Globalisierung und die deutsche Wirtschaft - Gewinner und Verlierer?

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1 Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Institut für Weltwirtschaft Prof. Dr. Joachim Scheide Thema 10 Globalisierung und die deutsche Wirtschaft - Gewinner und Verlierer? Seminararbeit zur Konjunktur- und Wachstumspolitik Wintersemester 2008/2009

2 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis...II Tabellenverzeichnis...III Abbildungsverzeichnis... IV Abkürzungsverzeichnis...V 1. Problemstellung Globalisierung und Wettbewerbsfähigkeit Der Globalisierungsbegriff Internationale Wettbewerbsfähigkeit Chancen und Vorteile der Globalisierung für Deutschland Absolute und komparative Vorteile Skalen- und Verbundeffekte Offenheitsgrad und Exportanteile Direktinvestitionen Bedrohungen und Risiken der Globalisierung sowie notwendige Anpassungen Arbeitsmarkt und Humankapital Aufstieg der Schwellenländer Basar-Ökonomie Deindustrialisierung Protektionismus Schlussbetrachtung Literaturverzeichnis II

3 Tabellenverzeichnis Tabelle 1: Die Motivstruktur der Direktinvestitionen deutscher Industrieunternehmen...9 III

4 Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Steigende Globalisierungsskepsis in Deutschland...1 Abbildung 2: Ökomonische Indikatoren der Globalisierung...3 Abbildung 3: Ausfuhr der führenden Exportländer an der Weltausfuhr in Prozent...7 Abbildung 4: Deutsche Direktinvestitionsbestände im Ausland nach Regionen...10 IV

5 Abkürzungsverzeichnis Abb. - Abbildung Bd. - Band bzw. - beziehungsweise DIHK - Deutscher Industrie- und Handelskammertag DIW - Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung EU - Europäische Union f. - folgende ff. - fortfolgende Hrsg. - Herausgeber ifo - Institut für Wirtschaftsforschung Jg. - Jahrgang No. - Number OECD - Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung S. - Seite USA - United States of America vgl. - vergleiche Vol. - Volume V

6 1. Problemstellung Die Globalisierung ist in der heutigen Zeit ein Themengebiet, das in der öffentlichen Diskussion und in den Medien sehr präsent ist. Die Internet-Suchmaschine Google liefert fast 10 Millionen Einträge für den Suchbegriff Globalisierung, wohingegen für den englischen Begriff schon über 42 Millionen Titel bereit stehen (vgl. Hohlfeld und Rietzler, 2006, S. 646). In Deutschland haben sich jedoch in den letzten Jahren verstärkt Sorgen und Ängste in der Bevölkerung verbreitet. Globalisierung wird in Deutschland häufig mit steigendem internationalem Konkurrenzdruck, Mehrarbeit und Arbeitsplatzverlust verbunden. Es besteht eine große soziale Unzufriedenheit in der deutschen Bevölkerung, weil viele Menschen befürchten, dass es aufgrund des verschärften Wettbewerbs zu einem höherem Abbau an Arbeitsplätzen kommt, anstatt dass neue Arbeitsplätze durch die Globalisierung entstehen. Des Weiteren herrscht große Besorgnis aufgrund der Zunahme der Einkommensungleichheiten innerhalb der Bevölkerung sowie eines möglichen Zusammenbruchs der sozialen Sicherheitssysteme. Eine Umfrage des Allensbach Institutes im Jahr 2006 verdeutlicht die steigende Globalisierungsskepsis in Deutschland. Im Zeitraum von 1998 bis 2006 hat sich der Anteil derjenigen, die mehr Risiken als Chancen in der Globalisierung sehen, fast verdoppelt. Ende der 90er Jahre schätzte die Bevölkerung die Vor- und Nachteile in etwa noch gleich groß ein Mehr Risiken Mehr Chancen Abb. 1: Steigende Globalisierungsskepsis in Deutschland Quelle: eigene Darstellung, in Anlehnung an: Institut für Demoskopie Allensbach, Dieses Stimmungsbild gibt jedoch ein ungenügendes Bild über die Globalisierung. Es verdeutlicht allerdings, dass die öffentliche Diskussion um die Globalisierung in Deutschland von der Angst vor potenziellen Risiken geprägt ist. Eine Vielzahl an negativen wirtschaftlichen Entwicklungen wird derzeit den Auswirkungen der Globalisierung zugeschrieben, 1

