Ihr gutes Recht. Sachwalterschaft, Vertretungsbefugnis, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung. Foto:istock/Squaredpixels

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1 Ihr gutes Recht Sachwalterschaft, Vertretungsbefugnis, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung Foto:istock/Squaredpixels

2 2 Impressum Herausgeber: Fonds Soziales Wien, Guglgasse 7-9, 1030 Wien, Tel.: Redaktion, Gestaltung und Fotos: Fonds Soziales Wien, Unternehmenskommunikation. Druck- und Satzfehler vorbehalten. Gedruckt auf ökolog. Druckpapier aus der Mustermappe»ÖkoKauf Wien«. Artikel-Nr.: Stand: November 2013.

3 Inhaltsverzeichnis Vorwort 4 Sachwalterschaft 6 Vertretungsbefugnis 8 Vorsorgevollmacht 10 Patientenverfügung 12 Zusätzliche Informationen 18 3

4 Vorwort Sehr geehrte Wienerinnen! Sehr geehrte Wiener! Foto: Peter Rigaud Hohe Lebensqualität und soziale Sicherheit zeichnen Wien aus und machen Wien für seine Bürgerinnen und Bürger lebenswert, insbesondere für Seniorinnen und Senioren. Gerade in persönlich schwierigen Situationen wie bei Krankheit oder Unfällen ist es wichtig, dass man sich auf die Stadt verlassen kann. Das gilt ganz besonders für ältere Menschen, wenn sie in ihrer Handlungs- oder Geschäftsfähigkeit eingeschränkt sind. Es ist selbstverständlich, dass Rechte und Wahlfreiheit von Seniorinnen und Senioren bei medizinischer Behandlung in jedem Fall bestmöglich gewahrt bleiben müssen. Der Gedanke, einmal nicht mehr selbst die notwendigen Entscheidungen treffen zu können, ist zweifellos für uns alle erschreckend. Daher ist es besonders wichtig und hilfreich, rechtzeitig gut informiert zu sein, um die entsprechenden Veranlassungen ohne Zeitdruck treffen zu können. Das gibt Sicherheit für sich und seine Familie und Freunde. Nützen Sie deshalb die Informationen, die das SeniorInnenbüro für Sie zusammengestellt hat, um Sie bei Ihrer Lebensgestaltung gut zu unterstützen. Sie finden in dieser Broschüre alle wichtigen Informationen, damit Sie in Ruhe und frühzeitig entscheiden können, ob und welche Vorkehrungen Sie treffen wollen. Mag a Sonja Wehsely Stadträtin für Gesundheit und Soziales 4

5 Sehr geehrte Seniorinnen! Sehr geehrte Senioren! Als vollwertiges und mündiges Mitglied der Gesellschaft selbstbestimmt und verantwortungsbewusst über das eigene Leben und dessen Gestaltung zu bestimmen ein Anspruch, den alle Generationen haben! Doch gerade im Alter stellen sich viele Menschen die Fragen: Was, wenn ich genau das eines Tages wegen einer Erkrankung oder nach einem Unfall nicht mehr kann? Wie kann ich gut und rechtzeitig vorsorgen? Das Gesetz sieht verschiedene Möglichkeiten vor, die Rechte von jenen BürgerInnen zu sichern, die erforderliche Entscheidungen nicht mehr treffen bzw. nicht mehr rechtswirksam erledigen können. Viele Regelungen etwa die Wahl einer Vertretungsperson können Sie schon im Vorhinein treffen. Darüber hinaus stellen Sie mit einer Patientenverfügung sicher, dass auf Ihre Anliegen bei einer medizinischen Behandlung Rücksicht genommen wird. Lernen Sie Ihre Möglichkeiten und Rechte kennen und erfahren Sie, wie Sie Ihre Wünsche und Anliegen rechtsgültig durchsetzen können! Die vorliegende Broschüre, die dankenswerter Weise mit Unterstützung der Wiener Pflege-, Patientinnen- und Patientenanwaltschaft für Sie zusammengestellt wurde, ist Ihnen dabei behilflich. Und wenn Sie zu Informationen und Angeboten Fragen haben: Rufen Sie an oder kommen Sie ins SeniorInnenbüro! Wir nehmen uns Zeit und beantworten Ihre individuellen Fragen. Denn wer heute vorsorgt, braucht sich morgen nicht zu sorgen! Dr in Angelika Rosenberger-Spitzy SeniorInnenbeauftragte der Stadt Wien 5

