PROCHECK24 Kreditschutz

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1 PROCHECK24 Kreditschutz Produktübersichtsblatt Vergleich der Tarifgenerationen Beitragsvergleich (Markt) Beitragsvergleich (Einzelprodukte) Kennzahlen des Versicherers Produktinformationsblatt Allgemeine Versicherungsbedingungen

2 Kreditschutz Produktübersicht Beratungsansatz Absicherung von sich voll amortisierenden Ratenkrediten Kfz-Leasingverträgen mit einem innovativen Ansatz auf der Basis monatlicher oder einmaliger Beitragszahlung und flexiblem Vertragsmodell mit monatlicher Kündigungsmöglichkeit. Voraussetzungen Zu versichernder Ratenkredit oder Kfz-Leasingvertrag wurde innerhalb der letzten 6 Monate vor Abschluss des PROCHECK24 Kreditschutz abgeschlossen Versicherte Person ist bei Eintritt zwischen 18 und 64 Jahre alt, maximale Laufzeit bis 65 Jahre Versicherungsumfang maximale Rate von monatlich Euro, maximal Euro bei Einmalleistung Risikoprüfung Wartezeit / Ausschlussklausel (12/24) keine Gesundheitsprüfung bei Antragstellung Leistungsbausteine Basisschutz: schwere Krankheiten (Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, Blindheit, Taubheit) und biometrische Risiken (Tod, Pflegefall, Arbeitsunfähigkeit, Krankenhausaufenthalt und Erwerbsminderung wg. Berufs-, Erwerbs- und Dienstunfähigkeit) sowie Sachrisiken (Unfallinvalidität, Pflege eines Familienangehörigen) Optional: unverschuldete Arbeitslosigkeit für Arbeitnehmer, Selbstständige, Freiberufler und befristet Beschäftigte Leistungsumfang/-dauer Einmalleistung in Höhe der Summe der bis zum Ablauf der Versicherungsdauer ausstehenden Raten bei schweren Krankheiten, Tod, Pflegefall, Erwerbsminderung wg. Berufsunfähigkeit, Erwerbs- und Dienstunfähigkeit sowie Unfallinvalidität. Eine evtl. vereinbarte höhere Schlussrate ist nicht versichert. Übernahme der versicherte Rate als monatliche Zahlung bei Arbeitsunfähigkeit (max. bis zum Ende der Versicherungsdauer), Krankenhausaufenthalt (max. 3 Monate), Pflege eines Familienangehörigen (max. 12 Monate), Arbeitslosigkeit (max. 12 Monate). Eine evtl. vereinbarte höhere Schlussrate ist nicht versichert. Wartezeit (in der noch kein Leistungsanspruch entsteht) / Karenzzeit (leistungsfreie Zeit bei Eintritt des Versicherungsfalls) Schwere Krankheit: 3 Monate / -- Arbeitsunfähigkeit: -- / 6 Wochen Krankenhausaufenthalt: -- / 14 Tage Unfallinvalidität, Tod, Pflegefall: -- / -- Arbeitslosigkeit, Pflege eines Familienangehörigen: 3 Monate / 3 Monate Erwerbsminderung wg. BU/EU/DU: -- / -- Vertragslaufzeit Die Versicherungsdauer ist wählbar. Möglich sind 12 bis 120 Monate. Es kann allerdings mit einer Frist von vier Wochen jeweils zum Ende eines jeden Monats die Abmeldung von den Gruppenversicherungsverträgen verlangt werden. Zahlweise Monatsbeitrag oder Einmalbeitrag möglich Beitragsbeispiel ( Euro Gesamtkreditbetrag, 60 Monate Laufzeit) Highlights Monatsbeitrag: Basisschutz + Arbeitslosigkeit: 16,00 Euro Einmalbeitrag: Basisschutz + Arbeitslosigkeit: 854,81 Euro Zahlung im Versicherungsfall auch bei vorzeitigem Wegfall des versicherten Kredit- oder Leasingvertrags monatliche Kündigungsmöglichkeit mit 4-Wochenfrist Arbeitsunfähigkeitsleistung bis zum Ende der Versicherungsdauer keine Maximierung (Deckelung) der AL-Leistung pro Vertrag (lediglich Einhalten der Requalifizierungszeit erforderlich), d. h. wiederholte AL ist während der Versicherungsdauer mitversichert Wartezeit bei AL nur 3 Monate keine Risikoprüfung (12/24-Klausel) Arbeitslosigkeit ist auch für Selbstständige/Freiberufler versicherbar AL-Tarifbaustein kann zugunsten eines günstigeren Beitrags abgewählt werden Vertragspartner Dem Kreditschutz liegen Gruppenversicherungsverträge zwischen der Procheck24 AG (Versicherungsnehmer) und der Cardif Allgemeine Versicherung, Cardif Lebensversicherung (Versicherer) zugrunde. Alle versicherbaren Kunden, die durch Vermittlung der Procheck24 AG oder einen ihrer Vermittler einen Ratenkredit oder einen Kfz-Leasingvertrag abschließen, können zu den Gruppenversicherungsverträgen angemeldet werden. Kontakt PROCHECK24 Vertriebspartnerservice Tel Fax * Maßgeblich sind die Allgemeinen Versicherungsbedingungen / Stand 07/2010

3 Kreditschutz Vergleichsübersicht Versicherte Risiken Tarifgeneration III (ab 07/2010) Tarifgeneration II (bis 07/2010) Tod Arbeitsunfähigkeit Arbeitslosigkeit (optional) Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall Pflegefall, Unfallinvalidität Blindheit, Taubheit Pflege eines Familienangehörigen, Krankenhausaufenthalt, Erwerbsminderung aufgrund von Erwerbsunfähigkeit, Dienstunfähigkeit und Berufsunfähigkeit (gem. SGB-Definition) Tod Arbeitsunfähigkeit Arbeitslosigkeit Versicherungssummen Laufzeiten max Euro als Einmalleistung max Euro als monatliche Rate 12 bis 120 Monate (in 12-Monatsschritten) max Euro als Einmalleistung max. 750 Euro als monatliche Rate 12 bis 84 Monate (in 12-Monatsschritten) Eintritts- und Endalter 18 bis 64, Laufzeit bis max bis 60, Laufzeit bis max. 67 Versicherbare Verträge Ratenkredite Kfz-Leasingverträge (Abschluss liegt max. 6 Monate zurück) Ratenkredite (keine zeitliche Einschränkung beim Abschlusszeitpunkt) Beitragsniveau ( Euro Gesamtkreditbetrag, 250 Euro Monatsrate / 60 Monate Laufzeit/jew. alle versicherbaren Risiken inkl. AL) Monatsbeitrag: 16,00 Euro Einmalbeitrag: 854,81 Euro Monatsbeitrag: 16,58 Euro Einmalbeitrag: 739,50 Euro Highlights der Tarifgeneration III Zahlung im Versicherungsfall auch bei vorzeitigem Wegfall des versicherten Kreditoder Leasingvertrags (der Vertrag wird erfüllt, der Kunde zahlt nicht für Leistung, die er nicht in Anspruch nehmen kann) monatliche Kündigungsmöglichkeit mit 4-Wochenfrist Arbeitsunfähigkeitsleistung bis zum Ende der Versicherungsdauer keine Maximierung (Deckelung) der AL-Leistung pro Vertrag (lediglich Einhalten der Requalifizierungszeit erforderlich), d. h. wiederholte AL ist mitversichert Wartezeit bei AL nur 3 Monate keine Risikoprüfung (12/24-Klausel) Arbeitslosigkeit ist auch für Selbstständige/Freiberufler versicherbar AL-Tarifbaustein kann zugunsten eines günstigeren Beitrags abgewählt werden Kontakt PROCHECK24 Vertriebspartnerservice Tel Fax * Stand 07/ Irrtum und Änderung vorbehalten. Maßgeblich sind die Allgemeinen Versicherungsbedingungen

4 Kreditschutz Beitragsvergleich Der PROCHECK24-Kreditschutz Kreditschutz bietet im Marktvergleich bis zu 70% Beitragsersparnis. PROCHECK24-Kreditschutz Kreditschutz nur T/AU/AL Netbank DKB Commerz Finanz Postbank Deutsche Bank Unicredit-Familie DSL-Bank SEB Targobank Berechnungsgrundlagen: Für den Beitragsvergleich wurde ein männlicher Kunde, 45 Jahre alt, ledig mit einem Monatsnettoeinkommen von Euro zu Grunde gelegt. Für diesen wurde ein Kredit in Höhe von Euro mit einer Laufzeit von 60 Monaten beantragt. Bei den Bankangeboten für eine Kreditabsicherung wurde jeweils das Komplettpaket (Tod, Arbeitsunfähigkeit und Arbeitslosigkeit) als Einmalbeitrag gewählt. Die abgesicherte Kreditsumme orientierte sich dabei an dem Gesamtkreditbetrag entsprechend des zugrunde liegenden Angebotszinssatzes. Für den PROCHECK24- Kreditschutz wurden die Beiträge für eine monatliche Absicherung aufaddiert. Für die Berechnung des Gesamtkreditbetrages wurde ein Zinssatz von 7,0% p.a. effektiv angenommen. Um die Angebote vergleichbar zu machen, wurde neben dem umfassenden Absicherungspaket des PROCHECK24-Kreditschutz Kreditschutz (inklusive schwere Krankheiten, biometrische Risiken, Unfallinvalidität) auch der Vergleichsbeitrag für Tod, Arbeitsunfähigkeit und Arbeitslosigkeit berechnet. Tarifunterschiede: Folgende Produkteigenschaften unterscheiden den PROCHECK24-Kreditschutz Kreditschutz regelmäßig von den gängigen Marktangeboten: - Monatsbeitrag mit kurzfristiger Kündigungsmöglichkeit (lediglich 4-Wochenfrist) damit bleibt der Kunde flexibel - bei Wegfall des Kredit- oder Leasingvertrages wird dennoch geleistet der Kunde erhält stets eine Gegenleistung für seinen Beitrag - es besteht keine Leistungsmaximierung pro Vertrag für Arbeitslosigkeit und Arbeitsunfähigkeit - breite Absicherungspalette umfasst z.b. auch Leistung bei Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs, im Pflegefall, bei Unfallinvalidität, u.v.m. Stand 08/2010 Quelle: Online-Rechner und eigene Tarifsoftware - Irrtum und Änderung vorbehalten

