Wie Geld aus Schulden gemacht wird

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1 ema: Geld Es klingt unglaublich Wie Geld aus Schulden gemacht wird Zwei große Geheimnisse bestimmen unser Leben: die Liebe und das Geld. Was Liebe ist, wurde schon ausführlich untersucht in Geschichten, Liedern, Büchern, Filmen und im Fernsehen. Vom Geld kann man das nicht sagen. Es ist also kaum überraschend, dass die Geldtheorie keine erfolgreichen Filme inspiriert; sie wird ja nicht einmal im Schulunterricht erwähnt. Die meisten von uns denken bei der Frage, wo das Geld überhaupt herkommt, an irgendeine staatliche Anstalt, die Geldscheine druckt und Münzen presst. Geld, so meint man, wird von der Regierung hergestellt. Das stimmt aber nicht ganz. Text und Bilder aus dem Film Money as Debt von Paul Grignon Diese symbolischen Dinge aus Metall, die wir Geld nennen, werden tatsächlich von einer Behörde gemacht. Aber der Großteil des Geldes kommt nicht von dort, er wird künstlich hergestellt, jeden Tag, in riesigen Mengen, und zwar von privaten Gesellschaften, die Banken heißen. Die meisten von uns glauben, dass Banken Geld verleihen, das ihnen andere anvertraut haben das ist leicht vorstellbar, aber nicht die Wahrheit. Tatsächlich schaffen Banken selbst das Geld, das sie verleihen; es stammt weder aus ihren eigenen Einnahmen noch aus verwalteten Guthaben, sondern allein und unmittelbar aus dem Versprechen des Schuldners, es zurückzuzahlen. Die Unterschrift des Schuldners auf dem Vertrag ist die Verpflichtung, der Bank das Geld zurückzuzahlen, plus Zinsen, oder das Wozu verpflichtet sich die Bank durch ihre Unterschrift? Die Bank darf das Volumen des Kredits herbeizaubern und einfach auf das Konto des Schuldners buchen. Klingt unglaublich? Das kann doch be - stimmt nicht wahr sein. Aber so ist es. Um zu zeigen, wie es zu diesem Wunder des modernen Bankwesens kam, schauen wir einmal das Märchen vom Goldschmied an: Früher wurde beinahe alles als Geld be - nutzt; es musste nur handlich sein und für viele Leute einen Wert darstellen, so dass man es als Tauschmittel benutzen konnte für Nahrung, Kleidung und Unterkunft. Muscheln, Kakaobohnen, hübsche Steine, selbst Federn wurden schon als Geld benutzt. Auch Gold und Silber waren reizvoll, weich und einfach zu verarbeiten, daher wurden einige Kulturen Haus, das Auto oder sonstige Güter zu verlieren, die er als Sicherheit vorweisen musste. 22 DIE GAZETTE 32, Winter 2011/2012

2 recht geschickt im Umgang mit diesen Metallen. Goldschmiede erleichterten den Handel, indem sie Münzen gossen, genormte Einheiten dieser Metalle, deren Gewicht und Reinheit beglaubigt war. Um dieses Gold zu schützen, brauchte der Goldschmied nun einen Tresor, und schon bald standen viele Gold- Anleger vor seiner Tür, die einen Platz in diesem Tresor mieten wollten, um auch ihr Gold zu beschützen. Rasch hatte der Goldschmied allen Platz im Tresor vermietet und verdiente ein wenig an seinem Tresor-Mietgewerbe. Jahre gingen ins Land Da machte der Goldschmied eine schlaue Beobachtung: Anleger kamen selten, um ihr Gold abzuholen, und sie kamen niemals alle gemeinsam. Und zwar weil die Schecks, die der Goldschmied als Quittungen für das Gold geschrieben hatte, auf dem Markt ge - handelt wurden, als wären sie das Gold selbst. Dieses Papiergeld war sehr viel praktischer als schwere Münzen, und