_ Zählt nur der erste Eindruck? KMU-Kommunikation zwischen Klischee und Wirklichkeit. IHK-Forum vom 26. Januar 2009 Roger Tinner

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1 _ Zählt nur der erste Eindruck? KMU-Kommunikation zwischen Klischee und Wirklichkeit IHK-Forum vom 26. Januar 2009 Roger Tinner

2 Zur Person Grundstudium Germanistik, Philosophie, Musikwissenschaft; Nach-Diplom in Unternehmungsführung (EMBA HSG). Journalistische Tätigkeiten bei Die Ostschweiz, Der Bund, Nebelspalter, Kommunikationsleiter Universität St.Gallen, Partner, Mitinhaber einer Kommunikationsagentur, Inhaber der alea iacta ag mit Fokus auf Strategie- und Kommunikationsberatung, publizistische Tätigkeiten und Verbandsmanagement, St.Gallen, seit 2008 Autor von Swiss made was Schweizer KMU erfolgreich macht

3 Zum Unternehmen 2008 gegründet, seit 2009 unter dem Namen alea iacta ag; Start mit 2 Mitarbeitenden, inzwischen Gruppe mit 9 Mitarbeitenden; Standort St.Gallen. Eine neue, starke Marke für integrierte Kommunikation aus der Ostschweiz. Gemeinsames Verständnis von Kommunikation als Grundlage der Zusammenarbeit. Gemeinsame Philosophie: Kundenorientiert, kreativ und kommunikativ. Selbstständige, flexible Einheiten mit spezifischen Kompetenzen unter einem (Marken-)Dach.

4 alea iacta-gruppe alea iacta ag Schalter& Walter alea iacta marcom alea iacta pr & consulting alea iacta eventkreation Gemeinsame Philosophie

5 Ziele von heute Konkrete Tipps und Hinweise zur integrierten Kommunikation in KMU erhalten Eigenes Kommunikationsverhalten überprüfen Anregungen für Verbesserungen im Alltag mitnehmen

6 Agenda Gedanken zu einem (Vor-)Urteil Geschichten aus dem Leben von KMU Goldene Regeln integrierter Kommunikation Grundfragen der KMU-Kommunikation Fazit Zum Schluss

7 Gedanken zu einem (Vor-)Urteil Es gibt keine zweite Chance für einen (guten) ersten Eindruck Die ersten 30 Sekunden sind entscheidend Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. JA UND NEIN, denn: - Der erste Eindruck kann täuschen, ist leicht zu manipulieren. - Hinter die Fassade sehe ich erst mit der Zeit. - Langfristige Beziehungen brauchen mehr als 30 Sekunden und einen ersten Eindruck.

8 Stufen der Kommunikation Partnerschaft Verständigung Verstehen Verständnis Vertrauen Erster Eindruck

9 Geschichten aus dem Leben von KMU (I) - M Mit 1862 als Seilerwerkstatt gegründet, Seile ( stark wie ein Mammut ) als Nukleus für Bergsport (bis heute einziger selbst produzierter Artikel geblieben) Seit 1982 im Besitz des ConzzetaKonzerns Fokus auf Berg über 1000 Meter, heute marketing-getrieben Wachstum durch Zukäufe (Ajungilak etc.), (Rolf G. Schmid, CEO)

10 Geschichten aus dem Leben von KMU (II) - M 1974 Start aus Ruinen, Kurhaus seit 1750 Initiative von Einheimischen, Kapital von 22 Millionen mit rund 1000 Aktionären Bereits im 1. Jahr Auslastung von über 50 Prozent, heute fast 100 Prozent Dauernde Re-Investition von Mitteln Gäste-Mix: Patienten, Seminargäste, Gesundheitsgäste, Wellnessgäste, Individualgäste (Christian Lienhard, Gastgeber)