7 ohne die tatsächlichen Ursachen zu analysieren. Es eröffnen sich neben diesen Befürchtungen auch deutliche Vorteile aus der Globalisierung für die deutsche Wirtschaft. Diese Chancen sind in der öffentlichen Wahrnehmung jedoch vielfach in den Hintergrund geraten (vgl. Matthes, Langhorst und Herzog, 2008, S. 10ff.) oder werden von der Bevölkerung heutzutage schon fast als Selbstverständlichkeit angesehen (vgl. Remsperger, 2007, S. 3). Im Rahmen dieser Seminararbeit wird untersucht, welche Gewinner und Verlierer sich in Deutschland aus der Globalisierung ergeben. Im zweiten Kapitel werden hierzu zunächst die begrifflichen Grundlagen des Themas - der Globalisierungsbegriff und die internationale Wettbewerbsfähigkeit - vorgestellt. Im dritten und vierten Kapitel werden auf die Chancen und Risiken der Globalisierung für die deutsche Wirtschaft eingegangen. Um die Vorteile der Globalisierung optimal zu nutzen, ist eine schnelle Anpassungsfähigkeit an veränderte Rahmenbedingungen notwendig. Dies setzt die Bereitschaft zum Strukturwandel und zu Reformen in Deutschland voraus, weshalb die Darstellung der unvermeidlichen Anpassungsprozesse ebenfalls Bestandteil des vierten Kapitels ist. Die Arbeit endet mit einer Schlussbetrachtung. 2. Globalisierung und Wettbewerbsfähigkeit Für die Bearbeitung der Fragestellung, welche Gewinner und Verlierer sich in Deutschland aus der Globalisierung ergeben, ist es notwendig, eine definitorische Abgrenzung und Bestimmung des verwendeten Globalisierungsbegriffes zu erstellen. Die Herausforderung, die sich für die deutsche Wirtschaft aus der Globalisierung ergibt, besteht darin, die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Umfeld zu erhalten und zu verbessern. Die Beantwortung der Frage, ob Deutschland international wettbewerbsfähig sei, erfordert die Klärung, was genau unter der internationalen Wettbewerbsfähigkeit eines Landes zu verstehen ist Der Globalisierungsbegriff Es gibt viele verschiedene Definitionen oder Versuche, den Begriff der Globalisierung zu definieren. Trotz der weit verbreiteten Begriffsanwendung gibt es bis heute weder eine einheitliche theoretische Fundierung noch eine klare Definition des Globalisierungsbegriffs (vgl. Subasat, 2008, S. 3). Der deutsche Ökonom Otmar Issing versteht unter der Globalisierung beispielsweise einen umfassenden Prozess des immer intensiveren Austausches von Menschen, Ideen, Gütern, Kapital mit dem Potenzial, alle Bereiche des Staates und der Gesellschaft zu beeinflussen und gegebenenfalls vollständig zu verändern (Issing, 2004, 2

8 S. 31). Die Definitionsversuche unterscheiden sich zum Teil jedoch erheblich voneinander, je nachdem von welchem Blickwinkel aus sich dem Begriff genähert wird. Globalisierung beinhaltet sowohl ökonomische als auch politische und soziale Komponenten. Letztere umfasst die zunehmende grenzüberschreitende Vernetzung von Gesellschaften, wohingegen die politische Dimension aus der ansteigenden Zusammenarbeit der Regierungen auf internationaler Ebene besteht (vgl. Matthes, Langhorst und Herzog, 2008, S. 11). In dieser Seminararbeit wird hauptsächlich auf die ökonomische Dimension eingegangen. Hierunter wird die zunehmende internationale Verflechtung der Märkte und Volkswirtschaften mit einer steigenden internationalen Arbeitsteilung und Spezialisierung verstanden, die durch die Öffnung zahlreicher Grenzen, den Abbau von Handelsbarrieren (z.b. Zölle) oder durch den ansteigenden technisch bedingten Fortschritt mit der Folge sinkender Transport- und Kommunikationskosten gefördert wurde. Als grundlegende Indikatoren der ökonomischen Globalisierung sind die Zunahme des internationalen Handels und Kapitalverkehrs sowie der Anstieg der globalen Exporte, der Kapitalanlagen im Ausland sowie der grenzüberschreitenden Auslandsinvestitionen der Unternehmen zu nennen (vgl. Matthes, Langhorst und Herzog, 2008, S. 11f). Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Globalisierung aus rein ökonomischer Sicht mit der Ausdehnung der Dimension des Marktes auf die gesamte Welt gleichzusetzen ist (vgl. Issing, 2004, S. 31). 16,2 14,1 6,5 9,1 Weltwirtschaftsleistung Weltexporte Globale private Kapitalströme ins Ausland Weltweite Auslandsinvestitionen Abb. 2: Ökonomische Indikatoren der Globalisierung Quelle: eigene Darstellung, in Anlehnung an: Matthes, Langhorst und Herzog, 2008, S. 12. Die Abbildung zeigt die jahresdurchschnittlichen Veränderungen von 1985 bis 2006 in Prozent. Die Angaben der globalen privaten Kapitalströme in das Ausland beziehen sich hingegen auf die Jahre 1985 bis Diese Daten spiegeln die mit dem schnell voran- 3

9 schreitenden Globalisierungsprozess einhergehende Internationalisierung des Wirtschaftslebens wider Internationale Wettbewerbsfähigkeit Bis heute liegt keine allgemein akzeptierte Definition des Begriffs der internationalen Wettbewerbsfähigkeit vor, weshalb in der öffentlichen Diskussion die Frage, ob ein Land im grenzüberschreitenden Bereich wettbewerbsfähig sei, einerseits populär und andererseits unter Ökonomen sehr umstritten ist. Es können jedoch im Wesentlichen drei Konzepte unterschieden werden, die im Folgenden dargestellt werden (vgl. Sachverständigenrat, 2004, S. 350, Ziffer 455). Die Anwendung des ersten Konzepts der internationalen Wettbewerbsfähigkeit ist auf Unternehmen, nicht aber auf Volkswirtschaften, beschränkt. Ein entscheidender Unterschied besteht darin, dass Unternehmen vom Markt verschwinden können, wenn beispielsweise der Erfolg eines Konkurrenzunternehmens auf dem gleichen Absatzmarkt zu Lasten des Erfolges eines anderen Unternehmens geht. Dies ist jedoch nicht auf Volkswirtschaften übertragbar, da diese nicht miteinander im Wettbewerb stehen und folglich auch nicht aufgrund einer geringeren Produktivität aus einem Markt ausscheiden können. So wirken sich gesamtwirtschaftliche Veränderungen in der Produktivität überwiegend auf die Entwicklung der Realeinkommen und damit auf die Lebensstandards im Inland aus (vgl. Sachverständigenrat, 2004, S. 350f., Ziffer 455). Das zweite Konzept der internationalen Wettbewerbsfähigkeit beinhaltet die ability to sell. Hierunter wird die Fähigkeit verstanden, Produkte im internationalen Wettbewerb abzusetzen, was sowohl durch die eigene Produktivität als auch durch die Arbeitskosten und den nominalen Wechselkurs beeinflusst wird. Die preisliche Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens wird insofern durch eine Vielzahl von Faktoren determiniert, zu denen neben betrieblichen auch sektorale und gesamtwirtschaftliche Preis- und Kostenfaktoren gehören. Aus diesem Grund wird die internationale Wettbewerbsfähigkeit auch als ein gesamtwirtschaftliches Thema ausgelegt (vgl. Sachverständigenrat, 2004, S. 352, Ziffer 456). Das dritte Konzept der internationalen Wettbewerbsfähigkeit schließt sich an das zweite Konzept der ability to sell an und besagt, dass die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen auch von allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Heimatland abhängt. Hierunter werden die öffentliche Infrastruktur, das Steuersystem, die Qualität des Bildungssystems sowie Anreize für Innovationen und Investitionen verstanden, die sich auf die Produktionsentwicklung in einem Land auswirken und somit indirekt 4

