adidas-salomon kurz vorgestellt 2 Unsere Stakeholder 8 Unsere Lieferkette 12 Unsere Produkte 30 Der Weg in die Zukunft 40 Begriffserklärungen 48

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1 Our World Unser weltweiter Sozial- und Umweltbericht für 2000

2 adidas-salomon kurz vorgestellt 2 Unsere Stakeholder 8 Unsere Lieferkette 12 Unsere Produkte 30 Der Weg in die Zukunft 40 Begriffserklärungen 48

3 Der vorliegende Bericht befasst sich mit zentralen Aspekten, die für beide Bereiche unserer Unternehmenstätigkeit eine Rolle spielen: für den weltweiten Vertrieb unserer bekannten Markensportartikel und für die dahinter stehende Herstellung. Er geht auf Umweltauswirkungen ein, die mit der Produktion unserer Erzeugnisse verknüpft sind, und gibt Aufschluss über unsere Bemühungen, die Arbeitsbedingungen in den Betrieben unserer Zulieferer zu verbessern.

4 adidas-salomon kurz vorgestellt 2 Als global operierender Konzern kann adidas-salomon es sich nicht leisten, die breiteren Auswirkungen seiner Geschäftspraktiken zu ignorieren. Unsere Stakeholder erwarten zu Recht, dass wir ihnen über unser soziales Engagement und Aktivitäten im Umweltschutz Rechenschaft ablegen. Dies tun wir unter anderem durch eine regelmäßige und offene Berichterstattung. Unser erster gruppenweiter Sozial- und Umweltbericht stellt nicht nur unsere bisherigen Erfolge dar, sondern zeigt auch weitere Verbesserungsmöglichkeiten auf, an denen es zu arbeiten gilt. Wir sind davon überzeugt, dass unser Engagement für Transparenz und Kommunikation die Grundwerte unserer Marke reflektiert: Authenticity, Inspiration, Commitment und Honesty.

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6 adidas-salomon kurz vorgestellt Vorwort des Vorstands Sport kennt keine Grenzen. Sport treibt Athleten zu immer neuen Glanzleistungen an, doch hat er darüber hinaus einen wesentlich weitreichenderen Effekt: Er überschreitet soziale, politische und geographische Grenzen und beeinflusst das Leben ganzer Gemeinschaften und Länder. In ähnlicher Weise sind die Auswirkungen, die sich aus der Größe und Gestalt unseres Unternehmens ergeben, weit über unsere eigenen Niederlassungen hinaus spürbar und beeinflussen Leben und Umfeld vieler Menschen rund um die Welt. Die Quantifizierung und Kontrolle dieser Auswirkungen stellen einen wesentlichen Bestandteil unserer Bemühungen dar, unser Unternehmen in vollem Maße den Prinzipien der Nachhaltigkeit zu unterstellen. 4 Die nachhaltige Entwicklung ist uns ein wichtiges Anliegen, denn wir haben erkannt, dass unser geschäftlicher Erfolg mit sozialem Engagement und aktivem Umweltschutz Hand in Hand geht. Unsere Aktionäre wünschen sich ein finanziell erfolgreiches Unternehmen. Sie wissen aber auch, dass ein gesundes Wachstum und geschäftlicher Erfolg auf lange Sicht nur dann möglich sind, wenn zuerst die erforderlichen Grundlagen dafür geschaffen werden. Unser soziales und Umweltengagement sowie die Bereitschaft, unseren Stakeholdern regelmäßig offen über unsere Fortschritte Bericht zu erstatten, sind der Schlüssel zum langfristigen Erfolg unseres Unternehmens und helfen uns zudem bei der aktiven Risikokontrolle. Unser erster extern herausgegebener Sozial- und Umweltbericht bedeutet einen enormen Schritt nach vorne in unseren Bemühungen, das Unternehmen in einer verantwortlichen und für unsere Stakeholder transparenten Weise zu führen. Er richtet sich an alle, die ein Interesse an unseren Aktivitäten im sozialen Bereich und im Umweltschutz haben, darunter Verbraucher, Fachhändler, Anteilseigner, Mitarbeiter, internationale Sportverbände und Gruppen wie regierungsunabhängige Organisationen, die uns in Bezug auf soziale und Umweltfragen öffentlich zur Rede stellen. Als multinationaler Konzern im Licht der Öffentlichkeit sind wir uns unserer Verpflichtung bewusst, allen unseren Stakeholdern Rechenschaft über die Folgen abzulegen, die unsere Tätigkeit für unser soziales Umfeld und unsere Umwelt hat, und ihren Bedürfnissen und Anforderungen auf transparente, verantwortliche Weise gerecht zu werden. Dieser Bericht beschreibt unter anderem unsere Lieferkette und welche Maßnahmen wir getroffen haben, damit unsere Zulieferer Sicherheit am Arbeitsplatz und gerechte Behandlung ihrer Mitarbeiter gewährleisten. Darüber hinaus weisen wir auf problematische Bereiche hin, die einer weiteren Verbesserung bedürfen. Der Bericht zeigt, dass die meisten unserer Zulieferer mit ähnlichen Problemen konfrontiert sind, und nennt Beispiele für Maßnahmen, die zu erheblichen Verbesserungen beigetragen haben. Zudem befasst er sich mit unserem Umweltschutzprogramm, das darauf abzielt, die Umweltauswirkungen unserer Produkte und Fertigungsbetriebe so weit wie möglich zu verbessern. Damit stellt dieser Bericht eine logische Ergänzung unserer Arbeit im sozialen und im Umweltbereich dar. Durch die regelmäßige Berichterstattung möchten wir ein Gesamtbild schaffen, das unsere Fortschritte im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung Jahr um Jahr festhält. Wir sind uns durchaus darüber im Klaren, dass hierzu genauere Leistungsindikatoren erforderlich sind, und haben uns vorgenommen, diese bereits in unseren Bericht für 2001 zu integrieren. Der Abschnitt Der Weg in die Zukunft auf Seite 42 beschreibt unsere langfristige Strategie zur Gewährleistung einer nachhaltigen Entwicklung. Sie werden sehen, dass wir vorankommen und schon vieles erreicht haben, dass aber noch ein weiter Weg vor uns liegt.

