Caritas Forum Demenz Gerontopsychiatrisches Kompetenzzentrum

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1 CARITAS FORUM DEMENZ Gerontopsychiatrisches Kompetenzzentrum Plathnerstraße 51, Gartenhaus Hannover Caritas Forum Demenz Gerontopsychiatrisches Kompetenzzentrum Brigitte Harnau (Leitung CFD) Marianne Miemietz-Schmolke Jeanett Radisch Martina Robel Sabine Methling 1

2 Kontaktdaten Caritas Forum Demenz - Gerontopsychiatrisches Kompetenzzentrum (CFD) Plathnerstraße 51, Gartenhaus Hannover Leitung: Brigitte Harnau 0511/ Weitere Mitarbeiterinnen: Sabine Methling 0511/ Marianne Miemietz-Schmolke 0511/ Jeanett Radisch 0511/ Martina Robel 0511/

3 Inhaltsverzeichnis Kontaktdaten Caritas Forum Demenz Gerontopsychiatrisches Kompetenzzentrum Gerontopsychiatrisch erkrankte Menschen Beschreibung des Klientels Statistische Betrachtung Das Gerontopsychiatrische Versorgungsmodell Veröffentlichungen im Rahmen der Arbeit des Caritas Forum Demenz Thesen Gerontopsychiatrische Versorgung in 20 Jahren Zusammenfassung Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Versorgungsregion Niedersachsen Arbeitsgebiete des CFD... 4 Abbildung 2:Caritas Forum Demenz Gerontopsychiatrisches Kompetenzzentrum... 5 Abbildung 3: Mitarbeiterinnen des Caritas Forum Demenz und Arbeitsschwerpunkte... 6 Abbildung 4: Themenschwerpunkte und Arbeitsform des CFD... 7 Abbildung 5: Zielgruppenbeschreibung... 8 Abbildung 6: Statistik Landespsychiatrieplan in Bezug auf Gerontopsychiatrie... 9 Abbildung 7: Statistik Landespsychiatrieplan in Bezug auf Gerontopsychiatrie Diagramm-Darstellung Abbildung 8: Regionen mit einer theoretisch hohen Anzahl an gerontopsychiatrisch Betroffenen Abbildung 9: Systematische Abfolge der Instrumente zur Optimierung der gerontopsychiatrischen Versorgung unter Beachtung der regionalen Bedingungen Abbildung 10: Gerontopsychiatrisches Versorgungsmodell Abbildung 11: Gerontopsychiatrischer Versorgungspfad Abbildung 12: Behandlungspfad Abbildung 13: Ziele bei der Implementierung von Versorgungsmodell, -pfad und Behandlungspfad

4 1. Caritas Forum Demenz Gerontopsychiatrisches Kompetenzzentrum Das Caritas Forum Demenz (CFD) ist zentraler Initiator für eine flächendeckende Weiterentwicklung gerontopsychiatrischer Versorgungsstrukturen in drei der ehemaligen Regierungsbezirken (Weser-Ems, Lüneburg, Hannover) Niedersachsens (vgl. Abbildung 1). In Trägerschaft des Caritasverbandes Hannover wird es gefördert durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. Das CFD wurde 2005 als Fachstelle eingerichtet, deren Aufgabe es ist eine landesweite Weiterentwicklung von heimvermeidenden ambulanten Netzwerken zu initiieren und die Versorgungssituation gerontopsychiatrisch erkrankter Menschen und ihrer pflegenden Angehörigen in Niedersachsen nachhaltig zu verbessern. Soweit noch nicht vorhanden, werden gezielt gerontopsychiatrische Verbundsysteme initiiert, die Transparenz und Vernetzung bzgl. verschiedener Versorgungsbausteine hergestellt. In diesem Rahmen übernimmt das Gerontopsychiatrische Kompetenzzentrum die Funktion einer Informationsplattform zu deren Aufgabe auch zählt, bestehende Finanzierungen zu sichern, Kostenträger für neue Versorgungsleistungen zu gewinnen und bei der Ausgestaltung von Vertragsvereinbarungen mitzuwirken. Das CFD als Gerontopsychiatrische Kompetenzzentrum arbeitet in zwei sich ergänzenden Strängen. Zum einen arbeitet es in den Strukturen der Altenhilfe und den Sozialpsychiatrischen Verbünden (SpV), in enger Kooperation mit dem Psychiatriereferat, dem Landesfachbeirat Psychiatrie Niedersachsen und verschiedenen Kostenträgern. Hier informiert bzw. berät es Leistungserbringer aus dem medizinischen, pflegerischen und psychosozialen Bereich zum Ausbau und Möglichkeiten der Weiterentwicklung gerontopsychiatrischer Versorgungsstrukturen. Zum anderen berät das CFD gerontopsychiatrisch erkrankte Menschen und deren Angehörige und bietet im Rahmen z.b. der Öffentlichkeitsarbeit verschiedene Informationsveranstaltungen bzw. Unterstützungsangebote an (vgl. Abbildung 2). Die durch die beiden Arbeitsebenen gewonnenen Erkenntnisse bieten zahlreiche Synergieeffekte. Die seitens des CFD zu bearbeitenden Schwerpunkte sind erstens der Aufbau und die Weiterentwicklung der gerontopsychiatrischen Versorgung in den jeweiligen niedersächsischen SpVen und zweitens die Verstetigung sowie inhaltliche Ausgestaltung der ambulanten (geronto-)psychiatrischen Pflege (vgl. Abbildung 4). Zur Verwirklichung dieser Arbeitsfelder führt das CFD Zukunftswerkstätten und Netzwerktagungen durch oder nimmt Kontakt zu Leistungserbringern wie auch Fachgesellschaften auf. Abbildung 1: Versorgungsregion Niedersachsen Arbeitsgebiete des CFD 4

