Erziehung & Wissenschaft 12/2012 Zeitschrift der Bildungsgewerkschaft GEW. Menschenwürde statt Rassismus

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1 Erziehung & Wissenschaft 12/2012 Zeitschrift der Bildungsgewerkschaft GEW Menschenwürde statt Rassismus

2 2 Gastkommentar Dierk Borstel Foto: privat In der Mitte der Gesellschaft Mit Solingen, Rostock, Hoyerswerda und Mölln verbinden viele Menschen die rechtsextreme Mord- und Gewaltserie Anfang der 1990er-Jahre. Flüchtlingsheime sind angezündet, Menschen auf offener Straße gejagt und Städte unter dem Beifall vieler Bürgerinnen und Bürger zu ausländerfreien Zonen erklärt worden. Die Zivilgesellschaft reagierte mit Lichterketten, solidarisierte sich mit den Opfern. Die politische Antwort war weniger eindeutig. Die Politik hat rechtsextreme Gruppen zwar verboten z. B. die Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei. Angela Merkel (CDU), damals Bundesjugendministerin, legte ein Präventionsprogramm auf. Im Zentrum der öffentlichen Debatte stand jedoch der massive Eingriff in das Grundrecht auf Asyl. Damit haben Politik und Medien die Opfer zum eigentlichen Problem erklärt. Vor Ort zeigten sich viele Kommunen damit überfordert, die Flüchtlinge unterzubringen. Die Änderung des Grundgesetzes mit den Stimmen der SPD, CDU/CSU und FDP haben viele Gemeinden, aber eben auch die rechtsextreme Szene begrüßt. Die interpretierte das als Handlungssignal: Gewalt gegen Migranten lohnt sich, um politische Veränderungen zu erreichen. Heute blicken wir auf eine Kontinuität von 20 Jahren ungebrochener rechtsextremer Gewalt zurück. Vor allem Rostock- Lichtenhagen stand auch für einen Rassismus jenseits rechtsextremer Zirkel. Zahlreiche bis dato unauffällige Anwohner beteiligten sich an den Ausschreitungen und applaudierten den Brandstiftern. Jetzt scheinen solche tagelangen Pogrome keine Chance mehr zu haben. Von einer grundlegenden Entwarnung kann trotzdem keine Rede sein. Einiges deutet darauf hin, dass die Debatte um Asylbewerber neu und nicht unbedingt konstruktiv wieder aufflammt. In den vergangenen Wochen und Monaten hat sich deren Zahl deutlich erhöht. Viele Kommunen mussten für sie neue Einrichtungen als Aufenthaltsorte suchen. Die Flüchtlinge menschenwürdig unterzubringen steht somit wieder auf der kommunalen Agenda. Ein souveräner Umgang mit dieser gesellschaftlichen Herausforderung ist noch lange nicht selbstverständlich. Denn rassistische und fremdenfeindliche Einstellungen in der Gesellschaft sind nach wie vor stark verbreitet. In der Bielefelder Untersuchung zu den Deutschen Zuständen des Gewaltforschers Wilhelm Heitmeyer stimmten 2011 immerhin 12,8 Prozent der repräsentativ Befragten in Deutschland der Parole zu, dass die Weißen zu Recht führend in der Welt seien. Fast jeder Dritte meinte, dass man Ausländer in ihre Heimat zurückschicken solle, wenn Arbeitsplätze knapp würden und über 40 Prozent gaben an, ein Problem damit zu haben, wenn sich Sinti und Roma in ihrer Gegend aufhielten (s. Seiten 20-21). Fest steht: Sich mit Rassismus auseinanderzusetzen ist schwieriger, als sich gegen Rechtsextremismus zu positionieren. Geht es um Rechtsextremismus, bilden sich zwei Lager: die bösen Rechtsextremisten und die gute demokratische Gesellschaft. Rassismus lässt sich jedoch nicht im gleichen Maße plakativ begrenzen. Er schlummert in der Mitte der Gesellschaft. Selbst die Gewerkschaften kennen das Problem in den eigenen Reihen. Ressentiments und Fremdenhass als Dauerzustände gehören zum Alltag. Weite Teile Ostdeutschlands gelten bei Migranten noch immer als unbetretbar. Das mag vielen Kommunen nicht gerecht werden, basiert aber auf leidvollen Erfahrungen von Opfern rassistischer Gewalt. Eine ernsthafte Aufarbeitung der Anschlagswelle Anfang der 1990er-Jahre steht trotz zahlreicher positiver Veränderungen immer noch aus. Die Auseinandersetzung mit Rassismus jenseits des Rechtsextremismus ist auf elitäre Zirkel begrenzt. Und noch immer gibt es in den Städten und Gemeinden eine große Unsicherheit im Umgang mit Flüchtlingen. Die rechtsextreme Szene schlägt weiterhin zu. An all das hat sich die Mitte der Gesellschaft gewöhnt. Dierk Borstel, Professor für praxisorientierte Politikwissenschaften an der Fachhochschule Dortmund

3 Inhalt 3 Schwerpunkt: Menschenwürde statt Rassismus Seite 6 ff. Foto: dpa Fair Childhood: Weihnachtsaktion der GEW-Stiftung Seite 39 Foto: Steffen Welzel Tarifrunde 2013: Mitgliederwerbeaktion, Oversize- Beihefter in der Mitte der E&W Mal ehrlich Logo: zplusz Prämie des Monats Seite 5 Inhalt Gastkommentar In der Mitte der Gesellschaft: Rassismus Seite 2 Impressum Seite 3 Auf einen Blick Seite 4 Prämie des Monats Seite 5 Schwerpunkt: Menschenwürde statt Rassismus 1. Unterstützung statt Moral-Keule Seite 6 2. Interview mit Sanem Kleff: Jeder ist ein Mensch Seite 9 3. Die Grenze von Kurt Tucholsky Seite 9 4. Kein Thema in der Lehrerausbildung Seite Verein Mach meinen Kumpel nicht an! Seite Interview mit Professor Rolf Pohl: Erschrecken über die eigene Fremdheit Seite Bildung gegen Vorurteile Seite Inklusion für Sinti und Roma Seite 20 Bildungspolitik 1. E&W-Länderserie zur aktuellen Bildungspolitik: Hessen: Streit ums Turbo-Abi Seite Grundschul-Bundesländervergleich: Eitle Selbstbestätigung Seite 24 Dialog Zeitschrift für Seniorinnen und Senioren in der GEW Seite 25 Gesellschaftspolitik GEW-Kommentar zur EU-Sparpolitik: Ohne Legitimation die Troika Seite 29 Hochschule Leuchtturmprojekte auf Sand gebaut Seite 30 Jugendhilfe 1. Kita Quereinsteiger: Noch mal Azubi Seite GEW-Kommentar: Qualitätspakt für Bildung und Erziehung Seite 35 Fair Childhood 1. Blut-Erze in unseren Autos Seite GEW-Ideenwettbewerb: Was können wir tun? Seite Besuch der Hilfsprojekte in Indien: Plötzlich ist alles anders Seite Weihnachtsspendenaktion Seite 39 Recht und Rechtsschutz Seite 40 BFW: Sterbegeldversicherung Seite 41 Leserforum Seite 44 GEW-Intern Nachrufe: Siegfried Vergin und Paul Unger Seite 44 Diesmal Seite 48 Titel: Werbeagentur Zimmermann Die E&W-Redaktion wünscht allen Leserinnen und Lesern ein frohes Fest, erholsame Feiertage und einen guten Start ins Neue Jahr! Impressum Erziehung und Wissenschaft Allgemeine Deutsche Lehrerzeitung 64. Jg. Herausgeber: Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft im Deutschen Gewerkschaftsbund Vorsitzender: Ulrich Thöne Redaktionsleiter: Ulf Rödde Redakteurin: Helga Haas-Rietschel Redaktionsassistentin: Renate Körner Postanschrift der Redaktion: Reifenberger Straße 21, Frankfurt a. M., Telefon (069) , Telefax (069) , Internet: Redaktionsschluss ist in der Regel der 7. eines jeden Monats. Erziehung und Wissenschaft erscheint elfmal jährlich. Gestaltung: Werbeagentur Zimmermann, Heddernheimer Landstraße 144, Frankfurt Für die Mitglieder ist der Bezugspreis im Mitgliedsbeitrag enthalten. Für Nichtmitglieder beträgt der Bezugspreis jährlich Euro 7,20 zuzüglich Euro 11,30 Zustellgebühr inkl. MwSt. Für die Mitglieder der Landesverbände Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg- Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen werden die jeweiligen Landeszeitungen der E&W beigelegt. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Rezensionsexemplare wird keine Verantwortung übernommen. Die mit dem Namen des Verfassers gekennzeichneten Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers dar. Verlag mit Anzeigenabteilung: Stamm Verlag GmbH, Goldammerweg 16, Essen Verantwortlich für Anzeigen: Mathias Müller, Tel. (0201) , Telefax (0201) , gültige Anzeigenpreisliste Nr. 38 vom , Anzeigenschluss ca. am 5. des Vormonats E&W wird auf 100 Prozent chlorfrei gebleichtem Altpapier gedruckt. ISSN

