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1 An die Lernenden In der iconomix-zeitung «Du und das Geld» erfahren Sie viel Spannendes und Wissenswertes rund um das Thema Schweizerische Nationalbank (SNB) und ihre Auf gaben. Die beiliegende dient dazu, Ihr Wissen zu festigen, zu vertiefen und anzuwenden. Die Aufgaben sind in folgende drei Kategorien aufgeteilt: * Aufgaben mit einem Stern Das sind eher einfache Wissensaufgaben, mit denen Sie Ihre Kenntnisse prüfen können. ** Aufgaben mit zwei Sternen Diese Aufgaben sind ein wenig anspruchsvoller, denn es geht nicht nur um reines Wissen, sondern auch um Berechnungen, Stellungnahmen und Begründungen. Zudem müssen Sie ein Thema aus einem anderen Blickwinkel (Perspektivenwechsel) betrachten und beurteilen. *** Aufgaben mit drei Sternen Bei diesen Aufgaben handelt es sich um sogenannte Gestaltungsaufgaben. Die Fragestellungen sind anspruchsvoller und das Lösen nimmt mehr Zeit in Anspruch. Zudem verlangen Drei- Stern-Aufgaben eigene Überlegungen und Schlussfolgerungen. Die Aufgaben im Überblick Eine Hunderternote 1 * 2 * 3 * 4 *** Geld gestern und heute 5 * 6 *** 7 * 8 *** Die SNB 9 *** 10 * 11 ** Franken und Gold 12 ** 13 ** Geldkreislauf 14 ** Banknoten 15 * 16 *** Wert des Geldes 17 * 18 ** 19 *** 20 * 21 * Zahlungsverkehr 22 ** 23 * Wechselkurse 24 ** 25 ** 26 ** 27 ** Mein erstes Geld 28 * Was ist iconomix.ch? iconomix heisst das webbasierte Ökonomielehrangebot der Schweizerischen Nationalbank (SNB), mit Unterrichtsmaterialien zum Downloaden und Bestellen. iconomix will bestehende Ökonomielehrwerke ergänzen und die Lehrpersonen bei der Umsetzung von Lehrplanzielen unterstützen, die ökonomisches Denken und ökonomische Kompetenzen beinhalten. Es richtet sich an Schweizer Lehrpersonen der Sekundarstufe II (Mittel- und Berufsfachschulen), die Wirtschafts- und Gesellschaftsfächer unterrichten. 1 20

2 Seite 2/3 Eine Hunderternote 1. Einkaufsliste Erstellen Sie eine Liste mit alltäglichen Produkten und Dienstleistungen, für die Sie selber aufkommen müssen. Stoppen Sie mit der Auflistung, sobald der Betrag von 100 Franken erreicht ist. Vergleichen Sie Ihre 100-Franken-Liste mit jener einer Kollegin / eines Kollegen. Diskutieren Sie die Frage: «Was bekommen wir für eine Hunderternote?». Beispiel: Produkt bzw. Dienstleistung Bemerkung Betrag in Fr. Bahnbillett, Dienstag Berufsschule Baden Mittagessen, Dienstag Restaurant Nordportal Meine 100-Franken-Liste: Produkt bzw. Dienstleistung Bemerkung Betrag in Fr. 2 20

3 Seite 2/3 Eine Hunderternote Fortsetzung 2. Geld brauchen Studieren Sie die Seiten 2 und 3 der Zeitung und beantworten Sie folgende Fragen. a. Sie haben einen Geschenkgutschein im Wert von 140 Franken bekommen. Wie viele Alben für 20 Franken können Sie in itunes downloaden? b. Wie weit transportiert Sie ein Berner Taxifahrer für eine Fünfzigernote? c. Sie kaufen für 20 Franken Schweizer Äpfel. Wie viele Kilogramm erhalten Sie? d. Angenommen, Sie würden in Indien leben. Wie viel müssten Sie für eine Mahlzeit in einem Restaurant ausgeben? (Antwort in Schweizer Franken) e. Sie bekommen von Ihrer Grossmutter eine Zwanzigernote geschenkt. Wie viele Energiedrinks könnten Sie damit am Automaten kaufen? f. Angenommen, Sie müssten einen Spitalaufenthalt selber bezahlen, hätten aber nur 700 Franken zur Verfügung. Wie viele Tage könnten Sie im Spital bleiben? 3 20