7 adidas-salomon kurz vorgestellt Unternehmensziele und -werte adidas-salomon hat das ehrgeizige Ziel, der beste Sportartikelhersteller der Welt zu sein. Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir einen verantwortlichen Umgang mit der Gesellschaft und Umwelt zum Maßstab für unser eigenes Unternehmen und für unsere gesamte Lieferkette gemacht. Folgende Maßnahmen sollen zu einer weiteren Steigerung unseres Markenwertes beitragen: garantierte Umsetzung unserer Ideale zum Nutzen von Verbrauchern, Mitarbeitern und denjenigen, die unsere Produkte herstellen Stärkung unseres Image und unseres guten Namens effektivere Gestaltung unserer Lieferkette Beitrag zur Sicherung einer langfristigen Zukunft für den Sport. Die Werte, die wir mit unserer Marke verbinden Authenticity, Inspiration, Honesty und Commitment stammen aus der Welt des Sports. Sie bilden die Grundlage unserer Standards of Engagement (SOE) : des Verhaltenskodex unseres Unternehmens. Sie sollen sicherstellen, dass unsere Zulieferer die Sicherheit am Arbeitsplatz und die gerechte Behandlung ihrer Mitarbeiter gewährleisten. Letztendlich möchten wir unsere Zulieferer jedoch zur Eigenverantwortung anregen. Statt lediglich die Prinzipien ihrer Auftrageber wie adidas-salomon umzusetzen, sollen sie eigene Wertesysteme entwickeln, die lokalen und internationalen Standards in Bezug auf Sozialverträglichkeit und Umweltschutz gerecht werden. 5 Prinzipien der Nachhaltigkeit Unsere Prinzipien der Nachhaltigkeit dienen uns als Messlatte für unsere eigenen Fortschritte auf den Gebieten der Sozial- und Umweltverantwortung. Sie wurden in Anlehnung an die Grundsätze der Internationalen Handelskammer erarbeitet und lauten wie folgt: Rechtliche Vorschriften Wir tragen Sozial- und Umweltgesetzen, -direktiven und -richtlinien Rechnung und sind fortlaufend um die Verbesserung unseres eigenen Beitrags zur Schaffung einer Gesellschaft bemüht, die sich an den Prinzipien einer nachhaltigen Entwicklung orientiert. Management Wir haben es uns zum Ziel gesetzt: die sozialen und Umweltauswirkungen unserer Produkte, Technologien und Verfahren bereits im Design- und Entwicklungsstadium zu analysieren und zu bewerten eindeutige Ziele festzulegen, einen Aktionsplan zu formulieren und unsere Fortschritte zu überwachen die jeweiligen Ergebnisse zu veröffentlichen. Beziehungen zu Zulieferern und Kunden Wir erwarten, dass die Aktivitäten unserer Zulieferer mit unseren SOE übereinstimmen und arbeiten eng mit ihnen zusammen, um die Arbeitsbedingungen für ihre Mitarbeiter zu verbessern. Unsere Geschäftspartner regen wir dazu an, aktiv auf die sozialen und umweltrelevanten Auswirkungen ihrer eigenen Aktivitäten Einfluss zu nehmen. Unterstützung Wir unterstützen soziale und Umweltschutzprojekte und bilden Partnerschaften mit Unternehmen und Organisationen, die auf direkte und indirekte Weise zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen. Dialog mit unseren Stakeholdern Wir legen Wert darauf, mit allen Stakeholdern in einer Atmosphäre des gegenseitigen Vertrauens und Respekts zu kommunizieren, und informieren sie regelmäßig über die Fortschritte unserer Gruppe im Hinblick auf Sozialverträglichkeit und Umweltschutz.

