterschiedlichen Wäscheschmutzarten unterscheiden.

Mehr

Waschmittel/Zeolithe. Von David Averdung und Michael Gaupel

Waschmittel/Zeolithe. Von David Averdung und Michael Gaupel Waschmittel/Zeolithe Von David Averdung und Michael Gaupel Inhalt der Präsentation 1.Geschichte der Waschmittel 2. Inhaltstoffe eines Waschmittels 3. Wirkungsweise eines Waschmittels 4. Nachteile von Waschmitteln/Umweltbelastung

Mehr

Chemie des Waschens Inhaltsstoffe von Wasch- und Reinigungsmitteln. Marcus Gast FORUM WASCHEN Multiplikatoren-Seminar 05./06.

Chemie des Waschens Inhaltsstoffe von Wasch- und Reinigungsmitteln. Marcus Gast FORUM WASCHEN Multiplikatoren-Seminar 05./06. Chemie des Waschens Inhaltsstoffe von Wasch- und Reinigungsmitteln Marcus Gast FORUM WASCHEN Multiplikatoren-Seminar 05./06. März 2015 Was ist der Sinner sche Kreis? Durch den Sinner schen Kreis wird dargestellt,

Mehr

Zusammensetzung und Dosierung von Waschmitteln und Auswirkung auf das Waschverhalten

Zusammensetzung und Dosierung von Waschmitteln und Auswirkung auf das Waschverhalten Leonardo Da Vinci Projekt Nachhaltigkeit in der gewerblichen Wäscherei Modul 4 Einsatz von Wasch- und Waschhilfsmitteln Kapitel 2 Zusammensetzung und Dosierung von Waschmitteln und Auswirkung auf das Waschverhalten

Mehr

11 Seifen und Tenside

11 Seifen und Tenside 11.1 Verseifung von Fetten vorläufige Fassung Zu den Versuchen V1 Mit Öl und Wasser entsteht eine Emulsion, die sich rasch wieder auftrennt. Nach Zusatz von Natronlauge entsteht beim Schütteln Schaum und

Mehr

Schriftlicher Leistungsnachweis. Fette und Glucose

Schriftlicher Leistungsnachweis. Fette und Glucose Name: Kurs: Schriftlicher Leistungsnachweis Datum Fette und Glucose Material I Das Molekül eines Reinstoffes, der aus einem natürlichen Fett gewonnen wurde, wird mit der Formel C 3 H 5 (C 16 H 31 2 )(C

Mehr

Lernen mit der BASF. Tenside

Lernen mit der BASF. Tenside Lernen mit der BASF Tenside Geschichte und Entwicklung Bereits das Volk der Sumerer vor mehr als 4500 Jahren verwendete eine selbst hergestellte seifenähnliche Substanz zum Waschen und Walken von Wollstoffen.

Mehr

SCHULINTERNES CURRICULUM FÜR DEN DIFF.-BEREICH 8/9

SCHULINTERNES CURRICULUM FÜR DEN DIFF.-BEREICH 8/9 SCHULINTERNES CURRICULUM FÜR DEN DIFF.-BEREICH 8/9 IM FACH BIO-CHEMIE nach Konferenzbeschluss vom 08.11.2011 I. Kursthema: Wasser II. Kursthema: Bodenbiologie I. Kursthema: Wasser (Zeitbedarf: ein Halbjahr)

Mehr

Wasser Kaffeefilter ein Streifen Filterpapier als Docht Schere Tasse

Wasser Kaffeefilter ein Streifen Filterpapier als Docht Schere Tasse Trennen von Farben Was Du brauchst: schwarzfarbige Filzstifte Wasser Kaffeefilter ein Streifen Filterpapier als Docht Schere Tasse Wie Du vorgehst: Schneide einen Kreis aus dem Kaffeefilter. Steche mit

Mehr

Dissoziation, ph-wert und Puffer

Dissoziation, ph-wert und Puffer Dissoziation, ph-wert und Puffer Die Stoffmengenkonzentration (molare Konzentration) c einer Substanz wird in diesem Text in eckigen Klammern dargestellt, z. B. [CH 3 COOH] anstelle von c CH3COOH oder

Mehr

Waschen mit Pflanzen. Arbeitsblatt

Waschen mit Pflanzen. Arbeitsblatt 1 Waschen mit Pflanzen Reibe den Fleck mit dem Saft aus einer Seifenkraut-Wurzel ein und wasche ihn dann unter lauwarmem Wasser aus. Was für unsere Großeltern noch Tradition war, ist heute vielfach unbekannt:

Mehr

Schulversuchspraktikum. Name: Jennifer Kölling. Sommersemester: 2012. Klassenstufen: 11/12. Tenside

Schulversuchspraktikum. Name: Jennifer Kölling. Sommersemester: 2012. Klassenstufen: 11/12. Tenside Schulversuchspraktikum Name: Jennifer Kölling Sommersemester: 2012 Klassenstufen: 11/12 Tenside 1 Beschreibung des Themas und zugehörige Lernziele 1 Auf einen Blick:. Die Themeneinheit der Tenside in der