4 Seite 3 Eine Hunderternote Fortsetzung 3. Kaufkraft Studieren Sie die Box auf Seite 3 rechts unten. Beurteilen Sie, ob die folgenden Aussagen richtig oder falsch sind. Kreuzen Sie die korrekten Aussagen an und erklären Sie bei den falschen Aussagen in einem vollständigen Satz, wieso diese nicht korrekt sind. Sinkt die Kaufkraft, so kann man mit einem bestimmten Betrag mehr kaufen. Die Kaufkraft kann man messen, indem man einen Warenkorb mit den wichtigsten Gütern und Dienstleistungen zusammenstellt. Kostet der Warenkorb mehr als früher, so ist die Kaufkraft gesunken. Wenn alles teurer wird, sinkt die Kaufkraft. Um den Warenkorb für die Berechnung der Kaufkraft zusammenzustellen, geht das Statistikteam des Bundes regelmässig in alle möglichen Shoppingcenter einkaufen. Die Kaufkraft ist im Vergleich zu früher gesunken. Mit einer Zwanzigernote hätte man früher mehr Kilometer mit dem Taxi zurücklegen können. 4. Die guten alten Zeiten Sie hören eine ältere Dame klagen: «Früher war alles günstiger! Für eine Tasse Kaffee habe ich damals nur 70 Rappen bezahlt!» Tatsächlich war die Kaufkraft vor einiger Zeit beträchtlich höher als heute. Geht es uns deswegen wirklich schlechter als früher? Notieren Sie in drei bis fünf vollständigen Sätzen, was Sie der Dame entgegnen. 4 20

5 Seite 4 Geld gestern und heute 5. Vorteile und Funktionen von Geld Setzen Sie die folgenden Begriffe in den Lückentext ein: Münzen, verderben, Zahlungsmittel, Recheneinheit, aufbewahrt, vergleichen, Wertaufbewahrungsmittel, tauschen Münzen und Noten können im Gegensatz zu Fleisch und Getreide nicht. Geld kann also besser werden. Zudem ist der Handel viel einfacher, da wir nicht mehr wie früher Ware gegen Ware müssen, sondern für den Kauf und Verkauf einsetzen können. Ein weiterer Vorteil: Dank der Erfindung des Geldes können wir die Preise besser. Geld hat also folgende drei Funktionen: Es dient als, als und als. 6. Funktionen von Geld In verschiedenen Teilen der Erde wurde über lange Zeit Salz als Tauschmittel verwendet. So bezahlten z.b. die Römer ihre Legionäre teilweise mit Salz. Daher auch die Begriffe «Salär» und «salary» (Lohn, Gehalt), die auf das lateinische «sal» (Salz) zurückgehen. Erklären Sie anhand der drei Funktionen des Geldes (Zahlungsmittel, Wertaufbewahrungsmittel, Recheneinheit), weshalb sich Salz als Geld eignet. Zahlungsmittel Wertaufbewahrungsmittel Recheneinheit Bonusaufgabe: Können Sie sich vorstellen, weshalb sich Salz schliesslich doch nicht als Tauschmittel durchsetzte? Notieren Sie Ihre Überlegungen in drei bis fünf vollständigen Sätzen. 5 20

6 Seite 4/5 Geld gestern und heute Fortsetzung 7. Geld gestern und heute Lesen Sie die Seite 4 aufmerksam durch und studieren Sie den Zeitstrahl unten auf den Seiten 4 und 5. Beurteilen Sie, ob die folgenden Aussagen richtig oder falsch sind. Kreuzen Sie die korrekten Aussagen an und erklären Sie bei den falschen Aussagen in einem vollständigen Satz, wieso diese nicht korrekt sind. Schon lange vor der Erfindung der Münzen wurden Muscheln und Schmuckgegenstände als Zahlungsmittel verwendet. Auch Ziegelsteine würden sich als Zahlungsmittel eignen. Fälschungen von Zahlungsmitteln kennt man erst in der Neuzeit. Noch bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts existierten in der Schweiz verschiedene Währungen. Durch das Geld wurde das Sparen nicht nur einfacher, sondern auch günstiger. 8. Geld- oder Tauschwirtschaft Geld hat sich durchgesetzt, weil eine Geldwirtschaft gegenüber einer Tauschwirtschaft im Vorteil ist. Erklären Sie, wieso sich ein Handel mit Geld schneller und günstiger abwickeln lässt. Machen Sie dazu auch Beispiele. 6 20