8 adidas-salomon kurz vorgestellt Umsatzerlöse nach Hauptsparten Jährliche Umsatzerlöse Mio. Euro 1998* 1999* 2000* Unternehmensprofil Schuhe Sportbekleidung Sportausrüstungen *Diskrepanzen im Gesamtbetrag infolge Hauptsitz/Konsolidierung 6 Gemessen am weltweiten Umsatz ist adidas-salomon die Nummer Zwei unter den Sportartikelherstellern. adidas-salomon ist ein multinationaler Konzern, dessen Produkte auf allen großen Märkten rund um die Welt vertreten sind. Der weltweite Marktanteil des Unternehmens beträgt schätzungsweise 15 %. Marken adidas-salomon vertreibt seine Produkte unter folgenden Markennamen: adidas für Schuhe, Sportbekleidung und -ausrüstungen wie Taschen und Bälle. Salomon für Ski, Snowboards, Snowblades, Skistiefel und -bindungen sowie Sommersportartikel wie Inline-Skates, Wanderstiefel und Trekking-Ausrüstungen. TaylorMade adidas Golf für Golfausrüstung, -bekleidung und -schuhe. Mavic für Fahrradbauteile. Bonfire für Wintersportbekleidung. Standorte adidas-salomon verfügt über ca. 100 Niederlassungen. Der Hauptsitz befindet sich im deutschen Herzogenaurach. Weitere wichtige Standorte sind Portland, Oregon, und Carlsbad, Kalifornien, in den USA; Annecy in Frankreich; Amsterdam in den Niederlanden sowie Hongkong. Unsere Beschaffungsbüros haben ihren Sitz in Brasilien, China, Deutschland, Indonesien, Korea, Pakistan, Singapur, Taiwan, Thailand, der Türkei, den USA und Vietnam. Unser Vertriebsnetz umfasst 160 Länder. Marktinformationen adidas-salomon ist eine an der Frankfurter und der Pariser Börse notierte deutsche Aktiengesellschaft, die nennwertlose Aktien ausgibt. Die Börsenzulassungsnummer für Frankfurt lautet: Wir beliefern in erster Linie den Groß- und Einzelhandel, sponsern jedoch auch Sportclubs, einzelne Athleten und Sportveranstaltungen. Relevante Informationen zum Umfang unserer Aktivitäten finden Sie in den nachfolgenden Tabellen.

9 adidas-salomon kurz vorgestellt Umsatzerlöse nach Marken Umsatzerlöse nach Regionen Jährliche Umsatzerlöse Mio. Euro 1998** 1999** 2000 Jährliche Umsatzerlöse Mio. Euro adidas Europa Salomon (einschließlich Bonfire) Nordamerika TaylorMade adidas Golf Asien Mavic Lateinamerika **Die Zahlen für 1999 wurden aufgrund des Transfers von adidas Golf zu TaylorMade neu angegeben. Die Zahlen für 1998 wurden nicht bereinigt. adidas-salomon Finanzielle Highlights (Mio. Euro) Umsatzerlöse Rohergebnis (Rohertragsmarge in %) 43,3 43,9 41,9 Betriebsergebnis (Operative Marge in %) Gewinn vor Steuern und Ergebnisanteilen anderer Gesellschafter 7,5 9 8, Jahresüberschuss Gewinn pro Aktie 4,01 5,02 4,52 Mitarbeiterzahl Dieser Bericht soll ein möglichst vollständiges Bild unserer Betriebsabläufe, Produkte und Standorte geben. In erster Linie haben wir uns hier jedoch auf die Marke adidas konzentriert, die etwa 80 % unserer Umsatzerlöse ausmacht. In zukünftigen Berichten werden wir alle unsere Marken gleichmäßig berücksichtigen.