10 auch die preisliche Wettbewerbsfähigkeit beeinflussen. Nach dem dritten Konzept wird die internationale Wettbewerbsfähigkeit eines Landes insofern als die Fähigkeit verstanden, ein möglichst hohes Einkommen und einen steigenden Lebensstandard zu erzielen. Die Zuwachsraten der Arbeitslosigkeit oder des Bruttoinlandsprodukts stellen hierbei wichtige Indikatoren dar (vgl. Sachverständigenrat, 2004, S. 352, Ziffer 457). 3. Chancen und Vorteile der Globalisierung für Deutschland 3.1. Absolute und komparative Vorteile Die Vorteile der Globalisierung lassen sich auf die klassische Handelstheorie zurückführen und werden von den meisten Ökonomen positiv eingeschätzt (vgl. Apolte, 2005, S. 367). Die Globalisierung erweitert die Möglichkeiten der nationalen Marktwirtschaft, indem sie einen internationalen Handel ermöglicht. Außenhandelsgewinne lassen sich durch Produktivitätsvorteile generieren, die somit zu einer Steigerung der Wohlfahrt aller beteiligten Länder beitragen. Hiermit hat sich Adam Smith ( ) bereits im 18. Jahrhundert beschäftigt. Er forderte einen freien internationalen Güteraustausch, um absolute Kostenvorteile in der Produktion optimal nutzen zu können. Ein Land erhält durch internationalen Handel den größten Nutzen, wenn es Güter exportiert, die es im Vergleich zu anderen Länder kostengünstiger produzieren kann und im Gegenzug Güter importiert, die im Ausland mit absolut niedrigeren Kosten hergestellt werden. Adam Smith hat damit das Prinzip der internationalen Arbeitsteilung formuliert (vgl. Dieckheuer, 2001, S. 49f.). David Ricardo ( ) erweitert das Prinzip der absoluten Kostenvorteile zu einem allgemeinen Ansatz. Internationaler Handel führt auch dann zu Wohlfahrtsgewinnen, wenn es keine absoluten Kostenvorteile gibt und entwickelte hierzu Anfang des 19. Jahrhunderts erstmals den Begriff des komparativen Kostenvorteils (vgl. Dieckheuer, 2001, S. 49f.). Ein Land verfügt bei der Herstellung eines Gutes über einen komparativen Vorteil, wenn die Opportunitätskosten für die Produktion dieses Gutes, verglichen mit den Produktionskosten für andere Güter, niedriger sind als in einem anderen Land. Durch eine länderspezifische Spezialisierung auf die Produktion desjenigen Gutes, bei dessen Herstellung das Land über einen komparativen Vorteil verfügt, führt internationaler Handel zu einem Anstieg der Produktionsmenge (vgl. Krugman und Obstfeld, 2008, S. 56) sowie zu einem steigenden durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen (vgl. Deutsche Bundesbank, 2006, S. 22). Deutschland profitiert beispielsweise von einer Spezialisierung auf seine komparativen Vorteile bei wissens- und technologieintensiven Gütern (vgl. Matthes, 2007, S. 95). 5

