Das Leben von Frauen und Männern in Europa (LQVWDWLVWLVFKHV3RUWUlWYRQ)UDXHQXQG 0lQQHUQLQDOOHQ/HEHQVDEVFKQLWWHQ

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1 67$7 8. Oktober 2002 Das Leben von Frauen und Männern in Europa (LQVWDWLVWLVFKHV3RUWUlWYRQ)UDXHQXQG 0lQQHUQLQDOOHQ/HEHQVDEVFKQLWWHQ (XURVWDW GDV 6WDWLVWLVFKH $PW GHU (XURSlLVFKHQ *HPHLQVFKDIWHQ LQ /X[HPEXUJ, und GLH *HQHUDO GLUHNWLRQÄ%HVFKlIWLJXQJXQG6R]LDOHV³GHU(XURSlLVFKHQ.RPPLVVLRQgeben heute eine neue Veröffentlichung über: Ä'DV/HEHQYRQ)UDXHQXQG0lQQHUQLQ(XURSD 1 heraus. Darin werden die verschiedenen Lebensabschnitte von der Jugend über das Erwachsenenalter bis hin zum Ruhestand anhand von Statistiken über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Frauen und Männern in der dargestellt. Nach Möglichkeit werden auch Daten für die %HLWULWWVNDQGLGDWHQpräsentiert. Wie die beiden Kommissare $QQD'LDPDQWRSRXORXund 3HGUR6ROEHV in ihrem Geleitwort betonen, enthält der Bericht eine vollständige und vergleichende Darstellung der Statistiken zur Gleichstellung von Frauen und Männern. Sie beschreibt die jeweilige Position beider Geschlechter in Bezug auf Einkommen, Einfluss und ihre jeweiligen Rolle in der Gesellschaft. Im Abschnitt Entwicklung und Jugend werden demografische Trends und Bildungsbeteiligung betrachtet. Der zweite Abschnitt Erwerbstätigkeit und Familie befasst sich mit dem Erwachsenenalter und geht auf Betreuungstätigkeiten, Lebensweise, Erwerbstätigkeit und Verdienst sowie die Beteiligung von Frauen und Männern an Entscheidungen ein. Gegenstand des letzten Abschnitts Ruhestand sind Lebenserwartung, Erwerbstätigkeit, Einkommen, Gesundheitszustand und soziale Beziehungen. Die folgenden Seiten sollen einen Eindruck davon vermitteln, was die Veröffentlichung bietet. 0HKU)UDXHQDOV0lQQHULQWHUWLlUHU%LOGXQJ Im Jahr 1999/2000 fanden sich mehr Frauen als Männer in Bildungsgängen des Tertiärbereichs. Dies galt in der Altersgruppe für alle, in den Altersgruppen und für acht Mitgliedstaaten.