10 Unsere Stakeholder 8 Kein Unternehmen ist eine Insel. Es ist wichtig, alle Organisationen, Gruppen und Individuen zu involvieren und informieren, deren Interessen mit denen des Unternehmens verknüpft sind. Der regelmäßige Dialog mit unseren Stakeholdern gibt uns Aufschluss darüber, wie wir deren Bedürfnissen am besten gerecht werden können. Mit unseren geschäftlichen Stakeholdern also Kunden, Zulieferern, Aktionären und Mitarbeitern arbeiten wir seit jeher eng zusammen, um auf Vertrauen basierende Geschäftsbeziehungen aufzubauen. Heute verbindet uns jedoch auch eine zunehmend engere Partnerschaft mit regierungsunabhängigen Organisationen, um deren Anliegen hinsichtlich unseres Geschäftsgebarens Rechnung zu tragen.

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12 Unsere Stakeholder Unsere Stakeholder Zu unseren Stakeholdern zählen jene Organisationen, Gruppen und Individuen, auf die sich unsere Aktivitäten in irgendeiner Weise auswirken oder deren Aktivitäten in irgendeiner Weise unser Unternehmen beeinflussen. Sie lassen sich in folgende Kategorien unterteilen: Kunden, die unsere Produkte von unseren Vertriebsgesellschaften, Distributoren oder Lizenznehmern in den meisten Ländern der Welt erwerben Einzelhändler, die unsere Erzeugnisse direkt an die Endkunden verkaufen Distributoren, die Waren von uns erwerben und diese dann an den Einzelhandel weiterverkaufen Lizenznehmer, die Produkte unter Lizenz herstellen und verkaufen Mitarbeiter Anteilseigner Gemeinschaften in zahlreichen Ländern der Welt, deren Leben und Umwelt durch unsere Standorte beeinflusst werden Regierungsunabhängige Organisationen, d. h. Gruppen, die sich für bessere Lösungen in Verbindung mit geschäftlichen Aktivitäten einsetzen Internationale Organisationen wie die International Labour Organisation (ILO, Internationale Arbeitsorganisation) und UNICEF Gewerkschaften auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene Unsere Lieferkette, also unsere Geschäftspartner, die Fertigprodukte für uns herstellen und an uns liefern, sowie deren Mitarbeiter Weitere Stakeholder wie Medien, internationale Sportverbände (einschließlich des Internationalen Olympischen Komitees und der FIFA), Athleten, Aufsichtsbehörden und Mitbewerber. 10 Partnerschaften und Dialog Wir sind davon überzeugt, dass wir unsere geschäftlichen Interessen durch eine konstruktive Zusammenarbeit mit unseren Stakeholdern besser verwirklichen können. Wie alle Unternehmen arbeitet auch adidas- Salomon seit jeher mit seinen wichtigsten Stakeholdern zusammen. Wir sind jedoch der Ansicht, dass wir durch eine systematische Einbeziehung aller beteiligten Gruppen in die tragenden Entscheidungen unseres Unternehmens in der Lage sind: uns einen möglichst gesamtheitlichen Überblick über unsere Geschäftsbeziehungen zu verschaffen und jede Gruppe in angemessenem Maße zu berücksichtigen unsere Beziehungen durch den Aufbau eines Vertrauensverhältnisses zu verbessern und unsere Betriebskosten zu reduzieren eine sozial und umweltpolitisch nachhaltige Entwicklung anzustreben und das Ausmaß unserer Verantwortung klar zu definieren. Wir führen einen fortlaufenden Dialog mit örtlichen Körperschaften wie regierungsunabhängigen Organisationen, religiösen Vereinigungen, Gewerkschaften und anderen Interessengruppen. Darüber hinaus bauen wir Kontakte in China, Hongkong, Indien, Indonesien, Malaysia, Pakistan, Singapur, Vietnam, Thailand, El Salvador, Brasilien, den USA, Deutschland, Belgien, den Niederlanden, Großbritannien und der Türkei auf. Einige dieser Gruppen haben eine beratende Funktion oder stellen Informationen bereit, während andere an der Berichterstattung im Hinblick auf die Nichteinhaltung unserer SOE in unserer Lieferkette beteiligt sind. Besondere Beispiele für Partnerschaften The World Business Council for Sustainable Development Die Mitgliedschaft im World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) wurde im Jahr 2000 vereinbart und trat im Januar 2001 in Kraft. Der WBCSD ist eine Vereinigung von über 150 internationalen Unternehmen, die sich für eine nachhaltige Entwicklung engagieren. Er zielt auf eine engere Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Regierungen und allen anderen Organisationen ab, die sich dem Umweltschutz und einer nachhaltigen Entwicklung verschrieben haben. Zudem möchte der WBCSD den Weg für höhere Umweltschutzstandards im Zusammenhang mit geschäftlichen Aktivitäten ebnen. Wir beabsichtigen, unsere Erfahrungen in dem vom WBCSD gesteckten Rahmen mit anderen Unternehmen und Stakeholdern zu teilen und unser eigenes Know-how im Hinblick auf Fragen der nachhaltigen Entwicklung zu erweitern.