6 SeniorInnen-Service-Telefon 01/ Mo Fr: 8:00 16:00 Uhr Foto: istock/ridofranz Sachwalterschaft Wann wird eine Sachwalterin/ein Sachwalter bestellt? Wenn eine Person über 18 Jahre die erforderlichen Entscheidungen und Handlungen für sich selbst nicht mehr treffen kann, ohne dabei Gefahr zu laufen, benachteiligt zu werden und keine andere Möglichkeit zur Regelung gegeben ist, kann eine Sachwalterin/ein Sachwalter bestellt werden. Das können z. B. vertretungsbefugte Angehörige, Vorsorgebevollmächtigte, Familienmitglieder oder MitarbeiterInnen von psychosozialen Diensten sein. Durch eine Sachwalterverfügung können Betroffene rechtzeitig Personen als Sachwalterin/als Sachwalter vorschlagen, von denen sie annehmen, dass sie ihre Wünsche und Interessen am besten und im Sinne der/des zukünftig Betroffenen vertreten. Liegen keine hinderlichen Umstände vor, wird das Pflegschaftsgericht (Bezirksgericht) auch die vorgeschlagene Person wenn diese zustimmt mit der Sachwalterschaft betrauen. 6

7 Sachwalterschaft Vertretungsbefugnis nächster Angehöriger Vorsorgevollmacht Patientenverfügung Zusätzliche Informationen Wer bestellt eine Sachwalterin/einen Sachwalter? Die Sachwalterin/der Sachwalter wird vom Pflegschaftsgericht (Bezirksgericht) bestellt. Vorgeschlagen kann die Sachwalterbestellung von jeder Person werden, die den Verlust der Selbstbestimmungsmöglichkeit erkennt oder davon betroffen ist. Anträge müssen bei jenem Gericht gestellt werden, das für den Wohnort der/des Betroffenen zuständig ist. Das Verfahren selbst ist kostenlos, allenfalls können Kosten für ein notwendiges medizinisches Gutachten entstehen. Auflagen für Sachwalterinnen/für Sachwalter Für SachwalterInnen gelten wenn sie nicht nur zur Vertretung in einer einzelnen Angelegenheit betraut sind eine Reihe von Auflagen: Der Kontakt mit der betreuten Person hat mindestens einmal im Monat persönlich zu erfolgen, bei akutem Bedarf häufiger. Über die Kontakte ist das Pflegschaftsgericht von der Sachwalterin/vom Sachwalter einmal im Jahr zu informieren. Die dauernde Verlegung des Wohnsitzes bzw. der Abschluss eines Heimvertrages bedarf der gerichtlichen Zustimmung. Bei bestimmten medizinischen Behandlungen oder deren Ablehnung ist wenn keine Verbindliche Patientenverfügung vorliegt ebenfalls eine gerichtliche Zustimmung nötig. Belege müssen gesammelt und aufbewahrt werden. Das Gericht kann der Sachwalterin/dem Sachwalter jederzeit eine Rechnungslegung auftragen. Eine Sachwalterin/ein Sachwalter kann maximal fünf Sachwalterschaften übernehmen. Wenn eine Rechtsanwältin/ein Rechtsanwalt bestimmt wird, dann maximal 25 Fälle. Als Sachwalterin/Sachwalter kann auch ein Sachwalterverein beauftragt werden. Auch in diesem Fall ist vom Verein eine bestimmte Person zu nominieren, die die Vertretung persönlich übernimmt. 7

