J a h r e s - A u s g a b e

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1 Jahres-Ausgabe 2018

2 INHALTSVERZEICHNIS Comeback ANNE...3 VFBB e. V. ist telc Kompetenzzentrum Hochschule... 4 Inklusive Arbeitswelt... 5 GABIS GmbH: Spitzen-Beschäftigungswerte... 6 INHALT Bundespräsident Steinmeier besucht DIAG USA... 7 VFBB-Sprachkurs feiert Zuckerfest... 8 "Mein schönstes deutsches Wort"... 9 Perfektes Matching zwischen Praktikant und Betrieb Speyer-West feiert 3. Lessingstraßenfest Hauptschulabschluss nachgeholt - und dann in die Ausbildung...1 Zielstrebig in die Ausbildung zur Altenpflegerin Umzug VFBB-Büro Germersheim Nach Familienphase erfolgreich zurück ins Berufsleben Individuelle Bewerbungscoachings - ein Erfolgskonzept JUGEND STÄRKEN im Quartier: Zahlen, Daten, Fakten zum Ende der Förderphase Bildung, Arbeit, Wirtschaft im Quartier - BIWAQ Vorschau Impressum

3 Januar Pilotprojekt der Agentur für Arbeit Ludwigshafen: Mit "Comeback ANNE" in Teilzeit zum Berufsabschluss Verantwortliche stellen das Programm beim VFBB e. V. in Speyer vor Die Vorbereitungsphase im Projekt Comeback ANNE startete Anfang 2018 beim VFBB e. V. in Speyer und Ludwigshafen. Verantwortliche der Agentur für Arbeit Ludwigshafen hatten im Januar zu Infoveranstaltungen eingeladen und Interessierten die Möglichkeiten einer einzelbetrieblichen Umschulung in Teilzeit vorgestellt. Die erste Phase richtet sich an Personen, die sich beruflich neu orientieren wollen, einen Berufsabschluss anstreben und das nötige Durchhaltevermögen sowie die Zeit (mind. 26 Std./ Woche) mitbringen. Für sie bietet das Projekt gute Zukunftsperspektiven. Unter dem Motto Mach Dich fit konnten Teilnehmende in Speyer und Ludwigshafen vom 5. März bis 29. Juni ihre Kenntnisse in Deutsch, Mathe und EDV auffrischen, die im Wesentlichen als Vorbereitung auf die Berufsschule dient. Weiterhin erhielten sie Tipps zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Danach starteten die Teilnehmer/innen ihr "Comeback" mit einer einzelbetrieblichen Umschulung Ausbildung oder einer Alternative, siehe Tabelle rechts. Am 7. Januar 2019 ist der nächste Start für "Mach dich fit" beim VFBB e. V. in Ludwigshafen. Um während der Umschulung ihren persönlichen Lebensunterhalt sichern zu können, erhalten neun Personen eine individuelle, finanzielle Unterstützung der GABIS GmbH von bis zu 400 Euro. Dieses Prinzip entspricht dem sogenannten "Speyerer Modell", das bereits für die Umschulung Industriemechaniker konzipiert wurde und angewendet wird, um prekären Situationen vorzubeugen. von links: Maria Angel und Helmut Marnet (Agentur für Arbeit Ludwigshafen), Melanie Ruge (VFBB e. V.) Auswertung "Mach dich fit" - März bis Juni % 40% 35% 30% 25% 20% 15% 10% 5% 0% 41% Umschulung 16% Umschulung % 13% 9% 8% Alternative Ausbildung Arbeitsaufnahme Beendigung Abbruch Teilnehmende bestätigten, dass sie sich nach dieser Vorbereitungsphase fit für eine berufliche Veränderung gefühlt haben. Wie wichtig es ist, offen zu sein, sich Ziele zu setzen und selbst aktiv zu werden, um diese zu erreichen - das war für viele neben aufgefrischtem Mathe-, Deutsch- und EDV-Wissen die bedeutendste Erkenntnis. J A H R E S - N e w s l e t t e r 2018 Unternehmensverbund VFBB GABIS DIAG 3

4 April Deutschkurse und -prüfungen von A1 bis C1 VFBB e. V. ist seit April 2018 auch "telc Kompetenzzentrum Hochschule" Seit April 2018 bietet der VFBB e. V. sowohl Deutschkurse als auch -prüfungen im Sprachniveau C1 an. Die Prüfungen "telc Deutsch C1 Hochschule" richten sich an Personen, die an einer deutschsprachigen Hochschule ein Studium aufnehmen möchten. Weiterhin an bereits studierende oder in einem akademischen Beruf arbeitende Personen, die ihre Deutschkenntnisse im fortgeschrittenen Sprachniveau nachweisen möchten. Die Prüfung "telc Deutsch C1 Hochschule" kann sowohl von VFBB-Kursteilnehmenden als auch von externen Teilnehmenden abgelegt werden. Unsere Ansprechpartnerinnen sind... in Speyer: Alena Beifuß, in Ludwigshafen: Vera Romanuk, Alle Kurs- und Prüfungstermine 2019 finden Sie im Internet unter: 4

5 April Unternehmensverbund VFBB GABIS DIAG führt Inklusionsprojekt "schwer begabt" weiter Kompetenzen im Unternehmensberatungsund Integrationsservice nachhaltig gesichert April: Drei Jahre lang wurde der Unternehmensberatungs- und Integrationsservice "schwer begabt" mit Fördermitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales finanziert. Zum 31. März 2018 endete der Förderzeitraum. In einer Abschlussbroschüre wurde die dreijährige Arbeit in diesem Inklusionsprojekt umfassend dokumentiert. Doch das Thema Inklusion geht weiter. Alle Beteiligten haben es deshalb begrüßt, dass sich der Unternehmensverbund VFBB GABIS DIAG für Menschen mit Behinderung engagiert und Inklusion in der Region weiterhin aktiv fördert. In allen Projekten, Maßnahmen und Aktivitäten der drei Einzelunternehmen werden Menschen mit Behinderung in besonderem Maße berücksichtigt und gemäß ihren Stärken und Fähigkeiten unterstützt, um eine nachhaltige Integration am Arbeitsmarkt zu erreichen. Abschlussbroschüre: Dokumentation der 3-jährigen Projektarbeit Die berufliche Integration ist die Basis dafür, ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Mit dem "Systemischen Coaching für Menschen mit Behinderung" (VFBB e. V.) und dem "Sozialen Entleih" (GABIS GmbH) wurden zwei Integrationsinstrumente geschaffen, die während des Zeitraums der öffentlichen Projektförderung bereits erfolgreich angewandt wurden und in ihrem Zusammenwirken den Weg zu inklusivem Arbeiten ebnen. Dieses erarbeitete Wissen rund um die Zielgruppe der Menschen mit Behinderung in der Arbeitswelt ist auch weiterhin verfügbar. Bewährte Coachinginhalte werden angeboten, bestehende Netzwerkstrukturen gepflegt und ausgebaut und erfolgreiche Vermittlungsinstrumente nachhaltig angewandt. Viele Unternehmen der Metropolregion Rhein- Neckar unterstützen bereits den Inklusionsgedanken. In allen Berufen und Arbeitsbereichen gibt es Menschen mit Behinderung. Diese Zielgruppe gilt es, gerade in Zeiten des Fachkräftemangels für den Arbeitsmarkt zu erschließen. Unternehmen, die sich dieser Anforderung stellen, übernehmen damit gesellschaftliche Verantwortung und sichern gleichzeitig ihren Fachkräftebedarf für die Zukunft. VFBB e. V.: Systemisches Coaching für arbeitssuchende Menschen mit Behinderung GABIS GmbH: "Sozialer Entleih" als Vorstufe zur Integration am Arbeitsmarkt Inklusive Arbeitswelt VFBB e.v. J A H R E S - N e w s l e t t e r 2018 Unternehmensverbund VFBB GABIS DIAG 5

