Magazin der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Zug

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1 NR. 149 // 09 // 2018 Magazin der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Zug

2 2 // INHALT INHALT EINSATZ 04 BRAND WEIDSCHEUNE 06 DIVERSE EINSÄTZE 07 PERSONENRETTUNG SCHÖNAU AUSBILDUNG 08 EFK TECHNISCHER ZUG 10 WBK TECHNISCHER ZUG 12 WBK MOTORFAHRER 14 WBK SEEDIENSTE DIENST 15 MEHRJAHRES- PLANUNG 16 INFO-TAFEL VEREIN 18 BESUCH FF FÜRSTENFELD 20 ZUGER SEEFEST 21 GS-REISE ALLERLEI 22 SEAPIPE 23 ZUGERBERGMARSCH 24 JUGENDFEUERWEHR JUBILÄUM 26 JUGENDFEUERWEHR PARTNERÜBUNG DIENST 27 HYGIENE

3 EDITORIAL // 3 Die Bedeutung von Städtepartnerschaften 24 Am Anfang steht ein tragisches Geschehen. In den letzten Kriegstagen im April 1945 gerät die kleine oststeirische Stadt Fürstenfeld in den Strudel der Kämpfe zwischen deutschen Militäreinheiten der Wehrmacht und der SS einerseits und der vorrückenden Roten Armee anderseits. Neben Menschenopfern ist auch grosser Mobiliarschaden zu verzeichnen. Dazu ist die Landwirtschaft am Boden. Die örtliche Feuerwehr ist mangels Fahrzeugen und Geräten nicht in der Lage, Brände, die durch Bombenabwurf und als Folge von Kämpfen ausgebrochen sind, zu bekämpfen. 800 Kilometer vom Geschehen entfernt, hätte in Zug kaum jemand davon Notiz genommen, denn unter den vielen Schreckensmeldungen, welche der Krieg gebracht hatte, gehörte das Schicksal der Bevölkerung einer Kleinstadt zum traurigen Befund des Krieges, dem man hilflos gegenüberstand. Einige Monate später prangte in der Bahnhofstrasse der Schweizer Kleinstadt Zug ein grosses Werbebanner mit der Aufschrift Zug hilft Fürstenfeld. Auslöser dieser für Zug beispiellosen Aktion war ein zufälliger Besuch des Zugers Alois Hürlimann in der Steiermark gewesen, bei welchem der zukünftige Politiker auch die kriegsversehrte Gegend um Fürstenfeld kennenlernte. Während drei Jahren flossen zwischen 1946 und 1948 etwa 250 Tonnen Hilfsgüter schwerpunktmässig nach Fürstenfeld, vereinzelt aber auch in andere Orte der Oststeiermark. Die gezielte Art der von Manfred Hegglin in Zug koordinierten Hilfsaktion verschaffte Fürstenfeld die nötigen Ressourcen, die einen langsamen Wiederaufbau ermöglichten. Heute empfängt die alte Festungsstadt über der Feistritz ihre Gäste stolz als Thermenhauptstadt und dokumentiert damit die Existenz bedeutender Thermen im Umfeld. Wer in die Stadt einfährt, sieht unter dem Europawappen Zug als erste der Partnerstädte aufgeführt. In einer Phase, als die Beziehung der beiden Städte eher flau war, begannen 1969 die ersten Kontakte der beiden Feuerwehren durch die damaligen Kommandanten. Getragen von personeller Sympathie und Freundschaft, aber auch verbunden durch die gemeinsame Tätigkeit im Rettungswesen, ist die Verbindung von FFF und FFZ zum roten Faden in der seit 1986/87 durch eine Städtepartnerschaft verbundenen Städte Zug und Fürstenfeld geworden. Sichtbares Zeichen hierfür war z.b. der im Juni 2018 erfolgte Besuch von dreissig Korpsangehörigen der Freiwilligen Feuerwehr Fürstenfeld in Zug, zu dessen Realisierung und Gestaltung alle Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Zug ihren Beitrag geleistet haben. Dieses Jahr eröffnet der Museumsverein Fürstenfeld in einem ehemaligen Bunker des Zweiten Weltkrieges einen Ausstellungsraum mit dem Thema der Zuger Hilfe und sorgt damit dafür, dass ein Ereignis, welches nur noch wenige Zeitzeugen erlebt haben, auch den Generationen des 21. Jahrhunderts in Erinnerung bleibt. Die Idee zur historischen Schau im Rahmen des Festungswegs stammt von einem Kadermitglied der jubilierenden Freiwilligen Feuerwehr Fürstenfeld. Dr. Christian Raschle ehemaliger Stadtarchivar von Zug und Ehrenzeichenträger der Stadt Fürstenfeld IMPRESSUM // HERAUSGEBER: FREIWILLIGE FEUERWEHR DER STADT ZUG, REDAKTION STRAHLROHR, AHORNSTRASSE 10, 6300 ZUG, TEL , FAX , // CHEFREDAKTOR: CHRISTIAN WEBER // STELLVERTRETER: PATRICK SPRECHER // REDAKTOREN: DANIEL BÖGLI, REMO MEYER, MARCEL VETTIGER, DANIEL VUICHARD // FREIE MITARBEITER: EDGAR BLUM, DR. MED. MARTIN WEBER // GRAFIK: STUDER GULDIN GMBH // DRUCK: KALT MEDIEN AG // ILLUSTRATIONEN & BILDER: ISTOCK /THINKSTOCK REDAKTIONSSCHLUSS: 14. DEZEMBER 2018 // ERSCHEINT 3-MAL JÄHRLICH //

4 4 // EINSATZ BRAND WEIDSCHEUNE Der Blitz schlug ein Es war ein wunderschöner Pfingstsamstag. Der Wetterbericht sagte etwas Regen voraus. Wir hatten die ganze Gartenwirtschaft Blasenberg voll mit hungrigen Gästen. Text: Familie Limacher, Restaurant Blasenberg Um 18:30 Uhr bedeckte sich der Himmel. Es kam Wind auf und vertrieb das Gewitter. Doch plötzlich fing es heftig zu blitzen und zu donnern an. Der Himmel wurde schwarz. Ein ohrenbetäubender Blitz entlud sich auf unsere Liegenschaft und traf um ca. 19:15 Uhr unsere frisch renovierte Weidscheune. Da die Scheune etwa 200 Meter vom Hof entfernt war, und wir alle an der Arbeit waren, bemerkten wir das Feuer leider nicht. Erst die Freundin von Michael alarmierte uns. Leider war es für unsere Weidscheune schon zu spät. Auch die Feuerwehr, die sehr schnell vor Ort war, konnte nichts mehr retten. Zum Glück waren keine Tiere im Stall und wurden keine Menschen verletzt. Um 22:00 Uhr war der ganze Spuk vorbei. Zurück bleibt eine kleine verkohlte Scheune, die viele unersetzbare Schätze beherbergte. Dem Kriminaltechnischen Dienst (KTD), der am Sonntagmorgen kam, war schnell klar, dass die Ursache des Brandes ein Blitz war. Sie erklärten uns, dass mindestens 20 Blitze innerhalb einer halben Stunde auf unsere Liegenschaft niedergingen. Wir hatten also noch Glück im Unglück. Es hätte noch schlimmer kommen können.

