Von der Entstehung eines Gebäude- und Sicherheits- Managementsystems

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1 Von der Entstehung eines Gebäude- und Sicherheits- Managementsystems - von 0 auf Datenpunkte in 5 Jahren - Thorsten Huxel, Global Facility Management, SAP AG Oliver Gutzeit, Systems Integration, LAE Engineering GmbH Stand: Juni 2008

2 Agenda 1. SAP AG Zahlen und Fakten 1.1. Mitarbeiter + Flächen 1.2. Technik 2. Entstehung eines Gebäude- und Sicherheitsmanagementsystems 2.1. Motivation 2.2. Entscheidungsprozess 2.3. Stufenweise Errichtung 3. Die Managementlösung 4. Hürden & Fallstricke SAP 2008 / Page 2

3 SAP AG Zahlen und Fakten SAP AG Gründungsjahr: 1972 Hauptsitz: Walldorf, Baden Systeme,Anwendungen,Produkte in der Datenverarbeitung Führender Anbieter von Unternehmenssoftware Drittgrößter unabhängiger Softwarelieferant der Welt mehr als Kunden weltweit Niederlassungen in mehr als 50 Ländern Mitarbeiter Weltweit: Mitarbeiter Walldorf / Rot: ca Mitarbeiter Flächen (Deutschland) Gebäudefläche: ca m² Parkfläche: ca m² Rechenzentrumsfläche: ca m² SAP 2008 / Page 3

4 SAP AG Zahlen und Fakten Facility Management (Standorte Walldorf & Rot) Stromenergiebedarf: Installierte Heizleistung: Installierte Kälteleistung: Installierte Generatorleistung: Installierte USV Leistung: 13 GWh bei 25 MW Leistungsbezug 25 MW: BHKWs, Kessel und Wärmepumpen 45 MW: Kältemaschinen, Absorber und Wärmepumpen 30 MW: Dieselgeneratoren 35 MW: Statische USV-Anlagen Verwaltete SPS-Steuerungen: 130 Siemens S7-Steuerungen 40 Andover Zentralen mit 2000 Unterstationen SAP 2008 / Page 4

5 SAP AG Zahlen und Fakten Security Management (Standorte Walldorf & Rot) 2 Sicherheitsleitstellen Brandmelder in Linien 550 Sprechstellen 275 Kameras 79 Wählgeräte auf 4 Alarmempfangseinrichtungen SAP 2008 / Page 5

6 SAP AG Zahlen und Fakten IT Management (Standorte Walldorf & Rot) eigenständige IT Alarmzentrale Rechenzentrumsplanung 5 Rechenzentren mit m² Grundfläche High Density Areas Packungsdichte bis zu 1500 Server auf 75 m² Kälte- und Stromenergiebedarf: 15 KW/m² Server Kundensysteme 300 TB Backup Volumen pro Tag SAP 2008 / Page 6

7 Agenda 1. SAP AG Zahlen und Fakten 1.1. Mitarbeiter + Flächen 1.2. Technik 2. Entstehung eines Gebäude- und Sicherheitsmanagementsystems 2.1. Motivation 2.2. Entscheidungsprozess 2.3. Stufenweise Errichtung 3. Die Managementlösung 4. Hürden & Fallstricke SAP 2008 / Page 7

8 Entstehung eines Gebäude- und Sicherheits- Managementsystems Motivation Expansion neue Gebäude neue Rechenzentren Alt-System ablösen Vorgängersystem nicht mehr am Markt verfügbar viele verschiedene Untersysteme, nicht kompatibel zueinander keine Alarmsteuerungsmöglichkeit jeder Alarm läuft zentral auf keine Alarmgruppen keine Priorisierung keine hinterlegten Maßnahmen De-Sensibilisierung der Sicherheitsverantwortlichen SAP 2008 / Page 8

9 Entstehung eines Gebäude- und Sicherheits- Managementsystems Entscheidungsprozess Sicherheit und Gebäudemanagement waren früher getrennte Abteilungen Entscheidung über die Sicherheitstechnik: Brandmeldeanlage BMA größtes Gewerk (HEKATRON) hochgradig sicherheitsrelevant Ausbau HEKATRON? Produkt war damals nicht vernetzungsfähig hatte keine direkte Zukunft Zusätzlich BOSCH? gleich mit Managementlösung von BOSCH? Gebäudetechnik hier integrieren? Parallele Überlegungen im Bereich Gebäudemanagement: Andover SX8000 zentrale Monitoringlösung erforderlich Andover SX8000 als zentrales System ungeeignet Integration anderer Subsysteme (SAIA, Siemens usw.) SAP 2008 / Page 9

