Abschluss. und was dann? Fachhochschule Flensburg 16. Juni 2015

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1 Abschluss und was dann? Fachhochschule Flensburg 16. Juni 2015

2 Einblicke in die Praxis mit Lea Bodora, Georgia Mais und Peter Thompson

3 Ausbildung Angestellte Übersetzer bei Übersetzungsbüros Unternehmen in Industrie Banken Versicherungen Behörden Verlagen EU Sozialen Einrichtungen Freiberuflich tätige Übersetzer in der eigenen»übersetzerei«übersetzer = Unternehmer

4 Freiberuflichkeit Ungeregelte Arbeitszeiten Wochenendarbeit Unsichere Einkommenssituation Je nach Auftragslage: Überlastung/Nichtauslastung Stress Wermutstropfen Auf sich allein gestellt Sahnestücke Man ist»sein eigener Chef«Freie Zeiteinteilung Unabhängigkeit Verwirklichung eigener Vorstellungen Suche nach der eigenen Nische Schaffen einer langfristigen Perspektive Vorsicht: Nicht unter die Räder kommen! Mut zur Schaffung privater Freiräume!!

5 Kompetenzen Übersetzerische Kompetenz Unternehmerische Kompetenz Soziale Kompetenz

6 Übersetzerische Kompetenz (Fach-)sprachliche Kompetenz Fachgebietsspezifische Kompetenz Terminologische Kenntnisse Recherchierkompetenz Kulturkompetenz Computerkompetenz Soziale Kompetenz Unternehmerische Kompetenz

7 Technik vs. Nicht-Technik Die meisten Texte enthalten technische Elemente in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen Vertrag mit technischen Inhalten Geschäftsbericht mit technischen Inhalten Firmenzeitschrift mit Produktbeschreibungen Entwicklungshilfeberichte mit technischen Projekten Werbung, Kataloge, Fachkataloge Betriebsanleitungen enthalten juristische Elemente Man kann sich von der Technik nicht völlig entkoppeln Auto, Handy, Internet, Fernseher, Chipkarte... Andere Fachsprachen: Medizin, Umwelttechnik...

8 Angestellte Übersetzer Betriebswirtschaftliche Texte Volkswirtschaftliche Texte Juristische Texte Texte aus dem IT-Bereich Texte aus dem Marketingbereich Texte aus dem Personalbereich

9 Spezialist oder Generalist? Vorteile des Spezialisten: Kompetenztiefe Fokussiertes Fachwissen Unentbehrlichkeit Vorteile des Generalisten: Kompetenzbreite Weniger branchenabhängig Mehr Abwechslung Größere Flexibilität

10 »Generalist mit solidem Halbwissen«Gratwanderung mit Absturzgefahr Wissen, wann das Halbwissen solide und ausbaufähig ist und wann nicht Wissen, wo und wie die andere Hälfte zu finden ist und ob man mit ihr zurechtkommt, wenn man sie findet Breit gefächertes Interesse für neue technische und wissenschaftliche Erkenntnisse Ehrlichkeit sich selbst und dem Kunden gegenüber Der Ruf als guter Übersetzer wird langsam aufgebaut, ist aber schnell hin

11 Anforderungsprofil Generalist Breites Allgemeinwissen Fähigkeit, sich schnell in neue Gebiete einzuarbeiten Selbstvertrauen ohne Übermut Fingerspitzengefühl hinsichtlich des Übersetzens und der Belange des Auftraggebers Interesse auch für technische und wissenschaftliche Inhalte

12 Fachfrau mit Übersetzerabschluss Zwei abgeschlossene Studiengänge warum? Solide fachliche Kompetenz Gute Ausgangsbasis zur Erweiterung der Fachgebiete Solide übersetzerische Kompetenz Sichere Basis