7 Seite 5 Die SNB 9. Vertrauen Ihre Kollegin behauptet: «Früher konnte man eine Banknote auf der Bank jederzeit gegen Gold eintauschen. Heute muss man darauf vertrauen, dass Banknoten nicht plötzlich wertlos werden.» Was halten Sie von ihrer Behauptung: Ist «Vertrauen» heute wichtiger als früher? Antworten Sie in drei bis fünf vollständigen Sätzen. Wie wird in der Schweiz dafür gesorgt, dass man Banknoten vertrauen kann, obwohl man sie nicht jederzeit gegen Gold eintauschen kann? Antworten Sie in zwei bis drei vollständigen Sätzen. 7 20

8 Seite 6 Die SNB Fortsetzung 10. Wichtigste Bank Beurteilen Sie, ob die folgenden Aussagen richtig oder falsch sind. Kreuzen Sie die korrekten Aussagen an und erklären Sie bei den falschen Aussagen in einem vollständigen Satz, wieso diese nicht korrekt sind. Wie die meisten anderen Staaten hat auch die Schweiz eine sogenannte Zentralbank. Sie heisst bei uns Schweizerische Nationalbank; die Abkürzung lautet SNB. Banknoten dürfen in der Schweiz nur von der Nationalbank und den Kantonalbanken herausgegeben werden. Die SNB gehört zur Mehrheit den Kantonen und dem Bund. Die SNB ist für die Preisstabilität zuständig. Sie muss darauf achten, dass die Preise nicht zu stark steigen oder sinken. Bei der SNB kann man nur ein Konto eröffnen, wenn man einen Schweizer Pass hat. 8 20

9 Seite 6 Die SNB Fortsetzung 11. Hauptaufgaben der Nationalbank Verbinden Sie mit Linien die Tätigkeiten der Nationalbank mit der entsprechenden Hauptaufgabe. Hinweis: Eine Tätigkeit kann auch mehrfach zugeordnet werden. Preisstabilität Genügend Banknoten in Umlauf halten Konjunktur im In- und Ausland laufend beobachten und viermal im Jahr eine Inflationsprognose erstellen Geldversorgung Gefahrenquellen für das Finanzsystem analysieren Das Preisniveau nicht anhaltend und stark steigen oder sinken lassen Finanzstabilität Bargeldlosen Zahlungsverkehr sicherstellen 9 20

10 Seite 7 Franken und Gold 12. Unabhängigkeit der Zentralbank Das Königreich Fantasia ist stark verschuldet. Der Bau des prunkvollen Schlosses von König Fantos kostete viel mehr, als der König je an Steuern von seinen Untertanen eintreiben kann. Um sich aus der misslichen Lage zu befreien, kommt der König auf die Idee, massenhaft Banknoten zu drucken. Damit möchte er seine Schulden bezahlen. Schliesslich ist er Alleinherrscher und darf das. Was wird die Folge von König Fantos massiver Gelddruckerei sein? Antworten Sie in zwei bis drei vollständigen Sätzen. Was tut die Schweiz (und viele andere Länder), damit die Regierung nicht einfach Geld drucken kann, um ihre Schulden zu bezahlen? Antworten Sie in zwei bis drei vollständigen Sätzen

11 Seite 7 Franken und Gold Fortsetzung 13. Kreuzworträtsel zu Franken und Gold Studieren Sie die Seite 7. Lösen Sie danach das Kreuzworträtsel. Wenn Sie alle Wörter korrekt einsetzen, erhalten Sie das Lösungswort. 1 Früher hatte die SNB für jede ausgegebene Banknote den in Gold an Lager. 2 Das Gold wird aus Sicherheitsgründen an verschiedenen gelagert. 3 Gold kann man kaum. 4 Gold gilt als. 5 Nicht sicher ist, ob sich auch in Bern unter dem ein Goldlager befindet. 6 Die Direktoriumsmitglieder dürfen von niemandem entgegennehmen. 7 Heute hält die SNB nur noch einen Teil ihrer in Gold. 8 Die oberste Geschäftsleitung der SNB besteht aus Mitgliedern. 9 Die Mitglieder des Direktoriums werden vom Bundesrat. 10 Die Schweizerische wurde 1907 gegründet Lösungswort 11 20