6 GABIS GmbH: Zahl der Beschäftigten erreicht 2018 Spitzenwerte Fachkräfte finden, gewinnen und sichern ist Thema Nr. 1 Florierende Wirtschaft, gute Konjunktur, erhöhte Personalnachfrage und Fachkräftemangel - das sind die Gründe, die Personalgewinnung zur Herausforderung werden lassen. Wer passende Beschäftigte finden will, muss alle Recruitingwege nutzen: neue und bewährte, anolge und digitale, persönliche, direkte und innovative. Aktiv suchen statt nur inserieren "Unser Focus liegt verstärkt auf dem vorgeschalteten Bewerbungsprozess. Es hat zunehmend an Bedeutung gewonnen, dass wir regelmäßig auf Jobmessen und Bewerber-Speed-Datings vertreten sind. Auch eigene Bewerbertage bieten wir an", erklärt Alev Barut. Seit Januar 2018 arbeitet sie bei der GABIS GmbH daran, die Prozesse der Personalgewinnung und -sicherung sowie des Bewerbermanagements zu optimieren und neue Wege zu erschließen. Herausforderung Personalgewinnung: Alle Recruitingwege nutzen Eigene Firmenwebsite online-jobbörse social media online-werbung online-zeitungen Jobmessen Bewerbertage Tageszeitungen Print Empfehlungen Agentur für Arbeit Initiativbewerbungen "Wir überzeugen die Zielgruppe mit unseren fairen Prinzipien in der Zeitarbeit. Unsere Vorteile nenne ich gleich im ersten Gespräch, damit heben wir uns deutlich von der Konkurrenz ab", so die Recruiterin. "Uns ist auch bekannt, dass der Trend in Richtung 'direkte Ansprache der Zielgruppe' geht und dass dies künftig ein wichtiger Weg der Personalgewinnung sein wird." Was Bewerber sofort überzeugt, sind 30 Tage Urlaub und das Equal- Pay-Prinzip. In der Zeitarbeitsbranche ist dies längst nicht selbstverständlich. Hinzu kommt der vermittlungsorientierte Ansatz, in dem jeder Beschäftigte seine Chance sieht, bald vom Entleih- Unternehmen übernommen zu werden. Um der hohen Personalanfrage seitens der Unternehmen gerecht zu werden, steuert die GABIS-Recruiterin online-stellenanzeigen, nutzt bewährte und erschließt neue Recruitingwege oder präsentiert das Unternehmen auf Jobmessen. Intern optimiert sie die firmeneigene online-jobbörse sowie das Bewerberportal nach neuesten Erkenntnissen. Mit allen Instrumenten soll der Zugang für Bewerber erleichtert werden. Eingehende Bewerberprofile ordnet sie passgenau den Kundenanfragen zu. Kurz: Bei Alev Barut laufen die Fäden zusammen, sie behält den Überblick und ist Ansprechpartnerin für das Personalbetreuungsteam. Liegt kein konkretes Stellenangebot für ein gutes Bewerberprofil vor, nimmt sie die Person in den Bewerberpool auf, auf den beim nächsten Bedarf ohne weitere Vorarbeit zugegriffen werden kann. Zwischen Bewerbungseingang und Arbeitsvertrag liegen im Idealfall nur wenige Tage. social media: ein Segen für Recruiter Klassische Wege wie Stellenanzeigen in Tageszeitungen werden immer mehr verdrängt von online-medien. Und dass social media für die Personalsuche ein echter Segen ist, weiß jeder. Deshalb veröffentlicht Alev Barut alle Stellenangebote auch auf facebook, google plus und twitter. "Aber auch im digitalen Zeitalter ist eine persönliche Empfehlung nicht zu unterschätzen", erklärt sie. Übernahmespitze 2018: Von Januar bis November 2018 verzeichnet die GmbH GABIS mit über 650 vermittelten Beschäftigten das drittbeste Übernahmejahr seit Firmengründung. Gleichzeitig hält sich die Zahl der Beschäftigten auf einem sehr hohen Niveau, das auch zum Jahresbeginn 2019 stabil bleiben wird. GABIS-Beschäftigte 2018 (Stand Ende Oktober) GABIS-Kernbelegschaft 35 Durchschnitt im Entleih: 1558 Spitzenwert im Entleih: über Durchschnitt in gemeinnützigen 135 Projekten: 6

7 Juni Bundespräsident bei DIAG USA in L.A.: Deutsche Delegation besucht Duales Ausbildungsprogramm Am 18. Juni 2018 besuchte Bundespräsident Steinmeier mit seiner Frau Elke Büdenbender das German American Vocational Career Program. Bundestagsabgeordnete und VFBB- Vorstandsmitglied Doris Barnett, die Initiatorin des Projekts, begleitete ihn zusammen mit einer deutschen Delegation. Das von DIAG-Geschäftsführerin Doris Eberle konzipierte Projekt verfolgt das Ziel, das in Deutschland praktizierte Duale System der Berufsbildung im Rahmen des US-Bildungssystems einzuführen und anzuwenden. Seit 2015 wird die Umsetzung vor Ort durch das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland finanziert. Dazu wurde im November 2015 die 'DIAG USA' als Nonprofit-Organisation (NPO) gegründet, um die Zukunft amerikanischer Jugendlicher durch die Schaffung weithin anerkannter beruflicher Karriere-Systeme zu verbessern. Mit der Übertragung des dualen deutschen Ausbildungsmodells auf den amerikanischen Markt bildet es zusammen mit Unternehmen der Automobilbranche in USA eine neue Generation hochqualifizierter Arbeitnehmer aus. Zunächst wurde das Konzept für den Kfz-Bereich konzipiert und umgesetzt, der erste Fachkurs hat bereits die Prüfung abgelegt. Der Besuch des Bundespräsidenten und der deutschen Delegation begann mit einer Tour am Los Angeles Trade Technical College (LATTC), das eines der kooperierenden Community Colleges des Ausbildungsprojekts ist. Vergleichbar mit einer deutschen Berufsschule agiert das Community College als sogenannte Vocational School und übernimmt den theoretischen Teil des deutsch-amerikanischen Ausbildungsprojekts zum/zur Kfz-Mechatroniker/in. Bei den kooperierenden Automobilhändlern des Projekts durchlaufen die teilnehmen Auszubildenden den praktischen Teil der Ausbildung. Zu Beginn der Tour traf Bundespräsident Steinmeiner auf den Oberbürgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti, der das deutsche Projekt am amerikanischen College begrüßt und unterstützt. Das Zusammentreffen wurde durch den College-Präsidenten Lawrence B. Frank, der Vize-Präsidentin Leticia Barajas, dem Dekan Jess Guerra, den deutschen Botschafter zu Washington D.C. Peter Wittig, Leiter des Wissenschaftsbereichs der deutschen Botschaft Robin Mishra, MdB Doris Barnett sowie durch Matthew Martinez und Miriam Farnbauer von der DIAG USA begleitet. Ebenfalls anwesend waren Vertreter des deutschen Generalkonsulats von Los Angeles. Während des Zusammentreffens wurde über die Beweggründe und die Entstehung des Projekts im Jahr 2015 sowie die Bildungsreisen nach Deutschland gesprochen. Laut College-Präsident Frank habe das LATTC durch das German American Vocational Career Program an Wert gewonnen und könne noch viel vom deutschen Partner und Projektträger DIAG ggmbh lernen. Auch die Herausforderungen des Ausbildungsprojekts in Anlehnung an das deutsche duale Ausbildungssystem wurden erwähnt, wie z. B. die Tatsache, dass es noch immer nicht leicht ist, Arbeitgeber-Partner auf Anhieb zu gewinnen, da das duale Ausbildungskonzept in den USA noch ein Neues sei. Nach dem Gespräch folgte eine Tour durch das College und dessen Werkstätten, wo Bundespräsident Steinmeiner und Begleiter Zeit hatten, mit den Auszubildenden ins Gespräch zu kommen. Laut einer Aussage eines amerikanischen Studenten während des Besuchs war es für die Auszubildenden sehr aufregend, den deutschen Bundespräsidenten und dessen Frau kennenzulernen und diesen von ihren Alltagserfahrungen zu berichten: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Elke Büdenbender und VFBB-Vorstandsmitglied Doris Barnett (MdB) besuchen deutsch-amerikanisches Duales Ausbildungsprogramm in Los Angeles Seit die Studenten Teil des deutschamerikanischen Projekts sind, werden sie umfassend in allen Teilbereichen ausgebildet und bekommen neben einem amerikanischen Zeugnis auch eine deutsche Zertifizierung. Öffentliche Förderung durch das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland: Das deutsch-amerikanische Duale Ausbildungsprogramm der DIAG USA wird seit Juli 2015 vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland gefördert. Gemäß Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD (18. Legislaturperiode, Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik) soll es zur Stärkung internationaler Bildungskooperationen im schulischen und universitären Bereich beitragen sowie dem im Ausland gestiegenen Interesse am dualen Ausbildungssystem Rechnung tragen. J A H R E S - N e w s l e t t e r 2018 Unternehmensverbund VFBB GABIS DIAG 7

8 Juni Zuckerfest im VFBB-Sprachkurs B1-Sprachkurs mit Lehrerin Kristina Margaryan (Mitte mit Blumen) beim Zuckerfest Gleich zwei Gründe zum Feiern hatte der B1-Sprachkurs am 15. Juni: Den letzten Kurstag vor der Prüfung und das Zuckerfest oder Id al-fitr, wie es in der arabischen Sprache heißt. Das Ende des Fastenmonats Ramadan. Beim gemeinsamen Lernen haben sich die Teilnehmenden kennengelernt und angefreundet, deshalb wollten sie auch das Zuckerfest zusammen feiern. Sie brachten alle Speisen und Getränke mit, überwiegend Süßigkeiten, Eis, selbstgemachtes Gebäck und Kuchen. Daher wird auch der Name Zuckerfest abgeleitet. Im VFBB-Unterrichtsraum war der Tisch reich gedeckt. Īd mubārak wünschten sie sich, was so viel bedeutet wie gesegnetes Fest. Zusammen mit einem Blumenstrauß ging dieser Wunsch auch an Lehrerin Kristina Margaryan (Bild Mitte). Viele der Anwesenden kommen aus verschiedenen Nationen, sie erzählten von drei Nationalfeiertagen in ihrer Heimat und kleinen Unterschieden der landestypischen Traditionen und Speisen. Ähnlich dem Weihnachtsfest in Deutschland kleidet man sich festlich, man geht morgens zum Beten in die Moschee und spricht Glückwünsche aus. In der Speyerer Fatih-Moschee - im Nordwesten der Stadt gelegen - hatten sich die meisten von ihnen schon vor dem Unterricht getroffen. Ich hatte keine Zeit, in die Moschee zu gehen, ich habe gebacken und für das Fest vorbereitet, erzählt Diana Bayat, die mit ihrer Familie in Speyer lebt. In ihrer Heimat würde sie heute auch die Gräber ihrer Ahnen besuchen. Hier in Deutschland feiert sie mit Familie, Freunden und allen, die sie kennt. Dazu gehören auch VFBB- Mitarbeiter, die mit selbstgebackenen Elefantenohren bewirtet wurden. Traditionell trifft man sich am reichlich gedeckten Tisch. Vor allem Kinder werden beschenkt mit Kleidern, Geld und Spielsachen. Alle Kurs- und Prüfungstermine 2019 finden Sie im Internet unter: Alle Teilnehmende haben die schriftliche Prüfung 'Deutschtest für Zuwanderer A2/B1' am abgelegt und erfolgreich bestanden. 8