11 3.2. Skalen- und Verbundeffekte Der grenzüberschreitende Warenhandel innerhalb eines Sektors beruht nicht allein auf der Ausnutzung absoluter und komparativer Kostenvorteile, sondern insbesondere auch auf der Existenz von Skalenerträgen ( economies of scale ). Dies bedeutet, dass die Produktion eines Gutes umso effizienter ist, wenn es in größeren Mengen produziert werden kann, da bei einer steigenden Produktionsmenge die Stückkosten sinken (vgl. Deutsche Bundesbank, 2006, S. 22). Zunehmende Skaleneffekte führen bei einer Verdopplung des Faktoreinsatzes dazu, dass sich die Produktionsmenge mehr als verdoppelt (vgl. Krugman und Obstfeld, 2008, S. 56). Des Weiteren entstehen Verbundeffekte ( economies of scope ) aus der Größe eines Netzwerkes und sind beispielsweise in der Telekommunikation sehr bedeutsam. Außenhandel ermöglicht sowohl bei Skalen- als auch bei Verbundeffekten sinkende Durchschnittskosten und eine größere Produktvielfalt für die beteiligten Volkswirtschaften (vgl. Deutsche Bundesbank, 2006, S. 22). Hierdurch ergeben sich insbesondere für die Konsumenten offensichtliche Vorteile in Form von steigenden Konsummöglichkeiten. Die Verbraucher erhalten eine größere Auswahl an angebotenen Gütern und können sowohl bekannte inländische Produkte als auch bisweilen unbekannte ausländische Produkte erwerben (vgl. Remsperger, 2007, S. 3f.). Der US-Ökonom Paul Krugman zeigte bereits im Jahre 1979 anhand eines mathematischen Modells, dass Freihandel eine größere Vielfalt an Produkten und dadurch mehr Lebensqualität für die Verbraucher aus allen am Handel beteiligten Ländern schafft. Das Ausmaß der höheren Produktvielfalt war jedoch lange Zeit unklar. Broda und Weinstein (2006, S. 541ff.) haben hierzu eine konkrete Analyse und Schätzung durchgeführt. Auf Basis von detaillierten US-Import- und Exportdaten der Jahre 1972 bis 2001 haben sie den Außenhandel auf der Ebene einzelner Produkte analysiert und Zahlungsbereitschaften der amerikanischen Konsumenten für die verschiedenen Produkte geschätzt. Als Ergebnis lässt sich festhalten, dass die Verbraucher in der Vergangenheit stark vom grenzüberschreitenden Handel profitiert haben. Die Autoren haben herausgefunden, dass die amerikanischen Importe seit Anfang der 70er Jahre von fünf auf zwölf Prozent der Wirtschaftsleistung im Jahr 2001 gestiegen sind. Infolgedessen erhöhte sich auch die Produktvielfalt von anfangs rund auf fast Varianten. Allein daraus ergibt sich für diesen Zeitraum ein Anstieg des US-Wohlstandes von etwa 2,5 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung. Hieraus wird ersichtlich, dass die Konsumenten als Gewinner der Globalisierung angesehen werden können, was auch auf Deutschland zutrifft. 6

12 3.3. Offenheitsgrad und Exportanteile Heutzutage ist der internationale Handel umfangreicher als jemals zuvor, was sich hauptsächlich durch sinkende Transport- und Kommunikationskosten begründen lässt. Der größte Teil des Welthandels entfällt auf Industrieprodukte, allerdings gewinnt in jüngster Zeit der internationale Handel mit Dienstleistungen an Bedeutung (vgl. Krugman und Obstfeld, 2008, S. 51). Deutschland ist zunehmend erfolgreich in die Weltwirtschaft integriert. Hierbei nimmt der grenzüberschreitende Warenhandel einen entscheidenden Faktor für die außenwirtschaftliche Verflechtung ein. In den vergangen Jahren machten die deutschen Exporte ca. 35 bis 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus (vgl. Remsperger, 2007, S. 6). Im Jahr 2003 führte diese positive Entwicklung dazu, dass Deutschland als führendes Exportland im Warenhandel an der Weltausfuhr mit zehn Prozent beteiligt war und somit in der Tat Exportweltmeister vor den USA und Japan wurde (vgl. Sachverständigenrat, 2004, S. 354, Ziffer 460). Abb. 3: Ausfuhr der führenden Exportländer an der Weltausfuhr in Prozent Quelle: Sachverständigenrat, 2004, S. 354, Ziffer 460. Die Entwicklung des Offenheitsgrades, der die Summe aus Exporten und Importen von Waren und Dienstleistungen in Relation zum Bruttoinlandsprodukt darstellt, spiegelt die starke internationale Ausrichtung der deutschen Wirtschaft wider. Dieser Indikator wird insbesondere durch den grenzüberschreitenden Warenhandel geprägt, der rund 83 Prozent der deutschen Außenhandelstransaktionen bestimmt. Für Deutschland zeigt dieser Indikator eine kräftige Zunahme in den vergangenen Jahren. So ist der Offenheitsgrad von 60 7

13 Prozent des Bruttoinlandsproduktes im Jahr 1990 auf über 75 Prozent im Jahr 2005 angestiegen und liegt deutlich über den Werten anderer großer Volkswirtschaften. Die Vergleichswerte für die USA und Japan lagen im Jahr 2005 bei jeweils 27 Prozent, wodurch Deutschland als sehr offene Volkswirtschaft angesehen werden kann (vgl. Deutsche Bundesbank, 2006, S. 18). Die positive Exportentwicklung hat zur Folge, dass sich die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen verbessert hat (vgl. Sachverständigenrat, 2004, S. 356, Ziffer 463). Deutschland zieht somit als Exportweltmeister einen Vorteil aus der Globalisierung und verdankt ihr einen Großteil seines Wohlstandes. Ein wichtiger Aspekt hierbei ist, dass der Exportsektor auch Arbeitsplätze in Deutschland schafft. So ist die Anzahl der exportabhängigen Arbeitsplätze um 56 Prozent von 5,7 Millionen im Jahr 1995 auf 8,9 Millionen bis zum Jahr 2006 gestiegen (vgl. Matthes, Langhorst und Herzog, 2008, S. 25) Direktinvestitionen Ein weiterer Aspekt, der die Vorteile der Globalisierung für die deutsche Wirtschaft aufzeigt, sind grenzüberschreitende Investitionen. Neben einer steigenden Exporttätigkeit hat die Globalisierung insbesondere auch eine zunehmende Internationalisierung der Produktion und Produktionsstätten bewirkt. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands wird demnach nicht allein über die ability to sell bemessen, sondern bestimmt sich auch über die Attraktivität des Standortes für international mobiles Sachkapital (vgl. Sachverständigenrat, 2004, S. 365, Ziffer 469). Internationale Kapitalbewegungen erfolgen zu einem großen Teil in Direktinvestitionen. Hierunter werden internationale Kapitalströme verstanden, bei denen eine Vermögensanlage durch einen inländischen Investor im Ausland erfolgt. Ein Unternehmen gründet oder erweitert beispielsweise eine Niederlassung in einem Land, in dem es nicht ansässig ist. Ein charakteristisches Merkmal der Direktinvestitionen ist, dass der Ressourcentransfer mit einem Einfluss und einer Kontrolle der Geschäftstätigkeit im Ausland verbunden ist (vgl. Krugman und Obstfeld, 2008, S. 218). Direktinvestitionen aus dem Ausland haben einen positiven Effekt für Deutschland, da sie sowohl Beschäftigung als auch Einkommen entstehen lassen und somit einen Anstieg des Wohlstandes bewirken (vgl. Matthes, Langhorst und Herzog, 2008, S. 26). Ausländische Unternehmen beschäftigen in Deutschland über drei Millionen Menschen (vgl. Deutsche Bundesbank, 2008, S. 42), wobei diese positiven Beschäftigungswirkungen insbesondere von amerikanischen Firmen ausgehen. General Motors beschäftigt beispielsweise in seinen 8