8 SeniorInnen-Service-Telefon 01/ Mo Fr: 8:00 16:00 Uhr Foto: istock/asiseeit Vertretungsbefugnis nächster Angehöriger Durch nahe Verwandte können viele Angelegenheiten des täglichen Lebens für ihre handlungs- und geschäftsunfähigen Angehörigen geregelt werden. Zu den nächsten Angehörigen zählen die/der im gemeinsamen Haushalt lebende Ehegattin/Ehegatte, die Lebensgefährtin/der Lebensgefährte (wenn sie/er mit der/dem Betroffenen bereits seit mindestens drei Jahren zusammenlebt), die eingetragene Partnerin/der eingetragene Partner sowie volljährige Kinder bzw. die eigenen Eltern. Zu den sogenannten Vertretungsrechten zählen unter anderem: Erledigung der Alltagsgeschäfte Organisation der allenfalls erforderlichen Pflege Entscheidung über leichte medizinische Behandlungen Beantragung von Leistungen (z. B. Pflegegeldantrag, Wohnbeihilfen, 8

9 Sachwalterschaft Vertretungsbefugnis nächster Angehöriger Vorsorgevollmacht Patientenverfügung Zusätzliche Informationen Rezeptgebührenbefreiung, Rundfunkgebührenbefreiung, Telefonkostenzuschuss, Versicherungsleistungen) Damit eine Vertretungsbefugnis wirksam wird, ist in einer Notariatskanzlei die Ausstellung einer Bestätigung über die Meldung des Wirksamwerdens der Vertretungsvollmacht zu verlangen. Diese ist kostenpflichtig. Wenn diese Bestätigung z. B. bei Ämtern, Versicherungen, Geldinstituten, Wohnungseigentümern, medizinischen Einrichtungen oder Pflegeeinrichtungen vorgelegt wird, kann die jeweilige Einrichtung davon ausgehen, dass die Befugnis zu Recht besteht. Voraussetzung Nachweis des Verlustes der Einsichts- und Urteilsfähigkeit der/des Angehörigen (medizinisches Zeugnis) Bescheinigung des Naheverhältnisses (z. B. Heiratsurkunde, Meldezettel, Geburtsurkunde) Sind die genannten Voraussetzungen erfüllt, wird die Bestätigung ausgestellt und in das Österreichische Zentrale Vertretungsverzeichnis, ÖZVV, (kostenpflichtig) eingetragen. Gleichzeitig informieren Notarin/ Notar oder Rechtsanwältin/Rechtsanwalt über die mit der Vertretungsbefugnis verbundenen Rechte und Pflichten. Einwand gegen die Vertretungsbefugnis Gegen die Ausstellung einer Vertretungsbefugnis kann von anderen Angehörigen beim Pflegschaftsgericht oder in einer Notariats- oder Rechtsanwaltskanzlei Einwand erhoben werden. In diesem Fall entscheidet das Gericht, ob eine Sachwalterin/ein Sachwalter zu bestellen ist oder wer die Vertretungsbefugnis übertragen bekommt. Auch in diesem Fall ist es sinnvoll, seinen Willen rechtzeitig, z. B. in Form einer Vorsorgevollmacht, festzulegen. 9