13 Vereidigung, Ermächtigung, Beeidigung Was bringt das? Dolmetschen bei Gerichten und Behörden Anfertigen von beglaubigten Übersetzungen Krisensicher Einsatz rund um die Uhr Eilsachen Psychische und physische Belastung (Nachtschichten, Verfahren wegen Kindesmissbrauchs) Regelungen hängen vom Bundesland ab Vereidigung am 1. Wohnsitz (Verfügbarkeit) Voraussetzung: u.a. Kenntnisse der deutschen Rechtssprache Verantwortung Kenntnis der Rechtssysteme

14 Spezialisierung Wie komme ich zu meinen Fachgebieten? Fachausbildung Nebenfach im Studium Ausbau vorhandener Kenntnisse Hobbies und Interessen Zufall: Anfrage - Anstellung Was interessiert mich? Wo liegen meine Stärken? Wo liegen meine Schwächen?

15 Ein wichtiges Thema Honorar Keine Verkammerung = keine Honorarsätze also: freier Markt Preise sind Verhandlungssache Kalkulation - Controlling Ausnahme: JVEG Honorare für Gerichte und Behörden JVEG JustizVergütungs- und Entschädigungsgesetz Für Übersetzungen : 1,55-1,85 pro Zeile à 55 Anschlägen Dolmetschhonorare: 70/75 Euro pro Stunde, Anfahrt, Tagegeld Nichts ist so einfach wie es aussieht Kostenbeamte

16 Unternehmerische Kompetenz Themen des Einsteiger-Stammtisches des ADÜ Nord (Selbst-)Marketing Preisgestaltung Preisverhandlung - Controlling Networking TM-Systeme/Translation Tools Buchhalterische Kenntnisse Steuerliche Kenntnisse Rechtliche Kenntnisse Büro- und Computerausstattung/ Büroorganisation Versicherungsschutz Vereidigung bei Behörden

17 Kundensuche - Marketing Wie finde ich Kunden? Wie finden mich meine Kunden? Netzwerke Kontakte sind das A und O Internet Mitgliederlisten von Berufsverbänden Marketingaktionen Wie geht das? ->Seminare des ADÜ Nord

18 Soziale Kompetenz Persönlichkeit Belastbarkeit Arbeiten unter Zeitdruck Kostenbewusstes Denken Kontaktfähigkeit Teamfähigkeit

19 Menschliches und Zwischenmenschliches Offene und ehrliche Zusammenarbeit mit Kunden und Kollegen Souveränität ohne Überheblichkeit Verbindliches Auftreten Identifikation mit den Belangen des Auftraggebers, ohne die eigene Identität aufzugeben Partnerschaft ohne Anbiederung Vorausschauende Kommunikation (Urlaubsmeldung usw.)

20 Kollegiales Miteinander in der Übersetzer- und Dolmetschergemeinde Berufsverbände Social Media Mailinglisten

21 Eier legende Wollmilchsau? Mindestens 10 Berufe gleichzeitig 1. Übersetzer bzw. Dolmetscher 2. Marketingspezialist und Verkaufsmanager 3. Kommunikationsspezialist 4. Lexikograph / Terminologe 5. Software-Spezialist 6. Betriebswirtschaftler 7. Projektmanager 8. Buchhalter und Steuerfachwirt 9. Vertragsrechtler 10. Lebenskünstler nach: Hartmut Voigt,»Perspektive Stress«, MDÜ 6/2001

22 Gesamtpaket der Leistung muss stimmen Zum Übersetzen gehört mehr als»nur» Übersetzen Termintreue Sauberes Layout Betreuung des Kunden...

23 Wo gibt es spezielle Infos für Berufseinsteiger? o Mentoren o Einsteigerstammtisch Beim ADÜ Nord o Seminarreihe o Beratung für Mitglieder o Gutachten

24 Noch Fragen? Wir freuen uns darauf! ADÜ Nord Assoziierte Dolmetscher und Übersetzer in Norddeutschland e.v. Wendenstr Hamburg Tel.: Fax:

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