5 Abbildung 2:Caritas Forum Demenz Gerontopsychiatrisches Kompetenzzentrum 5

6 Abbildung 3: Mitarbeiterinnen des Caritas Forum Demenz und Arbeitsschwerpunkte 6

7 Abbildung 4: Themenschwerpunkte und Arbeitsform des CFD 7

8 2. Gerontopsychiatrisch erkrankte Menschen Beschreibung des Klientels Abbildung 5: Zielgruppenbeschreibung 8

9 3. Statistische Betrachtung ehemalige RBZ Gemeinde/Kreis/ Region RBZ Braunschweig RBZ Hannover RBZ Lüneburg RBZ Weser-Ems Bevölkerung (gesamt, EW) Bevölkerung 60+ (EW)* Bevölkerung 60+/ Gerontopsychiatrisch Betroffen (EW) 25%** 35%** Gesamt Braunschweig Göttingen Gesamt Hannover Hildesheim Mitte Gesamt Elbe-Weser- Dreieck Lüneburg Heide Gesamt Küste Oldenburg Emsland Osnabrück Abbildung 6: Statistik Landespsychiatrieplan in Bezug auf Gerontopsychiatrie Vorläufige Ergebnisse der Bevölkerungsfortschreibung auf Grundlage der am veröffentlichten (vorläufigen) Ergebnisse des Zensus vom *Altersgrenze wurde bei 60Jahre festgelegt. Diese Angabe orientiert sich an dem Alters- Cutoff-Kriterium der WHO. **Weyerer/Bickel (2007) gehen davon aus, dass 25-35% der Menschen gerontopsychiatrisch erkrankt sind. 9

10 Gesamt Braunschweig Göttignen Gesamt Hannover Hildesheim Mitte Gesamt Elbe-Weser-Dreieck Lüneburg Heide Gesamt Küste Oldenburg Emsland Osnabrück Einwohnerzahl Gerontopsychiatrisch Betroffene in Niedersachsen (Jahr 2012) Bevölkerung (gesamt, EW) Bevölkerung 60+ (EW)* Bevölkerung 60+/ Gerontopsychiatrisch Betroffen (EW) 25%** Bevölkerung 60+/ Gerontopsychiatrisch Betroffen (EW) 35%** 25,56% ,91% ,63% 27,79% RBZ Braunschweig RBZ Hannover RBZ Lüneburg RBZ Weser-Ems Aufteilung Bezirke Vorläufige Ergebnisse der Bevölkerungsfortschreibung auf Grundlage der am veröffentlichten (vorläufigen) Ergebnisse des Zensus vom *Altersgrenze wurde bei 60Jahre festgelegt. Diese Angabe orientiert sich an dem Alters-Cutoff-Kriterium der WHO. **Weyerer/Bickel (2007) gehen davon aus, dass 25-35% der Menschen gerontopsychiatrisch erkrankt sind. Abbildung 7: Statistik Landespsychiatrieplan in Bezug auf Gerontopsychiatrie Diagramm-Darstellung 10