5 Kreditschutz Beitragsvergleich Der PROCHECK24-Kreditschutz Kreditschutz ist einfacher und meist günstiger als die Einzelabsicherung. 45,00 40,00 35,00 30,00 25,00 20,00 15,00 10,00 5,00 0, PROCHECK24 19,08 19,08 19,08 19,08 19,08 19,08 Einzeltarife 17,78 18,32 20,66 24,56 30,29 38,56 Berechnungsgrundlagen: Abgesichert wird ein Gesamtkreditbetrag von Euro (300 Euro monatliche Rate) bei einer Laufzeit von 60 Monaten. Berücksichtigt werden für die individuelle Berechnung folgende Komponenten: gesetzliche Arbeitslosenversicherung (Beitragssatz = 2,8%), RLV mit fallender Versicherungssumme (jeweils männlich, NR), Unfallversicherung mit Dread-Disease-Komponente und Pflegeabsicherung (der Beitragssatz wurde um 30% reduziert um den abweichenden Leistungsumfang wie versicherte Risiken, Leistungsdauer etc. zu berücksichtigen) und eine Krankentagegeldversicherung. Nicht berücksichtigt wurden bei der individuellen Berechnung folgende im Kreditschutz versicherte Risiken: Leistung bei einem Krankenhausaufenthaltaufenthalt aufgrund der Karenzzeit von 14 Tagen, Leistung bei Berufsunfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit aufgrund der SGB-Definition, Leistung bei Dienstunfähigkeit sowie die Leistung bei Pflegebedürftigkeit von Familienangehörigen. Abwicklungsvorteile des PROCHECK24-Kreditschutz: Im Vergleich zum Abschluss von Einzelversicherungen bietet die Komplettlösung über den PROCHECK24-Kreditschutz folgende Vorteile: - keine e aufwändige Gesundheitsprüfung notwendig - keine Ablehnung von Einzelbausteinen und Gewissheit, dass alle gewünschten Bausteine versichert werden können - Erfassung der Kundendaten nur einmal notwendig - einfaches Handling bei Vertragsänderungen Stand 08/2010 Quelle: Online-Rechner und eigene Tarifsoftware - Irrtum und Änderung vorbehalten

6 Zahlen und Fakten Weltweit Marktführer Assets under Management (in Mrd. Euro) Cardif wurde 1973 in Frankreich gegründet und ist heute der weltweit führende Anbieter von Restkreditund Zahlungsausfallversicherungen. Im Jahr 2009 wurden Prämieneinnahmen in Höhe von 20,7 Mrd. Euro erzielt. Seit dem Markteintritt 1996 in Deutschland hat sich Cardif auch national als exzellenter B2B-Versicherer und Experte für Spezialversicherungen etabliert. So führte Cardif zum Beispiel als erster Versicherer die Arbeitslosigkeitsversicherung über Gruppenversicherungsverträge erfolgreich ein ,9 106,0 101,2 88,0 77, Finanzstark und zuverlässig Versicherungstechnisches Ergebnis (in Mio. Euro) Die aktuellen Kennzahlen zeigen, dass Cardif ein solider, zukunftssicherer Partner ist. Die starke Marktposition wird darüber hinaus durch das sehr gute AA-Rating bestätigt, welches Cardif von der Rating-Agentur Standard & Poor s erhielt. 750 Für den nachhaltigen Geschäftserfolg und das signifikante Wachstum in Europa, Asien und Süd- 500 amerika gibt es gute Gründe: Eine überlegene 250 Produktstrategie, erstklassiger Kundenservice und stabile Ergebnisse in den letzten Jahren Bruttoprämieneinnahmen (in Mrd. Euro) Vorsteuerergebnis (in Mio. Euro) 20 17,9 20, ,0 15,6 16, Cardif Versicherungen April 2010

7 Produktinformationsblatt für den Versicherungsnehmer der Restkreditversicherung Kreditschutz Die nachfolgenden Informationen geben einen Überblick über die angebotene Restkreditversicherung Kreditschutz. Diese Informationen sind jedoch nicht abschließend. Maßgeblich für den Versicherungsschutz sind die in den Versicherungsbedingungen und dem Anmeldeformular getroffenen Regelungen. Um die Verwaltungskosten und damit die Versicherungsprämien durch schlanke Abläufe möglichst niedrig halten zu können, wurden Gruppenversicherungsverträge zwischen der Procheck24 AG als Versicherungsnehmer und Cardif als Versicherer geschlossen, zu denen der Versicherungsnehmer seine Kunden als versicherte Personen anmelden kann. Dieses Produktinformationsblatt entspricht den Anforderungen an eine umfassende Verbraucherinformation gemäß dem Versicherungsvertragsgesetz (VVG). Die Weitergabe dieser Informationen an die versicherten Personen eines Gruppenversicherungsvertrages ist im VVG nicht vorgesehen. Dem Anspruch Cardifs und des Versicherungsnehmers auf weitreichende Kundeninformationen gerecht werdend wird dieses Informationsblatt den versicherten Personen ausgehändigt. 1. Welchen Schutz bietet die Versicherung? Die Procheck24 AG kann als Versicherungsnehmer ihre Kunden, denen sie oder ein Vermittler des Versicherungsnehmers einen Ratenkredit oder Kfz-Leasingvertrag vermittelt hat, als versicherte Personen zu den Gruppenversicherungsverträgen anmelden. Für den Zahlungsausfall dieser Personen infolge versicherter Ereignisse besteht nach Anmeldung Versicherungsschutz. Grundlage des Versicherungsschutzes sind die maßgeblichen Versicherungsbedingungen für die Restkreditversicherung und Verbraucherinformationen, im folgenden Versicherungsbedingungen genannt (VB-MRP-Kredit-Pro24-V (D)), sowie alle in der Anmeldeerklärung getroffenen Vereinbarungen. 2. Was ist versichert? Der Kreditschutz dient der Absicherung von Zahlungsverpflichtungen, die die versicherte Person aufgrund eines Ratenkredits oder Kfz-Leasingvertrages eingegangen ist. Es besteht Versicherungsschutz gegen die in den Versicherungsbedingungen definierten Risiken - Tod, Pflegebedürftigkeit, schwere Krankheit (Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, Blindheit oder Taubheit), Erwerbsminderung wegen Berufsunfähigkeit, Erwerbs- oder Dienstunfähigkeit, Krankenhausaufenthalt sowie Arbeitsunfähigkeit Risikoträger ist die Cardif Lebensversicherung - Pflege eines Familienangehörigen der versicherten Person, unverschuldete Arbeitslosigkeit sowie Unfallinvalidität Risikoträger ist die Cardif Allgemeine Versicherung sofern eine Anmeldung für das jeweilige Risiko erfolgte. Nähere Einzelheiten hinsichtlich der Anspruchsvoraussetzungen können den Regelungen zum Umfang des Versicherungsschutzes der Versicherungsbedingungen entnommen werden. 3. Wie muss die Prämie bezahlt werden und in welcher Höhe? Schuldner der Versicherungsprämie dem Versicherer gegenüber ist der Versicherungsnehmer. Im Zusammenhang mit dem Abschluss der Gruppenversicherungsverträge existieren keine in die Prämie einkalkulierten Abschluss- und Vertriebskosten. Zur Deckung der im Zusammenhang mit der Anmeldung versicherter Personen zu den Gruppenversicherungsverträgen entstehenden Aufwendungen sind jedoch Abschluss- und Vertriebskosten in die Versicherungsprämie einkalkuliert. Diese betragen für den Zeitraum der gewählten Laufzeit für das Risiko Tod der versicherten Person einmalig, Euro. Außerdem sind in diese Versicherungsprämie sonstige Kosten (insbesondere Verwaltungskosten) einkalkuliert. Diese betragen derzeit für das Risiko Tod der versicherten Person p.a., Euro. Die versicherte Person hat ggfs. einen Beitrag zur Erlangung und Aufrechterhaltung des Versicherungsschutzes an den Versicherungsnehmer zu entrichten. Informationen darüber, für welchen Zeitraum, in welcher Höhe und an wen dieser Beitrag zu entrichten ist, ergeben sich aus der Anmeldeerklärung. Die Fälligkeit des Beitrags ergibt sich aus der Vereinbarung zwischen der versicherten Person und dem Versicherungsnehmer. Wird ein Einmal- bzw. ein Erst- oder Folgebeitrag nicht rechtzeitig an den Versicherungsnehmer entrichtet, ist der Versicherungsschutz gefährdet. Der Versicherungsnehmer kann die versicherte Person dann unter bestimmten Voraussetzungen gemäß der Versicherungsbedingungen von den Gruppenversicherungsverträgen abmelden. 4. Wofür leisten wir nicht? Es können nicht alle denkbaren Fälle versichert werden, denn sonst müsste eine unangemessen hohe Prämie verlangt werden. Deshalb wurden einige Fälle aus dem Versicherungsschutz herausgenommen. Zunächst einmal besteht für die Risiken unverschuldete Arbeitslosigkeit (sofern eine Anmeldung für dieses Risiko erfolgte), Pflege eines Familienangehörigen und schwere Krankheit eine Wartezeit von 3 Monaten, für die übrigen versicherten Risiken kann eine Wartezeit von 24 Monaten ab Versicherungsbeginn bestehen, wenn bestimmte Voraussetzungen (Vorerkrankungen) gegeben sind. Es besteht deshalb kein Leistungsanspruch, wenn sich ein versichertes Risiko innerhalb der Wartezeit verwirklicht. Nicht versichert sind außerdem Versicherungsfälle, die schon zum Zeitpunkt der Anmeldung zu den Gruppenversicherungsverträgen bestanden bzw. die die versicherte Person selbst in zurechenbarer Weise verursacht hat. Diese Aufzählung ist nicht abschließend. Einzelheiten und eine vollständige Aufzählung der Ausschlussgründe können den Einschränkungen und Ausschlüssen der beigefügten Versicherungsbedingungen entnommen werden. Welche Verpflichtungen bestehen bis zur Anmeldung zu den Gruppenversicherungsverträgen? Da vor Anmeldung der versicherten Person keine Risikoprüfung erfolgt, sondern lediglich von der in Ziffer 4 erwähnten Wartezeit ggf. Gebrauch gemacht wird, werden alle relevanten Verpflichtungen, die vor der Anmeldung zu den Gruppenversicherungsverträgen zu erfüllen sind, mit dem Ausfüllen und Unterschreiben der Anmeldeerklärung erledigt nach der Anmeldung zu den Gruppenversicherungsverträgen? Auch während der Laufzeit des Versicherungsschutzes bestehen keine weiteren Mitteilungspflichten der versicherten Person dem Versicherer gegenüber. Die versicherte Person ist jedoch verpflichtet, den Versicherungsnehmer über Änderungen ihrer Postanschrift, ihrer Bankverbindung oder ihres Namens zu informieren sowie über weitere Umstände, die Einfluss auf das Versicherungsverhältnis haben könnten wenn sich ein versichertes Risiko verwirklicht hat? Sofern sich ein versichertes Risiko verwirklicht hat, bestehen Informationsverpflichtungen. Die jeweiligen Einzelheiten ergeben sich aus den Regelungen zu den Obliegenheiten im Versicherungsfall der Versicherungsbedingungen. 8. Was sind die Folgen, wenn die Ziffern 5 bis 7 nicht beachtet werden? Die in den Ziffern 5 bis 7 benannten Verpflichtungen, sofern solche bestehen, müssen mit Sorgfalt beachtet werden. Ihre Nichtbeachtung kann schwerwiegende Konsequenzen für den Versicherungsnehmer und die versicherte Person haben. Je nach Art der Pflichtverletzung kann der Versicherungsschutz für die versicherte Person ganz oder teilweise verloren gehen. Einzelheiten ergeben sich aus den Regelungen zu den Obliegenheiten im Versicherungsfall der beigefügten Versicherungsbedingungen. 9. Wann beginnt und endet der Versicherungsschutz bzw. wie kann der Versicherungsschutz beendet werden? Der Beginn der Laufzeit des Versicherungsschutzes ist der Anmeldeerklärung und den entsprechenden Regelungen der beigefügten Versicherungsbedingungen zu entnehmen. Das Versicherungsverhältnis endet mit Ablauf der vereinbarten Versicherungsdauer, spätestens jedoch nach Ablauf von 10 Jahren. Außerdem kann die versicherte Person mit einer Frist von vier Wochen jeweils zum Ende eines jeden Monates vom Versicherungsnehmer die Abmeldung von den Gruppenversicherungsverträgen verlangen. Allein der Wegfall der versicherten Kreditverpflichtung führt nicht zur Beendigung des Versicherungsverhältnisses. Der Versicherungsschutz endet außerdem mit Vollendung des 65. Lebensjahres sowie mit Tod der versicherten Person. Weitere Beendigungsgründe können den entsprechenden Regelungen in den beigefügten Versicherungsbedingungen entnommen werden (Kündigungsrecht, Beendigung der Gruppenversicherungsverträge).