2 :HLEOLFKHXQGPlQQOLFKH6WXGLHUHQGHLP7HUWLlUEHUHLFKLQ -DKUH -DKUH -DKUH 0lQQHU )UDXHQ 0lQQHU )UDXHQ 0lQQHU )UDXHQ Belgien Dänemark Deutschland Griechenland Spanien Frankreich Irland Italien Luxemburg** Niederlande Österreich Portugal Finnland Schweden Ver. Königreich * Entspricht Hochschulbildung (Universität oder Ähnliches) ** In Luxemburg gibt es keine vollständige Universitätsausbildung, weshalb die meisten Studierenden ins Ausland gehen. Die höchsten Quoten männlicher wie weiblicher Studierender wurden für die Altersgruppe in *ULHFKHQODQGund %HOJLHQ,für die beiden anderen Altersgruppen in )LQQODQG verzeichnet. Die niedrigste Beteiligung an tertiärer Bildung bei den Jährigen meldete 'lqhpdun, für die beiden anderen Gruppen *ULHFKHQODQG. 3RUWXJLHVLVFKH)UDXHQXQG0lQQHUKHLUDWHQMXQJ Das Alter bei der ersten Heirat ist in den vergangenen 20 Jahren in allen Mitgliedstaaten sowohl bei den Männern, als auch bei den Frauen gestiegen. Mit einem Anstieg von mehr als sechs Jahren wies )UDQNUHLFKbei Männern und Frauen die höchsten Werte auf. Der mit etwa zwei Jahren geringsten Anstieg war im 9HUHLQLJWH. QLJUHLFK3RUWXJDOund *ULHFKHQODQGzu finden. In allen Mitgliedstaaten heirateten Männer sowohl 1980, als auch 1999 später als Frauen waren in der Männer bei ihrer ersten Heirat im Durchschnitt 30,3, Frauen 28,1 Jahre alt. Das höchste Alter wurde bei Männern wie Frauen in 6FKZHGHQ (Männer: 32,9, Frauen: 30,4) und in 'lqhpdun (Männer: 32,5, Frauen: 30,1) beobachtet. Das niedrigste Durchschnittsalter wies 3RUWXJDO auf (Männer: 27,2, Frauen: 25,5). 'XUFKVFKQLWWVDOWHUYRQ0lQQHUQXQG)UDXHQEHLGHUHUVWHQ+HLUDWXQG 0lQQHU )UDXHQ Belgien 24,3 28,9 22,3 26,6 Dänemark 27,2 32,5 24,6 30,1 Deutschland 25,7 30,9 22,9 28,2 Griechenland 28,7 30,3 24,7 26,5 Spanien 25,9 29,5 23,5 27,6 Frankreich 25,1 31,2 23,0 29,1 Irland 27,1 30,0 24,7 28,2 Italien 27,1 30,0 23,9 27,1 Luxemburg 26,9 30,7 25,4 28,3 Niederlande 25,5 30,7 23,2 28,3 Österreich 25,9 30,3 23,2 27,9 Portugal 25,4 27,2 23,1 25,5 Finnland 26,5 30,5 24,4 28,3 Schweden 28,6 32,9 26,0 30,4 Ver. Königreich 28,5 29,6 25,4 27,5 * Belgien, Spanien, Frankreich, Italien: 1980 und 1997, Griechenland, Luxemburg: 1990 und 1998, Ver. Königreich: 1982 und 1998

3 0lQQHUEHLQDKHGRSSHOWVRKlXILJLQ) KUXQJVSRVLWLRQHQ In der hatten im Jahr ,1 % der erwerbstätigen Männer und 5,7 % der erwerbstätigen Frauen eine Führungsposition inne. Die größten Unterschiede wurden in,wdolhq, 'lqhpdun und )LQQODQGfestgestellt. Am geringsten war der Abstand in 6SDQLHQ und,uodqg Betrachtet man nur die kleinen Unternehmen, so sind die Unterschiede weniger ausgeprägt: 3,5 % der Männer und 2,4 % der Frauen in der übten hier eine Führungstätigkeit aus. 0lQQHUXQG)UDXHQLQ) KUXQJVSRVLWLRQHQ (in % der erwerbstätigen Männer/Frauen) ) KUXQJVNUlIWH LQVJHVDPW GDYRQLQNOHLQHQ 8QWHUQHKPHQ 0lQQHU )UDXHQ 0lQQHU )UDXHQ Belgien 11,8 7,6 4,0 4,2 Dänemark 10,3 3,7 3,0 1,7 Deutschland 6,4 3,0 2,1 1,6 Griechenland 12,1 6,8 10,3 6,1 Spanien 9,1 6,8 6,2 6,0 Frankreich 10,6 6,0 3,8 2,7 Irland 12,6 9,6 9,1 5,6 Italien 3,7 1,3 0,0 0,0 Luxemburg 7,5 4,3 5,5 3,3 Niederlande 16,1 7,3 6,9 4,0 Österreich 9,7 5,4 4,1 2,5 Portugal 8,2 4,6 6,5 4,0 Finnland 13,0 5,0 4,4 1,6 Schweden 6,2 2,8 2,2 1,3 Ver. Königreich 18,4 11,0 3,2 1,9 9HUGLHQVWHYRQ)UDXHQLP3ULYDWVHNWRUIDVWQLHGULJHUDOVEHL0lQQHUQ Sowohl im öffentlichen, als auch im privaten Sektor verdienten Männer 1998 besser als Frauen. Ausnahmen bildeten der öffentliche Sektor in 3RUWXJDO, wo die Verdienste von Frauen 108 % der Verdienste ihrer männlichen Kollegen betrugen, sowie,wdolhqund 'lqhpdunwo das Verhältnis nahezu ausgeglichen war. Am größten war das Verdienstgefälle im öffentlichen Sektor in 'HXWVFKODQG (Verdienste von Frauen bei 77 % der Verdienste von Männern) und in den 1LHGHUODQGHQ (79 %). Für den privaten Sektor wurden die deutlichsten Unterschiede in 'HXWVFKODQG(73 %),gvwhuuhlfk(76 %) und*ulhfkhqodqg (79 %) festgestellt. In allen Mitgliedstaaten außer den 1LHGHUODQGHQ, )LQQODQG und dem 9HUHLQLJWHQ. QLJUHLFK war die Verdienstspanne zwischen Männern und Frauen im öffentlichen Sektor geringer als im privaten Sektor.