5 BRAND WEIDSCHEUNE EINSATZ // 5

6 6 // EINSATZ DIVERSE EINSÄTZE

7 PERSONENRETTUNG SCHÖNAU EINSATZ // 7 Tiefenrettung auf Baustelle Am 28. Juni um 09:22 Uhr wurden wir via Kommandogespräch alarmiert. Die Meldung war, dass eine Person in der Kläranlage Schönau in Cham in eine Grube gestürzt ist. Eventuell ist die Person verschüttet. Sofort wurden unser Technischer Zug und die Feuerwehr Cham für den Ersteinsatz aufgeboten. Text: Hptm Markus Müller, Einsatzleiter Thomas Freimann informiert mich über Funk, dass er von Cham aus als Of-Bergung direkt vor Ort kommt. Dies war aufgrund der Alarmmeldung sinnvoll. Vor Ort traf ich als Pikettoffizier zeitgleich mit den Kameraden der Feuerwehr Cham ein. Die Situation stelle sich so dar, dass ein Arbeiter mehrere Meter von einem Gerüst gefallen ist. Thomas Freimann war beim Patient, welcher durch den Rettungsdienst Zug versorgt wurde. Nach Absprache mit dem Rettungsdienst war unser Auftrag, den Patienten mit der Rettungswanne aus der Grube zum Rettungswagen zu transportieren. Auf der höher gelegenen Zufahrt zum Ausbildungszentrum Schönau stand ein LKW mit einem grossen Kran, welcher bezüglich der Ausladung geeignet war. Unsere Fahrzeuge wurden entsprechend auf dieser Zufahrtsstrasse platziert. Ebenfalls wurde der Rettungswagen vom Areal zur Zufahrtsstrasse verschoben. Zwischenzeitlich erreichte mich die Meldung, dass ein Rettungshelikopter angefordert wurde und ein geeigneter Landeplatz in der Nähe gesucht werden musste. Dieser wurde in ca. 300 Meter Distanz gefunden, so dass der Helikopter eingewiesen werden konnte. In der Zwischenzeit wurde der Patient in der Rettungswanne zusammen mit einem Rettungssanitäter am Kran aus der Grube zum Rettungswagen gehoben. Nach einer Erstversorgung im Rettungswagen wurde der Patient zum Helikopter transportiert und durch diesen in eine Klinik geflogen. Ich bedanke mich bei allen Einsatzkräften, insbesondere bei den Kameraden der Feuerwehr Cham, die zusammen mit uns zum Wohle des Patienten diesen Einsatz erfolgreich bewältigt haben.

8 8 // AUSBILDUNG EFK TECHNISCHER ZUG Abwechslungsreiche Tage Auf Grund meiner früheren beruflichen Tätigkeiten (Absturzsicherung, Kranarbeiten usw.) habe ich mich sehr auf den Einführungskurs des Technischen Zuges gefreut. Text: Oblt Sämi Schmid, Teilnehmer Nach der Begrüssung durch den Formationschef des Technischen Zuges, Oblt Martin Bürge, erfuhren wir grundlegende Infos über die Arbeiten im Technischen Zug, einerseits in einem Theorieblock, anderseits praktisch am Pionierfahrzeug Kolin 13. Ein weiterer Ausbildungspunkt an diesem Freitagnachmittag war die Seilhandhabung. Kpl Jan Egli, selbständiger Industriekletterer und Fachunteroffizier, erläuterte uns die Sicherheitsbestimmungen bei Seilarbeiten und zeigte uns Kniffe und Tricks bei der Knotenkunde. Zum Schluss dieses lehrreichen Nachmittags führte uns Wm Daniel Bishop, Chef Betreuung, mit einem sehr ansprechenden Referat in psychosozialer Nothilfe ein. Bei einem freiwilligen Abendessen liessen wir den Nachmittag Revue passieren und pflegten die Kameradschaft. Am Samstagmorgen starteten wir mit einer praktischen Lektion, bei der es um die richtige Handhabung der Rettungsgeräte ging. Schritt für Schritt lernten wir die richtige Unterklotzung und das Schneiden und Spreizen bei Unfallfahrzeugen. Raffael Schippers vom Rettungsdienst des Kantons Zug (RDZ) zeigte uns die Schnittstellen mit dem Rettungsdienst auf. Nach einem interessanten Theorieblock hatten wir die Möglichkeit, die spezifischen Geräte inkl. Rettungswagen des RDZ zu besichtigen. Für die Anwendungsphase, die in drei Einsatzübungen aufgeteilt wurde, fuhren wir dann zum Klosterhof von Hptm Thomas Horat (Kurskommandant). Bei der ersten Einsatzübung musste eine verletzte Person aus der Tiefe gerettet werden. Durch den Heuabwurf im Stall musste die Person senkrecht hinaufgezogen werden. Nach dem Mittagessen fand die zweite Einsatzübung statt. Nach einem Verkehrsunfall kam ein Fahrzeug in einem Abhang zum Stehen. Um die verletzte Person schonend bergen zu können, musste das Dach des Autos entfernt werden. Anschliessend wurde die Patientin (Frau Barbara Müller-Hoteit, Mitglied FSK, siehe Box) mit Hilfe des Rettungsbretts geborgen.