14 deutschen Tochtergesellschaften Ford und Opel jeweils knapp Menschen. Bei der Fast-Food-Kette McDonalds arbeiten in Deutschland sogar Beschäftigte (vgl. American Chamber of Commerce in Germany, 2007, S. 4). Deutschland ist international wettbewerbsfähig und verfügt über einen attraktiven Unternehmensstandort, der sich zum einen aus seiner zentralen Lage in Europa mit einer guten Infrastruktur und zum anderen aufgrund weltweit führender Spitzentechnologien in verschiedenen Branchen mit produktiven Arbeitskräften ergibt (vgl. Matthes, Langhorst und Herzog, 2008, S. 26f.). Zudem verfügt Deutschland als großes Land über einen Nachfrage- und Vorleistungspool, der aufgrund seiner Größe viele ausländische Firmen anspricht (vgl. Matthes, 2007, S. 94). Direktinvestitionen deutscher Unternehmen im Ausland haben sich in der Vergangenheit ebenfalls sehr dynamisch entwickelt. Dies erweckt in der Bevölkerung allerdings teilweise den Eindruck, dass es zu einer Arbeitsplatzverlagerung in das kostengünstigere Ausland wie beispielsweise nach Asien oder Osteuropa kommt. Um die Beschäftigungseffekte von Direktinvestitionen beurteilen zu können, ist eine genaue Analyse der Ursachen notwendig. In der Außenhandelstheorie lassen sich im Wesentlichen drei Ansätze unterscheiden, die unterschiedliche Auswirkungen auf das Inland haben können. Bei vertikalen Direktinvestitionen erfolgt eine Verlagerung der Produktion, um Kostenersparnisse zu realisieren. Hiervon sind die horizontalen Direktinvestitionen zu unterscheiden, bei denen Unternehmen Teile ihrer Produktion ins Ausland verlagern, um Märkte zu erschließen (vgl. Sachverständigenrat, 2004, S. 367, Ziffer 473). Des Weiteren gibt es noch Direktinvestitionen, die zur Verbesserung der Vertriebsstrukturen und des Kundendienstes erfolgen, um im Inland hergestellte Produkte optimal absetzen zu können (vgl. Remsperger, 2007, S. 10). Eine Umfrage von mehr als deutschen Industrieunternehmen im Januar 2006 zeigt, dass das Motiv der Absatzförderung insgesamt deutlich stärker als das Motiv der Kostenersparnis ist. Kostenersparnis Markterschließung Vertrieb/Kundendienst Asien ohne China China Nordamerika Russland, Ukraine, Südosteuropa inkl. Türkei Tab. 1: Die Motivstruktur der Direktinvestitionen deutscher Industrieunternehmen 1 Quelle: eigene Darstellung, in Anlehnung an: DIHK, Anteil der Nennungen in Prozent. 9

15 In der Vergangenheit wurden deutsche Direktinvestitionen somit hauptsächlich aus Markterschließungsmotiven sowie zur Unterstützung des Vertriebs getätigt und tragen wesentlich zur Schaffung und Sicherung inländischer Arbeitsplätze bei (vgl. Remsperger, 2007, S. 10; Sachverständigenrat, 2004, S. 367, Ziffer 475). Erfolgen die Direktinvestitionen aus Gründen der Kostenersparnis, so profitieren zum einen die Unternehmenseigner und Kapitalbesitzer (vgl. Sinn, 2004, S. 11). Arbeitsplätze können durch die Produktionsverlagerungen in das Ausland zwar verloren gehen, jedoch können zum anderen im Inland durchaus neue Arbeitsplätze entstehen. Römer (2007, S. 49ff.) hat die negativen Beschäftigungseffekte der vertikalen Direktinvestitionen in die neuen EU-Staaten in einer Studie geschätzt und kommt zu dem Ergebnis, dass im gesamten Zeitraum von 1995 bis 2004 gerade einmal Arbeitsplätze aus Kostengründen verlagert wurden. Unternehmen verbessern durch die Tätigung einer vertikalen Direktinvestition und der damit einhergehenden Kostenersparnis ihre Wettbewerbsfähigkeit, was sich positiv auf zukünftige Investitionstätigkeiten in Deutschland auswirken kann. Sie sichern damit die Beschäftigung der Stammbelegschaften, die anderenfalls aufgrund des zunehmenden Konkurrenzdrucks gefährdet wäre (vgl. Matthes, 2007, S. 103). Die Verteilung der Direktinvestitionsbestände nach Herkunftsländern zeigt, dass sich der Bestand der deutschen Auslandsinvestitionen im Jahr 2006 im Wesentlichen auf die USA und auf die ehemaligen 15 EU-Staaten bezieht (vgl. Römer, 2008, S. 43). Übrige Afrika Südamerika Asien USA EU Abb. 4: Deutsche Direktinvestitionsbestände im Ausland nach Regionen 2 Quelle: eigene Darstellung, in Anlehnung an: Deutsche Bundesbank, 2008a; Römer, 2008, S. 45). 2 im Jahr 2006, Anteile in Prozent, Übrige: darunter EU-Länder Mittel- und Osteuropas, Schweiz, Norwegen, Kanada, Australien und Russland. 10