11 30,99% 32,19% 30,61% Regionen mit einer hohen Einwohneranzahl von Menschen über 60Jahre (in %) 30,81% 33,29% 30,06% 31,22% 30,53% 31,77% 33,55% 30,9% 34,54% Abbildung 8: Regionen mit einer theoretisch hohen Anzahl an gerontopsychiatrisch Betroffenen 11

12 4. Das Gerontopsychiatrische Versorgungsmodell Was ist das Gerontopsychiatrische Versorgungsmodell? Die gerontopsychiatrische Versorgung ist zum einen sehr komplex, zum anderen bedarf diese aufgrund der hohen Variabilität in der Behandlung einer engen Zusammenarbeit zwischen den Versorgungsakteuren und damit dem Wissen um die an der gerontopsychiatrischen Versorgung beteiligten Akteure. Dieses Wissen ist derzeit nur eingeschränkt vorhanden. Aus diesem Grunde erarbeitet das CFD gemeinsam mit Praktikern ein Gerontopsychiatrische Versorgungsmodell (kurz GP VM, vgl. Abbildung 7-9). Das Modell bietet die Möglichkeit in einem Dokument aufzeigen zu können, welche Akteure an einer ganzheitlichen Versorgung von gerontopsychiatrisch Erkrankten und deren Angehörigen beteiligt sein sollten und welche Aufgaben sie im Rahmen dieser Versorgung übernehmen. Für welche Zielgruppe wird das Gerontopsychiatrische Versorgungsmodell erstellt? Im Fokus des GP VM stehen zum einen die alt gewordenen chronisch psychisch Erkrankten und zum anderen die erstmals im Alter erkrankten älteren Menschen, die in der Regel klinikfern und in den Strukturen der Altenhilfe verhaftet sind. Eine besondere Herausforderung in gerontopsychiatrischen Versorgung ist neben dem Auftreten von Alterserkrankungen, häufig auch die Behandlung von chronischen Erkrankungen und Multimorbidität. Neben den Betroffenen spielen insbesondere die Angehörigen eine wichtige Rolle. Sie gilt es, bei der Konzeption eines solchen Versorgungsmodells stets mitzudenken und entsprechend in im GP VM zu verankern. Inwiefern unterscheidet sich das Gerontopsychiatrische Versorgungsmodell zum Gerontopsychiatrischen Versorgungspfad? Aufgrund der Besonderheiten der Versorgung im Alter ist eine enge Abstimmung zwischen den einzelnen Akteuren zwingend notwendig. Nur so können ältere Menschen mit seelischen Erkrankungen adäquat behandelt werden. Um diese Abstimmung und damit ein gemeinsames Verständnis von Versorgung herstellen zu können wird der Gerontopsychiatrische Versorgungspfad (kurz GP VP ) benötigt (vgl. Abbildungen 10 und 11). Basis des GP VP ist das gerontopsychiatrische Versorgungsmodell. Letzteres bietet eine Übersicht, welche Akteure beteiligt an der gerontopsychiatrischen Versorgung sind und gibt zudem Hinweise zu wichtigen Kooperationen, die zwingend im Rahmen einer effektiven und Betroffenen ausgerichteten Versorgung regional installiert werden müssen. Der GP VP beinhaltet demnach Kooperationsbezüge/Schnittstellen, die stets unter Beachtung der regionalen Besonderheiten zwischen den kooperierenden Parteien beschrieben werden. Er zeigt auf, welche Akteure vor Ort miteinander kooperieren und in welcher Form diese Kooperation stattfindet. Der GP VP wird von den Akteuren vor Ort erarbeitet. Welches Ziel hat das Gerontopsychiatrische Versorgungsmodell? Nach Fertigstellung des GP VM soll dieses Dokument: einen Überblick über die an der gerontopsychiatrischen Versorgung beteiligten Akteure bieten, der genutzt werden kann zur Er-/Überarbeitung eines Regionalinventars. 12

13 die Grundlage bilden, um einen Gerontopsychiatrischen Versorgungspfad zu erarbeiten, da das Modell erste Hinweise auf wichtige Kooperationsbezüge beinhaltet. ein Informationspapier für Akteure im Versorgungssystem, Betroffene und deren Angehörige, Interessierte sein. Abbildung 9: Systematische Abfolge der Instrumente zur Optimierung der gerontopsychiatrischen Versorgung unter Beachtung der regionalen Bedingungen Im Folgenden werden das Gerontopsychiatrische Versorgungsmodell, der Gerontopsychiatrische Versorgungspfad und Behandlungsfade entsprechend ihres Inhalts und der Ziele vorgestellt. 13