Mengen konnten einfach beziffert werden, anstatt müh sam einzeln gezahlt werden zu müssen. Inzwischen erfand der Goldschmied ein weiteres Geschäft: Er verlieh sein Gold gegen Zinsen. Nachdem das praktische Papiergeld in Umlauf war, verlangten Schuldner Kredite zunehmend in Form dieses Papiergelds anstatt der tatsächlichen Metallstücke. Als die Wirtschaft wuchs, wollten mehr und mehr Leute Kredite vom Goldschmied. Da kam dem Goldschmied eine noch bessere Idee: Er wusste, dass nur sehr wenige seiner Einleger jemals ihr tatsächliches Gold zurückholten; da dachte er, er könnte problemlos Schecks ausstellen, die vom Gold seiner Anleger ge - deckt waren. So lange diese Kredite zurückge- zahlt würden, merkten seine Kunden davon gar nichts, und niemand hatte einen Schaden. Und der Goldschmied jetzt schon eher Bankier als Handwerker würde einen weit hö - heren Profit machen, als wenn er nur das vorhandene Gold verleihen würde. Irgendwie kam aber doch der Verdacht auf, dass er eigentlich das Geld seiner Einleger ausgab. Da drohten diese nun damit, ihr Gold zurückzufordern, falls der Goldschmied nicht verraten würde, woher sein plötzlicher Wohlstand kam. Wider Erwarten war das aber keine Katastrophe für den Goldschmied. Der Plan funktionierte weiterhin: Die Anleger hatten ja überhaupt nichts verloren, ihr Gold war im Tresor in Sicherheit. Anstatt ihr Gold zurückzunehmen, forderten die Einleger jedoch, dass der Goldschmied nun ihr Bankier ihnen Zinsen zahlte. Das war der Anfang des Bankwesens. Der Bankier bezahlte einen geringen Zins auf Einlagen anderer Leute, und anderen verlieh er zu höheren Zinsen. Der Unterschied deckte die Kosten der Bank und ergab ihren Profit. Die Logik dieses Systems war bestechend einfach, und sie war offensichtlich eine sinnvolle Möglichkeit, die Nachfrage nach Krediten zu decken. Allerdings funktionieren heute Banken nicht mehr so. Unser Goldschmied/Bankier war nicht zufrieden mit seinem Einkommen. Zwar wuchs die Nachfrage nach Krediten rapide, DIE GAZETTE 32, Winter 2011/

3 als die Europäer die übrige Welt eroberten. Aber Kredite waren durch die Menge an Gold im Tresor eingeschränkt. Da hatte der Goldschmied eine noch schlauere Idee: Niemand außer ihm selbst wusste, wie viel Gold überhaupt in seinem Tresor war; also konnte er doch auch Schecks verleihen, die überhaupt nicht durch irgendwelches Gold gedeckt waren. Solange nicht alle Scheck - besitzer gleichzeitig ankamen, um ihr Gold abzuholen wie sollte es jemand bemerken? Dieser neue Trick klappte. Der Bankier wurde unwahrscheinlich reich durch Zinsforderungen für Gold, das gar nicht existierte. Die Vorstellung, dass der Bankier einfach Geld aus dem Nichts erschaffen könne, war zu unglaublich, um geglaubt zu werden, so undenkbar, dass es sich niemand vorstellen konnte. Aber dem Bankier stieg die Macht, Geld einfach zu erfinden, allmählich zu Kopf. Mit der Zeit erregte das Ausmaß der Kredite und der zur Schau getragene Reichtum des Bankiers immer mehr Verdacht. Einige Kreditnehmer verlangten wieder echtes Gold anstatt der papiernen Schecks. Gerüchte gingen um plötzlich tauchten nun doch einige reiche Anleger auf und forderten ihr Gold zurück. Das Spiel war aus: Ein Meer von Scheckbesitzern versammelte sich auf der Straße vor den plötzlich verschlossenen Türen der Bank. Tja, leider hatte der Bankier auf die Bank, und