8 ALLGEMEINE VERSICHERUNGSBEDINGUNGEN FÜR DEN KREDITSCHUTZ UND VERBRAUCHERINFORMATION Dem Kreditschutz liegen Gruppenversicherungsverträge zwischen der Procheck24 AG (Versicherungsnehmer) und Cardif zugrunde. Alle versicherbaren Personen, die durch Vermittlung der Procheck24 AG oder einen Vermittler der Procheck24 AG einen Ratenkreditvertrag oder einen Kfz-Leasingvertrag abschließen, können zu diesen Gruppenversicherungsverträgen angemeldet werden und sind dann im Rahmen dieser Allgemeinen Versicherungsbedingungen als versicherte Personen versichert. Die Anmeldung muss innerhalb von 6 Monaten nach Abschluss des zugrunde liegenden Darlehens- oder Kfz-Leasingvertrages erfolgen. Die versicherte Person muss ihren Wohnsitz und dauernden Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland haben. 1 Welchen Umfang hat die Restkreditversicherung? Der Kreditschutz dient der Absicherung von Zahlungsverpflichtungen der versicherten Person aus dem zugrunde liegenden Ratenkreditvertrag bzw. Kfz-Leasingvertrag. Versichert sind die in der Anmeldeerklärung gewählten Risiken. 2 Was gilt bezüglich des Eintrittsalters? Versichert werden können Personen, die bei Beginn des Versicherungsschutzes mindestens 18 Jahre alt sind und das 64. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. 3 Wie hoch ist die maximale Versicherungssumme? Die Höchstversicherungssumme beträgt, sofern eine einmalige Versicherungsleistung zu erbringen ist, ,00. Bei laufenden Leistungen ist sie begrenzt auf die monatlich abzusichernde Kredit- bzw. Leasingrate, maximal jedoch 1.500,00 monatlich. 4 Wie wird der Todesfall definiert? Ableben der versicherten Person während der Dauer des Versicherungsschutzes. 5 Wann liegt ein Pflegefall im Sinne dieser Bedingungen vor? Ein Pflegefall liegt vor, wenn der medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) oder der privaten Pflegekassen (Medicproof) die versicherte Person während der Dauer des Versicherungsschutzes dauerhaft in die Pflegestufe I, II oder III der für die versicherte Person zuständigen Pflegeversicherung einstuft. 6 Wann liegt eine Unfallinvalidität im Sinne dieser Bedingungen vor? Ein Unfall liegt vor, wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf ihren Körper wirkendes Ereignis (Unfallereignis) unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet. Als Unfall gilt auch, wenn durch eine erhöhte Kraftanstrengung an Gliedmaßen und Wirbelsäule ein Gelenk verrenkt wird oder Muskeln, Sehnen, Bänder oder Kapseln gezerrt oder zerrissen werden. Invalidität liegt vor, wenn die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit der versicherten Person unfallbedingt dauerhaft beeinträchtigt ist. Eine Beeinträchtigung ist dauerhaft, wenn sie voraussichtlich länger als drei Jahre bestehen wird und eine Änderung des Zustandes nicht erwartet werden kann. Die Invalidität muss innerhalb eines Jahres nach dem Unfall eingetreten und innerhalb von 15 Monaten nach dem Unfall von einem Arzt schriftlich festgestellt werden. Der Anspruch auf Leistung entsteht ab einem Grad der Invalidität von 50 %. a) Als feste Invaliditätsgrade gelten - unter Ausschluss des Nachweises einer höheren oder geringeren Invalidität - bei Verlust oder völliger Funktionsunfähigkeit: - eines Armes 70 % - eines Armes bis oberhalb des Ellbogengelenks 65 % - eines Armes unterhalb des Ellbogengelenks 60 % - einer Hand 55 % - eines Daumens 20 % - eines Zeigefingers 10 % - eines anderen Fingers 5 % - eines Beines über der Mitte des Oberschenkels 70 % - eines Beines bis zur Mitte des Oberschenkels 60 % - eines Beines bis unterhalb des Knies 50 % - eines Beines bis zur Mitte des Unterschenkels 45 % - eines Fußes 40 % - einer großen Zehe 5 % - einer andere Zehe 2 % - eines Auges 50 % - des Gehörs auf einem Ohr 30 % - des Geruchssinnes 10 % - des Geschmackssinnes 5 %. b) Bei Teilverlust oder teilweiser Funktionsbeeinträchtigung gilt der entsprechende Teil des jeweiligen Prozentsatzes. c) Für andere Körperteile und Sinnesorgane bemisst sich der Invaliditätsgrad danach, inwieweit die normale körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigt ist. Dabei sind ausschließlich medizinische Gesichtspunkte zu berücksichtigen. d) Waren betroffene Körperteile oder Sinnesorgane oder deren Funktion bereits vor dem Unfall dauernd beeinträchtigt, wird der Invaliditätsgrad um die Vorinvalidität gemindert. e) Sind mehrere Körperteile oder Sinnesorgane durch den Unfall beeinträchtigt, werden die nach den vorstehenden Bestimmungen ermittelten Invaliditätsgrade zusammengerechnet. Mehr als 100 % werden jedoch nicht berücksichtigt. f) Haben Krankheiten und Gebrechen bei der durch ein Unfallereignis verursachten Gesundheitsschädigung oder deren Folgen zu mindestens 25 % mitgewirkt, mindert sich der Prozentsatz des Invaliditätsgrades entsprechend dem Anteil der Krankheit oder des Gebrechens. 7 Wie wird ein Herzinfarkt im Sinne dieser Bedingungen definiert? Versichert ist ein Herzinfarkt als das erste akute Auftreten eines Herzinfarktes, d.h. das Absterben eines Teils des Herzmuskels infolge unzureichender Blutzufuhr zum Herzmuskel (Myokard). Nicht versichert sind: Stumme Infarkte (Mikroinfarkte) sowie Angina pectoris. 8 Wie wird Krebs im Sinne dieser Bedingungen definiert? Versichert ist Krebs als ein bösartiger Tumor, der charakterisiert ist durch eigenständiges, unkontrolliertes Wachstum, infiltrative Wachstumstendenzen (in Gewebe eindringendes Tumorwachstum) und Metastasierungstendenzen. Versichert sind insbesondere maligne Tumorformen des Blutes, der blutbildenden Organe und des Lymphsystems einschließlich Leukämien, Lymphomen und Morbus Hodgkin. Nicht versichert sind: a) Präkanzerosen (Vorstadien einer Krebserkrankung) b) Carcinoma-in-situ (Krebs im Frühstadium) c) Zervikale Dysplasien (Vorstadien des Gebärmutterhalskrebses) CIN 1, CIN 2 und CIN 3 d) Alle Hautkrebserkrankungen (maligne (bösartige) Melanome mit einer Tumordicke von mehr als 1,5 mm nach Breslow sind jedoch versichert) e) Frühe Stadien des Prostatakarzinom mit einem Gleason Grad von 6 und weniger oder einem Stadium T1N0M0 und T2N0M0 f) Papilläres Mikrokarzinom der Schilddrüse und der Blase g) Chronisch lymphatische Leukämie mit einem RAI Stadium unter 1 h) Alle malignen (bösartigen) Tumore bei gleichzeitigem Vorliegen einer HIV-Infektion i) Rezidive (Neuauftreten des Krebses) und Metastasen (Tochtergeschwulste) eines vor Anmeldung bestandenen Krebsleidens sowie das Auftreten eines Zweitkrebses z.b. in einem anderen Organ. VB-MRP-Kredit-Pro24-V (D)

