Praxissemester im modularisierten Lehramtsstudium

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1 Rahmenbedingungen für die Fachdidaktik im PS Verzahnung mit der universitären Ausbildung und dem Referendariat mögliche Inhalte der fachdidaktischen Begleitveranstaltungen notwendige Schritte

2 Aus den Empfehlungen des Arbeitskreises (9.4.08) Wünschenswert ist die Erhöhung des fachdidaktischen Anteils an den Begleitveranstaltungen im Zuge der Modularisierung des s. Aus dem Entwurf für die neue Gym PO regelmäßige Begleitveranstaltungen im Umfang von 32 Stunden Pädagogik/Pädagogische Psychologie und 32 Stunden Fachdidaktik

3 Zwei zentrale Fragestellungen: Worin unterscheiden sich Inhalte und Arbeitsweisen der fachdidaktischen Begleitveranstaltungen im Praxissemester von den Fachdidaktikveranstaltungen an der Universität? Welche Möglichkeiten ergeben sich aus dieser erhöhten Stundenzahl für die Fachdidaktik im Praxissemester?

4 Einige Überlegungen: 16 Stunden Fachdidaktik im PS entsprechen etwa einem Sechstel der Fachdidaktik im Referendariat diese Chance muss genutzt werden; Einsatz der Studierenden an den Schulen in unterschiedlichen Klassen und bei unterschiedlichen Inhalten keine Konzentration auf einen fachlichen Inhalt; Schwerpunktsetzung auf die Behandlung methodischer Ansätze, die in vielen Klassen und bei vielen Inhalten bedeutsam sind.

5 Unterscheidung zu Fachdidaktikveranstaltungen an der Universität: Die Veranstaltungen der Universität holen die Studierenden bei ihrem fachwissenschaftlichen Vorwissen aus bereits besuchten Vorlesungen ab und gehen einen Schritt in Richtung Schule auch im Sinne von zentralen fachlichen Ideen und Überblickswissen

6 Mögliche methodische Schwerpunktsetzungen im Praxissemester: Einleiten und Fördern von Lernprozessen zentrale Unterrichtsprinzipien wie didaktische Reduktion, Anschaulichkeit, Altersgemäßheit, Handlungsorientierung,

7 verschiedene Unterrichtsformen: fragend-entwickelnder Unterricht; lehrergeleiteten, aber schülerzentrierten Unterrichts; verschiedene Sozialformen Methoden zur Ergebnissicherung; Möglichkeiten der Binnendifferenzierung Medieneinsatz

8 Verbindung der methodischen Ansätze mit: Planung einer Unterrichtseinheit, Vorgaben aus den Bildungsstandards, fachwissenschaftlicher Hintergrund (vom Unterrichtsinhalt her betrachtet), Behandlung des ausgewählten Inhalts in verschiedenen Unterrichtswerken,

9 Ausarbeitung einzelner Stunden (Einführungsphase, Übungsphase) mit unterschiedlichen methodischen Ansätzen, Durchführung einzelner Stunden in Kleingruppen von Praktikanten, Analyse der gehaltenen Stunden Absprache zwischen den Seminaren notwendig

10 Einige Eckpunkte aus der Entwurfsfassung für das modularisierte Ziele Frühzeitige Berufsorientierung und Stärkung des Bezugs zur Schulpraxis Feststellen, ob die fachlichen und methodisch-didaktischen Kompetenzen und eine sich ausprägende Lehrerpersönlichkeit erkennbar werden.

11 Rahmenbedingungen Das Schulpraxissemester kann an einem allgemeinbildenden Gymnasium oder an einer beruflichen Schule in Baden- Württemberg absolviert werden. Schulen, die der Praktikant selbst besucht hat, sind ausgeschlossen. Begleitveranstaltungen liegen in der Verantwortung der Staatlichen Seminare für Didaktik und Lehrerbildung Das Praxissemester soll an den Hochschulen vor- und nachbereitet werden.

12 Verankerung im Studium und Dauer des Praxissemesters Einordnung in den Studiengang: in der Regel im 5. Semester, aber nicht vor dem 3. und nach dem 7. Semester Regelform Blockform Modulform nur auf Antrag der Hochschulen (2 bis 3(!!) Abschnitte) Dauer des Praxissemesters 13 Unterrichtswochen

13 Tätigkeit in der Schule Unterricht im Umfang von 130 Unterrichtsstunden, davon mindestens 30 Stunden angeleiteter eigener Unterricht weitere Pflichten: Teilnahme an möglichst vielen Arten von Dienstbesprechungen, Konferenzen und schulischen Veranstaltungen, Teilnahme an regelmäßig stattfindenden Ausbildungsveranstaltungen der Ausbildungslehrkräfte, Führen eines Berichtsheftes und eines Abschlussberichtes.

14 Neu: das Praxissemester muss "bestanden" werden. Der Ausbildungslehrer erstellt am Ende des Praxissemesters eine schriftliche Beurteilung. Kriterien für das "Bestehen": ausbaufähiges Fachwissen, Interesse, fachliche Urteilsfähigkeit, Fähigkeit zur Strukturierung, Methodenbewusstsein, Reflexionsfähigkeit, Haltung und Auftreten, Sprache und Kommunikationsfähigkeit, emotionale Ausgeglichenheit und Belastbarkeit, erzieherisches Wirken.

15 Der Schulleiter entscheidet auf der Grundlage dieser Beurteilung, ob das Praxissemester "bestanden" oder "nicht bestanden" ist. Ist das Schulpraxissemester nicht bestanden, kann es einmal wiederholt werden. Der Ausbildungslehrer führt auf der Grundlage des Abschlussberichts des Praktikanten und der Beurteilung durch den Schulleiter eine abschließende Beratung mit dem Praktikanten durch.

16 Ebenfalls neu Eine Tätigkeit als assistant teacher als Praktikant an einer deutschen Schule im Ausland im Vorbereitungsdienst aus einem anderen Lehramt ersetzt das Praxissemester nur teilweise. Die Begleitveranstaltungen am Seminar müssen grund-sätzlich besucht werden.

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