4 4 Auf einen Blick Streiken für einen Demografie-Tarifvertrag: angestellte Lehrkräfte in Sachsen Foto: GEW Sachsen EU bestätigt Schulbesuchspflicht Die deutsche Schulbesuchspflicht verstößt nicht gegen EU- Recht. Mit dieser Begründung hat die EU-Kommission eine Beschwerde Bremer Schulverweigerer zurückgewiesen. Die Söhne der Familie Neubronner wurden seit 2005 illegal zu Hause unterrichtet, nachdem sie als Grundschüler über Albträume, Bauch- und Kopfschmerzen geklagt hatten flüchtete der Vater mit ihnen nach Frankreich, dort wird Hausunterricht toleriert. Nach Neubronners Ansicht verletzt die Schulbesuchspflicht die Niederlassungsfreiheit und Freizügigkeit von EU-Bürgern konkret die der rückkehrwilligen Bremer. Laut EU-Kommission fällt die Gestaltung des Bildungssystems jedoch in die Zuständigkeit der einzelnen Staaten. Bürgerinnen und Bürger könnten nicht verlangen, dass ihr heimatliches Bildungssystem an das anderer EU-Staaten angepasst werde. stg Sachsen: über Lehrkräfte im Warnstreik! An drei Tagen haben die Lehrkräfte in Sachsen Mitte November gestreikt. Über Kolleginnen und Kollegen beteiligten sich an den Aktionen. Sie verliehen damit ihren Forderungen nach einem Demografie-Tarifvertrag, gerechter Bezahlung und zusätzlichen Lehrerstellen Nachdruck. Den Höhepunkt erreichten die Aktionen am dritten Tag in den Regionen Leipzig, Bautzen, Görlitz, Zwickau und Plauen. Hier legten rund Lehrkräfte aus Protest gegen die Politik der Landesregierung die Arbeit nieder. Bereits an den beiden Vortagen waren in den Regionen um Dresden und Chemnitz Lehrkräfte dem Aufruf der GEW gefolgt. In Dresden betonte GEW-Landesvorsitzende Sabine Gerold vor 3000 Streikenden den langen Atem der sächsischen Lehrkräfte: Seit zwei Monaten bieten wir der Landesregierung an, bei der Gestaltung des Generationenwechsels in den Lehrerzimmern mitzuwirken. Doch Finanzminister Georg Unland (CDU) ignoriert das hartnäckig. Diese Gutsherrenmentalität empört die Lehrerinnen und Lehrer in zunehmendem Maße. Sie geben mit ihren Streikaktivitäten die richtige Antwort. Sollte der Finanzminister Tarifgesprächen zur Altersteilzeit auch nach den Warnstreiks eine Absage erteilen, folgen weitere Aktionen. Der bisherigen Weigerung der schwarz-gelben Landesregierung, über eine Altersteilzeitregelung nachzudenken, entgegnete GEW-Sprecher Uwe Preuss während der Kundgebung in Chemnitz: Wir sind kein kleiner Verein, den man einfach ignorieren kann. Wir wollen für unsere Kolleginnen und Kollegen den Generationenwechsel in den Lehrerzimmern mitgestalten und nicht irgendwelche Notprogramme übergestülpt bekommen. Die Landesregierung ist gut beraten, auf das Gesprächsangebot der GEW einzugehen, betonte Ilse Schaad, für Angestelltenund Beamtenpolitik verantwortliches GEW-Vorstandsmitglied. Im Bundesländervergleich werden die sächsischen Lehrkräfte am schlechtesten bezahlt. Deshalb macht sich die GEW bei der Eingruppierung der Lehrerinnen und Lehrer für eine bundesweite, einheitliche Regelung per Tarifvertrag stark. E&W berichtet ausführlich in der Januarausgabe. Weitere Informationen und Beiträge finden sich auf den Internetseiten der GEW (www.gew.de, Außerdem gibt es Videoclips von den Aktionen und der Pressekonferenz im YouTube-Kanal der GEW: Spenden für New Yorker Hurrikanopfer Der Heinrich-Rodenstein-Fonds der GEW bittet um Spenden für die New Yorker Hurrikanopfer. Sandy hat Ende Oktober an der US-Ostküste eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Mehr als 100 Menschen haben bei dem Sturm in den USA ihr Leben verloren. Die New Yorker Lehrergewerkschaft UFT beklagt zwei tote Mitglieder. Zahlreiche Häuser in der Millionenmetropole wurden zerstört. Viele Menschen sind obdachlos geworden, auch Lehrerinnen und Lehrer. Die UFT hat einen Hilfsfonds eingerichtet und bereits mehr als tausend Anfragen von Mitgliedern erhalten, die sich nach dem Wirbelsturm in Notlagen befinden. Der Rodenstein-Fonds leitet die in Deutschland gesammelten Spenden an den UFT-Fonds weiter. Heinrich-Rodenstein Fonds, SEB Bank Frankfurt/Main Konto , BLZ Stichwort: Hurrikan Sandy Solidarität mit der Frankfurter Rundschau Die Frankfurter Rundschau (FR) hat im November Insolvenz angemeldet. Die Gehälter und Arbeitsplätze der Beschäftigten sind nur noch bis Ende Januar 2013 gesichert. Für die Menschen in Deutschland ist die kritische Stimme der FR im Medienchor der Republik unverzichtbar. Ohne die FR würde die Medienlandschaft deutlich ärmer. Redakteurinnen und Redakteure der Rundschau haben über viele Jahre hinweg die Berichterstattung der E&W mit hervorragenden Beiträgen zur Bildungs-, Finanz- und Gesellschaftspolitik bereichert. Dafür danken wir ihnen sehr und unterstützen sie solidarisch bei ihrem Kampf um ihre Arbeitsplätze und den Erhalt der Zeitung. Auch die Leserinnen und Leser der E&W können einen Beitrag leisten: mit unterstützenden Schreiben, der Unterschrift für die Unterschriftensammlung des Betriebsrates und durch ein Solidaritätsabo, das unter bestellt werden kann. Ulf Rödde, Redaktionsleiter der Erziehung und Wissenschaft

5 Mitmachen lohnt sich für jedes neu geworbene GEW-Mitglied unternehmen Sie etwas gegen die Ungerechtigkeit in der Welt.* Prämie des Monats Dezember: 30 Euro Spende für Fair Childhood oder den Heinrich-Rodenstein-Fonds fair childh d GEW-Stiftung Bildung statt Kinderarbeit Neues Mitglied werben und Prämie online anfordern unter *Dieses Angebot gilt nicht für Mitglieder der GEW- Landesverbände Niedersachsen und Thüringen. Keine Lust auf unser Online-Formular? Fordern Sie den Prämienkatalog an! Per Per Telefon: 0 69 / oder per Coupon: # Bitte in Druckschrift ausfüllen. Vorname/Name Straße/Nr. PLZ/Ort GEW-Landesverband Telefon Bitte den Coupon vollständig ausfüllen und an folgende Adresse senden: Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Reifenberger Straße 21, Frankfurt a. M., Fax: 0 69 / Fax E&W-Prämie des Monats Dezember 2012/Spende

6 6 Menschenwürde statt Rassismus Unterstützung statt // Schulen, die Rassismus bekämpfen wollen, brauchen mehr als Einzelveranstaltungen für Schülerinnen und Schüler: nämlich langfristige Unterstützung und die Einsicht, dass sich auch Lehrkräfte mit möglichen eigenen Vorurteilen auseinandersetzen sollten. // Ja, wir haben an unserer Schule Rassismus genau in dem Maße, wie es ihn in der Gesellschaft gibt. Kaum jemand spricht gerne darüber doch Vera Jaspers, seit 25 Jahren Lehrerin am Berliner Oberstufenzentrum für Logistik, Touristik, Immobilien und Steuern (kurz: OSZ Lotis)* und seit Anfang November dort Schulleiterin, geht das Thema Rassismus gemeinsam mit ihrem Kollegium offen an. Eine besondere Herausforderung an einer Schule, die als berufliches Gymnasium, Fachoberschule, Berufsschule und mit verschiedenen Qualifizierungsangeboten knapp 3000 Jugendlichen und jungen Erwachsenen ganz unterschiedliche Abschlüsse und damit Zukunftsperspektiven bietet. Die Schülerinnen und Schüler kommen aus allen Stadtteilen an das Oberstufenzentrum im Bezirk Tempelhof, und nicht alle etwa die 1500 Berufsschüler verbringen jeden Tag der Woche dort. Das mache es schwierig, Identifikation mit der und Engagement für die Schule herzustellen, sagt OSZ-Lehrer Jörg Zimmermann. Zudem gebe es neben vielfältiger ethnischer Herkunft der Schülerschaft auch so etwas wie Underdogs und Upperclass : Wer beispielsweise gleichzeitig mit dem Abitur noch die Ausbildung zum Steuerfachangestellten absolviert, bringt meist andere Voraussetzungen mit als jene, die versuchen, hier den Mittleren Abschluss zu schaffen, betont der Pädagoge. Das kann zu Konflikten führen: Seit vielen Jahren gibt es am OSZ Lotis deshalb Mediationsausbildungen und Konflikttraining. Als Teil des Netzwerks Schule ohne Rassismus Schule mit Courage (SOR-SMC, s. Interview S. 9), dem die Schule seit 2009 angehört, sei es leichter, Heranwachsende für ein Engagement gegen Diskriminierungen zu gewinnen, sagt Mathe-, Geografie- und Sozialkundelehrer Zimmermann. Zwei Preise hat die Schule für ihren Einsatz bereits bekommen, der nicht nur aus dem obligatorischen jährlichen SOR-Projekttag, sondern aus kontinuierlichen Aktivitäten besteht. Konflikte dürfen nicht gedeckelt, sondern müssen ausgetragen werden, so die Haltung von Jaspers und Zimmermann: Wenn man im Unterricht über Demokratie redet und merkt, dass manche junge Menschen immer wieder rechte oder ausländerfeindliche Sprüche und Parolen benutzen, muss man sich damit auseinandersetzen, betont Zimmermann. Beispielsweise mit Veranstaltungen über Neonazi-Symbole oder den Umgang mit rechtsextremer Argumentation, die externe Kooperationspartner anbieten. Die Teilnahme ist immer freiwillig. In regelmäßigen Workshops werden die Klassensprecher darüber informiert, können Themen selbst anregen und mitbestimmen. Auch für die Lehrkräfte des OSZ gibt es entsprechende Fortbildungen. Es ist wichtig, dass das Kollegium an einem Strang zieht, unterstreicht Schulleiterin Jaspers. Rechte Parolen geächtet Michael Hammerbacher begleitet und berät Lehrkräfte und Schüler des OSZ Lotis bei ihrem Engagement gegen Rassismus. Der Erziehungswissenschaftler leitet das Berliner Projekt OSZ gegen rechts **, hilft bei Konzeptentwicklungen oder vermittelt Kooperationspartner, die Workshops und Schulungen anbieten. So hat Hammerbacher mit seinen Kolleginnen und Kollegen Tipps entwickelt, wie rechtsextreme Symbole und Parolen per Schulordnung geächtet werden können eine wichtige rechtliche Grundlage für diskriminierungsfreie Schulen. Wichtig für die nachhaltig wirkungsvolle Bekämpfung von Rassismus sei, die gesamte Schule für das Thema Foto: David Oliveira zu sensibilisieren und dauerhaftes Engagement zu sichern. Dafür müssten Schulen unterstützt und vernetzt werden. Berlin habe zwar eine hohe Dichte entsprechender Projekte: Es gibt Ansprechpartner für jeden Bereich von Diskriminierung, so Hammerbacher. Aber es gibt kein koordiniertes Vorgehen im Bereich der Prävention. Das ist ein großes Problem. Ja, wir haben an unserer Schule Rassismus genau in dem Maße, wie es ihn in der Gesellschaft gibt, sagt Vera Jaspers, Schulleiterin am Berliner Oberstufenzentrum (OSZ) Lotis. Als Teil des Netzwerks Schule ohne Rassismus Schule mit Courage, dem die Schule seit 2009 angehört, sei es leichter, Heranwachsende für ein Engagement gegen Diskriminierungen zu gewinnen, ergänzt Mathelehrer Jörg Zimmermann.

