Fachtag Kultursensible Pflege. Christa Assenheimer, Teamleiterin, 01. März Agentur für Arbeit Heilbronn

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1 Fachtag Kultursensible Pflege Christa Assenheimer, Teamleiterin, 01. März 2012 Agentur für Arbeit Heilbronn

2 Wie kann die Agentur für Arbeit bei der Gewinnung und Qualifizierung von interkulturellem Pflegepersonal unterstützen? Seite 2

3 Themen Aktuelle Situation ausgewählte Zahlen Definition Migrationshintergrund Unterstützungsangebote der Agentur für Arbeit Heilbronn Information und Beratung Vermittlung und Förderung Sonderprogramm WeGebAU Handlungsfelder Altenpflege und Migration Seite 3

4 Aktuelle Situation im Agenturbezirk Heilbronn Februar 2012 Arbeitslose Agenturbezirk Heilbronn Veränderung zu Februar 2011 Bestand ,4% Zugänge ,5% Abgänge ,0% Bestand Ausländer ,2% dar. Türkei Italien 218 Arbeitslosenquote 4,2% Stellen Bestand ,4% Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte ( ) + 3,4 % geg. Vorjahres- quartal Seite 4

5 Rechtliche Grundlagen Entwicklungen Zahlen in der Altenpflege Die Bestände offener Stellen jeweils im Juli haben seit 2010 deutlich zugenommen Fachkraft Helfer Es ist davon auszugehen, dass die Stellensituation für Fachkräfte unterzeichnet ist, da nicht alle zu besetzenden Stellen der Agentur für Arbeit mitgeteilt werden. Seite 5

6 Pflege aktuelle Situation Die Zahl arbeitsloser examinierter Altenpfleger/innen ist gering. Personen ohne gesundheitliche Einschränkungen mit marktüblichen Arbeitszeiten finden in der Region schnell einen Arbeitsplatz. Höher ist die Zahl arbeitsloser Hilfskräfte mit Pflegeerfahrung; zudem gibt es Arbeitslose, die für eine Beschäftigung in der Altenpflege infrage kommen. Das Statistische Bundesamtes erwartet bis 2020 aufgrund der Alterung der Gesellschaft einen Anstieg bei den Pflegebedürftigen auf 2,91 Mio. (2007: 2,25 Mio.) Seite 6

7 Menschen mit Migrationshintergrund ausgewählte Zahlen In Baden-Württemberg (BW) leben ca. 2,8 Mio. Menschen mit Migrationshintergrund BW hat unter den Flächenländern den höchsten Migrantenanteil (ca.26 %) und liegt dabei deutlich über dem Bundesdurchschnitt (ca. 19%) Der Anteil der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss beträgt bei ausländischen Schülern 13,7%, bei deutschen 4,3% in BW Die Ausbildungsbeteiligung von ausländischen Jugendlichen liegt bei 31,4% vs. 64,3% bei deutschen (bundesweit) Seite 7

8 Definition Migrationshintergrund Zu den Personen mit Migrationshintergrund gehören: Alle in Deutschland lebenden Ausländer Deutsche mit Migrationshintergrund Spätaussiedler und Eingebürgerte, die Kinder von Spätaussiedlern und Eingebürgerten, die Kinder ausländischer Eltern, die bei der Geburt zusätzlich die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten haben Kinder mit einseitigem Migrationshintergrund, bei denen nur ein Elternteil Migrant ist Eingebürgerte nicht zugewanderte Ausländer (Bei der Bestimmung des Migrationshintergrunds wird nur die Zuwanderung ab 1950 berücksichtigt.) Seite 8

9 Beitrag der Agentur für Arbeit zur Deckung des Arbeitskräftebedarfs in der Altenpflege Seite 9

10 Einflussgrößen in Beruf und Gesellschaft Struktur der regionalen Wirtschaft bedingt Fachkräftebedarf Mangel an examinierter Pflegefachkräften bundesweit Integration über Sprache und Qualifikation Vereinbarkeit von Familie und Beruf Demografischer Wandel zunehmende Alterung der Gesellschaft weniger Schulabgänger Die Berufsausübung in den Pflegeberufen ist gesetzlich geregelt Seite 10