9 EFK TECHNISCHER ZUG AUSBILDUNG // 9 In der dritten Einsatzübung musste eine verletzte Person im steilen Gelände mit der Wanne gerettet werden. Der erste Zugang zur Person wurde mit Hilfe eines Geländerseils ausgeführt. Mit Hilfe der Seilwinde von Kolin 13 und vier AdF wurde dann die Patientin in der Wanne geborgen. Am Ende der intensiven Tage musste das gesamte Material wieder gewissenhaft retabliert werden, damit es beim nächsten Alarm einwandfrei zur Verfügung steht. Ich durfte einen sehr interessanten und lehrreichen Kurs bestreiten. Jetzt gilt es, bei den Einsätzen Erfahrungen zu sammeln und das Gelernte zu vertiefen. Nah am Geschehen Text: Barbara Müller Hoteit, Mitglied Feuerschutzkommission (FSK) Verkehrsunfälle, spezielle Einsätze im Gelände und Rettungen aus der Not erfordern einen gut ausgebildeten, einsatzbereiten Technischer Zug. Davon wollte ich mir ein Bild machen und besuchte zwei Weiterbildungskurse. Einerseits blickte ich den Feuerwehrleuten während zwei Tagen über die Schultern, andererseits nahm ich die Patientenrolle ein und erlebte drei Rettungen hautnah als Figurantin. Sämtliche Kurslektionen waren sehr informativ und handlungsorientiert. Die Kursleitenden waren sehr gut vorbereitet. Die Lektionsziele wurden transparent kommuniziert. Allen Feuerwehrleuten waren die Beurteilungskriterien bekannt. Das Material war griffbereit. Dadurch war sichergestellt, dass sehr effizient und zielgerichtet gearbeitet werden konnte. Hierbei machte es grosse Freude, eine konzentrierte Mannschaft zu erleben, welche aufmerksam zuhört, tatkräftig zupackt und sich gegenseitig bei Fragen und Unsicherheiten hilft. Tief beeindruckt hatte mich der Umgang der Feuerwehrleute mit den zu rettenden Personen. Mit ruhigen und klaren Anweisungen, sicherer Hand, einem perfekten Zusammenspiel aller Beteiligten und grosser Behutsamkeit wurden alle Figuranten aus ihrer misslichen Lage gerettet. Hierbei fiel mir auf, wie wichtig der Einzelne ist. Jeder muss seine ihm zugewiesene Aufgabe zuverlässig und verantwortungsbewusst ausführen. Dadurch wird die Gruppe stark, und die Rettung kann schnell und erfolgreich durchgeführt werden. Dem ganzen Technischem Zug ein herzliches Dankeschön für diesen spannenden Einblick!

10 10 // AUSBILDUNG WBK TECHNISCHER ZUG Geübte Seilschaft Ein Kurs mit lehrreichen Lektionen, einer Einsatzübung aber auch zwei Einsätzen für den Technischen Zug der FFZ. Text: Maj Daniel Jauch, Kommandant SPEZIELLER START IN DEN KURS Der Kurs startete um 06:05 Uhr mit einem echten Einsatz für den Technischen Zug. Die Rettung eines «Munis», welcher in eine Jauchegrube gefallen war. Vorteil, bis auf die Einsatzgruppe waren alle Teilnehmer «überpünktlich» zum Kursbeginn anwesend. Nach der Begrüssung wurde der Kurs in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe startete mit dem Thema Absturzsicherung auf Schrägdächern unter der fachkundigen Führung unserer Spezialisten Oblt Sämi Schmid und Kpl Jan Egli. Es ging darum, Kameraden bei der Arbeit auf Schrägdächern zu sichern. Die zweite Gruppe wurde mit der Alarmmeldung «Busunglück» konfrontiert. Ein Bus kam von der Strasse ab, und es galt mehrere Verletzte aus dem Bus zu retten und über unwegsames Gelände zur Strasse hoch zu transportieren. Nach dem Znüni wurden die Gruppen gewechselt. Vor dem Mittagessen informierte uns der Chef des Technischen Zuges, Oblt Martin Bürge, über das vergangene Übungs- und Einsatzjahr. Als man uns im Alterszentrum Neustadt das Essen servieren wollte, erreichte uns die Alarmmeldung «Personenunfall Bahnhof Oberwil». Vor Ort wurde nur eine kleine Gruppe zur Unterstützung des Rettungsdienstes benötigt, da die Person nicht eingeklemmt war, so dass die meisten wieder einrücken und zum Mittagessen gehen konnten.

11 WBK TECHNISCHER ZUG AUSBILDUNG // 11 Am Nachmittag wurden drei Posten absolviert. Ein Referat zum Thema psychosoziale Nothilfe, eine Personenrettung aus einem Fahrzeug (auf dem Dach liegend) sowie die Erstbetreuung mit unseren Sanitäts-Rucksäcken. EINBLICK IN DIE KRIMINALTCHNIK Zum Schluss begrüsste uns Joe Müller von der Zuger Polizei des Kriminaltechnischen Dienstes im Theoriesaal zum Thema Unfallaufnahme/Spurensicherung/Photogrammmetrie. Während des ganzen Tages wurden wir durch ein Team des Rettungsdienstes des Kantons Zug unterstützt. Danke allen, die zum Gelingen des Kurses beigetragen haben!

12 12 // AUSBILDUNG WBK MOTORFAHRER Bei Sonnenschein im Schlamm und Dreck unterwegs Am diesjährigen Weiterbildungkurs des Motorwagendienst Weiterbildungskurs erwartete die Teilnehmer trotz prächtigstem Sommerwetter eine schmutzige Überraschung. Neben einem kurzweiligen Programm mit schnellen Lektionswechseln stand unter anderem Geländefahrtraining auf dem Kursprogramm. Text: Oblt Matthias Wipfli, Motf Of MORGENDLICHE THEORIE Der Morgen begann mit dem üblichen kurzen Theorieblock, indem die Grundlagen für Fahrten mit Blaulicht ebenso behandelt wurden, wie die aktuell baustellenbedingt veränderten Ausfahrrouten und Neuerungen bei Fahrzeugen. TIPPS UND TRICKS FÜR DEN KRAN Anschliessend zeigte Sämi Schmid den Teilnehmern einige Tricks und Kniffe im Umgang mit dem Kran von Kolin 28. Nach dem obligaten Znüni ging es direkt über in die kurzweilige Postenarbeit, bei der es galt, verteilt über den ganzen restlichen Tag, fünf verschiedene Posten zu absolvieren. SPANNENDE AUSBILDUNG Am Hafen galt es mit dem Ölwehrfahrzeug Kolin 17 mit dem Skimmer Öl von der Wasseroberfläche des Zugersees abzusaugen. Gleichzeitig wurde mit der Vakuumpumpe ein Schacht ausgesaugt. Beim Rettungsdienst galt es, die Kenntnisse in der Bedienung der Einrichtungen der Rettungswagen sowie der Krankentrage aufzufrischen, so dass die Motorfahrer im Bedarfsfall den Rettungswagen als Fahrer vom Einsatzort bis ins Spital führen können. Ein «Evergreen» war der Posten zum Einsatz TLF, welcher dem Jahresschwerpunkt entsprechend ein Pflichtposten war. Es galt, mit dem TLF ab dem Bach oder Ausgleichsbecken anzusaugen und den simulierten hohen Wasserverbrauch an der «Front» ausreichend zu decken. Im Stierenmarktareal erwartete die Teilnehmer ein ausgewachsenes «Muldenspiel», waren doch neben dem Notorganisations- Wechselladebehälter des Rettungdienstes auch diverse kurzweilige Aufgaben mit den anderen Wechselträgern zu lösen.