Mehr

Thema der Unterrichtsreihe:

Thema der Unterrichtsreihe: Westfälische Wilhelms-Universität Münster FB 12: Institut für Didaktik der Chemie Seminar: Schulorientiertes Experimentieren Dozent: Prof. Dr. Harsch Wintersemester 2007/2008 Thema der Unterrichtsreihe:

Mehr

Schaumberge auf Gewässern Ende der fünfziger Jahre

Schaumberge auf Gewässern Ende der fünfziger Jahre 50 Schaumberge auf Gewässern Ende der fünfziger Jahre 51 Die biologische Abbaubarkeit von Tensiden Tensid Primärabbau Totalabbau aerob CO 2, H 2 O, SO 4 2- anaerob CH 4, H 2 O, H 2 S, u.a. Umbau zu körpereigenen

Mehr

Fette und Seifen. Die Fettsäuren können

Fette und Seifen. Die Fettsäuren können Fette und Seifen 1. Zur Einführung Fette und Öle sind Stoffe, die aus einem oder mehreren Triglyceriden bestehen. Triglyceride sind Verbindungen (Ester) aus langkettigen Carbonsäuren und Glycerin, ein

Mehr

Didaktische FWU-DVD. Tenside Seife und Waschmittel

Didaktische FWU-DVD. Tenside Seife und Waschmittel 55 01213 Didaktische FWU-DVD Tenside Seife und Waschmittel Zur Bedienung Die didaktische DVD startet automatisch. Der Vorspann kann mit der Enter- oder der Skip-Taste der Fernbedienung oder durch einen

Mehr

Die Einheit der Atommasse m ist u. Das ist der 12. Teil der Masse eines Kohlenstoffatoms. 1 u = 1,6608 * 10-27 kg m(h) = 1 u

Die Einheit der Atommasse m ist u. Das ist der 12. Teil der Masse eines Kohlenstoffatoms. 1 u = 1,6608 * 10-27 kg m(h) = 1 u Analytische Chemie Stöchiometrie Absolute Atommasse Die Einheit der Atommasse m ist u. Das ist der 12. Teil der Masse eines Kohlenstoffatoms. 1 u = 1,6608 * 10-27 kg m() = 1 u Stoffmenge n Die Stoffmenge

Mehr

Schulaktionstag : Nachhaltiges (Ab-)Waschen. Schülermaterialien. erarbeitet von Knut Flieger und Anne Heide

Schulaktionstag : Nachhaltiges (Ab-)Waschen. Schülermaterialien. erarbeitet von Knut Flieger und Anne Heide Schulaktionstag : Nachhaltiges (Ab-)Waschen Schülermaterialien erarbeitet von Knut Flieger und Anne Heide Fachberatung Prof. Dr. Rainer Stamminger, Universität Bonn Institut für Landtechnik Sektion Haushaltstechnik

Mehr

1. Versuch: Oberflächenspannung. Geräte Suppenteller oder ein anderes weites Gefäß, dünne Pappe oder Papier, Büroklammer, Pinzette, Tropfpipette.

1. Versuch: Oberflächenspannung. Geräte Suppenteller oder ein anderes weites Gefäß, dünne Pappe oder Papier, Büroklammer, Pinzette, Tropfpipette. Einleitung... 1 Information:... 2 Moderne Detergenzien... 3 1. Versuch: Herstellen von Kernseife... 3 2. Versuch: Welches Reinigungsmittel für welchen Zweck?... 7 3. Versuch: Welches Mittel mischt am besten?...

Mehr

Gruppenarbeit physikalische und chemische Eigenschaften von Alkansäuren

Gruppenarbeit physikalische und chemische Eigenschaften von Alkansäuren Gruppenarbeit Gruppe 1: Siedetemperaturen von Alkansäuren Löst die gestellten Aufgaben in eurer Gruppe. Ihr habt dafür 20 Minuten Zeit. Tragt die Ergebnisse in die Folie ein. Wählt eine Gruppensprecherin

Mehr

TENSOPROT. Tensid-Booster auf natürlicher Eiweißbasis. 28. November 2003 TENSOPROT Info

TENSOPROT. Tensid-Booster auf natürlicher Eiweißbasis. 28. November 2003 TENSOPROT Info TENSOPROT Tensid-Booster auf natürlicher Eiweißbasis - Junges Unternehmen, gegründet 1999 - Sitz in Stulln, nördlich von Regensburg - Entwicklung innovativer Anwendungen für natürliche Proteine - Aktivierung

Mehr

1. Die Waschwirkung des Seifenanions

1. Die Waschwirkung des Seifenanions 1. Die Waschwirkung des Seifenanions 1.1. Herabsetzen der Oberflächenspannung 1.1.1. Wie sieht das Seifenanion aus? Bau des Seifenanions 1 : lipophiler (hydrophober) Alkylrest mit Affinität zu unpolaren

Mehr

Experimente Experimentbeschriebe

Experimente Experimentbeschriebe Lehrerinformation 1/9 Arbeitsauftrag Ziel Die SuS führen 6 verschiedene zu Oberflächenspannung von Wasser und Waschen durch. Dabei gewinnen sie neue Erkenntnisse und verstehen den komplexen Waschvorgang