9 ALLGEMEINE VERSICHERUNGSBEDINGUNGEN FÜR DEN KREDITSCHUTZ UND VERBRAUCHERINFORMATION 9 Wie wird ein Schlaganfall im Sinne dieser Bedingungen definiert? Versichert ist ein Schlaganfall als eine Schädigung des Gehirns durch einen infolge einer Gehirnblutung, Thrombose oder Embolie erlittenen Hirninfarkt mit dauerhaften neurologischen Folgeerscheinungen. Nicht versichert sind: Transitorisch ischämische Attacken (TIA), Reversible (sich zurückbildende) neurologische Defizite und äußere Verletzungen. 10 Wie wird Blindheit im Sinne dieser Bedingungen definiert? Blindheit liegt vor bei einem vollständigen, dauerhaften und nicht mehr behebbaren Verlust des Sehvermögens beider Augen, der nicht durch medizinische oder optische Maßnahmen verbessert werden kann. 11 Wie wird Taubheit im Sinne dieser Bedingungen definiert? Taubheit liegt vor bei einem vollständigen, dauerhaften und nicht mehr behebbaren Verlust des gesamten Hörvermögens auf beiden Ohren, der nicht durch medizinische oder technische Maßnahmen verbessert werden kann. 12 Wann liegt eine Erwerbsminderung wegen Berufsunfähigkeit im Sinne dieser Bedingungen vor? Erwerbsminderung wegen Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn die versicherte Person während der Dauer des Versicherungsschutzes eine nachgewiesene Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit i. S. v. 240 SGB VI, oder eine vergleichbare Rente von einem berufsständischen Versorgungswerk dauerhaft bezieht. 13 Wann liegt eine Erwerbsunfähigkeit im Sinne dieser Bedingungen vor? Erwerbsunfähigkeit liegt vor, wenn die versicherte Person während der Dauer des Versicherungsschutzes eine nachgewiesene dauerhafte Rente wegen voller Erwerbsminderung gemäß 43 SGB VI erhält. 14 Wann liegt eine Dienstunfähigkeit im Sinne dieser Bedingungen vor? Dienstunfähigkeit liegt vor, wenn die versicherte Person als Beamter des öffentlichen Dienstes während der Dauer des Versicherungsschutzes wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit dauerhaft in den Ruhestand versetzt bzw. in diesen entlassen wird. 15 Wann liegt Arbeitsunfähigkeit im Sinne dieser Bedingungen vor? Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn die versicherte Person während der Dauer des Versicherungsschutzes zu mindestens 50 % infolge von Krankheit oder Körperverletzung außerstande ist, ihre bisherige oder eine andere Tätigkeit auszuüben, die aufgrund ihrer Ausbildung und Erfahrung ausgeübt werden könnte und ihrer bisherigen Lebensstellung entspricht. Arbeitsunfähigkeit liegt auch vor, sofern diese durch die Verabreichung von in Deutschland zugelassenem Impfstoff oder infolge medizinisch veranlasster kosmetischer Operation eintritt. Gleiches gilt bei einer durch Kur- oder Reha-Maßnahmen bedingten Arbeitsunfähigkeit, wenn die Kosten für die stationären und ambulanten Heilmaßnahmen von einer gesetzlichen Krankenkasse oder einer privaten Krankenversicherung übernommen werden. 16 Wann liegt ein Krankenhausaufenthalt im Sinne dieser Bedingungen vor? Ein Krankenhausaufenthalt liegt vor, wenn sich die versicherte Person während der Dauer des Versicherungsschutzes in medizinisch notwendiger, stationärer Behandlung in einem Krankenhaus befindet. 17 Was ist ein Arbeitnehmer im Sinne dieser Bedingungen? Arbeitnehmer ist eine versicherte Person, die vor Beginn der ersten Arbeitslosigkeit, die nach Versicherungsbeginn eintritt, oder bei Beginn des Versicherungsschutzes mindestens 12 Monate ununterbrochen beim selben Arbeitgeber sozialversicherungspflichtig beschäftigt war und gearbeitet hat. Die wöchentliche Arbeitszeit muss in jedem Fall mindestens 15 Wochenstunden betragen haben. Sie darf weder Wehrpflichtiger, Zivildienstleistender noch Auszubildender sein. Ausbildungszeiten, Zeiten des Wehrdienstes bzw. Zivildienstes sowie Zeiten des Erziehungsurlaubs gelten nicht als Zeiten einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit im Sinne dieser Versicherungsbedingungen. 18 Wann ist ein Arbeitnehmer arbeitslos im Sinne dieser Bedingungen? Abweichend von den Definitionen der Sozialgesetzbücher (SGB) oder sonstiger gesetzlicher Definitionen liegt Arbeitslosigkeit vor, wenn die versicherte Person als Arbeitnehmer aus einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis heraus während der Dauer des Versicherungsschutzes unverschuldet arbeitslos wird und nicht gegen Entgelt tätig ist. Auch Einkünfte aus einer geringfügigen Beschäftigung sind Entgelt im Sinne dieser Bedingungen, selbst wenn sie einem Anspruch auf Leistungen der Agentur für Arbeit nicht entgegenstehen. Die Arbeitslosigkeit muss Folge einer Kündigung des Arbeitgebers oder einer Aufhebung des Arbeitsverhältnisses zur ausdrücklichen Abwendung einer betriebsbedingten Kündigung sein. Während der Arbeitslosigkeit muss die versicherte Person außerdem Arbeitslosengeld nach deutschem Recht erhalten und aktiv Arbeit suchen. Andere Leistungen der Agentur für Arbeit, wie z. B. Überbrückungsgeld und Unterhaltsgeld, stellen kein Arbeitslosengeld im Sinne dieser Allgemeinen Versicherungsbedingungen dar. Erhält die versicherte Person wegen fehlender Bedürftigkeit kein Arbeitslosengeld, hindert dies den Leistungsanspruch nicht. Eine Arbeitslosigkeit im Sinne dieser Bedingungen endet in jedem Fall mit Aufnahme einer selbstständigen, freiberuflichen oder abhängigen Beschäftigung, auch wenn diese weniger als 15 Wochenstunden umfasst und kein oder nur ein geringfügiges Entgelt erzielt wird. 19 Was ist selbstständige Tätigkeit im Sinne dieser Bedingungen? Eine selbstständige Tätigkeit liegt vor, wenn die versicherte Person aus einer nicht sozialversicherungspflichtigen Betätigung (z.b. Gewerbe oder freier Beruf) ihren Lebensunterhalt erwirtschaftet. Der Lebensunterhalt gilt nur dann als aus selbstständiger Tätigkeit erwirtschaftet, wenn die versicherte Person während der Betrachtungszeit aus dem selben Unternehmen oder Betrieb bei mindestens 2 Einkommenssteuerbescheiden Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit vor Steuern in Höhe von mindestens 40 % der im jeweiligen Steuerjahr gültigen Jahresbeitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung (SGB VI) erzielt hat. Die Betrachtungszeit umfasst den Zeitraum vom 1. Januar des vorletzten Kalenderjahres vor Beginn des Versicherungsschutzes bis zum 31. Dezember des Kalenderjahres unmittelbar vor Eintritt des Versicherungsfalles. (Jahresbeitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung 2005: / 2006 und 2007: / 2008: / 2009: / 2010: ) 20 Wann ist eine selbstständig tätige Person arbeitslos im Sinne dieser Bedingungen? Arbeitslosigkeit liegt vor, wenn die versicherte Person während der Dauer des Versicherungsschutzes ihre selbstständige Tätigkeit aus wirtschaftlichem Grund aufgibt, keine andere Tätigkeit gegen Entgelt ausübt, arbeitslos gemeldet ist und aktiv Arbeit sucht. Bei Gewerbetreibenden ist eine Gewerbeabmeldung erforderlich. Ein wirtschaftlicher Grund ist nur dann gegeben, wenn die Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit der versicherten Person vor Steuern in den letzten 6 Monaten in der Summe geringer als 20 % der im Zeitpunkt der Aufgabe aktuellen Jahresbeitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung (SGB VI) waren. Eine nur aufgrund von Auftragsmangel vorübergehende und deshalb nicht endgültige Aufgabe der selbstständigen Tätigkeit ist nicht vom Versicherungsschutz erfasst. Eine Arbeitslosigkeit im Sinne dieser Bedingungen endet in jedem Fall mit Aufnahme einer selbstständigen, freiberuflichen oder abhängigen Beschäftigung, auch wenn diese weniger als 15 Wochenstunden umfasst und kein oder nur ein geringfügiges Entgelt erzielt wird. 21 Was ist Pflege eines Familienangehörigen im Sinne dieser Bedingungen? Pflege eines Familienangehörigen dient der Absicherung von Zahlungsverpflichtungen im Falle eines Einkommensverlustes wegen vollständiger oder teilweiser Aufgabe einer Berufstätigkeit zum Zwecke der Pflege eines pflegebedürftigen Familienangehörigen. Vollständige oder teilweise Aufgabe einer Berufstätigkeit liegt vor, wenn die versicherte Person aufgrund ihrer Pflegetätigkeit den zeitlichen Umfang ihrer bisherigen sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit oder ihrer Tätigkeit als Beamter des öffentlichen Dienstes um mindestens 50 % reduziert bzw. ihre selbstständige Tätigkeit i. S. d. 19 gänzlich aufgibt. Bei der zu pflegenden Person muss Pflegebedürftigkeit der Stufen I, II oder III i. S. v. 5 dieser Bedingungen vorliegen und es muss sich um den Ehegatten, ein Kind oder ein Elternteil der versicherten Person handeln. Dem Ehepartner gleichgestellt ist der Lebenspartner i. S. d. Lebenspartnergesetzes (LPartG). Darüber hinaus muss die versicherte Person als Pflegeperson mit einem Pflegeaufwand von mindestens 14 Stunden pro Woche der gesetzlichen Renten- und Unfallversicherung bzw. berufsständischen Versorgungseinrichtung gemeldet worden sein sowie die Übernahme von Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung bzw. berufsständischen Versorgungseinrichtung durch die Pflegeversicherung der zu pflegenden Person gem. 44 SGB XI erfolgen. Der Pflegefall der zu pflegenden Person muss während der Dauer des Versicherungsschutzes erstmalig festgestellt werden. Ist der durch die Reduktion der Arbeitszeit oder durch die Aufgabe der selbstständigen Tätigkeit entstehende Einkommensverlust jedoch geringer als die vereinbarte monatliche Versicherungssumme bzw. die Zahlungsverpflichtungen, ist Cardif berechtigt die Leistung entsprechend zu kürzen. Die Feststellung der Pflegebedürftigkeit, der Antrag auf Anerkennung als Pflegeperson und die Reduzierung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung bzw. die gänzliche Aufgabe der selbstständigen Tätigkeit dürfen nicht mehr als sechs Monate auseinander liegen. VB-MRP-Kredit-Pro24-V (D)