es ist genau das, wovor jeder Bankier sich fürchtet. Dieses Phänomen eines Ansturms auf die Bank ruinierte einzelne Banken und, kaum überraschend, schädigte das öffentliche Vertrauen in alle Bankiers. Es wäre nun naheliegend gewesen, die Praxis der Geld - erschaffung aus dem Nichts für illegal zu erklären, aber die große Menge an Krediten, die die Bankiers anboten, war für den Erfolg des europäischen Wirtschaftswachstums notwendig geworden. Also wurde diese Praxis legalisiert und reguliert. Die Bankiers verpflichteten sich, die Menge des fiktiven Schuldgelds zu beschränken. Dieses Maximum blieb aber trotzdem immer noch viel höher als die Menge an Gold und Silber im Tresor. Sehr oft war das Verhältnis 9 zu 1. Es wurde außerdem vereinbart, dass im Falle eines Ansturms die Zentralbank örtliche Banken mit Hilfs-Einlagen unterstützen würde. Nur durch einen ausgedehnten Ansturm auf mehrere Banken gleichzeitig könnte die Kreditblase platzen und das System zusammenbrechen. Wie kam es zum Geldsystem von heute? nicht genug Gold und Silber, um all das Papier auszuzahlen, das ihm nun präsentiert wurde. So etwas nennt man einen Ansturm Im Lauf der Zeit wurde der Bruchteil des Goldes, der das Schuldgeld deckte, ständig kleiner bis nichts mehr davon übrigblieb. Das grundlegende Wesen von Geld hat sich verändert: Früher war der Papierdollar tatsächlich eine Quittung, die man bei der Zentralbank gegen eine feste Menge Gold oder Silber umtauschen konnte. Heutzutage kann man einen Papier- oder digitalen Dollar nur 24 DIE GAZETTE 32, Winter 2011/2012

4 gegen einen weiteren seiner Art umtauschen. Heute sind all diese Dollars, Pfund und Eu - ros, die wir üblicherweise als Geld ansehen, ein sogenanntes Fiat-Geld, d.h. eine Währung, die eine Regierung durch einen einfachen Er lass schafft; entsprechende Gesetze legen fest, dass alle Bürger diese Währung als (ge setzliches) Zahlungsmittel akzeptieren müssen. Nun stellt sich die Frage: Wenn Regierungen und Banken beide einfach Geld erschaffen können wie viel Geld gibt es dann? Um das möglichst einfach zu erläutern, stellen wir uns einmal vor, dass eine Bank gerade neu eröffnet wurde und noch keinen Anleger hat. Allerdings haben die Investoren der Bank eine Einlage von 1.111,12 Dollar bei der Zentralbank gemacht; tatsächlich vorhandenes Bargeld bei der Zentralbank. Schritt 2: Der Handwerker zahlt nun den frisch erschaffenen Kredit von Dollar bei seiner Bank ein. Bei einem Verhältnis von 9 zu 1 kann also von der Bank ein neuer Kredit von 9000 Dollar ausgestellt werden, auf der Grundlage dieses Dollar-Schecks. Schritt 3: Werden diese 9000 Dollar dann von einem dritten Kreditnehmer bei irgendeiner weiteren Bank eingezahlt, so entsteht daraus wieder ein weiterer Kredit, diesmal in Höhe von 8100 Dollar. Wie eine russische Matruschka, bei der in jeder Puppe eine kleinere Puppe steckt, ermöglicht jede solche Einlage einen weiteren, etwas kleineren Kredit. Nur wenn das erschaffene Schuldgeld nicht bei einer Bank landet, dann endet dieser Vorgang. Das ist der unvorhersehbare Teil des Gelderschaffungsmechanismus. Vermutlich aber ist es so, dass die Kredite bei jedem Schritt wieder ihren Platz bei einer Bank finden und der anschließende Vermehrungsprozess sich immer weiter wiederholen kann, bis beinahe Dollar brandneues Geld im Bankensystem erschaffen wurden. Dieses ganze