10 SeniorInnen-Service-Telefon 01/ Mo Fr: 8:00 16:00 Uhr Foto: istock/digitalgrill Vorsorgevollmacht Eine Sachwalterin/ein Sachwalter wird dann bestellt, wenn die Entscheidungsfähigkeit der Betroffenen nicht mehr gegeben ist und andere Maßnahmen (z. B. Vertretungsbefugnis) nicht ausreichen (siehe Seite 6). Mit einer Vorsorgevollmacht kann man bereits vor dem Verlust der Handlungs- bzw. Geschäftsfähigkeit bestimmen, wer als Bevollmächtigte/als Bevollmächtigter entscheiden bzw. die Interessen der/des Betroffenen vertreten soll. Die/der Bevollmächtigte muss der Betrauung ausdrücklich zustimmen. In diesem Fall ist keine Sachwalterin/ kein Sachwalter durch das Pflegschaftsgericht zu bestellen, außer die/der Bevollmächtigte wird nicht im Sinne der Vollmacht tätig oder gefährdet das Wohl der Person, die die Vollmacht erteilt. Die Angelegenheiten, zu deren Erledigung die Vollmacht erteilt wird, müssen detailliert angeführt werden. Die Vollmachtgeberin/der Vollmachtgeber kann auch für bestimmte Angelegenheiten genaue Vorgaben machen. 10

11 Sachwalterschaft Vertretungsbefugnis nächster Angehöriger Vorsorgevollmacht Patientenverfügung Zusätzliche Informationen Die/der Bevollmächtigte darf in keinem Abhängigkeitsverhältnis zur Vollmachtgeberin/zum Vollmachtgeber stehen (z. B. Mitarbeiterin/ Mitarbeiter der betreuenden Einrichtung). Die Vollmacht ist eigenhändig zu schreiben und zu unterschreiben. Wenn die Vollmacht mit Schreibmaschine/Computer oder fremdhändig geschrieben ist, muss diese von drei unbefangenen, eigenberechtigten und sprachkundigen Zeuginnen/Zeugen bestätigt werden. Die Vollmacht sollte von einer Notarin/Rechtsanwältin bzw. von einem Notar/ Rechtsanwalt oder bei Gericht erstellt werden, dafür muss man mit Kosten rechnen. Eine solche Vollmacht erscheint dann sinnvoll, wenn es um die Festlegung eines bestimmten Pflegeheimes, die Bestimmung des Wohnortes bzw. den Verkauf/die Vermietung eines Hauses/einer Wohnung oder große finanzielle Ausgaben geht. Außerdem kann die Vollmacht im Österreichischen Zentralen Vertretungsverzeichnis (ÖZVV) registriert werden sie ist kostenpflichtig. Muss dennoch eine Sachwalterin/ein Sachwalter bestellt werden, kann man durch eine Sachwalterverfügung seinen Wunsch über die zu bestellende Person vorweg bekannt geben. Diese Sachwalterverfügung kann auch gemeinsam mit einer Patientenverfügung erstellt und in das Register eingetragen werden. 11

12 SeniorInnen-Service-Telefon 01/ Mo Fr: 8:00 16:00 Uhr Foto: istock/pejo29 Patientenverfügung Wozu dient eine Patientenverfügung? Das Recht auf Selbstbestimmung ist ein Grundrecht. Daher kann jede/ jeder einer medizinischen Behandlung zustimmen oder sie ablehnen. Wenn PatientInnen selbst in der Lage sind, ihren Willen gegenüber den ÄrztInnen auszudrücken (z. B. Zustimmungserklärung für Operationen), haben die MedizinerInnen dies auch zu berücksichtigen. Um dieses Recht auf Selbstbestimmung auch dann sicherzustellen, wenn sich die Betroffenen krankheitsbedingt nicht (mehr) selbst äußern können oder sie eine tödliche Krankheit haben, besteht die Möglichkeit, eine schriftliche Patientenverfügung abzufassen. Diese Willensäußerung ist von den behandelnden ÄrztInnen zu beachten. Wer kann eine Patientenverfügung verfassen? Eine Patientenverfügung muss persönlich abgefasst werden; eine Familienangehörige/ein Familienangehöriger, eine vertretungsbefugte Per- 12