Mehr

Grenzflächenchemie SS 2006 Dr. R. Tuckermann. Tenside

Grenzflächenchemie SS 2006 Dr. R. Tuckermann. Tenside Tenside Tenside (lat. tendere = spannen) sind grenzflächenaktive Substanzen. In der Regel sind Tenside amphiphile Verbindungen, d. h. sie tragen sowohl polare (hydrophile bzw. lipophobe) als auch unpolare

Mehr

Übungsklausur zum chemischen Praktikum für Studierende mit Chemie als Nebenfach

Übungsklausur zum chemischen Praktikum für Studierende mit Chemie als Nebenfach Übungsklausur zum chemischen Praktikum für Studierende mit Chemie als Nebenfach 1. (10P) Was ist richtig (mehrere Richtige sind möglich)? a) Fructose besitzt 5 Kohlenstoffatome. FALSCH, Fructose besitzt

Mehr

6.1 Nachweis von Vitamin C. Aufgabe. Welche Lebensmittel enthalten Vitamin C? Naturwissenschaften - Chemie - Lebensmittelchemie - 6 Vitamine

6.1 Nachweis von Vitamin C. Aufgabe. Welche Lebensmittel enthalten Vitamin C? Naturwissenschaften - Chemie - Lebensmittelchemie - 6 Vitamine Naturwissenschaften - Chemie - Lebensmittelchemie - 6 Vitamine (P787800) 6. Nachweis von Vitamin C Experiment von: Anouch Gedruckt: 28.02.204 :2:46 intertess (Version 3.2 B24, Export 2000) Aufgabe Aufgabe

Mehr

flüssig-flüssig homogen fest-flüssig Sprudel Stoffgemisch fest-fest Weinbrand Legierung Emulsion heterogen fest-flüssig Rauch

flüssig-flüssig homogen fest-flüssig Sprudel Stoffgemisch fest-fest Weinbrand Legierung Emulsion heterogen fest-flüssig Rauch 1. 2. dazugehörige Lies den Text Erklärung. durch. ein zweites Mal durch und unterstreiche dabei wichtige Begriffe und die Partnerpuzzle zu Reinstoffen und Mischungen 3. (Gemäßigter Vervollständigt Gruppe

Mehr

Das Geheimnis der weißen Weste. Ein Lernzirkel rund ums Waschen

Das Geheimnis der weißen Weste. Ein Lernzirkel rund ums Waschen Das Geheimnis der weißen Weste Ein Lernzirkel rund ums Waschen Projektarbeit der Klasse 13 CT Elisabeth-Knipping-Schule, Kassel 2006 Das Geheimnis der weißen Weste Gliederung Thematische Einführung und

Mehr

1.2. Stoffgemische. 1. Gibt man ein Salzkristall in Wasser, so sind die Wasserteilchen in der Lage,

1.2. Stoffgemische. 1. Gibt man ein Salzkristall in Wasser, so sind die Wasserteilchen in der Lage, 1.2. Stoffgemische 1.2.1. Lösungsvorgänge Erklärung des Lösungsvorgangs mit dem Teilchenmodell 1. Gibt man ein Salzkristall in Wasser, so sind die Wasserteilchen in der Lage, die Salzteilchen aus ihrem

Mehr

Funktionsweise/Eigenschaften Anwendungen/Beispiele. Tenside. Helge Rütz. 16. November 2007

Funktionsweise/Eigenschaften Anwendungen/Beispiele. Tenside. Helge Rütz. 16. November 2007 Funktionsweise/Eigenschaften Anwendungen/Beispiele 16. November 2007 Funktionsweise/Eigenschaften Anwendungen/Beispiele... sind Substanzen, die Grenzflächenspannung herabsetzen. ermöglichen Vermengung

Mehr

Sauber ohne Lösemittel

Sauber ohne Lösemittel Seite/Page: 1 Sauber ohne Lösemittel Mit neuartigen Mikroemulsionen sind VOC-freie, phneutrale, nicht toxische und gleichzeitig biologisch abbaubare Industriereiniger herstellbar, die den gesetzlichen

Mehr

Metallring Flüssigkeitslamelle Flüssigkeit (Wasser +/-Pril)

Metallring Flüssigkeitslamelle Flüssigkeit (Wasser +/-Pril) Name: PartnerIn in Crime: Datum : Versuch: Oberflächenspannung und innere Reibung 1105B Einleitung: Oberflächenspannung wird durch zwischenmolekulare Kräfte kurzer Reichweite hervorgerufen (Kohäsionskräfte).