10 Entstehung eines Gebäude- und Sicherheits- Managementsystems Entscheidungsprozess / Stufenweise Errichtung Die Entscheidung sollte zunächst über die Errichtung eines Testsystemes erfolgen. Dieses Testsystem zeigt lediglich die Machbarkeit von Systemanbindungen, Schnittstellen zeigt keine Lösung für die Grundprobleme auf liefert keine Aussage über die Systemintegration in die SAP-Arbeitsweise ist kein Konzept, sondern nur Technik war nicht erfolgreich SAP 2008 / Page 10

11 Entstehung eines Gebäude- und Sicherheits- Managementsystems Entscheidungsprozess / Stufenweise Errichtung Neuer Ansatz: Hinzuziehen eines herstellerneutralen Systemintegrators bereits in der Entscheidungsphase zur Planungsunterstützung Erarbeiten eines Lastenheftes ungewohnt, zunächst schwer zu verstehen Moderation durch Systemintegrator Beteiligung von Sicherheits-, Gebäudemanagent- und IT-Verantwortlichen Dauer: 3 Monate so allgemein wie möglich, so konkret wie nötig Das SAP Building Management Solution (BMS) Lastenheft ist seit 2002 uneingeschränkt gültig ist immer noch Basis für Erweiterungsangebote und Sublieferanten-Spezifikationen ist neutrale Basis für die Abrechnung SAP 2008 / Page 11

12 Entstehung eines Gebäude- und Sicherheits- Managementsystems Stufenweise Errichtung Zur Umsetzung wurde nun eine Managementplattform gewählt die die Anforderungen des Lastenheftes erfüllt in die IT-Umgebung von SAP passt das hierfür beste Preis-Leistungsverhältnis hat. Die Errichtung erfolgte in Phasen: zunächst: 1 Leitstelle, 1 Gebäude, 1 Brandmeldeanlage, 1 GLT Dauer: 3 Monate Korrekturmöglichkeit Ist der Systemintegrator der Richtige? Muss das Lastenheft angepasst werden? Danach Gewerke- und Gebäudeweise Phasenweises Vorgehen erleichtert die Akzeptanz bei den Anwendern SAP 2008 / Page 12

13 Agenda 1. SAP AG Zahlen und Fakten 1.1. Mitarbeiter + Flächen 1.2. Technik 2. Entstehung eines Gebäude- und Sicherheitsmanagementsystems 2.1. Motivation 2.2. Entscheidungsprozess 2.3. Stufenweise Errichtung 3. Die Managementlösung 4. Hürden & Fallstricke SAP 2008 / Page 13

14 Die Managementlösung Building Management Solution (BMS) SAP AG Deutschland Projektkennzahlen 1 Datenbankcluster 5 Applikationsserver 9 Workstations 22 Kommunikationsserver installierte und verwaltete Datenpunkte auf Workstations visualisierte Datenpunkte Prozess- und Grundrissgrafiken Online-Archivkurven 30 Gewerkeanbindungen SAP 2008 / Page 14

15 Die Managementlösung Building Management Solution (BMS) SAP AG Deutschland Eigensicherung des Systems Selbstüberwachung aller Komponenten aller Schnittstellen aller Applikationen Systemwiederherstellung zyklischer PC-Austausch Auto-Start-Funktionen Auto-Konfiguration Backups Workstations Kommunikationsserver Applikationsserver Datenbankcluster Logbücher Kurven-Archive Projektdateien Dokumentation SAP 2008 / Page 15

16 Die Managementlösung Building Management Solution (BMS) SAP AG Deutschland Rollenspezifisch Security 2 Sicherheitsleitstellen 24h Bereitschaft Controlling Web-User Remote-Kontrolle Ereignisverfolgung Kartenhandling für Handwerker Facility Gebäudebetrieb Technische Systeme Wartung Abrechnung IT-Alarmmonitor Administration SAP 2008 / Page 16

17 Die Managementlösung Building Management Solution (BMS) SAP AG Deutschland Benachrichtigungssystem Anruf SMS Microsoft Exchange Anbindung Benachrichtigung über Outlook-Gruppen Urlaubs- und Feiertagsregelung über Outlook-Kalender Alarmunterdrückung bei Wartungen über das System oder vom Subgewerk aus FAX: Anfahrtsskizzen für Feuerwehr Digitale Laufkarten Anzeige im System Ausdruck in der Leitstelle Ausdruck am Empfang des jeweiligen Gebäudes Versand als -Anhang SAP 2008 / Page 17