13 Unsere Stakeholder Business for Social Responsibility Business for Social Responsibility ist eine Organisation ohne Erwerbscharakter, die Unternehmen in sozialen und umweltpolitischen Angelegenheiten unterstützt. Wir arbeiten eng mit dieser Organisation zusammen, insbesondere bei der Schulung von Herstellerrepräsentanten in verschiedenen Ländern und bei der Erörterung wichtiger Fragen im Zusammenhang mit der Implementierung unserer SOE. Vietnam Business Links Initiative Die Vietnam Business Links Initiative unter der gemeinsamen Leitung des Prince of Wales Business Leaders Forum und der Vietnamesischen Industrie- und Handelskammer hat sich die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Schuhfabriken zur Aufgabe gemacht, insbesondere was die Auswahl, Lagerung, Handhabung, Verwendung und Entsorgung der für den Herstellungsprozess verwendeten Chemikalien betrifft. Die Organisation schult Repräsentanten örtlicher und auf den Export ausgerichteter Fabriken, um eine möglichst flächendeckende Implementierung vorbildlicher Praktiken so genannter Best Practices innerhalb der Schuhindustrie zu erreichen. Im vergangenen Jahr stellte adidas- Salomon einen Fachberater zur Koordination des Projekts zur Verfügung. Gemeinsam mit dem Department for International Development der britischen Regierung und zwei anderen Sportartikelherstellern Nike und Pentland sind wir außerdem an der Finanzierung der Initiative beteiligt. Projekt zur Förderung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz in China Diese Vereinigung wurde im Jahr 2000 gegründet. Sie bietet Schulungen zu Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz an und richtet entsprechende Ausschüsse in Schuhfabriken ein, die adidas, Nike und Reebok in Südchina beliefern. Die Schulungen werden von Fachleuten im Bereich Sicherheit, Gesundheit und Umwelt am Arbeitsplatz durchgeführt und von der MacArthur Foundation in den USA und in China finanziert. Sie richten sich an Arbeiter und Führungskräfte sowie an Repräsentanten regierungsunabhängiger Organisationen, beispielsweise des Asia Monitor Resource Centre, des China Labour Bulletin, des Chinese Working Women s Network und des Hong Kong Christian Industrial Committee. Der Dachverband der Gewerkschaften von Hongkong, die Hong Kong Confederation of Trade Unions, ist ebenfalls an dem Projekt beteiligt. Projekte der Fußballindustrie Der Weltverband der Sportartikelindustrie (World Federation of Sporting Goods Industry, WFSGI) bietet Herstellern aus Entwicklungs- wie auch aus Industrieländern eine Plattform zur Kooperation im Hinblick auf soziale und Umweltfragen. In Pakistan begann der WFSGI 1997 ein Projekt zur schrittweisen Reduzierung der Kinderarbeit bei der Herstellung von Fußbällen, das von einer Reihe verschiedener Organisationen unterstützt wird. Die ILO ist für die Überwachung der Fußballproduktion verantwortlich, während örtliche regierungsunabhängige Organisationen wie Sudhaar und Bunyad in Kooperation mit Save the Children und UNICEF am Ausbau des Grundschulsystems in der Region arbeiten. Das National Rural Support Programme versucht die finanzielle Lage von Familien durch Spar- und Kreditprogramme zu verbessern. Ein ähnliches Projekt wurde vom WFSGI in Indien ins Leben gerufen, wo die Sports Goods Foundation of India, UNICEF, Save the Children und das Centre for Research in Rural and Industrial Development ein Erziehungsprogramm betreiben, das von der SGS (Société Générale de Surveillance) beaufsichtigt wird. Die Gelder für die Projekte werden vom britischen Ministerium für internationale Entwicklung und vom US-Arbeitsministerium zur Verfügung gestellt. adidas-salomon bezieht Fußbälle sowohl aus Pakistan als auch aus Indien und ist aktiv an den Projekten in beiden Ländern beteiligt. Umweltpartnerschaft mit dem Bayerischen Umweltministerium Dieses deutsche Projekt zielt auf die Entwicklung praktischer Lösungen zur Verbesserung des Umweltmanagements bei kleineren und mittelständischen Textil- und Bekleidungsherstellern ab. Das Bayerische Umweltministerium hat ein Rahmenwerk zur Handhabung von Umweltfragen zusammengestellt, das dem Projekt als Orientierungshilfe dient. Das Projekt wurde von Umweltschutzberatern mit Erfahrung in der Textil- und Bekleidungsindustrie koordiniert. adidas-salomon stellte fachliche Unterstützung zur Verfügung. Das begleitende Handbuch, das in englischer und deutscher Sprache verfügbar ist, deckt die Auswirkungen der gesamten Lieferkette auf die Umwelt ab von der Rohmaterialbeschaffung bis hin zur Verwendung von Bekleidungsteilen nach dem Ende ihres Produktlebenszyklus. Daneben enthält es praktische Empfehlungen für Werksleitungen zur Verringerung der Umweltbelastung an Produktionsstandorten sowie Hinweise zum Energie- und Ressourcenmanagement. Weitere Hauptthemen sind die Emissions- und Abfallreduzierung. 11

