Orkantief sorgt für den zweiten Herbststurm

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1 Orkantief bringt den nächsten Sturm von : Orkantief sorgt für den zweiten Herbststurm Drucken Links: Alle Bilder vom Sturmtag ; Bilder von Forstschäden Beobachtungsbericht - Auswertung Während sich das Randtief "Christian" am heutigen Tag durch den Ärmelkanal zur Nordsee bewegte und zu einem kräftigen Orkantief mit unter 970 hpa entwickelte, bekamen auch wir von dem Sturm spührbar etwas ab. Gegen 1 Uhr begann es bereits durch die aufziehende Warmfront zu regnen und es kamen bis kurz vor 2 immerhin 1,5 l/m² zusammen. Der Wind wehte bereits hier sehr böig. Im Nachtverlauf fiel dann immer mal meist leichter Niederschlag. Bereits im Warmsektor morgens und vormittags kam es durch auftretende Schauern zum teilweise Herabmischen des Höhenwindes. So kam es zu ersten Sturmböen, wobei die stärkste Böe um 07:23 Uhr im Stadtgebiet mit 80 km/h gemessen werden konnte. Der Luftdruck sank von Mitternacht mit 1004,5 hpa auf den Tiefstwert bei uns um 10:00 Uhr mit 994,5 hpa. Ab hier gerieten wir also in den Einflussbereich der Kaltfront, was sich auch sofort an dauerhaft sehr stürmischem Wind zeigte. Danach gab es dauerhaft immer wieder Sturmböen, wobei die stärkste um 11:18 Uhr mit 85 km/h gemessen werden konnte. Auch danach gab es noch weitere Sturmböen zwischen km/h. Gegen 12:30 Uhr zog dann eine Niederschlagslinie auf, welche ebenfalls den Übergang zur kalten Luft markierte. Hier fiel kurze Zeit kräftiger schauerartiger Niederschlag horizontal durch den anhaltenden Wind. Durch die schnelle Verlagerungsgeschwindigkeit fielen aber lediglich 0,6 l/m². Während des Niederschlages gab es maximal Böen bis 60 km/h und der Wind drehte dann zunehmend auf west-südwestliche Richtung, was man an den tieferen Wolken gut sehen konnte. Danach lockerte der Himmel zunehmend etwas auf und es gab immer mal stärkere Böen, aber keine Sturmböen mehr. Im weiteren Verlauf zogen teils kräftige Schauern knapp südöstlich am Stadtgebiet vorbei. Hier kam es aber, da wir nur am Randbereich lagen, nur zu einzelnen stürmischen Böen von maximal 55 km/h und das auch nur noch vereinzelt. Der Orkan brachte hier mit den Böen in Sturmstärken neben ein paar Forstschäden wohl keinerlei Sachschäden.

2 2 von :04 Spitzenböen unserer Region: ,0 km/h - Aachen-Orsbach (WO) 93,0 km/h - Eschweiler (UWZ) 93,0 km/h - Zülpich (UWZ) 90,0 km/h - Düsseldorf-Flughafen (WO) 90,0 km/h - Geilenkirchen (WO) 85,3 km/h - Wegberg (WG) 85,0 km/h - Bergheim / Erft (eigene Messung mit Windmaster 2) 84,6 km/h - Linnich (WG) 83,7 km/h - Stolberg (WG) 83,0 km/h - Mönchengladbach-Flughafen (WO) 79,0 km/h - Nörvenich (WO) Absolute stärkste Böe in NRW war auf dem Kahlen Asten mit 101 km/h (WO) Beispielhafte Spitzenböen durch Orkan "Christian" in anderen Regionen (dabei ausverschiedenen Region welche ausgewählt): ,0 km/h - Kegnaes (Dänemark, noch nicht offiziell bestätigt) 191,0 km/h - Helgoland (UWZ) 191,0 km/h - Borkum (UWZ) 182,0 km/h - Hörnum / Sylt (UWZ) 181,0 km/h - List / Sylt (UWZ) 169,0 km/h - Kiel Leuchtturm (WO) 163,0 km/h - Texel (Niederlande) 163,0 km/h - Brocken (UWZ) 163,0 km/h - Amrum (UWZ)