16 Somit entfällt ein hoher Anteil der Direktinvestitionen auf die Industriestaaten und obwohl die Schwellen- und Entwicklungsländer an Bedeutung gewinnen, wird ihnen bei Auslandsinvestitionen nur eine geringe Rolle zugewiesen (vgl. Römer, 2008, S. 75). Die Befürchtung, dass nur noch in Asien und Osteuropa investiert wird, konnte folglich nicht bestätigt werden. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Direktinvestitionen einen positiven Effekt für die deutsche Wirtschaft haben und die Beschäftigungseffekte im Inland tendenziell eher positiv ausfallen (vgl. Remsperger, 2007, S. 10). 4. Bedrohungen und Risiken der Globalisierung sowie notwendige Anpassungen 4.1. Arbeitsmarkt und Humankapital Die weltweite Öffnung der Güter- und Faktormärkte hat die Lage auf den Arbeitsmärkten sehr stark und schnell gewandelt. Die Einbeziehung von China, Indien und anderen Entwicklungsländern in die weltweite Entwicklung führt zu einem zusätzlichen Arbeitsangebot aus dem Ausland, weshalb sich die Anzahl der für den Weltmarkt produzierenden Arbeitskräfte in der Vergangenheit stark erweitert hat. Ein vergrößerter Pool an globaler Arbeitskraft bringt jedoch auch beachtliche Lohnunterschiede an den globalen Arbeitsmärkten mit sich. Diese lassen sich zum einen durch Unterschiede in der Faktorausstattung, der Produktivität sowie in der Ausbildung und Leistungsfähigkeit der Arbeitskräfte und zum anderen in unterschiedlichen Lebensstandards und verschiedenen sozialen Absicherungen begründen. Diese Entwicklungen führen nicht nur zu einer neuen Weltarbeitsteilung, sondern auch zu globalen Herausforderungen und Anpassungsproblemen, die eine umfassende Politikgestaltung erfordern (vgl. Deutsche Bundesbank, 2006, S. 23f.). Globalisierung bewirkt, dass neben einer teilweisen Verlagerung der Produktion in Niedriglohngebiete auch die Zuwanderung von ausländischen Arbeitskräften eine Bedrohung für den deutschen Arbeitsmarkt darstellen kann. Bei einem erhöhten Arbeitsangebot in Deutschland geraten die Löhne unter Druck. Als Folge daraus können insbesondere die gering qualifizierten deutschen Arbeitskräfte Lohneinbußen erleiden und zählen somit zu den Verlierern der Globalisierung (vgl. Remsperger, 2007, S. 18f.). Migration stellt jedoch keinesfalls einen alleinigen Nachteil für die deutsche Wirtschaft dar, sondern kann auch positive Effekte beinhalten. So tragen ausländische Arbeitnehmer mit ihrer Arbeitskraft zum Wirtschaftswachstum in Deutschland bei. Kräftiges Wachstum kann durchaus sinkende Arbeitslosigkeit bewirken, was die Erfahrung anderer europäischer Länder wie bei- 11