14 Unsere Lieferkette 12 Die Nutzung einer externen Lieferkette gestattet es adidas- Salomon, seine Kosten einzuschränken und somit wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Auslagerung der Lieferkette wird von uns jedoch nicht als Gelegenheit verstanden, uns unserer moralischen Verantwortung zu entziehen. Seit der ersten Veröffentlichung unserer Standards of Engagement im Jahre 1998 haben wir uns fortlaufend darum bemüht, die Arbeitsbedingungen in Zulieferbetrieben zu verbessern und eine faire Behandlung der Angestellten sicherzustellen. Wir haben bereits die Grundlagen für ein Kontrollsystem geschaffen, das es uns erlaubt festzustellen, inwieweit unsere Zulieferer unseren Standards entsprechen, und die Schlüsselprobleme in jedem Land zu identifizieren. Für 2001 haben wir es uns zum Ziel gesetzt, dieses System weiter zu verbessern.

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16 Unsere Lieferkette Unsere Lieferkette Einführung Gegen Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre lagerten wir den Großteil unseres Produktionsprozesses aus, um Kosten zu sparen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Dieser Ansatz birgt jedoch eigene Risiken: In den Werken unserer Zulieferer haben wir weniger Kontrolle über die Arbeitsbedingungen als an eigenen Standorten. Wir betrachten Outsourcing jedoch nicht als bequeme Lösung, sich der moralischen Verantwortung zu entziehen. Daher versuchen wir, nicht einfach die günstigsten Bezugsquellen zu finden, sondern die günstigsten akzeptablen Bezugsquellen. 14 Es existieren bereits eine Reihe von Standards, die von verschiedenen Unternehmen als Richtlinien zur Aufrechterhaltung akzeptabler Konditionen innerhalb ihrer Lieferketten benutzt werden. Wir sind der Ansicht, dass sich die Konventionen der UNO und ILO nach und nach als allgemeiner Standard durchsetzen werden, weshalb wir unsere vorbildlichen Praktiken an ihnen orientieren. Unsere erstmals 1998 veröffentlichten SOE für Sozialverträglichkeit, Sicherheit, Gesundheit und Umweltbedingungen am Arbeitsplatz gelten für unsere Lieferkette. Sie wurden Anfang dieses Jahres nach Konsultationen mit unseren Stakeholdern überarbeitet, wobei wichtige Änderungen an den Abschnitten zum Thema Löhne und Sozialleistungen, Koalitionsfreiheit, Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz und Umwelt vorgenommen wurden. Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass es noch viel zu tun gibt und wir bisher nicht immer in der Lage waren, die Einhaltung unserer Standards von Seiten unserer Zulieferer in ausreichendem Maße zu gewährleisten. Der folgende Abschnitt des Berichts konzentriert sich auf unsere Zulieferer, die Schuhe und Bekleidung der Marke adidas für den internationalen Markt produzieren. In unsere zukünftigen Berichte werden wir auch Daten für die Marken Salomon, TaylorMade, Mavic und Bonfire einbeziehen. Nachfolgend sind unsere überarbeiteten SOE im vollen Wortlaut abgedruckt, gefolgt von einer Beschreibung unserer Lieferkette und der Strategie, die wir im Hinblick auf diese verfolgen. Zudem äußern wir uns darüber, wie wir unseren Verpflichtungen nachkommen, wie erfolgreich wir in dieser Hinsicht derzeit sind und welche Ziele wir uns für die Zukunft gesetzt haben. Standards of Engagement Authenticity. Inspiration. Commitment. Honesty. Dies sind einige der wichtigsten Werte, für die die adidas-salomon Gruppe einsteht. Wir messen uns nicht nur selbst an diesen Werten, sondern auch unsere Geschäftspartner. Wir