3 3 von :04 150,0 km/h - Wilhelmshaven (UWZ) 141,0 km/h - Westerland / Sylt (WO) 137,0 km/h - Norderney (UWZ) 133,0 km/h - Flensburg (UWZ) 131,0 km/h - Langdon Bay (Großbritannien) 130,0 km/h - Isle of Portland (Großbritannien) 119,0 km/h - Hamburg/Fuhlsbüttel (WO) 117,0 km/h - Kap Arkona / Rügen (WO) --> *WO=Wetteronline.de / *UWZ=Unwetterzentrale.de / *WG= wunderground.com - private Messungen Am stärksten betroffen waren wie erwartet die Küstengebiete am Ärmelkanal (Nordfrankreich, Südengland, Belgien) sowie die niederländische Küste, die deutsche Küste und Dänemark. Hier wurden zahlreiche Bäume umgeworfen, Häuser beschädigt, der öffentliche Verkehr sowie die Schifffahrt stark beeinträchtigt und es kam leider auch zu Todesfällen und Verletzten. Auch der Süden von Schweden richtete der Orkan Schäden an und im Baltikum waren knapp Haushalte ohne Strom. Mit extremen Orkanböen von über 190 km/h wurden auch die Allzeitwindrekorde an den entsprechenden Stationen locker überboten. Vorherige Lage - Vorabinformationen zur Wetterlage Die Modelle rechnen das morgigen Orkantief immernoch früher als zunächst, doch gewisse Unsicherheiten sind immernoch vorhanden. So erreicht uns die Warmfront wohl bereits gegen 1 Uhr in der Nacht mit ersten Regenfällen, welche dann wohl bis 4 / 5 Uhr andauern könnten. Dabei bereits zunehmend böiger Wind, durch die stabile Luftmasse im Warmsektor des Tiefs halten sich die Böen von den Geschwindigkeiten her aber wohl noch zurück, wobei bereits einzelne Sturmböen mit 75 km/h am Morgen auftreten können. Vormittags nimmt der Wind dann weiter zu und besonders mit der Kaltfrontpassage (wahrscheinlich um die Mittagszeit) könnten dann auch örtlich schwere Sturmböen bis 95 km/h auftreten. Lokal in Verbindung mit Schauern oder Gewittern (diese sollten aber die Ausnahme bleiben) könnten die Windgeschwindigkeiten noch etwas höher liegen. Die Gefahr bleibt auch nachmittags mit möglichen Schauern bestehen. Am Abend sollte sich das Ganze dann aber langsam beruhigen. (Stand , 21:30 Uhr) Einen Tag nach dem ersten richtigen Herbststurm lauert uns schon der nächste Sturm auf. Dabei handelt es sich um ein Randtief / Schnellläufer, welcher im Randbereich des vorherigen Sturmtiefs entlang der Frontalzone entsteht. Im Gegensatz zu dem Sturmtief von Sonntag entwickelt sich das kleinräumigere Orkantief auf dem Weg in Richtung Nordsee erst noch so richtig. Dabei befindet sich das Randtief eingangs der kommenden Nacht noch südöstlich von Neufundland mit