9 Juli Mein schönstes Deutsches Wort "Welches ist Ihr Lieblingswort in der deutschen Sprache und warum?" Diese Frage haben wir Sprachschülern unseres C1- Kurses gestellt. Hier eine Auswahl der Antworten im Original- Wortlaut: Bauchgefühl Das Wort beinhaltet eine Kombination von zwei verschiedenen Wörtern. Das kann nicht in vielen Sprachen sein. Das Wort hat eine idiomatische Bedeutung, die mit gut feeling und Instinkt zu tun hat. Es wird gesagt, dass man über viele Kenntnisse das Bauchgefühl hat, dann kann man alles gut schaffen. Leider habe ich kein Wort in meiner Muttersprache, das ähnliche Bedeutung hat. (Ahmad Nasser aus Syrien) Die Verabredung Ich habe dieses Wort ausgewählt weil öfter "date" benutzt wird. Während Gesprächen mit meinen deutschen Bekannte habe ich bemerkt, dass ich nicht weiß, wie ich kann das in Deutsch sagen. Verabredung ist einfach Zusammensein und erinnern an nette Momente mit meine Freunde. In meiner Muttersprache gibt Wort mit ähnlicher Bedeutung, aber in vielen Ländern benutzt man Wort "date" oder "Rendezvous". (Angelika Popek-Szewczyk aus Polen) Mama Dieses Wort klingt in allen Sprachen gleich. Das ist das allererste Wort im Leben eines Kindes. Was könnte teuerer und wärmer sein als ein Geliebter? Mama - der wertvollste Schatz im Leben eines Kindes. Wenn ich dieses Wort in irgendeiner Sprache höre, es ruft die besten Gefühle in mir hervor: Liebe, Wärme, Familie und Unterstützung. In meiner Muttersprache klingt dieses Wort und wird gleich geschrieben wie auf Deutsch. Also braucht man nicht viel Mühe, um ihm daran zu erinnern. (Rodionos Kseniya aus Weißrussland) Die Freiheit Das Wort "Freiheit" ist nicht nur auf deutsche Sprache sondern auch auf alle Sprache das schönste Wort der Welt. Die Menschen haben immer für ihre Freiheit und viele Menschen sind auch deswegen gestorben, aber Freiheit stirbt nicht. Solange sind die Menschen abhängig von ihrer Gewohnheit und Religion und Erziehungen, können sie nicht frei denken. Freies Leben braucht einen neuen Blick von Menschen auf alles, was es in der Welt gibt. Das Leben ohne Freiheit bedeutet gar nichts für mich. Das bedeutet für mich, dass alle Menschen sollen frei leben und Privatsphäre der anderen Menschen respektieren. Es gibt das Wort "Freiheit" auf persische Sprache. Aber es hat keine Definition, weil niemand sich in Iran frei fühlen kann. (Dastan Morteza aus Iran) Bauchgefühl Die Freiheit Mein schönstes Deutsches Wort Mama Deutschland Deutschland Weil Deutschland mir geholfen hat und mir die Möglichkeit gegeben hat, um die Sprache zu lernen. Als ich nach Deutschland gekommen bin, habe ich erstes Mal dieses Wort gelernt. Dieses Wort für mich bedeutet die Freiheit und die Menschheit. (Ahmad Weis aus Syrien) J A H R E S - N e w s l e t t e r 2018 Unternehmensverbund VFBB GABIS DIAG 9

10 August Rückenwind-Teilnehmer erfolgreich: Perfektes Matching zwischen Praktikant und Betrieb Ludwigshafen: Nach der 12. Klasse hatte er etwa 50 Bewerbungen für die Ausbildungsberufe Industriekaufmann, Versicherungs- und Einzelhandelskaufmann geschrieben. Schon als Kind habe ich gemerkt, dass ich kein handwerkliches Geschick habe. Ich wollte schon früh mit Zahlen und Kunden zu tun haben und diese Wahl hat sich im Unterricht der Berufsbildenden Schule in Bad Dürkheim als richtig bestätigt, erklärt Alexander Wielinski. Personal- und Warenwirtschaft waren dort ebenso Themen wie Buchhaltung, Handel, E-Commerce und Logistik, wodurch er sehr gute kaufmännische Grundkenntnisse erwerben konnte. Sein Berufswunsch stand damit fest, aber auf seine Bewerbungen erhielt er nahezu keine Resonanz. Auch den Vermittlungsvorschlägen der Agentur für Arbeit ist er nachgegangen, doch leider hat nichts geklappt. Ich war völlig verzweifelt und konnte mir einfach nicht erklären, woran es lag, so der 18-Jährige weiter. Ich hatte ja schließlich Fachabitur und mein Zeugnis war nicht schlecht, erklärt er. Schließlich wurde er von der Agentur für Arbeit Ludwigshafen auf das Projekt Rückenwind aufmerksam gemacht und stellte sich am 8. August 2017 im Ludwigshafener VFBB-Büro vor. Angela Kothe vom Rückenwind-Team gab ihm im Coaching Tipps, wie man ein aussagekräftiges Anschreiben verfasst und sich gut im Bewerbungsgespräch präsentiert. Dann konnte ich mir auch erklären, warum ich nur Absagen bekommen hatte. Da war noch viel Luft nach oben, berichtet Alexander Wielinski. Auf die Frage nach seinen persönlichen Erfahrungen im letzten Jahr erzählt er: Als ich dann bei Rückenwind war, ging alles recht schnell. Ich habe gelernt, wie ich meine Bewerbungsunterlagen optimieren kann. Frau Kothe hat mich dann gefragt, ob ich mich für ein Praktikum als Groß- und Außenhandelskaufmann bei METRO bewerben möchte, erklärt er. Das hab ich direkt gemacht, sie hat mich zum Vorstellungsgespräch begleitet und die Zusage für ein Probepraktikum kam prompt. Am 14. September 2017 kann er für zwei Wochen schnuppern, zunächst lernt er die Feinkostabteilung, dann die Haushaltsabteilung kennen. Ende September bekommt er die Zusage von METRO in Oggersheim, dass er dort seine Einstiegsqualifizierung als Großhandelskaufmann beginnen kann. Jetzt kann ich endlich zeigen, was ich kann Der 19-jährige fährt jeden Tag vom Wohnort Birkenheide mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Arbeitsplatz. Er lernt viel Neues kennen: In der Elektroabteilung ist es das Warenwirtschaftssystem, die Retourenbearbeitung und Disposition. Das muss man alles Mal gesehen haben. Ausführen darf man aber nur unter Anleitung, um keinen Schaden anzurichten, erklärt er. Das war bisher die beratungsintensivste Abteilung, Kundengespräche stehen hier an der Tagesordnung. Alle Abteilungen findet er spannend aber am besten gefällt ihm die Arbeit in der Fischabteilung. Sowohl der kollegiale Umgang im Team, das ihn nett empfangen hat, als auch die Arbeit mit verderblicher Ware, die besondere Kenntnisse erfordert. Man lernt schnell dazu, erklärt er. Manches bekommt man am Anfang erklärt und dann arbeitet man einfach nach Anweisung mit. Früher dachte ich, als Großhandelskaufmann verbringt man viel Zeit im Büro. Aber man bewegt sich ständig in Verkaufshallen, holt Waren aus dem Lager, füllt die Regale nach und führt Gespräche. Genau das ist es, was Alkexander Wielinski gut gefällt: die Abwechslung. Er gilt als williger und ordentlicher Praktikant. Am Anfang ist er noch etwas zurückhaltend aber dann öffnet er sich, lernt dazu und wird schnell sicherer. Nach den vielen Absagen im letzten Jahr war ich so frustriert, dass es mir ziemlich schlecht ging, erzählt er. Bei der METRO hat zum ersten Mal was geklappt und ich dachte: Jetzt kann ich endlich zeigen, was ich kann! Durchweg positive Rückmeldungen von den Ausbildern Aus dem berufsbezogenen Unterricht an der BBS Bad Dürkheim Fachrichtung Handel und E-Commerce hat er gute theoretische Vorkenntnisse, die ihm jetzt zu Gute kommen. Bereitwillig unterstützt er andere Azubis mit einem Nachhilfeangebot, was im Unternehmen sehr begrüßt wird. In Absprache mit dem Ausbildungsleiter ist dies auch mal während der Arbeitszeit für eine Stunde möglich. Kommt er in eine neue Abteilung, wird zunächst ein Lernziel definiert, das am Ende im Rückmeldegespräch zwischen Ausbilder und Azubi überprüft wird. Dabei lernt Herr Wielinski, dass er seine eigene Leistung sehr gut beurteilen kann. Meist stimmt seine Einschätzung mit der seiner Ausbilder genau überein. Im 18. Mai 2018 findet ein gemeinsames Abschlussgespräch statt, an dem der angehende Azubi, VFBB-Betreuerin Katja Stramer, und die Verantwortlichen von METRO Deutschland teilnehmen. Wir sind begeistert vom Projekt Rückenwind. Herr Wielinskis schulische und praktische Leistungen sowie sein soziales Engagement sind vorbildlich, so die Resonanz der Geschäftsleitung. Wir haben ein durchweg positives Bild von Herrn Wielinski gewonnen. Aufgrund dieser Faktoren gibt es keinerlei Zweifel, ihm einen Ausbildungsvertrag ab 10