13 Sachwalterschaft Vertretungsbefugnis nächster Angehöriger Vorsorgevollmacht Patientenverfügung Zusätzliche Informationen son oder eine Sachwalterin/ein Sachwalter sind dazu nicht berechtigt. Die Patientenverfügung kann jederzeit formlos widerrufen werden. Sie sollte außerdem spätestens nach fünf Jahren neuerlich mit Datum und Unterschrift bestätigt werden, die Verbindliche Patientenverfügung ist nach fünf Jahren neu zu verfassen. Es empfiehlt sich auch, in der Patientenverfügung eine Vertrauensperson zu nennen. Sie kann für Entscheidungen im Sinne der/des Betreuungsbedürftigen beratend herangezogen werden. Welche Schritte sind zu setzen? Informationen, Erstberatung und eine Arbeitsmappe mit Hilfsmaterialien erhalten Wienerinnen und Wiener bei der Wiener Pflege-, Patientinnen- und Patientenanwaltschaft. Bei den niedergelassenen VertrauensärztInnen in den meisten Fällen die Hausärztin/der Hausarzt werden dann die medizinischen Inhalte ausführlich erörtert. Von ärztlicher Seite ist immer zu prüfen, ob die Patientin/der Patient über die nötige Einsichts- und Urteilsfähigkeit verfügt. Danach folgt ein umfassendes Aufklärungsgespräch über die von der/dem Betroffenen abgelehnten medizinischen Maßnahmen und die daraus resultierenden Konsequenzen. Diejenigen PatientInnen, die eine Verbindliche Patientenverfügung erstellen wollen, müssen sich dann noch mit der Patientenanwaltschaft, einer Notarin/einem Notar oder einer Rechtsanwältin/einem Rechtsanwalt in Verbindung setzen, um die Verfügung auf Vollständigkeit und Verständlichkeit prüfen zu lassen. Wie wird die Patientenverfügung umgesetzt? Für den Fall, dass PatientInnen zum Zeitpunkt der anstehenden Behandlung nicht mehr einsichts- und urteilsfähig sind oder sich nicht mehr eindeutig äußern können, können sie durch eine schriftliche Patientenverfügung bestimmte medizinische Behandlungen ablehnen. Diese gilt jedoch nicht bei einem Unfall. Hier steht die medizinische 13

14 SeniorInnen-Service-Telefon 01/ Mo Fr: 8:00 16:00 Uhr Notfallversorgung im Vordergrund, außer es besteht die Möglichkeit, die NotfallversorgerInnen über das Bestehen einer Patientenverfügung rechtzeitig zu informieren. Die Patientenverfügung sollte leicht erreichbar aufbewahrt werden. Bei einem Spitalsaufenthalt sollten die MedizinerInnen über Existenz und Inhalt informiert werden. Bei der Österreichischen Notariats- oder Rechtsanwaltskammer wurde ein gesondertes Register eingerichtet. Die Eintragung in dieses Register ist kostenpflichtig. Das Österreichische Zentrale Vertretungsverzeichnis ist ein von der Rechtsanwaltskammer geführtes Register, in dem alle einer Notarin/ Rechtsanwältin bzw. einem Notar/Rechtsanwalt vorgelegten Vorsorgevollmachten registriert werden können. Arten der Patientenverfügung 1. Beachtliche Patientenverfügung Die Beachtliche Patientenverfügung ist eine Willensäußerung, die die behandelnden ÄrztInnen bei ihrer Entscheidung über die weitere Behandlung berücksichtigen müssen. Alle vor dem 1. Juli 2006 verfassten Patientenverfügungen fallen nunmehr in die Kategorie Beachtliche Patientenverfügung. Inhalt sind jene medizinischen Behandlungsschritte, die allenfalls abgelehnt werden. Die Gültigkeitsdauer ist nicht festgelegt. Es empfiehlt sich aber, die Verfügung alle drei bis fünf Jahre zu erneuern. Die Verfügung kann jederzeit widerrufen werden, auch z. B. mündlich oder durch Hand- und Kopfzeichen (wenn die Person nicht mehr in der Lage ist zu sprechen). 14