11 Information und Beratung Berufsorientierung in der Schule Elternabende Medien Internetportale und Printmedien Beteiligung an Ausbildungsbörsen und Messen Berufsberatung individuelle Unterstützung bei der Berufswahl Beratung von Arbeitsuchenden zur Unterstützung der Arbeitssuche Beratung von Arbeitgebern bei der Besetzung von Arbeitsplätzen Mitarbeit in verschiedenen Netzwerken Seite 11

12 Rechtliche Grundlagen Vermittlung und Förderung Ausbildungsstellenvermittlung Arbeitsvermittlung - Besetzung gemeldeter Arbeitsstellen Anwerbung von Fachkräften im Ausland Förderung z.b. berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen Berücksichtigung des Fachkräftebedarfes beim Mitteleinsatz Qualifizierung Arbeitsloser Qualifizierung beschäftigter ungelernter und älterer Arbeitnehmer Seite 12

13 Rechtliche Grundlagen Förderprogramme zur beruflichen Qualifizierung Qualifizierung Arbeitsloser Qualifizierung Beschäftigter Förderung der beruflichen Weiterbildung (FbW) Initiative zur Flankierung des Strukturwandels (IFlaS) Förderung im Rahmen von WeGebAU Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen Seite 13

14 WeGebAU neue Ausrichtung ab Geringqualifizierte sollen einen Berufsabschluss oder eine berufsanschlussfähige Teilqualifikation erwerben die Größe des Unternehmens ist nicht relevant Beschäftigte in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) Förderung einer Anpassungsqualifizierung unabhängig von der Qualifikationsebene des Arbeitnehmers Seite 14

15 Förderung Geringqualifizierter - Voraussetzungen Ungelernte Arbeitnehmer ohne Berufsabschluss Wieder Ungelernte aufgrund Berufsentfremdung nicht mehr vermittelbar im erlernten Ausbildungsberuf Beratung Eignung Nachweis von 3 Jahren beruflicher Tätigkeit Anpassungsqualifizierung Kenntnisse und Fertigkeiten sind auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt verwertbar Bildungsträger und Maßnahme sind AZWV-zertifiziert Maßnahme wird außerhalb des Betriebes durchgeführt Seite 15

16 Programm WeGebAU ab 01. April 2012 Die Qualifizierung erfolgt während der regulären Arbeitszeit mit Weiterzahlung des Gehalts; das Arbeitsverhältnis besteht weiter Seite 16

17 Beispiel Förderung Altenpfleger/-in über WeGebAU Arbeitsvertrag unbefristet, Bezahlung nach dem jeweiligen Tarif für Helfertätigkeiten Freistellung von der Arbeitsleistung, jedoch Weiterzahlung des Gehaltes (Beschäftigungsverhältnis ruht) Ausbildungsvertrag wird abgeschlossen, anstatt der Ausbildungsvergütung wird das Gehalt weitergezahlt Agentur für Arbeit erstattet für die ersten beiden Ausbildungsjahre teilweise die Lohnkosten (AEZ) und einen Zuschuss von 20% zu den SV-Beiträgen Finanzierung des dritten Ausbildungsjahres ist über den Betrieb durch Zahlung des Gehaltes gesichert Seite 17

18 Handlungsfelder Altenpflege und Migration Anteil an examinierten Fachkräften erhöhen z.b. durch einjährige Anrechnung von beruflichen Vorqualifikationen (berufsbegleitende) Nachqualifizierung von in der Altenpflege beschäftigten Hilfskräften zu Fachkräften mehr Information in allen Lebensphasen Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse Bedarf für Bildungsangebote mit kultursensiblen Inhalten Sprachkenntnisse erweitern Seite 18

19 Agentur für Arbeit Heilbronn Wir unterstützen Betriebe bei der Suche nach Mitarbeitern und Auszubildenden Sie erreichen uns telefonisch von Montag bis Freitag von 8-18 Uhr unter der Telefon-Nummer: * * Festnetzpreis 3,9 ct/min; Mobilfunkpreise höchstens 42 ct/min Ihre Fragen zur Qualifizierung und Förderung der Mitarbeiter/-innen im Rahmen des WeGebAU-Programms beantworten: Isabel Erlewein 07131/ Christa Assenheimer 07131/ Seite 19

20 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Seite 20

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