11 1. August 2018 anzubieten, so Personalbetreuerin Manja Keul. Sichtlich erleichtert nimmt Alexander Wielinski das Angebot an. Mit Rückenwind direkt ins zweite Lehrjahr Besonders freut er sich, dass ihm das Rückenwind-Jahr angerechnet wird und er am 1. August 2018 direkt ins zweite Ausbildungsjahr einsteigen kann. Das war schon ein tolles Gefühl als ich die Ausbildungszusage bekommen habe. Aber als dann der Ausbildungsvertrag unterschrieben war, ist mir ein riesen Stein vom Herzen gefallen. Und meinen Eltern auch. Sie haben mich die ganze Zeit unterstützt und sind sehr stolz auf mich. Abends sind wir zusammen essen gegangen und haben gefeiert. VFBB-Mitarbeiterin Katja Stramer, die Alexander Wielinski bis Juli 2018 weiter betreut hat, sagt rückblickend: Er ist im Projekt Rückenwind unser leuchtendes Beispiel. Es gibt wenige Teilnehmer, die so pünktlich, zuverlässig und gründlich sind wie er. Er hat sich immer gemeldet, manchmal schon bevor er es sollte, erklärt sie. Im Betrieb bekam er von Anfang an gute Rückmeldungen. Obwohl er zunächst noch schüchtern war, war er immer fokussiert bei der Sache. Durch seine gute Auffassungsgabe und einer engagierten Arbeitshaltung konnte er seine Leistungen kontinuierlich steigern. Als er sich Mitte Juli 2018 zu einem Interview mit uns bereit erklärt, ist keine Spur mehr von dem zurückhaltenden 18-Jährigen. Der 19-jährige Alexander Wielinski hört gut zu, seine Antworten sind präzise, treffend und ausführlich. Das erfolgreiche Jahr hat ihn offen, konzentriert und selbstbewusst werden lassen. Frau Keul, die Personalverantwortliche bei METRO, sagte: Es ist das perfekte Matching, berichtet Katja Stramer. Dass es bei Herrn Wielinski auf Anhieb so gut geklappt hat, konnten wir am Anfang auch nicht wissen aber es freut uns sehr, dass er sich so gut entwickelt hat. Vor allem habe er bei METRO Ludwigshafen, einem Unternehmen, das zum ersten Mal mit Rückenwind kooperiert hat, die Türen für nachfolgende Teilnehmer geöffnet. Für den heutigen Azubi war es ein langes Jahr voller Engagement und Disziplin, das er intensiv genutzt hat. Das ganze Jahr hab ich mir gesagt: Bau bloß keinen Mist, sagt er und lacht. Aber das tägliche Berichteschreiben und Listen führen empfand er als viel zu arg. Das möchte er zum Schluss noch höflich sagen. Oft musste er in den großen METRO-Hallen noch nach einem Verantwortlichen suchen, um seine Anwesenheitsliste unterschreiben zu lassen, auch wenn er dann den Bus verpasste. Wöchentliche Listen hätten ihm das Leben etwas leichter gemacht. Dennoch hat er alle Regeln akzeptiert und viel Disziplin bewiesen. Wir bedanken uns bei Herrn Wielinski für dieses Interview und wünschen ihm weiterhin viel Erfolg. "Rückenwind" wird an den Standorten Speyer, Landau, Germersheim und Ludwigshafen durchgeführt. Aus der gesamten Metropolregion Rhein- Neckar kommen Teilnehmende, die möglichst wohnortnah in einen Praktikumsbetrieb vermittelt werden. Ausbildungsstart 2018 Alexander Wielinksi ist einer von 47 jungen Menschen, die im Jahr 2018 mit Rückenwind in ihre Ausbildung starten konnten. In diesem Projekt unterstützen wir Jugendliche, die im normalen Bewerbungsverfahren keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, so Doris Eberle, VFBB-Geschäftsführerin, die das Projekt 2009 ins Leben gerufen hat. Dass wir auch dieses Jahr wieder 47 junge Menschen vermitteln konnten, zeigt uns, dass wir 'Rückenwind' weiterhin brauchen. Ein 6-köpfiges pädagogisches Team begleitete die Jugendlichen während dieser Zeit mit Profiling, Kompetenzfeststellung, Coaching und Stützunterricht und vermittelte sie in einen geeigneten Kooperationsbetrieb. Alle Teilnehmende erhielten ein monatliches Entgelt von 460 Euro brutto, das die GABIS GmbH finanzierte. Mit diesem Bildungssponsoring generieren wir dringend benötigte Fachkräfte von morgen, erklärt Thomas Cantzler, Geschäftsführer der GABIS GmbH. J A H R E S - N e w s l e t t e r 2018 Unternehmensverbund VFBB GABIS DIAG 11

12 August 3. Lessingstraßenfest: Bunt, unterhaltsam und gesellig 31. August 2018: Erneut haben sich die GABIS GmbH und das GPZ (Gemeindepsychiatrisches Zentrum) als Gastgeber zusammengeschlossen und luden zum dritten Mal in Folge zum Lessingstraßenfest ein. Nachbarn, Gäste und Mitwirkende trafen sich in diesem Jahr schon wie gute Bekannte. Darunter die Akteure rund um die Soziale Stadt Speyer-West. Zwischen den Hausnummern 4 und 11 wurde die Lessingstraße zu einem Platz der Geselligkeit, Bewirtung und Begegnung. Beim Stadtteilverein Speyer-West wurden die bunten Westentaschen zum Kauf angeboten. Christa Berlinghoff und Kerstin Ulm informierten über Klima- WEST und den öffentlichen Bücherschrank auf dem Berliner Platz beides Initiativen des Stadtteilvereins Speyer-West e. V. im Rahmen der Sozialen Stadt Speyer-West. Wer wollte, konnte sich am Büchertisch gegen eine kleine Spende Bücher mitnehmen. Über Rezeptkärtchen mit Umwelttipps zum Nachkochen zeigte KlimaWEST auf, wie nachhaltiges Kochen funktionieren kann. Zahlreich kleine Besucher freuten sich über Freundschaftsbändchen und Papierperlenketten, die Kerstin Ulm vorbereitet hatte und zusammen mit den Kindern bastelte. Reich beschenkt zogen sie mit ihren Eltern vom Fest: mit Speyer-West- Luftballons in der Hand, Kettchen am Arm und einem Lächeln im Gesicht. Auch in diesem Jahr zog Grillduft vom GABIS-Gebäude aus über die Straße. Alfred Telkes sorgte als erfahrener Grillmeister zusammen mit seinen Kolleginnen und Kollegen mit Steaks und Würstchen für das leibliche Wohl aller Gäste. Kaffee und leckere Muffins gab es wie immer von den GPZ-Tagesstätte, den Wohngruppen und ihren BetreuerInnen. Darunter allerlei selbst gemachte, kunsthandwerkliche Dekoartikel, die vor dem Zentrum präsentiert wurden. Jede Gruppe und jeder Betreuer bringt eigene Ideen ein, deshalb ist das Angebot so bunt, so Christian Weiß, Fachbereichsleiter beim GPZ. Auf einem selbst gemalten Schild wurde die Firmenbezeichnung GPZ für Besucher übersetzt mit: G = Glück, P = Persönlich und Z = Zukunft. 12

13 Gegenüber präsentierte sich der Marktstand der Lebensmittelinitiative für ein soziales Miteinander e. V. (L.I.F.E.S.) mit geretteten Lebensmitteln, die sich einerseits gegen Lebensmittelverschwendung einsetzen, andererseits Menschen, die plötzlich in Not geraten und bedürftig werden mit Essen versorgen. Von Supermärkten und Privathaushalten holen sie Produkte, die nicht mehr gebraucht werden oder zu viel eingekauft wurden ab und verteilen sie über Abgabestellen und persönliche Netzwerke. Wir retten gute Lebensmittel vor der Tonne und geben diese an Menschen mit Bedarf ab, berichtet Yvonne Sevink, die zusammen mit ihrem Ehemann Sascha Bär im Verein mitarbeitet und regelmäßig hinterm Marktstand steht. Wir verfolgen aber auch einen klaren Bildungsauftrag. Kinder lernen, bewusst mit Lebensmitteln umzugehen, sie nicht zu verschwenden. Dazu gehen wir in Schulen und Kindergärten, so die Sozialarbeiterin weiter. Direkt neben dem Grillstand der GABIS GmbH gab es unter anderem frischen Apfel-Minze-Eistee auch eine Rezeptempfehlung von KlimaWEST. Auf eine 10-jährige Geschichte von sophi der Laden blickte Ladenleiterin Esther Neideck mit ihren Kolleginnen zurück. Was 2008 als Projekt begann, ist heute für Privathaushalte und Firmen im Speyerer Einzugsgebiet nicht mehr wegzudenken. Über die Dankeschön-Aktion im Jubiläumsjahr informierte sie am Infostand zusammen mit ihrer Kollegin Annette Sack. Alle Kunden erhielten von ihren sophi s einen Türanhänger mit Gummibärchen als kleine Aufmerksamkeit für Ihre Kundentreue. Beim Essen und Trinken kommt man gut miteinander ins Gespräch, so GABIS-Geschäftsführer Thomas Cantzler. Er und Christian Weiß waren als Organisatoren sehr zufrieden, dass auch im dritten Jahr so viele Besucher der Einladung gefolgt sind und in die Lessingstraße kamen. J A H R E S - N e w s l e t t e r 2018 Unternehmensverbund VFBB GABIS DIAG 13