15 Sachwalterschaft Vertretungsbefugnis nächster Angehöriger Vorsorgevollmacht Patientenverfügung Zusätzliche Informationen Für die Erstellung bestehen keine Formvorschriften. Sie kann sowohl schriftlich als auch mündlich abgegeben werden (z. B. vor den behandelnden ÄrztInnen). Eine mündliche Beachtliche Patientenverfügung muss von den MedizinerInnen bzw. vom Pflegepersonal in der PatientInnendokumentation angeführt werden. 2. Verbindliche Patientenverfügung Durch diese genau geregelte Form der Patientenverfügung werden MedizinerInnen in ihren Handlungen an den PatientInnenwillen gebunden. Für die ÄrztInnen gibt es keinen Handlungsspielraum. Was in der Verbindlichen Patientenverfügung festgelegt ist, ist zu beachten und zu erfüllen, wenn es rechtlich gedeckt ist (so kann keine Sterbehilfe verlangt werden), nicht den guten Sitten widerspricht oder nicht durch den Fortschritt der medizinischen Erkenntnisse überholt ist. Bei der Abfassung einer Verbindlichen Patientenverfügung ist die Einhaltung genauer Vorschriften zu beachten: Konkrete Beschreibung der abgelehnten medizinischen Behandlungen Abschätzbarkeit der Folgen dieser Ablehnung (durch nachweisliche medizinische Beratung) Schriftliche Abfassung vor einer Rechtsanwältin bzw. Notarin/ einem Rechtsanwalt bzw. Notar oder einer rechtskundigen Mitarbeiterin/einem rechtskundigen Mitarbeiter einer PatientInnenanwaltschaft oder einer PatientInnenvertretung Die Verbindliche Patientenverfügung gilt für jeweils fünf Jahre und muss nach Ablauf ihrer Gültigkeit durch ein neuerliches ärztliches Beratungsgespräch und eine Unterschrift bei einer rechtlichen Vertretung bestätigt werden. Erfolgt diese Verlängerung nicht, wird die 15

16 SeniorInnen-Service-Telefon 01/ Mo Fr: 8:00 16:00 Uhr Verbindliche Patientenverfügung automatisch zu einer Beachtlichen Patientenverfügung. Für die verpflichtende ärztliche (Hausärztin/-arzt) sowie rechtliche Beratung (Rechtsanwältin/-anwalt, NotarIn) fallen Kosten an. Erfolgt die rechtliche Beratung durch eine rechtskundige Mitarbeiterin/einen rechtskundigen Mitarbeiter einer PatientInnenvertretung, entstehen für diesen Teil in der Regel keine Kosten. Die Eintragung in das Register ist mit Kosten verbunden. Bei der Wiener Rechtsanwaltskammer (www.rakwien.at) und der Österreichischen Notariatskammer (www.notar.at) liegen Listen von Kanzleien auf, die ein Beratungspaket (mit einem fixen Kostensatz) anbieten. 16

17 Sachwalterschaft Vertretungsbefugnis nächster Angehöriger Vorsorgevollmacht Patientenverfügung Zusätzliche Informationen Patientenverfügung Wiener Pflege-, Patientinnen- und Patientenanwaltschaft 5., Schönbrunner Straße 108 (Eingang Sterkgasse) Tel.: 01/ Fax: 01/ Internet: Österreichische Notariatskammer für Wien, Niederösterreich und Burgenland 1., Landesgerichtsstraße 20 Briefanschrift: Postfach 150, 1011 Wien Tel.: 01/ Fax: 01/ Internet: Rechtsanwaltskammer Wien 1., Ertlgasse 2 (Ecke Rotenturmstraße) Tel.: 01/ Fax: 01/ Internet: 17