7 Menschenwürde statt Rassismus 7 Moral-Keule Ob sich Schulen dem Thema Rassismus stellen, hängt oft von der Initiative einzelner Pädagogen ab. Das ist auch die Erfahrung Frank Metzgers, der als Mitarbeiter des Antifaschistischen Pressearchivs und Bildungszentrums Berlin (apabiz)*** Workshops über Rechtsextremismus und Neonazis an Schulen veranstaltet auch in Zusammenarbeit mit Schule ohne Rassismus ****. Seit den Enthüllungen über die rassistischen Morde der rechtsextremen Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) steige die Nachfrage nach den apabiz-seminaren deutlich, so der Experte. Er wird längst nicht mehr nur an Schulen in Berlin und Brandenburg eingeladen. Doch auch Metzger legt Wert darauf, dass das Thema nicht nur in Einzelveranstaltungen mit Schülern behandelt wird. Es ist wichtig, die Kollegien einzubeziehen, damit sich diese auch mit dem Thema auseinandersetzen. Ressentiments seien dort ebenso wie unter Jugendlichen vorhanden, und haben noch viel fatalere Auswirkungen, sagt Metzger. Allerdings schränkt er ein: Deutlich rassistische oder rechtsextreme Äußerungen von Lehrkräften sind mir höchst selten begegnet. Aber

8 8 Menschenwürde statt Rassismus Das OSZ Lotis bietet knapp 3000 Jugendlichen und jungen Erwachsenen unterschiedliche Abschlüsse und damit Zukunftsperspektiven. Die Teilnahme an Workshops über den Umgang mit rechtsextremer Argumentation ist für die Schülerinnen und Schüler immer freiwillig. Auch für die Lehrkräfte des OSZ gibt es entsprechende Fortbildungen. Fotos (2): David Oliveira ich habe durchaus schon die Erfahrung gemacht, dass es auch unter ihnen Einstellungen und Haltungen gibt, die mich bewogen haben, mal ein Antirassismustraining zu empfehlen. Umgang mit Rassismus Carl Chung leitet das Mobile Beratungsteam Ostkreuz für Demokratieentwicklung, Menschenrechte und Integration ***** in Berlin. Mit seinem Team berät er auch Schulen beim Umgang mit Rassismus und Diskriminierung. Der Diplompolitologe spricht aber lieber vom Umgang mit Vielfalt, Diversity interkulturelle Kompetenz als Fähigkeit, um wahrzunehmen, was fremd macht und sieht manche pädagogische Angebote, die Toleranz fördern wollen, durchaus kritisch. Diskriminierendes Verhalten von Pädagoginnen und Pädagogen könne eine Ursache für Probleme zwischen Schülern unterschiedlicher Herkunft sein, räumt Chung ein: Etwa, wenn Konflikte in einer Klasse nicht in ihrer Mehrdimensionalität begriffen, sondern ethnisiert würden. Aber: Wo hätten Lehrkräfte es denn anders lernen sollen? Die meisten pädagogischen Ansätze von Schule in multikultureller Gesellschaft seien ebenso wie auch viele Angebote zur Lehrerfortbildung sowie Projektangebote für Schüler ethnozentriert, kritisiert Chung. Wenn beispielsweise am Projekttag gegen Rassismus das obligatorische Trommeln im afrikanischen Kulturzentrum stattfände oder Homophobie allein als Problem muslimischer Jungen verstanden würde. Solch eine Unterteilung in Die-und- Wir-Kategorien könne auch kippen, sagt Chung: Zum Beispiel dann, wenn Lehrkräfte unter extrem schwierigen Bedingungen arbeiteten. Häufig seien manche irgendwann nicht mehr imstande, schwierige Verhältnisse in den Klassen diskriminierungsfrei zu beschreiben, erklärt Chung. Es bringt aber nichts, immer nur auf der Sprache der Pädagogen herumzuhacken. Das führt nur zu der Reaktion: Dann bin ich eben Rassist! Es gehe stattdessen um Zuhören und darum, Erfahrungen ernstzunehmen: Unterstützung statt Moral- Keule!, unterstreicht er. Sanem Kleff, Geschäftsführerin von Schule ohne Rassismus, plädiert in diesem Zusammenhang für regelmäßige und selbstverständliche Supervisionsgruppen für Lehrkräfte und die feste Verankerung des Umgangs mit Rassismus und Diskriminierung in der Lehrerausbildung. Auch das OSZ Lotis setzt nicht nur auf Fortbildungen für Beschäftigte, sondern vor allem auf Offenheit und gegenseitige Unterstützung im Kollegium. Wer in einem Lehrerzimmer hört, er komme mit seinen Schülern nicht klar, sobald er Probleme und diskriminierende Verhaltensweisen in der Klasse anspricht, gibt schnell auf. Die OSZ Lotis tut das nicht, sagt Schulleiterin Jaspers. Alke Wierth, taz-redakteurin *www.osz-lotis.de **www.osz-gegen-rechts.de ***www.apabiz.de ****www.schule-ohne-rassismus.org ***** sr_ostkreuz.html Mitdiskutieren EundW.html Carl Chung leitet das Mobile Beratungsteam Ostkreuz für Demokratieentwicklung, Menschenrechte und Integration in Berlin. Mit seinem Team berät er Schulen beim Umgang mit Rassismus und Diskriminierung.

