Informationen über die Initiative

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1 Informationen über die Initiative Inhalt: 1. Leitbild 2. Projektbeschreibung 3. Informationen über die Initiative 4. Geplante Aktionen WS 2014/15 5. tun.starthilfe in Zahlen

2 1. Leitbild tun.starthilfe für flüchtlinge im landkreis eichstätt ist eine von Studenten ins Leben gerufene Initiative mit dem Ziel, den zurzeit etwa 220 Flüchtlingen im Landkreis Eichstätt in Bayern Starthilfe zu bieten. Sie hat für ihre Arbeit folgendes Leitbild entwickelt: 1) Jeder Mensch hat das Recht auf gesellschaftliche Teilhabe. 2) Die derzeitigen gesetzlichen Rahmenbedingungen gewähren Flüchtlingen dieses Recht nicht. 3) Grundbedingung für gesellschaftliche Teilhabe ist die Sprache. Sie ist die Voraussetzung für gegenseitigen Austausch und Anerkennung. Daher wollen wir jedem den Zugang zu Deutschunterricht ermöglichen. 4) Wir wollen verschiedenste Anschlussmöglichkeiten an das Alltagsleben bieten und dabei die Sozialarbeiter in ihrer Arbeit mit den Flüchtlingen unterstützen. 5) Dafür möchten wir Räume für ein soziales, nachbarschaftliches Miteinander schaffen und somit die Möglichkeit, eigene Fähigkeiten einzubringen. Mittels Netzwerkbildung auf verschiedenen Ebenen kann ein solcher Raum geschaffen werden. 6) Dies geschieht nur in einem Dialog auf Augenhöhe. Zur Ermöglichung von mehr Selbstbestimmung müssen die Fähigkeiten der Menschen zur Selbstorganisation und zur Kooperation gestärkt werden. 7) Alle Beteiligten müssen aufgeklärt werden: über die Situation, die Rechte und Einschränkungen, denen man als Flüchtling unterliegt. Aufklärung geht nur über die Offenheit, Perspektiven zu wechseln, Denkmuster zu überprüfen und den Wissensstand zu erweitern.

3 2. Projektbeschreibung Im Sinne des Leitbilds sind Sprachunterricht und Individuelle Begleitung Kernaspekte der Initiative. Der von den aktiven Mitgliedern entwickelte und durchgeführte Deutschunterricht findet wöchentlich in den dezentralen Unterkünften der Flüchtlinge statt. Durch das Erlernen der Sprache soll Flüchtlingen die Integration in die Gesellschaft erleichtert werden. Ein weiteres Team besteht aus Individuellen Begleitern, welche die Flüchtlinge im Alltag unterstützen: Sie stehen im ständigen Erfahrungsaustausch mit den Flüchtlingen und helfen zum Beispiel bei der Übersetzung amtlicher Schreiben, bieten Begleitung bei Behördengängen an und sind Ansprechpartner bei kleineren und größeren Problemen des Alltags. Während der vorlesungsfreien Zeit wird zudem eine zweiwöchige Sommer- bzw. Frühlingsschule angeboten, die im Sommer 2013 zum ersten Mal stattgefunden hat. Sie wird zentral in Eichstätt organisiert: Morgens wird den Teilnehmern Deutschunterricht bzw. Kinderbetreuung angeboten und nach dem gemeinsamen Mittagessen wird der Nachmittag zusammen gestaltet. Neben diesen aktuellen Kernpunkten der Initiative sind noch weitere langfristige Projekte zur besseren Integration in Planung. Hierzu zählen insbesondere das Integrative Wohnen von Studenten und Asylbewerbern, die gemeinsam in einem Wohnheim leben würden und das Projekt Integration durch Sport, d.h., dass für Flüchtlinge die Möglichkeit bestehen soll, am Vereinsleben der lokalen Sportvereine teilzuhaben. Damit diese Projekte auch umgesetzt werden können, unterstützt das Team Organisation und Öffentlichkeitsarbeit. Zudem kann tun.starthilfe auch auf ein breites Netz an Engagierten vor Ort zurückgreifen und arbeitet eng mit den Sozialarbeitern der Caritas, dem Landkreis, den Gemeinden und der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt zusammen. Ziel der Initiative ist es, Starthilfe zu geben, indem die vor Ort vorhandenen Ressourcen so gestärkt und strukturiert werden, dass die Integration der Flüchtlinge im Optimalfall auch ohne tun.starthilfe geschehen kann. Dies ist uns bereits in der Gemeinde Stammhamm gelungen, wo sich ein dichtes Netz aus Ehrenamtlichen vor Ort entwickelt hat, die durch Sprachunterricht und Begleitung die Integration der Flüchtlinge fördern tun hat hier starthilfe geleistet.