neue Geld wurde vollständig aus Schulden erschaffen. Der gesamte Prozess war legal auf der Grundlage der anfänglichen Reserven von 1.111,12 echten Dollars, die immer noch unberührt bei der Zentralbank liegen. Banken verleihen also Geld, das sie nicht haben. In den letzten Jahrzehnten sind durch den dauernden Lobbyismus der Banken die Bedingungen für neue Einlagen bei der Zentralbank in manchen Ländern so gut wie auf- Schritt 1: Die Türen sind geöffnet, und die neue Bank begrüßt ihren ersten Kunden, d.h. einen Kreditnehmer, einen Handwerker. Er braucht Dollar (etwa um ein Auto zu kaufen). Das Verhältnis von 9 zu 1 erlaubt der Bank, durch ihre Reserven bei der Zentralbank einfach und ganz legal Geld zu erfinden, und zwar die neunfache Menge, also Dollar, auf Grund der Verpflichtung des Kreditnehmers. Diese Dollar kommen nirgendwo her. Es ist brandneues Geld, einfach in das Konto des Kreditnehmers getippt, als Bankkredit. Der Schuldner stellt dann einen Scheck darauf aus, um das gebrauchte Auto zu kaufen. DIE GAZETTE 32, Winter 2011/

5 gehoben worden, und das tatsächliche Verhältnis ist nicht mehr unbedingt 9 zu 1. Für manche Bankkonten ist es 20 zu 1 oder auch 30 zu 1. In manchen Fällen werden gar keine Reserven verlangt. In letzter Zeit haben Banken fantasievolle Wege gefunden, Reservebedingungen komplett zu umgehen. Auch wenn die Regeln sehr komplex sind, merkt der gesunde Menschenverstand doch: Banken können so viel Geld erschaffen, wie wir leihen (also Schulden machen) können. Banken können so ein Geldsystem aber nur betreiben, wenn die Regierung kooperiert. Zunächst verabschieden Regierungen also Gesetze, die eine Währung als gesetzliches Zahlungsmittel etablieren. Dann erlauben es Regierungen den privaten Banken, Kredite in dieser Währung auszuzahlen. Zuguterletzt erlassen Regierungen Regelungen, um die Glaubwürdigkeit dieses Geldwesens in den Augen der Öffentlichkeit zu sichern, während sie rein gar nichts tun, um die Öffentlichkeit darüber zu informieren, woher das ganze Geld eigentlich kommt. ein Schuldschein, der einen fiktiven Wert darstellt und daher eine Art Geld ist. Es ist genau das Geld, das der Schuldner gegen seinen sogenannten Kredit tauscht. Nun bedeutet aber ein Kredit in der realen Welt, dass der Geber etwas haben muss, das er verleihen kann. Wenn man zum Beispiel einen Hammer benötigt, wird die Leihgabe eines Hammers, den es gar nicht gibt, nicht viel helfen. In der künstlichen Welt des Geldes jedoch darf das bloße Versprechen einer Bank, Geld auszuzahlen, das sie gar nicht hat, als Geld verbreitet werden. Sobald der Kreditnehmer den Schuldvertrag unterschreibt, erfüllt die Bank ihren Teil des Geschäfts, indem sie mit wenigen An - schlägen auf einer Computertastatur ein entsprechendes Guthaben des Schuldners bei der Bank erschafft. Vom Standpunkt des Schuldners wird daraus Schuldgeld auf seinem Konto. Und wieder ist die zugrunde liegende Wahrheit sehr einfach: Ohne den Schuldvertrag, den der Kreditnehmer unterschrieben hat, hätte der Bankier rein gar nichts zu verleihen. Haben Sie sich je gewundert, wie alle Regierungen, Konzerne, kleine Unternehmen, Familien gleichzeitig verschuldet sein können in diesem astronomischen Ausmaß? Haben Sie sich je gefragt, wie überhaupt so viel Geld zum Verleihen existieren kann? Jetzt wissen Sie es: Es existiert überhaupt nicht. Banken