14 September Teilnahme mit Bildungsgutschein (FbW) der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters Die Absolventen mit ihren Lehrerinnen, hinten von links nach rechts: Birgit Flügel (Lehrerin), Nikita Jung, Elena Reger, Jennifer Sogla, Hakim Hossaini, Corinna Wienke (Lehrerin), Mustafa Esleem und Ali-Raza Jafari. Vorne: Saleem Hassan, Abdoulalim Idris Hauptschulabschluss geschafft - und dann in die Ausbildung Zeugnisübergabe an acht erfolgreiche Absolventen Speyer, 28. September 2018: Wir haben viel gelernt und viel gelacht, berichtet Jennifer Sogla rückblickend. Sie ist eine der acht Absolventen, die am 28. September 2018 beim VFBB e. V. ihr Berufsreife-Zeugnis erhielten. Vom 5. März bis 29. August 2018 hatten sie täglich vier Stunden Unterricht und zwei Stunden begleitete Lernzeit, die zur Vertiefung der Lerninhalte diente. Im September haben sie ihre schriftliche und mündliche Prüfung erfolgreich abgelegt. Nun sind sie stolz, es geschafft zu haben. Erfolg bestätigt VFBB-Lernkonzept Es war der erste Vorbereitungskurs zur Berufsreife beim VFBB e. V., der eigens für Gruppen von zehn Personen zertifiziert wurde, um eine möglichst effektive Lernatmosphäre zu schaffen und die Perspektive auf einen erfolgreichen Abschluss zu erhöhen. In der Kleingruppe konnten die Lehrkräfte sowohl auf kulturelle Unterschiede als auch auf verschiedene Bildungsstufen oder Sprachkenntnisse individuell eingehen. Selbständiges Lernen wurde in der begleitenden Lernzeit gefördert, in der die Schüler selbst Aufgaben erarbeiten mussten. So konnten sie ein gutes Gefühl für den eigenen Lernfort- schritt entwickeln, hatten aber auch immer eine Lehrkraft für eventuelle Fragen oder persönliche Hilfestellung zur Seite. Lernen soll Spaß machen, so lautet das Motto von Birgit Flügel. Sie und ihre Lehrerkollegin Corinna Wienke sorgen im Unterricht stets für eine gute Atmosphäre. Wenn man bei einem Thema gelacht hat, vergisst man das nicht mehr. Voraussetzung für die Ausbildung Grundlage für berufliche Integration Alle hatten das gleiche Ziel: Den Hauptschulabschluss nachholen, die Berufsreife erlangen und dann eine Ausbildung in Deutschland beginnen können. Der überwiegende Teil der Gruppe verfügt über einen Migrationshintergrund, alle hatten bisher keinen Hauptschulabschluss oder einen Abschluss in ihrem Heimatland, der in Deutschland nicht anerkannt wird. Finanziert wurde die Teilnahme durch einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters, um den Zugang zum Ausbildungsmarkt zu ebnen. Kooperationspartner waren die Realschule plus Römerberg-Dudenhofen, die Siedlungsschule Realschule plus und die Burgfeld Realschule plus, sie führten die Prüfungen mit durch. Zeugnisse, Präsente, Glückwünsche Corinna Wienke und Birgit Flügel, die beiden Lehrerinnen beim VFBB e. V., freuten sich mit ihrem fleißigen Schülern und wünschten ihnen alles Gute für ihre berufliche Zukunft. VFBB- Geschäftsführerin Doris Eberle überreichte kleine Präsente an die Kursteilnehmer und gratulierte ihnen zu ihrem Erfolg. Zusammen mit seinem Kollegen Patrick Hofen übergab Andreas Imgrund, Schulleiter der Burgfeld Realschule plus, die Abschlusszeugnisse an die Absolventen mit den Worten: Sie haben was geschafft, machen Sie was draus! So ging es nach der Prüfung für die Absolventen weiter Vier der acht Absolventen konnten direkt im Anschluss mit einer Ausbildung beginnen, eine weitere Person hatte konkrete Aussicht auf einen Ausbildungsplatz, zwei weitere standen im laufenden Bewerbungsverfahren und ein Teilnehmer wollte seinen Berufswunsch im Praktikum konkretisieren. 14

15 Oktober Zielstrebig in die Ausbildung zur Altenpflegerin Annett Fiedler (rechts) übergibt das B2-Zertifikat im Beisein von Heimleiter Florian Kutschke-Käß an Auszubildende Martina Jukić (links) Frankenthal, 17. Oktober 2018: Der Anfang war sehr schwer aber aufgeben ist mir nie eingefallen, erzählt uns Martina Jukić. Am 1. August 2018 hat sie im Caritas-Altenzentrum Heilig Geist in Frankenthal ihre 3-jährige Ausbildung zur Altenpflegerin begonnen. Am 17. Oktober 2018 besuchen wir sie und ihren Vorgesetzten, Florian Kutschke-Käß, den Leiter der Senioreneinrichtung, die über 80 vollstationäre Pflegeplätze verfügt. Die 30-jährige gebürtige Kroatin berichtet uns im Interview von ihrem Weg zum Einstieg in den Pflegeberuf, der im Februar 2018 beim VFBB e. V. in Ludwigshafen begann. Schon als Kind hatte ich Interesse an medizinischen Themen, erzählt sie. Aber eigentlich hat mich mein Mann auf die Idee gebracht, eine Pflegeausbildung zu machen, erzählt sie und lacht. Seit 2015 ist sie mit ihrer Familie in Deutschland, das Kind besucht mittlerweile die Grundschule. Obwohl noch einige Hürden zu nehmen sind, verfolgt sie ein klares Ziel: die 3-jährige Ausbildung zur examinierten Altenpflegerin schnellst möglich beginnen und alles Notwendige dafür tun. Da sie in Frankenthal wohnt, bewirbt sie sich beim ortsansässigen Caritas- Altenpflegezentrum Heilig Geist für die Ausbildung und wird zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Heimleiter Kutschke-Käß sieht, dass noch einige Zugangsvoraussetzungen geschaffen werden müssen, deshalb liegt die Zusammenarbeit mit VFBB-Mitarbeiterin Annett Fiedler nahe. Seit 2013 kooperiert er bereits mit ihr im Projekt Einstieg in die Pflege. Schritt für Schritt arbeitet Annett Fiedler zusammen mit den Teilnehmenden daran, alle Zugangsvoraussetzungen zu schaffen und somit den Weg in die Pflegausbildung zu ebnen. Frau Jukić hatte zwar starkes Interesse für den Pflegeberuf aber keinerlei Erfahrungen, erklärt Fiedler. Kontakt zum Frankenthaler Altenzentrum hatte sie schon aufgenommen, also ging sie dort ins Praktikum, um sich einen Einblick zu verschaffen. Vorher wurden die Bewerbungsunterlagen ergänzt, ein polizeiliches Führungszeugnis beantragt und alle Formulare für das Personalbüro vorbereitet. Außerdem muss sie die Kinderbetreuung während des 2-Schicht-Betriebes sichern, den Antrag zur deutschen Zeugnisanerkennung stellen und den Nachweis ausreichender Deutschkenntnisse erbringen. Weiterhin ist die Bewerbung um einen Schulplatz bei der Caritas-Fachschule für Altenpflege in Ludwigshafen erforderlich. Annett Fiedler bietet der Teilnehmerin an, an den Vorbereitungen zur B2-Sprachprüfung beim VFBB e. V. teilzunehmen, was sie gerne annimmt. Für das Altenzentrum ist zwar diese Prüfung nicht zwingend notwendig, man verlässt sich eher auf die Überprüfung der Sprachkenntnisse durch die Caritas- Fachschule. Dennoch entspricht die B2-Prüfung dem regulären Zugangsniveau ausländischer Bewerber für eine Ausbildung in Deutschland. Deshalb arbeitet Martina Jukić auf den Prüfungstermin hin. Anfang April 2018 fängt sie im Caritas- Altenzentrum Frankenthal als Praktikantin an. Schon in den ersten vier Wochen findet sie sich so gut ein, dass Ende April bereits die Zusagen der Heimleitung und der Fachschule vorliegen: Am 1. August 2018 kann sie ihre Ausbildung beginnen. Bis dahin arbeitet sie sich weiter ein. So schnell wie bei Frau Jukić liegen die Zusagen für Ausbildungs- und Schulplatz selten vor, erklärt VFBB-Betreuerin Fiedler. Meistens dauert es bis zur Entscheidung drei, vier oder sogar sechs Monate. Aber Scheitern war für Martina Jukić keine Option. Am Anfang waren es sehr viele Informationen und sehr viel Verantwortung. Aber ich habe mir gesagt, das ist nur der Anfang, es wird ja besser, berichtet sie. Schritt für Schritt geht es für Martina Jukić weiter: Im Juni legt sie als externe Teilnehmerin die B2-Prüfung beim VFBB e. V. in Ludwigshafen ab. Im Juli trifft die deutsche Anerkennung ihres bosnischen Abiturzeugnisses ein. Annett Fiedler teilt ihr kurz danach ihr B2-Prüfungsergebnis mit, das mit 282,5 von 300 Punkten sehr gut ist. Frau Jukić kam und sagte ich will, berichtet Kutschke-Käß rückblickend. Sie ist sehr ehrgeizig und fleißig. Wir sind uns sicher, dass sie ihre Ausbildung zielstrebig und gut schaffen wird. Sie selbst sieht es als Vorteil für ihre Pflegeausbildung, schon 30 Jahre alt zu sein. Ich habe schon eine Familie, bin reifer und habe gelernt, Verantwortung zu tragen. Aber länger wollte ich nicht warten, sagt sie. Auf unsere Frage nach ihrer Motivation antwortet sie selbstbewusst: Ich möchte etwas aus meinem Leben machen. Zum Ende unseres Besuches nimmt sie stolz ihr B2-Zertifikat von Annett Fiedler entgegen. Wir bedanken uns für das Interview und wünschen Martina Jukić alles Gute für ihren weiteren beruflichen Weg. Projekt-Finanzierung: GABIS GmbH J A H R E S - N e w s l e t t e r 2018 Unternehmensverbund VFBB GABIS DIAG 15