13 WBK MOTORFAHRER AUSBILDUNG // 13 OFFROAD-PARADIES AUF DEM RÜTIHOF Aber das Highlight des Tages für viele Kursteilnehmer dürfte ganz klar der Posten von Hermann Villiger gewesen sein: Er verstand es auf dem Rütihof mit tatkräftiger Hilfe des ansässigen Landwirtes Hans Ulrich ein kleines Offroad-Paradies zu gestalten. Hier wurde ordentlich geackert und die Grenzen und Möglichkeiten mit den schweren Fahrzeugen abseits der befestigten Strassen aufgezeigt. Der Einsatz von Allrad und Sperren blieb für einmal nicht blosse Theorie, und manch einer fand in der Kabine einen Schalter, den er noch nie betätigen musste. Zum Schluss galt es, nach den fünf verschiedenen Lektionen à je einer Stunde die Fahrzeuge zu retablieren. Hier wurde sehr speditiv gearbeitet, so dass der Kurs pünktlich beendet werden konnte. Einen herzlichen Dank möchte ich meinem Team ausrichten: Hermann, Sämi, Mathias und auch Hans Ulrich, die uns einen lehrreichen und intensiven Ausbildungstag verschafft haben.

14 14 // AUSBILDUNG WBK SEEDIENSTE Weiterbildungskurs Seedienste

15 MEHRJAHRESPLANUNG DIENST // 15 Bild: Andreas Busslinger Mehrjahresplanung Dienst und Verein beschäftigen sich zurzeit mit der Neuauflage der Mehrjahresplanung. Ziel ist es, diese bis Ende 2018 abzuschliessen. Text: Adj Uof Olivier Burger, Fachberater Kommunikation FFZ / Projektleiter MJP Die Mehrjahresplanung (MJP) führte insbesondere in den fünf FFZ-übergreifenden Bereichen Organisation, Rekrutierung, Führung, Mehrfachbelastung und Kameradschaft zu umfangreichen Verbesserungen. Die umgesetzten Massnahmen zeigen bis heute Wirkung. Die detaillierte Aufarbeitung der politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und technologischen Rahmenbedingungen war die Grundlage für die interne Analyse gewesen, in der es um das Festlegen der Stärken und Schwächen sowie Chancen und Risiken ging. Sämtliche Anspruchsgruppen (Vorstand FFZ, Kommando, Feuerwehramt, Korps / Löschzüge und Offiziere) waren in den Prozess einbezogen. BLICK IN DIE ZUKUNFT Das Konzept «Feuerwehr 2015» der Feuerwehr Koordination Schweiz (FKS) hatte auch Auswirkungen auf die Feuerwehrplanung im Kanton Zug und auf seine Gemeinden. Deshalb hat das Kommando zuerst die stadtzugerischen und kantonalen Resultate der Umsetzung des FKS-Konzepts abgewartet, bevor mit der FFZ Mehrjahresplanung begonnen wurde. Ziel ist es, bis Ende 2018 ähnlich wie 2010 mit der gleichen Gründlichkeit die neue Mehrjahresplanung zu erarbeiten, damit die FFZ auch in Zukunft den gesetzlichen Auftrag personell, materiell und finanziell zur Zufriedenheit der Bevölkerung, der Behörden und der Politik erfüllen kann. Erste Workshops wurden durchgeführt, weitere werden folgen.

16 16 // INFO-TAFEL HERZLICHE GRATULATION AN PHILIPP UND KIKI BOENHOF ZUR GEBURT VON TIMO AM 04. MAI 2018 AN PRISKA UND ENRICO BALDELLI ZUR GEBURT VON NANDO AM 26. AUGUST 2018 JUBILARE 19. APRIL Valentino Fässler (Ehrenmitglied VK), 50. G 17. JUNI Markus Greuter (Ehrenmitglied VK), SEPTEMBER Markus Wyss (Styger Ehrenmitglied), 12. OKTOBER Paul Gautschi (GS-Veteran), 75. Ge 14. OKTOBER Hans Borer (GS-Veteran), 90. Ge 15. OKTOBER Edy Schlumpf (alti 4i Garde), OKTOBER Max Keller (GS-Veteran), NOVEMBER Martin Hüppi (MSK-Vetera 21. DEZEMBER Piero Rossi (Styger Ehre 28. DEZEMBER Paul Hartmann (GS-Vet

17 INFO-TAFEL // 17 eburtstag Geburtstag 65. Geburtstag burtstag burtstag 0. Geburtstag. Geburtstag LINK ZUM FFZ-FILM n), 60. Geburtstag nmitglied), 60. Geburtstag eran), 60. Geburtstag

18 18 // VEREIN BESUCH FF FÜRSTENFELD Besuch der FF Fürstenfeld Vom 15. bis zum 17. Juni 2018 besuchten knapp 30 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Fürstenfeld (FFF) die FFZ. Ein abwechslungsreiches Programm und gelebte Freundschaft machten das Wochenende perfekt. Text: Martin Jeindl, Feuerwehr Fürstenfeld Anlässlich unseres 150-jährigen Bestehens, welches wir im heurigen Jahr feiern, wurden wir von unserer Partnerfeuerwehr Zug zu einem Wochenende in der Stadt Zug eingeladen. Die offizielle Einladung in Form eines Gutscheins wurde unseren Kameraden Carina Rath, Attila Dirnberger und Rene Semela im Rahmen der Generalversammlung der FFZ im Jänner überreicht. EMPFANG IM FEUERWEHRGEBÄUDE So machten wir uns am 14. Juni kurz vor Mitternacht mit 27 Kameraden auf den Weg nach Zug. Dort wurden wir am Feuerwehrgebäude von den Kameraden der FFZ freundlich in Empfang genommen. Gemeinsam ging es rauf auf den «Blasenberg» wo uns das Mittagessen erwartete. Im Anschluss folgte die offizielle Begrüssung durch den Kommandanten Daniel Jauch, welcher in einer Powerpoint-Präsentation den Kanton und das Feuerwehrwesen in Zug vorstellte. Danach wurden im Stationsbetrieb das Feuerwehrgebäude und spezielle Einsatzmittel besichtigt. Der Nachmittag fand den Ausklang bei gemütlicher Musik und Gesprächen mit den Kameraden in Zug. Auch gesellte sich Stadtrat Urs Raschle zur Runde und begrüsste unsere Abordnung in der Kantonshauptstadt. AUF DEM SEE UND AUF DEM BERG Der zweite Tag startete mit einer Fahrt mit den beiden Booten der FFZ über den Zugersee in die Altstadt von Zug. Dort führte Dr. Chrtian Raschle die Kameraden durch die Zuger Altstadt und brachte ihnen die Geschichte der Stadt näher.