Mehr

7. Woche. Gesamtanalyse (Vollanalyse) einfacher Salze. Qualitative Analyse anorganischer Verbindungen

7. Woche. Gesamtanalyse (Vollanalyse) einfacher Salze. Qualitative Analyse anorganischer Verbindungen 7. Woche Gesamtanalyse (Vollanalyse) einfacher Salze Qualitative Analyse anorganischer Verbindungen Die qualitative Analyse ist ein Teil der analytischen Chemie, der sich mit der qualitativen Zusammensetzung

Mehr

Der Schmelzpunkt von Salzen

Der Schmelzpunkt von Salzen Der Schmelzpunkt von Salzen Vergleich die Smp. der Salze (links). Welche Rolle könnten die Ionenradien bzw. die Ladung der enthaltenen Ionen spielen? Der Schmelzpunkt von Salzen ist i.d.r. sehr hoch. Er

Mehr

1. Amphiphile Moleküle: Ein einführender Überblick

1. Amphiphile Moleküle: Ein einführender Überblick 1. Amphiphile Moleküle: Ein einführender Überblick Die Amphiphilie beschreibt die chemische Eigenschaft einer Substanz, sowohl hydrophil (also wasserliebend) als auch lipophil (also fettliebend) zu sein.

Mehr

8.3 Seifenwirkung. Aufgabe. Wie lassen sich Eigenschaften der Seifen erklären? Naturwissenschaften - Chemie - Organische Chemie - 8 Seifen

8.3 Seifenwirkung. Aufgabe. Wie lassen sich Eigenschaften der Seifen erklären? Naturwissenschaften - Chemie - Organische Chemie - 8 Seifen Naturwissenschaften - Chemie - Organische Chemie - 8 Seifen (P773500) 8.3 Seifenwirkung Experiment von: Anouch Gedruckt: 25.02.204 4:26:06 intertess (Version 3.2 B24, Export 2000) Aufgabe Aufgabe Wie lassen

Mehr

Pavleta Pavlova ХП0430

Pavleta Pavlova ХП0430 Pavleta Pavlova ХП0430 1. Waschwirkung 2. Seifensorten 3. Aufbau / Herstellung 4. Stoffe (Reaktionsgleichungen) 5. Forschung,Wissenschaft und betrieblicher Praxis 6. Synthetischen Tenside Seifen sind Natriumoder

Mehr

Organisch-Chemisches Grundpraktikum. trans-1,2-cyclohexandiol

Organisch-Chemisches Grundpraktikum. trans-1,2-cyclohexandiol rganischhemisches Grundpraktikum Präparat 06: trans1,2yclohexandiol Gliederung: I. Literatur... 1 II. Präparateigenschaften... 1 III. Stöchiometrische Reaktionsgleichung... 1 IV. Reaktionsmechanismus...

Mehr

CHEMIE 7. Klasse - (Kernstoff) ORG. Bausteine der Stoffe: Aufbau der Atome Aufbau der Elektronenhülle Atommodelle: Dalton, Bohr Orbitalmodell

CHEMIE 7. Klasse - (Kernstoff) ORG. Bausteine der Stoffe: Aufbau der Atome Aufbau der Elektronenhülle Atommodelle: Dalton, Bohr Orbitalmodell 7. Klasse - (Kernstoff) ORG Bausteine der Stoffe: Aufbau der Atome Aufbau der Elektronenhülle Atommodelle: Dalton, Bohr Orbitalmodell Ordnung der Elemente: Aufstellung des Periodensystems Eigenschaften

Mehr

Chemische Nutzung heimischer Pflanzenöle

Chemische Nutzung heimischer Pflanzenöle Schriftenreihe Nachwachsende Rohstoffe" Band 12 Chemische Nutzung heimischer Pflanzenöle Abschlußkolloquium des BML-Forschungsverbunds Im Auftrage des Bundesministeriums für Ernährung Landwirtschaft und

Mehr

4. Grenzflächenspannung 1

4. Grenzflächenspannung 1 4. Grenzflächenspannung 1 4. GRENZFLÄCHENSPANNUNG 1. Aufgabe Mit Hilfe der Ringmethode soll die Grenzflächenspannung als Funktion der Konzentration einer grenzflächenaktiven Substanz gemessen werden. Für

Mehr

Element. Verbindung. Reinstoff. homogenes Gemisch

Element. Verbindung. Reinstoff. homogenes Gemisch Element Reinstoff, der chemisch nicht mehr zersetzt werden kann und dessen Teilchen(Atome oder Moleküle) aus einer einzigen Atomart (d.h. Teilchen mit gleicher Ordnungszahl) besteht. Verbindung Reinstoff,

Mehr

Lösungen (ohne Aufgabenstellungen)

Lösungen (ohne Aufgabenstellungen) Lösungen (ohne Aufgabenstellungen) Aufgaben A 1 Einerseits reflektieren die Eiswolken die von der Erde abgehende Infrarotstrahlung; dadurch erhöht sich der Treibhauseffekt. Andererseits reflektieren die

Mehr

LEHRPLANÜBERSICHT: CHEMIE, KLASSE 7-10 (STAND: JANUAR 2010)

LEHRPLANÜBERSICHT: CHEMIE, KLASSE 7-10 (STAND: JANUAR 2010) LEHRPLANÜBERSICHT: CHEMIE, KLASSE 7-10 (STAND: JANUAR 2010) Regelschule Förderschule/Lernen Förderschule/Geistige Entwicklung Anmerkungen Regelschule Klasse 7 1. Stoffe und ihre Eigenschaften 9. Gegenstand