9 Menschenwürde statt Rassismus 9 Jeder ist ein Mensch // Interview mit Sanem Kleff, ehemalige Vorsitzende des BAMA, des Bundesausschusses für Multikulturelle Angelegenheiten der GEW. Sie ist Geschäftsführerin Bundeskoordination des Projekts Schule ohne Rassismus Schule mit Courage (SOR-SMC). // Sanem Kleff E&W: Frau Kleff, was verstehen Sie bzw. versteht Ihr Projekt unter Rassismus? Sanem Kleff: Wir verstehen und bekämpfen Rassismus als eine Ideologie, die davon ausgeht, dass es verschiedene menschliche Rassen gäbe, die unterschiedlich zu bewerten seien, also eine Hierarchie bilden. Andere Ideologien, die die Menschen etwa nach ihrer Religionszugehörigkeit in Gruppen unterteilen, lehnen wir gleichermaßen ab. E&W: Treten solche ideologisch gefärbten Vorurteile und Ressentiments Foto: SOR / copyright: Metin Yilmaz an Schulen nur zwischen Gruppen unterschiedlicher Herkunft oder unterschiedlichen Glaubens auf? Kleff: Nein. Individuen finden immer Kriterien, über die sie sich von anderen abgrenzen können. Immer wenn es in der Schule eine dominante und eine unterlegene Gruppe gibt, ist die Gefahr sehr groß, dass die dominierende ihre eigenen Merkmale zu guten und die der anderen zu minderwertigen erklärt. E&W: Was ist das Ziel des Projekts Schule ohne Rassismus? Kleff: Wir wollen, dass alle Menschen, die an der Schule tätig sind, erkennen, dass der Einzelne Mensch ist unabhängig davon, wie er aussieht, wo er herkommt oder woran er glaubt. Und dass sich niemand durch kulturelle oder soziale Unterschiede, die es natürlich gibt, in die Irre führen lässt. E&W: Was bietet SOR den Schulen an? Kleff: Will eine Schule in unser Netzwerk aufgenommen werden, müssen sich mindestens 70 Prozent der Schülerschaft und aller Beschäftigten dafür entscheiden. Die Schulen verpflichten sich, sich gegen jede Form der Diskriminierung zu wehren und mindestens einmal im Jahr einen Projekttag zu Rassismus und Diskriminierung zu veranstalten. Ein Standardprogramm gibt es nicht, den Schwerpunkt setzen die Schulen jeweils selbst. Wir unterstützen sie aber bundesweit mit externen Kooperationspartnern. E&W: Reicht ein jährlicher Projekttag? Kleff: Nein. Deshalb machen wir die Schulen auf weitere Angebote, z. B. Studientage, Fortbildungen oder Infoveranstaltungen, auf merksam. Zudem finden sogenannte Aufweckbesuche statt, die wir machen, wenn wir von einer Einrichtung lange nichts mehr gehört haben. Es ist uns wichtig, dass die Schulen kontinuierlich am Thema dranbleiben. Das ist das dicke Brett. Aber das bohren wir gerne. Interview: Alke Wierth, taz-redakteurin Die Grenze Weit liegt die Landschaft. Berge, Täler und Seen. Die Bäume rauschen, die Quellen springen, die Gräser neigen sich im Wind. Quer durch eine Waldlichtung, durch den Wald, über die Chaussee hinüber läuft ein Stacheldraht: die Grenze. Hüben und drüben stehen Männer, aber die drüben haben blaue Uniformen mit schwarzen Knöpfen. Sie stehen mit ihren Gewehren da, manche rauchen, alle machen ein ernstes Gesicht. Ja, das ist also nun die Grenze. Hier stoßen die Reiche zusammen und jedes Reich paßt auf, daß die Bewohner des andern nicht die Grenze überschreiten. Hier diesen Halm darfst du noch knicken, diesen Bach noch überspringen, diesen Weg noch überqueren. Aber dann halt! Nicht weiter! Da ist die Grenze. Einen Schritt weiter und du bist in einer anderen Welt. Einen Schritt weiter und du wirst vielleicht für etwas bestraft, was du hier noch ungestraft tun könntest. Einen Schritt weiter und du darfst den Papst lästern. Einen Schritt weiter und aus dir ist ein ziemlich vogelfreies Individuum, ein Fremder geworden. Pfui, Fremder! Du bist das elendste Wesen unter der Sonne Europas. Fremder! Die alten Griechen nannten die Fremden Barbaren aber sie übten Gastfreundschaft an ihnen. Du aber wirst von Ort zu Ort gejagt, du Fremder unserer Zeit, du bekommst hier keine Einreiseerlaubnis und dort keine Wohnungsgenehmigung, und dort darfst du keinen Speck essen und da von da keinen mitnehmen Fremder! Peter Panter alias Kurt Tucholsky Aus: Schwarzbuch Rassismus Hg. von Walter Gerlach und Jürgen Roth Wallstein Verlag, IG Metall Sonderausgabe, Göttingen 2012, S. 17, Nachdruck mit freundlicher Genehmigung des Verlags.

10 10 Menschenwürde statt Rassismus Kein Thema in der Rassismus im Alltag: Die Einstellung eines Ermittlungsverfahrens gegen einen Lehrer, der im Unterricht gegenüber einer schwarzen deutschen Schülerin das abgebildete Mädchen ist nicht die Betroffene das Wort neger geäußert haben soll, sorgte in der Öffentlichkeit für Unverständnis. // Rassismus taucht in allen Bereichen des Alltags auf, auf dem Fußballplatz genauso wie an Bildungseinrichtungen. Er begegnet Menschen in U-Bahnen, im Taxi, auf Schulhöfen, bei der Wohnungssuche und am Arbeitsplatz. Eine Auseinandersetzung mit dem Thema in der Lehrerausbildung ist überfällig. // Foto: dpa Vor einem Jahr wurde die Mord-, Anschlags- und Bankraubserie des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) bekannt. Inzwischen gehen vier parlamentarische Untersuchungsausschüsse der Frage nach, welche Faktoren zum vollständigen Versagen der Strafverfolgungsbehörden und Geheimdienste bei den Ermittlungen zur rassistischen Mordserie des NSU beigetragen haben. Zunehmend rückt dabei auch Rassismus in Institutionen wie der Polizei in den Fokus. Gleichzeitig sorgen die Ergebnisse der Langzeitstudie der Universität Leipzig und der Friedrich- Ebert-Stiftung (FES) Die Mitte in der Krise * für Schlagzeilen. Danach äußerten knapp 40 Prozent der Befragten in Ostdeutschland Zustimmung zu offen ausländerfeindlichen und rassistischen Parolen knapp ein Viertel ist es im Bundesdurchschnitt. 16 Prozent der Ostdeutschen haben nach Ansicht der Forscher ein geschlossen rechtsextremes Weltbild. Vor zwei Jahren lag dieser Wert noch bei 10,5 Prozent. Die Einstellung eines Ermittlungsverfahrens gegen einen Lehrer, der im Unterricht gegenüber einer schwarzen deutschen Schülerin den Begriff Neger geäußert haben soll, sorgte in der Öffentlichkeit für Unverständnis. Grund genug, sich damit auseinanderzusetzen, wie und wo Rassismus den Alltag der Menschen unterschiedlicher Herkunft beeinflusst ob in Form von Ausgrenzung, Diskriminierung oder tödlicher Gewalt. Wie flächendeckend rechte und rassistische Gewalt tatsächlich den Alltag vieler Menschen in Ost- und Westdeutsch-

11 Menschenwürde statt Rassismus 11 Lehrerausbildung land bestimmt, kann nur vermutet werden. Offiziellen Statistiken des Bundeskriminalamts zufolge ereignen sich täglich mindestens zwei politisch rechte Gewalttaten in Deutschland ein Drittel dieser Angriffe ist rassistisch motiviert. Unabhängige Beratungsprojekte für Opfer rechter Gewalt in Ostdeutschland und Berlin gehen allerdings von einer wesentlich höheren Zahl aus. Zwei Studien aus dem Frühjahr 2009 verweisen dabei auf erhebliche Dunkelfelder, das Problem wahrzunehmen. Die Grundrechteagentur der Europäischen Union (EU) befragte in einer ersten europaweiten Studie zu rassistischer Gewalt und Diskriminierung** über Männer und Frauen in 27 EU-Mitgliedsstaaten. 37 Prozent der Befragten erklärten, sie hätten im vergangenen Jahr persönlich Diskriminierung erlebt; zwölf Prozent berichteten, dass sie innerhalb des zurückliegenden Jahres Opfer einer rassistisch motivierten Körperverletzung geworden waren. Gleichzeitig wandte sich aber lediglich ein Fünftel der Betroffenen an die Polizei. Hohe Dunkelziffer Jährlich blieben tausende Fälle rassistischer Gewalt, Bedrohung und Diskriminierung unsichtbar, lautet die Schlussfolgerung der EU-Grundrechteagentur. Die Untersuchung zeigt, wie hoch die Dunkelziffer rassistisch motivierter Straftaten und Diskriminierungen in der EU wirklich ist. Die offiziellen Angaben zum Rassismus sind lediglich die Spitze des Eisbergs, so Marten Kjaersum, Direktor der Grundrechteagentur. Die europaweiten Zahlen decken sich mit Erkenntnissen aus der Studie Jugendliche in Deutschland als Opfer und Täter von Gewalt des Kriminologischen Instituts Niedersachsen***. Danach erklärten 76 Prozent aller Jugendlichen, die rassistische Gewalttaten begangen hatten, dass sie nach der Tat keinerlei Kontakt mit Strafverfolgungsbehörden hatten. Analog dazu gaben rund 80 Prozent der Jugendlichen, die Opfer einer Gewalttat wurden, an, dass sie keine Anzeige erstattet hätten. Rassismus und Diskriminierung im schulischen Alltag spiegeln nicht nur Einstellungen und Vorurteile in allen gesellschaftlichen Gruppen wider, sondern oft auch Sie geben alles. Wir geben alles für Sie: mit Lösungen für Lehramtsanwärter/-innen. Spezialist für den Öffentlichen Dienst. Wir bieten von der Krankenversicherung bis zur Dienstunfähigkeitsversicherung Schutz von Anfang an komme, was wolle. Garantierte Dienstunfähigkeitsrente bis zu Euro möglich Höhe der Dienstunfähigkeitsversicherung an Bedarf anpassbar Krankenversicherung zur Beihilfe mit Ausbildungskonditionen Als Spezialversicherer exklusiv für den Öffentlichen Dienst geben wir alles für Sie. Lassen Sie sich jetzt von Ihrem persönlichen Betreuer in Ihrer Nähe beraten. Mehr Informationen: oder Telefon Ein Unternehmen der AXA Gruppe