verleihen kein Geld, sie erschaffen es ganz einfach aus Schulden. Und da Schul- Sobald wir einen Kredit unterschreiben, verpflichten wir uns, ihn zurückzuzahlen; abgesichert ist das durch die Güter, die wir als Sicherheit angeben und im Fall der Zahlungsunfähigkeit hergeben müssen. Die einfache Wahrheit ist: Diese Güter sind das einzig wirklich Werthaltige bei diesem Handel. Für jeden, der uns glaubt, dass wir unserer Verpflichtung nachkommen werden, stellt dieser Vertrag nun ein handliches, tauschbares und verkäufliches Stück Papier dar. Es ist 26 DIE GAZETTE 32, Winter 2011/2012

6 den potenziell unbegrenzt sind, ist auch der Nachschub an Geld ohne Grenze. Ist es nicht erstaunlich, dass trotz unglaublichen Reichtums an Ressourcen, Innovation und Produktivität, die uns umgeben, beinahe jeder von uns von Regierungen über Unternehmen bis zu Individuen schwer bei Bankiers verschuldet ist? Man müsste nur einmal nachdenken: Wie kann es sein, dass die Leute, die tatsächlich den ganzen Reichtum in der Welt herstellen, verschuldet sind bei denen, die bloß Geld verleihen? Noch erstaunlicher ist, dass es überhaupt kein Geld gäbe, sobald wir begreifen, dass Geld eigentlich nur Schuld ist; wenn es keine Schulden gäbe, gäbe es auch kein Geld. Die meisten stellen sich vor, dass wenn alle Schulden abbezahlt wären, es der Wirtschaft gutginge. Gut, von einem rein persönlichen Standpunkt aus ist das richtig: Sobald unsere Kredite abbezahlt wären, hätten wir mehr Geld zur Verfügung. Wenn alle schuldenfrei wä ren, gäbe es also mehr Geld. Aber das genaue Gegenteil ist wahr: Es gäbe dann über - haupt kein Geld mehr. Was können wir gegen diese geradezu furchteinflößende Lage tun? Ein Weg dahin wäre, ein ganz anderes Konzept von Geld anzuerkennen. Es ist überfällig, dass wir uns und unserer Regierung vier einfache Fragen stellen. Rund um die Welt leihen sich Regierungen Geld gegen Zinsen von privaten Banken. Zur Bezahlung allein der Schuldzinsen bedarf es eines immer größeren Teils unserer Steuern. Banken erfinden also einfach das Geld, das sie verleihen, und Regierungen haben ihnen dazu die Erlaubnis er teilt. - Die erste Frage: Warum leihen sich Regierungen Geld überhaupt von privaten Banken gegen Zinsen, wenn sie es doch genauso gut selbst und zinsfrei herstellen könnten? - Die zweite Frage ist: Warum überhaupt Geld als Schuld generieren? Warum nicht Geld schaffen, das ständig umläuft, und nicht fortwährend gegen Zinsen erneut verliehen werden muss, um überhaupt zu existieren? - Die dritte Frage: Wie kann überhaupt ein Geldsystem, das nur unter immer schnellerem Wachstum funktioniert, genutzt werden, um eine nachhaltige Wirtschaft zu schaffen? Es ist doch einleuchtend, dass be - schleunigtes Wachstum und Nachhaltigkeit nicht zusammengehen können? - Zuguterletzt: Warum ist unser jetziges System vollständig abhängig von andauerndem Wachstum? Was muss geändert werden, um die Entstehung einer nachhaltigen Wirtschaft zu ermöglichen? Ein Problem bleibt natürlich. Das ständiges Wachstum der realen Wirtschaft erfordert einen steigenden Verbrauch von Rohstoffen und Energie. Mehr und mehr Produkte müssen von Rohstoffen in Müll verwandelt werden, jedes Jahr, bis in alle Ewigkeit, nur um den Zusammenbruch des Systems aufzuhalten. DIE GAZETTE 32, Winter 2011/

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