Trennung der Eltern/ Scheidung und neue PartnerschaNen

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1 Trennung der Eltern/ Scheidung und neue PartnerschaNen Dipl.- Psych. Maria Vuori / Dipl.- Psych. Sabrina Krimmel Ute Meier, Nicole Aigner und ChrisBna Neumayr am 21. Dezember 2010

2 Soziale Entwicklung und Sozialisa3on: Gestaltung der Beziehungen, Familie: Erziehungsmethoden, Familienformen und Scheidung 1. Die Familie im Wandel Zunahme nichtehelicher Lebensgemeinscha;en 1972: : 2,4 Mio. Zunehmende Erwerbstä3gkeit von MüWern 1972: 42,3% 2009: 60%dd Jede fün;e Familie besteht nur aus einem Elternteil Steigende Scheidungsquote 1960: 12% 2009: 50,91%

3 2.1 UnmiHelbare Auswirkungen auf Kinder Angst und Unsicherheitsgefühle Verleugnung der Trennung und Abwehr Schuldgefühlen (bis zum Alter von ca. 8 Jahren) Einsamkeit Trauer

4 2.2 Psychosoziale LangzeiMolgen % der Scheidungskinder zeigen schwere, langfrisbge Probleme hinsichtlich: Psyche: erhöhtes Risiko für schwere emobonale Störungen wie Depression, Angst und Phobien sowie Veränderung des Selbstkonzeptes Verhalten: z. B. Parental AlienaBon Syndrome (PAS) - > Elterneneremdung, Aggressivität, Rückzug Schule: Jugendliche neigen häufiger zum Schulabbruch Beziehungen: selbst erhöhtes Scheidungs- Trennungsrisiko

5 3. Förderliche/hemmende Faktoren bei der Bewäl3gung von Scheidung auf Kinder Elterliche Konflikte Unsicherheits- und Angstgefühle Stress neue Familienordnung, Umzug, Verlust sozialer Netze Alter des Kindes bis 6. Lebensjahr häufiger Schuld- und Verlassensängste, bei älteren schlechte Schulleistungen, negabve Beziehung zu den Eltern, Drogenkonsum, Deliquenzrisiko bei Jungen

6 Kontakt mit dem Vater unterstützenden und autoritabvem Vater sind besser angepasst Elterliche Eigenscha;en dysfunkbonale Verhaltensweisen schmälern das Wohlbefinden der Kinder (Erziehungsdefizite) Eigenscha;en der Kinder schwierige Persönlichkeiten haben niedrigere Anpassungsleistungen Posi3ve Scheidungsfolgen Kinder werden zu verantwortungsbewussten, eigen- ständigen Verhalten ermuntert

7 4. Neue Partnerscha;en Vorteile: 2 Bezugspersonen und Rollenmodelle Bessere ökonomische Ressourcen Entlastung des alleinerziehenden Eltern- teils Geringere Gefahr der ParenBfizierung Nachteile: Erneute Notwendigkeit kindlicher Anpassungs- leistungen Gefahr einer Ausgrenzung des getrennt lebenden Elternteils Erhöhtes Risiko wiederholter Trennungs- erfahrungen

8 studies have shown that the ideal is where a child is raised in a married family with a man and a woman Former President George W. Bush

9 5. Metastudie Kinder in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinscha;en How Does the Gender of Parents MaHer? Biblarz, T. J., & Stacey, J. (2010). How does the gender of parents mawer? Journal of Marriage and Family, 72, Studien mit Zwei- Eltern Situa3onen Homosexuelle vs. Heterosexuelle Eltern 48 Studien mit alleinerziehenden Elternteilen Heterosexuelle MüWer vs. Heterosexuelle Väter

10 Signifikante Unterschiede zwischen Zwei- Eltern- Paaren mit Kindern Geschlechterverteilung Arbeitsteilung (Kinder, Arbeit, Haushalt) > > Eltern- Kind Beziehung, Wärme, Respekt Psy. und soziale Wohlbefinden Kinder AdopBonshäufigkeit, AdopBon von Mädchen und MigraBonskindern sex. IdenBtät (Flexibilität, Toleranz) PuniBver ErziehungssBl, körperliche Gewalt, Grenzen setzen/kontrolle Streithäufigkeit und - stärke > > > > < <

11 Signifikante Unterschiede bei heterosexuellen Alleinerziehenden Durchsetzung, Konsequenz, Geduld Aufsicht schulischer FortschriW, Freunde Missbrauch durch Eltern, Deliquenz Elternbericht über Kinderkrankheiten Erziehung, Eltern- Kind- Beziehung (Nähe, KommunikaBon, Zeit) Bildungsabschluss, Noten Geschlechterverteilung MüHer vs. Väter M < V M < V M < V M > V M > V M > V

12 ERGEBNISSE: How Does the Gender of Parents MaHer? Biologische Kernfamilien sind nicht per se beste Familienform Keine geschlechtsspezifische Unterschiede GleichberechBgung bei ElternschaN! Zwei Elternteile sind besser als alleine mit MuWer oder Vater aufzuwachsen Homosexualität der Eltern wird verborgen 2 homosexuelle Eltern (MüWer) werden als Idealbild angegebenà double dose of caretaking, communica3on, and in3macy

13 Zusammenfassung Trennungsfamilien bergen insgesamt geringere Entwicklungsrisiken als gemeinhin vermutet Belastender sind elterliche Konflikte Die Kontakthäufigkeit zum getrennt lebenden Elternteil ist per se wenig bedeutend. Entscheidender sind dessen Erziehungskompetenzen Gute Entwicklungsprognosen haben Scheidungskinder, deren Eltern es gelingt, ihre Konflikte beizulegen Biologische Kernfamilien sind nicht per se beste Familienform

14 Literaturangaben Siegler, R., DeLocache, J., Eisenberg, N., Entwicklungspsychologie im Kindes- und Jugendalter, Spektrum Verlag Lehmkuhl, U. (2004). Entwicklungschancen von Kindern aus Trennungsfamilien, Kindheit und Entwicklung 13 (4), , Hogrefe Verlag Stacey, J. & Biblarz, T. J. (2010). How Does the gender of parents mawer? Journal of Marriage and Family, 72, 3-22.

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