14 Abbildung 10: Gerontopsychiatrisches Versorgungsmodell Abbildung 11: Gerontopsychiatrischer Versorgungspfad 14

15 Abbildung 12: Behandlungspfad (Basis Behandlungspfad Demenz, gemeinsame Erarbeitung mit der Leuphana Universität Lüneburg im Jahr 2012; Veröffentlichung voraussichtlich 2015 im Kohlhammer Verlag) Abbildung 13: Ziele bei der Implementierung von Versorgungsmodell, -pfad und Behandlungspfad 15

16 5. Veröffentlichungen im Rahmen der Arbeit des Caritas Forum Demenz Die Grundlage der Arbeit im CFD war das Modellprojekt Ambulante gerontopsychiatrische Zentren. Folgende Veröffentlichungen gibt es zu dem Projekt: Holler, G.; Melchinger, H.; Horn, A.; Skutta, M. (2003). Integrative Psychiatrische Behandlung (IPB) als neue Form psychiatrischer Krankenhaus-Akutbehandlung ohne Bett. Ergebnisse eines Modellprojektes am Alexianer-Krankenhaus Krefeld. Projektbericht Medizinische Hochschule Hannover und Alexianer Krankenhaus Krefeld. Holler, G.; Zawadzki, B. (2002). Ambulante psychiatrische Versorgung in ausgewählten Orten Niedersachsens. Projektbericht. 1 Holler, G, Zawadzki., B. (2004). Häusliche Krankenpflege für kranke alte Menschen mit psychischen Problemen in den von den Ambulanten Gerontopsychiatrischen Zentren versorgten Stadtteilen der Landeshauptstadt Hannover. 2 Im Rahmen der seit langen Jahren bestehenden engen Zusammenarbeit mit den Kostenträgern wurden die gemeinsamen Empfehlungen zur Umsetzung des Vertrages nach 132a zur häuslichen psychiatrischen Fachkrankenpflege in Niedersachsen unter Mitwirkung der Niedersächsischen Arbeitsgemeinschaft Ambulante Psychiatrische Pflege des Landesfachbeirat Psychiatrie Niedersachsen (NAAPPF) erarbeitet. 3 Frau Harnau als Leitung der NAAPPF leistete hier einen wichtigen Beitrag. Zudem hat Frau Harnau als Expertin im Bereich der ambulanten psychiatrischen Pflege an den an folgendem Kooperationsprojekt mitgearbeitet. Frau Radisch in ihrer damaligen Funktion als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Leuphana Universität Lüneburg war für die Umsetzung dieser Studie und der anschließenden Zusammenführung der Ergebnisse verantwortlich. Harnau, B.; Miemietz-Schmolke, M.; Beins, W.; Radisch, J.; Reichwaldt, W.; Koch, C.; Kopke, K. (2013). Basiskonzept ambulante psychiatrische Pflege in der Regelversorgung in Niedersachsen. Tschinke, I.; Radisch, J.; Harnau, B.; Giersberg, S.; Karsten, A.; Trombach, F.; Kropp, V.; Koch, C. (2012). Bezugspflege in der ambulanten psychiatrischen Pflege. In enger Zusammenarbeit mit der Leuphana Universität Lüneburg wurde zudem der Behandlungspfad Demenz erarbeitet. Radisch, J.; Baumgart, J.; Touil, E.; Moock, J.; Kawohl, W.; Rössler, W. (2014). Demenz Behandlungspfade für die ambulante Integrierte Versorgung von psychisch erkrankten Menschen. (erscheint im 1. Quartal 2015, 1 (online, ). 2 (online, ) 3 (online, ) 16

