Prävention im Einsatzwesen - Was uns schützt und was uns stärkt - VI. Symposium in Bremen DRK Kreisverband Bremen

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1 Prävention im Einsatzwesen - Was uns schützt und was uns stärkt - VI. Symposium in Bremen DRK Kreisverband Bremen

2 Inhalte Verhaltens- und Verhältnisprävention Individuelle Prävention (IP) Persönliche Bewältigungsstrategien Psychosoziale Schutzfaktoren Life-Domains-Balance Organisationale Prävention (OP) Organisationskultur Einsatzausrüstung / Ausstattung Aus-, Fort- und Weiterbildung Führungskräfte System der Psychosozialen Unterstützung Folie 2

3 Verhaltens- und Verhältnisprävention Es gibt zwei Ebenen der Prävention: Verhaltensprävention: Sie zielt auf eine gesunde Selbst-Steuerung von Einzelpersonen. Der Mensch wird in seinem Lebens- und Arbeitskontext im Zusammenspiel mit seiner Individualität und den damit verbundenen Anforderungen und Ressourcen betrachtet. Verhältnisprävention: Sie zielt auf gesunde Arbeitsbedingungen und auf ein gesundes Miteinander in der Zusammenarbeit, Hierarchie und Organisation. Die Organisation wird auf Möglichkeiten zur Förderung der Gesundheit ihrer Mitarbeitenden geprüft. Folie 3

4 Persönliche Bewältigungsstrategien (IP) Nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz! Folie 4

5 Persönliche Bewältigungsstrategien (IP) Schützende Bewältigungsstrategien helfen Einsatzkräften, eine Distanz zum Erlebten herzustellen (z.b. Leistungsgrenzen kennen, Fragmentieren, Kontrolle der Atmung) Öffnende Bewältigungsstrategien helfen Einsatzkräften, das Erlebte in ihr Leben zu integrieren (z.b. Sich von der Seele reden, Eindrücke ausdrücken, das Erlebte aufschreiben) Stabilisierende Bewältigungsstrategien helfen Einsatzkräften, in die Normalität des Alltags zurückzufinden (z.b. Alltagsstruktur, Tagesrituale, körperliche Betätigung, Entspannung) Folie 5

6 Psychosoziale Schutzfaktoren (IP) Selbstfürsorge Förderung angenehmen, genussvollen Erlebens im Alltag auf Basis einer gesundheitsförderlichen Grundhaltung. Soziale Beziehungen Aufbau und Pflege eines sozialen Netzes und das Erleben hilfreicher, nährender sozialer Beziehungen. Selbstwirksamkeit Vertrauen in die eigenen Stärken und in das eigene Können. Sinnerleben Die Auseinandersetzung mit den eigenen Werten, Zielen und Zukunftsvorstellungen. Folie 6

7 Life-Domains-Balance (IP) Beruf & Arbeit Soziale Kontakte Sinn (Wofür lebe ich?) Ich (Sport, Hobbies) Es gilt, die einzelnen Lebensbereiche in der Balance zwischen Anforderungen und Ressourcen zu halten! Folie 7

8 Organisationskultur (OP) Kultur der Achtsamkeit & Wertschätzung Dankeschön -Kultur & Würdigung von Verdiensten Fehlerkultur & Konstruktives Feedback Klare Aufgabenverteilung Regelmäßige Besprechungen Transparente Entscheidungen Beteiligung des Personals / Ideenmanagement Pflege von Kollegialität ( Grillfest ) Folie 8 8

9 Verhalten von Führungskräften (OP) Im Dienst der Sache Fachkompetenz Führungskompetenz Sozialkompetenz Kritikfähigkeit Gesprächsbereitschaft Dankesbereitschaft Folie 9 9

10 Aus- und Fortbildung (OP) Gewissenhafte Ausbildung Umgang mit Belastungen bereits in der Ausbildung zum Thema machen Regelmäßige Fortbildungen zum Thema Umgang mit Belastungen Mitarbeitende nur gemäß ihrer Qualifikation einsetzen Folie 10 10

11 Einsatzausrüstung / Ausstattung (OP) Bedarfsentsprechende Einsatzausrüstung und Ausstattung Kreative Lösungen zulassen (soweit rechtlich möglich) Beteiligung der Mitarbeitenden bei Anschaffung Gemeinsame Abholung von Fahrzeugen Folie 11 11

12 System der Psychosozialen Unterstützung Peers / Kollegiale Ansprechpartner (sozial integriert) Psychosoziale Ansprechpartner ( besondere Stellung ) Psychosoziale Fachkräfte (beratend, fachlich begleitend) Externes Netzwerk (z.b. Psychotraumatologische Ambulanzen) Folie 12 12

13 Kontaktdaten Michael Steil Bundeskoordinator PSNV +49 (172) Folie 13

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