Wussten Sie schon, dass

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1 bis 1958 der Ehemann über das Vermögen und das Einkommen der Frau verfügen durfte?

2 bis 1958 der Ehemann das Recht hatte, das Arbeitsverhältnis seiner Frau fristlos zu kündigen?

3 es seit 1977 keine gesetzlich festgeschriebene Rollenverteilung mehr in der Ehe gibt?

4 ... die Frau seit 1977 nicht mehr die Einwilligung ihres Ehemannes braucht, um erwerbstätig zu sein?

5 die väterlichen Vorrechte bei der Erziehung 1958 eingeschränkt, aber erst 1979 vollständig beseitigt wurden?

6 Nach dem 2. Weltkrieg wurde 1948 der Parlamentarische Rat einberufen, um ein neues Grundgesetz auszuarbeiten. Die Formulierung des Art. 3 Abs. 2, Männer und Frauen sind gleichberechtigt geht auf Initiative Elisabeth Selberts zurück, eine der vier sogenannten Mütter des Grundgesetzes. Die ursprüngliche Formulierung, noch aus der Weimarer Verfassung stammend, lautete: Männer und Frauen haben die gleichen staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten. Selbert forderte jedoch einen Grundsatz, der Gleichberechtigung als Grundrecht in der Verfassung verankern sollte. ( ) Ein wesentlicher Schritt zur Durchsetzung der Gleichberechtigung von Mann und Frau vollzog sich am 3. Mai 1957 mit einer Neuordnung der Gesetze, die im Widerspruch zum Grundgesetz standen. An diesem Tag beschloss der Deutsche Bundestag das Gesetz über die Gleichberechtigung von Mann und Frau auf dem Gebiet des bürgerlichen Rechts. Zuvor hatte es im Plenum heftige Debatten unter anderem über das Prinzip des Letztentscheids gegeben, das nach Ansicht der CDU/CSU den Männern in Sachen des gemeinschaftlichen Lebens eingeräumt werden sollte. In dieser Frage unterlagen die Unionsparteien knapp.

7 Nachrichten zur Hauptsendezeit das erste Mal von einer Frau (Wiebke Bruns, ZDF heute) gesprochen wurden? Quelle:

8 Wiebke Bruns hörte nach 1,5 Jahren auf. Dagmar Berghoff, die als erste Frau Tagesschausprecherin wurde, erinnert sich: Eine Frau für die»tagesschau«? Unvorstellbar! Im ZDF hatte zwar Wibke Bruhns fünf Jahre zuvor als allererste Sprecherin»Heute«präsentiert, aber nach anderthalb Jahren aufgehört. Danach blieb das Nachrichtengeschäft wieder reine Männersache. Im Grunde war auch Köpcke überzeugt, dass eine Frau bei traurigen oder entsetzlichen Meldungen in Tränen ausbrechen dass zumindest ihre Stimme zittern würde, kurz, dass keine Frau imstande wäre sachlich, objektiv, fast emotionslos das Weltgeschehen über den Bildschirm zu bringen. Immerhin, es klappte, ich wurde engagiert, und am 16. Juni hatte ich bei den Nachmittagsnachrichten mit einer Meldung über die Entführung eines amerikanischen Diplomaten im Libanon Premiere. Obwohl das Team mich sehr freundlich aufnahm, fühlte ich mich in den ersten Monaten immens unter Druck. Ich hatte das Gefühl besonders gut und perfekt sein zu müssen und auf Anhieb die gleiche fehlerlose Leistung bringen zu müssen wie meine männlichen Kollegen - um für uns Frauen ein für allemal den Weg zu ebnen für diesen Beruf. (

9 dass der Anteil männlicher Erzieher in Kitas und Kindergärten seit 1990 konstant bei ca. 3% liegt? Es gibt ein Modellprogramm Mehr Männer in Kitas, das bis 2013 läuft und vom Bundesfamilienministerium mitfinanziert wird. Quelle:

10 dass es in Deutschland einen männlichen Entbindungspfleger gibt? (Stand 2010)

11 Seit 1985 dürfen in Deutschland und in Österreich auch Männer den Hebammenberuf ausüben; deren offizielle Berufsbezeichnung lautet dann Entbindungspfleger. In Österreich aber ist die Berufsbezeichnung Hebamme auch für Männer gesetzlich vorgesehen. (...) In Österreich gibt es keinen, in Deutschland gibt es (Stand: Juli 2010) einen praktizierenden männlichen Entbindungspfleger. In Belgien sind es wenigstens zehn. In den Niederlanden sind es mehr als 50. Quelle:

12 in keinem europäischen Land das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen so groß ist, wie in Deutschland?

13 vollzeitbeschäftigte Frauen im Schnitt 21,6 % weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Quelle:

14 etwa 65 % der Mütter mit Kindern zwischen 0 und 18 Jahren berufstätig sind? Das Model, in dem ein Elternteil die Rolle des Versorgers übernimmt und der andere Elternteil sich um Haushalt und Kinder kümmert ist auf dem Rückzug. Quelle: Familienbericht des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

15 Frauen in Deutschland im Durchschnitt bei der Geburt des ersten Kindes 29 Jahre alt sind? Gründe dafür liegen in der längeren und auch besseren Ausbildung für Frauen. Viele Frauen entscheiden sich nach dem Abschluss ihrer Ausbildung zuerst für den Beruf und verschieben die Familienplanung nach hinten. Quelle: Familienbericht des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

16 junge Frauen im Durchschnitt 22 Jahre alt sind, wenn sie aus dem Elternhaus ausziehen?

17 Junge Frauen ziehen im Durchschnitt mit 22 Jahren aus dem Elternhaus aus. Junge Männer bleiben etwas länger und ziehen im Schnitt mit 24 Jahren aus. Damit sind sie im europäischen Vergleich recht früh dran. Beispielsweise in Italien lebt noch jede zweite Frau zwischen Jahren im Elternhaus. Dafür haben über 90% aller niederländischen Frauen mit Jahren ihr Elternhaus bereits verlassen. Neben kulturellen Aspekten spielen aber auch finanzielle Gründe eine Rolle. Tendenziell sind junge Frauen in Nordwest-Europa früher finanziell unabhängig und haben sich von konservativen Rollenbildern verabschiedet. Quelle: Familienbericht des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

18 es im BEFG 429 Pastoren und 55 Pastorinnen gibt? Quelle: BEFG, Stand März 2012, A-Liste

19 es im BEFG 561 männliche und 277 weibliche KassenverwalterInnen gibt? Quelle: BEFG, Stand März 2012

20 es im BEFG 532 männliche und 403 weibliche ChorleiterInnen gibt? Quelle: BEFG, Stand März 2012

21 es im BEFG 800 männliche und 129 weibliche GemeindeleiterInnen gibt? Quelle: BEFG, Stand März 2012

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