4 'XUFKVFKQLWWOLFKHU%UXWWRVWXQGHQYHUGLHQVWYRQ)UDXHQLP IIHQWOLFKHQXQGLPSULYDWHQ6HNWRU (jeweils in % der Verdienste männlicher Beschäftigter) giiwo6hnwru 3ULYDWHU6HNWRU Belgien Dänemark Deutschland Griechenland Spanien Frankreich Irland Italien Luxemburg : : Niederlande Österreich Portugal Finnland Schweden : : Ver. Königreich : nicht verfügbar,qghqv GOLFKHQ0LWJOLHGVWDDWHQOHEHQZHQLJHUlOWHUH0HQVFKHQDOOHLQ In 6SDQLHQ (24 %), 3RUWXJDO (29 %), *ULHFKHQODQG und,uodqg (jeweils 37 %) sowie in,wdolhq (39 %) lag der Anteil der Frauen ab 65 Jahren, die allein leben 2, unter dem europäischen Durchschnitt von 44 %. Dasselbe galt für Männer dieser Altersgruppe (europäischen Durchschnitt: 16%) in 6SDQLHQ %), 3RUWXJDO und,wdolhq (jeweils 12 %) sowie in *ULHFKHQODQG und 'HXWVFKODQG(jeweils 14 %). In der Hälfte der Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, lebten über 50 % der Frauen ab 65 Jahren allein: 57 % in 'lqhpdun 53 % in %HOJLHQ, 'HXWVFKODQG, GHQ 1LHGHUODQGHQ und 6FKZHGHQ, 52 % im 9HUHLQLJWHQ. QLJUHLFK und 50 % in )LQQODQG. Von den Männern lebte in allen Mitgliedstaaten außer 'lqhpdun (25 %) und 6FKZHGHQ (27 %) weniger als jeder vierte allein. Ã 3HUVRQHQDE-DKUHQQDFK+DXVKDOWVW\S )UDXHQ 0lQQHU $OOHLQOHEHQG (UZDFKVHQH 0LQG (UZDFKVHQH XQG VRQVWLJH $OOHLQOHEHQG (UZDFKVHQH 0LQG (UZDFKVHQH XQG VRQVWLJH Belgien Dänemark Deutschland Griechenland Spanien Frankreich Irland Italien Luxemburg : : : : : : Niederlande Österreich Portugal Finnland Schweden Ver. Königreich * Nicht enthalten sind in Anstaltshaushalten wie Pflege- oder Altersheimen lebende Personen. ** Die Gruppe mind. 3 Erwachsene und sonstige Haushalte enthält alle Haushalte mit Kindern und mindestens einem Erwachsenen ab 65 Jahren.