4 3. Informationen über die Initiative Die Frage, wie man den Flüchtlingen am besten helfen könne, war der Ausgangspunkt der Idee zu tun.starthilfe. Die Flüchtlinge wünschten sich zuallererst Deutschunterricht. So wurde die Initiative tun.starthilfe für flüchtlinge im landkreis eichstätt im November 2012 von einigen Studenten der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt gegründet, die für einige Flüchtlinge einmal wöchentlich Deutschunterricht anboten. Im Dezember wurde daraus ein Arbeitskreis des studentischen Konvents der Universität. Es folgten die Eingliederung in den Live for Life e.v. Eichstätt, ein lokaler Verein, in dem sich Jugendliche und junge Erwachsene gemeinsam für soziale Projekte engagieren und schließlich, im Oktober 2013 der Start eines Moduls an der Universität, in dem die Arbeit bei tun.starthilfe wissenschaftlich begleitet wird. So wird es Studenten ermöglicht, ehrenamtliches Engagement mit ihrem Studium zu verbinden. In ihrer Arbeit kann tun.starthilfe einerseits einen wichtigen Beitrag zur Integration der Flüchtlinge und andererseits zur interkulturellen Kommunikation im Landkreis Eichstätt leisten. Durch ihre Arbeit fördert sie Toleranz und gegenseitiges Verständnis, sodass Rassismus und Vorurteile bekämpft werden. In Kooperation mit anderen Hochschulgruppen werden Themenabende zu den Heimatländern der Flüchtlinge und Hintergründen organsiert. Die Mitglieder versuchen, die Initiative soweit es geht gemeinsam mit den Flüchtlingen zu gestalten und dort zu handeln, wo Bedarf ist. 4. Geplante Aktionen WS 2014/15 Wissenschaftlicher Sammelband zur Flüchtlingsthematik Arbeitsbuch Deutsch als Fremdsprache für alle interessierten Ehrenamtlichen innerhalb und außerhalb der Initiative. Projekt tun.startup : Starthilfe für andere Initiativen. Informationen zur Organisation, Einbettung in universitäre Strukturen, konkrete Tipps zur Unterrichtsgestaltung etc.

5 5. tun.starthilfe in Zahlen: An dem Unterricht, der in den Dezentralen Unterkünften stattfindet, nehmen derzeit etwa 180 Erwachsene teil. Die zweiwöchigen Sprachschulen, die jeweils im Frühjahr und im Sommer angeboten werden, werden sehr gut angenommen. An der Sommerschule 2014 waren bereits 100 Teilnehmer beteiligt. Für die Sprachschulen erhält die Initiative große Unterstützung von Privatleuten, die als Lehrer, Fahrer oder in der Küche mithelfen, wie auch aus der Privatwirtschaft und von Vereinen, die durch Sachspenden und unbürokratische Hilfe die Sprachschulen ermöglichen. Seit ihrem Bestehen konnte die Initiative etwa 300 Flüchtlinge begleiten. Innerhalb des Moduls an der KU Eichstätt sind knapp 90 Studenten eingeschrieben, die als Deutschlehrer oder Individuelle Begleiter einmal pro Woche in die Unterkünfte fahren. Daneben unterstützen mehr als 40 ehrenamtliche Helfer die Initiative in der Organisation und der Öffentlichkeitsarbeit Kontakt: tun.starthilfe für flüchtlinge im landkreis eichstätt Arbeitskreis des studentischen Konvents Initiative von Live for Life e. V. Studentisches Freimodul an der kath. Universität Eichstätt Ingolstadt Ansprechpartnerin: Karolina Albrecht mail: web: fb: konto: Live for Life e.v. IBAN : DE BIC: GENODEF1INP Institut: Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte eg

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