16 Oktober Umzug: VFBB-Büro Germersheim Großzügig, attraktiv und barrierefrei im neu gestalteten Stadtzentrum Anfang Oktober 2018 ist das Germersheimer VFBB-Team in die neuen Geschäftsräume umgezogen, die sich im renovierten ehemaligen Proviantamt des Germersheimer Kasernenareals befinden. Im ersten Obergeschoß der 300 Quadratmeter großen, modern eingerichteten Geschäftsräume befinden sich fünf Büros, ein EDV-Schulungsraum und ein Seminarraum für jeweils 16 Personen. Weiterhin ein Besprechungs-, ein Server- und ein Kopierraum, eine Teilnehmer- und eine Mitarbeiterküche sowie Sanitäre Anlagen. Für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen ist der barrierefreie Zugang zu den Räumen möglich, da das Gebäude mit ebenerdigem Eingangsbereich, Fahrstuhls sowie einer behindertengerechten Toilette ausgestattet ist. Acht VFBB-Mitarbeiter arbeiten dort in Coachingprojekten, die von der Agentur für Arbeit Landau, dem Jobcenter Landau - Südliche Weinstraße und dem Jobcenter Landkreis Germersheim für unterschiedliche Zielgruppen beauftragt wurden. Darunter sind Langzeitarbeitslose, Bedarfsgemeinschaften, Arbeitssuchende im Bewerbungsprozess, Flüchtlinge und Migranten, sowie arbeitssuchende Menschen mit Behinderung. Alle Maßnahmen haben das Ziel, den Weg zur Integration am Arbeitsmarkt zu ebnen. Weiterhin werden ausbildungssuchende Jugendliche im Projekt "Rückenwind" betreut. Über Begleitung, Coaching und Praktikumsvermittlung können sie sich bis zu zwölf Monate lang für einen Ausbildungsplatz qualifizieren, um anschließend ins erste Ausbildungsjahr zu starten. Finanziert wird "Rückenwind" von der GABIS GmbH. Neue Adresse in Germersheim: An Fronte Diez 2, Gebäude 61, 1. OG Germersheim Telefon: , 16

17 November Nach Familienphase erfolgreich zurück ins Berufsleben VFBB e. V. führt "Perspektive Wiedereinstieg" bereits im sechsten Jahr durch Startklar für den Wiedereinstieg! Unter diesem Motto werden Frauen Schritt für Schritt bei ihrem beruflichen Wiedereinstieg begleitet und professionell unterstützt. Alle verfügen sie über eine abgeschlossene Berufsausbildung oder einen Studienabschluss und mindestens ein Jahr Berufserfahrung. Nach der Familienphase nehmen sie innerhalb des Projekts an Seminaren, Einzel- und Gruppencoachings, EDV-Schulungen und Bewerbungstrainings teil, um den Einstieg aktiv zu gestalten. Ein mögliches Praktikum hilft bei der zielorientierten Jobsuche. Der VFBB e. V. verfügt über vielfältige Erfahrungen im Coaching, der Planung, Begleitung und Realisierung des beruflichen Einstiegs bis zur erfolgreichen Arbeitsvermittlung an allen Standorten und in diversen Projekten. "Perspektive Wiedereinstieg" führt er bereits im sechsten Jahr durch. Durchführung im Auftrag von: Statistische Auswertung Zeitraum Teilnehmerinnen Durch das Projekt haben eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gefunden: 1. Runde 2013/ % 2. Runde 2014/ % 3. Runde 2015/ % 4. Runde 2016/ % 5. Runde 2017/18 Läuft noch bis Runde 2018/19 Startete am Das sagen unsere Teilnehmerinnen: "Ich kann das Projekt 'Perspektive Wiedereinstieg' nur jedem ans Herz legen. Die Mitarbeiter verstehen es auf sehr wertschätzende Weise, alle Teilnehmer zu motivieren, herauszufordern mitzumachen, auch wenn man dabei auch mal mutig sein muss und über seinen Schatten springen muss. Alle Inhalte werden mit hoher fachlicher Kompetenz vermittelt und Fragen jeglicher Art werden mit viel Geduld beantwortet." In Zusammenarbeit mit der Kontaktstelle Frau und Beruf Mannheim-Rhein-Neckar- Odenwald und den Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Frankenthal, der Stadt Speyer, des Rhein-Pfalz-Kreises und der Stadt Ludwigshafen. "Ich habe noch nie so schnell eine Antwort auf eine Frage gefunden, die mich eine Woche lang beschäftigt und regelrecht gelähmt hat. Durch geschicktes und sensibles Nachfragen der Betreuerin im Einzelcoaching hat sich quasi ein Knoten gelöst und ich konnte wieder aktiv werden." "Es ist nicht immer einfach, selbständig von zu Hause aus Bewerbungen zu schreiben (Kinder, Haushalt, Sorgen, sonstige Ablenkungen). Man wird schnell abgelenkt, verliert das Ziel oder wird demotiviert. Das Projekt 'Perspektive Wiedereinstieg' unterstützt jeden, nicht nur bei der Stellensuche und Bewerbungsschreiben, sondern auch persönlich. Sie gehen auf jeden individuell ein und motivieren. Sie sind kompetent und sind bei jedem Anliegen da und geben ihr Bestes, einen zu unterstützen, um an das Ziel zu gelangen." J A H R E S - N e w s l e t t e r 2018 Unternehmensverbund VFBB GABIS DIAG 17

18 Januar -Dezember 2018 Individuelle Bewerbungscoachings - ein Erfolgskonzept Teilnahme mit Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters Seit 2017 führt der VFBB e. V. an allen Standorten Einzel-Bewerbungscoachings durch. Diese richten sich an Personen, die eine schnelle, individuelle und zeitlich begrenzte Unterstützung im Bewerbungsprozess benötigen. Teilnehmende entscheiden selbst, zu welchem Bildungsträger sie gehen Ein Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters kann bei einem Bildungsträger der persönlichen Wahl eingelöst werden. Damit steht der VFBB e. V. in starker Konkurrenz zu anderen Anbietern. Warum entscheiden sich Menschen für den VFBB e. V.? Im Coaching berichten uns Teilnehmende, dass Sie sich zuerst Feedbacks und Bewertungen im Internet angeschaut haben, bevor sie zum VFBB kamen. Weiterhin spielt die Sympathie des zuständigen Coaches eine große Rolle bei der Auswahl für einen Anbieter. "Auf dem Bild im Internet haben Sie sympathisch ausgesehen, da habe ich gedacht, Ihnen kann ich mich anvertrauen." Solche und ähnliche Aussagen hören unsere Coaches oft. Das ist menschlich und nachvollziehbar. Wir leben in einer Zeit, in der nahezu alles bewertet wird: Reiseanbieter, Hotels, die weiterführende Schule fürs Kind und der Facharzt - also auch Bildungsträger. Oft gibt es sehr persönliche Themen im Lebenslauf, deshalb prüfen potenzielle Teilnehmende vorher genau, mit wem sie diese besprechen möchten. Nach Krankheit, Pflege- oder Elternzeit wieder beruflich einsteigen Wer mit komplexen Problemlagen zu Recht kommen muss, ist oft unsicher in seiner Außendarstellung, etwa nach langer Krankheitsphase oder Elternzeit oder wenn der Lebenslauf lückenhaft ist. Alle Coachingteilnehmer erhalten gezielte Unterstützung für den Umgang mit diesen Themen, um die Bewerbungsaktivitäten eigenständig fortführen zu können. Das Bewerbungscoaching ist modular aufgebaut, je nach Bedarf werden einzelne Module oder alle in Anspruch genommen: Modul 1: Optimale Bewerbungsunterlagen (6 Stunden) Modul 2: Fit für's Vorstellungsgespräch (6 Stunden) Modul 3: Umgang mit Besonderheiten, Vorbereitung auf selbständiges Weiterführen des Bewerbungsprozesses (9 Stunden) Erfolgreich durchgeführte Einzel-Bewerbungscoachings (je 21 Unterrichtseinheiten) Personen 2017 Personen (Stand: ) Perfekte Bewerbungsunterlagen, überzeugende Selbstpräsentation, sicheres Auftreten In sechs bis 21 Unterrichtseinheiten werden gemeinsam authentische, marktfähige Bewerbungsunterlagen erstellt sowie eine Selbstpräsentation für Vorstellungsgespräche erarbeitet und eingeübt. Teilnehmende lernen dabei - gerade im Umgang mit schwierigen Fragen - überzeugende Antworten zu formulieren und im Bewerbungsgespräch selbstbewusst aufzutreten. Das Bewerbungscoaching war klar strukturiert, sehr informativ, ich bin gut vorbereitet ins Vorstellungsgespräch gegangen. Im Coaching hat mir besonders der offene, freundliche Umgang gefallen. Es gab viele gute Tipps und Anregungen, sehr schöne, motivierte Zusammenarbeit. Danke schön!! Das Coaching war eine persönliche Hilfestellung, um meinen Weg zu finden. Am Coaching hat mir besonders gefallen, dass es persönlich im 4-Augen-Gespräch stattgefunden hat. Dadurch ist der Lernerfolg sehr hoch. Nochmals herzlichen Dank für Ihre Unterstützung und Mühe. Es war ein tolles Coaching und sehr angenehm mit Ihnen zu arbeiten. 18