19 BESUCH FF FÜRSTENFELD VEREIN // 19 Auch hatten wir die Möglichkeit, den Zuger Rettungsdienst näher kennen zu lernen. Die Sanitäter Brigitte Graf und Judith Schmachtenberg erläuterten uns, wie das System im Kanton Zug funktioniert. Nach dem Mittagessen beim 1. Löschzug ging es auf ein Ausflugsschiff, und wir drehten eine Runde auf dem See. Für den Abend haben sich die Kameraden der FFZ etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Unsere Kameraden erwartete am Zugerberg beim Depot des 2. Löschzugs ein Schweizer Abend mit Alphornbläsern, Raclette, Musik und vielem mehr. Wir konnten die Zeit bei zünftiger Musik und tollen Gesprächen geniessen. Der Abend fand seinen Ausklang mit dem Blick auf den Sonnenuntergang und auf die Stadt Zug. Kameraden sicher lange in Erinnerung bleiben wird. Jeder Teilnehmer erhielt noch ein Schweizer Messer mit Fräsung der beiden Feuerwehrzeichen als Andenken mit nach Hause. Liebe Kameraden der FFZ, wir möchten euch auf diesem Weg nochmal danke für die wunderbare Zeit, die gelebte Kameradschaft und die Gastfreundschaft aussprechen! Auch wenn wir nicht alle von Euch namentlich in diesem Bericht genannt haben, sind wir jedem Einzelnen, der am Mitwirken dieses Ausfluges beteiligt war, sehr dankbar! Wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen! VIELEN DANK Die Zeit verging viel zu schnell - der Gutschein war eingelöst - und so hiess es am Sonntag nach einem Brunch beim 3. Löschzug wieder Abschied zu nehmen. Es war eine wunderbare Zeit, die unseren

20 20 // VEREIN ZUGER SEEFEST Wehmut und Zuversicht Dem diesjährigen Zuger Seefest habe ich, wie wahrscheinlich der eine oder andere FFZ ler auch, mit gemischten Gefühlen entgegengefiebert. Zwar ist es sehr erfreulich, dass es überhaupt wieder ein Zuger Seefest gegeben hat, und doch war es sehr speziell, am Zuger Seefest nur noch dabei statt mittendrin zu sein. Text: Roman Jenny, Präsident FFZ VORBEREITUNG Das halbe Jahr vor dem Zuger Seefest 2018 hat sehr eindrücklich gezeigt, wie intensiv die Festvorbereitungen für die Seefest-Funktionäre in den Jahren, als die FFZ das Zuger Seefest noch in Eigenregie organisiert und betrieben hat, waren. Oder eben, heute nicht mehr sind. Zwar schwingt viel Wehmut mit, dass das Zuger Seefest nach vielen Jahren nicht mehr unter dem Patronat der FFZ steht, dennoch bin ich der Meinung, dass es der richtige Weg war, die Gesamtverantwortung in neue, professionelle Hände zu geben. Dank guter Zusammenarbeit mit dem Team der neuen Trägerschaft ZugSports, konnte die FFZ trotzdem Teil des Zuger Seefests sein und kann dies hoffentlich auch weiterhin bleiben. So hat ZugSports der FFZ die Möglichkeit geboten, mitten im Festgelände eine FFZ-Bar zu betreiben, und so auch weiterhin einen Beitrag ans Zuger Seefest zu leisten. ZUKUNFT Das FFZ-OK-Team hat bereits Ideen, wie der Auftritt der FFZ und die Organisation der Helfer optimiert werden kann. Sofern es auch im nächsten Jahr wieder ein Zuger Seefest gibt und die FFZ wiederum Teil davon sein kann, werden wir entsprechende Anpassungen vornehmen. Ich danke insbesondere dem FFZ-OK-Team Rico Ramensperger und Daniel Zurfluh für ihren zusätzlichen Einsatz, den Auftritt der FFZ am Zuger Seefest zu organisieren und den Betrieb zu leiten. Danken möchte ich aber auch allen Kameradinnen und Kameraden, die am Seefest mitgeholfen haben. FESTBETRIEB Dank der fleissigen Vorbereitung von Rico Ramensperger und Daniel Zurfluh konnten am Seefest-Wochenende Helfer aus allen Korps und Löschzügen der FFZ entspannt ihre Helferschicht antreten und so einen Beitrag zur Vereinsfinanzierung leisten. Bei bestem Wetter konnten dank dem Engagement vieler FFZ ler Hunger und Durst der vielen angereisten Gäste gestillt bzw. gelöscht werden. Daneben haben wir die freigewordene Kapazität für Werbung und Rekrutierung genutzt.

21 GS-REISE VEREIN // 21 Vier Tage in der Bodenseeregion Am Donnerstagmorgen, den 31. Mai, bei allerbestem Wetter trafen wir uns im Feuerwehrgebäude. Die Vorfreude war bei allen riesengross, und nach dem ersten Bier konnte es dann auch endlich losgehen. Oder doch nicht? Da jemand noch seine kostbaren Zigarren zu Hause vergessen hatte, mussten wir noch einen kleinen Zwischenstopp einlegen. Text: Daniel Hess, Reiseteilnehmer Doch dann, mit allem ausgerüstet, was man für drei Tage Camping so braucht, konnte es endlich losgehen, und ohne weitere Zwischenfälle erreichten wir unsere erste Station, Konstanz. Hier genehmigten wir uns dann ein schmackhaftes Mittagessen und besuchten das Sealife, bevor es dann zu unserem Campingplatz in Überlingen weiter ging. Nachdem endlich alle Zelte und die Küche standen, liessen wir diesen ersten Abend bis tief in die Nacht ausklingen. Am zweiten Tag ging es dann nach einem ausgiebigen Frühstück zu unserem Tagesausflug mit E-Bikes. Und so durften wir diese schöne Landschaft auf dem Velo geniessen. Zum Abschluss des Tages gingen wir alle fein essen und dann in Meersburg in den Ausgang. Doch da uns allen noch die erste Nacht in den Knochen steckte, ging der Abend dann doch nicht mehr so lange. Am dritten Tag stand dann auch nur ein Traktandum auf der Tagesliste. Flossbau mit anschliessender Seefahrt. Und was wir an diesem Tag gelernt haben ist: Auch schmutzige Schiffe sind seetüchtig. Ein Hoch auf «Fleischchäs 61». Nach dieser eher sportlichen Angelegenheit mussten wir natürlich erst einmal unsere Flüssigkeitsreserven wieder auffüllen, bevor wir dann am Abend ein herrliches Znacht von unserem Chefkoch Dani Zurfluh serviert bekamen. Der vierte Tag war dann auch zugleich unser letzter Tag. Und so mussten wir dann unsere Zeltstadt wieder abbauen und alles abfahrbereit verstauen. Doch bevor es dann endgültig wieder nach Hause ging, mussten wir zuerst noch rausfinden, wer der schnellste Gasschützler ist. Auf der GoKart Rennbahn mit 13PS Boliden machte dies auch allen sehr Spass. Und nach einem mittelschweren Unfall und einem beinahem Rennabbruch stand dann auch fest, Michi Limacher, Manfred Wälchli und Marc Kirsch sind die schnellsten GS-ler. Herzliche Gratulation nochmals an dieser Stelle. Und so ging dann wieder einmal eine unvergessliche GS-Reise zu Ende. Vielen herzlichen Dank an die Organisatoren und an alle, die zu einem guten Gelingen beigetragen haben.