10 ALLGEMEINE VERSICHERUNGSBEDINGUNGEN FÜR DEN KREDITSCHUTZ UND VERBRAUCHERINFORMATION 22 Sind wiederholte Arbeitsunfähigkeit, wiederholter Krankenhausaufenthalt, wiederholte Arbeitslosigkeit und wiederholte Pflege eines Familienangehörigen versichert? 1. Mehrfache Arbeitsunfähigkeit oder mehrfacher Krankenhausaufenthalt ist versichert. 2. Mehrfache Arbeitslosigkeit ist versichert. Im Falle wiederholter Arbeitslosigkeit müssen Arbeitnehmer vor Beginn der erneuten Arbeitslosigkeit länger als 6 Monate ununterbrochen beim selben Arbeitgeber mindestens 15 Stunden pro Woche sozialversicherungspflichtig beschäftigt gewesen sein, Selbstständige müssen ihre Tätigkeit im Sinne dieser AVB mindestens 24 Monate ausgeübt haben. 3. Bei mehrfacher Pflege eines Familienangehörigen darf die Gesamtversicherungsleistung auch bei wiederholten Versicherungsfällen 12 Monatsraten nicht übersteigen. Ein Wechsel der zu pflegenden Person ist möglich. 23 Wer ist bezugsberechtigt? Sofern ein Leistungsanspruch aus dieser Versicherung besteht, leistet Cardif an die versicherte Person. Mit Beginn des Versicherungsschutzes ist diese für alle fälligen Leistungen unwiderruflich bezugsberechtigt. 24 Wann beginnt und endet der Versicherungsschutz? 1. Der Versicherungsschutz beginnt mit dem in der Anmeldeerklärung genannten Zeitpunkt. 2.Der Versicherungsschutz endet mit Ablauf der vereinbarten Versicherungsdauer, spätestens jedoch nach Ablauf von 10 Jahren. Außerdem kann die versicherte Person mit einer Frist von vier Wochen jeweils zum Ende eines jeden Monates vom Versicherungsnehmer die Abmeldung von den Gruppenversicherungsverträgen verlangen. Alleine der Wegfall der versicherten Kredit- bzw. Leasingverpflichtung führt nicht zur Beendigung des Versicherungsverhältnisses. 3. Der Versicherungsschutz endet außerdem mit Vollendung des 65. Lebensjahres sowie mit Tod der versicherten Person. 4. Der Versicherungsschutz und der Anspruch auf Leistungen enden außerdem mit dem Tag der Erstdiagnose eines Herzinfarktes ( 7), von Krebs ( 8), eines Schlaganfalls ( 9), sowie von Blindheit ( 10) und Taubheit ( 11), aufgrund derer eine Versicherungsleistung in Form einer Einmalleistung erbracht wurde. Der Versicherungsschutz und der Anspruch auf Leistungen enden des Weiteren mit dem Eintritt eines Pflegefalls ( 5), von Unfallinvalidität ( 6), einer Erwerbsminderung wegen Berufsunfähigkeit ( 12), einer Erwerbsunfähigkeit ( 13) und einer Dienstunfähigkeit ( 14), aufgrund derer eine Versicherungsleistung in Form einer Einmalleistung erbracht wurde. 5. Der Versicherungsschutz für das Risiko Arbeitslosigkeit und der Anspruch auf Versicherungsleistung erlöschen mit Eintritt in den endgültigen Ruhestand einschließlich Vorruhestand. 25 Wann ist ein Versicherungsfall anzuzeigen? Ein Versicherungsfall ist binnen 3 Monaten nach seinem Eintritt anzuzeigen. Wird Cardif der Versicherungsfall später als 3 Monate nach seinem Eintritt angezeigt, so entsteht der Anspruch auf die Versicherungsleistung frühestens mit dem Beginn des Monats der Anzeige. 26 Welche Versicherungsleistung wird erbracht? Eine eventuell vereinbarte erhöhte Schlussrate ist nicht versichert. 1. Einmalleistungen: a) Stirbt die versicherte Person ( 4) während der Dauer des Versicherungsschutzes besteht die Versicherungsleistung aus der Summe der am Todestag ausstehenden Raten der versicherten Person gegenüber dem Versicherungsnehmer bzw. im Fall der vorzeitigen Beendigung des Kredit- bzw. Leasingvertrages die Raten, die bis zum Ende der vereinbarten Versicherungsdauer fällig geworden wären. b) Wird bei der versicherten Person während der Dauer des Versicherungsschutzes ein Herzinfarkt ( 7), eine Krebserkrankung ( 8), ein Schlaganfall ( 9), Blindheit ( 10) oder Taubheit ( 11) diagnostiziert, bzw. Unfallinvalidität ( 6) festgestellt, zahlt Cardif unter Berücksichtigung der Karenzzeit nach erfolgter Erstdiagnose bzw. Feststellung des Invaliditätsgrades die Summe der im Zeitpunkt der Erstdiagnose bzw. am Unfalltag ausstehenden Raten der versicherten Person gegenüber dem Versicherungsnehmer bzw. im Fall der vorzeitigen Beendigung des Kredit- bzw. Leasingvertrages die Raten, die bis zum Ende der vereinbarten Versicherungsdauer fällig geworden wären. Wurden bereits Leistungen aufgrund von Arbeitsunfähigkeit ( 15) erbracht und steht diese Arbeitsunfähigkeit in ursächlichem Zusammenhang mit einem Herzinfarkt im Sinne von 7, einer Krebserkrankung im Sinne von 8, einem Schlaganfall im Sinne von 9, einer Blindheit im Sinne von 10 oder einer Taubheit im Sinne von 11, so werden die bereits erbrachten Leistungen auf die Leistung aufgrund dieser Krankheiten angerechnet. c) Wird bei der versicherten Person während der Dauer des Versicherungsschutzes ein Pflegefall ( 5) festgestellt, besteht die Versicherungsleistung aus der Summe der ausstehenden Raten bzw. im Fall der vorzeitigen Beendigung des Kredit- bzw. Leasingvertrages die Raten, die bis zum Ende der vereinbarten Versicherungsdauer fällig geworden wären zum Zeitpunkt des Leistungsbeginns aus der für die versicherte Person zuständigen Pflegeversicherung. d) Wird bei der versicherten Person während der Dauer des Versicherungsschutzes eine Erwerbsminderung wegen Berufsunfähigkeit ( 12), eine Erwerbsunfähigkeit ( 13) oder eine Dienstunfähigkeit ( 14) festgestellt, besteht die Versicherungsleistung aus der Summe der ausstehenden Raten bzw. im Fall der vorzeitigen Beendigung des Kredit- bzw. Leasingvertrages die Raten, die bis zum Ende der vereinbarten Versicherungsdauer fällig geworden wären zum Zeitpunkt des Leistungsbeginns bei dem für die versicherte Person zuständigen Versorgungsträger. 2. Laufende Leistungen: a) Während einer Arbeitsunfähigkeit ( 15), einer Arbeitslosigkeit ( 18 und 20) oder während eines Krankenhausaufenthaltes ( 16) der versicherten Person, sowie während der Pflege eines Familienangehörigen durch die versicherte Person ( 21) werden alle in dieser Zeit gegenüber dem Versicherungsnehmer fällig werdenden versicherten Raten bzw. im Falle der vorzeitigen Beendigung des Kredit- bzw. Leasingvertrages die ursprünglich vereinbarten Raten der versicherten Person unter Berücksichtigung der Karenzzeit bezahlt. Bei Arbeitslosigkeit oder der Pflege eines Familienangehörigen ist die Versicherungsleistung je Versicherungsfall auf maximal 12 Monate begrenzt. Bei einem Krankenhausaufenthalt ist die Versicherungsleistung je Versicherungsfall auf maximal 3 Monate begrenzt. b) Nimmt die versicherte Person während eines Versicherungsfalles vor dem Ende der maximalen Leistungsdauer eine befristete Tätigkeit auf und tritt im Anschluss an diese befristete Tätigkeit erneut eine unverschuldete Arbeitslosigkeit ein, nimmt Cardif ohne erneute Anrechnung einer Karenzzeit die Leistungszahlungen aufgrund der Arbeitslosigkeit, die vor Aufnahme der befristeten Tätigkeit bestand, wieder auf, bis die maximale Leistungsdauer erreicht ist. In allen anderen Fällen kann bei befristeten Arbeitsverhältnissen ein Anspruch auf Leistungen nur bestehen, wenn die Arbeitslosigkeit nicht durch Ablauf der Befristung eingetreten ist. 3. Verwirklicht sich während des Leistungsbezugs einer laufenden monatlichen Versicherungsleistung ein Risiko, für das eine Einmalleistung erbracht wird, endet der Versicherungsschutz und der Anspruch auf monatliche Leistungen. 4. Für Zeiträume, in denen ein Leistungsanspruch aufgrund mehrerer verwirklichter Risiken gleichzeitig besteht, werden höchstens die in diesem Zeitraum fällig werdenden, versicherten monatlichen Raten erbracht, unabhängig davon, ob es sich bei der Versicherungsleistung um eine Einmalleistung oder laufende Leistung handelt. 5. Im Leistungsfall erfolgt gemäß Ziffer 1 und 2 auch dann eine Leistung, wenn während der Dauer des Versicherungsschutzes die zugrunde liegende Kredit- bzw. Leasingverpflichtung im Zeitpunkt des Eintritts des Versicherungsfalles nicht mehr oder nur noch teilweise besteht. Die Leistung beschränkt sich dann auf die Raten, die bis zum Ende der vereinbarten Versicherungsdauer fällig geworden wären. 6. Kredit- oder Leasingraten, die die versicherte Person noch selbst hätte erbringen müssen, fallen nicht unter den Versicherungsschutz. 27 Was gilt für die Prämien-/Beitragszahlung? Schuldner der Versicherungsprämie ist der Versicherungsnehmer. Die Beitragsverpflichtung der versicherten Person zur Erlangung und Aufrechterhaltung des Versicherungsschutzes besteht gegenüber dem Versicherungsnehmer. In der Anmeldeerklärung finden sich Informationen darüber, für welchen Zeitraum, in welcher Höhe und an wen der Beitrag der versicherten Person zur Erlangung und Aufrechterhaltung des Versicherungsschutzes gezahlt werden muss. Die Fälligkeit des Beitrags ist der Vereinbarung zwischen der versicherten Person und dem Versicherungsnehmer zu entnehmen. Der Beitrag muss entsprechend der Regelung in der Anmeldeerklärung gezahlt werden. Wird eine vereinbarte Einmal-, Erst- oder Folgeprämie nicht rechtzeitig gezahlt, ist der Versicherungsschutz gefährdet. Die versicherte Person wird in diesem Fall i. S. d. Regelungen der 37, 38 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) zur Zahlung aufgefordert. Bei Nichtzahlung wird die versicherte Person von den Gruppenversicherungsverträgen abgemeldet. VB-MRP-Kredit-Pro24-V (D)