12 12 Menschenwürde statt Rassismus Für ein gleichberechtigtes, respektvolles Miteinander ist es wichtig, an der Schule keine Form der Segregation aufkommen zu lassen. Foto: dpa aktuelle mediale Diskurse, betont Albert Scherr, Professor für Soziologie an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Kinder und Jugendliche agierten Vorurteile, die ihre Eltern zuhause äußern, oft direkt aus, so Scherr. Angriff in der Pause Der Angriff auf Jamal K. (Name geändert) gehört zu jenen rassistischen Gewalttaten, die die Polizei registriert hat. Der damals 15-jährige Schüler, dessen Eltern vor Jahren aus dem Jemen nach Deutschland kamen, ist an einer Sekundarschule auf dem Pausenhof angegriffen worden. Der Täter: ein 19-Jähriger, der sich zu Besuch auf dem Schulhof aufhielt. Jamal K. wurde mit der Faust ins Gesicht geschlagen, rassistisch beleidigt und getreten. Das Schlimmste, erinnert er sich, sei gewesen, dass viele Mitschüler einen Kreis um ihn und den 19-Jährigen gebildet und den Angreifer nach eigener Aussage mit Sprüchen wie töte den Ausländer und verbrenn den Schwarzen angefeuert hätten. Jamal K. sei es zwar gelungen, Blickkontakt zu einem Aufsicht führenden Lehrer aufzunehmen, doch dieser habe sich umgedreht und sei weggegangen. Jamal K. sagt, er habe in diesem Moment gedacht, er müsse sterben. Für ihn und seine Eltern war die körperliche Attacke erst der Beginn rassistischer Erniedrigungen. Als der Vater sich bei der Schulleitung darüber beschwerte, dass der Aufsichtslehrer nicht eingegriffen habe und rassistische Beleidigungen wie Neger und Nigger an der Schule an der Tagesordnung seien, sei ihm entgegnet worden, er solle sich nicht so aufregen: Sein Sohn und die Familie seien doch schließlich dunkelhäutig. Das Strafverfahren gegen den Angreifer und einen der Schüler, der den 19-Jährigen mit rassistischen Sprüchen angefeuert hatte, verbesserte die Situation von Jamal K. an der Schule nicht. Zwar wurde der Schläger vom Amtsgericht wegen Körperverletzung zu Arbeitsstunden verurteilt; Jamal K.s Mitschüler aber wurde vom Vorwurf der Beleidigung freigesprochen und soll gegenüber dem verletzten und gedemütigten Jungen mit seinem Freispruch geprotzt haben. Da wechselte Jamal K. die Schule. Inzwischen hat er die Stadt verlassen. Zu tief

13 Menschenwürde statt Rassismus 13 sitzen die Erinnerungen an die rassistischen Beschimpfungen und die verweigerte Hilfe und Solidarität seiner Mitschüler und Lehrkräfte. Als Problem thematisieren In Berlin und den neuen Bundesländern wo der Bevölkerungsanteil von Migranten oft bei knapp zwei Prozent liegt und das Risiko, Opfer einer rassistischen Gewalttat zu werden, zehnfach höher als in den alten Ländern ist wenden sich diejenigen Schüler und Eltern, die rassistische Vorfälle nicht widerspruchslos erdulden wollen, häufig an die unabhängigen Beratungsstellen für Betroffene rechter und rassistischer Gewalt. Dass ein offensiver Umgang mit rassistischer Gewalt sowohl für die Betroffenen als auch die Schule insgesamt ein positiver Prozess sein kann, hat Aleida F. (Name geändert) erlebt. Die junge Frau angolanischer Herkunft war als 17-Jährige an einer Sekundarschule während des Unterrichts zunächst von mehreren Mitschülern und Mitschülerinnen wegen ihrer damals schlechten Deutschkenntnisse und ihrer Herkunft beschimpft worden: Sprüche wie Du hast hier gar nichts zu sagen! Neger! Du gehörst nicht hierher! und Ich mag keine Ausländer! Ich hasse Dich! sollen gefallen sein. Die Konfrontation verlagert sich nach einer Intervention des Lehrers in die anschließende Pause: Auf dem Schulhof wird Aleida F. von Schülern umringt, gewürgt, getreten und geschlagen. Sie hat Glück: Eine Aufsicht führende Lehrerin greift ein, bittet weitere Schüler um Hilfe und ein anderer Lehrer informiert die Polizei. Aleida F. muss im Krankenhaus behandelt werden. Als die Jugendliche wieder zur Schule kommt und noch immer sichtbar an den psychischen Folgen des Angriffs leidet, vermittelt eine Pädagogin die Familie von Aleida F. an die Mobile Opferberatung. Schnell stellt sich heraus, dass sich die 17-Jährige nichts sehnlicher wünscht, als endlich mehr Deutsch und in Ruhe lernen zu können. Die Mobile Opferberatung begleitet die Schülerin und ihre Mutter zu einem Gespräch mit dem stellvertretenden Schulleiter und dem Klassenlehrer. Dabei werden sowohl die Perspektiven der Schule als auch der Schülerin abgeklärt. Aleida F. wird angeboten, sich bei Problemen jederzeit an einen Vertrauenslehrer und den stellvertretenden Schulleiter wenden zu können. Einig sind sich sowohl Lehrer als auch Aleida F. und ihre Mutter, dass sich die Probleme der Schülerin Imageanzeige verringern Oberberg würden, wenn sie Zielgruppe: ihre Deutschkenntnisse verbessern Medium: könnte. Erziehung Die Mobile & Wissen- Lehrer Opferberatung schaft macht schließlich einen kostenlosen Erscheint: 11 Deutschkurs x Jahr bei der Caritas Format: ausfindig, 1/4 Seite in (94 dem x 133 sich mm) Aleida F. Kosten: schnell 4c 1810,00 wohlfühlt. abzgl. Und 10% auch an abzgl. einem 15% anderen 1384,65 Punkt hilft die externe Beratung: bei der Vermittlung von pädagogischer Wolfgang Schneider Zusatzangebote und Tel Fortbildungen, die Rassismus in der Schule thematisieren und die Lehrerschaft beim Umgang damit unterstützen können. Ende eines langen Prozesses Gewalttaten sind oft das Ende eines längeren Prozesses. Wenn Lehrkräfte und Schüler nach dem ersten Schock und der ersten Scham über einen rassistischen Vorfall das Thema offensiv ansprechen und die Perspektive der Betroffenen ernst nehmen, gelingt auch eine nachhaltige Prävention und Deeskalation, hat Tim Bleis von LOBBI e.v. in Mecklenburg-Vorpommern erlebt. Dabei ist es für die Opfer und ihre weitere schulische sowie persönliche Entwicklung zentral, ihre Sicht einzubeziehen. Während die Frage nach institutionellem Rassismus bei den Strafverfolgungsbehörden derzeit breit diskutiert wird, stellen Experten wie Scherr erhebliche Forschungslücken mit Blick auf Rassismus und Schulen fest. Scherr kritisiert u. a., dass in den umfangreichen Erhebungen des Nationalen Bildungspanels keine Befragung zu den politischen Haltungen und den Vorurteilen von Lehrerinnen und Anregungen für guten Unterricht, Konferenzen und Schulentwicklung Zurück ins Leben Jetzt testen! 3 Hefte nur 10 Möchten Sie die PÄDAGOGIK kennenlernen? Dann bestellen Sie das besonders günstige Test-Abonnement: Die nächsten Hefte für nur 10 (portofrei) Beltz-Medienservice, Postfach , D Weinheim Telefon: +49 (0)6201/ Fax: +49 (0)6201/ Anzeige Paed Abo_94x133_4c.indd :01:53 Hilfe bei Depressionen, Sucht, Burn-out und Angsterkrankungen Beratung und Information (kostenfrei) Wir bieten schnelle und nachhaltige Hilfe durch hochintensive und individuelle Therapien für Privatversicherte und Beihilfeberechtigte. Im Vordergrund des Heilungsprozesses steht das emotionale Profil und der achtsame Umgang mit den inneren Ressourcen unserer Patienten. Die Kliniken haben einen hervorragenden Ausstattungsstandard. Eine Sofortaufnahme ist jederzeit möglich auch im akuten Krankheitsstadium. Wir unterstützen Sie bei der Klärung der Kostenübernahme. Die Standorte: Berlin/Brandenburg, Schwarzwald, Weserbergland