22 22 // ALLERLEI SEAPIPE Ausserordentliches AS-Training «Stadtentwässerung Zug Nord» Am 20. Juni trafen sich 78 Atemschutzgeräteträger aus dem ganzen Kanton bei schönstem Sommerwetter im Feuerwehrgebäude Zug. Die wärmenden Sonnenstrahlen durften an diesem Abend jedoch ohne uns weiterstrahlen, denn wir begaben uns allesamt in den Zuger Untergrund. Text: Hptm Thomas Freimann, Chef Atemschutz Das Begehen der riesigen Röhre der Stadtentwässerung Zug Nord stand auf dem Programm. Es wurden zwei Gruppen gebildet, welche sich zu den zwei Eingängen begaben. Die erste Gruppe stieg in den Schacht direkt neben dem Feuerwehrgebäude an der Göblistrasse, die andere in jenen Schacht in der Schützenmatt-Wiese. Nachdem die Gruppe Schützenmatt die Leiter zum Eingang endlich gefunden hatte, ging es los in den Untergrund. Die Röhre weist einen Durchmesser von ca. 2 Meter auf und ermöglichte aufrechtes Gehen der Teilnehmer. Von der Seeseite her sind in der grossen Röhre weitere Rohre an der Wand angebracht, welche zu einem System zur Wärme- bzw. Kältegewinnung aus dem Seewasser gehören. Auf der Höhe des Zwischenschachtes an der Aabachstrasse wurde es dann das einzige Mal etwas enger, so mussten alle unter einer installierten Betonschalung hindurch. Nachdem dieses Hindernis überwunden war, ging es wieder aufrecht dem Ziel entgegen. Nachdem alle Teilnehmer wohlbehalten wieder im Feuerwehrgebäude angekommen waren, endete nach dem Retablieren dieses ausserordentliche Erlebnis, welches so schnell nicht wieder stattfinden wird. Ich möchte dem Initiator, Oblt Thomas Scherer, für die Organisation und Durchführung dieses einmaligen Abends herzlich danken. Ebenso gilt ein Dankeschön allen Teilnehmern für das unkomplizierte und kameradschaftliche Zusammentreffen. Man hat gemerkt, dass alle Atemschützler die gleiche «Sprache» sprechen.

23 ZUGERBERGMARSCH ALLERLEI // 23 Zugerbergmarsch 18. Juli 2018

24 24 // ALLERLEI JUBILÄUM JUGENDFEUERWEHR 24 Stunden Berufsfeuerwehr Die Jugendfeuerwehr Zug feiert dieses Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Deshalb haben wir etwas ganz Spezielles geplant. Unsere Jugendfeuerwehrler durften einmalige und erlebnisreiche 24 Stunden erleben, die das Jubiläum zu einem unvergesslichen Anlass gemacht haben. Wie bei einer Berufsfeuerwehr wurden gemeinsam Einsätze bewältigt, keine richtigen Ernstfalleinsätze, sondern einsatzbezogene Übungen. Ergänzt wurde das Programm mit spannenden Ausbildungen, Sport und der Pflege der Kameradschaft mit gemeinsamer Freizeit und Mahlzeiten. Text: Hptm David Gisler, Kurskommandant Am Freitag, 24. Oktober, rückten 18 Jugendliche zusammen mit neun Kadern der Jugendfeuerwehr mit Sack und Pack in die Feuerwache der FFZ ein. Gespannt und voller Neugierde traten sie ihre 24-Stunden- Schicht an. Das genaue Programm wurde bei der Anmeldung nicht verraten. Schliesslich soll wie im richtigen Leben nicht alles zum vornherein bekannt sein. NICHT JEDER ALARM IST EIN ALARM Beim Appell konnten die Jugendlichen ein erstes Mal so richtig strahlen. Vom Chef Jugendfeuerwehr Bent Hansen erhielten alle Jugendlichen ihren persönlichen Pager. Dieser musste nun die ganze Zeit getragen werden, so dass bei einem Alarm sofort ausgerückt werden kann. Und schon bald piepste der Pager ein erstes Mal. Das Kader hatte alle Hände voll zu tun, die Jugendlichen zu bremsen. Voller Tatendrang wollten sie zu den Fahrzeugen rennen. Aber halt, zuerst muss doch die Meldung einmal gelesen werden. «Probealarm für die Jugendfeuerwehr» stand da drauf. Tief durchatmen, es war nur ein Test zur Kontrolle, ob auch alles so funktioniert wie geplant. Nachdem sich die erste Aufregung gelegt hatte, lernten die Jugendlichen gleich den wichtigsten Grundsatz, dass es bei jedem Einsatz zuallererst einmal gilt, Ruhe zu bewahren. FAHRZEUGBRAND MIT RETTUNGEN Der Abend startete mit einer Ausbildung zum Thema Elektrodienst. Auf spannende Art und Weise präsentierte unser Chef Elektrodienst Antony Brun die Gefahren der Elektrizität im Feuerwehrdienst. Mit anschaulichen Videos und einem praktischen Posten zum Erleben der Schrittspannung verging die Zeit zum Nachtessen wie im Fluge. Beim Spaghettiplausch im Füürstübli wurde eifrig gerätselt, wann denn endlich der erste Alarm losgeht. Und tatsächlich wurde die Diskussion durch lautes Piepsen aller Pager unterbrochen. Jetzt galt es ernst: «Brand/ Rauch Gebäude» auf dem Gelände der V-Zug. In der Fahrzeughalle verteilten sich die Jugendfeuerwehrler auf die bereitstehenden Fahrzeuge. Im Konvoi rückten der Pikettoffizier, ein TLF, das Einsatzleitfahrzeug und Mannschaftstransportfahrzeuge aus. Die Reko ergab Rettungen und einen Fahrzeugbrand mit Übergriffsgefahr auf das Gebäude. Sofort wurde die Rettung mittels Schiebeleiter ab TLF ausgeführt und ein Halten des Gebäudes durch Kühlen der Fassade mittels Schnellangriff ab TLF befohlen. Koordiniert wurden die Aktionen durch die eigens aufgebaute Einsatzleitung ab Kolin 9. Die Jugendlichen mit der Hilfe des Chefs Führungsunterstützung (FUST) Remo Meyer standen dem Einsatzleiter zur Seite. Als Krokierer und Funker boten sie eine perfekte Unterstützung. Als der Of Front Thomas Scherrer, Chef 1. Löschzug, erste Rückmeldungen vom Fortschritt der Arbeiten funkte, erhielt auf einmal der Pikettoffizier einen «richtigen» Alarm. Nach seinem Ausrücken gingen die Arbeiten vor Ort unvermindert weiter. Es sollte nicht der einzige Ernstfalleinsatz zeitgleich mit dem der Jugendfeuerwehr bleiben. Nachdem die Rettung ausgeführt und das Feuer gelöscht war, rückte der Löschzug Jugendfeuerwehr wieder in die Wache ein. An Feierabend war aber abends um 21:00 Uhr noch nicht zu denken. Nun stand Sport auf dem Programm. Während die eine Hälfte in der Fahrzeughalle Unihockey spielte, absolvierten die anderen ein Fitnessprogramm im Sportraum unserer Atemschutzübungsanlage (ASUA). Nach dem Duschen hatten die Jugendlichen nun ein Dessert verdient. Im Füürstübli ehrte Bent diverse Jugendliche mit fünf und zehn Dienstjahren.