19 Positives Feedback: Das sagen unsere Teilnehmer Alle Personen werden am Ende ihres Bewerbungscoachings zur Durchführungsqualität, ihrem persönlichen Nutzen sowie zur Zufriedenheit befragt. Positives Feedback ist die beste Referenz für unsere Arbeit. Lesen Sie hier eine Auswahl der eingegangenen Teilnehmerstimmen. Ich darf Ihnen freudig verkünden, dass es bei mir endlich mit der langersehnten Anstellung geklappt hat... Ich hatte nach Ihrem Bewerbungscoaching einige Vorstellungsgespräche, in denen ich all Ihre Tipps umgesetzt habe und nun hat es endlich geklappt! Ich freue mich sehr auf meinen ersten Arbeitstag! Ich danke Ihnen für Ihre Mithilfe und Unterstützung bei meiner Jobsuche und wünsche Ihnen auf diesem Wege alles, alles Gute! Dass ich ein Feedback zu meinen bisherigen Unterlagen bekommen habe und jetzt ein neues, professionelles Anschreiben und einen Lebenslauf habe, hat mir gut gefallen. Sehr kompetenter Coach. Die Freundlichkeit, die Geduld und das spürbare "sich Zeit nehmen für mich" hat mir besonders gut gefallen. Das Coaching hat mir viel gebracht im Sinne der Perfektionierung meiner Bewerbungsunterlagen und der Sicherheit im Vorstellungsgespräch. Stets sehr zugewandt, individuell, kompetent, mit viel Wissen und Herz. Weiter so! Das Coaching ist so unendlich wertvoll und bereichernd. Vor allem in Lebenssituationen, in denen viel Veränderung ansteht - wo man Mut braucht. Die offene, menschliche und lockere Atmosphäre ist super klasse. Die individuelle Betreuung und Förderung hilft mir bei meiner persönlichen Weiterentwicklung und Zukunftsplanung. Sehr geehrtes Team, ich möchte mich nochmals bei Ihnen bedanken für das Coaching für Bewerbungen, das mich trotz der jahrelangen Erfahrung mit Bewerbern ein großes Stück weitergebracht hat und mir so ermöglichte, eine neue Stelle zu finden. Ich beginne im Juli eine Stelle in Heidelberg, zunächst auf zwei Jahre befristet. Ich hoffe, dass ich mich schnell einarbeiten werde und ich durch mein Wissen und Können einen Festvertrag nach den zwei Jahren erhalte. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Kollegin alles Gute und weiterhin viel Erfolg bei ihren Coachings. Zahlreiche weitere Coachings wurden mit einem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters durchgeführt: Coaching-Angebot Systemisches Coaching (je 48 Unterrichtseinheiten) Unterstützung bei der Bewältigung persönlicher Problemlagen, Hilfe bei der Kontaktaufnahme zu Arbeitgebern - auch für Menschen mit Behinderung Coaching für Migranten und Flüchtlinge (bis zu 154 Unterrichtseinheiten) Kompetenzfeststellung, Begleitung des kompletten Bewerbungsprozesses, Informationen über den deutschen Arbeits- und Ausbildungsmarkt, individuelle Berufswegeplanung, EDV-Training, Fallmanagement und Stabilisierung Azubi-Coaching (je 8 Unterichtseinheiten) Motivationscheck, Bewerbungsunterlagen, Traning für Eignungstests, Selbstdarstellung und Vorstellungsgespräche Personen 2017 Personen (Stand: ) J A H R E S - N e w s l e t t e r 2018 Unternehmensverbund VFBB GABIS DIAG 19

20 Dezember JUGEND STÄRKEN im Quartier geht weiter JUGEND STÄRKEN IM QUARTIER Dreieinhalbjähriger Einsatz im Bundesprogramm zeigt deutliche Erfolge - Zweite Förderphase für die Stadt Speyer in Aussicht: bis Aufsuchende Jugendsozialarbeit und Casemanagement sind die zentralen Aufgaben des VFBB-Teams im Projekt 'JUGEND STÄRKEN im Quartier', das im Auftrag der Stadt Speyer seit 1. Juli 2015 durchgeführt wurde. Zum Jahresende 2018, was gleichzeitig auch Projektende ist, ziehen die Verantwortlichen Bilanz: Die zu Beginn gesteckten Ziele konnten nicht nur erreicht, sondern übertroffen werden. Beim VFBB e. V. wurden 410 Schüler und Jugendliche betreut, 70 Prozent davon wurden für die schulische oder berufliche Bildung aktiviert und vermittelt. Durch das Projekt haben sie ihren Zugang in die unterschiedlichsten Bereiche gefunden (siehe Tabelle unten). Weitere 14 Prozent der Jugendlichen stehen kurz vor einer Vermittlung. Umso erfreulicher ist es für alle Beteiligten, dass der Stadt Speyer bereits die Bewilligung für den vorzeitigen Maßnahmebeginn der nächsten Förderperiode von den zuständigen Bundesministerien vorliegt. Schüler, Jugendliche mit und ohne Migrations- oder Fluchthintergrund, die besonderen Unterstützungsbedarf haben, können wahrscheinlich auch weiterhin von intensivierten Hilfen profitieren. Über 'JUGEND STÄRKEN im Quartier' Seit Beginn im Jahr 2015 waren deutschlandweit 175 Modellkommunen am Bundesförderprogramm beteiligt. Die Stadt Speyer ist eine von 162 Kommunen, die ihre Aktivitäten auch in der zweiten Förderperiode weiterführen und ausbauen möchte. Projekt-Ergebnisse beim VFBB e. V. (Stand: ) Jugendliche betreut: Davon vermittelt: Erfolgsquote: % Diese 285 Jugendlichen wurden vermittelt in: Praktikum Ausbildung Arbeit Aufnahme Schulbesuch Weiterführende Schule Maßnahme (Agenur für Arbeit) Berufsvorbereitende Maßnahme (BVB) Weitere Vermittlungen in Aussicht: Zusatzquote 59 14% Einstiegsqualifizierung Einstiegsqualifizierung Für diese 59 Jugendlichen besteht konkrete Vermittlungsaussicht in: Praktikum Ausbildung Arbeit Aufnahme Schulbesuch Weiterführende Schule Maßnahme (Agenur für Arbeit) Berufsvorbereitende Maßnahme (BVB) Das Programm "JUGEND STÄRKEN im Quartier" wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und den Europäischen Sozialfonds gefördert. 20

21 Dezember "Es geht mir besser, seit ich Musik mache" Gemeinsame Musikbegeisterung, soziale Kontakte, Freundschaften und Stabilität im 'open music project' Speyer Er ist seit April 2017 bei JUSTIQ und macht leidenschaftlich gerne Musik, er hat schon ein paar Technosongs produziert und ein klares Ziel vor Augen: ein Studium an der Mannheimer Popakademie. Auf die Frage, wie er sich in zehn Jahren sieht, antwortet er: "Als berühmter Producer". Die Rede ist von Schaahin Moghimi Rezazade. Der 25-jährige gebürtige Iraner lebt seit drei Jahren in Speyer, seit April 2017 nimmt er am 'open music project' teil, wo er singt und Gitarre spielt. Meistens sind es elf oder zwölf junge Menschen, die sich donnerstags im Jugendcafe Speyer West treffen. "Wenn wir zusammen Musik machen, fühle ich mich gut", sagt Schaahin. "Alle haben gute Laune, es gibt viel positive Energie." "Eine richtige Band ist es noch nicht, weil wir noch nicht alle Instrumente besetzen können, die zu einer Band gehören", erzählt Stephan 'Hering' Cerin, Leiter des Musikprojekts und Mitarbeiter der städtischen Musikschule. "Zwei Gitarren und ein Keyboard sind besetzt, alle singen." Der Lehrer springt immer da ein, wo gerade was fehlt. Er unterrichtet Schlagzeug, Percussion, Ensembles und Bandcoaching und leitet zusammen mit Jutta Brandl, zuständig für Gesangscoaching, das 'open music project' im Rahmen des Bundesförderprogramms 'JUGEND STÄRKEN im Quartier'. Für Schaahin und die Gruppe sind beide Musiklehrer inzwischen wichtige Bezugspersonen geworden. Auf dem Weg zum Wunschstudium an der Popakademie Mannheim hat Schaahin noch einige Hürden zu nehmen. Vor allem wie das deutsche Bildungssystem funktioniert, hat er bei JUSTIQ gelernt: die B2-Prüfung steht im Januar 2019 bevor, anschließend möchte er für sechs Montate in den C1-Kurs gehen. Seine Schulzeugnisse aus dem Heimatland müssen noch übersetzt und anerkannt werden, doch erst mit der bestandenen C1- Prüfung kann er an die Hochschule. All diese wichtigen Informationen hat er vom Jobcenter und von VFBB-Mitarbeiterin Amela Jakupovic erhalten, der Case Managerin bei JUSTIQ. Im Heimatland hat er schon drei Jahre Architektur studiert aber in Deutschland will er nicht mehr von vorne anfangen. "Jetzt will ich nur noch Musik machen, das ist die wichtigste Sache in meinem Leben." Erste gemeinsame Bühnenerfahrungen konnte die Musikgruppe schon sammeln, wobei die Highlights eindeutig die Auftritte bei den zwei JUSTIQ- Abschlussveranstaltungen im November 2018 sind - zunächst im Speyerer Rathaus, dann in Berlin. Wenn der Funke überspringt und das Publikum applaudiert, wird klar: Musik ist ihre gemeinsame Sprache. "Ein Mädchen aus dem Publikum hat ein Video von unserem Auftritt gedreht und es mir dann aufs Handy geschickt", erzählt Schaahin und zeigt stolz, wie er auf der Berliner Bühne den Solopart eines persischen Liebesliedes singt und Gitarre dazu spielt. Alle anderen singen den Refrain, den er ihnen in seiner Muttersprache beigebracht hat. Das 'open music project' wurde als sogenanntes Mikroprojekt von den beiden JUSTIQ-Koordinatorinnen der Stadt Speyer, Bettina Baldauf und Michaela Fischer-Heinrich, in Zusammenarbeit mit der städtischen Musikschule ins Leben gerufen. Mit der Musikgruppe und ihren Lehrern waren sie vom 14. bis 16. November 2018 bei der Abschlussveranstaltung der ersten Förderphase in Berlin. Mit viel Elan starten sie in die zweite Projektrunde sobald der Bewilligungsbescheid vorliegt. "Die jungen Leute profitieren von den sozialen Kontakten, hier sind schon einige Freundschaften entstanden. Durch die regelmäßigen Proben gewinnen sie an Stabilität, wobei die Auftritte natürlich echte Highlights für sie sind. Die Abschlussveranstaltung in Berlin war ein tolles Erlebnis für die Gruppe!" Stephan 'Hering' Cerin Unter seinem Künstlernamen 'DJ Morez' hat Schaahin bereits sechs Technotitel komponiert und auf veröffentlicht JUSTiQ - ein sehr sinnvolles Projekt zur Begleitung von jungen Menschen beim Übergang Schule Beruf. Wir freuen uns über eine Fortsetzung von 2019 bis 2022 und möchten die zu erreichenden Zielgruppen erweitern." Bettina Baldauf Dass wir dank unserer Weiterleitungsträger VFBB e. V. und Caritas-Zentrum Speyer sowie mit unseren Mikroprojekten 560 junge Menschen mit JUSTiQ erreichen konnten, übertrifft all unsere Erwartungen! Michaela Fischer-Heinrich J A H R E S - N e w s l e t t e r 2018 Unternehmensverbund VFBB GABIS DIAG 21