11 ALLGEMEINE VERSICHERUNGSBEDINGUNGEN FÜR DEN KREDITSCHUTZ UND VERBRAUCHERINFORMATION 28 Welchen Zeitraum umfasst die Karenzzeit? Der Zeitraum der Karenzzeit ist leistungsfrei. Leistungen wegen Arbeitslosigkeit oder Pflege eines Familienangehörigen werden erst erbracht, nachdem die Arbeitslosigkeit oder Pflege eines Familienangehörigen 3 Monate ununterbrochen angedauert hat. Leistungen wegen Arbeitsunfähigkeit werden erst erbracht, nachdem die Arbeitsunfähigkeit 6 Wochen ununterbrochen angedauert hat. Im Falle des Risikos Krankenhausaufenthalt werden Leistungen nur erbracht, nachdem der Krankenhausaufenthalt der versicherten Person mindestens 14 Tage ununterbrochen angedauert hat. Keine Karenzzeit besteht bei Versicherungsfällen, für die eine Einmalleistung gem. 26 Ziffer 1 als Versicherungsleistung vorgesehen ist. 29 Welchen Zeitraum umfasst die Wartezeit? 1. Versicherungsfälle, die in den ersten 24 Monaten nach Beginn des Versicherungsschutzes eintreten, sind nur dann nicht versichert, wenn sie in ursächlichem Zusammenhang stehen mit der versicherten Person bekannten ernstlichen Erkrankungen*) oder Unfallfolgen, wegen derer die versicherte Person in den letzten 12 Monaten vor Beginn des Versicherungsschutzes ärztlich beraten oder behandelt wurde. *) Ernstliche Erkrankungen sind z. B. Erkrankungen des Herzens, des Kreislaufes (z.b. Bluthochdruck), des Stoffwechsels (z.b. Diabetes), der Wirbelsäule und Gelenke, der Verdauungsorgane sowie Krebs, HIV-Infektionen/AIDS, psychische Erkrankungen, chronische Erkrankungen. 2. Versicherungsfälle aufgrund von Arbeitslosigkeit ( 18 und 20), der Pflege eines Familienangehörigen ( 21), eines Herzinfarktes ( 7), eines Krebsleidens ( 8), eines Schlaganfalls ( 9), aufgrund von Blindheit ( 10) und von Taubheit ( 11), die innerhalb von 3 Monaten nach Versicherungsbeginn eintreten, sind für die gesamte Dauer des jeweiligen Versicherungsfalles nicht versichert. 30 Welche Einschränkungen und Ausschlüsse der Leistungspflicht gibt es? Es besteht kein Leistungsanspruch, wenn der Versicherungsfall nicht in Deutschland festgestellt und laufend überprüft werden kann. 1. Versicherungsfälle, die in den ersten 24 Monaten nach Beginn des Versicherungsschutzes eintreten, sind nur dann nicht versichert, wenn sie in ursächlichem Zusammenhang stehen mit der versicherten Person bekannten ernstlichen Erkrankungen*) oder Unfallfolgen, wegen derer die versicherte Person in den letzten 12 Monaten vor Beginn des Versicherungsschutzes ärztlich beraten oder behandelt wurde. *) Ernstliche Erkrankungen sind z. B. Erkrankungen des Herzens, des Kreislaufes (z.b. Bluthochdruck), des Stoffwechsels (z.b. Diabetes), der Wirbelsäule und Gelenke, der Verdauungsorgane sowie Krebs, HIV-Infektionen/AIDS, psychische Erkrankungen, chronische Erkrankungen. 2. Es besteht kein Leistungsanspruch, wenn die in den 4 bis 21 genannten Risiken folgendermaßen verursacht sind: a) durch absichtliche Herbeiführung von Krankheiten, absichtliche Selbstverletzung oder durch Selbsttötung innerhalb der ersten drei Jahre nach Beginn des Versicherungsschutzes. Wenn jedoch nachgewiesen wird, dass diese Handlungen in einem die freie Willensbestimmung ausschließenden Zustand krankhafter Störung der Geistestätigkeit begangen worden sind, bleibt der Leistungsanspruch bestehen; b) durch eine Sucht, Einnahme von Drogen, Medikamentenmissbrauch, Alkoholismus oder durch eine durch Trunkenheit bedingte Bewusstseinsstörung; c) durch eine bereits bei Versicherungsbeginn bestehende und bekannte Risikoschwangerschaft, bei der eine Gefährdung der Mutter besteht. Außerdem stellt die Zeit des gesetzlichen Mutterschutzes unabhängig von Satz 1 für sich alleine keine Arbeitsunfähigkeit bzw. keinen Arbeitsunfähigkeitszeitraum dar. Ein Leistungsanspruch ruht in dieser Zeit. Die maximale Leistungsdauer verlängert sich in diesem Fall um den Zeitraum des Ruhens, sofern die Arbeitsunfähigkeit entsprechend fortdauert; d) durch psychische Erkrankungen (z.b. Depressionen, psychosomatische Störungen), es sei denn, sie sind von einem Facharzt für psychische Erkrankungen diagnostiziert und werden von einem solchen behandelt; e) durch Erkrankungen des Bewegungsapparates einschließlich des Skelettes, es sei denn, sie sind von einem Facharzt für orthopädische Erkrankungen diagnostiziert und werden von einem solchen behandelt; f) unmittelbar oder mittelbar durch Kriegsereignisse oder innere Unruhen, sofern die versicherte Person auf Seiten der Unruhestifter teilgenommen hat; g) durch vorsätzliche Ausführung oder strafbaren Versuch eines Verbrechens oder Vergehens durch die versicherte Person; h) durch Unfälle der versicherten Person bei der Benutzung von Fahrzeugen (auch nicht-motorisierten wie z.b. Fahrrädern), die die versicherte Person führt, obwohl sie infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen; i) durch Unfälle der versicherten Person bei der Benutzung von Luftfahrzeugen (Fluggeräten) ohne Motor, Motorseglern, Ultraleichtflugzeugen, beim Fallschirmspringen, als Luftfahrzeugführer oder als sonstiges Besatzungsmitglied eines Luftfahrzeuges sowie bei einer mit Hilfe eines Luftfahrzeuges auszuübenden beruflichen Tätigkeit; j) durch Unfälle, die der versicherten Person dadurch zustoßen, dass sie sich als Fahrer, Beifahrer oder Insasse eines Motorfahrzeuges an Fahrtveranstaltungen einschließlich der dazugehörigen Übungsfahrten beteiligt, bei denen es auf die Erzielung von Höchstgeschwindigkeiten ankommt; k) mittelbar oder unmittelbar durch Kernenergie, ionisierende Strahlen oder Asbest. 3. Pflegefall: Nicht versicherungsfähig gegen das Risiko Pflegefall und trotz Beitragszahlung nicht versichert sind Personen, die bei Beginn des Versicherungsschutzes bereits in die Pflegestufe I, II oder III der gesetzlichen Pflegeversicherung eingestuft sind oder einen Antrag auf Einstufung in eine Pflegestufe gestellt haben. Der für die Zeit seit Beginn des Versicherungsschutzes entrichtete anteilige Beitrag wird zurückerstattet. 4. Eine bei Beginn des Versicherungsschutzes bestehende Arbeitsunfähigkeit, Erwerbsminderung wegen Berufsunfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit bzw. Dienstunfähigkeit ist nicht versichert. Die erste darauf folgende Arbeitsunfähigkeit ist nur versichert, nachdem die versicherte Person ihre berufliche Tätigkeit nicht nur vorübergehend wieder aufgenommen und ununterbrochen mehr als 3 Monate ausgeübt hat. Leistungen wegen Erwerbsminderung wegen Berufsunfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit oder Dienstunfähigkeit sind auch dann ausgeschlossen, wenn diese auf solchen Erkrankungen beruhen, wegen derer bereits bei Versicherungsbeginn Arbeitsunfähigkeit bestand. 5. Eine bei Beginn des Versicherungsschutzes bestehende Pflegebedürftigkeit eines Familienangehörigen ist nicht versichert. Personen, die weder sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind noch einer selbstständigen Tätigkeit nachgehen, sind im Falle der Pflege eines Familienangehörigen nicht versichert im Sinne dieser Bedingungen. 6. Es besteht kein Leistungsanspruch aus der Unfallinvaliditätsversicherung a) bei allen unter 30 Ziffer 2 genannten Fällen; b) für Personen mit besonders gefährlichen Berufen wie Taucher, Munitions- und Räumtrupps (auch Minen u. ä.), Sprengpersonal, Luftfahrzeugführer und sonstige Besatzungsmitglieder von Luftfahrzeugen, Raumfahrer, Artisten, Tierbändiger, Kunstreiter sowie Berufs-, Vertrags- und Lizenzsportler, Rennfahrer, Rennreiter und ähnlich exponierte Berufe, Polizisten und Soldaten besteht keine Leistungspflicht, sofern das Unfallereignis in Ausübung ihrer Berufstätigkeit erfolgte; c) für Gesundheitsschädigungen durch Heilmaßnahmen oder Eingriffe, die die versicherte Person an ihrem Körper vornimmt oder vornehmen lässt. Versicherungsschutz besteht jedoch, wenn die Eingriffe oder Heilmaßnahmen, auch strahlendiagnostische und -therapeutische, durch einen unter diesen Vertrag fallenden Unfall veranlasst waren; d) bei Infektionen. Diese sind auch dann ausgeschlossen, wenn sie durch Insektenstiche oder bisse verursacht wurden. Versicherungsschutz besteht jedoch, wenn die Krankheitserreger durch eine unter diesen Vertrag fallende Unfallverletzung in den Körper gelangt sind. Nicht als Unfallverletzungen gelten dabei Haut- oder Schleimhautverletzungen, die als solche geringfügig sind und durch die Krankheitserreger sofort oder später in den Körper gelangen; für Tollwut und Wundstarrkrampf entfällt diese Einschränkung. Für Infektionen, die durch Heilmaßnahmen verursacht sind, gilt 30 Ziffer 6c) Satz 2 entsprechend; e) bei Vergiftungen infolge Einnahme fester oder flüssiger Stoffe durch den Schlund; f) bei Bauch- oder Unterleibsbrüchen. Versicherungsschutz besteht jedoch, wenn sie durch eine unter diesen Vertrag fallende gewaltsame von außen kommende Einwirkung entstanden sind; g) bei Schädigungen an Bandscheiben sowie Blutungen aus inneren Organen und Gehirnblutungen. Versicherungsschutz besteht jedoch, wenn ein unter diesen Vertrag fallendes Unfallereignis im Sinne des 6 die überwiegende Ursache ist; h) bei krankhafter Störung infolge psychischer Reaktionen, auch wenn diese durch einen Unfall verursacht wurden; i) bei Unfällen der versicherten Person durch Schlaganfälle, epileptische Anfälle oder andere Krampfanfälle, die den ganzen Körper ergreifen. Versicherungsschutz besteht jedoch, wenn diese Störungen oder Anfälle durch ein unter diesen Vertrag fallendes Unfallereignis verursacht waren; VB-MRP-Kredit-Pro24-V (D)