25 JUBILÄUM JUGENDFEUERWEHR ALLERLEI // 25 KURZE NACHT Als Schlafraum diente das MZ3 im dritten Stock. Neben den Feldbetten legten die Jugendlichen ihre Uniform einsatzbereit hin. Gegen 24:00 Uhr wurde es immer leiser. Eine kurze Nacht folgte. Punkt 05:30 Uhr weckte der nächste Alarm die Jugendfeuerwehrler unvermittelt aus ihren sanften Träumen. Es galt einen Unwettereinsatz im Gebiet Choller/Zugersee zu bewältigen. Beim frühmorgendlichen Ausrücken musste der Pikettoffizier wiederum den Konvoi verlassen und zu einem echten Alarm ausrücken. Derweil bauten die Jugendlichen mit Rhone-Rhein-Schläuchen eine Ölsperre im Zugersee und stauten mit Sandsäcken die Alte Lorze. Auch eine Motorspritze Typ 2 wurde zum Pumpen eingesetzt. Nach dem Einsatz blieb im Feuerwehrgebäude nur kurz Zeit zum Retablieren und Verpflegen, da der Pager zum nächsten Einsatz rief. In unserem Ausbildungszentrum Schönau ereignete sich ein Unfall mit Gefahrenstoff. Unter der Leitung des Chefs Chemiewehr Rico Ramens- perger erstellte die Jugendfeuerwehr einen dreifachen Brandschutz mit anschliessendem Löschangriff. WEITERE EINSÄTZE FOLGEN Nach erfolgreichem Einsatz konnten die Jugendfeuerwehrler zum ersten Mal an diesem Morgen etwas verschnaufen. In der Cafeteria stand ein ausgiebiges Zmorgen mit Rösti, Speck und Würstli bereit. Selbstverständlich durfte auch Nutella nicht fehlen, das in einer 3-Kilogramm-Büchse ausreichend zur Verfügung stand. So gestärkt waren die Jugendlichen bereit für die nächsten Aufgaben. Hierzu waren auch die Eltern für den Besuchsmorgen eingeladen. Zahlreiche Besucher folgten der Einladung, um ihren Kindern bei der Arbeit aufmerksam zu zuschauen und fleissig Fotos zu machen. Aufgrund des Feuerverbotes wegen der langanhaltenden Trockenheit musste kurzfristig das Programm angepasst werden. Statt Echtbrandbekämpfung löschten die Jugendlichen einen fiktiven Waldbrand mit schweren Verbrauchern wie Hydroschild und Wasserringmonitor und erstellten eigens eine Leitung mit der Motorspritze Typ 2 ab Lorze mit dem Chef 3. Löschzug Christian «ALARME» DER JUGENDFEUERWEHR Fr :36 Uhr Buob. Eine zweite Gruppe trainierte Rettungen mit der ADL Kolin 1 und der Handschiebeleiter unter der Leitung von Patrick Häuselmann. Nach den Übungen richtete Feuerwehrinspektor Roland Fässler das Wort an die Jugendlichen. Er betonte dabei vor allem die Wichtigkeit der Nachwuchsförderung. ESSEN MIT GRÜNDERN UND FÖRDERERN Zum Mittagessen im Restaurant Freimann waren die Gründer und Förderer der Jugendfeuerwehr eingeladen. Gemeinsam wurde Rückblick auf 25 erlebnisreiche Jahre gehalten. Die Grussworte unseres Kommandanten Dani Jauch und des Stadtrates Urs Raschle und die Aussage «Ihr seid unsere Zukunft.» erfüllte die Jugendlichen mit Stolz. Fürs Dessert blieb nur kurz Zeit. Denn wie sollte es anders sein, schon wieder ging der Pager los. Bei den abschliessenden Einsätzen auf dem Hof Freimann mussten eingeklemmte Personen gerettet werden. Dies unter Führung des Chef Technischer Zug Martin Bürge zusammen mit Jürg Flütsch. Probealarm «Los geht s» Fr :24 Uhr Brand/Rauch Gebäude, V-Zug, Industriestr. 66 Sa :30 Uhr Sa :28 Uhr Sa :07 Uhr Sa :19 Uhr Sa :31 Uhr Unwettereinsatz Gebiet Choller/Zugersee Unfall mit Gefahrstoff, Cham, Schönau Waldbrand/Personenrettungen, Schönau Eingeklemmte Personen, Hof Freimann Badeplausch Lättich Ich möchte allen Beteiligten herzlich für den grossen Einsatz für unsere Jugendfeuerwehr danken. Die Durchführung dieses eimaligen Anlasses war nur durch die Unterstützung von Offizieren und Aktiven der FFZ sowie der Gruppenleiter der Jugendfeuerwehr möglich. Ein herzliches Dankeschön auch an die Logistik und das Feuerwehramt für die super Unterstützung. Dass sich der Aufwand gelohnt hatte, zeigte ein Blick in die Gesichter der stolzen Jugendlichen. ZUM ABSCHLUSS ETWAS ERHOLUNG Wieder zurück im Feuerwehrgebäude ertönte nun der letzte «Alarm»: Für die verbleibenden zwei Stunden durften die Jugendfeuerwehrler ins Lättich und sich im Sprudelbad von der ereignisreichen Schicht erholen. Dass dabei wieder ein echter Einsatz erfolgte, diesmal Wasser in einem Gebäude, musste die Jugendfeuerwehrler nicht mehr kümmern. Pünktlich um 18:00 Uhr wurden die müden aber glücklichen Jugendlichen ins wohlverdiente Wochenende entlassen.