22 Dezember BIWAQ - Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier Aus- und Weiterbildung, Qualifizierung, Coaching, Vermittlung & Beschäftigung Drei Jahre lang war das "Job-lokal" als Dienstleistungszentrum Speyer West direkte Anlaufstelle für Teilnehmende des Projekts "BIWAQ". Im Auftrag der Stadt Speyer und mit Bundesförderung erhielten arbeitssuchende und langzeitarbeitslose Anwohner zielführende Unterstützungsangebote. Dazu zählten passgenaue Hilfen im Bewerbungsprozess, umfassende Information und Beratung rund um den Arbeitsmarkt. Individuelle Coachings, am persönlichen Bedarf orientierte Qualifizierungen und Weiterbildungsangebote und sowie die Vermittlung in Praktikum, Ausbildung oder Arbeit. Durch Aktivierung, Coaching und Förderung konnte vielen Menschen der Weg zum Arbeitsmarkt erfolgreich geebnet werden. Besonders Alleinerziehende, Personen mit Flucht- oder Migrationshintergrund und Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf haben davon profitiert. Ergebnisse der Quartiersarbeit beim VFBB e. V. Teilnehmer gesamt: 329 Davon vermittelt: 191 Erfolgsquote: 58% Diese 191 Personen wurden vermittelt in: Ausbildung Langzeitpraktikum mit Arbeit Selbständigkeit Minijob anschl. Ausbildung Die Geschlechterverteilung der Teilnehmenden: Frauen Männer 329 Personen gesamt 218 mit Migrationshintergrund 77 Alleinerziehende 191 Vermittlungen Das Projekt "Dienstleistungszentrum Speyer-West - Soziale Teilhabe in sinnvollen Jobs" wird im Rahmen des ESF-Bundesprogramms "Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quarter - BIWAQ" durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und den Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert. 22

23 Dienstleistungszentrum Speyer-West Im gesamten Projektzeitraum gab es zielführende Qualifizierungsmaßnahmen, Workshops und Infoveranstaltungen, die bedarfsorientiert und zielführend durchgeführt wurden. Hier die Übersicht: Qualifizierungsangebote Personen Dauer Betriebswirtschaftliche Kompetenz - Finanzbuchführung, Abschluss mit Prüfung "Fachkraft Finanzbuchführung" 11 4 Monate Einstiegsqualifikation Lager/Logistik, 8 2 Wochen Theorie und Praxis EDV-Grundkurs 10 4 Wochen Workshops Workshop "Zielsucher" für Arbeitssuchende 10 2 Wochen Workshop "Zielsucher" für Ausbildungssuchende 10 1 Woche Workshop Eigene Stärken erkennen und richtig 7 4 Stunden einsetzen Workshop Vorstellungsgespräch 6 4 Stunden Workshop Netzwerke 3 4 Stunden Workshop Jobbörse 6 4 Stunden Bewerbungstraining 7 2 Wochen Infoveranstaltungen Thema Ausbildung: der deutscher Ausbildungsmarkt und das duale System bei der IHK Pfalz Zeugnisanerkennung /Anerkennung von Berufsabschlüssen mit IQ Netzwerk So arbeiten Personaldienstleister - mit GABIS GmbH Beruf mit Handicap, Austausch von Personen im Rollstuhl 25 2 x 1,5 Stunden 16 1,5 Stunden 8 1,5 Stunden Treffen monatlich Themen der Coachingarbeit Professionelle Bewerbungsunterlagen Qualifizierung Finanzbuchführung Durchführung mit finanzieller Unterstützung der GABIS GmbH GABIS GmbH J A H R E S - N e w s l e t t e r 2018 Unternehmensverbund VFBB GABIS DIAG 23

24 Vorschau 2019 Deutsch B2 für ausländische Pflegekräfte Kompetent und sicher im deutschen Pflegealltag kommunizieren Umschulung Industriemechaniker startet im April 2019 Durchführung zum vierten Mal im "Speyerer Modell" Am 15. November 2018 fand beim VFBB e. V. in Speyer ein Infotag zur Umschulung statt, alle Interessenten absolvierten Ende November Eignungstests in Deutsch, Mathematik und technischem Verständnis, anschließend nahmen sie an Bewerbungsgesprächen teil. Die Bewerbungsphase läuft noch bis Ende Januar Umschulungsstart für diesen vierten Durchlauf ist am 1. April 2019, nach 28 Monaten endet sie mit der Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse der IHK im Juni Nach dem ersten Start hatten 16 Personen diese Umschulung im Jahr 2016 erfolgreich abgeschlossen, im Folgejahr konnten über das "Speyerer Modell" 13 Fachkräfte generiert werden. 17 Personen der dritten Umschulungsgruppe haben im September 2018 ihre Prüfung Teil 1 mit der Durchschnittsnote 2,1 abgelegt, sie werden im Mai 2019 ihre IHK-Abschlussprüfung absolvieren und dann dem Arbeitsmarkt als gefragte Fachkräfte zur Verfügung stehen. Mit diesem Kurs können sich ausländische Pflegefachkräfte der Bereiche Alten-, Kranken- oder Entbindungspflege oder der Physiotherapie in sechs Monaten die Fähigkeit erwerben, Fachgespräche mit Muttersprachlern fließend führen und verstehen zu können. Nach der Prüfung beherrschen sie die spontane, routinierte Verständigung im Rahmen der pflegerischen Handlungsfelder sowie im Umgang mit Kollegen, Vorgesetzten und Patienten über berufsbezogene und Alltagsthemen. Der Kurs startet bereits ab drei Teilnehmenden und mit maximal 15 Personen, alle Inhalte werden praxisorientiert vermittelt, auch im praktischen Umfeld. Er endet mit der Prüfung 'Telc Deutsch B1/B2 in der Pflege'. Die nächsten Termine sind: 1. Kurs: Kurs: Weitere Informationen unter Umzug im Januar 2019: Zwei Landauer Büros werden eins VFBB- und GABIS-Mitarbeiter der beiden Landauer Büros in der Schneiderstraße 19 und Horstring 14 werden im Januar 2019 in gemeinsame Räumlichkeiten umziehen. Am neuen Standort in der Lise-Meitner-Straße 8 stehen künftig 300 Quadratmeter als Büro- und Schulungsräume zur Verfügung. Neue Adresse in Landau: Lise-Meitner-Straße 8, Landau Telefon: Impressum Herausgeber: VFBB Verein zur Förderung der beruflichen Bildung e. V. Heinrich-Heine-Straße Speyer Telefon: Fax: Jahresausgabe VFBB e. V. Auflage: 500 Exemplare Verantwortlich im Sinne des Presserechts: Doris Eberle, Geschäftsführerin VFBB e. V. Heinrich-Heine-Straße Speyer Telefon: Redaktion: Beate Sitzenstuhl Presse- und Öffentlichkeitsarbeit VFBB e. V. Telefon: Fotos: VFBB oder siehe Einzelnachweis an den jeweiligen Fotos 24