12 ALLGEMEINE VERSICHERUNGSBEDINGUNGEN FÜR DEN KREDITSCHUTZ UND VERBRAUCHERINFORMATION 7. bei Unfällen, die unmittelbar oder mittelbar durch Kriegs- oder Bürgerkriegsereignisse verursacht sind. Versicherungsschutz besteht jedoch, wenn die versicherte Person auf Reisen im Ausland überraschend von Kriegs- oder Bürgerkriegsereignissen betroffen wird. Dieser Versicherungsschutz erlischt am Ende des siebten Tages nach Beginn eines Krieges oder Bürgerkrieges auf dem Gebiet des Staates, in dem sich die versicherte Person aufhält. Die Erweiterung gilt nicht bei Reisen in oder durch Staaten, auf deren Gebiet bereits Krieg oder Bürgerkrieg herrscht. Sie gilt auch nicht für die aktive Teilnahme am Krieg oder Bürgerkrieg sowie für Unfälle durch ABC-Waffen. 8. Es besteht kein Leistungsanspruch bei Arbeitslosigkeit, wenn a) bei Beginn des Versicherungsschutzes bereits ein gerichtliches Verfahren im Zusammenhang mit dem Arbeitsverhältnis rechtshängig oder eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses ausgesprochen war oder b) die Arbeitslosigkeit bei Beginn des Versicherungsschutzes bereits bestand oder c) die Arbeitslosigkeit unmittelbar oder mittelbar durch Kriegsereignisse oder innere Unruhen verursacht ist oder d) die Arbeitslosigkeit auf ein Beschäftigungsverhältnis bei einem Ehegatten oder einem in direkter Linie Verwandten bzw. bei einem Unternehmen, das von einem Ehegatten oder einem in direkter Linie Verwandten beherrscht wird, folgt oder e) die versicherte Person bei Beginn des Versicherungsschutzes Kenntnis von der bevorstehenden Beendigung des Arbeitsverhältnisses hatte oder ihr die Umstände bekannt waren, die zur Aufgabe der selbstständigen Tätigkeit führten. f) Außerdem stellt die Zeit des gesetzlichen Mutterschutzes für sich alleine keine Arbeitslosigkeit bzw. keinen Arbeitslosigkeitszeitraum dar. Ein Leistungsanspruch ruht in dieser Zeit. Die maximale Leistungsdauer verlängert sich in diesem Fall um den Zeitraum des Ruhens, sofern die Arbeitslosigkeit entsprechend fortdauert. 31 Was ist im Versicherungsfall zu tun (Obliegenheiten)? 1. Das von Cardif zur Verfügung gestellte Leistungsformular ist ausgefüllt einzureichen sowie ein ärztliches oder amtliches Zeugnis über die Ursache des Versicherungsfalles sowie über Beginn und Verlauf der Krankheit, die zum Versicherungsfall geführt hat. 2. Bei Tod der versicherten Person sind zusätzlich folgende Unterlagen einzureichen: Eine amtliche, Alter und Geburtsort enthaltende Sterbeurkunde und ein ausführliches ärztliches oder amtliches Zeugnis über die Todesursache sowie über Beginn und Verlauf der Krankheit, die zum Tod der versicherten Person geführt hat und ggf. ein Unfallbericht. 3. Im Pflegefall sind zusätzlich folgende Unterlagen einzureichen: Das Gutachten des medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) oder der privaten Pflegekassen (Medicproof), in dem der Pflegefall festgestellt wird. 4. Bei Unfallinvalidität sind zusätzlich folgende Unterlagen einzureichen: Nachweise der Unfallinvalidität, insbesondere auch ein Unfallbericht und ein ärztliches Attest. Cardif ist berechtigt, die Unfallinvalidität auf eigene Kosten von einem weiteren Arzt prüfen zu lassen. Hat der Unfall den Tod zur Folge, ist Cardif dies innerhalb von 48 Stunden zu melden, auch wenn Cardif der Unfall schon angezeigt war. Cardif ist das Recht zu verschaffen, gegebenenfalls eine Obduktion durch einen von Cardif beauftragten Arzt vornehmen zu lassen. 5. Bei Herzinfarkt sind zusätzlich folgende Unterlagen einzureichen: Ein 7 entsprechender Befund mit folgender Diagnostik: typische Brustschmerzen, frische typische EKG-Veränderungen, Erhöhung der herzspezifischen Enzyme, einschließlich CPK-MB. Die Diagnose muss durch einen Internist/Kardiologen nach den Regeln der WHO angewandten Regeln erstellt werden. 6. Bei Krebs sind zusätzlich folgende Unterlagen einzureichen: Ein 8 entsprechender histologischer Befund eines Onkologen oder Pathologen. 7. Bei Schlaganfall sind zusätzlich folgende Unterlagen einzureichen: Ein 9 entsprechender fachärztlicher Befund mit bildgebender Diagnostik (z.b. Computertomographie oder Kernspintomographie). 8. Bei Blindheit oder Taubheit sind zusätzlich folgende Unterlagen einzureichen: Ein entsprechender Facharztbericht mit Angabe der durchgeführten Diagnostik und des erhobenen Befundes. 9. Bei Erwerbsminderung wegen Berufsunfähigkeit oder Erwerbsunfähigkeit sind zusätzlich folgende Unterlagen einzureichen: Eine Bestätigung des Rentenversicherungsträgers bzw. des berufsständischen Versorgungswerkes mit Angaben zur Dauer der Erwerbsminderung wegen Berufsunfähigkeit oder Erwerbsunfähigkeit. 10. Bei Dienstunfähigkeit sind zusätzlich folgende Unterlagen einzureichen: Die Entlassungsurkunde des Dienstherren bzw. die Urkunde über die Versetzung in den Ruhestand. 11. Bei Arbeitsunfähigkeit, insbesondere bei Impfschäden und Kur- oder Reha-Maßnahmen sind zusätzlich folgende Unterlagen einzureichen: Nachweise der Arbeitsunfähigkeit, insbesondere durch ärztliches Attest und ggf. eine Bescheinigung des Arbeitgebers und der Krankenkasse bzw. des Krankenversicherers. 12. Bei Krankenhausaufenthalt sind zusätzlich folgende Unterlagen einzureichen: Nachweise der Arbeitsunfähigkeit, insbesondere durch ärztliches Attest, und eine Bescheinigung des Krankenhausaufenthaltes. 13. Bei Arbeitslosigkeit sind folgende Unterlagen einzureichen: Bei Arbeitnehmern: Bescheinigungen der Agentur für Arbeit und des letzten Arbeitgebers, Arbeitsvertrag, Kündigungsschreiben sowie das Ergebnis (Urteil/Vergleich) des Kündigungsschutzprozesses. Bei Selbstständigen: Einkommenssteuerbescheide, durch Wirtschaftsprüfer oder Steuerberater geprüfte Gewinn/Verlust-Rechnungen, monatliche betriebswirtschaftliche Auswertungen und geeignete Nachweise der Ausübung der selbstständigen Tätigkeit (z.b. Auftragsbestätigungen, Rechnungen, Verträge mit Auftraggebern, Provisionsabrechnungen, Quittungen, Fahrtkostenabrechnungen) sowie der Aufgabe der selbstständigen Tätigkeit, wie z.b. Gewerbeabmeldungen, Nachweise über die Aufgabe von angemieteten Geschäftsräumen, Nachweise über den Verkauf von beruflich genutzten Gegenständen, etc. 14. Im Falle der Pflege eines Familienangehörigen sind zusätzlich folgende Unterlagen einzureichen: Antrag auf Bewilligung der Übernahme der Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung durch die Pflegeversicherung der zu pflegenden Person, Bescheinigung der erstmaligen Einstufung der zu pflegenden Person in die Pflegeversicherung, Bewilligungsschreiben der Pflegeversicherung mit Nachweisen der wöchentlichen Pflegezeiten, Bestätigung des Arbeitgebers über die Reduzierung der Arbeitszeit um mindestens 50 % bzw. Nachweis der Aufgabe der selbstständigen Tätigkeit, wie z.b. Gewerbeabmeldungen, Nachweise über die Aufgabe von angemieteten Geschäftsräumen, Nachweise über den Verkauf von beruflich genutzten Gegenständen, etc. bzw. der freiberuflichen Tätigkeit, Gehaltsabrechnungen der von der Gehaltsreduzierung betroffenen Monate sowie der Vormonate und die von den Einbußen betroffenen Einkommenssteuererklärungen sowie die Vorjahreserklärung. 15. Cardif ist berechtigt, den Leistungsanspruch nachzuprüfen. Insbesondere können die Vorlage von ärztlichen Attesten oder eine Untersuchung der versicherten Person durch einen von Cardif zu beauftragenden und zu bezahlenden Arzt und Bescheinigungen von Behörden und Arbeitgebern verlangt werden. 16. Durch Nachweise entstehende Kosten trägt die versicherte Person. Unterlagen sind im Original oder in öffentlich beglaubigter Abschrift sowie in deutscher Sprache oder beglaubigter Übersetzung in die deutsche Sprache einzureichen. 17. Die versicherte Person hat nach Möglichkeit für die Minderung des Schadens zu sorgen und alle Handlungen zu unterlassen, die der Genesung oder der Erlangung einer neuen Arbeitsstelle bzw. beruflichen Tätigkeit hinderlich sind. 18. Eine Verringerung des Grades der Arbeitsunfähigkeit oder eine neue Tätigkeit im Sinne dieser Bedingungen sowie das Ende der Übernahme der Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung durch die Pflegeversicherung der zu pflegenden Person ist innerhalb eines Monats ab Kenntnis anzuzeigen. 32 Welche Folgen hat die Nichtbeachtung von Obliegenheiten? Solange eine Mitwirkungsobliegenheit vorsätzlich nicht erfüllt wird, ist Cardif von der Verpflichtung zur Leistung frei. Im Falle der grobfahrlässigen Verletzung einer Obliegenheit ist Cardif berechtigt, die Leistung in einem der Schwere des Verschuldens entsprechenden Verhältnis zu kürzen, wenn die Verletzung Einfluss auf die Feststellung oder den Umfang der Leistungspflicht hatte. Die Kenntnis und das Verschulden der versicherten Person stehen der Kenntnis und dem Verschulden des Versicherungsnehmers gleich. VB-MRP-Kredit-Pro24-V (D)