18 Die Managementlösung Building Management Solution (BMS) SAP AG Deutschland Zentrale Datenhaltung ermöglicht neue Anwendungen (1/2): Consumption Management System (CMS) automatische Verbrauchserfassung (Strom, Wasser, Gas, Öl, Kälte, Wärme) automatischer Versand von Verbrauchsberichten Zuordnung von Verbräuchen zu Kostenstellen Virtuelle Zähler Plausibilitätsüberwachung von Zählerdaten (Leckagen, Zählerdefekte) Kreuzschienensteuerung (Video <-> Sprechstellen) Systemkopplung zwischen Andover SX8000 und Continuum SAP 2008 / Page 18

19 Die Managementlösung Building Management Solution (BMS) SAP AG Deutschland Zentrale Datenhaltung ermöglicht neue Anwendungen (2/2): Kopplung von Live-Daten an die Rechenzentrums-Planung Stromschienenbelastung der Serverracks ausgewählte Alarme Stromversorgung der Server Kälteversorgung der Rechenzentren Freigabe der Einzelraumregelung (SiclimatX) über Bewegungsmelder (EIB) neue Lösungen entstehen im Betrieb des Managementsystems SAP 2008 / Page 19

20 Agenda 1. SAP AG Zahlen und Fakten 1.1. Mitarbeiter + Flächen 1.2. Technik 2. Entstehung eines Gebäude- und Sicherheitsmanagementsystems 2.1. Motivation 2.2. Entscheidungsprozess 2.3. Stufenweise Errichtung 3. Die Managementlösung 4. Hürden & Fallstricke SAP 2008 / Page 20

21 Hürden & Fallstricke Unternehmensorganisation verschiedene Abteilungen haben mit der Lösung Berührungspunkte Lastenhefterstellung erfordert Zusammenarbeit Bereichsübergreifende Funktionen erfordern Zusammenarbeit Wer ist verantwortlich für das Gesamtsystem? Schnittstellen Endkunde zusammen mit Systemintegrator muss Herstellern helfen Hersteller sind mittlerweile offen und gesprächsbereit exakte Beschreibung von Funktionen und Schnittstellen ist unerlässlich OPC ist nicht gleich OPC teilweise nicht für reale Anwendungen dimensioniert Spezifikation nicht korrekt oder vollständig umgesetzt verschiedene Auffassungen, was über die normierte OPC-Schnittstelle transportiert werden soll Data Access (DA) ist üblicherweise dem Alarm&Event (AE) Protokoll vorzuziehen (Kosten bei der Projektierung) SAP 2008 / Page 21

22 Hürden & Fallstricke Fallstricke fehlende Akzeptanz Desensibilisierung Fehlalarme Systemfehler Nicht-Verfügbarkeit des Systems Verzettelung bei der Errichtung der Managementlösung was ist nötig? in welcher Reihenfolge wird errichtet? Budgets müssen gebildet und gerechtfertigt werden Oft keine Prozesse hierfür vorhanden Hohe Kosten, welche Vorteile, welche Einsparungen? SAP 2008 / Page 22

23 Hürden & Fallstricke Rückfallebenen einplanen bei Ausfall der Managementebene für sicherheitskritische Systeme und Alarmierungen Abhängigkeiten prüfen Herstellerbezogen Verfügbarkeit von Updates für die Managementlösung Vorgehensweise bei Fehlerbehebung Bereitstellung von Upgrades Anpassung auf Kundenwünsche Systembezogen Betriebssystem (Windows) PCs Systemintegrator austauschbar? Kompetenz SAP 2008 / Page 23

24 Copyright 2008 SAP AG All Rights Reserved No part of this publication may be reproduced or transmitted in any form or for any purpose without the express permission of SAP AG. The information contained herein may be changed without prior notice. Some software products marketed by SAP AG and its distributors contain proprietary software components of other software vendors. SAP, R/3, xapps, xapp, SAP NetWeaver, Duet, SAP Business ByDesign, ByDesign, PartnerEdge and other SAP products and services mentioned herein as well as their respective logos are trademarks or registered trademarks of SAP AG in Germany and in several other countries all over the world. All other product and service names mentioned and associated logos displayed are the trademarks of their respective companies. Data contained in this document serves informational purposes only. National product specifications may vary. The information in this document is proprietary to SAP. 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