Klimastrategien für die Landwirtschaft im Bodenseeraum. Maximilian Dendl, Michael Baldenhofer IBK AG Landwirtschaft und Umweltschutz

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1 Klimastrategien für die Landwirtschaft im Bodenseeraum Maximilian Dendl,

2 Mitgliedsländer der IBK Baden-Württemberg: Landkreise Konstanz, Bodenseekreis, Sigmaringen, Ravensburg, Freistaat Bayern: Landkreise Lindau, Oberallgäu, Kempten Österreich: Land Vorarlberg Fürstentum Liechtenstein Schweiz: Kantone St. Gallen, Thurgau, Schaffhausen, Zürich, Appenzell Inner- und Ausserrhoden Maximilian Dendl

3 Arbeitsgruppe Landwirtschaft und Umweltschutz 2006 von der Kommission Umwelt der IBK einberufen ging aus der 1996 gegründeten AG "Landwirtschaft/Gewässerschutz" hervor. AG setzt sich aus 13 Vertretern der zuständigen Behörden aus den Bereichen Umweltschutz und Landwirtschaft zusammen. Vorhergehendes Projekt Ammoniakverluste in der Landwirtschaft Problematik der Ammoniak- und Feinstaubemissionen in der Landwirtschaft wurde hierbei behandelt Weitere Informationen: Maximilian Dendl

4 Ausgangslage zum neuen IBK Projekt Die Landwirtschaft wird häufig in der Öffentlichkeit nur als Mitverursacher des Klimawandels gesehen. Sie ist aber vielmehr auch Hauptbetroffener des Klimawandels. Studien belegen, dass auch der Bodenseeraum in den kommenden Jahren vom Klimawandel betroffen sein wird. IBK Projekt: Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel im internationalen Bodenseeraum Bearbeiter: AG Landwirtschaft und Umweltschutz der Kommission Umwelt, externe Experten Laufzeit: 2013/2014 Das Projekt wird gefördert durch: das Programm Interreg IV Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein Maximilian Dendl

5 Projektziele: Entwicklung nachhaltiger Anpassungsstrategien der Landwirtschaft an den Klimawandel Integrativer Ansatz - grenzübergreifend - behörden- und verbandsübergreifende Kooperation - praxisnahe Vermittlung Nachhaltige Sicherung der Erwerbsgrundlagen der Landwirtschaft Erhaltung der Kulturlandschaft Maximilian Dendl

6 Projektinhalte: M1 Recherche der verfügbaren Studien/Szenarien zur Klimaanpassung im internationalen Bodenseeraum M2 Internationales Symposium Anpassungsstrategien der Landwirtschaft an den Klimawandel: Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten M3 Ermittlung der Energie- und Treibhausgasbilanzen in 10 Praxisbetrieben, Massnahmenpläne zur Energieeinsparung und Treibhausgasreduzierung M4 Ermittlung möglicher Produktionseinschränkungen durch den Klimawandel Entwicklung von Anpassungsstrategien in 10 Praxisbetrieben M5 Zusammenstellung von Beratungsunterlagen für die Praxis, Ressourcenplanung, Empfehlungen M6 Öffentlichkeitsarbeit (Flyer, Poster, Pressemitteilungen u.a.) Maximilian Dendl

7 Klimastrategien in der IBK Kulisse Bodensee Ausgangslage Klimawandel = eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts Anrainerländer (D A CH) mit jeweils eigenen Szenarien, Studien Aber: das Klima verändert sich nicht an der politischen Verwaltungsgrenze - Ähnliche Prognosen und Handlungsempfehlungen - Noch relativ wenig umsetzungsorientierte Anpassungsstrategien Szenarien und Strategien mit langen Entwicklungszeiträumen ( ) - Nicht einfach planbar und umsetzbar Andere Problemfelder in der Landwirtschaft überlagern das Problem (Strukturwandel, Betriebsaufgaben, Erneuerbare Energien, Flächenknappheit u.a.)

8 Klimastrategien in der IBK Kulisse Bodensee Auswirkungen des Klimawandels am Bodensee (KLIMBO Institut für Seenforschung 2011 bis 2014): Zunahme der Durchschnittstemperaturen Zunahme der CO2-Konzentration Weniger Frost, mehr Hitze Ungünstigere Niederschlagsverteilungen, mehr Niederschlag im Winter Häufigere Extremwetterereignisse (Starkregen, Gewitter, Hagel, Trockenheit, Dürreperioden) Fallender Seespiegel im Sommer

9 Klimaanpassung in der IBK Kulisse Bodensee Studien und Szenarien: Deutschland Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel (2008) Aktionsplan Anpassung (2011) Baden-Württemberg Klimawandel Auswirkungen, Risiken, Anpassung (KLARA) UM (2003) Veränderungen 1951 bis 2000, Entwicklungsprognosen bis 2050 Anpassungsstrategie B-W an die Folgen des Klimawandels (2013) Bayern Bayrische Klima-Anpassungsstrategie (BayKLAS) Veränderungen 1971 bis 2000, Entwicklungsprognosen von 2021 bis 2050

10 Klimaanpassung in der IBK Kulisse Bodensee Studien und Szenarien: Österreich Österreichische Strategie zur Anpassung an den Klimawandel, Ministerrat Aktionsplan mit 14 Aktionsfeldern und Handlungsempfehlungen für die Umsetzung 2011 und 2012

11 Klimaanpassung in der IBK Kulisse Bodensee Studien und Szenarien: Schweiz Auswirkungen des Klimawandels und mögliche Anpassungsstrategien (2007) Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft Kanton Zürich, IBK Kommission Umwelt Klimastrategie Landwirtschaft 2011, BLW 24 Handlungsfelder mit konkreten Anpassungsstrategien

12 Klimastrategie Schweiz Veröffentlichung: Lancierungsevent: Strategie, Kurzfassung und Referate anlässlich der Lancierung sind zu finden unter: > Themen > Nachhaltigkeit > Ökologie > Klima Kontakt: Daniel Felder++41 (0)

13 Klimastrategie Schweiz - Inhalt Einleitung Ausgangslage Grundsätze Vision und Ziele Handlungsfelder Folgerungen Ausblick

14 Massnahmenbündel Landwirtschaft Optimierter Einsatz von angepassten Sorten und Rassen Schonende Nutzung von Boden und Wasser Erarbeitung von Grundlagen für die standortangepasste Bewirtschaftung Ausbau von Monitoring und Frühwarnung Prüfen von Möglichkeiten zur Verringerung und Abfederung von Ernteausfällen und Preisschwankungen Forschungs- und Beratungsoffensive Klimawandel Landwirtschaft Jedes Bündel enthält Massnahmen zu Forschung, Beratung und Politik.

15 Folgearbeiten zu Anpassung Indikatoren identifizieren Info- und Austauschplattform aufbauen Aktionsplan erarbeiten Regionale Pilotprojekte umsetzen

16 Klimaanpassung in der IBK Kulisse Bodensee Noch offene Fragen: Wie erfolgt eine Abstimmung der Szenarien/Strategien über die Landesgrenzen (D,A,CH) hinweg? Wie muß sich die Landwirtschaft im Naturraum Bodensee in ihrer Produktion an die Klimaveränderung anpassen? Wie können die Ergebnisse aus den Szenarien/Strategien durch mögliche Massnahmen konkret umgesetzt werden? Welcher Beratungsansatz wird dabei gewählt? Welche Ressourcen und Kapazitäten stehen bei der Umsetzung zur Verfügung?

17 Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit Maximilian Dendl,

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