18 SeniorInnen-Service-Telefon 01/ Mo Fr: 8:00 16:00 Uhr Zusätzliche Informationen Vertretungsnetz Sachwalterschaft, Patientenanwaltschaft, Bewohnervertretung (VSP) Vertretungsnetz Sachwalterschaft, Patientenanwaltschaft, Bewohnervertretung 20., Forsthausgasse Tel.: 01/ Internet: für die Bezirke 1, 3, 4, 5, 6, 11: für die Bezirke 10, 12, 23: 5., Ziegelofengasse 33/2/5 Tel.: 01/ , Wilhelmstraße 43 Tel.: 01/ für die Bezirke 2, 20, 22: für die Bezirke 13, 14, 15, 21: 2., Taborstraße 46a/6 Tel.: 01/ , Pfeiffergasse 4/D/1/1 Tel.: 01/ für die Bezirke 7, 8, 9, 16, 17, 18, 19: 1., Teinfaltstraße 1 Tel.: 01/ VSP in Spitälern (Patientenanwaltschaft) Sozialmedizinisches Zentrum Baumgartner Höhe Otto-Wagner-Spital 14., Baumgartner Höhe 1 Tel.: 01/ Sozialmedizinisches Zentrum Süd Kaiser-Franz-Josef-Spital Psychiatrische Abteilung 10., Kundratstraße 3 Tel.: 01/ Allgemeines Krankenhaus der Stadt Wien Universitätsklinik für Psychiatrie 9., Währinger Gürtel Tel.: 01/ Sozialmedizinisches Zentrum Ost Donauspital Psychiatrische Abteilung 22., Langobardenstraße 122 Tel.: 01/

19 Sachwalterschaft Vertretungsbefugnis nächster Angehöriger Vorsorgevollmacht Patientenverfügung Zusätzliche Informationen Weitere Adressen: Hospiz Österreich Dachverband von Palliativ- und Hospizeinrichtungen 4., Argentinierstraße 2/3 Tel.: 01/ Fax: 01/ Internet: Bundesministerium für Justiz 7., Museumstraße 7 Tel.: 01/ Für die Vereinbarung eines Beratungstermins kontaktieren Sie bitte direkt die Beratungsstellen unter den angegebenen Telefonnummern oder -Adressen. 19

20 SeniorInnenbüro der Stadt Wien 01/ Als zentrale Vertretung der älteren Generation ist das SeniorInnenbüro Anlauf-, Informations- und Beratungsstelle für alle Wiener SeniorInnen. Mit der SeniorInnenbeauftragten Dr in Angelika Rosenberger-Spitzy haben die SeniorInnen eine Stimme, die als Bindeglied zwischen Politik und Verwaltung fungiert und die ihre Interessen und Anliegen vertritt. Unter 01/ informieren und beraten die MitarbeiterInnen von Montag bis Freitag von 8:00 bis 16:00 Uhr zu Themen wie Freizeitmöglichkeiten, Weiterbildung, Gesundheit, Pflege und Betreuung, Wohnen, ehrenamtliches Engagement und vieles mehr. Informationen finden Sie auch in den kostenlosen Broschüren, die Sie beim SeniorInnen-Service-Telefon bestellen können. Fonds Soziales Wien 01/ Der Fonds Soziales Wien (FSW) sorgt dafür, dass die Wienerinnen und Wiener die Unterstützung bekommen, die sie brauchen. Das Angebot umfasst Leistungen der Pflege und Betreuung, Behindertenhilfe, Wohnungslosenhilfe sowie Grundversorgung für AsylwerberInnen. Unter der Nummer 01/ beraten, informieren und vermitteln die MitarbeiterInnen täglich von 8:00 bis 20:00 Uhr Hilfeleistungen zu Pflege und Betreuung, Wohn- und Pflegeeinrichtungen sowie Leistungen aus der Behindertenhilfe. 20

21 22 Notizen

22 23

23 SeniorInnen-Service-Telefon 01/ , Mo Fr 8:00 16:00 Uhr SeniorInnenbüro der Stadt Wien Guglgasse 6/4.Stock, 1110 Wien Gasometer A, Haupteingang Homepage

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