14 14 Menschenwürde statt Rassismus Lehrern vorgesehen ist, obwohl dies Wissenschaftler gefordert hätten. Zudem sei die Auseinandersetzung mit Rassismus und Rechtsextremismus immer noch kein Thema in der Ausbildung von Lehrkräften. In der Grauzone Juliane Karakayali, die als Professorin an der Evangelischen Fachhochschule in Berlin lehrt, betont hingegen die Notwendigkeit, sich auch mit der Grauzone der Erfahrungen mit Rassismus an Schulen auseinanderzusetzen, die weit unterhalb der Gewaltschwelle beginne. Für die Soziologin fängt diese dort an, wo der Verweis auf die Herkunft von Kindern immer mit einer Abwertung verbunden ist. Wenn beispielsweise Schulen auf ihren Websites und in ihrer öffentlichen Darstellung den Anteil der Kinder migrantischer Herkunft unter ihrer Schülerschaft veröffentlichten, bestärke dies Eltern darin, dass die Frage der Herkunft der Heranwachsenden zu Recht ein zentrales Kriterium bei der Schulwahl darstelle ganz unabhängig von pädagogischen Konzepten oder der Ausstattung einer Schule. Daher sei es wichtig, gar nicht erst Formen von Segregation aufkommen zu lassen. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn für Schulanfänger arabischer und türkischer Herkunft einerseits und deutscher andererseits getrennte Klassen eingerichtet würden, so Karakayali. Sie warnt davor, das Problem mangelnder finanzieller Ausstattung von Schulen und fehlender Vielfalt ist kein Gespenst, vor dem man sich fürchten muss. Gelbe Hand gegen Rassismus Der Verein Mach meinen Kumpel nicht an! setzt sich für die gleichen Rechte für alle Menschen ein und ist aktiv gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Der Verein Markenzeichen: die gelbe Hand informiert über Aktivitäten für Gleichberechtigung und gegen Fremdenfeindlichkeit in Arbeitswelt und Gesellschaft. Er vernetzt die Menschen im Betrieb mit Initiativen, Gewerkschaften, Politik und Wissenschaft. Vorbildliche Aktionen zur pädagogischer Konzepte auf die Zusammensetzung der Schüler zu projizieren und untersucht deshalb in einem Forschungsprojekt gemeinsam mit der Soziologin Birgit zur Nieden die unterschiedlichen Formen von Exklusion. Soziologe Scherr weist darauf hin, dass es bislang keine empirische Studie darüber gebe, die zeige, wie stark Vorurteile unter Lehrkräften verbreitet sind, und zudem, wie wenig Wissen über Foto: dpa Antidiskriminierungsarbeit werden veröffentlicht, um so neue Projekte anzuregen. Bildungseinrichtungen können über den Verein Seminare und Vorträge rund um die Themen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Gleichberechtigung buchen. Die GEW ist Mitglied des Vereins Mach meinen Kumpel nicht an!. Alle Infos über den Verein und den Gelbe- Hand-Wettbewerb, an dem berufliche Schulen und Kollegs teilnehmen können, finden Sie unter ur nationalistische, ethnische und rassistische Praktiken an Bildungseinrichtungen vorhanden sei. Er hält es daher für dringend notwendig, auch die Vorstufen von ausschließendem und ausgrenzendem Verhalten zum Thema zu machen sowohl bei Pä dagogen als auch bei Schülern. Diese Wir-müssen-unter-uns-bleiben-Haltung und das Konzept homogener Gruppen begreift der Forscher als großes Problem in Bildung und Erziehung. Mit Sorge beobachtet Scherr auch, dass manche Lehrkräfte und Erzieher, die noch vor 20 Jahren explizit Integration und Deutschland als Einwanderungsgesellschaft verteidigt hätten, sich nun im Stich gelassen fühlten mit den Herausforderungen der Migrationsgesellschaft. Das sei ein Einfallstor für die Thesen eines Thilo Sarrazin. Wie sich das im Lehrerzimmer anhören kann, hat der Kölner Pä dagoge Kutlu Yurtseven mitbekommen. Da seien schon mal Sprüche gefallen wie die braucht eigentlich gar nicht zur Schule zu gehen, die heiratet doch ohnehin bald und dann ist Schluss oder heute ist Zuckerfest, endlich mal ein Tag ohne die. Yurtseven hat als Hip-Hopper

15 Menschenwürde statt Rassismus 15 mit seinem Bandprojekt Benjarano & Microphone Mafia drei Religionen, drei Generationen und drei Kulturen zusammengebracht, um Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen davon zu überzeugen, dass Vielfalt kein Gespenst ist, vor dem man sich fürchten muss. Er wünscht sich vor allem: Dass Schulen Rassismus und Antisemitismus nicht bloß im Geschichtsunterricht beim Thema Nationalsozialismus abhandeln. Sie sollten die jüngere Geschichte wie das rassistische Pogrom von Rostock-Lichtenhagen oder die Brandanschläge von Mölln und Solingen genauso mit einbeziehen. Scherr betont, dass das direkte Ansprechen einschlägiger rassistischer Vorfälle am Wichtigsten sei. Sicherlich gebe es immer wieder fremdenfeindliche, aber auch homophobe oder antisemitische Zwischenfälle unter Kindern und Jugendlichen. Der Wissenschaftler rät Lehrenden, Schülern und Eltern, solche Vorfälle nicht unter den Teppich zu kehren, sondern zum Thema zu machen, unter Umständen dabei externe Fachleute hinzuzuziehen und den jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, ihre Gedanken offen auszusprechen. Eindringlich warnt der Soziologe vor moralischen Vorwürfen oder pseudo politisch korrekten Haltungen und damit verbundenen Sprechverboten. Denn nur wenn die Heranwachsenden sich ernst genommen fühlen, seien konstruktive Lösungen möglich. Einen Hoffnungsschimmer sehen Scherr und Yurtseven gleichermaßen: Denn die FES-Studie habe auch festgestellt, dass die Gruppe der 14- bis 30-Jährigen in erheblich geringerem Maß ausländerfeindlich und antisemitisch eingestellt ist als Ältere. Dieses Ergebnis sei Ermutigung und Anspruch zugleich, mit jungen Menschen intensiv zu arbeiten, betont Scherr. Heike Kleffner, freie Journalistin * Oliver Decker, Marliese Weißmann, Johannes Kiess, Elmar Brähler: Die Mitte in der Krise, 2012, Friedrich-Ebert-Stiftung: cgi?id=07504&ty=pdf ** EU-MIDIS: European Union minorities and discrimination survey: eu-midis-european-union-minoritiesand-discrimination-survey *** Baier, D., Pfeiffer, C., Simonson, J. & Rabold, S.: Jugendliche in Deutschland als Opfer und Täter von Gewalt: Erster Forschungs bericht zum gemeinsamen Forschungsprojekt des Bundesministeriums des Innern und des KFN: KFN-Forschungsberichte.htm Mitdiskutieren EundW.html Mit Klasse unterwegs die Region entdecken Das Schulprojekt der DB Regio AG Jetzt den Online-Newsletter mit spannenden Tipps anfordern! Erlebnisreiches Lernen an interessanten Orten in der Region Zu jedem Lehrfach das passende Ausflugsziel Umweltfreundlich und günstig unterwegs mit den Länder-Tickets im Nahverkehr Weitere Informationen unter Die Bahn macht mobil.

16 16 Menschenwürde statt Rassismus Erschrecken über die eigene Fremdheit // Interview mit dem Sozialpsychologen Prof. Rolf Pohl, Leibniz Universität Hannover, über die Angst vor dem Fremden // E&W: Nach den Bränden in Rostock- Lichtenhagen gab es die rassistischen Morde des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) hat der Antisemitismusbericht der Bundesregierung auf eine Zunahme antisemitischer Einstellungen in der Bevölkerung hingewiesen. Hat diese Gesellschaft aus ihrer jüngsten Geschichte nichts gelernt? Rolf Pohl: Eigentlich sollten wir gegen das Wieder-Aufleben von Rassismus immun sein jedenfalls nach dem Willen der politischen Agenda bei der Gründung der Bundesrepublik. Aber wir sind es nicht. Dass es in der deutschen Gesellschaft einen manifesten Antisemitismus von 15 bis 20 Prozent gibt, weisen empirische Untersuchungen seit 1945 aus. Offiziell ist Antisemitismus allerdings ein Tabu. E&W: Wieso bestehen antisemitische Muster weiter fort? Pohl: Es gibt eine breite Forschung, die sich mit der intergenerationellen Weitergabe antisemitischer Muster beschäftigt. Sie untersucht, wie das Familiengedächtnis bestimmte Vorurteile und Ressentiments an die neue Generation unbewusst weiterreicht und dabei unangenehme historische Fakten ausklammert. Es gibt psychische Delegierungsmuster, über die sich die junge Generation beispielsweise mit der Großelterngeneration gegen die Eltern verbündet. Wenn historische Aufarbeitung kollektiver Verbrechen nicht zu einem breiten gesellschaftlichen Thema gemacht wird, dann können Vorurteile und Ressentiments lange im Familiengedächtnis weiter leben. E&W: Das erklärt noch nicht ausreichend, warum sich Feindbilder so hartnäckig selbst in einer multikulturellen Gesellschaft halten? Prof. Rolf Pohl Pohl: Menschen binden sich an Feindbilder, um sich so einer Gruppe im Sinne einer Gemeinschaft zugehörig zu fühlen, um sich so gegen andere abgrenzen zu können. Dahinter stehen oft bestimmte Wahrnehmungsmuster, nach denen beispielsweise auf einen dunkelhäutigen Menschen reflexhaft reagiert wird. Solche Muster vermitteln das Gemeinschaftsgefühl: Ich gehöre dazu, indem ich mich vom konstruierten und als feindlich wahrgenommenen Fremden abgrenze. Insbesondere in Krisenzeiten wächst das Bedürfnis, andere für das eigene Versagen oder für Misserfolge verantwortlich zu machen. In der Psychologie nennt man das Projektionsmechanismus: Unliebsame Selbstanteile können als soziale Ungerechtigkeit erlebt, auf andere projiziert und stellvertretend an ihnen verfolgt werden. E&W: Warum werden solche Sündenbock-Bedürfnisse nicht überwunden? Pohl: Weil sie unter anderem auch medial und politisch verstärkt werden. So gab es etwa in den 1990er-Jahren einen sehr deutlichen Zusammenhang zwischen fremdenfeindlichen Ausschreitungen und der öffentlichen Asyldebatte. Foto: privat E&W: Inwiefern stabilisieren Feindbilder soziale Identitäten und Gruppenzugehörigkeiten? Pohl: Die Gruppenpsychologie geht davon aus, dass es Wir- und Ihr-Gruppen gibt. Das ist ein grundlegendes Erkennungsmerkmal von Gruppen ihre sogenannte Identitätsbildung läuft immer über die Differenz-Setzung. E&W: Das erklärt aber noch nicht, warum Differenz-Setzung mit Auf- und Abwertung verbunden ist. Mit Selbstaufwertung und Fremdabwertung. Pohl: Dabei spielen offensichtlich sehr starke Affekte eine Rolle, die über Fremdabwertung ausgedrückt, befriedigt und kanalisiert werden können. Es ist allerdings kein Automatismus, dass eine dominante Gruppe immer mit Verachtung, Hass, Abwehr etwa auf Minderheiten reagieren muss. E&W: Der Gewaltforscher Wilhelm Heitmeyer bezeichnet Fremdenhass als einen Ausdruck sozialer Instabilität. Stimmen Sie zu? Pohl: Der Haken an Heitmeyers These ist, dass soziale Desintegrationserfahrungen nicht erklären, wie, über welche psychischen Mechanismen sich Rassismus in den Subjekten entwickelt. Also: Wie entstehen aus Erfahrungen von sozialem Elend, von Abwertung, Abstiegsund Verlustängsten Ressentiments und Ausländerfeindlichkeit? E&W: Welche Erklärung haben Sie? Pohl: Eine kleine Schrift des französischen Philosophen Jean-Paul Sartre zum Antisemitismus aus den 1950er- Jahren berührt dieses Problem. Es geht in Sartres Text um die Frage der Empfindung, der Verarbeitung und der Transformation von sozialer und persönlicher Angst. Sartre schreibt, die Antisemiten haben vor allem Möglichen Angst vor sozialer Deklassierung, ihrer eigenen Schwäche, Arbeitslosigkeit, Statusverlust, selbst vor ihrer eigenen Stärke. Sie müssten eigentlich gegen die Obrigkeit rebellieren, trauen sich aber nicht. Aber