26 26 // ALLERLEI JUGENDFEUERWEHR PARTNERÜBUNG Jugendliche üben gemeinsam Dieses Jahr konnte die Jugendfeuerwehr sowohl mit den Zuger Helpis als auch mit der SLRG-Jugend gemeinsame Übungen realisieren. Text: Lt Bent Hansen, Chef Jugendfeuerwehr ZUGER HELPIS Die Jugendfeuerwehr Zug übte am Samstag, 28. April, mit den Jugendlichen von den Zuger Helpis (Jugendliche des Samaritervereins Zug). Beide Jugendorganisationen hatten verschiedene Posten vorbereitet. So wurden bei zwei Posten Themen zur Ersten Hilfe geübt, vom Ampel-Schema, über Bandschlinge anlegen, bis zum allgemeinen Umgang mit Verwundeten. Die Theorie und die praktische Umsetzung leiteten Evelin Müller und Moni Hauser. Bei dem Posten «Es brennt, was tun?» wurde das Feuerdreieck erklärt. Die Praxis übten die Jugendlichen bei einem Kochherdbrand sowie den Einsatz mit dem Schnellangriff ab TLF. Alles in allem ein lehrreicher Vormittag. Danke an die Verantwortlichen von den Zuger Helpis. GELUNGENE ÜBUNGEN Es hat mich sehr gefreut, dass wir dieses Jahr mit unseren Partner-Jugendorganisationen gemeinsam Übungen durchführen konnten, ganz im Sinne der Nachwuchsförderung im Kanton Zug. SLRG-JUGEND Am Freitagabend, 1. Juni, konnten wir eine lang geplante Übung mit der SLRG-Jugend (Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft) durchführen. Vom Treffpunkt im Feuerwehrgebäude fuhren wir gemeinsam ins Hallenbad des Schulhauses Loreto. Hier konnten alle Jugendlichen sowie einzelne Kader ihr Können im nassen Element beweisen. Es wurden diverse Rettungsgeräte vorgestellt und das korrekte Werfen von diesen geübt. Speziell war das Schwimmen mit Kleidern, um eine leblose Person zu retten diese Disziplin meisterten sie alle, BRAVO! Nach gelungenen praktischen Übungen begaben wir uns zum Klubhaus der SLRG im Siehbachhaus, wo wir ein feines Nachtessen geniessen durften. Auch hier ein grosses Dankeschön an die Organisatoren der SLRG, Herbert Dörnberger, Andràs Feher, Guido Zanoli und an das Küchen-Team.

27 HYGIENE DIENST // Punkte für die Hygiene An der Kommando-Arbeitssitzung im Herbst 2017 war das Thema Hygiene zum ersten Mal traktandiert. Die vielen Ideen, die dort entstanden, wurden dann in einem 10-Punkteplan für die FFZ festgehalten. Text: Maj Daniel Jauch, Kommandant Dieser 10-Punkteplan soll nun helfen, im Einsatz aber auch in der Übung uns an verschiedene Grundregeln der Hygiene zu halten. Während Einsätzen und Übungen schwitzen wir je nach Anstrengung mehr oder weniger. Auch äussere Einflüsse bei Einsätzen verschmutzen unsere Einsatzkleider, und dem Retablieren der Einsatzgeräte soll in Zukunft mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Alle 10 Punkte konnten bereits umgesetzt werden. Nun geht es jedoch darum, dies auch nachhaltig durchzusetzen. Jede und jeder hilft, mit dies positiv zu beeinflussen. Die 10 Punkte HYGIENE BEGINNT BEI JEDEM PERSÖNLICH! Jeder ist sich selbst der Nächste. Jeder kommt mit Freunden, Kunden etc. in Kontakt, bei welchen er «gut ankommen» möchte. PSA-WASCHEN, IMMER ERSTER MONTAG IM MONAT (FREIWILLIG) Jeden ersten Montag im Monat werden alle abgegebenen persönlichen Schutzausrüstungen (PSA) gewaschen. Wenn es der Einsatzdienst zulässt, sind die PSA am Abend gewaschen bzw. wieder einsatzbereit. ZUSÄTZLICHE T-SHIRTS, WECHSEL NACH JEDEM TRAGEN Es werden zusätzliche T-Shirts abgegeben, um den persönlichen «T-Shirt Haushalt» anzupassen. Es gilt, nach jeder Übung/ Einsatz wird das T-Shirt gewaschen! Keine gebrauchten Shirts in der Feuerwehr-Tasche oder in der Garderobe! SCHWARZ/WEISS, NACH BRAND, CHEMIE UND STRASSENRETTUNG Es stehen Paloxen mit eingeschweisster Ersatzwäsche bereit. Bei einem Einsatz mit Kontamination (Rauch, Körper- Flüssigkeiten, Öle, Chemie etc.) kommen diese zum Gebrauch. SCHWARZ/WEISS, ATEMSCHUTZMASKEN-WASCHANLAGE Maschinelle Reinigung, Entkeimung und Desinfektion der Masken. SCHWARZ/WEISS, KEINE PSA UND KEINE EINSATZSCHUHE IM ATEMSCHUTZ-RAUM Der Atemschutz-Retablierungsraum ist WEISSE Zone! SCHWARZ/WEISS, KURSE (ÜBUNGEN) EINRÜCKEN MIT KURSTENÜ Im Sinne der Hygiene gilt diese Anweisung in Zukunft. SCHWARZ/WEISS, GERÄTEDEKONTAMINATION NACH BRAND Der Reinigung aller Zusatzgeräte wie Messgeräte, Funkgeräte, Wärmebildkameras etc. muss grössere Aufmerksamkeit geschenkt werden. DESINFEKTIONSSPENDER IM FEUERWEHRGEBÄUDE ALS SELBSTVERSTÄNDLICHKEIT Im Sinne der Hygiene sollen diese Spender nach Bedarf genutzt werden. SCHWARZ/WEISS, KEIN AUFENTHALT IM FÜÜRSTÜBLI, RESTAURANT UND MEHRZWECKRAUM MIT PSA Im Sinne der Hygiene gilt diese Anweisung in Zukunft.

28 P.P. Post AG CH-6302 Zug

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