17 spielsweise Spanien, Irland oder Holland zeigt (vgl. Remsperger, 2007, S. 20). Deutschland sollte aus diesem Grund eine selektive Zuwanderungspolitik betreiben, wobei eine Zuwanderung hoch qualifizierter Personen begünstigt wird, anstatt dass Anreize geschaffen werden, die den Anteil gering qualifizierter Zuwanderer erhöhen (vgl. Börsch-Supan, 2006, S. 31). Die Struktur der Arbeitsnachfrage hat sich des Weiteren dahingehend verändert, dass in Deutschland tendenziell hoch qualifizierte Arbeit stärker als gering qualifizierte Arbeit nachgefragt wird (vgl. Börsch-Supan, 2006, S. 21). Als mögliche Gründe dieser Verschiebung der Arbeitsnachfrage können zum einen produktionstechnologische Veränderungen und zum anderen die ökonomischen Gesetze der Arbeitsteilung genannt werden (vgl. Zimmermann, 2006, S. 66). Die Arbeitsplätze der Geringqualifizierten können im Wettbewerb nicht bestehen bleiben, wenn ihre Lohnkosten über ihrer Arbeitsproduktivität liegen. Eine Lohnanpassung nach unten ist zudem oftmals aufgrund von Mindestlöhnen nicht möglich (vgl. Deutsche Bundesbank, 2006, S. 23f.). In Deutschland ist die Arbeitslosenquote von Geringqualifizierten im Zeitraum 1994 bis 2004 um etwa sieben Prozentpunkte auf über 20 Prozent angestiegen. Ein Vergleich der Arbeitslosigkeit von gering qualifizierten Arbeitskräften in OECD-Ländern verdeutlicht, dass diese Entwicklung in Deutschland nicht zufrieden stellend verlaufen ist. So konnten die Geringqualifizierten im Vergleich zu anderen Ländern schlechter in den Arbeitsprozess integriert werden (vgl. Deutsche Bundesbank, 2006, S. 24; Remsperger, 2007, S. 16). Globalisierung erhöht zwar den Wettbewerbsdruck insbesondere auf die gering qualifizierten Arbeitnehmer, jedoch kann sie nicht als alleinige Ursache für die schlechten Chancen auf dem Arbeitsmarkt angesehen werden. Das Risiko der Arbeitslosigkeit steigt an, je geringer das erreichte Bildungsniveau bzw. der Qualifikationsgrad des Arbeitnehmers ist (vgl. Remsperger, 2007, S. 17). Ein hoher Bildungsstand ist Voraussetzung für gute Arbeitsmarktchancen, der nur mit einem leistungsstarken Bildungssystem erreicht werden kann. Es ist deshalb notwendig, der deutschen Bevölkerung eine gute Aus- und Weiterbildung zu bieten (vgl. Börsch-Supan, 2006, S. 32). Aus ökonomischer Sicht spricht man hierbei von Investitionen in Humankapital bzw. von Bildungsinvestitionen (vgl. Gundlach, 2006, S. 12). Eine umfassende Allgemeinbildung sowie eine marktnahe und berufsbegleitende Qualifikation der Erwerbspersonen werden somit im Zeitalter globaler Märkte immer wichtiger, um zum einen den Arbeitnehmern gute Einkommens- und Beschäftigungsperspektiven zu bieten und zum anderen die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands mit einer ausreichenden Ausstattung an Humankapital zu verbessern (vgl. Anger, Plünnecke und Seyda, 2006, S. 110). Aufgrund der Tatsache, dass 12

18 die Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu einem hohen Grad von ihrer Innovationsfähigkeit abhängt, sind auf Unternehmensseite erhöhte Investitionen in den Bereichen Fortbildung sowie Forschung und Entwicklung notwendig, um die Innovationskraft zu stärken (vgl. Deutsche Bundesbank, 2006, S. 26f.; Remsperger, 2007, S. 22f.). Mit einer angemessenen Bildungspolitik bzw. Umschulung können die Geringqualifizierten ihren Bildungsstand erhöhen und somit ebenfalls Gewinner der Globalisierung werden. Es gibt in Deutschland durchaus Branchen, die einen deutlichen Beschäftigungsaufbau zu verzeichnen haben. Insbesondere im technologie- und wissensintensiven Bereich profitieren die höher Qualifizierten von verbesserten Beschäftigungsmöglichkeiten (vgl. Matthes, Langhorst und Herzog, 2008, S. 31). Um eine Abwanderung von hoch qualifiziertem Personal sowie von deutschen Unternehmen in das Ausland zu begrenzen, sollten zum einen die soziale Absicherung verbessert und zum anderen die Abgabenquote, d.h. die Belastung des Arbeitnehmers durch Steuern und Abgaben, verringert werden. Die Attraktivität des Standortes Deutschlands und die damit einhergehende Wettbewerbsfähigkeit lässt sich des Weiteren durch eine Verringerung der Ertragssteuern für Unternehmen steigern (vgl. Klohn, 2008, S. 259f.). Die Globalisierung verstärkt die Probleme auf dem Arbeitsmarkt, als primäre Ursache ist jedoch die geringe Flexibilität der Märkte selbst zu nennen. Als erforderliche Anpassungsmaßnahmen sind zum einen insbesondere die Flexibilität der Löhne und der Lohnstruktur zu nennen und zum anderen die erforderliche Flexibilität, um nach einem Arbeitsplatzverlust in einem schrumpfenden Sektor schnell und einfach eine neue Beschäftigungsmöglichkeit in einem Bereich, der Arbeitskräfte benötigt, zu erhalten (vgl. Börsch- Supan, 2006, S. 32; Remsperger, 2007, S. 15) Aufstieg der Schwellenländer In der öffentlichen Diskussion wird vielfach befürchtet, dass ein Aufstieg der Schwellenländer den Wohlstand der Industrienationen bedroht (vgl. Matthes, Langhorst und Herzog, 2008, S. 35). Das Einbeziehen der Schwellenländer in die internationale Arbeitsteilung sowie deren hohe Investitionen in Bildung und Innovationen können einen schnellen technologischen Fortschritt begünstigen (vgl. Matthes, 2007, S. 45). Insbesondere Indien, China sowie die neuen osteuropäischen Länder der Europäischen Union entwickeln sich zu wettbewerbsfähigen Volkswirtschaften, die das weltweite Wirtschaftswachstum maßgeblich beeinflussen (vgl. Brügelmann, Fuest und Grömling, 2006, S. 2). 13