5 0lQQHUKlXILJHUDOV)UDXHQ0LWJOLHGLQHLQHP9HUHLQ Im Jahr 1998 waren in der 31 % der Männer und 20 % der Frauen ab 65 Jahren Mitglied in einem Verein. In allen Mitgliedstaaten, für die Daten vorlagen, waren mehr Männer als Frauen in einem Verein organisiert. In der trafen sich im Jahr % der Männer und 72 % der Frauen ab 65 Jahren oft mit Freunden und Verwandten. Dabei ließen sich keine allen Mitgliedstaaten gemeinsamen Unterschiede zwischen Männern und Frauen feststellen. Während in sieben Ländern Männer häufiger oder ebenso häufig wie Frauen mit Freunden und Verwandten zusammenkamen, war das Verhältnis in den anderen sieben Ländern umgekehrt. Beim Vergleich der Mitgliedstaaten ist der höchste Anteil von Vereinsmitgliedern bei Männern und Frauen ab 65 Jahren in'lqhpdun(männer: 68 %, Frauen: 62 %) und 6FKZHGHQ (Männer: 66 %, Frauen: 63 %) zu beobachten. Die niedrigsten Zahlen im Verein organisierter Personen, und zwar für Männer und Frauen gleichermaßen, meldeten *ULHFKHQODQG (Männer: 7 %, Frauen: 4 %) und,wdolhq (Männer: 17 %, Frauen: 5 %). Bei Zusammenkünften mit Freunden und Verwandten waren die Anteile sowohl bei den Männern wie bei den Frauen ab 65 Jahren in,uodqg (Männer und Frauen: 93 %) und 6SDQLHQ (Männer: 92 %, Frauen: 89 %) am höchsten. Die niedrigsten Werte wies dagegen )UDQNUHLFK auf (Männer: 51 %, Frauen: 46 %). 0lQQHUXQG)UDXHQDE-DKUHQ0LWJOLHGLQHLQHP9HUHLQRGHUKlXILJHV=XVDPPHQWUHIIHQPLW )UHXQGHQRGHU9HUZDQGWHQ (in % der Männer/Frauen ab 65 Jahren) 0LWJOLHGLQHLQHP9HUHLQ 7ULIIWKlXILJ)UHXQGHRGHU9HUZDQGWH 0lQQHU )UDXHQ 0lQQHU )UDXHQ Belgien Dänemark Deutschland Griechenland Spanien Frankreich Irland Italien Luxemburg : : : : Niederlande Österreich Portugal Finnland Schweden Ver. Königreich : : : nicht verfügbar * alle Vereine oder Organisationen in den Bereichen Sport, Unterhaltung, Nachbarschaftshilfe, politische Parteien usw. ** häufig wird definiert als mindestens einmal pro Woche 1. (XURVWDWÄ'DV/HEHQYRQ)UDXHQXQG0lQQHUQ LQ (XURSD HLQ VWDWLVWLVFKHV 3RUWUlW³, 197 Seiten, ISBN , EUR 30 (ohne Mwst.). Die gedruckten Versionen in Deutsch und Französisch erscheinen in Kürze. Die pdf-versionen sind bereits in allendrei Sprachen verfügbar. 2. Siehe auch folgende Veröffentlichung: (XURVWDW 6WDWLVWLN NXU] JHIDVVW %HY ONHUXQJ XQG VR]LDOH %HGLQJXQJHQ1UÄ)UDXHQXQG0lQQHUQDFKGHP(LQWULWWLQGHQ5XKHVWDQG³

6 Herausgeber: (XURVWDW3UHVVHVWHOOH 3KLOLSSH%$87,(57LP$//(1 /RXLVH&256(//, $XURUD257(*$6$1&+(= %(&+*HElXGH //8;(0%85* 7HO )D[ Weitere Auskünfte erteilt:.dulq:,149,67 7HO )D[ NDULQZLQTYLVW#FHFHXLQW Eurostat-Pressemitteilungen im Internet: KWWSHXURSDHXLQWFRPPHXURVWDW

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