12 Seite 8 Geldkreislauf 14. Geldkreislauf Studieren Sie die Austauschbeziehungen auf Seite 8. Zeichnen Sie danach die Zahlungs- und Leistungsströme ein, die in den folgenden Situationen entstehen, und beschriften Sie sie. Verwenden Sie für jede Situation eine andere Farbe. Situation A: Sie eröffnen ein Konto bei der Bank und zahlen 1000 Franken ein. Situation B: Situation C: Situation D: Die Firma Fleiss AG möchte expandieren und muss dazu eine neue Produktionsanlage kaufen. Um die Maschine finanzieren zu können, nimmt die Firma Fleiss AG einen Kredit bei der Bank auf. Das Geschäft der Firma Fleiss AG läuft so gut, dass sie sich entschieden hat, mehr Mitarbeiter einzustellen und bessere Löhne zu zahlen. Die Bank versorgt sich mit Geld durch Repo-Geschäfte mit der SNB. NATIONALBANK BANKEN Foto: istockphoto Foto: Keystone Foto: istockphoto Foto: Keystone HAUSHALTE UNTERNEHMEN 12 20

13 Seite 9 Banknoten 15. Fälschungen Welche vier Sicherheitsmechanismen existieren wirklich in Schweizer Banknoten? Kreuzen Sie an. Zauberzahl Froschzahl Lochzahl Selbstzerstörungsmechanismus bei mehrmaligem Falten Pferdenummer Seriennummer Bärengraben Chamäleonzahl 16. Fälschungen im Dritten Reich Das nationalsozialistische Deutsche Reich liess im Zweiten Weltkrieg im Konzentrationslager Sachsenhausen schätzungsweise 100 Millionen britische Pfundnoten fälschen. Ziel war es, gefälschte Pfundnoten in so grossen Mengen über England abzuwerfen oder auf Umwegen über neutrale Staaten einzuschleusen, dass die englische Währung ins Wanken gerät. Der Plan konnte aber nie vollends umgesetzt werden. Weshalb ist es wichtig, dass Banknoten so fälschungssicher wie möglich sind? Antworten Sie in drei bis fünf vollständigen Sätzen. Was wollte das nationalsozialistische Deutschland mit der Fälschungsaktion wohl erreichen? Antworten Sie in drei bis fünf vollständigen Sätzen

14 Seite 10 Wert des Geldes 17. Veränderung des Preisniveaus Lesen Sie die Seite 10 aufmerksam durch und entscheiden Sie im folgenden Text, welches der beiden vorgeschlagenen Wörter das richtige ist. Unterstreichen Sie Ihre Lösung. Ein Anstieg des allgemeinen Preisniveaus lässt die Kaufkraft des Geldes (sinken / steigen). Das nennt man (Deflation / Inflation) und bedeutet, dass ein bestimmter Geldbetrag (mehr / weniger) Wert hat. Wer also etwas gespart hat, wird sich wegen der Inflation mit dem Ersparten weniger kaufen können. Für jemanden, der Schulden hat, bedeutet Inflation, dass er dank (gefallenen / gestiegenen) Preisen dazu gehören auch Löhne seine Schulden günstiger begleichen kann. 18. Geldpolitik und Inflation Stellen Sie sich vor, die Preise drohen zu steigen (Inflationsgefahr). Deshalb entschliesst sich die Schweizerische Nationalbank, die Leitzinsen zu ändern. Bringen Sie zuerst im oberen Teil der Tabelle die folgenden drei Begriffe in die richtige Reihenfolge: Geldmenge, Leitzins, Preisniveau. Geben Sie anschliessend an, ob die Nationalbank den Leitzins erhöhen oder senken wird und wie sich die Leitzinsänderung auf die anderen Grössen auswirkt. 19. Inflation Weshalb spricht man nicht von Inflation, wenn sich der Benzinpreis vor dem Osterwochenende erhöht oder wenn die Schachtel Zigaretten teurer wird? Antworten Sie in zwei bis drei vollständigen Sätzen. In der Regel überschätzt die gemessene Inflation die tatsächliche Geldentwertung. Weshalb? Begründen Sie Ihre Antwort in zwei bis drei vollständigen Sätzen