17 Im letzten Jahr wurde unter Regie des CFD darüber hinaus der Gerontopsychiatrische Versorgungspfad der Region Hannover erarbeitet Gerontopsychiatrische Versorgung in 20 Jahren 5 - Erfordernisse Erfordernisse im Hinblick auf medizinische Aspekte gerontopsychiatrischer Versorgung (1) Jeder psychisch erkrankte ältere Mensch erhält eine fachgerechte Diagnostik und eine entsprechende Therapie, gemäß aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Das schließt sowohl die spezifische psychiatrische als auch die allgemein- und sonstige fachärztliche Versorgung ein. (2) Organisierte und verbindliche Kooperationen aller Leistungserbringer sind verbindlich festgeschrieben. (3) Eine haus- und fachärztliche Versorgung; u.a. im Heimsektor; und die aufsuchende Tätigkeit in der Häuslichkeit sind gesichert. (4) Das medizinische Wissen über gerontopsychiatrische Krankheitsbilder ist auch bei nichtpsychiatrischen niedergelassenen und im Krankenhaus tätigen Ärzten vorhanden. Eine späte oder unzureichende Diagnosestellung und damit unzureichende Behandlungen sind zu vermeiden. (5) Stationäre Behandlung psychisch kranker alter Menschen ist so lang wie möglich zu vermeiden (Grundsatz: ambulant vor stationär"). (6) Ein ambulantes abgestuftes Kriseninterventionssystem ist installiert. (7) Ist stationäre Behandlung unvermeidlich, ist diese so kurz wie möglich zu gestalten. Das gilt für fachpsychiatrische, vor allem aber auch für organmedizinische Klinikaufnahmen. Bei letzteren ist es wichtig, dass somatische Fachabteilungen über alterspsychiatrische Kompetenzen verfügen. (8) Die somatischen Fachabteilungen in Krankenhäusern sind mit den besonderen Bedingungen von zusätzlichen gerontopsychiatrischen Erkrankungen ihrer Klienten vertraut und halten ggf. spezialisierte Behandlungssettings vor. (9) Das Leistungsangebot ambulante Psychotherapie ist für ältere psychisch erkrankte Menschen zeitnah zugänglich, insbesondere für Menschen mit Demenz im frühen und mittleren Stadium, sowie wie für ältere Menschen mit oft depressiven Belastungs-/Anpassungsstörungen. (10) Das psychotherapeutische Angebot ist auch für betroffene Angehörige verfügbar. (11) Im Team jedes Sozialpsychiatrischen Dienstes ist wenigstens eine gerontopsychiatrisch erfahrene Pflege-/Fachkraft. 4 (online, ) 5 Die folgenden Thesen sind dem Abschlussbericht der Projektgruppe des Landesfachbeirat Psychiatrie für die Verbesserung der Versorgung psychisch kranker alter Menschen in Niedersachsen Empfehlungen eines zukunftsfähigen Konzepts für ein abgestuftes flächendeckendes System der Versorgung und Unterstützung von Menschen mit dementiellen und anderen gerontopsychiatrischen Erkrankungen für Niedersachsen entnommen und wurden entsprechend der aktuellen Begebenheiten adaptiert. 17

18 (12) Als zukunftsgestaltend sind die Erkenntnisse des Modellprojektes Ambulante gerontopsychiatrische Kompetenzzentren anzusehen. (13) Die Vernetzung zwischen den Sektoren sind so zu gestalten, dass die Übergange von ambulant - stationär bzw. stationär ambulant geregelt sind. 18