Mehr

Schulcurriculum des Faches Chemie. für die Klassenstufen 8 10

Schulcurriculum des Faches Chemie. für die Klassenstufen 8 10 Schulcurriculum des Faches Chemie für die Klassenstufen 8 10 Chemie - Klasse 8 Was ist Chemie? Richtig experimentieren und Entsorgen Naturwissenschaftliche Arbeitsweise Rotkraut oder Blaukraut? Richtig

Mehr

Schulcurriculum für die Qualifikationsphase im Fach Chemie

Schulcurriculum für die Qualifikationsphase im Fach Chemie Schulcurriculum für die Qualifikationsphase im Fach Chemie Fach: Chemie Klassenstufe: 11/12 Anzahl der zu unterrichtenden Wochenstunden: 3 Die Inhalte des Kerncurriculums wurden in Absprache mit den anderen

Mehr

Die Oberfläche von Wasser

Die Oberfläche von Wasser Die Oberfläche von Wasser aus: Handbuch der naturwissenschaftlichen Bildung von Gisela Lück. Herder 2003, Seite 132 Gläser für jedes Kind 1 Wasserbehälter eine Tropfpipette (z.b. aus der Apotheke) Spülmittellösung

Mehr

Element. Verbindung. Reinstoff. Gemisch

Element. Verbindung. Reinstoff. Gemisch Element Reinstoff, der chemisch nicht mehr zersetzt werden kann dessen Teilchen (Atome oder Moleküle) aus einer einzigen Atomart (gleiche Ordnungszahl) besteht Verbindung = Reinstoff, der sich in Elemente

Mehr

Curriculum Fach: Chemie Klasse: 8 Hölderlin-Gymnasium Nürtingen. Chemie

Curriculum Fach: Chemie Klasse: 8 Hölderlin-Gymnasium Nürtingen. Chemie Klassenstufe 8 BS (nach S. 196/197) Curriculum Fach: Chemie Klasse: 8 Chemie Kerncurriculum Inhalte Zeit Kompetenzen: die Schülerinnen und Schüler können Stoffe und ihre Eigenschaften Bemerkungen Wichtige

Mehr

Chemie Klausur #1 12.2

Chemie Klausur #1 12.2 Chemie Klausur #1 12.2 Chemisches Gleichgewicht Ein chemisches Gleichgewicht liegt bei allen Reaktionen vor, die umkehrbar sind. Dabei wird bei bestimmten Bedingungen vor allem die Synthese (Erstellung)

Mehr

Kontaktlinsen & Pflege

Kontaktlinsen & Pflege Kontaktlinsenpflege Kontaktlinsen & Pflege Wie wichtig schätzt der Endverbraucher die Kontaktlinsenpflege ein? 80% das KL-Material 20 % die KL-Pflege 50% das KL-Material 50 % die KL-Pflege 20% das KL-Material

Mehr

Erftgymnasium der Stadt Bergheim. Schulinternes Curriculum für das Fach Chemie in der Sekundarstufe II

Erftgymnasium der Stadt Bergheim. Schulinternes Curriculum für das Fach Chemie in der Sekundarstufe II Erftgymnasium der Stadt Bergheim Schulinternes Curriculum für das Fach Chemie in der Sekundarstufe II Als Fortführung des Unterrichts in der Sekundarstufe I wird Schülerinnen und Schülern ein anwendungs-

Mehr

Chemische Gleichgewichte

Chemische Gleichgewichte Kompetenzen und Inhalte des Bildungsplans Unterrichtsinhalte Schulcurriculum und Hinweise Chemische Gleichgewichte An Beispielen die Bedingungen für die Einstellung eines chemischen Gleichgewichts erklären

Mehr

Tenside. Ausarbeitung zum Seminarvortrag im Rahmen der Vorlesung. Soft Matter. an der Université Henri Poincaré, Nancy. im Wintersemester 2007 / 2008

Tenside. Ausarbeitung zum Seminarvortrag im Rahmen der Vorlesung. Soft Matter. an der Université Henri Poincaré, Nancy. im Wintersemester 2007 / 2008 Tenside Ausarbeitung zum Seminarvortrag im Rahmen der Vorlesung Soft Matter an der Université Henri Poincaré, Nancy im Wintersemester 2007 / 2008 von Helge Rütz helge (æt) ruetz-online.de Inhaltsverzeichnis

Mehr

3. Mechanik deformierbarer Körper Gasdruck: Gesetz von Boyle-Mariotte

3. Mechanik deformierbarer Körper Gasdruck: Gesetz von Boyle-Mariotte Gasdruck: Gesetz von Boyle-Mariotte Bei konstanter Teilchenzahl und Temperatur ist das Produkt aus Druck p und Volumen V konstant VL 13/1 30.10.2012 Brustkorb Lungenaktion 3. Mechanik deformierbarer Körper

Mehr

Photochemische Wasserdesinfektion und -reinigung. Ein Vortrag von Janina Mamok und Olga Olfert

Photochemische Wasserdesinfektion und -reinigung. Ein Vortrag von Janina Mamok und Olga Olfert Photochemische Wasserdesinfektion und -reinigung Ein Vortrag von Janina Mamok und Olga Olfert Geschichtliches Reinigung von Wasser Desinfektion von Wasser -DNS - Replikation von DNS - Verhinderung der

Mehr

Physikalisch-Chemisches Grundpraktikum

Physikalisch-Chemisches Grundpraktikum Physikalisch-Cheisches Grundpraktiku Versuch Nuer G3: Bestiung der Oberflächen- spannung it der Blasenethode Gliederung: I. Aufgabenbeschreibung II. Theoretischer Hintergrund III. Versuchsanordnung IV.