11 Geschichten aus dem Leben von KMU (III) - M 1974 von einem Freizeit -Unternehmer und SBB-Beamten übernommen Konversion von Heizungs- und Lüftungsfirma (Schwerpunkt Hotelbetriebe) zu Produkthersteller 1983 Entscheid für neuen Firmenfokus, bereits 1989 in 60 Ländern präsent Weltmarktführer mit Starbucks und ModulTechnik Rund 100 Millionen Umsatz, 200 Mitarbeitende (Domenic Steiner, Gründer/CEO)

12 Geschichten aus dem Leben von KMU (IV) Ein Unternehmen kann auch dann erfolgreich sein, wenn es immer noch ein einziges Produkt selbst herstellt und doch als Gesamtanbieter auftritt. an einem schlechten Standort am Ende der Welt steht (Hof Weissbad) von einem 40-jährigen SBB-Schalterbeamten gegründet wird, der die Branche nicht kennt (Thermoplan). Warum?

13 Kommunikation als Erfolgsfaktor... weil bei allen drei Beispielen Kommunikation einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren ist.... weil bei allen drei Unternehmen Kommunikation Chefsache ist.... weil alle drei KMU integriert kommunizieren, so dass Marke/ CEO/Botschaften eins sind (obwohl zwei der drei CEO n i c h t Besitzer des Unternehmens sind!) Fachstudium Dienstleistungsmanagement: Integrierte Kommunikation Roger Tinner

14 Goldene Regeln integrierter Kommunikation 1. Kommunikation bewusst und gezielt konzipieren, mittel- bis langfristig ausrichten. 2. Glaubwürdig sein, durchgehendes Wording festlegen. 3. Mit einer Stimme sprechen (nach innen und aussen, nach innen zuerst). 4. Alle Anspruchsgruppen einbeziehen, alle Medien kombinieren. 5. Medien- / empfängergerecht aufbereiten. 6. Botschaften einfach formulieren und immer wieder wiederholen. 7. Theoretische Disziplinen-Grenzen nicht beachten. Fachstudium Dienstleistungsmanagement: Integrierte Kommunikation Roger Tinner

15 Integrierte Konzeption Komm.- Lösung Analyse Ziele / Zielgruppen Strategie / Botschaft Massnahmen Komm.- Aufgabe

16 Grundfragen der KMU-Kommunikation Was will ich kommunizieren? Inhalte Was will ich erreichen? Ziele Wen will ich erreichen? Dialoggruppe Fachstudium Dienstleistungsmanagement: Integrierte Kommunikation Roger Tinner

17 Dialog-/Ziel-/Anspruchsgruppen Lieferanten Medien Kunden Verbände Aktionäre Mitarbeitende Behörden

18 Zusatzfragen der KMU-Kommunikation Was weiss die Dialoggruppe über das Thema? Wo muss ich meine Dialoggruppe kommunikativ abholen? Welche Argumente/Botschaften habe ich zu kommunizieren? Welche Gegenargumente/kritischen Fragen muss ich erwarten ( ugly questions )? Sind meine Botschaften klar formuliert und verständlich für die Dialoggruppe? Fachstudium Dienstleistungsmanagement: Integrierte Kommunikation Roger Tinner

19 Fazit Kommunikation ist (eine) wichtige Grundlage für den Erfolg am Markt. Konzentration auf das Wesentliche, Bündelung der Kräfte: Integrierte Kommunikation ist die richtige Strategie für KMU. Denken und Handeln in Disziplinen kann für Grossunternehmen sinnvoll sein, für KMU steht die (einfache) Lösung im Vordergrund. Der Aufwand für die Konzeption spart ein Vielfaches an Aufwand in der Umsetzung. Darum: Nie auf Konzeption verzichten. Integrierte Kommunikation sorgt dafür, dass der erste Eindruck auch der richtige und nachhaltige ist.

20 Integrierte Kommunikation Markterfolg Corporate Design Marketing CC / PR Events Corporate Identity

21 Zum Schluss Du kannst alle Leute für einige Zeit hinters Licht führen Du kannst sogar einige Leute für alle Zeit hinters Licht führen aber es wird Dir nicht gelingen, alle Leute für alle Zeit zu täuschen. (Unbekannter Autor)

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