Dickes Fell und starke Nerven innere Stärke und psychische Widerstandskraft (Resilienz) entwickeln für Stress, Krisen und Veränderungen

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1 Dickes Fell und starke Nerven innere Stärke und psychische Widerstandskraft (Resilienz) entwickeln für Stress, Krisen und Veränderungen Foto: H.Grötzschel

2 [Übergreifende] Schutzfaktoren von Erzieher/-innen Teamarbeit, Unterstützung Austausch, gegenseitige Wertschätzung Konstruktive Zusammenarbeit auch mit den Eltern Kommunikation und Wertschätzung Resilienz (psychische Widerstandskraft) Was hält unsere Seele gesund? u.a. Lösungsorientierung Eigenverantwortung Gute Erholungsfähigkeit Stressbewältigungskompetenzen Partizipative Gestaltung Möglichkeiten zur Mitentscheidung Handlungsspielräume Führung und Beteiligung Realistische Ziel-und Leistungsvorgaben Anspruchsvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit Handhabbarkeit Sinnhaftigkeit Verstehbarkeit/Wissen Gute Arbeitsorganisation Stabilität /Flexibilität Iris Becker-Grötzschel 2015

3 Resilienz was ist das eigentlich? Mit Resilienz werden die inneren Kräfte bezeichnet, die es uns ermöglichen, Krisen und Schwierigkeiten nicht nur zu überwinden, sondern gestärkt daraus hervorzugehen. Resilienz wird als Synonym für Widerstandsfähigkeit, Belastbarkeit oder Elastizität verwendet.

4 Resiliente Menschen haben ein positives Selbstkonzept: ICH HABE: Menschen die mich gerne haben, und Menschen die mich stützen und mir helfen (sichere Basis) ICH BIN: eine liebenswerte Person und respektvoll mir und anderen gegenüber (Selbstwertschätzung) ICH KANN: Wege finden, Probleme zu lösen und mich selbst zu steuern (Selbstwirksamkeit)

5 Lässt sich Resilienz fördern oder gar trainieren? JA! Resilienz ist kein angeborenes Persönlichkeitsmerkmal sondern das Ergebnis von Lernerfahrungen! Resilienz ist ein dynamischer Anpassungs- und Entwicklungsprozess, der aktiv angestoßen sowie gestärkt werden kann!!!

6 Resilienzförderung.beginnt deshalb mit einer wertschätzenden Erkundung, wie es uns bisher gelungen ist, mit belastenden Einflüssen fertig zu werden

7 Übung Halten Sie dazu auf einem Blatt fest, welche Krisen Sie in Ihrem Leben bereits gemeistert und/oder welche kritischen Lebensereignisse Sie erfolgreich bewältigt haben! Und stellen sie sich dazu folgende Fragen: Wie haben Sie dieses geschafft? Welche Fähigkeiten und Ressourcen konnten Sie nutzen? Wer hat sie ermutigt und unterstützt? Inwiefern haben Ihnen diese Erfahrungen im Umgang mit künftigen Widrigkeiten geholfen?

8 Resilienzförderung besteht aber auch darin einer Fokussierung auf Probleme und Widrigkeiten entgegenzuwirken richtet den Blick von den Problemen auf die verfügbaren Ressourcen und Potentiale zur Bewältigung

9 Wir begeben uns auf Schatzsuche statt auf Fehlerfahndung!!!

10 7 Schlüssel zur Resilienz* *Ergebnisse der Längschnittstudie auf Hawaii (n=700) von Emmy Werner (1982) (Werner 1982, Heller 2012)

11 Optimismus Glauben Sie fest daran, dass Krisen zeitlich begrenzt sind und überwunden werden können Bleiben Sie neugierig, flexibel und lernbereit Betrachten Sie Fehlversuche als Lernerfahrungen und Kritik als kostenlose Beratung. Üben Sie sich in Flexibilität

12 Akzeptanz Üben Sie sich im Loslassen und Akzeptieren Trauern Sie um das, was Sie verlieren, aber lassen Sie es los Akzeptieren Sie, was Sie nicht ändern können

13 Lösungsorientierung Suchen Sie nicht Fehler, sondern Lösungen Es gilt zu überlegen wie man das Beste aus der Situation machen kann Welche Lösungen gibt es für die gegenwärtige Situation? Aber auch wie gehe ich mit dem Stress um, der eine gegenwärtige akute Krise begleitet?

14 Selbstwirksamkeit Eine wichtige Rolle beim Umgang mit kritischen Ereignissen, belastenden Lebensumständen und widrigen Arbeitsbedingungen spielen unsere Grundannahmen über uns selbst und die Welt Wer sich selber für einen wertvollen Menschen hält, die eigenen Bedürfnisse wichtig nimmt (Selbstfürsorge), sich abgrenzen und Nein sagen kann (Selbstverantwortung) und seine Fähigkeiten und Einflussmöglichkeiten realistisch einschätzt, wird weniger schnell unter den Lasten des Lebens zusammenbrechen als Menschen mit geringem Selbstwertgefühl Vertrauen Sie sich und Ihren Fähigkeiten Stärken Sie Ihre Selbstsicherheit, indem Sie positives Feedback festhalten und Menschen Ihres Vertrauens um Feedback bitten

15 (Selbst-)Verantwortung Übernehmen Sie Verantwortung für Ihr Leben Sie können nicht alles beeinflussen, aber Sie können Handlungsspielräume nutzen Sorgen Sie gut für sich Achten Sie auf eine gesunde Balance von Anspannung und Entspannung, auf ausreichend Schlaf, Bewegung und eine gesunde Ernährung Bewahren Sie sich Ihren Humor

16 Netzwerkorientierung Je belastender die Situation ist, desto wichtiger sind für den Betroffenen: Menschen, die zuhören Wut, Enttäuschung oder Resignation aushalten beim Sortieren der Gedanken und Gefühle behilflich sind Zuversicht vermitteln, ohne eine Lösung vorzugeben Deshalb ist es sinnvoll, in tragfähige, belastbare Beziehungen zu investieren und eine Ich-muss-da-alleine-durch -Haltung abzulegen

17 Zukunftsorientierung Setzen Sie sich mit eigenen Werten, Zielen und Zukunftsvorstellungen als mögliche Sinnstifter und zur Stärkung des Sinnerlebens auseinander Finden Sie eine Antwort auf die Frage, was Ihr Leben sinn- und wertvoll macht Was ist mir wichtig? Setzen und formulieren Sie sich Ziele nach der SMART-Formel:

18 SMART - Formel S= spezifisch (so konkret wie möglich) M= messbar (Kriterien finden, an denen man seine Ziele messen kann statt mehr Zeit für mich haben täglich eine halbe Stunde lesen ) A= angemessen / akzeptiert (erreichbare Ziele setzen) R= realistisch (Ziele müssen möglich sein) T= terminiert (Zeitrahmen setzen: wann fange ich konkret an, wann möchte ich was erreicht haben?)

19 Bewahre mich vor dem naiven Glauben, es müsste im Leben alles gelingen. Schenke mir die nüchterne Erkenntnis, dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind, durch die wir wachsen und reifen. (Antoine de St. Exupéry, aus Die Stadt der Wüste ) Foto: H.Grötzschel

20 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!!! Iris Becker-Grötzschel Dipl. Pädagogin, Heilpraktikerin für Psychotherapie Ausbildung in Integrativer Therapie, Gestalt(sozio)therapie und psychosozialer Beratung Praxis für Psychotherapie (HPG) und Psychosoziale Beratung Weingasse Eppstein - Tel 06198/ Foto: H.Grötzschel

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