4 4 von :04 einem Kerndruck von 1010 hpa und Sonntagmittag dann bereits mitten im Atlantik auf mit noch 995 hpa. In der Nacht auf Montag befindet sich der Kern dann noch knapp südwestlich von Irland und sollte am Montag gegen Mittag die Ostküste von Großbritannien erreichen mit einem Kerndruck von 970 hpa. Der tiefste Kerndruck ist aber noch nicht ganz klar. Viele Modelle rechnen auch mit dem tiefsten kerndruck von 965 hpa über der Nordsee. Am Montagabend befindet sich das Randtief dann knapp südlich Norwegen und zieht dann entweder deutlich nach Nordoste, oder wühlt einen O-NO Kurs in Richtung Dänemark und Ostsee. Es gibt noch Unsicherheiten bezüglich der Zugbahn. Sogenannte Randtiefs / Schnellläufer sind schwer zu berechnende eigenständige Tiefs, die auch in ihrer Zugbahn nicht unbedingt der Strömung folgen, wie es großräumige und normale Tiefdruckgebiete machen. Dies erschwert die Berechnungen der Wettermodelle erheblich und daher handelt es sich hier nur um eine momentane Einschätzung der Lage. Zieht das Randtief deutlich weiter nordöstlich als berechnet würden wir etwas weniger Sturm abbekommen, zieht es aber einige km weiter südlich, könnten wir auch noch deutlich stärker vom Sturm getroffen werden. Hier lassen sich genauere Details erst kurz vor Eintreffen ermitteln. Beachtet bitte stets die Warnungen seitens der Unwetterzentrale und dem Deutschen Wetterdienst, deren Links ihr auch hier unter dem Beitrag finden könnt. Ich gehe nun mal grob auf die mögliche Entwicklung ein, werde es versuchen aber echt allgemein zu halten da detailiertere Angaben noch nicht so sinnvoll sind: Windgeschwindigkeiten: Im Laufe der Nacht auf Montag erreicht uns die Warmfront des Randtiefs und wir werden uns dann möglicherweise bis in die Mittagszeit im meist stabilieren Warmsektor befinden. Somit sollten in diesem Zeitraum zwar einzelne kräftige Böen möglich sein, aber es besteht noch keine erhöhte Sturmgefahr. Deutlich markanter wird es dann ab den Mittagsstunden, wenn die Kaltfront irgendwann zwischen Uhr ankommt. Durch diese wird die Luftmasse deutlich labilisiert und es kommt zur Herabmischung von Höhenwinden. Es werden mit und hinter der Kaltfront immernoch Spitzenböen auf 10 m von 90 km/h gerechnet und auf 1.500m bis zum Abend noch über 130 km/h. Diese könnten auch anteilig heruntergemischt werden, sodass es auch bei uns lokal zu schweren Sturmböen um 100 km/h kommen könnte. Schauern soll es hinter der Kaltfront wenn zwar nur sehr vereinzelt geben (wo die Gefahr am höchsten wäre), aber auch so ist die Luftmasse labil und die Gefahr nicht auszublenden. Niederschlag: Mit der aufziehenden Warmfront kommen in der Nacht auf Montag bereits Niederschläge auf, die bis in die Morgenstunden andauern könnten. Dabei können diese auch schauerartig verstärkt fallen und lokal für etwas höhere Regenmengen sorgen. Diese Niederschläge gehen dann nachfolgend in einzelne Schauern über, die im Abendverlauf abklingen. Temperatur: Die Temperatur sollte am Montagmorgen bei milden Werten um +15 C liegen, da in der Nacht ja bereits Wolken aufziehen und milde Luft aus Südwesten zu uns gebracht wird. Tagsüber unter verstärkter Warmluftzufuhr steigt die Temperatur noch ein letztes Mal auf Werte um +18 C, vielleicht lokal noch bis knapp an die +20 C. Im Abendverlauf werden dann noch um +13 C erwartet. Die nachfolgenden Tage wird es dann auch von der Temperaturen herbstlicher, wobei das Wetter leicht hochdrucklastig werden könnte. Dies hätte

5 5 von :04 ruhiges und sicher zeitweise auch sonniges Wetter zur Folge, allerdings mit Maximalwerten von +10 C bis +13 C auch kühler. Nachts unter Aufklaren können die Temperaturen auch im Wochenverlauf auf bis zu +3 C abkühlen. Wichtiger Hinweis: Da ich lediglich ein Hobbymeteorologe bin, kann diese Vorhersage / Einschätzung der Wetterlage auch Fehler enthalten. Bitte guckt bei Wetterlagen mit Gefahenpotentiel auch immer auf die (Vor-) Warnungen der Unwetterzentrale und des Deutschen Wetterdienstes!! Autor: Frank Rinas Zugriffe: 279

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