Mehr

Physikalisch Chemisches Praktikum

Physikalisch Chemisches Praktikum 27.06.13 Versuch Nr. 12 Physikalisch Chemisches Praktikum Oberflächenspannung & Kritische Mizellbildungskonzentration (CMC) Aufgabenstellung: 1) Bestimmung des Kapillarradius 2) Bestimmung der Oberflächenspannung

Mehr

WAS SIND. Nachwachsende Rohstoffe?

WAS SIND. Nachwachsende Rohstoffe? WAS SIND Nachwachsende Rohstoffe? Folie 1 Nachwachsende Rohstoffe sind land- und forstwirtschaftlich erzeugte Produkte, die einer Verwendung im Nichtnahrungsbereich zugeführt werden. Sie können stofich

Mehr

Ihr aktiver Beitrag zum Umweltschutz!

Ihr aktiver Beitrag zum Umweltschutz! Ihr aktiver Beitrag zum Umweltschutz! PATENTIERT - MADE IN GERMANY VOLLSTÄNDIG BIOLOGISCH ABBAUBAR BIOSATIVA - das vollständig biologisch abbaubare Reinigungskonzentrat. PATENTIERT - MADE IN GERMANY vollständig

Mehr

DIAMANT-TROCKNER MIX 3

DIAMANT-TROCKNER MIX 3 1/5 1. Stoff/Zubereitungs und Firmenbezeichnung Angaben zum Produkt: Handelsname: AUTOSOL QUICKSERIE DIAMANTTROCKNER MIX 3 Angaben zum Hersteller/Lieferanten DursolFabrik Martinstr. 22 Postfach 190210

Mehr

IONENAUSTAUSCH FÜR LAIEN

IONENAUSTAUSCH FÜR LAIEN IONENAUSTAUSCH FÜR LAIEN Eine Einführung Wasser Wasser ist eine Flüssigkeit. Wasser besteht aus Wassermolekülen (Formel H 2 O). Alle natürlichen Gewässer enthalten Fremdsubstanzen, gewöhnlich in kleinen

Mehr

Die Biogasanlage. GFS von Franziska Marx

Die Biogasanlage. GFS von Franziska Marx Die Biogasanlage GFS von Franziska Marx Inhalt Geschichte Die Biomasse Das Biogas Funktion der Biogasanlage Der Gärprozess Die Aufbereitung Biogasanlagen in der Umgebung Wirtschaftlichkeit Bedeutung der

Mehr

Schwefelsäure. (Sulfat Ion)

Schwefelsäure. (Sulfat Ion) Schwefelsäure 1. Bau: Definition Säuren: Molekülverbindungen, deren wässrige Lösungen elektrisch positiv geladene Wasserstoff Ionen und elektrisch negativ geladene Säurerest Ionen enthalten. Baumerkmale:

Mehr

Veränderungen von Fetten und Ölen bei der Lagerung und küchentechnischen Verwendung

Veränderungen von Fetten und Ölen bei der Lagerung und küchentechnischen Verwendung Veränderungen von Fetten und Ölen bei der Lagerung und küchentechnischen Verwendung Dr. Christian Gertz Chemisches Untersuchungsamt Hagen Gertz@cua-hagen.de Fettverderb Wasser Enzyme Wärme ÖL Sauerstoff

Mehr

1 Chemie des Wassers. 1.1 Eigenschaften des Wassers. Bindung und Struktur H + O + H H O H

1 Chemie des Wassers. 1.1 Eigenschaften des Wassers. Bindung und Struktur H + O + H H O H 1 Chemie des Wassers 1.1 Eigenschaften des Wassers Bindung und Struktur Molekül mit der Summenformel H 2 O - kovalente Bindung (Atombindung) zwischen O- und H-Atomen - Modell der kovalenten Bindung Oktettregel

Mehr

DGZfP-Jahrestagung 2007 - Vortrag 09. Thomas WILLEMS, Christoph KRINGE, Chemetall, Frankfurt

DGZfP-Jahrestagung 2007 - Vortrag 09. Thomas WILLEMS, Christoph KRINGE, Chemetall, Frankfurt DGZfP-Jahrestagung 27 - Vortrag 9 Vergleich der Eigenschaften von fluoreszierenden, wasserabwaschbaren, Eindringmitteln auf (ARDROX 972X Serie) mit traditionellen, fluoreszierenden, wasserabwaschbaren