19 Der Nobelpreisträger Paul A. Samuelson sorgte mit seinem Artikel Where Ricardo and Mill Rebut and Confirm Arguments of Mainstream Economists Supporting Globalization im Sommer 2004 für Aufsehen. Er behauptet, dass internationaler Handel nicht immer zu Wohlfahrtsgewinnen für alle beteiligten Länder führen muss und eine Industrienation unter bestimmten Bedingungen auch langfristige Verluste erleiden kann. Die besondere Brisanz liegt darin, dass Samuelson sich in seinem Artikel explizit gegen andere renommierte Ö- konomen wie Gregory Mankiw, Alan Greenspan oder Jagdish Bhagwati wendet. Samuelson kritisiert deren generelle Aussage, dass die USA aufgrund des Gesetzes des komparativen Vorteils per Saldo immer Gewinner von Arbeitsplatzverlagerungen in das Ausland sei (vgl. Samuelson, 2004, S. 135f.). Um seine Aussage zu bestätigen, stellt Samuelson ein klassisches 2-Güter-2-Länder- Modell in der Tradition von David Ricardo auf, bei dem er als exemplarische Volkswirtschaften zum einen die USA als Industrienation (Inland) und zum anderen China als Entwicklungsland (Ausland) wählt. Samuelson untersucht zunächst den Fall, dass die USA bei beiden Gütern eine höhere Produktivität als China und somit absolute Vorteile haben. Sie besitzen zudem einen komparativen Vorteil in der Herstellung von Gut 1, China hingegen bei der Produktion von Gut 2. Samuelson zeigt in Übereinstimmung mit Ricardo, dass sich für beide Volkswirtschaften ein Vorteil ergibt, wenn sie sich aus der Autarkie lösen und vor dem Hintergrund komparativer Kostenvorteile miteinander Handel betreiben. Beide Länder spezialisieren sich vollständig auf das Gut, bei dem sie einen komparativen Vorteil haben, was eine Steigerung des Pro-Kopf-Einkommens beider Länder bewirkt (vgl. Samuelson, 2004, S. 137ff.). Als nächstes betrachtet Samuelson den Fall, wie sich ein technologischer Fortschritt im Entwicklungsland auf den Handel auswirken kann. Technisches Know-How kann beispielsweise durch Outsourcing 3 zu Aufholprozessen im Entwicklungsland führen. Bei einer Produktivitätssteigerung Chinas im Exportsektor (Gut 2) lassen sich weitere Handelsgewinne generieren und somit das Pro-Kopf-Einkommen der USA steigern, da die USA günstiger importieren können und sich somit ihre Terms of Trade 4 verbessern (vgl. Samuelson, 2004, S. 140). Samuelson geht in einem nächsten Fall davon aus, dass China aufgrund einer Erfindung oder Nachahmung seine Produktivität im Importsektor (Gut 1) erhöht und sich im Extrem- 3 Verlagerung geschäftlicher Tätigkeiten in das Ausland (vgl. Krugman und Obstfeld, 2008, S. 50). 4 Das Austauschverhältnis von Import- und Exportgütern zu realen Preisen (vgl. Krugman und Obstfeld, 2008, S. 129). 14

20 fall die Produktivitäten beider Länder genau angleichen. Es existieren nun keine komparativen Vorteile mehr und der Handel stellt sich ein. China konnte seine Position verbessern, da sie nicht mehr auf Importe angewiesen sind und das Gut 1 durch Eigenproduktion billiger erhalten. Für die USA hingegen bedeutet der Wegfall des Handels eine Rückkehr zum Autarkiezustand mit der Folge, dass sämtliche Spezialisierungs- und Handelsgewinne aus der internationalen Arbeitsteilung verschwinden und somit das reale Pro-Kopf-Einkommen sinkt (vgl. Samuelson, 2004, S. 140ff.). Samuelsons Artikel hat eine große öffentliche Aufregung ausgelöst. Der indische Ökonom Jagdish Bhagwati bestreitet Samuelsons Hypothese und richtete sich gemeinsam mit seinen Koautoren Arvind Panagariya und T.N. Srinivasan in einem Artikel gegen die Kritik des Outsourcings. Die Autoren analysieren anhand von drei Modellen das Phänomen der Verlagerung geschäftlicher Tätigkeiten in das Ausland. Sie kritisieren, dass das Modell von Samuelson insbesondere für das gewählte Beispiel der Auslagerung von Dienstleistungen unzutreffend sei. Eine Analyse der Autoren ergab, dass Dienstleistungen nur zu einem geringen Ausmaß in Entwicklungsländer verlagert werden (vgl. Bhagwati, Panagariya und Srinivasan, 2004, S. 93ff.). Dieser Einwand scheint demnach berechtigt zu sein, jedoch lässt sich Samuelsons Modell auch problemlos auf Exportgüter allgemein übertragen (vgl. Sachverständigenrat, 2004, S. 351f., Kasten 27). Die ausgelöste öffentliche Aufregung wird vom Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung für überzogen erklärt. Samuelson stelle weder die Ricardianische Freihandelstheorie in Frage noch fordere er die Abkehr vom Ziel weiterer Handelsliberalisierungen. Es werde lediglich ein möglicher Fall erklärt, dass bei freiem Handel Produktivitätsgewinne im Ausland unter bestimmten Bedingungen für das Inland schädlich sein können. Ein Zusammenbruch des Handels ist zumindest theoretisch denkbar und die Voraussetzungen dafür könnten durch Outsourcing näher rücken. Samuelson bestreitet nicht, dass eine Kompensation der Verluste durch Gewinne in anderen Bereichen möglich sei. Hierzu ist es jedoch wichtig, dass die Verlierer schnell einen neuen Arbeitsplatz in einem Bereich erhalten, in dem neue komparative Kostenvorteile entstehen (vgl. Sachverständigenrat, 2004, S. 351f., Kasten 27). Anderenfalls könnte auch Deutschland durch das Aufholen der Schwellen- und Entwicklungsländer unter bestimmten Bedingungen Wohlfahrtsverluste erleiden. In der Praxis bestätigt sich diese Befürchtung bislang nicht. Die deutsche Exportwirtschaft hat sich bisweilen gegen die zunehmende Konkurrenz aus den aufstreben Schwellenländern gut behauptet. Hierbei ist den deutschen Unternehmen zu gute gekommen, dass die 15

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