17 Menschenwürde statt Rassismus sie hätten, so Sartre, keine Angst vor den Juden. Die Frage lautet daher: Was sind die tiefer sitzenden Ursachen? E&W: Ihre These? Pohl: Die Bereitschaft, auf Fremde mit Abwehr zu reagieren, ist tief in uns verwurzelt. Wir kennen sie bereits aus der Entwicklung von Kleinkindern: Das sogenannte Fremdeln. Die Psychologie spricht von der Acht-Monats-Angst im letzten Drittel des ersten Lebensjahres. Das Kleinkind reagiert teilweise unterschiedlich stark mit Abwehr auf Unbekannte oder fremde Gesichter. Die psychoanalytische Erklärung, die mir hier am meisten einleuchtet, ist die, dass es nicht eine ursprüngliche Angst vor dem Fremden ist, sondern eher ein leichter Panikzustand. Denn inzwischen ist beim Kind seine Organisation so weit, dass es das Eigene vom Nichteigenen, das Ich vom Nicht-Ich und die vertrauten von nicht vertrauten Menschen unterscheiden kann. Auf einmal signalisiert aber eine unvertraute Person die Abwesenheit des Vertrauten. Das kann möglicherweise diese Angst oder Panik auslösen. Zugleich wissen wir aus der Entwicklungspsychologie, dass es auch die andere Seite gibt, nämlich die Faszination des Fremden. Die Neugier auf das Fremde. Wie sich das ausbalanciert, ist eine Frage des weiteren Sozialisationsverlaufs. E&W: Frühkindliches Fremdeln als eine Ursache der Fremdenangst? Pohl: Das Fremde ist ein Konstrukt. Etwas, was sich angeblich von mir unterscheidet. Das greife ich heraus. Das hebe ich hervor und darauf reduziere ich einen Menschen. Wenn ich das pauschalisiere, dann wird der Fremde gefährlicher. Es ist dann nicht mehr ein einzelner, sondern eventuell eine ganze Gruppe, die uns als Gemeinschaft bedrohen kann. E&W: Warum braucht man solch ein Konstrukt? Pohl: Es vermittelt Orientierung in einer komplexen und intransparent werdenden Welt. Es gibt Sicherheit, denn man teilt ja nicht nur eine Ideologie, sondern eine Form der sozialen Wahrnehmung mit vielen anderen Menschen. Das stiftet Gemeinschaft. Vielleicht ist gerade das, wenn in der Gesellschaft alles auseinanderzubrechen droht, attraktiv, weil es ein Wir- Gefühl erzeugt. E&W: Kann Rassismus ebenso Ausdruck sein von Entfremdung von sich selbst? Pohl: Ja, das ist ein wichtiger Ausgangspunkt in der psychologischen Kette. Rassismus drückt auch ein Erschrecken über die eigene Fremdheit aus. Man ist nicht bereit, sich mit dem, was einem an sich selbst fremd ist, auseinanderzusetzen. Man muss sich sozusagen mit dem Fremden in sich selbst nicht beschäftigen, wenn man diese Anteile nach außen projiziert. So wird man Unliebsames los und hat dazu noch einen Sündenbock. Nehmen Sie zum Beispiel das Militär: Ohne Feindbilder können Menschen nicht zu Soldaten gemacht werden. Deshalb auch der Aufschrei in der Bundeswehr nach dem Zusammenbruch des Kommunismus: Hilfe, wo sind unsere Feinde geblieben? Interview: Helga Haas-Rietschel, Redakteurin der E&W Jean-Paul Sartre: Überlegungen zur Judenfrage. Rowohlt TB, 2. Auflage, Hamburg, 1994, ISBN: COMENIUS /GRUNDTVIG FUNDED English for Teachers Scarborough, England Two week courses: Language & Methodology for Teachers of English Course code: UK English Language Training for Vocational Teachers Course code: UK English Language Training for Teachers in Adult Education Course code: UK One week courses: Effective Communication in a European Context Course code: UK Developing Intercultural Competence in a European Context Course code: UK Effective Communication for Life Course code: UK Habichtswald-Klinik Wigandstr Kassel wieder Atem schöpfen In Mitten Deutschlands am Fuße des größten Bergparks Europas mit Herkules und Schloss Wilhelmshöhe sowie in direkter Nachbarschaft zu einer der schönsten Thermen liegt die Habichtswald-Klinik Fachklinik für Psychosomatik, Onkologie und Innere Medizin, Kassel - Bad Wilhelmshöhe In ihrem Selbstverständnis als Klinik für Ganzheitsmedizin arbeitet die Habichtswald-Klinik auf der Ebene einer integrativen Betrachtung von Körper, Seele und Geist in einer Synthese aus Schulmedizin, Naturheilverfahren und komplementärer Therapien. Die Klinik hat einen Versorgungsvertrag nach 111 und ist nach 30 GWO als beihilfefähig anerkannt. Bei den Gesetzlichen Krankenkassen ist die Habichtswald-Klinik als Rehabilitationsklinik anerkannt, bei den privaten Krankenversicherungen als Gemischte Einrichtung, die auch Akutbehandlungen gemäß OPS 301 durchführt. Die Beihilfestellen rechnen mit der Klinik den allgemeinen niedrigsten mit den Sozialversicherungsträgern vereinbarten pauschalen Pflegesatz ab. On various dates throughout 2013 Funding for 2013 from: National Agency for European Educational Programmes First application deadline: For further information please Kostenloses Service-Telefon: 0800 / Telefon Aufnahmebüro: 0561 / , Psychosomatik Burnout Tinnitus Onkologie Innere Medizin Ayurveda-Medizin

18 18 Menschenwürde statt Rassismus Mit Rassismus wird jeder konfrontiert, in Klassenzimmern wie auf Fußballplätzen. Jeder kann aber auch Zeichen setzen für Respekt, kann Haltung zeigen gegen Fremdenhass wie hier die Fußballfans des MSV Duisburg beim Spiel gegen den FC Ingolstadt. Foto: dpa Bildung gegen Vorurteile // Menschenrechte sind ein wichtiges Fundament, um Rassismus abzubauen, und eine Voraussetzung für den respektvollen Umgang der Menschen untereinander. Sie müssen im Zentrum von Bildung und Wissenschaft stehen. // Bereits die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 enthält das Verbot von Diskriminierung, insbesondere auch rassistischer Diskriminierung. Denn diese grenzt Menschen aus und hindert sie daran, tatsächlich frei zu sein. Der Staat darf niemanden aufgrund einer zugeschriebenen Rasse diskriminieren. Er muss jeden vor Diskriminierung durch Privatpersonen schützen und die Rahmenbedingungen für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft schaffen. Dazu gehört auch, wie die Antirassismuskonvention der Vereinten Nationen (VN) vorschreibt, Vorurteile durch Bildung zu überwinden und Kenntnisse über Menschenrechte zu vermitteln. Das Recht auf Bildung ist bereits in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verankert. Es schließt das Recht auf Menschenrechtsbildung ein. Im Dezember 2011 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen mit der Erklärung über Menschenrechtsbildung und -training erstmals einen Grundlagentext allein zur Menschenrechtsbildung beschlossen. Darin wird detailliert aufgeführt, wie die VN-Mitgliedsstaaten das Recht auf Menschenrechtsbildung umsetzen sollen*. Rechte einfordern Ziel der Menschenrechtsbildung ist es demnach, weltweit eine Kultur der Menschenrechte zu fördern, die dazu befähigt, für sich oder andere Menschenrechte einzufordern und die anderer nicht zu verletzen, etwa in Fällen rassistischer Diskriminierung. Unter diesem Ansatz wird eine präventive und handlungsorientierte Bildungsarbeit verstanden. Die VN-Erklärung nennt hierfür drei miteinander verknüpfte Bereiche: Bildung über Menschenrechte soll sachliche Informationen vermitteln, z. B. von Schlüsselbegriffen wie Menschenwürde, Freiheit, Diskriminierungsschutz. Ebenso sollen Heranwachsende zentrale Menschenrechtsverträge sowie Einblicke in historische und aktuelle Entwicklungen zum Schutz von Menschenrechten kennenlernen. Dazu gehört die kritische Reflexion ideologischer Haltungen, ethnozentrischer Einstellungen und moralischer Werte. Bildung durch Menschenrechte erfordert Formen des Lernens und Lehrens, die die Rechte sowohl der Lehrenden als auch der Lernenden achten. Demnach muss Menschenrechtsbildung für alle Beteiligten auf der Grundlage menschenrechtlicher Prinzipien erfolgen und das bedeutet vor allem partizipativ und diskriminierungsfrei. Lehrmaterialien müssen auf rassistische Inhalte hin überprüft werden. Bildung für Menschenrechte soll Handlungskompetenzen vermitteln und die Menschen befähigen, aktiv ihre Rechte wahrzunehmen sowie die Rechte anderer zu achten und sich für diese einzusetzen. Dabei kann man im Unterricht Fragen ansprechen, zum Beispiel: Wo kann ich mich aufgrund rassistischer Diskriminierung beschweren? Wie kann ich mit anderen zusammen rassistische Diskriminierung verhindern? Durch Menschenrechtsbildung sollen Menschenrechte