19 Erfordernisse im Hinblick auf pflegerische Aspekte gerontopsychiatrischer Versorgung (1) Gerontopsychiatrische Fachpflege hält sowohl somatische als auch psychiatrische Pflegeleistungen vor und arbeitet in den Strukturen der Altenhilfe sowie der sozialpsychiatrischen Verbünde. a. Die ambulante (geronto-)psychiatrische Fachpflege ist in ihrer pflegerischen Tätigkeit verantwortlich ein konsequentes Monitoring des körperlichen Gesundheitszustands bei Menschen mit (schweren) (geronto-)psychischen Erkrankungen durchzuführen. (2) Die ambulante (geronot-)psychiatrische Pflege muss sich inhaltlich weiterentwickeln, z.b. bedarf es einer Formulierung von einheitlichen Qualitätsstandards; der Beschreibung eines gängigen, ressourcenorientiertes Instrumentarium zur Erfassung von Pflegediagnosen für psychisch erkrankte Menschen; der Formulierung von speziellen fachorientierten Aus-, Weiter- und Fortbildungsangeboten. (3) Die ambulante (geronto-)psychiatrische Pflege übernimmt die Lotsenfunktion zur Überbrückung der Schnittstellen zwischen medizinischen, pflegerischen und psychosozialen Versorgungsangeboten (Beratungsstellen, Altenhilfeangeboten, Facharzt/Hausarzt, Klinken, Ergotherapie etc.). (4) Es gilt trotz Konkurrenzbedingungen auf dem heutigen Pflegemarkt Kooperationen zu suchen und die Ressourcen verschiedener Anbieter zu nutzen, um gemeinsam eine umfassende/ganzheitliche Behandlung und Pflege des Betroffenen und seiner Angehörigen umsetzen zu können. (5) Der gravierende Fach- und Hausarztmangel besonders in ländlichen Bereichen erfordert eine flexible Versorgungsgestaltung. a. Um dem medizinisch/pflegerischen Versorgungsauftrag zukünftig gerecht werden zu können, ist eine teilweise Übernahme ärztlicher Tätigkeiten, durch z.b. ambulante gerontopsychiatrische Pflege, notwendig. Dies bedarf einer verstärkten Fachlichkeit seitens der Pflegekräfte sowie gesicherte Kooperationsbezüge in den ärztlichen Bereich. Hilfreich an dieser Stelle ist der Einsatz telemedizinischer Techniken. (6) In Ergänzung zu pflegerischen Leistungen und zur Entlastung pflegender Angehöriger betreuen vermehrt freiwillige Helfer die Pflegebedürftigen nach individuellem Bedarf im häuslichen Bereich oder in Betreuungsgruppen (SGB XI 45 a-e). Ziel muss es sein, verstärkt freiwillige Helfer zu rekrutieren und niedrigschwellige Betreuungsgruppen im Bundesland Niedersachsen einzurichten. (7) Fort- und Weiterbildungsträger sind aufgefordert flexible personenzentrierte modulhafte Angebote zu konzipieren, die zu gleichen Teilen sowohl ambulante wie stationäre psychiatrische Pflege beinhalten sowie die Basisqualifikation von Alten- und Krankenpflege berücksichtigen. a. Um die Vergleichbarkeit von Fort- und Weiterbildungsangeboten zu gewährleisten ist die Entwicklung von verbindlichen Qualitätskriterien erforderlich. 19

20 Erfordernisse im Hinblick auf psychosoziale Aspekte gerontopsychiatrischer Versorgung (1) Psychosoziale Hilfen haben personenzentriert zu erfolgen und müssen die individuelle Lebenswelt berücksichtigen bzw. diese zum Ausgangspunkt nehmen. Somit steht bei einer psychosozialen Hilfeplanung der Aspekt der Erhaltung des Wohnumfeldes im Vordergrund. Alle Hilfen sind darauf zu konzentrieren, wie trotz gerontopsychiatrischer Erkrankung eine Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft und eine Selbstversorgung im Wohnbereich sichergestellt werden kann. (2) Die Grundlage gerontopsychiatrischer Versorgung ist eine niedrigschwellige qualifizierte Beratung und Begleitung Erkrankter und Angehöriger. a. Entsprechende Beratungsstellen sind in allen Kommunen unter besonderer Berücksichtigung der Erreichbarkeit in ländlichen Regionen vorzuhalten. b. Die Beratung hat neutral und in Bezug auf regionale Begebenheiten zu erfolgen. c. Für die Qualifizierung von Mitarbeitern in der Beratung sind spezifische Fortbildungsangebote zu entwickeln. (3) Angeleitete Angehörigengruppen sind ein wichtiger Baustein in der Beratung und müssen daher regelhaft angeboten werden. (4) Aufgrund ihrer Erfahrung mit psychischen Störungen sind Selbsthilfeinitiativen Experten in eigener Sache. Daher ist eine Vernetzung der Selbsthilfe-Anbieter mit den Anbietern vor Ort als gleichberechtigter Partner im Gesundheitswesen anzustreben. Gemeinsam wird die Gewährleistung der Teilhabe eingefordert. (5) Niedrigschwellige Angebote müssen vorhanden sein, um die häusliche Versorgungssituation für die Erkrankten und ihre Angehörigen möglichst lange aufrecht zu erhalten. (6) Für den Umgang mit den krankheitsbedingten Veränderungen müssen Schulungen für Angehörige und Ehrenamtliche angeboten werden (7) Öffentlichkeitsarbeit dient der Enttabuisierung psychischer Erkrankung im Alter. Medienwirksame Aufklärung über Leistungsberechtigung in einer nutzerfreundlichen Form eröffnet Betroffenen und ihren Angehörigen den Zugang zu Versorgungsangeboten. Daher ist es essentiell Informationen zur Förderung der Entstigmatisierung psychisch kranker Menschen einem breiten Publikum zur Verfügung zu stellen. 7. Zusammenfassung Das Flächenland Niedersachsen weist vielfältige historisch und kulturell gewachsene Besonderheiten von Ostfriesland bis zum Harz auf. Auch die sozialen Bedingungen in städtischen Ballungszentren benötigen regional passgenaue personenzentrierte Versorgungsangebote. Mit den Begriffen alt verwirrt vereinsamt lassen sich häufig die Situation in Großstädten kennzeichnen, während die vielfach schambesetzte Familiensituation auf dem Land auch heute noch mit den Worten alt dement versteckt beschrieben werden kann. Ein niedrigschwelliger Zugang zu Beratungsangeboten für Betroffene und Angehörige ist ein wesentlicher Baustein für die angemessene Gestaltung eines tragenden Hilfenetzes, um vorzeitige Heim- und unnötige Klinikeinweisungen zu verhindern. Demenzinitiativen und Senioren-Pflegestützpunkte (SPN) sind heute in der 20

