Der DQR als Chance für die Weiterbildung?! Dr. Sandra Fuchs Berlin

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1 Der DQR als Chance für die Weiterbildung?! Dr. Sandra Fuchs Berlin

2 Überblick Kompetenzverständnis & Lernergebnisorientierung Perspektive MVHS Projekt EU-Transfer Chancen Kritikpunkte und Herausforderungen 2

3 Kompetenzverständnis im DQR / EQR Lernergebnisorientierung

4 Kenntnisse sind das Ergebnis der Verarbeitung von Informationen durch Lernen. [Sie] bezeichnen die Gesamtheit der Fakten, Grundsätze, Theorien und Praxis in einem Lernoder Arbeitsbereich Fertigkeiten Fähigkeit, Kenntnisse anzuwenden und Know-how einzusetzen, um Aufgaben auszuführen und Probleme zu lösen kognitive vs. praktische Fertigkeiten Kompetenzen nachgewiesene Fähigkeit, Kenntnisse und Fertigkeiten [...] zu nutzen Übernahme von Verantwortung und Selbstständigkeit (EU Kommission, 2006, S. 18) 4

5 Lernergebnisse sind Aussagen darüber, was Lernende wissen, verstehen und in der Lage sind, zu tun, nachdem sie einen Lernprozess abgeschlossen haben Lernergebnisse bestehen aus Kenntnissen, Fertigkeiten und Kompetenzen Die Kernfrage lautet nicht mehr: Was haben Sie in einem Kurs gelernt, um das Zertifikat zu bekommen? sondern: Über welche Fähigkeiten verfügen Sie nun, da Sie das Zertifikat erhalten haben? 5

6 Perspektive MVHS Projekt EU-Transfer

7 Erweiterung der bisher 8 Niveaustufen für die Aufnahme überfachlicher Kompetenzen (Schlüsselkompetenzen für LLL) niveauübergreifend Zuordnung von Weiterbildungskompetenzen und -zertifikaten zu den einzelnen Niveaustufen Vorschlag: Querschnittsprofile / Teilqualifikationen, die auf verschiedenen Niveaus angesiedelt werden können Beispiel: EDV-Anwendungskompetenzen / Projektmanagement, Sprachkompetenz etc. Verbindung mit dem Hochschulqualifikationsrahmen Einbezug ECVET / Leistungspunktesysteme Berücksichtigung non-formaler und informeller Bildung 7

8 Entwicklung und Erprobung von Umsetzungsstrategien europaweiter Transfersysteme Laufzeit 2 Jahre (Juni Mai 2012) Ziele: Untersuchung des EQR/DQR auf seine Relevanz für die praxisorientierte Umsetzung im VHS-Programm (exemplarische Programmbereiche) Auszeichnung berufsbezogener Bildungsangebote der VHS mit ECVET-Punkten (-2012) LLL, Durchlässigkeit und Mobilität Anerkennung von Bildungsdienstleistungen der VHS in Form von ECTS-Anerkennungen Durchlässigkeit, Erleichterung von Zugängen 8

9 Arbeitsschritte Erstellung von Handreichungen Relevanz für die Volkshochschulen Durchführung von Experteninterviews Perspektiven der VHS zum DQR Ausarbeitung von exemplarischen Umsetzungsstrategien & Empfehlungen (Leitfäden, Zuordnungsbeispiele, etc.) Arbeitsgruppe 1 zur Berücksichtigung nonformalen und informellen Lernens im DQR 9

10 Chancen für die WB Anerkennungen Übergänge, Stärkung des Images, neue Zielgruppen, niederschwellige Angebote der VHS Paradigmenwechsel Lernergebnisorientierung Institutionen Beratung, Marketing, Qualitätssicherung benchmark Aufwertung des nonformalen/informe llen Lernens & der VHS für Zielgruppen: Transparenz / Übergänge 10

11 Chancen für die VHS / WB Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Hochschulen und Gewinnung der Studenten als Teilnehmer Junge VHS / bereichsübergreifende Kooperationen Wenige offizielle Vorschläge zur Kompetenzerfassung im informellen und non-formalen Bereich Einbringung von Ideen sind möglich Erfahrungen der VHS im Sprachenbereich mit internationaler Zertifizierung Mögliche Verbesserung der Zusammenarbeit und Austausch mit anderen europäischen Trägern der Erwachsenenbildung 11

12 Risiken & Kritikpunkte Eingeschränktes Bildungsverständnis auf beruflich verwertbare Lernergebnisse Orientierung an formalen Abschlüssen Relativierung der Weiterbildung als Teil des informellen Lernens Intransparenter Prozess auf politischer Ebene Skepsis & Unsicherheiten Einbezug von Trägern auf der operativen Ebene zu zögerlich Fokus zu wenig auf den Zielgruppen, Brückenbau 12

13 Bedingungen zur erfolgreichen Umsetzung des DQR Berufliche Verwertbarkeit für unterschiedliche Zielgruppen Anerkennung von Arbeitgebern und Betrieben Leitfäden/Leitlinien, konkrete Handlungsempfehlungen Transfer und Transparenz Lernergebnisorientierte Ergänzung bestehender Curricula Verbindung zu qualitätssichernden Verfahren 13

14 Organisatorische Erfordernisse in der WB Veränderungen in der operativen Erwachsenenbildungsplanung (Planung, Kursbeschreibungen, Bildungsmarketing) Neue Kompetenzanforderungen an das Personal in der Erwachsenenbildung Professionalisierung von (Weiter-)Bildungsberatung Bestimmung von unabhängigen Validierungs- und Zertifizierungsstellen Offene Finanzierungsfragen Bildung von regionalen bildungsbereichsübergreifenden Netzwerken 14

15 Zwischenfazit zu DQR Prozess zu DQR und ECVET befindet sich für die EB lediglich im Diskussionsstadium AG 1 und 2 Zwischenergebnis aus den Experteninterviews: Erwartungen sind zu relativieren und Ziele für die VHS unabhängig zu formulieren Wie will sich die WB / VHS am Prozess beteiligen? Vorschlag: pragmatische lernergebnisorientierte Beschreibung von Kursen (unabhängig vom DQR für Bildungsmarketing nutzbar, mit Anknüpfungsfähigkeit an DQR, ECVET, ECTS) 15

16 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

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