13 ALLGEMEINE VERSICHERUNGSBEDINGUNGEN FÜR DEN KREDITSCHUTZ UND VERBRAUCHERINFORMATION 33 Was ist bei Ansprüchen gegen Dritte zu beachten? Hat die versicherte Person Schadenersatzansprüche nichtversicherungsrechtlicher Art gegen Dritte, die im Zusammenhang mit dem Versicherungsfall stehen, so besteht unbeschadet des gesetzlichen Forderungsüberganges gemäß 86 VVG die Verpflichtung, diese Ansprüche bis zur Höhe, in der aus dem Versicherungsverhältnis Versicherungsleistungen erbracht werden, an den Versicherer schriftlich abzutreten. Gibt die versicherte Person einen solchen Anspruch oder ein zur Sicherung des Anspruchs dienendes Recht ohne Zustimmung des Versicherers auf, so wird dieser insoweit von der Verpflichtung zur Leistung frei, als er aus dem Anspruch oder dem Recht hätte Ersatz erlangen können. 34 Wann und wie kann eine Prämienanpassung erfolgen? 1. Bei einer nicht nur als vorübergehend anzusehenden und nicht vorhersehbaren Veränderung des Leistungsbedarfs gegenüber den technischen Berechnungsgrundlagen und der daraus errechneten Prämie ist Cardif berechtigt, die Prämie entsprechend den berichtigten Berechnungsgrundlagen neu festzusetzen, sofern dies erforderlich erscheint, um die dauernde Erfüllbarkeit der Versicherungsleistung zu gewährleisten und sofern ein unabhängiger Treuhänder die Berechnungsgrundlagen und sonstigen Voraussetzungen für die Änderung überprüft und deren Angemessenheit bestätigt hat. Die Ermittlung der Veränderung des Schadenbedarfes erfolgt für jedes versicherte Risiko gesondert. Die Änderungen werden zu Beginn des 2. Monates wirksam, der auf die Benachrichtigung des Versicherungsnehmers folgt. 2. Bei Vereinbarung einer Einmalprämienzahlung erfolgt sofern die Voraussetzungen der Ziffer 1 gegeben sind entweder eine Prämiennachberechnung oder eine Verringerung der Versicherungsleistungen im Verhältnis der Prämiennachberechnung. Macht Cardif von dem Recht der Prämiennachberechnung Gebrauch, so kann die Fortsetzung der Restkreditversicherung ohne Prämiennachberechnung aber mit entsprechend verringerten Versicherungsleistungen verlangt werden. 35 Hat Cardif ein Ablehnungsrecht? Cardif hat das Recht, die Risikoübernahme ohne Angabe von Gründen abzulehnen. Für den Fall der Ablehnung erlischt der Versicherungsschutz der versicherten Person rückwirkend. Eine Versicherungsprämie fällt nicht an. 36 Welche Kündigungsmöglichkeiten bestehen? 1. Die versicherte Person kann mit einer Frist von vier Wochen jeweils zum Ende eines jeden Monates vom Versicherungsnehmer die Abmeldung von den Gruppenversicherungsverträgen verlangen. Alleine der Wegfall der versicherten Kredit- bzw. Leasingverpflichtung führt nicht zur Beendigung des Versicherungsverhältnisses. 2. Im Falle einer vorzeitigen Beendigung des die abgesicherte Zahlungsverpflichtung begründenden Vertrags kann die versicherte Person vom Versicherungsnehmer verlangen, dass sie von den Gruppenversicherungsverträgen zum Zeitpunkt des Endes des die abgesicherte Zahlungsverpflichtung begründenden Vertrags abgemeldet wird. Der Versicherungsschutz endet in diesem Fall zeitgleich mit dem die abgesicherte Zahlungsverpflichtung begründenden Vertrag. 3. Die versicherte Person und Cardif haben außerdem das Recht, Versicherungsverhältnisse gegen die Risiken Arbeitsunfähigkeit, Arbeitslosigkeit, Pflege eines Familienangehörigen und Krankenhausaufenthalt innerhalb eines Monats nach Anerkennung der Leistungspflicht mit einer Frist von 3 Monaten zum Monatsende zu beenden. Die Leistungsdauer eines anerkannten Versicherungsfalls wird durch eine solche Beendigung nicht verkürzt. 37 Was geschieht bei Beendigung der Gruppenversicherungsverträge? Bei Beendigung der Gruppenversicherungsverträge bleibt der Versicherungsschutz für jede versicherte Person bis zum ursprünglich vereinbarten Ablauf bestehen. 38 Gibt es einen Rückkaufswert oder eine Überschussberechtigung? 1. Ein Rückkaufswert der Prämien im versicherungstechnischen Sinne besteht nicht, es handelt sich um eine reine Risikoversicherung. 2. Die Versicherung ist nicht überschussberechtigt. 39 Wie müssen Mitteilungen, die sich auf das Versicherungsverhältnis beziehen, erfolgen? Mitteilungen, die das Versicherungsverhältnis betreffen, müssen stets schriftlich erfolgen. Für Cardif bestimmte Mitteilungen werden wirksam, sobald sie Cardif oder, im Falle einer Mitteilung der versicherten Person, dem Versicherungsnehmer zugegangen sind. 40 Welches Recht findet Anwendung und welcher Gerichtsstand besteht? 1. Für das Versicherungsverhältnis gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. 2. Klagen der versicherten Person gegen Cardif Lebensversicherung und Cardif Allgemeine Versicherung, beide Friolzheimer Straße 6, Stuttgart (jeweils zuständiger Versicherer: siehe 43), aus dem Versicherungsverhältnis können sowohl bei dem Gericht, in dessen Bezirk sich Cardif befindet, als auch bei dem Gericht erhoben werden, in dessen Bezirk die versicherte Person zur Zeit der Klagerhebung ihren Wohnsitz, in Ermangelung eines solchen, ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat. 3. Klagen gegen die versicherte Person sind bei dem Gericht zu erheben, in dessen Bezirk die versicherte Person bei Klagerhebung ihren Wohnsitz oder, in Ermangelung eines solchen, ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat. Verlegt die versicherte Person nach Anmeldung zu den Gruppenversicherungsverträgen ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt aus dem Geltungsbereich des Versicherungsvertragsgesetzes oder sind bei Klagerhebung weder der Wohnsitz noch der gewöhnliche Aufenthalt bekannt, kann die Klage gegen die versicherte Person bei dem Gericht erhoben werden, in dessen Bezirk sich Cardif befindet. 4. Klagen des Versicherungsnehmers gegen Cardif aus den Gruppenversicherungsverträgen können sowohl bei dem Gericht, in dessen Bezirk sich Cardif befindet, als auch bei dem Gericht erhoben werden, in dessen Bezirk der Versicherungsnehmer bei Klagerhebung seinen Sitz hat. 5. Klagen gegen den Versicherungsnehmer aus den Gruppenversicherungsverträgen sind bei dem Gericht zu erheben, in dessen Bezirk der Versicherungsnehmer bei Klagerhebung seinen Sitz oder eine Niederlassung hat. 41 Welche Regelungen gelten bezüglich der gerichtlichen Geltendmachung von Ansprüchen aus dem Versicherungsverhältnis? Die versicherte Person kann über ihre Rechte aus der Versicherung verfügen und diese gerichtlich geltend machen. 42 Können Prämienforderungen mit Versicherungsleistungen verrechnet werden? Cardif ist nicht berechtigt, gegen Ansprüche der versicherten Person mit Prämienforderungen oder anderen gegen den Versicherungsnehmer gerichteten Forderungen aufzurechnen. 43 Wer ist Versicherer? Versicherer für die Risiken Tod, Arbeitsunfähigkeit Krankenhausaufenthalt, Herzinfarkt, Krebs, Schlaganfall, Blindheit, Taubheit,Pflegefall, Erwerbsminderung wegen Berufsunfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit und Dienstunfähigkeit ist die Cardif Lebensversicherung Zweigniederlassung für Deutschland der Cardif Assurance Vie (Amtsgericht Stuttgart, HRB ) und für die Risiken Arbeitslosigkeit, Unfallinvalidität und Pflege eines Familienangehörigen die Cardif Allgemeine Versicherung Zweigniederlassung für Deutschland der Cardif Assurances Risques Divers (Amtsgericht Stuttgart, HRB ), Paris, beide: Friolzheimer Straße 6, Stuttgart, Hauptbevollmächtigter: David Furtwängler. 44 Welche Beschwerdestellen können kontaktiert werden? Sollte Cardif der versicherten Person wider Erwarten einen Anlass zur Beschwerde gegeben haben, kann sie sich an folgende Beschwerdestellen wenden: - Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) -Bereich Versicherungen-, Graurheindorfer Straße 108, Bonn - Versicherungsombudsmann e.v., Postfach , Berlin, Die Möglichkeit, den Rechtsweg zu beschreiten, bleibt hiervon unberührt. VB-MRP-Kredit-Pro24-V (D)

14 ALLGEMEINE VERSICHERUNGSBEDINGUNGEN FÜR DEN KREDITSCHUTZ UND VERBRAUCHERINFORMATION Hinweise zum Widerrufsrecht, zum Datenschutz und zur Schweigepflichtentbindung 1. Hinweise zum Widerrufsrecht Der versicherten Person wird ein vertragliches Widerrufsrecht ihrer Anmeldeerklärung zur Erlangung des Versicherungsschutzes über die Gruppenversicherungsverträge eingeräumt. Sie kann diese innerhalb von 30 Tagen ohne Angabe von Gründen in Textform (z. B. Brief, Fax, ) widerrufen. Dieses Widerrufsrecht ist im Zusammenhang mit dem gesetzlichen Widerrufsrecht des Versicherungsnehmers der Gruppenversicherungsverträge zu sehen. Insoweit wird darauf hingewiesen, dass die dem Versicherungsnehmer zur Verfügung zu stellenden Vertragsinformationen gemäß 7 Abs. 1 und 2 des Versicherungsvertragsgesetzes diesem bereits vorliegen und auch die im Falle des elektronischen Geschäftsverkehrs speziell für diesen Vertriebsweg geltenden zusätzlichen Pflichten gemäß 312e Abs. 1 Satz 1 BGB in Verbindung mit Artikel 241 des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuche erfüllt sind. Deshalb beginnt die Widerrufsfrist für die versicherte Person am Tag, nachdem sie die Anmeldedokumente einschließlich der maßgeblichen Versicherungsbedingungen und diese Belehrung in Textform erhalten hat. Zur Wahrung der Widerrufsfrist genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs. Der Widerruf ist zu richten an den Versicherungsnehmer (Procheck24 AG, Erika-Mann-Straße 66, München), der das Widerrufsverlangen an die Cardif Allgemeine Versicherung, Cardif Lebensversicherung, Friolzheimer Straße 6, Stuttgart weiterleitet. Bei einem Widerruf per Telefax ist der Widerruf an folgende Faxnummer zu richten: Widerrufsfolgen: Im Falle eines wirksamen Widerrufs endet der Versicherungsschutz und es wird der zur Erlangung des Versicherungsschutzes gezahlte Beitrag in voller Höhe erstattet. Beginnt der Versicherungsschutz nicht vor dem Ende der Widerrufsfrist, hat der wirksame Widerruf zur Folge, dass empfangene Leistungen zurückzugewähren und gezogene Nutzungen (z.b. Zinsen) herauszugeben sind. Beiträge werden unverzüglich erstattet, spätestens 30 Tage nach Zugang des Widerrufs. Da es sich um eine Risikoversicherung handelt, existieren keine Rückkaufswerte und keine Überschussanteile im versicherungstechnischen Sinne. Besondere Hinweise: Das Widerrufsrecht erlischt, wenn das Versicherungsverhältnis auf ausdrücklichen Wunsch der versicherten Person sowohl von ihr als auch von Cardif vollständig erfüllt wurde, bevor das Widerrufsrecht ausgeübt wurde. 2. Datenübermittlung Personenbezogene Daten werden zum Zwecke der notwendigen Verwaltung der Versicherungsverhältnisse der versicherten Person sowie im Zuge der Gewährung von Versicherungsschutz an die Cardif Versicherungen, Friolzheimer Str. 6, Stuttgart weitergegeben und dort gespeichert. Sie können ggf. an andere Versicherer der Cardif-Gruppe und Rückversicherer weitergegeben werden. 3. Erhebung personenbezogener Gesundheitsdaten / Entbindung von der Schweigepflicht / Erhebung sonstiger Daten Die versicherte Person ermächtigt Cardif zur Beurteilung der von ihr im Rahmen ihres Leistungsantrages gemachten Angaben, personenbezogene Gesundheitsdaten bei allen Ärzten, Krankenhäusern und sonstigen Krankenanstalten, Pflegeheimen und Pflegepersonen, bei denen sie in Behandlung war bzw. ist, sowie anderen Personenversicherern und gesetzlichen Krankenkassen sowie Berufsgenossenschaften und Behörden über Ursache, Beginn, Art, Verlauf, Grad und voraussichtliche Dauer des Versicherungsfalles sowie über diejenigen Krankheiten, die zum Versicherungsfall geführt haben, zu erheben. Insoweit entbindet sie alle, die hiernach befragt werden, von der Schweigepflicht, auch über ihren Tod hinaus. Für die Risiken Pflegefall, Unfallinvalidität, Herzinfarkt, Krebs, Schlaganfall, Blindheit, Taubheit, Erwerbsminderung wegen Berufsunfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit, Dienstunfähigkeit, Arbeitsunfähigkeit und Krankenhausaufenthalt kann die versicherte Person jederzeit der Erhebung widersprechen und verlangen, dass die Erhebung nur erfolgt, wenn jeweils in die einzelne Erhebung eingewilligt wurde. In diesem Fall werden die versicherte Person und Cardif ein angemessenes Entgelt für den entsprechend erhöhten Verwaltungsaufwand vereinbaren. Darüber hinaus ermächtigt die versicherte Person Cardif die von ihr über ihre Einkommensverhältnisse und Arbeitsunfähigkeitszeiten gemachten Angaben ihre Arbeitgeber zu befragen. Für die Beurteilung eines Leistungsfalles wegen Arbeitslosigkeit ermächtigt die versicherte Person Cardif zur Prüfung und Verwertung der von ihr gemachten Angaben, ihre früheren, derzeitigen und künftigen Arbeitgeber sowie die Agentur für Arbeit über ihre Beschäftigungsverhältnisse, die Gründe ihrer Arbeitslosigkeit, die Höhe ihrer zuletzt bezogenen Einkünfte bzw. ihres Arbeitslosengeldes und Arbeitsunfähigkeitszeiten sowie ihre unternommenen Bemühungen, eine neue Anstellung zu finden, zu befragen. VB-MRP-Kredit-Pro24-V (D)

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