Das mobile Büro unterwegs sicher und gesund arbeiten

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1 Das mobile Büro unterwegs sicher und gesund arbeiten 1 Problemfeld mobile IT-gestützte Arbeit Entwicklungen und Status Quo akute Problemlagen anhand empirischer Ergebnisse 2 Handlungsbeispiele aus der Projektarbeit des IFA Ergonomie Arbeitsorganisation Fahrzeugintegration mobiler IT 1. Entwicklungen und Status Quo Mobile IT-gestützte Arbeit zeichnet sich durch die unabdingbare Anwendung tragbarer Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) im Beruf aus. moderne IKT (ca. 90er Jahre): Notebook Barcodescanner Handy Messgeräte postmoderne IKT: (seit 2004 ca.) Notebook (UMTS-Anbindung o.ä.) wearable IT Smartphone Telematik (Kfz.) Information vs. Kommunikation mobil = offline nicht untereinander vernetzt eher monofunktional Einsatz sporadisch Information + Kommunikation vereint mobil = online vernetzt und ortbar (via GPS u.a.) eher multifunktional Einsatz organisationstragend 1

2 Mobile IT-gestütze Arbeit ist gefährlich! Video 1. akute Problemlagen anhand empirischer Ergebnisse MW (geclustert) der Belastungsdimensionen Arbeitsorganisation Arbeitsumgebung Soziale Beziehungen Betriebl.-/Gesellschaftl. Bedingungen Technik/Ergo Sicherheit im Kfz. Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3 Gruppe 4 Gruppen unterscheiden sich durch die Geräteausstattung Basis: Fragebogenstudien, N = 233 2

3 - Ergonomie - Displayqualitäten mobiler IT Bild - Matte Displays sind stets vorzuziehen - Lichtquelle im Rücken vermeiden - heller Bildschirmhintergrund - hohe Kontrastwerte und Helligkeit einstellen - Leuchtdichte ab 400 cd/m 2 für Arbeiten unter freiem Himmel geeignet - Standardnotebook = 250 cd/m 2 - Rugged Notebooks = cd/m 2 - Ergonomie - Besonderheiten Tablet PC - Eingabe-/Ausgabegerät vereint ggf. auf externe Eingabemittel ausweichen Bild - Winkel des Handgelenkes klein halten - ggf. Eingabestift nutzen - nur kurze Tätigkeitsdauer i.o. 3

4 - Arbeitsorganisation - Branchenübergreifende Stressoren im Bereich der Arbeitsorganisation Soziale Beziehungen Überwachung Permanente Erreichbarkeit - Arbeitsorganisation - Abhilfe durch Betriebsvereinbarungen Permanente Erreichbarkeit Zu welchen Zeiten ist eine Erreichbarkeit (ggf. auch in der Freizeit) unabdingbar (z.b. Bereitschaft)? Bei welchen Störungen gelten welche Prioritäten? Wie werden Inanspruchnahmen außerhalb der Arbeitszeit honoriert? Wann kann /darf ein Abwesenheitsprofil aktiviert werden um Kerntätigkeiten störungsfrei nachzugehen? Überwachung Welche Daten werden warum satelliten-/simgestützt ausgewertet? Wer hat Einblick in die Daten? Wie und wo werden die Daten gespeichert? Wie wird einer personenbezogenen Zuordnung vorgebeugt? Explizites Verbot der Erstellung von Bewegungsprofilen und diesbzgl. Leistungskontrollen. 4

5 - Arbeitsorganisation - Soziale Beziehungen (Beispiel Servicetechniker) Teamtreffen sollten mindestens monatlich stattfinden Pausenräume bzw. gemeinsame Treffpunkte ermöglichen gemeinsame Pausen der Beschäftigten Routenauswertungen (elektronisches Fahrtenbuch usw.) kulant auswerten zum Zwecke gemeinsamer Pausen Mobile Arbeit wenn möglich nur alternierend betreiben Vorteil: kann ggf. die Arbeitssituation ergonomisch verbessern. Nachteil: Produktsicherheit Bild Quelle: Feldbeobachtung Dezember

6 Rechtliche Situation Navi, Laptophalterung, mobiler Drucker usw. = Einbau = Zuladung wenn Ein-/Ausbau nur durch wenn Ein-/Ausbau ohne Werkzeugeinsatz möglich. Werkzeugeinsatz möglich. schwammige Definition (was ist Werkzeug, was wenn Schrauben durch Schnellverschluss ersetzt usw.?)! Im Zweifel entscheidet der Richter (z.b. nach Unfall)! Crashtest in Zusammenarbeit mit der DEKRA (Technologiezentrum Klettwitz) 6

7 Publikationen im Projektbereich bordeigene IKT BGI/GUV-I 8696 Flyer beinhalten Empfehlungen: zur sicheren und ergonomischen Positionierung von Geräten im Fahrzeug zum Einkauf von gebrauchstauglichen Geräten (Kriterien) zur Gefahrenvermeidung zu Schulungen und zur Organisation der mobilen IT-gestützten Arbeit Herzlichen Dank für Ihr Interesse! Ansprechpartner: Dipl.-Soz. Michael Bretschneider-Hagemes, Dr. Roger Stamm Institut für Arbeitsschutz der DGUV (IFA) Fachbereich 1 - "Informationstechnik, Risikomanagement" Referat 1.1 "Informationstechnologien" Alte Heerstraße Sankt Augustin Germany Tel. : +49 (0)

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