15 Seite 11 Wert des Geldes Fortsetzung 20. Hyperinflation Auf Seite 11 der Zeitung sind am Beispiel der Krise in Deutschland in den 1920er-Jahren die Ursachen und Folgen der Hyperinflation beschrieben. Beurteilen Sie, ob die folgenden Aussagen richtig oder falsch sind. Kreuzen Sie die korrekten Aussagen an und erklären Sie bei den falschen Aussagen in ein bis zwei vollständigen Sätzen, wieso diese nicht korrekt sind. Von einer Hyperinflation spricht man, wenn das Preisniveau innerhalb eines Jahres um über 50 Prozent ansteigt. Zu einer Hyperinflation kann es nur kommen, wenn zu viel Geld gedruckt wird. Bei einer Hyperinflation von jährlich 2000% wären meine Ersparnisse von 3000 Franken nach 12 Monaten nur noch 600 Franken wert. 21. Bild aus den 20er-Jahren Mit welcher Aussage lässt sich dieses Bild am besten erklären? Kreuzen Sie die korrekten Aussagen an und erklären Sie bei den falschen Aussagen in ein bis zwei vollständigen Sätzen, wieso diese nicht korrekt sind. Diese Kinder übten für die berühmte Kindermeisterschaft im «Banknotenbündel-Turm-Bauen». Kinder beim Spielen mit Banknoten. Die Hyperinflation in den 20er-Jahren machte viele Menschen sogar Kinder reich. In den 20er-Jahren führte in Deutschland eine Hyperinflation dazu, dass Banknoten praktisch wertlos und damit zum Spielzeug der Kinder wurden

16 Seite 12 Zahlungsverkehr 22. Bargeldloser Zahlungsverkehr I Lesen Sie die unten stehenden Begriffe und Vorgänge rund um den Zahlungsverkehr aufmerksam durch. Zum besseren Verständnis sollten Sie auch die Seite 12 der Zeitung studieren. Verbinden Sie mit Linien die Begriffe mit dem dazu passenden Text. Giral- oder Buchgeld Rund 60 Milliarden Schweizer Franken sind heute als Bargeld im Umlauf. Das sind nur circa 6% des Geldes. Der grösste Teil lagert bargeldlos auf den Computern der Banken. Swiss Interbanking Clearing Die Bank lagert mein Erspartes nicht einfach im Tresor. Sie gibt es zum Beispiel als Kredit für einen Hauskauf weiter. Geldschöpfung Täglich kommt es zu Millionen von Überweisungen in verschiedenen Währungen von einer Bank zur anderen. Dabei wird das Geld zwischen den Banken über ein zentrales Zahlungssystem überwiesen

17 Seite 12 Zahlungsverkehr Fortsetzung 23. Bargeldloser Zahlungsverkehr II Beurteilen Sie, ob die folgenden Aussagen richtig oder falsch sind. Kreuzen Sie die korrekten Aussagen an und erklären Sie bei den falschen Aussagen in ein bis zwei vollständigen Sätzen, wieso diese nicht korrekt sind. Die Schweiz ist ein Sonderfall, denn nur bei uns sind die Banken für die Volkswirtschaft wichtig. Der grösste Teil des Geldes ist in Form von Noten und Münzen im Umlauf. Holten alle Menschen gleichzeitig das Geld von ihrer Bank, würde die Bank zusammenbrechen. Der Grund liegt darin, dass Banken einen grossen Teil der Gelder verleihen. Daher können sie gar nicht das ganze Geld auf einmal auszahlen. Obwohl wir heute oft mit Karte bezahlen, müssen Banken untereinander das Geld immer noch in Form von Bargeld überreichen. Deshalb sieht man auf den Strassen so viele Werttransporter. Das Zahlungssystem wird auch als «Nervensystem der Finanzbranche» bezeichnet. Die Nationalbank hat die Aufgabe, dieses System zu überwachen. Wenn wir Geld zur Bank bringen, leiht die Bank dieses Geld jemandem in Form eines Kredites aus. Wir haben also das Geld auf unserem Konto und gleichzeitig hat es der Kreditnehmer auf seinem Konto. Die Bank hat somit Geld geschöpft