19 Menschenwürde statt Rassismus 19 zu Leitlinien für das eigene Handeln in der Gemeinschaft werden. Zugleich befähigen sie zur gesellschaftlichen Kontrolle staatlichen Handelns. Hilfe: Index für Inklusion In Bildungsinstitutionen kann eine Kultur der Menschenrechte sowohl blockiert als auch gefördert werden. Bereits 1980 stellte die Kultusministerkonferenz (KMK) fest, dass die Menschenrechtserziehung zum Kernbereich des Bildungs- und Erziehungsauftrags in Schulen gehört. Dies ist demnach nicht nur Aufgabe eines einzelnen Unterrichtsfachs, sondern bezieht sich auf alle Felder schulischen Handelns**. Menschenrechtsbildung entsteht im gemeinsamen Handeln. Menschenrechte müssen also nicht nur gelehrt, sondern auch erfahren und gelebt werden. In der Praxis bietet zum Beispiel der Index für Inklusion eine Arbeitshilfe, die Menschen in Schulen, Kindertagesstätten, aber auch Kommunen unterstützt, in partizipativen Prozessen inklusive Kulturen zu schaffen, inklusive Strukturen zu etablieren und inklusive Praktiken zu entwickeln, die an den Menschenrechten ausgerichtet sind***. Aus menschenrechtlicher Sicht ist Inklusion als ein umfassender Begriff zu verstehen: Das Diskriminierungsverbot verlangt, niemanden auszugrenzen weder Menschen mit Behinderungen noch Menschen mit Migrationsgeschichte oder arme Menschen. Entsprechend den Verpflichtungen aus den internationalen Verträgen sind der Staat und seine Institutionen die Hauptverantwortlichen für Menschenrechtsbildung. Hierzu gehört auch, entsprechende Rahmenbedingungen in den Bildungsinstitutionen zu schaffen, beispielsweise nach Maßgabe der Menschenrechte Schulgesetze zu überarbeiten oder Lehrpläne weiterzuentwickeln sowie Aus- und Fortbildung pädagogischer Fachkräfte sicherzustellen. So lässt sich über die Bildungsarbeit, die auf einem menschenrechtlichen Fundament fußt, auch dem Rassismus in der Gesellschaft und ihren Institutionen begegnen. Judy Gummich, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Menschenrechte (IMR), Berlin *Die Erklärung ist u. a. unter zu finden. **Kultusministerkonferenz (KMK), Empfehlung der Kultusministerkonferenz zur Förderung der Menschenrechtsbildung in der Schule (Beschluss vom 4. Dezember 1980, ergänzt am 14. Dezember 2000) ***Index für Inklusion. Lernen und Teilhabe in der Schule der Vielfalt: unter Kommunaler Index für Inklusion: Broschüre Inklusion und Werte Tony Booth: Wie sollen wir zusammen leben? Bezug über Bildungsziel: Köln Köln, Februar 2013 Wer weiß, wie wichtig Bildung ist, hat ein klares Ziel: die didacta 2013 in Köln, die weltweit größte und Deutschlands wichtigste Bildungsmesse! Bildung tanken und dabei sparen: Wir un terstützen mit einmalig 100 Euro jede Bus fahrt ab 15 Personen zur didacta nach Köln. Kindertagesstätten Schule/Hochschule Ausbildung/Qualifikation Weiterbildung/Beratung Bildung & Technologie Sparen Sie auch beim Online-Ticketkauf: Koelnmesse GmbH Telefon * Telefax *(0,14 EUR/Min. aus dem dt. Festnetz, max. 0,42 EUR/Min. aus dem Mobilfunknetz)

20 20 Menschenwürde statt Rassismus Vorurteile bricht man nicht dadurch auf, dass man weiß, dass sie falsch sind. Es muss ein tieferes, emotio nales Verständnis dazukommen, sagt Daniel Strauß, Autor einer aktuellen Bildungsstudie über Sinti und Roma. Kulturelle Begegnungen, wie hier in der Münchner Beratungsstelle, sind eine Chance, sich anzunähern. Inklusion für Sinti und Roma // Raus aus dem Ghetto: Sinti und Roma in Deutschland machen sich für einen Aufbruch in der Bildung stark. // München-Hasenbergl. Ein ebenerdiger Flachbau aus Beton, eine geöffnete Tür, ein Plakat Drom Sinti und Roma. Drom heißt Weg, und wer auf diesem Hilfe braucht in sozialen Fragen oder bei der beruflichen Orientierung, der ist hier in der Beratungsstelle richtig. Drinnen informiert eine Ausstellung über Geschichte und Gegenwart der Sinti und Roma, über Herkunft und Ankunft in München. Vorgestellt wird u. a. eine Sinti-Familie, die auf der Wiesn, dem weltbekannten Oktoberfest, seit 1950 tätig ist. Allein im Jahr 2010, so heißt es, hätten rund 50 Familienmitglieder 16 Fahrbetriebe und Schießbuden betrieben. Unwillkürlich fragt man sich: Ist diese Information geeignet, Vorurteile abzubauen oder verstärkt sie geradezu das Klischee vom fahrenden Volk? Ein schmaler Grat. Es gibt gute Nachrichten: Die Stadt München beispielsweise hat die von der Diakonie Hasenbergl seit 2007 betriebene Beratungsstelle Drom Sinti und Roma nun in die Regelförderung übernommen. Und: Immer öfter engagieren sich Angehörige der nationalen Minderheit (s. Kasten) selbst in Beratung, Bildung und Erziehung, ob bei der Schullaufbahnberatung, in der Aufklärungsarbeit über Antiziganismus (s. Kasten) oder mit einer eigenen Bildungsstiftung. Düsteres Bild Eine Studie zur aktuellen Bildungssituation deutscher Sinti und Roma hat 2011 ein düsteres Bild gezeichnet: 81,2 Prozent der Befragten haben persönlich Erfahrungen mit Antiziganismus gemacht, wurden also in irgendeiner Form als Zigeuner beschimpft oder diskriminiert. Behördenbesuche schüchtern mehr als die Hälfte ein. Lediglich knapp 20 Prozent der Sinti und Roma haben eine berufliche Ausbildung absolviert; 13 Prozent besuchten nie eine Schule und gut zehn Prozent landeten auf der Förderschule. In die Realschule gingen dagegen nur 11,5 Prozent, aufs Gymnasium lediglich 2,3 Prozent der Kinder*. Diese Studie hat Daniel Strauß herausgegeben; er steht dem Landesverband Baden-Württemberg der deutschen Sinti und Roma vor. Der besondere Wert der Untersuchung: Die Interviewer waren junge, dafür ausgebildete Sinti und Roma. Bisher hatten immer nur Außenstehende Daten über die Minderheit erhoben, was zu starken sprachlichen und kulturellen Verzerrungen führte. Das Ergebnis der Bildungsstudie überrascht Kinga Papp nicht. Wir kennen die Fakten aus der praktischen Arbeit, sagt die Mitarbeiterin von Drom Sinti und Roma im Hasenbergl. Toll ist aber, dass die Studie das alles öffentlich macht und unsere Argumente in der Kommune unterstützt. Papps Beispiele helfen, das zu Tage tretende Bildungselend der Gruppe der Sinti und Roma besser zu verstehen. Erstes Beispiel: KZ-Vergangenheit. Die Überlebenden haben ihr Misstrauen gegenüber staatlichen Institutionen Schule inklusive an die nächste Generation weitergegeben. Sie haben den Analphabetismus quasi vererbt. Im System verheddert Inzwischen wächst die Zahl der Eltern, die ihren Kindern Bildung ermöglichen wollen. Doch sie zweites Beispiel verheddern sich leicht im Schulsystem. Der hohe Anteil der Sinti- und Roma-

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