erwarten von unseren Partnern gleich ob Auftragnehmer, Subunternehmer, Zulieferer oder andere dass sie sich bei der Ausübung ihrer Geschäftstätigkeit entsprechend den vorgenannten Werten fair, integer und verantwortungsbewusst verhalten. Diese Verhaltensnormen sind für uns maßgeblich, wenn wir Geschäftspartner auswählen und vertraglich an uns binden, die in Übereinstimmung mit unseren Grundsätzen und Werten Arbeitsplatzstandards und Geschäftspraktiken befolgen. Als Leitprinzipien helfen sie uns aber auch, mögliche Probleme zu identifizieren und sie bereits in der Entstehungsphase gemeinsam mit unseren Geschäftspartnern zu lösen. Wir erwarten von unseren Geschäftspartnern, dass sie Aktionspläne zur laufenden Verbesserung betrieblicher Arbeitsbedingungen entwickeln. Die Umsetzung dieser Pläne wird von den Geschäftspartnern selbst, unserem eigenen Team und externen, unabhängigen Teams überwacht.

17 Unsere Lieferkette Wir erwarten von unseren Geschäftspartnern, dass sie in ihren Werken die Einhaltung folgender Grundsätze und Verfahrensweisen sicherstellen: I. Allgemeiner Grundsatz Unsere Geschäftspartner haben ihre Geschäfte in völliger Übereinstimmung mit den jeweils maßgeblichen gesetzlichen Bestimmungen zu führen. 15 II. Beschäftigungsgrundsätze Wir arbeiten nur mit solchen Partnern zusammen, die ihre Mitarbeiter in Bezug auf Löhne, Sozialleistungen und Arbeitsbedingungen fair und gesetzeskonform behandeln. Insbesondere gilt Folgendes: Zwangsarbeit: Geschäftspartner dürfen keine Zwangsarbeiter beschäftigen, weder in Form von Gefangenenarbeit, Sklavenarbeit oder einer sonstigen Form von Zwangsarbeit. Kein Mitarbeiter darf mit Gewalt oder Einschüchterung zur Arbeit gezwungen werden. Kinderarbeit: Geschäftspartner dürfen keine Kinder unter 15 Jahren oder schulpflichtige Kinder in Ländern, in denen das schulpflichtige Alter über 15 Jahren liegt, beschäftigen. Diskriminierung: Wir anerkennen und respektieren kulturelle Unterschiede. Wir sind der Meinung, dass Mitarbeiter auf der Grundlage ihrer Fähigkeiten, bestimmte Tätigkeiten auszuführen, beschäftigt werden müssen, nicht aufgrund persönlicher Merkmale oder Überzeugungen. Wir suchen Geschäftspartner, die diese Auffassung mit uns teilen und die sicherstellen, dass sie bei ihren Einstellungs- und Beschäftigungspraktiken niemanden wegen Rasse, nationaler Abstammung, Geschlecht, Religion, Alter, Behinderung, sexueller Orientierung, Familienstand, Mitgliedschaft in einer Organisation oder politischer Überzeugung benachteiligen. Löhne und Sozialleistungen: Unsere Geschäftspartner erkennen an, dass Grundlöhne mindestens den Lebensunterhalt und darüber hinaus einige zusätzliche Ausgaben abdecken müssen. Geschäftspartner haben ihren Mitarbeitern den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn, bzw. den in der Branche üblichen Lohn, falls dieser höher liegt, zu bezahlen. Sie haben den gesetzlich vorgeschriebenen Sozialleistungen Rechnung zu tragen. Löhne müssen entweder bar, per Scheck oder in sonst üblicher Form direkt an die Mitarbeiter ausbezahlt werden; Informationen bezüglich des Lohns müssen den Mitarbeitern in einer für sie klaren und verständlichen Form gegeben werden. Vorschüsse sowie Lohnabzüge sind sorgfältig zu überprüfen und müssen den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Mitarbeiter müssen für Überstunden zusätzlich zum normalen Lohn gesetzlich vorgeschriebene Zuschläge erhalten. Wo keine gesetzliche Regelung existiert, sind angemessene Zuschläge zu zahlen.