18 Seite 13 Wechselkurs 24. Wechselkurse Der Euro-Franken-Kurs liegt gegenwärtig bei rund 1.20 (Juni 2013). Vor fünf Jahren lag er aber noch bei rund 1.60 (Juni 2008). Beurteilen Sie, welcher Kurs in der jeweiligen Situation besser (günstiger) für Sie ist. Kreuzen Sie entsprechend an (2008) 1.20 (2013) Sie leben und arbeiten in der Schweiz und verbringen Ihre Ferien jeden Sommer auf Mallorca (Spanien). Sie sind Geschäftsleiter eines Hotels in der Schweiz und machen Ihr Geld vor allem mit Touristen aus Deutschland und Frankreich. Sie leben und arbeiten in der Schweiz und bestellen im Internet eine grosse Menge spezieller Pasta aus Italien. Sie leben und arbeiten in Frankreich und verbringen im Winter Ihren Ski-Urlaub gerne in Davos. Sie sind Chef/-in einer Emmentaler-Käserei und darauf angewiesen, dass Ausländer Ihren Käse kaufen. Sie leben in der Schweiz und gewinnen bei «Deutschland sucht den Superstar». Die Siegesprämie wird Ihnen in Euro ausbezahlt. Sie leben in der Schweiz nahe an der deutschen Grenze und tätigen Ihren Wocheneinkauf daher in Deutschland

19 Seite 13 Wechselkurs Fortsetzung 25. Starker Franken Füllen Sie die Lücken mit den nachstehenden Begriffen. Achtung: Nicht alle Begriffe müssen verwendet werden. mehr, der Preis, stärker, Euro, leichter, weniger, gestiegen, Franken, gesunken, Dollar Man hört heute oft, dass der Wert des Frankens gegenüber jenem des Euros gestiegen ist. Der Wechselkurs hat aber abgenommen: Vor fünf Jahren lag er bei rund 1.60, heute bei Weshalb spricht man trotzdem davon, dass der Franken geworden ist? In der Schweiz ist der Wechselkurs in der sogenannten Preisnotierung angegeben. Diese gibt an, wie hoch in Franken für eine Einheit ausländischer Währung ist. Der Wechselkurs von 1.20 bedeutet, dass wir für 1 Euro 1.20 Franken bezahlen müssen. In den letzten Jahren ist der Preis, den wir für Euros bezahlen müssen,. Wenn wir weniger für einen bezahlen müssen, heisst das, dass der Euro wert ist, beziehungsweise dass der Franken gegenüber dem Euro mehr Wert hat. Man sagt auch, der Franken ist gegenüber dem Euro stärker geworden. 26. Geld wechseln in Deutschland Sie schlendern durch die Gassen einer Stadt in Deutschland und kommen an einer Wechselstube vorbei. Dort ist der Wechselkurs für Schweizer Franken mit 0.83 angegeben. Sie haben aber im Kopf, dass der Wechselkurs bei rund 1.20 liegt. Hat sich die Wechselstube verrechnet? Begründen Sie Ihre Antwort in zwei bis drei vollständigen Sätzen. 27. Mindestkurs Lesen Sie den folgenden Text und unterstreichen Sie die richtige Lösung. Im September 2011 führte (der Bundesrat / die Schweizerische Nationalbank) einen Mindestkurs gegenüber dem Euro von (1.20 / 1.80) ein. Grund für diesen Schritt war die grosse Nachfrage nach dem Schweizer Franken. Viele Ausländerinnen und Ausländer wollten Schweizer Franken kaufen. Die Folge war, dass der Kurs des Schweizer Frankens gegenüber jenen des Euros fiel. Man spricht auch davon, dass sich der Franken gegenüber dem Euro stark (abgewertet / aufgewertet) hat. Gefreut hat dies vor allem jene Personen, die viel im (Euroraum / Inland) einkaufen oder in die Ferien gehen. Doch Firmen, die viel (exportieren / importieren), litten unter dieser Entwicklung. Denn Güter und Dienstleistungen aus der Schweiz wurden für Menschen und Firmen im Euroraum (günstiger / teurer) und daher weniger attraktiv. Weil die ungewöhnlich schnelle und starke Zunahme der Frankenstärke die gesamte Schweizer Wirtschaft und die Preisstabilität zu gefährden drohte, stoppte die Nationalbank die weitere (Abwertung / Aufwertung) des Frankens mit der Einführung einer Wechselkursuntergrenze

20 Seite 16 Mein erstes Geld 28. Mein erstes Geld Auf der letzten Seite äussern sich verschiedene Persönlichkeiten zum Thema Geld. Wie sieht es bei Ihnen aus? Diskutieren Sie die folgenden Fragen: Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient? Was haben Sie damit gemacht? Welche Bedeutung hat Geld für Sie? 20 20

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