Mehr

Europäischer Chemielehrerkongress Leoben Österreich im April 2007

Europäischer Chemielehrerkongress Leoben Österreich im April 2007 Einfache und erprobte Experimente für den Anfangsunterricht im Fach Chemie 1. Stoffumwandlung Stoffe reagieren Aggregatzustandsänderung Zusammensetzung der Luft Gesetz von der Erhaltung der Masse Reaktion

Mehr

Laborbericht. Wasserhärte Leitfähigkeit. Anna Senn Bianca Theus

Laborbericht. Wasserhärte Leitfähigkeit. Anna Senn Bianca Theus Laborbericht Wasserhärte Leitfähigkeit Anna Senn Bianca Theus 14.09. 2004 03.11. 2004 Inhaltsverzeichnis 1. Ziel... 1 2. Theorie... 1 2.1 Leitfähigkeit... 1 2.2 Wasserhärte... 2 2.3 Entstehung von Wasserhärte...

Mehr

Polymerschäume. Frank Wiesbrock CHE.161. Schaumstoffarten

Polymerschäume. Frank Wiesbrock CHE.161. Schaumstoffarten Polymerschäume Frank Wiesbrock CHE.161 Schaumstoffarten Geschlossenzelliger Schaumstoff: Die Wände zwischen den einzelnen Zellen sind komplett geschlossen. Offenzelliger Schaumstoff: Die Zellwände sind

Mehr

2. Chemische Reaktionen und chemisches Gleichgewicht

2. Chemische Reaktionen und chemisches Gleichgewicht 2. Chemische Reaktionen und chemisches Gleichgewicht 2.1 Enthalpie (ΔH) Bei chemischen Reaktionen reagieren die Edukte zu Produkten. Diese unterscheiden sich in der inneren Energie. Es gibt dabei zwei

Mehr

Für die dermatologisch geprüfte Pflege Ihrer Haut.

Für die dermatologisch geprüfte Pflege Ihrer Haut. Für die dermatologisch geprüfte Pflege Ihrer Haut. Empfindliche Haut braucht eine spezielle Pflege Die Haut ist das grösste Organ unseres Körpers. Sie schützt uns täglich vor verschiedensten äusseren Einflüssen.

Mehr

Chemie für Biologen WS 2005/6 Arne Lützen Institut für Organische Chemie der Universität Duisburg-Essen (Teil 8: Säuren und Basen, Elektrolyte)

Chemie für Biologen WS 2005/6 Arne Lützen Institut für Organische Chemie der Universität Duisburg-Essen (Teil 8: Säuren und Basen, Elektrolyte) Chemie für Biologen WS 2005/6 Arne Lützen Institut für rganische Chemie der Universität Duisburg-Essen (Teil 8: Säuren und Basen, Elektrolyte) Lösungen, Konzentration Viele chemische Reaktionen werden

Mehr

2. Chemische Bindungen 2.1

2. Chemische Bindungen 2.1 2. Chemische Bindungen 2.1 Chemische Bindungen Deutung von Mischungsversuchen Benzin und Wasser mischen sich nicht. Benzin ist somit eine hydrophobe Flüssigkeit. Auch die Siedepunkte der beiden Substanzen

Mehr

Erläutere den CO 2 -Nachweis. Definiere den Begriff exotherme Reaktion und zeichne ein passendes Energiediagramm. Grundwissenskatalog Chemie 8 NTG

Erläutere den CO 2 -Nachweis. Definiere den Begriff exotherme Reaktion und zeichne ein passendes Energiediagramm. Grundwissenskatalog Chemie 8 NTG Erläutere den CO 2 -Nachweis. Wird das Gas in Kalkwasser (Ca(OH) 2 ) eingeleitet bildet sich ein schwerlöslicher Niederschlag von Calciumcarbonat (CaCO 3 ). Abgabe von innerer Energie (Wärme, Knall,...)

Mehr

Grundwissen 8. Klasse Chemie

Grundwissen 8. Klasse Chemie Grundwissen 8. Klasse Chemie 1. Gefahrstoffkennzeichnung 2. Wie werden naturwissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen? 1. Beobachtung von Umwelterscheinungen => Problem => Hypothese (Vermutung) zur Problemlösung

Mehr

Ein Alkan, dem ein H-Atom fehlt, wird Alkyl-Rest genannt. Der Name ergibt sich aus dem Alkan, jedoch mit der Endung yl:

Ein Alkan, dem ein H-Atom fehlt, wird Alkyl-Rest genannt. Der Name ergibt sich aus dem Alkan, jedoch mit der Endung yl: Organische Chemie Unter organischer Chemie versteht man die Chemie der Kohlenwasserstoffe und ihre Derivate. Die C- Atome verbinden sich durch Kovalentebindung (Einfach-, Doppel- und Dreifachbindungen)

Mehr

220.000 t. 260.000 t. Phosphor- und Stickstoffverbindungen tragen außerdem zu einer Überdüngung (Eutrophierung) der Gewässer bei.