18 Unsere Lieferkette Arbeitszeit: Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit der Mitarbeiter darf einschließlich Überstunden 60 Wochenstunden nicht übersteigen; gesetzliche Bestimmungen, die niedrigere Höchststunden vorsehen, gehen vor. Mitarbeiter müssen mindestens 24 zusammenhängende Stunden Freizeit pro Woche sowie bezahlten Jahresurlaub erhalten. 16 Koalitionsfreiheit: Geschäftspartner haben das Recht jedes Mitarbeiters, Vereinigungen nach eigener Wahl beizutreten bzw. solche zu gründen, anzuerkennen und zu respektieren. Falls gesetzliche Bestimmungen das Koalitionsrecht einschränken, darf der Geschäftspartner seine Mitarbeiter nicht daran hindern, auf alternative Weise legale Vereinigungen zum Aushandeln von Löhnen und Arbeitsbedingungen zu bilden. Zumindest hat der Geschäftspartner Einrichtungen zu schaffen, die dem Informationsaustausch mit Mitarbeitern dienen. Disziplinarmaßnahmen: Jeder Mitarbeiter muss mit Würde und Respekt behandelt werden. Kein Mitarbeiter darf körperlicher, sexueller, psychologischer oder verbaler Belästigung oder sonstigem Missbrauch ausgesetzt werden. III. Gesundheit und Sicherheit Geschäftspartner haben für ein sicheres und die Gesundheit erhaltendes Arbeitsumfeld zu sorgen. Geeignete Vorsorgemaßnahmen gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten sind zu treffen. Dazu gehört auch Schutz vor Feuer, Unfällen und giftigen Substanzen. Beleuchtungs-, Belüftungs- und Heizungsanlagen müssen ausreichend vorhanden sein. Saubere und zahlenmäßig ausreichende sanitäre Einrichtungen müssen den Mitarbeitern jederzeit frei zugänglich sein. Die Fabriken müssen Sicherheits- und Gesundheitsschutzbestimmungen erlassen und deutlich bekannt geben. Falls Unterkünfte für Mitarbeiter gestellt werden, gelten diese Anforderungen auch insoweit. IV. Umweltbestimmungen Geschäftspartner haben die Bedingungen sämtlicher jeweils anwendbarer Umweltgesetze und bestimmungen zu erfüllen. Unsere Geschäftspartner sollten sich um die ständige Verbesserung der Umweltbedingungen bemühen, unter denen sie selbst und ihre Zulieferanten produzieren. Dies bedeutet: die Beachtung des Prinzips der Nachhaltigkeit bei betrieblichen Entscheidungen, der verantwortliche Umgang mit natürlichen Ressourcen, saubere Produktion, Verhinderung von Umweltverschmutzung und die Entwicklung und Verwendung von Materialien, Technologien und Produkten, die sich am Prinzip der Nachhaltigkeit orientieren. V. Gemeinnütziges Engagement Wir bevorzugen Geschäftspartner, die sich um eine Verbesserung der Bedingungen in den Ländern, in denen sie tätig sind, bemühen.

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