21 Regel vor Ort anzutreffen und benötigen die Vernetzung mit weiterführenden Angeboten zur Diagnostik und Therapie, pflegerischen und psychosozialen Hilfen. Eine zentrale gerontopsychiatrische Anlaufstelle wird vielerorts befürwortet, um eine langwierige Suche nach der im Einzelfall zuständigen Stelle zu vermeiden. Die Ausstattung der sozialpsychiatrischen Beratungsstellen/Dienste (SpDi) reicht von speziell gerontopsychiatrisch ausgerichteten Angeboten, z.b. in Oldenburg und Delmenhorst, bis zur Verschiebung dieser Aufgaben in die kommunalen Altenhilfestrukturen. Erfreulicherweise gibt es aber auch mittlerweile Beispiele einer engen Kooperation von SpDi, SPN, Betreuungsstelle und allgemeinen Sozialdienst der Kommune, die eine angemessene Versorgung der häufig schwierig zu betreuenden oder Hilfe ablehnenden Betroffenen (z.b. bei wahnhaften Störungen) gewährleisten. Erfahrungsgemäß beruhen diese zukunftsweisenden Entwicklungen auf dem Engagement einiger Protagonisten, sodass bei deren Ausscheiden auch das spezifische Versorgungsangebot entfällt. Hier eine andauernde verlässliche Angebotsstruktur zu erwirken ist das Ziel der Aktivitäten des gerontopsychiatrischen Kompetenzzentrums Caritas Forum Demenz. Unter Berücksichtigung der demographischen Entwicklung und des künftig höheren Renteneintrittsalters stellt sich ohnehin die Frage, in welcher Altersstufe perspektivisch die gerontopsychiatrische Versorgung eingeläutet wird. Pflegende Kinder sind bereits heute des Öfteren 70 Jahre alt und kümmern sich um über 90-jährige Eltern. Die ambulante psychiatrische Pflege (APP) macht es sich daher zunehmend zu Eigen, für den gesamten Erwachsenenbereich zur Verfügung zu stehen. Der Blick auf die Besonderheiten der gerontopsychiatrischen Pflege darf dabei jedoch nicht verlorengehen. Die APP fungiert häufig als aufsuchendes Bindeglied zwischen Beratungsstellen und dem Netz spezifischer Hilfen zur Diagnostik und Therapie, pflegerischer Maßnahmen und psychosozialen Angeboten. Das zeitaufwendige Case Management im Vorfeld der Hilfeplanung kann der Pflegedienst jedoch nicht leisten. Lücken im Versorgungssystem führen zu vermeidbaren Krisensituationen und zu stationärer Krisenbewältigung in der Klinik bzw. im Heim. Dazu gehört der Mangel an niedergelassenen Hausärzten und besonders an psychiatrischen Fachärzten in ländlichen Regionen, aber auch eine nur eingeschränkt aufsuchende Tätigkeit von Psychiatrischen Institutsambulanzen an Kliniken. Eine Behandlungsermächtigung für den Facharzt des Sozialpsychiatrischen Dienstes, wie es sie in einigen Diensten gibt, könnte hier Abhilfe schaffen. 21

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