220.000 t. 260.000 t. Phosphor- und Stickstoffverbindungen tragen außerdem zu einer Überdüngung (Eutrophierung) der Gewässer bei. pro Jahr werden in deutschland ca. 220.000 tonnen haushaltsreiniger und ca. 260.000 tonnen geschirrspülmittel verkauft. Wegen ihrer allgegenwärtigkeit wird eine mögliche gefährdung von umwelt und gesundheit

Mehr

Chemie Kursstufe (2-stündig)

Chemie Kursstufe (2-stündig) Chemie Kursstufe (2-stündig) VORBEMERKUNG Die Chemie untersucht und beschreibt die stoffliche Welt. Sie liefert Prinzipien und Gesetzmäßigkeiten über die Eigenschaften, den Aufbau und die Umwandlungen

Mehr

Bearbeiten Sie eines der beiden Themen! Thema I:

Bearbeiten Sie eines der beiden Themen! Thema I: Bearbeiten Sie eines der beiden Themen! Thema I: Chlor kommt in der Natur in verschiedenen Verbindungen vor. Die wichtigsten Chlorverbindungen in der Natur sind Chloride. Natriumchlorid zum Beispiel ist

Mehr

Das Chemische Gleichgewicht

Das Chemische Gleichgewicht 1) Definitionen Parallel zur Entwicklung der Chemie Klassifizierung der Substanzeigenschaften a) Das ArrheniusKonzept (1887) : : bildet in Wasser + Ionen, z.b. Cl Base: bildet in Wasser Ionen, z.b. Na

Mehr

Umsetzung des Kernlehrplans Chemie am Kreisgymnasium Halle Jahrgangsstufe 9

Umsetzung des Kernlehrplans Chemie am Kreisgymnasium Halle Jahrgangsstufe 9 a) kk b) pk à bei diesem Themenfeld Übergang aus Jahrgangsstufe 8 Freiwillige und erzwungene Elektronenübertragungen - Oxidationen als Elektronenübertragungsreaktionen Reaktionen zwischen Metallatomen

Mehr

Multiplikatorenseminar Fulda

Multiplikatorenseminar Fulda Multiplikatorenseminar Fulda 05./06. März 2015 Andrea Zott Aktuelles Produktangebot Welche Reiniger sind zur Zeit im Markt erhältlich? Klassische Tabs Klassische Pulver Multifunktions Tabs Gele Multifunktions

Mehr

Stichwortverzeichnis... 195

Stichwortverzeichnis... 195 5 Inhalt Begleitwort des Herausgebers.......................................................... 10 Die didaktisch-methodische Konzeption der Praktischen Alltagschemie........... 11 I. Chemie des Alltags

Mehr

Aspekte bei der Entfettung

Aspekte bei der Entfettung Aspekte bei der Entfettung Themen 1. Prozesstechnische Anforderungen 2. Aufbau und Entwicklung von Entfettungsmitteln 3. Aspekte der regenerativen Aufbereitung von Entfettungsbädern durch Membranfiltration

Mehr

Schulcurriculum für das Fach Chemie

Schulcurriculum für das Fach Chemie Schulcurriculum für das Fach Chemie Jahrgangsstufe 8 Einführung in die Chemie Fachexkursion. 10 Definition und Notwendigkeit der Naturwissenschaft Chemie; Gefahrensymbole und Kennbuchstaben bei Chemikalien;

Mehr

Die Feuchtung im Offsetdruck

Die Feuchtung im Offsetdruck 2 Technische Information 25.01 11.2006 Bogenoffset Feuchtmittelzusätze Die Feuchtung im Offsetdruck Wichtige Informationen über den Einsatz von Feuchtmittelzusätzen Technische Information hubergroup. 25.01.

Mehr

Fragenkatalog Sommersemester 2013, Stand 20.6.2013

Fragenkatalog Sommersemester 2013, Stand 20.6.2013 Fragenkatalog Sommersemester 2013, Stand 20.6.2013 1. Skizzieren Sie den Aufbau einer eukaryotischen Zelle. Benennen Sie die wichtigsten Organellen und ihre Funktionen! Worin unterscheidet sich die prokaryotische

Mehr

Lösungen (ohne Aufgabenstellungen)

Lösungen (ohne Aufgabenstellungen) Lösungen (ohne Aufgabenstellungen) Aufgaben A 1 Bei der Verbrennung bestimmter Nichtmetalle wie z. B. Schwefel bilden sich Verbindungen, deren wässrige Lösungen sauer sind. Der französische Chemiker LAVOISIER,

Mehr

Herstellung von schwefl iger Säure. Weiterbildung für fachfremd unterrichtende Lehrkräfte

Herstellung von schwefl iger Säure. Weiterbildung für fachfremd unterrichtende Lehrkräfte Herstellung von schwefl iger Säure Weiterbildung für fachfremd unterrichtende Lehrkräfte Chromatografi e von Blattfarbstoffen Destillation von Rotwein Zerlegung der Verbindung Wasser Titration Herstellung

Mehr

Chemiefragen 9.Klasse:

Chemiefragen 9.Klasse: Hausaufgaben bitte entweder: - auf Papier schriftlich erledigen oder - per email an Herrn Apelt senden: Reinhard.Apelt@web.de Chemiefragen 9.Klasse: A) Stoffe und ihre Erkennung B) Anwendung des Teilchenmodells

Mehr